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	<title>viralmythen</title>
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		<title>RT: Homo sapiens sapiens</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 14:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[marshall mcluhan]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[vilem flusser]]></category>

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Die FAZ hat mit ihrer Serie über das digitale Denken ein Denk-Vakuum ausgefüllt und verblüfft von Woche zu Woche mit intelligenten Gastbeiträgen zu dieser entscheidenden Frage der digitalen Kultur. Ganz zentral geht es darum, was mit unserer Art zu Denken passiert, wenn wir immer mehr Informationen auf externe Speicher auslagern, in einem immer schnelleren Tempo [...]]]></description>
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<div id="attachment_1172" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2010/02/rtlobo.jpg"><img class="size-medium wp-image-1172" title="Die Retweet-Gesellschaft" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2010/02/rtlobo-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a><p class="wp-caption-text">Die Retweet-Gesellschaft</p></div>
<p>Die FAZ hat mit ihrer Serie über das digitale Denken ein Denk-Vakuum ausgefüllt und verblüfft von Woche zu Woche mit intelligenten Gastbeiträgen zu dieser entscheidenden Frage der digitalen Kultur. Ganz zentral geht es darum, was mit unserer Art zu Denken passiert, wenn wir immer mehr Informationen auf externe Speicher auslagern, in einem immer schnelleren Tempo Informationen senden und empfangen und wenn diese Prozesse noch dazu in einer Art instabilem und opakem Kollektiv stattfinden &#8211; Cloudsourcing. Die drei Herausforderungen lauten also: Externalisierung, Beschleunigung und Sozialisierung.</p>
<p>In dem jüngsten FAZ-Beitrag schreibt <a href="http://thenumerati.net/">Stephen Baker</a> über die erste dieser drei Fragen, nämlich &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EFE324AEB56D9453787F300D7644D93D6~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Was lassen wir in unseren Köpfen</a>&#8220;. Er stellt fest, dass die zunehmende Externalisierung von Informationen und Denkprozessen (ein neuer Höhepunkt wurde mit dem Cloud-Computing erreicht) einen neuen Entwicklungsschub der Homo sapiens-Gehirne bedeutet &#8211; nach 40.000 Jahren Stabilität gibt es nun wieder einen neuen Schub:</p>
<blockquote><p>Jahr für Jahr verdoppelt dieses globale Gehirn die Zahl seiner Transistoren. Es wird stärker. Und während es stärker wird, türmt es nicht nur Berge, sondern ganze Gebirgsketten von Daten auf.</p></blockquote>
<p>Für die frühen Theoretiker des digitalen Zeitalters wie McLuhan war dies noch eine Entwicklung, die man ins Transzendentale verlängern konnte und so die Herausbildung eines Weltbewusstseins &#8211; einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosph%C3%A4re">Noosphäre</a> &#8211; als etwas positives betrachten konnte. Es scheint seit McLuhans Visionen nichts grundlegendes passiert zu sein, dennoch fällt es zunehmend schwerer, an die Heilserwartung der Noosphäre noch ernsthaft zu glauben. Der gnostische Optimismus ist zerbrochen. Aber woran?</p>
<p>Ich habe darauf noch keine schlüssige Antwort. Ein Anhaltspunkt liefert aber der Flussersche Begriff des Automaten. Wir wissen, dass Medien nichts anderes sind als Verlängerungen menschlicher Organe &#8211; in der Regel Sinnesorgane. Werkzeuge also, die Menschen bedienen können, um z.B. weiter, lauter oder schneller kommunizieren zu können. Automaten sind etwas anderes. Automaten sind Wechselbeziehungen zwischen Menschen und Vorrichtungen. Die Vorrichtung ist (wie beim Werkzeug) eine Funktion des Menschen. Aber hier sind die Menschen gleichzeitig auch Funktionen der Vorrichtung.</p>
<p>Für mich ist eine der bedrohlichsten Entwicklungen der digitalen Kultur nicht so sehr die Tatsache, dass wir durch Algorithmen immer besser überwachbar und vorhersagbar werden. Nein, die gefährliche Pointe liegt darin, dass wir uns immer besser überwachbar und vorhersagbarer machen. Noch wirkt es wie ein Sketch, wenn Menschen mit dem Mittagessen warten, bis sie ein Foto davon auf Facebook gepostet haben, vor der Kneipe stehen bleiben bis Foursquare ihnen das erfolgreiche Einchecken bestätigt hat oder reflexartig die Kurzgedanken der digitalen Prominenz per Retweet auf Twitter weiterverbreiten. In diesen Fällen &#8211; und das ist nur die zur Karikatur überformte Spitze &#8211; machen wir uns zur Vorrichtung von Codes, Datenbanken, Clouds, APIs und neuen Meta-Medienkonzernen wie Apple und Google.</p>
<p>Damit ist mir auch etwas klarer geworden, wass wir mit unserem <a href="http://www.slow-media.net/">Slow-Media-Gedanken</a> eigentlich im Sinn haben: Einen Ausbruch aus dieser Matrix. Das Sammeln von Medien, in denen wir uns als Persönlichkeiten wiederfinden und nicht als Automaten. Ein bisschen erinnert mich das an die Erinnerungsgemeinschaft in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_451">Fahrenheit 451</a> &#8211; geht es darin nicht genau um die Frage, was wir in unseren Köpfen bewahren können?</p>
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		<title>Let it slow! &#8211; 2010 wird das Jahr der Slow Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2010/01/03/let-it-slow-2010-wird-das-jahr-der-slow-media/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2010/01/03/let-it-slow-2010-wird-das-jahr-der-slow-media/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 12:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[manifest]]></category>
		<category><![CDATA[slow food]]></category>
		<category><![CDATA[slow media]]></category>

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Ein bisschen war es das Ergebnis der Diskussion mit Frank Schirrmacher über die Informationsflut und die Folgen sozialer Technologien auf dem Isarrunden-Blog. Ein bisschen scheint es aber auch in der Luft zu liegen. Wenn man von McLuhans Beschreibung von Medien als Erweiterungen des menschlichen Körpers ausgeht, kann einen mitten im Social-Media-Sturm ab und zu das [...]]]></description>
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<p>Ein bisschen war es das Ergebnis der Diskussion mit Frank Schirrmacher über die Informationsflut und die Folgen sozialer Technologien auf dem <a href="http://isarrunde.de/empfehlungen/43/0/1/17/absaufen_in_der_informationsflut.html">Isarrunden-Blog</a>. Ein bisschen scheint es aber auch in der Luft zu liegen. Wenn man von McLuhans Beschreibung von Medien als Erweiterungen des menschlichen Körpers ausgeht, kann einen mitten im Social-Media-Sturm ab und zu das Gefühl beschleichen, zum medialen Tausendfüßler geworden zu sein. So viele Kanäle, so viele Technologien, so viele Netzwerke. Deshalb glaube ich, dass wir nach der spannenden Phase der Erfindungen jetzt in eine Phase der Entdeckungen kommen werden, in der er darum geht, herauszufinden, wie wir die ganzen neuen Kommunikationskanälen einsetzen können, um &#8211; Achtung! Jetzt wird es pathetisch! &#8211; die Welt oder das eigene Leben zu einem besseren zu machen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist das gemeinsam mit Sabria David und Jörg Blumtritt geschriebene &#8220;<a href="http://www.slow-media.net/manifest/">Slow Media Manifest</a>&#8221; (begleitend dazu gibt es auch ein neues <a href="http://www.slow-media.net">Slow-Media-Blog</a>, das unsere Vorstellungen von Slow Media Tag für Tag mit Beispielen demonstriert):</p>
<p><strong>Das Slow Media Manifest</strong></p>
<p>Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, den so genannten Nuller-Jahren, haben sich die technologischen Grundlagen der Medienlandschaft tiefgreifend verändert: die wichtigsten Schlagworte lauten: Vernetzung, Internet und soziale Medien. Im zweiten Jahrzehnt wird es weniger darum gehen, neue Technologien zu finden, die das Produzieren von Inhalten noch leichter, schneller und kostengünstiger gestalten. Stattdessen wird es darum gehen, angemessene Reaktionen auf diese Medienrevolution zu entwickeln – sie politisch, kulturell und gesellschaftlich zu integrieren und konstruktiv zu nutzen. Das Konzept “Slow” – Slow wie in Slow Food und nicht wie in Slow Down – ist ein wichtiger Schlüssel hierfür. Analog zu Slow Food geht es bei Slow Media nicht um schnelle Konsumierbarkeit, sondern um Aufmerksamkeit bei der Wahl der Zutaten und um Konzentration in der Zubereitung. Slow Media sind auch einladend und gastfreundlich. Sie teilen gerne.</p>
<p><strong>1. Slow Media sind ein Beitrag zur Nachhaltigkeit</strong>: Nachhaltigkeit bezieht sich auf die verwendeten Rohstoffe und Prozesse und die Arbeitsbedingungen, auf deren Grundlage ein Medium produziert wird. Ausbeutung und Niedriglohnsektoren können ebenso wie das bedingungslose Ausschlachten der Nutzerdaten keine nachhaltigen Medien zum Ergebnis haben. Zugleich bezieht sich der Begriff auch auf den nachhaltigen Konsum von Slow Media.</p>
<p><strong>2. Slow Media fördern Monotasking</strong>: Slow Media lassen sich nicht nebenbei konsumieren, sondern provozieren die Konzentration der Nutzer. So wie die Herstellung eines guten Essens die volle Aufmerksamkeit aller Sinne eines Koches und seiner Gäste erfordert, können Slow Media nur in fokussierter Wachheit mit Genuss konsumiert werden.</p>
<p><strong>3. Slow Media zielen auf Perfektionierung</strong>: Slow Media zeichnen sich nicht notwendig dadurch aus, dass sie etwas ganz Neues auf dem Markt darstellen. Viel wichtiger ist der Aspekt eines immer weiter verbesserten und bewährten Benutzerinterfaces, das robust, zugänglich und perfekt auf die Mediennutzungsgewohnheiten der Menschen zugeschnitten ist.</p>
<p><strong>4. Slow Media machen Qualität spürbar</strong>: Slow Media messen sich selbst in Produktion, Anmutung und Inhalt an hohen Qualitätsmaßstäben und heben sich dadurch von ihren schnellen und kurzlebigen Pendants ab. Sei es durch eine hochwertige Oberfläche oder ein ästhetisch begeisterndes Layout.</p>
<p><strong>5. Slow Media fördern Prosumenten – Menschen, die aktiv bestimmen, was und wie sie konsumieren und produzieren wollen</strong>: An die Stelle des passiven Konsumenten tritt bei Slow Media der aktive Prosument, der von seiner Mediennutzung zu neuen Ideen und Handlungen angeregt wird. Randnotizen in einem Buch oder angeregte Diskussionen über eine Platte mit Freunden sind gute Zeichen hierfür. Slow Media inspirieren, wirken in dem Denken und Handeln der Nutzer nach und sind auch noch Jahre später spürbar.</p>
<p><strong>6. Slow Media sind diskursiv und dialogisch</strong>: Sie suchen ein Gegenüber, mit dem sie in Kontakt treten können. Die Wahl des Mediums ist dabei zweitrangig. Das Zuhören ist bei Slow Media ebenso wichtig wie das Sprechen. “Slow” bedeutet hier: aufmerksam und zugewandt sein und auch eigene Positionen aus einer anderen Perspektive betrachten und hinterfragen zu können.</p>
<p><strong>7. Slow Media sind soziale Medien</strong>: Um Slow Media bilden sich lebendige Gemeinschaften oder Stämme, gleich ob es sich um einen lebenden Autor handelt, der mit seinen Lesern in den Austausch tritt, oder einen verstorbenen Musiker, um dessen Musik sich eine aktive Deutungsgemeinschaft bildet.So fördern Slow Media die Vielfalt und respektieren kulturelle und lokale Besonderheiten.</p>
<p><strong>8. Slow Media nehmen ihre Nutzer ernst</strong>: Slow Media treten ihren Nutzern selbstbewusst-freundschaftlich gegenüber und haben ein gutes Gespür dafür, für wieviel Komplexität und Ironie ihre Nutzer bereit sind. Slow Media sehen weder belehrend auf ihre Nutzer herab noch begegnen sie ihnen unterwürfig-anbiedernd.</p>
<p><strong>9. Slow Media werden empfohlen statt beworben</strong>: Der Erfolg von Slow Media liegt nicht in einem überwältigenden Werbedruck auf allen Kanälen, sondern in den Empfehlungen in Freundes-, Kollegen- und Familienkreisen. Ein Buch, das man sich fünfmal kauft, um es an die besten Freunde zu verteilen, ist ein gutes Beispiel dafür.</p>
<p><strong>10. Slow Media sind zeitlos</strong>: Slow Media haben eine hohe Lebensdauer und wirken auch nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten noch frisch. Sie verlieren mit der Zeit nicht ihre Qualität, sondern bekommen allenfalls eine Patina, die den gefühlten Wert sogar steigern.</p>
<p><strong>11. Slow Media sind auratisch</strong>: Slow Media strahlen eine besondere Aura aus. Sie erzeugen in dem Nutzer das Gefühl, dass das Medium genau in diesen Augenblick seines Lebens gehört. Auch wenn Slow Media industriell erzeugt sind oder teilweise auf industriellen Produktionsmitteln basieren, vermitteln sie den Eindruck von Einmaligkeit und weisen über sich selbst hinaus.</p>
<p><strong>12. Slow Media sind progressiv, nicht reaktionär</strong>: Slow Media bauen auf ihren technischen Errungenschaften und der Lebensweise in der Netzwerkgesellschaft auf. Gerade durch die Beschleunigung in zahlreichen Lebensbereichen werden Inseln der bewussten Langsamkeit möglich, aber auch überlebenswichtig. Slow Media sind kein Gegensatz zur Geschwindigkeit und Gleichzeitigkeit von Twitter, Blogs und Social Networks, sondern eine Haltung und Art sie zu nutzen.</p>
<p><strong>13. Slow Media setzen auf Qualität – sowohl in der Produktion wie bei der Rezeption von Medieninhalten</strong>: Kulturwissenschaftliches Handwerk wie Quellenkritik, die Einordnung und Gewichtung von Informationsquellen, gewinnt gerade mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Informationen an Bedeutung.</p>
<p><strong>14. Slow Media werben um Vertrauen und nehmen sich Zeit, glaubwürdig zu sein. Hinter Slow Media stehen echte Menschen. Und das merkt man auch.</strong></p>
<p><em>Stockdorf und Bonn, den 02.01.2010</em></p>
<p>Benedikt Köhler<br />
Sabria David<br />
Jörg Blumtritt</p>
<p>Literatur zum Thema:<br />
<a href="http://www.huffingtonpost.com/elissa-altman/move-over-slow-food-intro_b_367517.html">http://www.huffingtonpost.com/elissa-altman/move-over-slow-food-intro_b_367517.html</a><br />
<a href="http://marketplace.publicradio.org/display/web/2009/11/17/pm-slow-media/">http://marketplace.publicradio.org/display/web/2009/11/17/pm-slow-media/</a><br />
<a href="http://www.huffingtonpost.com/arianna-huffington/announcing-my-first-pick-_b_310544.html">http://www.huffingtonpost.com/arianna-huffington/announcing-my-first-pick-_b_310544.html</a><br />
<a href="http://blog.oup.com/2008/11/slow_blog/">http://blog.oup.com/2008/11/slow_blog/</a><br />
<a href="http://www.shep.ca/?p=132">http://www.shep.ca/?p=132</a><br />
<a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=5122">http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=5122</a><br />
<a href="http://www.giarts.org/library_additional/library_additional_show.htm?doc_id=448395">http://www.giarts.org/library_additional/library_additional_show.htm?doc_id=448395</a></p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Let+it+slow%21+%E2%80%93+2010+wird+das+Jahr+der+Slow+Media+http://bit.ly/8BjGyr" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Let+it+slow%21+%E2%80%93+2010+wird+das+Jahr+der+Slow+Media+http://bit.ly/8BjGyr" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kulturelle Vielfalt oder Einheitsbrei?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/12/20/kulturelle-vielfalt-oder-einheitsbrei/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/12/20/kulturelle-vielfalt-oder-einheitsbrei/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 22:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[differenz]]></category>
		<category><![CDATA[ethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[isarrunde]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[theorie]]></category>

