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	<title>viralmythen &#187; wissenschaft</title>
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		<title>Der Appstore als Netzwerk &#8211; Newsreader, Newsportale und digitale Zeitungen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2012/01/07/der-appstore-als-netzwerk-newsreader-newsportale-und-digitale-zeitungen/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 13:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Why then the world&#8217;s mine network Which I with software will open. Der Vorteil einer abstrakten Methode wie der Social Network Analysis ist es, dass sich fast alle Daten, die irgendwie zusammenhängen, als Netzwerk betrachten und analysieren lassen. Das Paradebeispiel sind natürlich die Empfehlungsalgorithmen, die Nutzern von Google, Youtube oder Amazon erzählen, was sie sonst [...]]]></description>
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<p style="text-align: right;"><em>Why then the world&#8217;s mine network<br />
Which I with software will open.</em></p>
<p style="text-align: left;">Der Vorteil einer abstrakten Methode wie der Social Network Analysis ist es, dass sich <a href="http://blog.metaroll.de/2011/12/20/das-finanzierungsnetzwerk-der-social-networks/">fast alle Daten, die irgendwie zusammenhängen</a>, als Netzwerk betrachten und analysieren lassen. Das Paradebeispiel sind natürlich die Empfehlungsalgorithmen, die Nutzern von <a href="http://blog.metaroll.de/2012/01/03/der-kontextvektor-des-bundesprasidenten/">Google</a>, Youtube oder <a href="http://blog.metaroll.de/2008/02/20/der-heilige-gral-der-konsumkulturen/">Amazon</a> erzählen, was sie sonst noch interessieren könnte. Überall dort, wo es empfohlene Produkte oder Produkte, die andere Kunden auch gekauft haben, gibt, kann man sehr einfach mit den Methoden der Netzwerkanalyse angreifen. Auf diese Weise wird aus den isolierten Paaren oder Mengen verwandter Produkte eine große Verwandtschaftskarte, auf der nicht nur Beziehungen, sondern auch Muster und Schwerpunkte erkennbar sind.</p>
<p style="text-align: left;">Ich habe mir einmal den iTunes-Appstore vorgenommen. Auf jeder (bzw. fast jeder) Downloadseite einer App sind weitere fünf Apps verzeichnet, die überdurchschnittlich häufig gemeinsam mit dieser App heruntergeladen oder gekauft werden. Das Netzwerk springt einem hier förmlich entgegen. Wenn man die <a href="http://itunes.apple.com/de/genre/ios-nachrichten/id6009?mt=8">240 beliebtesten Apps der Kategorie Nachrichten</a> auf diese Beziehungen hin erfasst, erhält man folgendes Netzwerk der Nachrichten-Applandschaft (Klick zum Vergrößern):</p>
<p><a title="Social network visualization of app downloads by metaroll, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/metaroll/6650109871/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7152/6650109871_63ef375ab9_z.jpg" alt="Social network visualization of app downloads" width="500" /></a></p>
<p>Die Größe der Knoten steht für die Anzahl der Bewertungen der Apps &#8211; solange es keinen Zugriff auf die Downloadzahlen der Apps gibt, könnte das eine Annäherung an die Bedeutung oder Verbreitung einer App sein. Die Farbe zeigt die unterschiedlichen Cluster von Apps, die besonders eng miteinander verbunden sind: Links in Hellblau und rechts in Dunkelblau sind zwei Cluster von Nachrichtenapps. Rechts findet man die Zeitungsapps von FAZ, Bild, Süddeutsche, Abendzeitung, Weserkurier etc., während links eher die iPad-Varianten von Onlineportalen wie Spiegel, Focus Online, Süddeutsche.de zu finden sind. Oben in Violett ist ein kleines Cluster von redaktionsunabhängigen Newsaggregatoren wie Pulse, Flipboard oder Reeder. Ganz rechts liegt Österreich, während im Süden die Türkei zu finden ist. Dazwischen ein Applecluster mit Apfeltech und Macwelt. Ganz im Norden ist das Review-stärkste Cluster von Nachrichtenaggregatoren und App-Nachrichten-Apps, das von MeinProspekt dominiert wird.</p>
<p>Die Apps mit den meisten Reviews in dieser Karte sind:</p>
<ol>
<li>Mein Prospekt XL &#8211; 39.382 Reviews</li>
<li>n-tv iPhone edition &#8211; 16.140 Reviews</li>
<li>DER SPIEGEL eReader &#8211; 12.759 Reviews</li>
<li>FOCUS Online &#8211; 10.300 Reviews</li>
<li>DIE WELT &#8211; 9.312 Reviews</li>
<li>Flipboard &#8211; 6.394 Reviews</li>
<li>BILD HD &#8211; 5.722 Reviews</li>
<li>Tagesschau &#8211; 5.705 Reviews</li>
<li>NYTimes &#8211; 5.533 Reviews</li>
<li>AppTicker Push &#8211; 5.524 Reviews</li>
</ol>
<p>In dieser Aufzählung fehlt die normale Version von BILD mit 24.146 Reviews, die ein isolierter Knoten ist, da für diese App keine verwandten Apps angegeben sind und auch keine der anderen Apps auf sie verweist &#8211; eine echte Anomalie, die ich mir im Moment nicht erklären kann.</p>
