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Workshop zur Twitterforschung auf der Netnography08


Ein Hinweis in eigener Sache. Ich wurde gefragt, ob ich anlässlich der Münchener Tagung “Netnography08” am 12. Juni etwas zu aktuellen Entwicklungen in der Welt der Communities, Foren, Blogs und Online-Portale erzählen möchte. Da ich mich gerade sowieso mit diesem Thema auseinandersetze und zu gerne einmal den Doyen der Internetethnographie und begeisterten Blogger Robert Kozinets live erleben möchte, habe ich zugesagt, einen Workshop zum Thema “Twitter als (n)etnographisches Feld” abzuhalten.

Denn spätestens seit Anwendungen wie dem wunderbaren Emotool Twistory, den diversen Buzz-Maßen wie Twist oder seit Mario Scheuermanns kurzen Analysen von Weinsorten-Tweets ist mir klargeworden, was für eine faszinierende Datenquelle das Gezwitscher der mittlerweile über eine Million Twitternutzer – mich eingeschlossen, siehe twitter.com/furukama – darstellt. In meinem Workshop werde ich je nach Vorwissen der Teilnehmer einen kurzen Überblick über Twitter geben (und bei der Gelegenheit hoffentlich noch einige zur Konversion bewegen können) und anschließend ein paar Gedanken und praktische Beispiele zur Twitter-Ethnographie präsentieren – ich bin zwar nur Nebenfach-Ethnologe, aber trotzdem.

Natürlich dürfen auch ethische Erwägungen nicht zu kurz kommen, denn man hat es hier schließlich zum Teil mit recht persönlichen Äußerungen zu tun. Hier gilt es, die üblichen ethnographischen Standards – zum Beispiel Offenlegung der eigenen Ziele, Anonymisierung der Äußerungen, Rückkopplung der Ergebnisse an die Befragten – ernst zu nehmen. Wer Lust hat, sich mit mir zum Thema angewandte Twitterforschung auszutauschen, sollte sich den 12. Juni schon einmal vormerken – oder am besten gleich anmelden, denn bis Donnerstag gilt noch der Frühbuchertermin.



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