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Die aktuelle Folge der Isarrunde ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wie das Web funktioniert. Man trifft sich online und offline, diskutiert über Ereignisse, die einen bewegt haben, wie zum Beispiel den Tod des Ethnologen Claude Lévi-Strauss. Dann schreibt jemand einen Blogbeitrag darüber, inwiefern sich ein zentrales Motiv daraus (das Zerstören oder Verwestlichen von kulturellen Unterschieden [...]]]></description>
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<p>Die aktuelle Folge der <a href="http://isarrunde.de">Isarrunde</a> ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wie das Web funktioniert. Man trifft sich online und offline, diskutiert über Ereignisse, die einen bewegt haben, wie zum Beispiel den Tod des Ethnologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Lévi-Strauss">Claude Lévi-Strauss</a>. Dann schreibt jemand <a href="http://www.michaelreuter.org/2009/11/gedanke-zur-bedeutung-von-claude-l%C3%A9vystrauss-traurigen-tropen-f%C3%BCr-das-internet.html">einen Blogbeitrag darüber</a>, inwiefern sich ein zentrales Motiv daraus (das Zerstören oder Verwestlichen von kulturellen Unterschieden durch das Reisen) auch auf das Internet übertragen lässt. Anschließend entfaltet sich auf Twitter in zahlreichen 140-Zeichenbeiträgen eine kontroverse Diskussion über dieses Thema und es folgen weitere Blogeinträge <a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/wird-das-andere-weniger">hier</a>, <a href="http://www.thorstena.de/?p=1769">hier</a> und <a href="/2009/11/07/das-tribale-internet/">hier</a> &#8211; und <a href="http://drultra.posterous.com/das-ende-der-kultur-findet-nicht-statt">hier</a> wird sogar ein Blog eigens für diesen Zweck wieder reaktiviert. Dieses Diskursnetzwerk liefert dann das fruchtbare Ferment für eine Isarrundendiskussion <a href="http://isarrunde.de/isarrunden/38/0/1/17/ist_das_web_ein_gleichmacher_oder_quelle_der_vielfalt.html">wie die folgende</a>:<br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bteil_r5Pzc&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/bteil_r5Pzc&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Kulturelle+Vielfalt+oder+Einheitsbrei%3F+http://bit.ly/6vrgpk" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Kulturelle+Vielfalt+oder+Einheitsbrei%3F+http://bit.ly/6vrgpk" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit dem Blackberry im Methusalemkomplott</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/12/19/mit-dem-blackberry-im-methusalemkomplott/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 17:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

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Ich muss gestehen, dass mich bisher die Debatte um die digitale Überforderung &#8211; zum Wortführer dieser Scheinbewegung hat sich Frank Schirrmacher gemacht &#8211; wenig berührt hat. Vielleicht ist mit folgender abgewandelter Tocotronic-Textzeile seine Position so weit zusammengefasst, dass man sich alle weitere Lektüre sparen kann:

Wahrscheinlich hat Schirrmacher gar keine Zeit,
Twitter ist gut doch die Welt [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/12/IMG_06221-139x300.jpg" alt="Informationsflut" title="Informationsflut" width="139" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1139" />Ich muss gestehen, dass mich bisher die <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,665806,00.html">Debatte</a> um die digitale Überforderung &#8211; zum Wortführer dieser Scheinbewegung hat sich <a href="http://carta.info/18949/algorithmen-im-alltag-wie-das-werkzeug-seinen-erfinder-umarbeitet/">Frank Schirrmacher</a> gemacht &#8211; wenig berührt hat. Vielleicht ist mit folgender abgewandelter <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LEcgFCYdadg">Tocotronic-Textzeile</a> seine Position so weit zusammengefasst, dass man sich alle weitere Lektüre sparen kann:</p>
<blockquote><p>
Wahrscheinlich hat Schirrmacher gar keine Zeit,<br />
Twitter ist gut doch die Welt noch nicht bereit.
</p></blockquote>
<p>Natürlich kommen bei mir mehr Informationen an als ich verarbeiten kann. Das würde ich aber nicht unbedingt auf das Internet oder das Social Web im Besonderen zurückführen. Eine Mailbox, in der sich 2578 ungelesene Emails virtuell stapeln ist hat für mich keinen sehr viel größeren Aufforderungscharakter als der Stapel un- oder halbgelesener Bücher, die sich in meinem Haus physisch stapeln. Warum sollte mein Hirneiweiß durch den einen Informationsstau veranlasst sehen, neue Formen des Verklumpens zu bilden als bei dem anderen Informationsstau?</p>
<p>Zwar gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem gedruckten Informationsüberfluss &#8211; jeder, der schon einmal eine Zeitung wie z.B. Schirrmachers FAZ abonniert hatte, weiß wie alte Zeitungsausgaben dazu neigen, den Lebensraum zu verstopfen &#8211; und der neuen digitalen Unübersichtlichkeit. Aber begleitend zu den neuen Überforderungsphänomenen gibt es neue Coping-Mechanismen. Zum Beispiel Blackberry: Klar signalisiert mir das blinkende rote Licht immer wieder, dass neue Informationen abgerufen oder aufgenommen werden wollen. Wenn ich das Smartphone umdrehe, so dass die rote Leuchte nach unten zeigt, sehe ich das Blinken nicht mehr. Ein einfacher Trick, millionenfach bewährt.</p>
<p>Und auch für digitale Informationskanäle wie Twitter gibt es so etwas. Das Geheimrezept lautet &#8220;einfach mal ignorieren&#8221;. Vielleicht ist es hierbei von Vorteil, wenn man sowieso so vielen Menschen folgt, dass man mit dem Lesen nicht mehr hinterherkommt? Ich folge knapp 2.500 Menschen auf Twitter. Keine Chance, auch nur annähernd up to date zu bleiben mit all ihren Gedanken, Ängsten, Banalitäten, Entdeckungen etc. Das schnelle Tempo führt dazu, dass ich mich ganz bewusst an bestimmten Informationen oder Personen orientiere. Was jemand explizit mir mitteilen möchte (also <a href="http://search.twitter.com/search?q=@furukama">@furukama-Botschaften</a>), bekomme ich mit. Ebenso alles, was die Handvoll Menschen schreibt, die mir besonders wichtig sind (dafür habe ich eine Twitter-Liste). Für den ganzen Rest entwickelt sich so eine Art <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_%28Psychologie%29">Flow</a>-Gefühl, ein Schweben über dem Informationsstrom, von dem ich nur hin und wieder einzelne Gedanken mitbekomme, mehr nicht.</p>
<p>Der einzige Punkt, der an dieser Debatte wirklich interessant ist: Wie passen die Diagnosen der letzten Schirrmacher-Werke zusammen? Hier wird es wirklich spannend. Auf der einen Seite der Methusalem-Komplott in dem die Älteren die Macht übernehmen und den Staat von oben bis unten umkrempeln. Auf der anderen Seite die immer schwächeren nachwachsenden Generationen, die aber mit Twitter, iPhone und Facebook das, was sie an Masse und Macht verloren haben, durch Geschwindigkeit wieder wettmachen wollen? Droht hier tatsächlich ein Krieg der Alten gegen die Jungen bzw. der jederzeit erreichbaren Echtzeitgehirne gegen die in Offline-Idyllen schwelgenden Altersrassisten? Und vor allem: Wo steht ein Schirrmacher in diesem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tohuwabohu">Tohuwabohu</a>?</p>
<p>Vielleicht zum Abschluss noch einen theologischen Gedanken. Das passt ganz gut zur Adventszeit, die übrigens ebenfalls zwei Gesichter hat: ein helles, fröhliches Süßer-die-Glocken-nie-klingen-Gesicht, und gleichzeitig aber auch ein kulturgeschichtlich sehr viel älteres düsteres Gesicht einer Endzeit, in der man schwarz getragen hat und gefastet hat und weder heiraten, noch sich in der öffentlichkeit freuen durfte. Die glückselige Informationsarmut des vom Netz genommenen Methusalems ähnelt tatsächlich einem paradiesischen Zustand. Das Paradies ist nämlich sogar etymologisch nichts anderes als ein früher &#8220;<a href="http://www.isarrunde.de/isarrunden/40/1/1/17/das_netz_als_sammlung_vieler_walled_garden.html">walled garden</a>&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenkunst_im_Vorderen_Orient">pairidaeza</a>), in dem es keine Information gibt, da es sich um einen statischen Zustand handelt und Information immer bedeutet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson">ein Unterschied, der einen Unterschied macht</a>. Ich finde hier die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5zNdMc6wGtU">Theologie der Talking Heads</a> am überzeugendsten, die den Himmel wie folgt beschreiben:</p>
<blockquote><p>
Heaven, heaven is a place,<br />
a place where nothing, nothing ever happens<br />
Heaven, heaven is a place,<br />
a place where nothing, nothing ever happens
</p></blockquote>
<p>Das Gegenteil von dieser himmlischen Zeitlosigkeit sind die zutiefst irdischen digitalen Echtzeit-Informationsströme, in denen jeden Tag etwas neues passiert, jeden Tag neue Personen in den Timelines auftauchen, jeden Tag andere Verknüpfungen der potentiell globalen Netzwerkgesellschaft aktualisiert werden.</p>
<p>Siehe dazu auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.michaelreuter.org/2009/12/haben-sie-eine-payback-card-oder-kommunizieren-ist-%C3%BCbungssache.html">Haben Sie eine Payback-Card &#8211; oder Kommunizieren ist Übungssache</a> von Michael Reuter</li>
<li><a href="http://www.isarrunde.de/empfehlungen/43/1/1/17/absaufen_in_der_informationsflut.html">Absaufen in der Informationsflut</a> auf dem Isarrunde-Blog</li>
<li><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/diskurs-ein-hin-und-hergehendes-gesprach">Diskurs: ein hin- und hergehendes Gespräch</a> von Sabria David
</ul>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Mit+dem+Blackberry+im+Methusalemkomplott+http://bit.ly/866Sxy" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Mit+dem+Blackberry+im+Methusalemkomplott+http://bit.ly/866Sxy" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das tribale Internet</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/11/07/das-tribale-internet/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/11/07/das-tribale-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 11:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[