<p>Interessant ist auch der Blick auf die Anzahl der eingehenden Links, d.h. welche Apps besonders häufig als verwandte Apps genannt werden. Der Durchschnitt liegt bei 2,3.  Hier sieht die Liste ganz anders aus:</p>
<ol>
<li>The Wall Street Journal &#8211; 51 Nennungen</li>
<li>AppAdvice &#8211; 45 Nennungen</li>
<li>Blastr &#8211; 40 Nennungen</li>
<li>NPR for iPad &#8211; 39 Nennungen</li>
<li>Flo&#8217;s Weblog &#8211; 27 Nennungen</li>
<li>eGazety Reader &#8211; 27 Nennungen</li>
<li>??-??? ????? a &#8211; 25 Nennungen</li>
<li>SAPO News &#8211; 23 Nennungen</li>
<li>DVICE &#8211; 20 Nennungen</li>
<li>DER SPIEGEL &#8211; 18 Nennungen</li>
</ol>
<p>Dieselben Apps erhält man bei der Berechnung des PageRank, d.h. der Wahrscheinlichkeit, beim Abwandern des Netzwerks zufällig auf die verschiedenen Apps zu stoßen. Die Anzahl der Verbindungen zwischen den Apps, also der Vernetzungsgrad ist relativ niedrig, da für jede App nur jeweils 5 verwandte Produkte angezeigt werden &#8211; insgesamt sind die 451 Knoten durch 1.055 Kanten verbunden.</p>
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		<title>Der Aufstieg der Datenwissenschaftler</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2012/01/04/der-aufstieg-der-datenwissenschaftler/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 22:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
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		<category><![CDATA[statistik]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines der wichtigsten Buzzwords im Marktforschungs- und Wissenschaftsjahr 2012 ist mit Sicherheit &#8220;Big Data&#8221;. Sogar die Zukunft eines Intenretriesen wie Yahoo! wird auf diese Frage zugespitzt: Wie hältst du es mit den großen Daten (dazu auch lesenswert das AdAge-Interview mit dem neuen CEO Scott Thompson)? Auf den ersten Blick ist das Phänomen, das sich dahinter [...]]]></description>
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<p>Eines der wichtigsten Buzzwords im Marktforschungs- und Wissenschaftsjahr 2012 ist mit Sicherheit &#8220;Big Data&#8221;. Sogar die Zukunft eines Intenretriesen wie Yahoo! wird auf diese Frage zugespitzt: <a href="http://www.zdnet.com/blog/btl/can-yahoos-new-ceo-thompson-harness-big-data-analytics/66160">Wie hältst du es mit den großen Daten</a> (dazu auch lesenswert das <a href="http://adage.com/article/digital/key-yahoo-s-long-term-health-data-ceo/231902/">AdAge-Interview</a> mit dem neuen CEO Scott Thompson)?</p>
<p>Auf den ersten Blick ist das Phänomen, das sich dahinter verbirgt, nichts neues: es gibt riesige Mengen an Daten, die darauf warten, analysiert und interpretiert zu werden. Diese Datenberge gab es früher auch schon &#8211; man denke nur an die gewaltigen Kundentransaktionsdaten, die klassischen Webzugriffslogs oder die Himmelsdaten aus den Observatorien.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/metaroll/6637427465/" title="bigdata_network by metaroll, on Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7152/6637427465_2fb4695630.jpg" width="500" height="500" alt="bigdata_network"></a></p>
<p>Besonders spannend sind folgende Entwicklungen und Dimensionen des Big-Data-Phänomens:</p>
<p><strong>Demokratisierung der Technik</strong>: Zum einen sind die Werkzeuge, um Datensätze in Terabytegröße zu analysieren, mittlerweile demokratisiert. Jeder, der ein paar alte Rechner im Keller stehen hat, kann daraus ein leistungsfähiges <a href="http://hadoop.apache.org/">Hadoop</a>-Cluster aufbauen und damit in die Analyse großer Daten einsteigen. Die Software, die man für Datenerfassung, Speicherung, Analyse und Visualisierung benötigt, ist größtenteils frei verfügbare Open-Source-Software. Wer zu Hause keine Rechner herumstehen hat, kann sich die Rechenzeit bei <a href="http://aws.amazon.com/de/elasticmapreduce/">Amazon</a> kaufen.</p>
<p><strong>Ein neues Ökosystem</strong>: Mittlerweile hat sich hier eine lebendige <a href="http://blog.metaroll.de/2011/12/26/das-internet-die-gatekeeper-und-die-qualitat/">Bastlerszene</a> der <a href="http://blog.metaroll.de/2011/12/18/big-data-hacker/">Big-Data-Hacker</a> entwickelt, die an den verschiedenen Big-Data-Technologien arbeitet und in Präsentationen und Aufsätzen die unterschiedlichen Anwendungsszenarien demonstrieren. Wenn man sich die Biographien der Big-Data-Community ansieht, fällt aber auch, dass man es sehr viel weniger mit Forschergruppen an Universitäten zu tun hat, sondern um Wissenschaftler (&#8220;data scientists&#8221;), die in den großen Internetunternehmen wie Google, Yahoo, Twitter oder Facebook arbeiten. Das ist zum Beispiel bei der Python-Entwicklergemeinde oder der <a href="http://www.r-bloggers.com/">R-Statistikercommunity</a> anders. Im Augenblick sieht es sogar so aus, als verliefe der typische Karrierepfad an der US-Westküste weg von den Internetgiganten und hin zu neuen Big-Data-Startups.</p>
<p><strong>Visualisierung von Netzwerken</strong>: Die visuelle Darstellung der Daten ist mittlerweile fast wichtiger geworden als klassische statistische Methoden, die nach Kausalitäten suchen. In diesem Zusammenhang hat auch die Netzwerkanalyse wieder stark an Bedeutung gewonnen. Fast alle soziale Phänomene und großen Datensätze von <a href="http://blog.metaroll.de/2011/12/20/das-finanzierungsnetzwerk-der-social-networks/">Venture Capitalists</a> bis <a href="http://blog.metaroll.de/2011/12/27/katzenbilder-sind-der-kitt-der-gesellschaft/">Katzenbildern</a> können als Netzwerke visualisiert und exploriert werden. Auch hier spielen Open-Source-Software und offene Datenschnittstellen eine große Rolle. Programme wie die Netzwerkvisualisierungssoftware Gephi können sich in naher Zukunft direkt mit den Schnittstellen (APIs) der Plattformen Facebook, Twitter, Wikipedia oder Google verbinden und die abgerufenen Daten gleich weiterverarbeiten.</p>
<p><strong>Neue Fähigkeiten und Stellenbeschreibungen</strong>: Eines der heißesten Buzzwords in der Big-Data-Szene ist der &#8220;Data Scientist&#8221;, der jetzt in klassischen Unternehmen genauso wie in Internetunternehmen für die Erhebung und Auswertung der anfallenden Daten sorgen soll. Auf <a href="http://www.smartplanet.com/blog/business-brains/skills-now-in-short-supply-at-data-driven-organizations/20965">Smart Planet</a> habe ich eine gute Beschreibung der Fertigkeiten dieser &#8220;Datenjobs&#8221; gefunden: 1) Die <strong>Systemadministratoren</strong>, die sich mit Aufsetzen und Wartung der Hadoop-Cluster befassen und sicherstellen, dass der Datenfluss nicht gebremst wird. 2) Die <strong>Entwickler</strong> (oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MapReduce">&#8220;Map-Reducer&#8221;</a>), die Anwendungen entwickeln, mit denen die Daten aus den Datenbanken abgerufen und verarbeitet werden. 3) Die eigentlichen <strong>Datenwissenschaftler</strong> oder Analysten, deren Aufgabe es ist, mit den Daten Geschichten zu erzählen und aus ihnen Produkte und Lösungen zu entwickeln. 4) Die <strong>Datenkuratoren</strong>, die für die Qualitätssicherung und Verknüpfung der Daten zuständig sind.</p>
<p>Um einen besseren Eindruck davon zu gewinnen, wie sich die Big-Data-Community selbst sieht, habe ich die Twitter-Kurzbiographien der 200 wichtigsten Big-Data-Analysten, -Entwickler, -kaufleute einer Netzwerkanalyse unterzogen: Ich habe die Kurztexte in ein Netzwerk transformiert, in dem die Begriffe die Knoten darstellen und gemeinsame Erwähnungen in einer Twitter-Bio die Kanten. Das heißt, jedes mal, wenn jemand in seiner Bio &#8220;Hadoop Committer&#8221; stehen hat, gibt es in dem Netzwerk eine neue Kante zwischen &#8220;Hadoop&#8221; und &#8220;Committer&#8221;. Insgesamt besteht dieses Netzwerk aus knapp 800 Begriffen und 3200 Verbindungen zwischen den Begriffen. Das Netzwerk habe ich dann auf ca. 15% des Umfangs reduziert, indem ich mich auf die am häufigsten verwendeten Begriffe konzentriert habe (z.B. Big Data, Founder, Analytics, Cloudera, Apache, Committer, Hadoop, Computer). Das mit Gephi visualisierte Ergebnis ist oben zu sehen.</p>
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		<title>Der Kontextvektor des Bundespräsidenten</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2012/01/03/der-kontextvektor-des-bundesprasidenten/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 18:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor Jahren hatte ich an dieser Stelle schon über die große Bedeutung der gespeicherten Google-Suchanfragen als &#8220;Datenbank der Wünsche&#8221; geschrieben. Die Begriffe, die Menschen in das Google-Eingabefeld schreiben, spiegeln sehr genau ihre Wünsche wider &#8211; sowohl die offen kommunizierten als auch die geheimen. Als Nebenbemerkung: Man könnte vermuten, dass Menschen mittlerweile ehrlicher zu ihrer Suchmaschine [...]]]></description>
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<p>Vor Jahren hatte ich an dieser Stelle schon über die große Bedeutung der gespeicherten Google-Suchanfragen als &#8220;<a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/25/datenbank-der-wuensche/">Datenbank der Wünsche</a>&#8221; geschrieben. Die Begriffe, die Menschen in das Google-Eingabefeld schreiben, spiegeln sehr genau ihre Wünsche wider &#8211; sowohl die offen kommunizierten als auch die geheimen.</p>