Michael Reuter stellt in seinem Blog anlässlich des Todes von Claude Lévi-Strauss die wichtige Frage:
Ist es denkbar, dass durch die zunehmende Transparenz des Wissens, der Meinungen und der Aktivitäten der Teilnehmer des Netzes gerade die für eine biologische und kulturelle Entwicklung notwendigen Unterschiede individueller, abgekapselter Gruppen verlorengehen?
Oder anders ausgedrückt: Ist das Internet (bzw. heute das [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.michaelreuter.org/2009/11/gedanke-zur-bedeutung-von-claude-l%C3%A9vystrauss-traurigen-tropen-f%C3%BCr-das-internet.html">Michael Reuter</a> stellt in seinem Blog anlässlich des Todes von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Lévi-Strauss">Claude Lévi-Strauss</a> die wichtige Frage:</p>
<blockquote><p>Ist es denkbar, dass durch die zunehmende Transparenz des Wissens, der Meinungen und der Aktivitäten der Teilnehmer des Netzes gerade die für eine biologische und kulturelle Entwicklung notwendigen Unterschiede individueller, abgekapselter Gruppen verlorengehen?</p></blockquote>
<p>Oder anders ausgedrückt: Ist das Internet (bzw. heute das <a href="/2009/06/06/leben-in-140-zeichen/">Echtzeitinternet</a> und das soziale Internet) ein großer Gleichmacher? Ich glaube nicht.</p>
<p>Zum einen hatten wir in der Ethnologie diese Diskussion schon vor längerer Zeit ausführlich am Beispiel des Fernsehens durchgespielt. Klar, eine &#8220;Eingeborenenfamilie&#8221; im tiefsten Busch, deren jüngster Sohn leidenschaftlicher Rambo-Fan ist und deren Eltern zu Dallas-Experten geworden sind, sprechen auf den ersten Blick für den Erfolg eines neuen universalistischen Mediums, das die gesamte Erde planiert (&#8220;<a href="/2008/07/16/die-welt-ist-nicht-geschrumpft-sondern-zerknittert/">a flat earth</a>&#8220;) und sämtliche kulturelle Unterschiede zerstört. Das wirkt aber nur auf den ersten oberflächlichen Blick so. Wenn man nämlich damit anfängt, diese Menschen zu verstehen, dann merkt man, dass der Rambo, den sie sehen, ein ganz anderer ist als derjenige, den wir sehen. Auch die immer wieder beschwörte Amerikanisierung unserer Kultur betrifft in erster Linie die Oberflächen (den von Lévi-Strauss zitierten warmen Lackgeruch und den Wintergreen-Tee) und nicht die Rezeption, Umdeutung und Aneignung dieser Stoffe. <a href="http://www.aber.ac.uk/media/Modules/TF33120/katzlieb.html">Katz und Liebes</a> hatten in einer großen empirischen Studie gezeigt, wie ein und dieselbe Fernsehserie (Dallas) in unterschiedlichen kulturellen Gruppen ganz unterschiedlich wahrgenommen werden.</p>
<p>Aber dennoch: der technologische Unterbau des Internet ist tatsächlich zu einer universellen Geschichte geworden, die weltweit sehr gleichförmig ist. Das indische TCP/IP scheint sich nicht von dem brasilianischen zu unterscheiden. In Deutschland verwendet man HTML ähnlich wie in Japan &#8211; bzw. vielleicht fehlen uns noch kulturwissenschaftliche Studien, die hier dann doch Unterschiede finden. Und zum Teil sind auch die politischen Fragen, die sich hieran knüpfen, ähnliche: Soll man den Zugang für alle frei schalten oder auf bestimmte Personenkreise beschränken? Soll man zensieren oder nicht? Die Antworten freilich fallen je nach kulturellem und politischen Kontext höchst unterschiedlich aus.</p>
<p>Das Internet und auch das Web 2.0 ist keine globale Monokultur. Natürlich ist es potentiell möglich, dass, wie Reuter sagt, &#8220;letztlich alle wissen, was irgendwo passiert und was irgendwer macht&#8221;. Nur bleibt diese Tatsache immer im Konjunktiv. De facto nutzen wir Plattformen wie Twitter, Facebook oder auch Blogs tendenziell eher tribalistisch als esperantistisch. Die meisten meiner Kontakte, mit denen ich täglich über Twitter kommuniziere, kommen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Schon, wenn ich nach Italienern suche, wird es schwierig. Und dann habe ich noch gar nicht nach dem Bildungsgrad und dem räumlichen Kontext gefragt. Das weltumspannende Kommunikationsnetz funktioniert für Sensationen wie zum Beispiel Erdbeben oder politische Umstürze. Aber auch dort ist es nicht die Masse, die hier kommuniziert, sondern nur eine Elite, die sowieso relativ homogen ist. Also die berühmten &#8220;kosmopolitischen Vielflieger&#8221;.</p>
<p>Ich würde noch weiter gehen: Gerade Social Media haben ein großes Potential, die Bildung von stammesähnlichen Gebilden zu unterstützen. Also von sehr traditionalistischen Organisationsformen, die jedoch auf Grundlage einer weltweit standardisierten Technologie nicht mehr an räumliche Nähe gebunden sind (hier darf natürlich auch der <a href="http://twitter.com/jbenno/status/5504489366">wichtige Hinweis</a> auf McLuhan nicht fehlen). Diese Stämme sind aber aufgrund ihrer Ortsunabhängigkeit nicht offen sichtbar wie z.B. die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yanomami">Yanomami</a> der 1960er Jahre, sondern wirken diffus. Erst mit Hilfe von Netzwerkanalysen werden diese Strukturen sichtbar. Erst ein ethnologisches Eindringen in diese Zusammenhänge offenbart dann die Stammes-Partikularismen vor einem universalistischen techno-politischen Hintergrund.</p>
<p>Auf eine Formel gebracht: <strong>Es gibt nicht nur ein Social Web, sondern viele</strong>. Aber eigentlich steckt das alles schon im Begriff des Internets.</p>
<p><strong>Literatur zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li>Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen. Frankfurt, 1978.
<li>Manuel Castells: The Rise of the Network Society. Oxford, 1996.
<li>Marshall McLuhan / Quentin Fiore: War and Peace in the Global Village. New York, 1968.
<li>Tamar Liebes / Elihu Katz: The Export of Meaning: Cross-Cultural Readings of Dallas. Oxford, 1990.
</ul>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Das+tribale+Internet+http://bit.ly/11gE85" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Das+tribale+Internet+http://bit.ly/11gE85" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<item>
		<title>Qype scheint seine Experten nicht mehr zu brauchen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/07/22/qype-scheint-seine-experten-nicht-mehr-zu-brauchen/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/07/22/qype-scheint-seine-experten-nicht-mehr-zu-brauchen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 12:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[experten]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[qype]]></category>

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		<description><![CDATA[

Eine der Schlüsselfragen des Community Managements: Wie schafft man ein angenehmes und inspirierendes Umfeld, das die aktiven Träger einer Community (man denke an die 90-9-1-Regel oder die Social Technographics-Profile von Forrester) dazu anregt, sich immer stärker mit der Community zu identifizieren? Wie richtet man intelligente Verstärkungsmechanismen ein, die an den innersten Gefühlen und Leidenschaften der [...]]]></description>
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<p>Eine der Schlüsselfragen des Community Managements: Wie schafft man ein angenehmes und inspirierendes Umfeld, das die aktiven Träger einer Community (man denke an die 90-9-1-Regel oder die <a href="http://www.forrester.com/Groundswell/profile_tool.html">Social Technographics-Profile</a> von Forrester) dazu anregt, sich immer stärker mit der Community zu identifizieren? Wie richtet man intelligente Verstärkungsmechanismen ein, die an den innersten Gefühlen und Leidenschaften der Nutzer rühren? Wie erhält man eine begeisterte Gemeinschaft, die ihre Begeisterung ohne jegliche monetäre Belohnung (intrinsische Motivation) nach außen trägt?</p>
<p>So jedenfalls nicht:</p>
<blockquote><p>
From: QYPE <no-reply@qype.com><br />
To: eigenarbeit@gmail.com</p>
<p>Date: Wed, Jul 22, 2009 at 2:19 PM<br />
Subject: system_1000_points_downgrade subject</p>
<p>Hallo,</p>
<p>wir haben festgestellt, dass Du seit mindestens 2 Monaten nicht mehr geqypt hast und haben darum Deinen Experten-Status rückgängig gemacht.<br />
Es ist schade aber Du verstehst ganz bestimmt, dass ein Experte ohne neue Beiträge für die Community ein bisschen wie ein Sommertag ohne Sonne ist.<br />
Wenn Du Deinen Status wieder erhalten willst, weisst Du, was Du zu tun hast <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Danke.</p>
<p>Dein Qype-Team&#8211;
</p></blockquote>
<p>Wenn die Wikipedia so einen Mist erlauben würde, stünden wir jetzt wahrscheinlich bei 93 und nicht bei 933.000 Einträgen. Wer nur ein winziges bisschen Psychologie in seinem Leben mitbekommen hat, weiß, dass das Wegnehmen einer Belohnung (&#8220;Deprivation&#8221;) eine der schlimmsten Bestrafungsmöglichkeiten ist. Das Beenden der Strafe (&#8220;negative Verstärkung&#8221;) wirkt dagegen nur schwach.</p>
<p><strong>UPDATE</strong>: Alle meine Beiträge habe ich gesichert und gelöscht. Alle Vorschläge, wo ich meine seit April 2006 mehr oder weniger regelmäßig verfassten Rezensionen veröffentlichen kann, sind willkommen. Auf einem Wiki? Auf einem Blog?</p>
<p><strong>UPDATE 2</strong>: Ich bin wohl nicht der einzige &#8220;Experte&#8221;, der diese unhöfliche Email bekommen hat. Über Twitter und Directmails haben sich noch einige weitere Betroffene gemeldet. Ich habe das Gefühl, dass diese Strafaktion vielleicht genau das Gegenteil erreichen könnte als eigentlich beabsichtigt.</p>
<p><strong>UPDATE 3</strong>: Die Antwort von Qype kam sehr schnell per Twitter: &#8220;@furukama den Status erhält man sofort wieder, wenn man wieder aktiv ist. So wird der Status der aktiven Mitglieder aufgewertet.&#8221; Stimmt. Aber nur derjenigen, die nach so einer unhöflichen Mail dann tatsächlich bleiben.</p>
<p><strong>UPDATE 4</strong>: Stephan Mosel von Qype hat &#8220;<a href="http://blog.metaroll.de/2009/07/22/qype-scheint-seine-experten-nicht-mehr-zu-brauchen/#comment-28157">telefoniert, gemeetet und gemailt</a>&#8221; mit dem Ergebnis, dass es diese Status-Downgrades so nicht mehr geben wird. Hier geht&#8217;s zum <a href="http://www.qype.com/forums/8/topics/13995-Der-Qype-Experten-Status">Qype-Forenbeitrag dazu</a>.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Qype+scheint+seine+Experten+nicht+mehr+zu+brauchen+http://bit.ly/17GHn2" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Qype+scheint+seine+Experten+nicht+mehr+zu+brauchen+http://bit.ly/17GHn2" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Enter-Polls statt Exit-Polls?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/06/29/enter-polls-statt-exit-polls/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/06/29/enter-polls-statt-exit-polls/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 13:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[enter-polls]]></category>
		<category><![CDATA[exit-polls]]></category>
		<category><![CDATA[information]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[