<p>Als Nebenbemerkung: Man könnte vermuten, dass Menschen mittlerweile ehrlicher zu ihrer Suchmaschine sind als zu ihren engsten Verwandten. Insofern sollte man intensiv über eine besondere Sorgfaltspflicht und einen besonderen Schutz dieser Daten nachdenken. Vielleicht gibt es bald neben der ärztlichen und der anwaltlichen Schweigepflicht auch so eine Art &#8220;Suchmaschinengeheimnis&#8221;, das garantiert, dass, was wir in einer Websuche über uns offenbaren, nicht in falsche Hände gerät.</p>
<p>Neben dieser besonderen Vertrauensstellung dieser Datenbanken, beeindruckt vor allem das hier sekündlich anfallende Wissen. Dadurch, welche Begriffe gemeinsam eingegeben werden, und welche überhaupt nicht, oder dadurch, welche Treffer dann tatsächlich angeklickt werden, und welche überlesen werden, entsteht eine Wissensdatenbank, die vielleicht sogar größer als die Wikipedia ist, da sie sich viel schneller ändert. Die Assoziation von &#8220;Bundespräsident&#8221; und &#8220;Anrufbeantworter&#8221; dürfte zum Beispiel ein sehr junges Phänomen sein. Ja, wenn es um diese aktuellsten Phänomene geht, scheinen die Algorithmen von Google sogar die Rolle eines politischen Beraters einzunehmen, der dem amtierenden Staatsoberhaupt Handlungsempfehlungen gibt:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 258px"><a title="Vorschlag by metaroll, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/metaroll/6628295169/"><img title="Der Algorithmus schlägt den Rücktritt des Präsidenten vor" src="http://farm8.staticflickr.com/7151/6628295169_c60cf1aebc.jpg" alt="Der Algorithmus schlägt den Rücktritt des Präsidenten vor" width="248" height="65" /></a><p class="wp-caption-text">Der Algorithmus schlägt den Rücktritt des Präsidenten vor</p></div>
<p>Diese scheinbare Empfehlung entsteht schlicht daraus, dass diese beiden Begriffe in den letzten Tagen, Stunden besonders häufig gemeinsam in Suchabfragen verwendet wurden bzw. besonders häufig gemeinsam in Webseiten auftauchen. Diese überdurchschnittliche gemeinsamen Vorkommen (oder: Kollokationen) verwandeln die Suchmaschine aber gleichzeitig in eine neue Art von Wissensspeicher. Anhand der Struktur der sekündlich eingehenden Suchabfragen (bei Google waren es <a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2011/12/comScore_Releases_November_2011_U.S._Search_Engine_Rankings">laut ComScore</a> allein in den USA im November 13 Milliarden Abfragen) können Maschinen sehr viel darüber lernen, wie wir Menschen Begriffe und Wissen organisieren.</p>
<p>Eine praktische Anwendung dieses Wissensspeichers habe ich in einem schon etwas älteren, aber einflussreichen Paper (Google Scholar <a href="http://scholar.google.com/scholar?cites=18128757180642144267&amp;as_sdt=2005&amp;sciodt=0,5&amp;hl=en">zählt</a> 246 Zitationen) der beiden Google-Mitarbeiter Mehran Sahami und Timothy D. Heilman &#8220;<a href="http://static.googleusercontent.com/external_content/untrusted_dlcp/research.google.com/en//pubs/archive/32.pdf">A Web­based Kernel Function for Measuring the Similarity<br />
of Short Text Snippets</a>&#8220;. Darin geht es um das Problem, die inhaltliche Ähnlichkeit von sehr kurzen Textschnippseln zu erkennen. Da es sich hierbei nur um wenige Wörter handelt, versagen klassische Methoden des Textminings wie zum Beispiel das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kosinus-%C3%84hnlichkeit">Kosinus-Ähnlichkeitsmaß</a>. Die Anzahl der Datenpunkte ist schlicht zu klein, um Aussagen über die Ähnlichkeit zu treffen.</p>
<p>Die Google-Wissenschaftler verwenden die Suchtreffer, die eine Suchmaschine wie Google auswirft, wenn man sie mit den Textschnippseln füttert, als Kontext-Vektor, mit dem sie dann die Übereinstimmung berechnen können, da er nun nicht mehr wenige Worte umfasst, sondern ein großer Corpus aus hunderten Dokumenten bzw. 1000-Zeichen langen Ausschnitten daraus darstellt. Das von ihnen beschriebene Verfahren stellt z.B. zwischen &#8220;Steve Ballmer&#8221; und &#8220;Microsoft CEO&#8221; eine Übereinstimmung von 0.838 fest, während das Kosinusmaß hier auf einen Wert von 0 gekommen wäre. Auch zwischen dem früheren CEO &#8220;Bill Gates&#8221; und &#8220;Microsoft CEO&#8221; gibt es eine Ähnlichkeit von immerhin 0.317 &#8211; aber auch seine korrekte Beziehung zu Microsoft findet dieses Maß heraus: &#8220;Bill Gates&#8221; und &#8220;Microsoft Founder&#8221; erzielt 0.677.</p>
<div id="attachment_1472" class="wp-caption aligncenter" style="width: 476px"><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2012/01/KernelFunction.jpg"><img class="size-full wp-image-1472 " title="KernelFunctions" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2012/01/KernelFunction.jpg" alt="Abb. aus Sahami/Heilman (2006), S. 4" width="466" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Abb. aus Sahami/Heilman (2006), S. 4</p></div>
<p>Der erste Anwendungsfall dieses Verfahrens, der hier in den Sinn kommt, sind natürlich die automatischen Vorschläge bei Suchabfragen. Insofern ist das oben beschriebene Wulff-Beispiel also nicht unbedingt eine politische Handlungsempfehlung, sondern das Ergebnis des Vergleichs von Kontextvektoren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Internet, die Gatekeeper und die Qualität</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2011/12/26/das-internet-die-gatekeeper-und-die-qualitat/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 12:26:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[gate-keeper]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
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		<category><![CDATA[qualität]]></category>
		<category><![CDATA[wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Fragt man nach den Auswirkungen des Internets auf die Qualität, dann erhält man, je nachdem, wem man diese Frage stellt, unterschiedliche Antworten: In der ersten Variante hat das Internet zu einem unglaublichen Abfall der Qualität geführt. In diese Argumentation passt die Polemik gegen die Klowände genauso wie die etwas ruhiger verlaufende Debatte über das Kuratieren [...]]]></description>
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<p>Fragt man nach den Auswirkungen des Internets auf die Qualität, dann erhält man, je nachdem, wem man diese Frage stellt, unterschiedliche Antworten:</p>
<p>In der ersten Variante hat das Internet zu einem unglaublichen <em>Abfall der Qualität</em> geführt. In diese Argumentation passt die <a href="http://blog.metaroll.de/2009/05/23/du-bist-peinlich/">Polemik</a> gegen die Klowände genauso wie die etwas ruhiger verlaufende Debatte über das Kuratieren als neue Aufgabe der Redaktionen. Als Beispiel für den massiven Qualitätsverlust durch das Internet wird üblicherweise die Wikipedia zitiert, in der es sehr viele miserabel recherchierte, tendenziös geschriebene und immer wieder von Vandalismus heimgesuchte Artikel gibt. </p>
<p>Früher sorgten in den Massenmedien Redakteure oder im <a href="http://blog.metaroll.de/2007/09/14/tis-all-in-pieces-all-coherence-gone-wissenschaftskommunikation-im-web-20/">Wissenschaftssystem</a> langwierige Peer-Review-Prozesse dafür, dass am Ende nur geprüfte Qualität gedruckt bzw. publiziert wurde. Wenn diese Instanzen wegfallen &#8211; und im Internet kann man an ihnen vorbei publizieren &#8211; gibt es keinen Garant mehr für die Qualität der Veröffentlichungen. &#8220;<a href="http://blog.metaroll.de/2008/09/24/journalismus-heisst-verhinderung-von-nutzergenerierten-inhalten/">Da kann ja jeder herkommen und etwas veröffentlichen!</a>&#8221;</p>
<p>In der zweiten Variante ist durch das Internet ein bisher nicht dagewesener <em>Anstieg der Qualität</em> möglich geworden. Jeder kann im Web ein Blog eröffnen und über seine Erfahrungen in Beruf, Leben, Politik, Familie &#8230; publizieren. Wissenschaftler, die über Randgebiete von Orchideenfächer forschen, erreichen im Internet mit ihren Forschungsergebnissen genau diejenigen fünf über die Welt verteilten Kolleginnen, die sich für genau dieselben Phänomene interessieren. Jeder kann schreiben, filmen, fotografieren, komponieren &#8230; und seine Werke dann auf Plattformen wie Tumblr, Instagram, Vimeo oder Soundcloud hochladen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Als Beispiel für die unglaubliche Qualitätssteigerung durch das Internet wird üblicherweise die Wikipedia zitiert, in der es sehr viele umfassend recherchierte, objektiv geschriebene und immer wieder verbessert, ergänzt und kommentierte Artikel gibt.</p>
<p>Zu den Aufgaben der Redakteure und Peer-Reviewer gehörte nicht nur die Qualitätssicherung nach unten, sondern auch nach oben. Die wirklich brillanten Forscher und Künstler hatten zu Lebzeiten große Schwierigkeiten, in das offizielle gesellschaftliche Publikationssystem zu gelangen, da ihre Gedanken und Werke damals von den Gatekeepern nicht verstanden oder gefürchtet wurden. Qualitätssicherung heißt immer auch Bewahrung, Innovationsfeindlichkeit und dadurch letztlich Förderung des Mittelmaßes.</p>
<p>Das kommt auch schon daher, dass die Gatekeeper die Aufgabe haben, auf den Bedarf und die Möglichkeiten eines bestimmten Publikums zu achten &#8211; eines Publikums mit bestimmten Voraussetzungen und Beschränkungen. Im Fall der Redakteure ist dies häufig eine &#8220;allgemein-gebildete Öffentlichkeit&#8221;, im Fall der Wissenschaftler die &#8220;scientific community&#8221;. Um die Arbeit der Gatekeeper zu erleichtern, nimmt man bei beiden Öffentlichkeiten zum Beispiel einen bestimmten Bildungsgrad an. Die französische Revolution kann hier als bekannt vorausgesetzt werden, während die Oberbayerische Postbauschule erklärt werden muss. Ganz ähnlich funktioniert das in der Wissenschaft, da hier zwar viel mehr Fachwissen vorhanden ist, aber jeder Wissenschaftler in fast allen Disziplinen und Subdisziplinen außer der eigenen ein Laie ist.</p>