Hier gehts direkt zu den Ergebnissen &#8211; und hier zur Stimmabgabe

Wahrscheinlich wissen die meisten Menschen gar nicht, was sich hinter dem seltsamen Begriff &#8220;Exit-Poll&#8221; verbirgt. Es geht dabei nicht um eine Abstimmung, wann man am besten das Zeitliche segnen sollte, sondern um die Befragung von Wählern beim Verlassen (= Exit) des Wahllokals. Die dabei erhobenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong>Hier gehts <a href="http://politologo.net/enterpoll/results.php">direkt zu den Ergebnissen</a> &#8211; und <a href="http://politologo.net/enterpoll/">hier zur Stimmabgabe</a><br />
</strong><br />
<a href="http://politologo.net/enterpoll/"><img class="alignleft" title="Enterpoll" src="http://politologo.net/enterpoll/enterpoll.jpg" alt="" /></a>Wahrscheinlich wissen die meisten Menschen gar nicht, was sich hinter dem seltsamen Begriff &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahltagsbefragung">Exit-Poll</a>&#8221; verbirgt. Es geht dabei nicht um eine Abstimmung, wann man am besten das Zeitliche segnen sollte, sondern um die Befragung von Wählern beim Verlassen (= Exit) des Wahllokals. Die dabei erhobenen Daten werden verwendet, um Hochrechnungen zu erstellen, die dann in den ersten Betaversionen bereits in der Mittagszeit den Parteien zur Verfügung gestellt werden. Damit sie bei einem unerwarteten Wahldebakel schnell noch den Champagner abbestellen und stattdessen Mineralwasser ordern können.</p>
<p>Durch Social Media-Anwendungen wie Twitter oder Facebook, auf denen man in Echtzeit Nachrichten verbreiten kann, befürchten die Politiker, dass diese Vorabergebnisse nicht mehr unter Verschluss gehalten werden können, sondern von übereifrigen Kommunikatoren <a href="http://nice-bastard.blogspot.com/2009/06/exit-polls-twitter-schlu-mit-dem.html">ausgeplaudert werden könnten</a> (die Erinnerungen an die <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/05/26/peinliche-twitter-schlammschlacht-nach-der-bundespraesidentenwahl/">Wahl des Bundespräsidenten</a> sind noch zu frisch). Das bedeutet zum einen, dass ein Informationsmonopol verschwindet und zum anderen, dass diese Zahlen verwendet werden könnten, um am Wahlabend noch verstärkt zu mobilisieren.</p>
<p>Beides &#8211; Transparenz und eine <a href="http://www.sebsn.de/2009/06/28/twitter-und-die-gefahrlichen-exit-polls/">höhere Wahlbeteiligung</a> &#8211; scheint nicht besonders im Interesse der Parteien zu liegen, und deshalb werden jetzt die <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,632942,00.html">ersten Pläne geschmiedet</a>, wie man diese Twitterer stoppen könnte. Der <a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/">Bundeswahlleiter</a> lässt sich zitieren mit den Worten: &#8220;Es wäre der GAU, wenn die Wählerbefragungen vor Schließung der Wahllokale öffentlich bekannt würden&#8221;. Darüber, anstelle des Twitterns darüber kurzerhand die <a href="http://www.spitblog.de/2009/06/27/wer-braucht-schon-exit-polls/">Exit-Polls abzuschaffen</a> und mit der Bekanntgabe der ersten Zahlen einfach zu warten, bis diese aus den Wahllokalen vorliegen, scheint niemand nachzudenken. Schließlich sind diese Daten die einzigen verfügbaren Daten darüber, welche soziodemographischen Gruppen wie gewählt haben und welche Wählerwanderungen es gegeben hat.</p>
<p>Vielleicht wäre es aber sinnvoll, beides zusammenzubringen: Twitter und Wählerbefragungen. Nach einer kurzen Diskussion auf Twitter entstand die Idee, ein auf Twitter basierendes &#8220;<a href="http://politologo.net/enterpoll/enterpoll.php">Enter-Poll-System</a>&#8221; ins Leben zu rufen. Ich stelle mir das so vor: Jeder Twitterer hat genau eine Stimme, die er vor dem Wahltag einer Partei seiner Wahl geben kann. Die Authentifizierung bei Twitter (über OAuth, d.h. es werden keine Passwörter übertragen) stellt sicher, dass jeder Twitternick nur einmal abstimmen kann. Dadurch, dass die bereits abgestimmten Twitternicks und die eigentlichen Wahldaten in unterschiedlichen Datenbanktabellen abgespeichert werden, können beide Informationen nicht miteinander verknüpft werden. Die virtuelle Stimmabgabe ist also anonym.</p>
<p>Da mit der Wahlentscheidung auch die Wahlentscheidung der letzten Bundestagswahl abgefragt wird, können anschließend Auswertungen über die Wählerwanderungen getroffen werden. Und die soziodemographischen Merkmale erlauben zudem eine Segmentierung nach Alter und Geschlecht.</p>
<p>Der Betatest beginnt genau &#8230; <a href="http://politologo.net/enterpoll/enterpoll.php">jetzt</a>.</p>
<p>[<strong>UPDATE, 17:33</strong>] Das Tool darf natürlich am Wahltag selbst bis 18:00 keine Ergebnisse veröffentlichen, da dies laut BWahlG eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde, die mit <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bwahlg/__49a.html">bis zu 50.000 EUR Geldbuße</a> geahndet werden kann.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Enter-Polls+statt+Exit-Polls%3F+http://bit.ly/shARD" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Enter-Polls+statt+Exit-Polls%3F+http://bit.ly/shARD" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Antwort aus dem Paralleluniversum</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/06/06/antwort-aus-dem-paralleluniversum/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/06/06/antwort-aus-dem-paralleluniversum/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 20:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[jens jessen]]></category>
		<category><![CDATA[kinderpornographie]]></category>
		<category><![CDATA[netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[paralleluniversum]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

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Kurze Vorbemerkung: Ich mache mir bereits Gedanken über Textbausteine, mit denen sich die immergleichen Internetschmähreden in Zeit, Süddeutscher Zeitung und Co. automatisiert beantworten lassen. Noch habe ich diese Bausteine nicht, deshalb hier eine manuell getippte Kurzantwort auf das Videostatement von Jens Jessen, der darin Abschaffung der Anonymität im Internet (gähn) fordert. Ein kurzer Ausschnitt daraus:
Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Kurze Vorbemerkung: Ich mache mir bereits Gedanken über Textbausteine, mit denen sich die immergleichen Internetschmähreden in Zeit, Süddeutscher Zeitung und Co. automatisiert beantworten lassen. Noch habe ich diese Bausteine nicht, deshalb hier eine manuell getippte Kurzantwort auf das <a href="http://www.zeit.de/video/player?videoID=2009052981ebae">Videostatement von Jens Jessen</a>, der darin Abschaffung der Anonymität im Internet (<a href="http://www.realname-diskussion.info/">gähn</a>) fordert. Ein kurzer Ausschnitt daraus:</p>
<blockquote><p>Im Internet wird gestohlen &#8211; wir meinen die notorischen Urheberrechtsverletzungen. Im Internet wird vergewaltigt &#8211; wir meinen die Kinderpornographie. Und es werden mit der unverfrorendsten Unschuldsmiene Menschen diffamiert, diskriminiert und mit Gewaltdrohungen verfolgt. All dies, sagen die Internetverteidiger, gehöre nun einmal zu der großen, einzigartigen und schützenswerten Freiheit des Internets, die nun einmal einige zu tolerierende Nachtseiten hat.</p></blockquote>
<p>Jens Jessen hat die Kritik dieser &#8220;Internetverteidiger&#8221; entweder nicht wahrgenommen oder aber nicht verstanden. Kriminalität ist Kriminalität, egal ob sie auf der Straße, im Schlafzimmer oder im Internet stattfindet. Und die Verteidiger der Netzneutralität fordern auch kein gleicher Recht auf Internetnutzung für gesetzliche wie ungesetzliche Handlungen.</p>
<p>Nur: Urheberrechtsverletzungen im Internet sollten mit als Urheberrechtsverletzungen verfolgt werden, Kinderpornographie als Kinderpornographie und Verleumdung als Verleumdung. Das sind alles keine spezifischen Internetdelikte, sondern Verstöße oder Verbrechen, die substantiell verfolgt werden müssen. Denn, das hat Jessen immerhin mitbekommen, das Internet ist kein ausgeflipptes Hirngespinst aus Bits und Bytes, sondern ein sozialer Raum, in dem dieselbe Ordnung gilt wie anderswo auch. Meines Wissens kennt weder die deutsche, noch die europäische Rechtsprechung so etwas wie &#8220;Paralleluniversen&#8221;.</p>
<p>Übrigens: Ist es ein Zufall, dass für das Internet ganz ähnliche Begriffe verwendet werden wie für die von den Leitkulturfanatikern und Teilzeitspenglerianern der Zeit ebenso wenig verstandene und geliebte ethnische Pluralisierung der Gesellschaft?</p>
<p>Das heißt aber auch: Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Recht auf Unversehrtheit der Wohnung oder Meinungsfreiheit sind Dinge, die (<a href="http://www.presseschauer.de/?p=663">zum Glück</a>) auch im Netz gelten. Artikel 5 des Grundgesetzes ist <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20885/1.html">blind dafür</a>, ob man seine Meinung im eigenen Namen äußert oder anonym.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Antwort+aus+dem+Paralleluniversum+http://bit.ly/YJuxy" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Antwort+aus+dem+Paralleluniversum+http://bit.ly/YJuxy" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<title>Leben in 140 Zeichen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 01:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>
		<category><![CDATA[microblogging]]></category>
		<category><![CDATA[sterben]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[

Twitter ist irrelevant? Twitter ist banal? Twitter ist belanglos? Vielleicht für Journalisten, die aufgrund ihrer déformation professionelle darauf achten müssen, was eine &#8220;allgemeine Öffentlichkeit&#8221; interessieren könnte. Für alle anderen gilt: Auf Twitter findet das ganz normale Leben statt. Menschen sterben, Menschen werden geboren. &#8220;Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn&#8217;s hoch kommt, so sind&#8217;s achtzig [...]]]></description>
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<p>Twitter ist irrelevant? Twitter ist banal? Twitter ist belanglos? Vielleicht für <a href="http://www.zeit.de/online/2009/24/twitter-kritik">Journalisten</a>, die aufgrund ihrer déformation professionelle darauf achten müssen, was eine &#8220;allgemeine Öffentlichkeit&#8221; interessieren könnte. Für alle anderen gilt: Auf Twitter findet das ganz normale Leben statt. Menschen sterben, Menschen werden geboren. &#8220;Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn&#8217;s hoch kommt, so sind&#8217;s achtzig Jahre, und wenn&#8217;s köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.&#8221; (Psalm 90) Ein kurzer Ausschnitt aus den letzten Stunden Tod und Leben in 140 Zeichen:</p>
<p><strong>Tod</strong></p>
<p>Heute bin ich sehr nah am Wasser gebaut: Meine Mutter wäre heute 60 geworden. Leider ist sie vor fast 15 Jahren gestorben.</p>
<p>My yorkie-poo, Mimzy, was run over and killed today. We all are so sad, me, hubby, and the kiddies :[</p>
<p>Das war ein trauriger Tag. Ein Lehrer ist vor Kurzem gestorben und heute war der Gedenkgottesdienst</p>
<p>My dog charlotte died today. This song is for you, sweetie.</p>
<p>Found out my uncle died today. Altering weekend plans to attend the funeral on Sunday in Tyler</p>
<p>A bad day today , my dog died <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> I'm soooo sad ..</p>
<p>...missing my dad today.....he died 5 months ago....without him I would not be the music fanatic I am today.....R.I.P.</p>
<p>Really sad news to report. Our babysitter fell on our new puppy, Timmy today and he was fatally injured. He died at 6.30pm. I'm gutted.</p>
<p>my 16 yr old cousin died unexpectedly a year ago today. it still hurts me inside <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> . i miss him.</p>
<p>sitting in a meeting and i just got an email that a good friend of the family died today. i'm wrecked.</p>
<p><strong>Leben</strong></p>
<p>I have become a great aunt today - for the 9th time! My newest niece, Olivia Anne, was born in Iowa today! 13 nieces & nephews; 9 greats.</p>
<p>My nephew was born today: Alexander, 6lbs 13oz, 20 1/2in.</p>
<p>Mijn nieuwe nichtje Zoe is gisteren geboren. 3500 gram en helemaal gezond...WHIOE <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mattis ist da! 0:44 Uhr hat er das Licht der Welt erblickt. Er ist putzmutter und kerngesund! #Geburt</p>
<p>it's a girl, Baby Ceira. =]</p>
<p>Holy Shit Monkey my sister is in labor!!!!</p>
<p>I have the most precious little newborn baby boy in my arms right now! He is 10 days old..he is so tiny:)</p>
<p>It&#8217;s a girl. =)</p>
<p>Wassup, world? My name is Max Armstrong and I just arrived. My Mommy is healthy and so am I! </p>
<p>It&#8217;s a girl, my friend Jen gave birth to a baby girl on June 4! Welcome to the world little girl.</p>
<p>It&#8217;s a girl!!!</p>
<p>It&#8217;s a boy!!!!!! My grandson was born this morning at 3:14 am this morning, Kaden Wayne</p>
<p>it&#8217;s a girl !!!!! Ella Grace in t-10 weeks <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>back home&#8230; FINALLY&#8230; it&#8217;s a girl <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>It&#8217;s a boy!</p>
<p><strong>Wer das alles als &#8220;belangloses Gezwitscher&#8221; abtut und sich von dem Leben und Sterben anderer Menschen <a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/04/Kiosk-Schluss-Mit">genervt fühlt</a>, dem möchte ich einfach nicht mehr zuhören.</strong></p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Leben+in+140+Zeichen+http://bit.ly/mUztG" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Leben+in+140+Zeichen+http://bit.ly/mUztG" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<title>Twitter überholt die NY Times</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/06/01/twitter-ueberholt-die-ny-times/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 19:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[buschfunk]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[new york times]]></category>
		<category><![CDATA[schülervz]]></category>
		<category><![CDATA[studivz]]></category>
		<category><![CDATA[traffic]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
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Was schon länger in diversen Analystenblogs vorhergesagt wurde, ist nun geschehen: der Traffic auf twitter.com hat den Traffic auf dem Onlineangebot der New York Times deutlich überholt:

Im April 2009 hat Compete für Twitter 19,4 Mio Unique Users ermittelt gegenüber nur 15,6 Mio für die New York Times. Dazu kommt freilich noch eine wahrscheinlich noch einmal [...]]]></description>
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<p>Was schon länger in diversen Analystenblogs <a href="http://industry.bnet.com/media/10001662/compete-twitter-passes-new-york-times/">vorhergesagt</a> wurde, ist <a href="http://www.huffingtonpost.com/2009/05/12/twitter-traffic-surpasses_n_202003.html">nun geschehen</a>: der Traffic auf twitter.com hat den Traffic auf dem Onlineangebot der New York Times deutlich überholt:<br />
<a href='http://siteanalytics.compete.com/twitter.com+nytimes.com/?metric=uv'><img src='http://grapher.compete.com/twitter.com+nytimes.com_uv_460.png' /></a><br />
Im April 2009 hat Compete für Twitter 19,4 Mio Unique Users ermittelt gegenüber nur 15,6 Mio für die New York Times. Dazu kommt freilich noch eine wahrscheinlich noch einmal so große Zahl von Menschen, die Twitter über eine der zahlreichen Clients verwenden &#8211; und im Fall der New York Times noch eine vermutlich geringere Anzahl von Leuten, die ihre Zeitung über RSS lesen. Dazu kommt: Die Besucherzahlen der New York Times stagniert, während Twitter weiter wächst.<br />
Doch wenn man dieses Wachstum in Relation zu den wirklich großen Seiten wie Google oder Facebook setzt, verändert sich der Eindruck etwas.<br />
<a href='http://siteanalytics.compete.com/facebook.com+google.com+twitter.com/?metric=uv'><img src='http://grapher.compete.com/facebook.com+google.com+twitter.com_uv_460.png' /></a><br />
Facebook z.B. liegt mit 104,1 Mio Unique Users weit vor Twitter &#8211; und kann sogar eine noch steilere Wachstumskurve vorweisen. Da auch Facebook mittlerweile stark von den Statusmitteilungen lebt, könnte man als Indiz dafür lesen, dass für das &#8220;Twittern&#8221; längst nicht mehr die namensgebende Plattform entscheidend ist (und noch viel weniger die ursprünglichen Konkurrenten wie Pownce oder Jaiku), sondern dass die großen Networks diese Kommunikationsform an sich gezogen haben.<br />
Diese Zahlen beziehen sich darüber hinaus auf den US-Markt. Die Nutzung in Deutschland wird von Compete nicht erhoben. Hier kann man aber einen Eindruck gewinnen, wenn man sich die Zahlen von Googles AdPlanner ansieht. Twitter kommt hierzulande auf etwa 1 Mio Unique Users, und die Süddeutsche Zeitung mit 3,1 Mio Besuchern liegt hier noch deutlich vorne. Noch. Auch hier hat Facebook etwa fünfmal mehr Besucher.<br />
Aber <a href="https://www.google.com/adplanner/planning/site_details#siteDetails?identifier=studivz.net&#038;geo=DE&#038;trait_type=1&#038;lp=false">StudiVZ</a>, <a href="https://www.google.com/adplanner/planning/site_details#siteDetails?identifier=meinvz.net&#038;geo=DE&#038;trait_type=1&#038;lp=false">MeinVZ</a> und <a href="https://www.google.com/adplanner/planning/site_details#siteDetails?identifier=schuelervz.net&#038;geo=DE&#038;trait_type=1&#038;lp=false">SchülerVZ</a> kommen laut AdPlanner insgesamt sogar auf 18 Mio Besucher im Monat. Da StudiVZ <a href="http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_telekommunikation_studivz_fuehrt_twitter_imitat__buschfunk__ein_story-39001023-41003810-1.htm">seit kurzem</a> ebenfalls ein Kurzmitteilungssystem namens &#8220;Buschfunk&#8221; besitzt, könnte es durchaus sein, dass früher oder später die VZ-Gruppe das meistgenutzte Microbloggingsystem in Deutschland besitzt.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Twitter+%C3%BCberholt+die+NY+Times+http://bit.ly/fAheL" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Twitter+%C3%BCberholt+die+NY+Times+http://bit.ly/fAheL" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<title>GPS-Empfänger und Lederhosen &#8211; Bayerns Online-Informationssysteme</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/06/01/kartierung-und-lederhosen-bayerns-online-informationssysteme/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 14:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bayern]]></category>
		<category><![CDATA[biotope]]></category>
		<category><![CDATA[blfd]]></category>
		<category><![CDATA[denkmalschutz]]></category>
		<category><![CDATA[geotope]]></category>
		<category><![CDATA[information]]></category>
		<category><![CDATA[mashup]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[

In Bayern gibt es ca. 120.000 Baudenkmäler und noch einmal 900 Ensembles, die in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind. Im Vergleich dazu: In Frankreich sind beim Kulturministerium nur etwa 38.000 Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Was mich daran besonders fasziniert: Die 120.000 bayerischen Baudenkmäler lassen sich mit Hilfe der Java-Anwendung &#8220;Bayern Viewer&#8221; flächenscharf auf Karten darstellen. [...]]]></description>
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<p>In Bayern gibt es ca. 120.000 Baudenkmäler und noch einmal 900 Ensembles, die in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind. Im Vergleich dazu: In Frankreich sind beim Kulturministerium nur etwa 38.000 Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Was mich daran besonders fasziniert: Die 120.000 bayerischen Baudenkmäler lassen sich mit Hilfe der Java-Anwendung &#8220;<a href="http://www.blfd.bayern.de/blfd/index.php?id=1726136&amp;source=17862">Bayern Viewer</a>&#8221; flächenscharf auf Karten darstellen. Über dieses Interface lässt sich jedes erfasste Denkmal lokalisieren und die jeweils dazugehörigen Beschreibungstexte abrufen &#8211; zum Teil sogar mit Fotos. In Aktion sieht das ganze dann so aus:</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1067" title="BayernViewer" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/06/bayernviewer-300x192.jpg" alt="BayernViewer" width="300" height="192" />Auf jeden Fall beeindruckend. Die von dem Landesamt erhobenen Daten werden hier tatsächlich der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.  Nur: die einzelnen Denkmalinformationen besitzen keinen statischen Link, mit dem sie aufgerufen werden können. Das bedeutet:</p>
<ul>
<li>Google kann die einzelnen Denkmalbeschreibungen nicht finden und durchsuchbar machen. Wenn ich z.B. nach &#8220;Residenzstraße 25 München&#8221; suche, liefert mir Google sehr viel gewerbliche Einträge, aber keine Beschreibung des 1899/1900 von Drollinger erbauten Wohn- und Geschäftshauses.</li>
<li>Von Wikipedia-Artikeln wie zum Beispiel zum &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Rathaus_(M%C3%BCnchen)">Neuen Rathaus</a>&#8221; in München kann man nicht direkt auf die entsprechenden Eintrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege verlinken.</li>
<li>Die gespeicherten Daten wie zum Beispiel Architekt, Baujahr etc. bleiben in einem geschlossenen System. Man kann nicht mit den Daten arbeiten und sie zum Beispiel in einem Mashup mit GoogleMaps weiterverwenden.</li>
<li>Damit kann man auch keine geosensitiven Anwendungen schreiben, die diese Informationen mit dem aktuellen Standort des Betrachters in Bezug setzen. Aus dieser Verbindung von flächenscharf kartierten Objekten und einer GPS-basierten Standort- und Richtungsbestimmung könnten wunderbare augmented realities entstehen. Man müsste z.B. nur sein Handy auf eines der Gebäude richten und könnte die Denkmalschutzinformationen abrufen.</li>
<li>Was ebenfalls fehlt: Personalisierung. Die Anwendung merkt sich nicht, welche Informationen ich abgerufen habe, welche Städte ich am häufigsten gesucht habe etc. Mit einem Mashup könnten sich die Nutzer ihre eigenen &#8220;Denkmalpfade&#8221; durch ihren Wohn- oder Ferienort erstellen lassen, mit deren Hilfe sie dann eine bauhistorische Ortsführung bekommen können.</li>
<li>Schließlich gibt es auch keine nutzergenerierten Inhalte auf der Seite. Nutzer könnten zum Beispiel
<ul>
<li>fehlende Bilder ergänzen</li>
<li>Objektangaben hinzufügen</li>
<li>Objekte bewerten</li>
<li>Objekte kommentieren</li>
<li>Objekte verschicken</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Ganz ähnliche Anwendungen gibt es für die <a href="http://www.lfu.bayern.de/geologie/fachinformationen/geotoprecherche/indexx.htm">Kartierung der bayerischen Geotope</a></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1070" title="Geotopkartierung" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/06/geotope-300x242.jpg" alt="Geotopkartierung" width="300" height="242" />sowie <a href="http://gisportal-umwelt2.bayern.de/finweb">FINWEB</a> (die komplexeste Anwendung der drei) für die Biotope, Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete:</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1071" title="FIN-Web" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/06/fis-300x224.jpg" alt="FIN-Web" width="300" height="224" />Alle drei Anwendung &#8211; die Kartierung von Baudenkmälern, Geotopen und Biotopen &#8211; sind eindrucksvolle Beispiele für die (längst überfällige) Öffnung der behördlichen Datenbanken. Informationen, die im Auftrag des Bürgers gesammelt werden, müssen auch für ihn ohne größeren Schwierigkeiten zugänglich sein. Jeder, der sich dafür interessiert, kann die Informationen auf dem eigenen PC betrachten. Aber das war&#8217;s dann auch schon. Sehr viel mehr als Betrachten ist hier nicht drin.</p>
<p>Die oben für die Denkmalkartierung beschriebenen Punkte gelten auch für die Biotopkartierung und die Geotopdatenbank. Vor allem: die drei verschiedenen Kartierungen sind vollständig isoliert voneinander. Die Bayerische Regierung sollte auf offene Standards und Schnittstellen setzen, so dass man diese verschiedenen Datenbanken integrieren könnte. Also zum Beispiel in einer mobiltauglichen Anwendung, in der Biotope, Geotope, Baudenkmäler und Wikipedia-Informationen integriert sind.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=GPS-Empf%C3%A4nger+und+Lederhosen+%E2%80%93+Bayerns+Online-Informationssysteme+http://bit.ly/axJHZ" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=GPS-Empf%C3%A4nger+und+Lederhosen+%E2%80%93+Bayerns+Online-Informationssysteme+http://bit.ly/axJHZ" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<title>Du bist peinlich</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/23/du-bist-peinlich/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 09:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[abmahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[alexander lehmann]]></category>
		<category><![CDATA[du bist deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kempertrautmann]]></category>
		<category><![CDATA[kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[

Es zeugt schon von einem besonderen historischen Bewusstsein, am Jubiläumstag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland eine Abmahndrohung an einen Studenten zu schicken, der sich auf einer Webseite sehr originell mit einer Werbekampagne auseinandersetzt. Alexander Lehmann hat in seiner Abschlussarbeit unter dem Titel &#8220;Du bist ein Terrorist&#8221; ein Video erstellt, das den zunehmenden Überwachungswahn und die [...]]]></description>
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<p>Es zeugt schon von einem besonderen historischen Bewusstsein, am Jubiläumstag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland eine Abmahndrohung an einen Studenten zu schicken, der sich auf einer Webseite sehr originell mit einer Werbekampagne auseinandersetzt. <a href="http://alexanderlehmann.blogspot.com/">Alexander Lehmann</a> hat in seiner Abschlussarbeit unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ">Du bist ein Terrorist</a>&#8221; ein Video erstellt, das den zunehmenden Überwachungswahn und die Einschneidung der Grundrechte &#8211; die wir eigentlich heute feiern sollten &#8211; thematisiert. Jetzt hat er, <a href="http://netzpolitik.org/2009/du-wirst-abgemahnt-de/">so berichtet netzpolitik.org</a>, von der KemperTrautmann, einer der Agenturen der Kampagne &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Du_bist_Deutschland">Du bist Deutschland</a>&#8221; eine Abmahndrohung bekommen, die ihn auffordert,</p>
<blockquote><p>jegliche Bezüge zur “du bist deutschland” &#8211; Kampagne zu entfernen und die Adresse <a href="http://www.dubistterrorist.de/">dubistterrorist.de</a> nicht mehr zu verwenden. Er hat drei Tage Zeit, alles wie gewünscht zu entfernen. Als Begründung wird das Markenrecht an “Du bist Deutschland” genannt.</p></blockquote>
<p>Die Kampagne Du bist Deutschland startete 2005 mit einem ebenso wirren wie blumigen <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article355173/Das-Manifest-Du-bist-Deutschland-im-Wortlaut.html">Manifest</a>, in dem unter anderem zu lesen war:</p>
<blockquote><p>Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch seinen Flügelschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume. Genauso, wie sich ein Lufthauch zu einem Sturm entwickelt, kann deine Tat wirken.</p></blockquote>
<p>Das war natürlich alles nicht so gemeint. Denn Deutschland ist natürlich kein Land der Bäume-Entwurzler, der Mauern-Einreißer, der Runter-von-der-Bremse-Geher, sondern ein Land, dem Abmahnungsdrohungen mehr Wert sind als Kreativität. Du bist peinlich.</p>
<p><strong>UPDATE:</strong> Eine weitere Pointe, auf die mich Fischer in den <a href="http://blog.metaroll.de/2009/05/23/du-bist-peinlich/#comment-24364">Kommentaren</a> hingewiesen hat: Historisches Bewusstsein kann man auch darin zu erkennen, eine wissenschaftliche Forschungsarbeit am Grundgesetzfeiertag zerstören zu wollen. Soviel zum Thema &#8220;<a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_5.html">Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.</a>&#8221;</p>
<p><strong>UPDATE:</strong> Aus der Angelegenheit ist zum Glück keine neue Causa Streisand geworden. Michael Trautmann und Alexander Lehmann haben, wie hier zu lesen ist, <a href="http://netzpolitik.org/2009/du-wirst-abgemahnt-de/#comment-310724">miteinander telefoniert </a>und sich darauf geeinigt, dass die Kinderbilder von der Seite dubistterrorist.de entfernt werden. “Du bist Deutschland” wird nicht weiter gegen “Du Bist Terrorist” vorgehen. Das Telefon. Ein längst vergessen geglaubtes Kommunikationsmittel. Manchmal aber sehr sinnvoll. Das nächste Mal vielleicht sogar vor der Abmahndrohung?</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Du+bist+peinlich+http://bit.ly/CpbIN" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Du+bist+peinlich+http://bit.ly/CpbIN" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<item>
		<title>The Twitter is the Message &#8211; Willkommen in der Reload-Gesellschaft</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/21/the-twitter-is-the-message-willkommen-in-der-reload-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 09:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ambient intimacy]]></category>
		<category><![CDATA[bilder]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[jeff jarvis]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[lisa reichelt]]></category>
		<category><![CDATA[marshall mcluhan]]></category>
		<category><![CDATA[microblogging]]></category>
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		<category><![CDATA[teilhard de chardin]]></category>
		<category><![CDATA[twitpic]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[