<p>Im Internet ist niemand dafür zuständig, für Rücksicht auf die Bedürfnisse und Voraussetzungen der unterschiedlichen Öffentlichkeiten zu sorgen. Jeder kann (und dies geschieht natürlich auch) so schreiben, dass es nur eine einzige Person &#8211; nämlich sie oder er selbst &#8211; verstehen kann. Aber noch häufiger richtet sich der Autor an eine mehr oder weniger esoterische Deutungs- oder Erlebnis-Gemeinschaft. Das Schreiben ins Internet zerstört die klaren Vorstellungen von Massen- und Durchschnittsöffentlichkeiten und ähnelt damit eher den hoch-metaphorischen hermetischen Texten der Alchemisten als den Fernsehnachrichten um 20 Uhr.</p>
<p>Insofern ist die Frage nach der Qualität eine überflüssige oder falsch gestellte Frage: Das Internet hat die Qualität stark vermindert, <em>und</em> das Internet hat die Qualität stark gesteigert. Aber vor allem ist es dabei, unsere Vorstellungen einer einheitlichen Zuschauer-, Hörer- und Leserschaft aufzulösen. Mit allen positiven und negativen Folgen.</p>
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		<title>Das tribale Internet</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/11/07/das-tribale-internet/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 11:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Reuter stellt in seinem Blog anlässlich des Todes von Claude Lévi-Strauss die wichtige Frage: Ist es denkbar, dass durch die zunehmende Transparenz des Wissens, der Meinungen und der Aktivitäten der Teilnehmer des Netzes gerade die für eine biologische und kulturelle Entwicklung notwendigen Unterschiede individueller, abgekapselter Gruppen verlorengehen? Oder anders ausgedrückt: Ist das Internet (bzw. [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.michaelreuter.org/2009/11/gedanke-zur-bedeutung-von-claude-l%C3%A9vystrauss-traurigen-tropen-f%C3%BCr-das-internet.html">Michael Reuter</a> stellt in seinem Blog anlässlich des Todes von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Lévi-Strauss">Claude Lévi-Strauss</a> die wichtige Frage:</p>
<blockquote><p>Ist es denkbar, dass durch die zunehmende Transparenz des Wissens, der Meinungen und der Aktivitäten der Teilnehmer des Netzes gerade die für eine biologische und kulturelle Entwicklung notwendigen Unterschiede individueller, abgekapselter Gruppen verlorengehen?</p></blockquote>
<p>Oder anders ausgedrückt: Ist das Internet (bzw. heute das <a href="/2009/06/06/leben-in-140-zeichen/">Echtzeitinternet</a> und das soziale Internet) ein großer Gleichmacher? Ich glaube nicht.</p>
<p>Zum einen hatten wir in der Ethnologie diese Diskussion schon vor längerer Zeit ausführlich am Beispiel des Fernsehens durchgespielt. Klar, eine &#8220;Eingeborenenfamilie&#8221; im tiefsten Busch, deren jüngster Sohn leidenschaftlicher Rambo-Fan ist und deren Eltern zu Dallas-Experten geworden sind, sprechen auf den ersten Blick für den Erfolg eines neuen universalistischen Mediums, das die gesamte Erde planiert (&#8220;<a href="/2008/07/16/die-welt-ist-nicht-geschrumpft-sondern-zerknittert/">a flat earth</a>&#8220;) und sämtliche kulturelle Unterschiede zerstört. Das wirkt aber nur auf den ersten oberflächlichen Blick so. Wenn man nämlich damit anfängt, diese Menschen zu verstehen, dann merkt man, dass der Rambo, den sie sehen, ein ganz anderer ist als derjenige, den wir sehen. Auch die immer wieder beschwörte Amerikanisierung unserer Kultur betrifft in erster Linie die Oberflächen (den von Lévi-Strauss zitierten warmen Lackgeruch und den Wintergreen-Tee) und nicht die Rezeption, Umdeutung und Aneignung dieser Stoffe. <a href="http://www.aber.ac.uk/media/Modules/TF33120/katzlieb.html">Katz und Liebes</a> hatten in einer großen empirischen Studie gezeigt, wie ein und dieselbe Fernsehserie (Dallas) in unterschiedlichen kulturellen Gruppen ganz unterschiedlich wahrgenommen werden.</p>
<p>Aber dennoch: der technologische Unterbau des Internet ist tatsächlich zu einer universellen Geschichte geworden, die weltweit sehr gleichförmig ist. Das indische TCP/IP scheint sich nicht von dem brasilianischen zu unterscheiden. In Deutschland verwendet man HTML ähnlich wie in Japan &#8211; bzw. vielleicht fehlen uns noch kulturwissenschaftliche Studien, die hier dann doch Unterschiede finden. Und zum Teil sind auch die politischen Fragen, die sich hieran knüpfen, ähnliche: Soll man den Zugang für alle frei schalten oder auf bestimmte Personenkreise beschränken? Soll man zensieren oder nicht? Die Antworten freilich fallen je nach kulturellem und politischen Kontext höchst unterschiedlich aus.</p>
<p>Das Internet und auch das Web 2.0 ist keine globale Monokultur. Natürlich ist es potentiell möglich, dass, wie Reuter sagt, &#8220;letztlich alle wissen, was irgendwo passiert und was irgendwer macht&#8221;. Nur bleibt diese Tatsache immer im Konjunktiv. De facto nutzen wir Plattformen wie Twitter, Facebook oder auch Blogs tendenziell eher tribalistisch als esperantistisch. Die meisten meiner Kontakte, mit denen ich täglich über Twitter kommuniziere, kommen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Schon, wenn ich nach Italienern suche, wird es schwierig. Und dann habe ich noch gar nicht nach dem Bildungsgrad und dem räumlichen Kontext gefragt. Das weltumspannende Kommunikationsnetz funktioniert für Sensationen wie zum Beispiel Erdbeben oder politische Umstürze. Aber auch dort ist es nicht die Masse, die hier kommuniziert, sondern nur eine Elite, die sowieso relativ homogen ist. Also die berühmten &#8220;kosmopolitischen Vielflieger&#8221;.</p>
<p>Ich würde noch weiter gehen: Gerade Social Media haben ein großes Potential, die Bildung von stammesähnlichen Gebilden zu unterstützen. Also von sehr traditionalistischen Organisationsformen, die jedoch auf Grundlage einer weltweit standardisierten Technologie nicht mehr an räumliche Nähe gebunden sind (hier darf natürlich auch der <a href="http://twitter.com/jbenno/status/5504489366">wichtige Hinweis</a> auf McLuhan nicht fehlen). Diese Stämme sind aber aufgrund ihrer Ortsunabhängigkeit nicht offen sichtbar wie z.B. die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yanomami">Yanomami</a> der 1960er Jahre, sondern wirken diffus. Erst mit Hilfe von Netzwerkanalysen werden diese Strukturen sichtbar. Erst ein ethnologisches Eindringen in diese Zusammenhänge offenbart dann die Stammes-Partikularismen vor einem universalistischen techno-politischen Hintergrund.</p>
<p>Auf eine Formel gebracht: <strong>Es gibt nicht nur ein Social Web, sondern viele</strong>. Aber eigentlich steckt das alles schon im Begriff des Internets.</p>
<p><strong>Literatur zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li>Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen. Frankfurt, 1978.
<li>Manuel Castells: The Rise of the Network Society. Oxford, 1996.
<li>Marshall McLuhan / Quentin Fiore: War and Peace in the Global Village. New York, 1968.
<li>Tamar Liebes / Elihu Katz: The Export of Meaning: Cross-Cultural Readings of Dallas. Oxford, 1990.
</ul>
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		<title>Studium 2.0: Vertrauen Studenten der Wikipedia?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/25/studium-20-vertrauen-studenten-der-wikipedia/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 09:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[annette schavan]]></category>
		<category><![CDATA[engagement]]></category>
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		<category><![CDATA[wikipedistik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie sieht es mit der Wikipedia-Nutzung der Studierenden in Deutschland aus? Diese Frage lässt sich mit den Daten des aktuellen Hisbus des Hochschul-Informations-Systems über die Internetnutzung von Studenten beantworten (pdf hier). Gefragt, welche &#8220;Wissensplattform&#8221; (schön allgemein ausgedrückt, dass von der Britannica bis zu Wissen.de alles hinein gepackt werden kann) am verlässlichsten sei, antworteten 52% der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Wie sieht es mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia">Wikipedia</a>-Nutzung der Studierenden in Deutschland aus? Diese Frage lässt sich mit den Daten des aktuellen Hisbus des Hochschul-Informations-Systems über die Internetnutzung von Studenten beantworten (<a href="https://hisbus.his.de/hisbus/docs/hisbus21.pdf">pdf hier</a>).</p>
<p>Gefragt, welche &#8220;Wissensplattform&#8221; (schön allgemein ausgedrückt, dass von der Britannica bis zu Wissen.de alles hinein gepackt werden kann) am verlässlichsten sei, antworteten 52% der Studierenden, dass sie der Wikipedia vertrauen oder sogar sehr vertrauen. Sehr viel weniger Vertrauen schenken die Studenten der Spiegel Wissen (34%) oder Zeit Online (34%), MS Encarta (29%), Meyers Lexikon Online (27%), Encyclopaedia Britannica (26%) und Wissen.de (14%). Allenfalls das Onlinewörterbuch LEO (49%) kommt noch in die Nähe der Wikipedia.</p>