In dem Moment, in dem ich die neue Echtzeit-Bildersuche PicFog das erste Mal gesehen habe, wurde mir klar: das ist genau das, was Marshall McLuhan hier gemeint hat:
Electric circuitry profoundly involves men with one another. Information pours upon us, instantaneously and continuously. As soon as information is acquired, it is very rapidly replaced by still [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1046" title="picfog1" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/picfog1-300x184.jpg" alt="picfog1" width="300" height="184" /></p>
<p>In dem Moment, in dem ich die neue Echtzeit-Bildersuche <a href="http://picfog.com">PicFog</a> das erste Mal gesehen habe, wurde mir klar: das ist genau das, was <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan">Marshall McLuhan</a> hier gemeint hat:</p>
<blockquote><p>Electric circuitry profoundly involves men with one another. Information pours upon us, instantaneously and continuously. As soon as information is acquired, it is very rapidly replaced by still newer information.</p></blockquote>
<p>Bereits im Jahr 1967 schrieb er über das Internet (&#8220;electric circuitry&#8221;), Microblogging (&#8220;information pours upon us&#8221;) und die automatischen Reloadmechanismen (&#8220;very rapidly replaced&#8221;). Durch diese schnellen Informationen &#8211; wir sprechen hier von Echtzeit (&#8220;gedacht &#8211; getippt&#8221;, &#8220;gesehen &#8211; gepostet&#8221;) &#8211; sind wir nicht mehr in der Lage, Botschaften oder Bilder logisch zu klassifizieren, sondern können nur noch entweder grobe Muster erkennen.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1048" title="picfog2" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/picfog2-300x186.jpg" alt="picfog2" width="300" height="186" /></p>
<p>PicFog aggregiert alle möglichen Bilder, die Microblogger auf die verschiedenen Plattformen von Twitpic bis yfrog hochladen und stellt sie als visuellen Strom dar. Jemand <a href="http://twitpic.com/5m1i9">fotografiert die S-Bahnstation, durch die er gerade fährt</a>. Im nächsten Augenblick taucht sie neben vielen anderen Bildern auf der PicFog-Startseite auf. Beim nächsten automatischen <strong>Reload </strong>der Seite ist das Bild nach unten gerückt und wurde durch zahlreiche aktuellere Bilder ersetzt. Bilder aus Indien, USA, Österreich oder Japan.</p>
<p>Wenn <a href="http://www.google.com/insights/search/">Google Insights for Search</a> abbildet, was die Menschen suchen oder sich wünschen (eine globale <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/25/datenbank-der-wuensche/">Datenbank der Wünsche</a>), zeigen Dienste wie PicFog, was die Menschen sehen. &#8220;All media are extensions of some human faculty&#8221;. Noch so ein McLuhanspruch, der hier wahr wird.</p>
<p>Mit PicFog kann ich nicht nur meine Augen sehen, sondern auch mit den Augen vieler anderer Menschen weltweit. Mit den Augen von Fremden und Freunden. Von Frauen und Männern. Von Rentnern und Schülern. Obwohl es zunächst ganz ähnlich klingt, sind das nicht die <a href="http://www.imdb.de/title/tt0054371/">Tausend Augen des Dr. Mabuse</a>, denn Dr. Mabuse konnte nur <strong>auf</strong> die anderen Menschen herabsehen, nicht aber <strong>durch </strong>die anderen Menschen sehen. <a href="http://www.imdb.de/title/tt0120601/">Being John Malkovich</a> ist vielleicht die passendere filmische Assoziation, nur dass man nicht nur in den Kopf eines Schauspielers schlüpft, sondern in den Kopf vieler Menschen zugleich. Der Begriff &#8220;Überwachung&#8221; trifft hier nicht zu, aber einen treffenden Begriff für dieses Eintauchen in die Welt habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht Empathie? Oder ethnologischer Blick?</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1050" title="picfog3" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/picfog3-300x185.jpg" alt="picfog3" width="300" height="185" /></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Teilhard_de_Chardin">Teilhard de Chardin</a> sprach in den 1950er Jahren immer wieder von der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosph%C3%A4re">Noosphäre</a>&#8221; als einem Stadium der menschlichen Entwicklung, in dem die Einzelbewusstseine zu einem globalen Bewusstsein zusammenwachsen würden. Als jesuitischer Theologe nannte er diesen Bezugspunkt auch Omegapunkt, also den Augenblick der Vereinigung in Christi. McLuhan hat diesen Gedanken elektrifiziert und aus der fernen Zukunft (Ende der Geschichte) in die Gegenwart geholt. Seine Feststellung: Dieses technische Weltbewusstsein gibt es schon.</p>
<p>Dabei verändert sich die Art, wie wir die Welt wahrnehmen. Nicht mehr analytisch zergliedernd, sondern synthetisch als Gesamtbild. Als waberndes, sich immer wieder veränderndes Muster, in dem man immer wieder Bekanntes, Vertrautes sieht. Leisa Reichelt hat zur Beschreibung des Microbloggens oder Twitterns den schönen Begriff der &#8220;<a href="http://www.disambiguity.com/ambient-intimacy/">ambient intimacy</a>&#8221; geprägt. Genau das ist es, was wir auf PicFog wahrnehmen. Intime Einblicke (eigentlich eher &#8220;Durchblicke&#8221; oder &#8220;Mitblicke&#8221;, s.o.) in das <a href="http://www.imdb.de/title/tt0405094/">Leben der Anderen</a>. Aber diese Blicke sind nicht fixiert oder fokussiert, sondern unscharf. Innerhalb weniger Sekunden befindet man sich bereits an einem ganz anderen Ort, in einer ganz anderen Person. Dennoch: Diese frei fluktuierende Intimität, die in diesem &#8220;Bildernebel&#8221; entsteht, kommt tatsächlich den Vorstellungen McLuhans von der Rückkehr präliterarischer &#8220;tribal emotions&#8221; sehr nahe.</p>
<p>Dazu passt auch die Feststellung, dass die auf dem Microblogging basierenden Echtzeitbildersuche ersten Eindrücken nach <a href="http://mashable.com/2009/05/20/picfog/">im Vergleich mit der klassischen Google-Bildersuche</a> nicht nur aktuellere Ergebnisse zu Tage fördert, sondern in vielen Fällen auch relevantere Ergebnisse. Kein Wunder, dass Google <a href="http://mashable.com/2009/05/20/google-twitter-partnership/">fieberhaft überlegt</a>, wie sich dieses Echtzeitmoment auf ihre Suchverfahren übertragen lässt. Schon mit Erscheinen des Buches &#8220;<a href="http://www.newsweek.com/id/181829">What Would Google Do?</a>&#8221; von <a href="http://www.buzzmachine.com/">Jeff Jarvis</a>, sind wir schon wieder einen Schritt weiter. Die entscheidende Frage lautet nun: &#8220;What Would Twitter Do?&#8221; Nicht unbedingt, was das Geschäftsmodell betrifft, aber was die kognitiven Möglichkeiten betrifft.</p>
<p>Willkommen in der Reload-Gesellschaft!</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=The+Twitter+is+the+Message+%E2%80%93+Willkommen+in+der+Reload-Gesellschaft+http://bit.ly/Y5rkM" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=The+Twitter+is+the+Message+%E2%80%93+Willkommen+in+der+Reload-Gesellschaft+http://bit.ly/Y5rkM" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die protestantische Ethik und der Geist von Social Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/15/die-protestantische-ethik-und-der-geist-von-social-media/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/05/15/die-protestantische-ethik-und-der-geist-von-social-media/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 May 2009 20:11:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[dow jones]]></category>
		<category><![CDATA[guidelines]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[max weber]]></category>
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		<category><![CDATA[wall street journal]]></category>

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Social Media ist nicht immer einfach. Gerade Unternehmen tun sich noch schwer damit, sich tatsächlich auf die Ebene ihrer Kunden oder Nutzer zu begeben. Nicht bloß bei irgendeiner Agentur eine Werbung in Auftrag zu geben, sondern den Leuten ihr Produkt erklären und ihnen dabei in die Augen zu sehen. Deshalb sind detailliert ausgearbeitete Social Media-Richtlinien [...]]]></description>
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<p>Social Media ist nicht immer einfach. Gerade Unternehmen tun sich noch schwer damit, sich tatsächlich auf die Ebene ihrer Kunden oder Nutzer zu begeben. Nicht bloß bei irgendeiner Agentur eine Werbung in Auftrag zu geben, sondern den Leuten ihr Produkt erklären und ihnen dabei in die Augen zu sehen. Deshalb sind detailliert ausgearbeitete Social Media-Richtlinien ein wichtiger Orientierungsrahmen, der Mitarbeitern sagt, welche Grenzen ihre Gespräche in der Öffentlichkeit haben. Social Media bedeutet sozusagen eine wohlorganisierte Revolution der Unternehmenskommunikation.</p>
<p>Die <a href="http://www.editorandpublisher.com/eandp/news/article_display.jsp?vnu_content_id=1003972544">Social Media-Richtlinien</a> des zum Dow Jones-Verlag gehörenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wall_Street_Journal">Wall Street Journal</a> schießen aber <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/05/13/missing-the-point-2/">über das Ziel hinaus</a>. So zum Beispiel folgender Punkt:</p>
<ul>
<li><span class="text">&#8220;Let our coverage speak for itself, and don&#8217;t detail how an article was reported, written or edited.&#8221;</span></li>
</ul>
<p>Genau darin liegt doch der Reiz dieser offenen Kommunikationsformen: Einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, den Lesern zu zeigen, dass es außer Nachrufen keine abgeschlossene Stories gibt (und auch im Fall von Nachrufen können Erbschaftsstreits noch für viele weitere Geschichten sorgen). Zeitungsberichterstattung ist von vornherein so gestrickt (das gilt natürlich nicht so sehr für Reportagen), dass sie den Schreibenden verschwinden lassen. Im Idealfall verschwindet der Bote und nur das Ereignis bleibt stehen. Social Media sind anders. Sie bedeuten,</p>
<ul>
<li>dass jede Story nur ein Anfang einer Diskussion ist (= Kommentare),</li>
<li>dass es zu jeder Story unterschiedliche Perspektiven gibt (= Links, Trackbacks),</li>
<li>dass hinter jeder Meldung eine Person steht, die dies berichtet (= Profilseite),</li>
<li>dass niemals ein finaler Stand erreicht ist, sondern es immer weiter gehen kann (= <strong>UPDATED:</strong>)</li>
<li>dass was heute als Lüge erscheint, gestern noch die Wahrheit gewesen sein kann (= Archiv).</li>
</ul>
<p>Also: Der Bericht steht niemals für sich. Sondern er steht für das berichtete Ereignis. Die Besonderheit von Social Media liegt darin, den Prozesscharakter der Welt sichtbar zu machen &#8211; <strong>&#8220;Alles fließt&#8221; gilt auch für Nachrichten</strong>. Ein weiterer Punkt der Leitlinien sagt folgendes:</p>
<ul>
<li><span class="text">&#8220;Don&#8217;t discuss articles that haven&#8217;t been published, meetings you&#8217;ve attended or plan to attend with staff or sources, or interviews that you&#8217;ve conducted.&#8221;</span></li>
</ul>
<p>Okay, Insiderinformationsquellen zu verraten wäre sicherlich nicht die klügste Strategie. Aber was spricht dagegen, im Vorfeld Diskussionen anzuregen, die sich mit Themen oder Thesen befassen, die noch nicht in der Endfassung vorliegen? Wer sich dagegen sperrt, sperrt sich gegen die Möglichkeit, von anderen zu lernen. Tun, was man selbst am besten kann, und den Rest verlinken. Dieses Motto von Jeff Jarvis gilt auch hier: Wenn tatsächlich jemand anderes den Beitrag, der schon Tage auf dem Desktop liegt, besser und mit mehr Verve schreiben kann als man selbst &#8211; soll es doch der andere tun. Gerade die klassischen Verlagshäuser, der ganze alte Journalismus beruft sich immer wieder auf seinen Qualitätsvorsprung. <strong>Echte Qualität ist, wenn man Dinge, die man selbst nicht ganz so gut tun kann, anderen überlässt.</strong></p>
<p>Der Höhepunkt dieser Guidelines ist aber der folgende Hinweis:</p>
<ul>
<li><span class="text">Business and pleasure should not be mixed on services like Twitter. Common sense should prevail, but if you are in doubt about the appropriateness of a Tweet or posting, discuss it with your editor before sending.</span></li>
</ul>
<p>Eigentlich würde hier ein Schlagwort genügen: <strong>Protestantismus. Max Weber hätte seinen Twitteraccount genau nach diesem Kriterium geführt</strong>: Bloß keine Vermischung von Beruf und Vergnügen oder: Leiden und Leben. Ist der Beruf eines (WSJ-)Journalisten so trocken und puritanisch, dass man aufpassen muss, dass sich nicht etwas Leben in die eigenen Äußerungen einmischt? Welche Gefahr droht, wenn die Twitter-Follower eines Journalisten plötzlich merken, dass gar keine Recherchierundformuliermaschine hinter den eloquenten Artikeln steckt, sondern ein Mensch, der lebt, liebt, reist, isst und so weiter und so fort? Was ist hier zu verlieren?</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+protestantische+Ethik+und+der+Geist+von+Social+Media+http://bit.ly/132MNX" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+protestantische+Ethik+und+der+Geist+von+Social+Media+http://bit.ly/132MNX" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Am Germanistenwesen soll das Web genesen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/11/am-germanistenwesen-soll-das-web-genesen/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 09:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[amazon]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>

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&#8220;Hässliches Gesicht&#8221;, &#8220;Fratze&#8221;, &#8220;Schlauchbootlippen&#8221;, &#8220;zweifelhaft&#8221;, &#8220;Laien&#8221;, &#8220;scheinbare Meinungsfreiheit&#8221;, &#8220;Mob&#8221;, &#8220;Manipulation&#8221;, &#8220;unseriös&#8221;, &#8220;Lächerlichkeit&#8221;, &#8220;Nonsense&#8221;, &#8220;Verschmutzer des Internet&#8221; &#8211; nein, hier ist nicht, wie man zunächst denken möchte, von Universitätsprofessoren die Rede, sondern vom Internet. Pardon, in diesen Kreisen sagt man ja &#8220;Selbstmach- und Mitmachweb&#8221;, damit auch dem letzten Ignoranten deutlich wird, dass nicht die Onlineausgabe von [...]]]></description>
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<p>&#8220;Hässliches Gesicht&#8221;, &#8220;Fratze&#8221;, &#8220;Schlauchbootlippen&#8221;, &#8220;zweifelhaft&#8221;, &#8220;Laien&#8221;, &#8220;scheinbare Meinungsfreiheit&#8221;, &#8220;Mob&#8221;, &#8220;Manipulation&#8221;, &#8220;unseriös&#8221;, &#8220;Lächerlichkeit&#8221;, &#8220;Nonsense&#8221;, &#8220;Verschmutzer des Internet&#8221; &#8211; nein, hier ist nicht, wie man zunächst denken möchte, von Universitätsprofessoren die Rede, sondern vom Internet. Pardon, in diesen Kreisen sagt man ja &#8220;Selbstmach- und Mitmachweb&#8221;, damit auch dem letzten Ignoranten deutlich wird, dass nicht die <a href="http://www.zeno.org/Soziologie/M/Weber,+Max">Onlineausgabe von Max Webers Werken</a> gemeint ist, sondern der nicht mehr zu bewältigenden Flut des &#8220;User-generated Nonsense&#8221;.</p>
<p>Dieses Mal <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30206/1.html">erklärt</a> Oliver Bendel &#8211; er ist &#8220;Germanist und Philosoph und arbeitet als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Nordwestschweiz&#8221; &#8211; uns auf Telepolis das ganze Grauen des Web 2.0. Man kann es auch in wenigen Worten zusammenfassen: Ein Ort, an dem eine bildungsbürgerliche Ikone wie Joachim Kaiser neben Gossenkindern wie den anonymen Amazon-Rezensentinnen zu finden ist, ist ein böser Ort.</p>
<p>Hier könnte ich es eigentlich bei meiner Standardantwort beruhen lassen: &#8220;Lerne zu unterscheiden, und du wirst das Web lieben&#8221;. Auch ein Germanistikprofessor dürfte wenigstens im Prinzip erkenntnisfähig sein und (mühsam, aber dennoch) lernen können, einen nach allen Regeln der Literaturkritik verfassten MRR-Verriss von einem anonymen &#8220;Ist voll blöd das Buch!11!&#8221; zu unterscheiden. Auch wenn Google auf den Suchergebnisseiten diesen Qualitätsunterschied nicht farblich anzeigt. Wenn das Differenzierungsvermögen von dieser Aufgabe überfordert ist, ist das ein Problem der Medienkompetenz und kein Problem des Web 2.0!</p>
<p>Aber ich glaube, dass es hier um mehr geht als das bloße Überfordertsein eines Gutenbergianers, der sich widerwillig in der McLuhan-Galaxie zurechtfinden muss. An einigen Stellen schwingt eine bedrohliche Tendenz mit, die nicht allein nach besseren Filtern oder Instrumenten für den eigenen Gebrauch ruft, sondern nach einem großer Reinigungsaktion im Mitmachweb. Am Germanistenwesen soll das Web genesen. Die Gegenüberstellung der &#8220;scheinbaren, grenzenlosen Meinungsfreiheit&#8221; von Bloggern und Amazonschreibern (= &#8220;Rezensentenmob&#8221;) und der &#8220;echten Meinungsfreiheit&#8221; der kulturellen Elite von Gestern wäre ein Beispiel. Der folgende &#8220;Lösungsvorschlag&#8221; des Qualitätsproblems ein weiteres:</p>
<blockquote><p>
Wenn uns unsere Literatur etwas wert ist, sollten wir Talente mit ihr flirten und den Mob nicht über sie herfallen lassen.
</p></blockquote>
<p>Im Namen &#8220;unserer Literatur&#8221; (also des von der Literaturkritik bestimmten, definierten und verehrten Kanons) sollen also Meinungen von Laien ausgeklammert, ignoriert oder bekämpft werden? Von allen dämlichen Kampfschriften gegen das Internet <a href="/2009/05/02/instant-maertyrer/">der letzten Wochen</a> ist das hier eindeutig die drolligste.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Am+Germanistenwesen+soll+das+Web+genesen+http://bit.ly/TbYVz" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Am+Germanistenwesen+soll+das+Web+genesen+http://bit.ly/TbYVz" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<title>Die deutschsprachigen Top-Twitterer auf einen Blick</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/10/die-deutschsprachigen-top-twitterer-auf-einen-blick/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 20:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[charts]]></category>
		<category><![CDATA[davewiner]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[germany]]></category>
		<category><![CDATA[top100]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[twitterer]]></category>

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Diese Idee von Dave Winer war einfach zu schön (&#8220;standing on the shoulders of &#8230;&#8221;), um sie nicht auf die deutschsprachige Twittersphäre zu übertragen: Eine Seite, auf der automatisch die aktuellsten Tweets der beliebtesten Twitterer angezeigt werden. Ich habe das Winersche Vorbild 100TWT kurzerhand nachprogrammiert und die 75 meistgelesenen Twitterer der Deutschen Twittercharts des popkulturjunkies [...]]]></description>
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<p>Diese Idee von Dave Winer war einfach zu schön (&#8220;standing on the shoulders of &#8230;&#8221;), um sie nicht auf die deutschsprachige Twittersphäre zu übertragen: Eine Seite, auf der automatisch die aktuellsten Tweets der beliebtesten Twitterer angezeigt werden. Ich habe das Winersche Vorbild <a href="http://100twt.com/">100TWT</a> kurzerhand nachprogrammiert und die <a href="http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=4230">75 meistgelesenen Twitterer der Deutschen Twittercharts des popkulturjunkies</a> als Grundlage dafür genommen. Das <a href="http://twitter-friends.com/top100.php">Ergebnis</a> sieht dann so aus:</p>
<p><a href="http://twitter-friends.com/top100.php"><img class="aligncenter size-full wp-image-1027" title="75twitterer" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/75twitterer.jpg" alt="75twitterer" width="500" height="437" /></a></p>
<p>Sinnvoll für Twitterer-Einsteiger? Unsinnige Spielerei? Was fehlt? Was ist überflüssig?</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+deutschsprachigen+Top-Twitterer+auf+einen+Blick+http://bit.ly/Ex62v" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+deutschsprachigen+Top-Twitterer+auf+einen+Blick+http://bit.ly/Ex62v" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>50.000 Unterschriften gegen Internetzensur</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/08/50000-unterschriften-gegen-internetzensur/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/05/08/50000-unterschriften-gegen-internetzensur/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 May 2009 23:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bewegung]]></category>
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Nur zu oft habe ich gelesen, dass die deutschsprachige Blogosphäre unpolitisch ist. Dass die winzige Menge von geschätzten 27.000 Twitter-Nutzern in Deutschland keine relevante Größe darstellen oder auch, dass sich in 140 Zeichen keine Politik machen lässt.
Spätestens seit dem 8. Mai 2009 0:59 gelten diese Social-Media-Gesetze für Deutschland nicht mehr. Innerhalb von vier Tagen haben [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-1017" title="Petition" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/mitzeichnung1.jpg" alt="Petition" width="312" height="173" />Nur zu oft habe ich gelesen, dass die deutschsprachige Blogosphäre unpolitisch ist. Dass die winzige Menge von geschätzten <a href="http://freshzweinull.de/2009/03/zum-gluck-erst-38000-twitter-nutzer-in-deutschland/">27.000 Twitter-Nutzern</a> in Deutschland keine relevante Größe darstellen oder auch, dass sich in 140 Zeichen keine Politik machen lässt.</p>
<p>Spätestens seit dem 8. Mai 2009 0:59 gelten diese Social-Media-Gesetze für Deutschland nicht mehr. Innerhalb von vier Tagen haben es Aktivisten auf unterschiedlichen Social-Media-Plattformen <a href="http://netzpolitik.org/2009/buerger-machen-politik-petition-gegen-internetsperren-erreicht-50000-mitzeichner-in-nur-vier-tagen/">geschafft</a>, mehr als 50.000 Mitzeichner für die <a href="http://netzpolitik.org/2009/petition-gegen-internetzensur-kompakte-argumente/">Petition</a> &#8220;<a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Internet &#8211; Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten</a>&#8221; von Franziska Heine zu motivieren. So schnell hat bislang noch keine Petition in Deutschland die notwendige Zahl von Zeichnern erreicht.</p>
<p>Auch wenn diese Unterschriften noch lange nicht das Aus für die <a href="http://lumma.de/2009/01/15/filter-leyen-und-die-schadliche-symbolpolitik/">internetfeindliche Symbolpolitik</a> der Bundesregierung bedeutet, sind sie ein deutliches Zeichen, dass sich in diesem noch weitgehend <a href="/2009/05/02/instant-maertyrer/">unverstandenen Medium</a> ein <a href="http://www.zeit.de/online/2009/19/internetsperre-datenschutz-gesetz">Protestpotential</a> verbirgt, dass früher oder später zu einer Größe von Gewicht werden wird.</p>
<p>In Relation (zum Beispiel mit der Zahl der ca. 60 Mio. Wahlberechtigten in Deutschland) gebracht ist die Zahl 50.000 selbstverständlich nur eine winzige Zahl. Die spannende Frage ist deshalb, wie dieser Netz-Aktivismus weitergehen wird. Entsteht daraus eine liberale Strömung, die auch von den etablierten Parteien aufgenommen wird? Entwickelt sich diese Bewegung in eine neue außerparlamentarische Opposition?</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=50.000+Unterschriften+gegen+Internetzensur+http://bit.ly/jXWGL" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=50.000+Unterschriften+gegen+Internetzensur+http://bit.ly/jXWGL" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<title>Instant-Märtyrer</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/02/instant-maertyrer/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2009 22:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[faz]]></category>
		<category><![CDATA[gaschke]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[technologie]]></category>
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Es gibt die eine oder andere Zeitung, von der bin ich Polemiken gegen und zwanghaftes Unverständnis für alles, was über das DSL-Kabel in den Rechner kommt, gewohnt. Jetzt ist auch die FAZ dazu gekommen und lässt Susanne Gaschke eine ebenso wirre wie peinliche Polemik gegen das Internet schreiben. [UPDATE: Die FAZ ist konsequent und hat [...]]]></description>
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<div id="attachment_1008" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-1008" title="hermes" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/hermes.jpg" alt="Das Internet - eine hermetische Technologie" width="200" height="197" /><p class="wp-caption-text">Das Internet - eine hermetische Technologie</p></div>
<p>Es gibt die eine oder andere Zeitung, von der bin ich Polemiken gegen und zwanghaftes Unverständnis für alles, was über das DSL-Kabel in den Rechner kommt, gewohnt. Jetzt ist auch die FAZ dazu gekommen und lässt Susanne Gaschke eine <a href="http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~EF43047F1D4E7491C9E7DEE82DCB199A1~ATpl~Ecommon~Scontent.html">ebenso wirre wie peinliche Polemik gegen das Internet</a> schreiben. [<strong>UPDATE</strong>: Die FAZ ist konsequent und hat diesen netzkritischen Artikel mittlerweile hinter einer 2€-schweren Paywall versteckt. Der alte Link führt deshalb ins Leere. What would Google do? <a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:Q6SMtX9FcI4J:www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EF43047F1D4E7491C9E7DEE82DCB199A1~ATpl~Epalmversion~Scontent.html%20die%20netzanbeter&amp;hl=de&amp;client=firefox-a&amp;gl=de&amp;strip=1">Eine gespeicherte Version anbieten</a>.]</p>
<p>Hut ab. Normalerweise schimpft man gegen die Banalität der Echtzeitnachrichten auf Twitter (okay, kommt in dem Artikel auch vor unter der etwas unbeholfenen Formel &#8220;Klima der Jederzeitigkeit&#8221;) oder gegen die undurchsichtige dunkle Macht GOOGLE (auch das kommt vor, gleich am Anfang). Aber hier geht es aufs Ganze: Das Internet ist schlecht. Und alle, die daran glauben, sind es ebenfalls.</p>
<p>Technologien, die jünger sind als das Felder-Bestellen der neolithischen Revolution, sind böse, weil man sie nicht intuitiv versteht. Weil diejenigen, die sich damit auseinandersetzen eine andere Sprache verwenden (&#8220;Cookies&#8221;, &#8220;Open Source Software&#8221; oder &#8220;Soziale Netzwerke&#8221;, ach wie schlimm, diese hermetische Sprachzauberey!) und ein Fachwissen besitzen, das nicht jedem zugänglich ist:</p>
<blockquote><p>Ein großer Teil unseres Alltags, unserer Kommunikation mit anderen Menschen und der Art und Weise, wie wir uns informieren, liegt damit in der Hand von Experten, deren Überlegungen wir kaum nachvollziehen können.</p></blockquote>
<p>[An dieser Stelle möge jeder Leser nach eigenem Geschmack eine Parallele zu dem ihr/ihm am gruseligsten erscheinenden Totalitarismus einfügen, der sich mit Sicherheit ebenfalls vehement gegen das Wissen der Experten ausgesprochen hat.]</p>
<p>Undurchsichtige Experten, Neoliberalismus und 70er-Jahre-Marxismus. Das ist in Gaschkes Augen der Konsens über das Netz im Jahr 2009. Und wer versucht, &#8220;zaghafte Kritik&#8221; an diesem Konsens anzubringen, wird sofort von den Netzjüngern mundtot gemacht: &#8220;Wer nicht uneingeschränkt für das Netz ist, ist gegen es.&#8221; Ein Argumentationsmuster, das Sektierer und Radikale aller Couleur in ihren Rhetorikschnellkursen gelernt zu haben scheinen: Zeichne ein Bild der Gesellschaft, in der die Gegenposition der Mainstream ist und mit einem Schlag bist du der aufrechte Streiter für eine vielfältige Meinung. Instant-Märtyrer.</p>
<p>Mit Kritik hat dieser Beitrag von Gaschke nichts mehr zu tun. <a href="http://www.blogfrei.de/metalust/2006/05/was_ist_kritik.html">Kritik</a> heißt: einen Blick hinter die als gegeben erscheinende Wirklichkeit werfen, zeigen, wie es dazu kommen konnte. Davon findet man leider keine Spur.</p>
<p>Dabei hat sie in einigen Punkten tatsächlich recht. Zum Beispiel, was die Abhängigkeit von der Großtechnologie Internet betrifft. Ja, moderne Gesellschaften sind davon abhängig. Aber wahrscheinlich viel weniger deshalb, weil man bei einem Ausfall des Internets keine Online-Wahlkämpfe mehr führen könnte, weil man nicht mehr mit Begeisterung über &#8220;Cookies&#8221; sprechen könnte und sich auch dem &#8220;Online-Exhibitionismus&#8221; oder der &#8220;Sinnlos-Kommunikation&#8221; nicht mehr widmen könnte, sondern weil gesellschaftliche Teilsysteme von Wirtschaft über Bildung und Verkehr bis zur Strafverfolgung ohne das Internet nicht mehr voll einsatzfähig wären.</p>
<p>Das wäre für mich ein sinnvoller Ansatzpunkt für eine Kritik des Internet als Großtechnologie. Aber das, was Gaschke daraus macht, ist so &#8230; deutsch.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Instant-M%C3%A4rtyrer+http://bit.ly/RMEzf" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Instant-M%C3%A4rtyrer+http://bit.ly/RMEzf" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		<title>Einübung und Gewöhnung &#8211; Twitter ist noch lange nicht am Ende</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/03/19/einuebung-und-gewoehnung-twitter-ist-noch-lange-nicht-am-ende/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 09:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[sms]]></category>
		<category><![CDATA[technologie]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[

In einem sehr lesenswerten Beitrag über Internetanwendungen prognostiziert Andreas Göldi dem Microblogging-Dienst Twitter: &#8220;Es droht unter seinem eigenen Gewicht zusammenzubrechen, weil das Verhältnis an unnützem Rauschen zur nützlichen Information langsam unverhältnismässig wird.&#8221;
Das kommt ganz darauf an, wozu man so etwas wie Twitter verwenden will. Wenn ich es zum Beispiel nutze, um ein digitales Tagebuch zu [...]]]></description>
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<p>In einem sehr lesenswerten Beitrag über Internetanwendungen <a href="http://netzwertig.com/2009/03/18/social-networking-haben-twitter-und-faceboook-ihren-hoehepunkt-ueberschritten/">prognostiziert</a> Andreas Göldi dem Microblogging-Dienst Twitter: &#8220;Es droht unter seinem eigenen Gewicht zusammenzubrechen, weil das Verhältnis an unnützem Rauschen zur nützlichen Information langsam unverhältnismässig wird.&#8221;</p>
<p>Das kommt ganz darauf an, wozu man so etwas wie Twitter verwenden will. Wenn ich es zum Beispiel nutze, um ein digitales Tagebuch zu führen, in dem ich dokumentiere, wo ich gewesen bin, was ich gegessen, was ich gesehen habe, ist die signal/noise-ratio irrelevant. Ebenso, wenn es darum geht, mit meinen Freunden, meiner Familie in Kontakt zu bleiben. Gerade, weil Twitter so chaotisch ist, bietet es so viele kreative Aneignungsformen, die sich eben nicht alle in das massenmediale Muster &#8220;Twitter als Recherchetool und Informationsquelle&#8221; pressen.</p>
<p>Die spannende Frage ist meiner Meinung nach: Warum spielen GeoCities, Friendster und SixDegrees keine Rolle mehr, aber SMS wird nach wie vor sehr rege genutzt? Ich sehe Twitter eher auf der Ebene von SMS als auf der Ebene der anderen genannten Internetanwendungen. Twitter oder Microblogging allgemein &#8211; ich glaube, dass sich Twitter den Microblogging-Kuchen in Zukunft mit Facebook, MySpace und weiteren Anbietern (Windows Live? Google?) teilen wird &#8211; ist für mich eine der ganz wenigen echten kommunikativen Innovationen des Internetzeitalters, denn es ist:</p>
<ul>
<li><strong>global</strong>: hier wird der alte Traum eines globalen Dorfes oder einer kosmopolitischen Gemeinde wahr &#8211; <em>Twitter never sleeps!</em>
<li><strong>offen</strong>: sowohl thematisch als auch nutzerbezogen gibt es nur wenige Vorschriften und Voraussetzungen. Von Diskussionen über Benjamins Aurabegriff bis zum Paketsendungstracking ist alles möglich &#8211; <em>Mein Twitter ist nicht dasselbe wie dein Twitter!</em>
<li><strong>fluid</strong>: es lassen sich problemlos andere Medieninhalte in den Strom einfügen oder Inhalte in andere Plattformen oder Ströme einspeisen &#8211; <em>Twitter ist überall!</em>
</ul>
<p>Was aber verschwinden wird, beziehungsweise im Moment abzuklingen scheint, ist die Euphorie der Early Adopters. Die nachfolgenden Twitter-Generationen der &#8220;digitalen Eingeborenen&#8221; werden Twitter ebenso unemotional verwenden wie heute SMS verwendet werden. Unemotional bezieht sich dabei nur auf die verwendete Technologie: die Inhalte können selbstverständlich traurig wie hoffnungsvoll oder fröhlich sein. </p>
<p>Neu ist: Die Tatsache, dass man diese Emotionen in Kurzmitteilungen verpackt mitteilen kann, löst keine Begeisterung mehr aus. Diese Versachlichung durch Einübung und Gewöhnung ist nichts neues, das war bei der Eisenbahn nicht anders und vermutlich waren auch die Early Adopter von Faustkeilen euphorisch über die Möglichkeiten, die sich ihnen mit dieser neuen Technologie bieten.</p>
<p>Nur darf man diese Versachlichung nicht mit Dekadenz und Abschwung verwechseln. Das ist nämlich eine ganz andere Geschichte.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Ein%C3%BCbung+und+Gew%C3%B6hnung+%E2%80%93+Twitter+ist+noch+lange+nicht+am+Ende+http://bit.ly/1RVLRO" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Ein%C3%BCbung+und+Gew%C3%B6hnung+%E2%80%93+Twitter+ist+noch+lange+nicht+am+Ende+http://bit.ly/1RVLRO" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum twittern die deutschen Unternehmen? Warum sollten Verlage twittern?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/02/11/warum-twittern-die-deutschen-unternehmen-warum-sollten-verlage-twittern/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 08:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[buchhandel]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[interviews]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[

Hier nur ein kurzer Hinweis auf zwei Beiträge zum Wert von Twitter für Unternehmen, die an anderer Stelle erschienen sind:

Im Weblog meines Arbeitgebers ethority habe ich in Anlehnung an diesen Mashable-Beitrag acht deutschen Corporate Twitterern einige Fragen zu ihrer Twitterverwendung gestellt: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Welt Kompakt, N24, Turi2, Spreadshirt, GLS Bank, eBay Deutschland und Greenpeace [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Hier nur ein kurzer Hinweis auf zwei Beiträge zum Wert von Twitter für Unternehmen, die an anderer Stelle erschienen sind:</p>
<ul>
<li>Im Weblog meines Arbeitgebers <a href="http://www.ethority.de/weblog/2009/02/09/corporate-twitterer-in-deutschland-ein-blick-hinter-die-kulissen/">ethority</a> habe ich in Anlehnung an diesen <a href="http://mashable.com/2009/01/21/best-twitter-brands/">Mashable-Beitrag</a> acht deutschen Corporate Twitterern einige Fragen zu ihrer Twitterverwendung gestellt: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Welt Kompakt, N24, Turi2, Spreadshirt, GLS Bank, eBay Deutschland und Greenpeace Hamburg. Darin findet man Antworten von den Menschen hinter den Corporate Twitter-Accounts zu ihrer Motivation, ihren Erwartungen und spannenden Twitter-Erlebnissen.
<li>Das Börsenblatt hat ein <a href="http://www.boersenblatt.net/304614/">Interview mit mir zum Thema Twitter für Buchhändler und Verlage</a> abgedruckt, in dem ich etwas über die Marketingrelevanz dieses Kanals erzähle. Der Artikel hat mittlerweile auch eine Replik von Wolfgang Tischer mit dem Titel &#8220;Warum Twitter bei Verlagen und Buchhandlungen nicht funktionieren wird&#8221; hervorgerufen, die jedoch am Punkt vorbeischießt: dass Twitter für jeden Verlag und jeden Buchhändler funktionieren muss, ist selbstverständlich illusorisch, darin unterscheidet sich Twitter nicht von anderen Kommunikationsmitteln. Ebenso wenig überrascht die Feststellung, dass persönliche Tweets persönlicher sind als in Twitter gekippte RSS-Feeds. Völlig falsch ist dagegen die Behauptung, es gäbe keine guten Verlags- und Buchhändlertwitterer. Da hat Wolfgang Tischer schlicht nicht genug gesucht. <a href="http://sites.google.com/site/smmverlage/verlage">Hier</a> ist z.B. eine Liste mit 413 Social Media-Kanälen aus dieser Branche, darunter auch viele Twitter-Accounts. Nicht alle davon sind persönlich gehalten, aber einige sind es doch schon geworden. Ich sehe es wie Corinna Lange vom <a href="http://twitter.com/OReilly_Verlag">O&#8217;Reilly-Verlag</a>, die in einem Kommentar schreibt: &#8220;Und es macht übrigens sehr viel Spaß, direkt ansprechbar zu sein und auch direkt teilhaben zu können.&#8221;
</ul>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Warum+twittern+die+deutschen+Unternehmen%3F+Warum+sollten+Verlage+twittern%3F+http://bit.ly/g7FWF" title="Diesen Blogpost twittern"><img class="nothumb" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Warum+twittern+die+deutschen+Unternehmen%3F+Warum+sollten+Verlage+twittern%3F+http://bit.ly/g7FWF" title="Diesen Blogpost twittern">Diesen Blogpost twittern</a></p>
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