<p>Die Autoren der Studie warnen jedoch davor, dies als Beleg für das große Vertrauen der Studierenden in nutzergenerierte Inhalte zu sehen. Die Prozentzahlen beziehen sich nämlich nicht nur auf die fünfstufige Skala von &#8220;sehr verlässlich&#8221; bis &#8220;überhaupt nicht verlässlich&#8221;, sondern auch auf die Restkategorie &#8220;kann ich nicht beurteilen&#8221;. Sieht man sich auch diese Zahlen an, dann wird deutlich: <strong>Für die Studierenden gibt es nur eine Wissensplattform, und die heißt Wikipedia.</strong> Weniger als ein Prozent fühlen sich nicht imstande, die Zuverlässigkeit der Online-Enzyklopädie zu beurteilen. So sieht Marktbeherrschung aus. Bei der Encyclopaedia Britannica sind es 70%, Wissen.de 68%, Meyers Lexikon 67%, MS Encarta 57%, Zeit Online 55%, Spiegel Wissen 51%, Auch hier liegt Leo mit einem Wert von 35% ziemlich weit vorne.</p>
<p>Ich habe ein bisschen mit den Zahlen gerechnet und diejenigen ausgeklammert, die sich nicht in der Lage sehen, die Glaubwürdigkeit zu beurteilen. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/his1.png" alt="" title="Wissen 2.0" width="500" height="409" class="aligncenter size-full wp-image-829" /></p>
<p>Nun liegt die Wikipedia weit abgeschlagen hinter den meisten anderen Angeboten und auch für LEO sieht es nicht mehr so gut aus. Diese Pointe der HISBUS-Zahlen hat z.B. <a href="http://www.zeit.de/2008/48/B-Hisbus">die Zeit</a> gar nicht mitbekommen. Ich würde das so interpretierenj: Die Benutzung von Wikipedia gehört für die meisten Studenten mittlerweile zum Studienalltag dazu. Das Nachschlagen dort ist zur Routine geworden, die nicht mehr hinterfragt wird, so dass auch die eher als schlecht wahrgenommene Zuverlässigkeit (wobei insgesamt mehr Studenten die Wikipedia als zuverlässig beurteilen denn als nicht zuverlässig) keine große Rolle mehr spielt.</p>
<p>Interessant ist auch der Blick auf das Wikipedia-Vertrauen der unterschiedlichen Studienrichtungen:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/his2.png" alt="" title="Wikipediavertrauen der Studiengaenge" width="435" height="351" class="aligncenter size-full wp-image-831" /></p>
<p>Die besten Zuverlässigkeitswerte (&#8220;zuverlässig&#8221; und &#8220;sehr zuverlässig&#8221;) bekommt die Wikipedia von den Studenten technischer Studiengänge wie Agrarwissenschaften, Medizin, Ingenieurswissenschaften und Medizin. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sind da deutlich skeptischer und den Lehramtsstudenten scheint man in ihrer Ausbildung einzuschärfen, <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/01/ist-die-wikipedia-zitierfaehig-der-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen-werkstattnotiz-126/">ja die Finger von diesem Teufelszeug zu lassen</a> <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Trotz der intensiven Wikipedia-Nutzung der Studierenden (80% lesen &#8220;häufig&#8221; oder &#8220;sehr häufig&#8221; Artikel dort) wird nahezu überhaupt nicht daran mitgearbeitet. Vergesst die <a href="http://www.wikipatterns.com/display/wikipatterns/90-9-1+Theory">90-9-1-Regel</a>. Die Arbeit an der Wikipedia &#8211; ganz egal, ob es um das Schreiben neuer, das Überarbeiten alter Beiträge geht oder um die Beteiligung an Diskussionen geht &#8211; findet im Promillbereich statt.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:MP"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/mentorenprogramm.png" alt="" title="mentorenprogramm" width="140" height="140" class="alignleft size-full wp-image-845" /></a>Hier sehe ich deutlichen <a href="http://blog.wikimedia.de/2008/10/19/mehr-wissenschaft-fur-wikimedia/">Nachholbedarf in der akademischen Lehre</a>. Anstatt zum tausendsten Mal das Thema &#8220;Theorievergleich Max Weber und Emil Durkheim&#8221; in einem soziologischen Grundkurs zu vergeben, sollte den Studierenden die Aufgabe gestellt werden, den entsprechenden Wikipediaartikel signifikant zu verbessern. Dabei sollte auf jeden Fall auf das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:MP">Wikipedia-Mentorenprogramm</a> hingewiesen werden. Je besser der Artikel schon ist, desto anspruchsvoller wird diese Aufgabe. Wenn das Ergebnis dann ein lesenswerter Enzyklopädieartikel ist, haben alle etwas davon.</p>
<p>Mein Vorschlag: <strong>Der Partizipationsgrad an Wissensprojekten wie der Wikipedia sollte als Indikator in die bestehenden Hochschulrankings eingeführt werden.</strong> Ich würde gerne eine Liste der Universitäten in Deutschland sehen, geordnet nach ihrem studentischen Wikipediaengagement. Niedrige Studienabbrecherquoten, hoher Anteil ausländischer Studenten &#8211; alles schön und gut, aber es fehlt in den Bildungsberichten ein Maß dafür, wie unsere Universitäten über Plattformen wie die Wikipedia zum allgemein verfügbaren Wissen beitragen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Schavan">Frau Schavan</a>, ich warte!</p>
<p>Welche anderen Ideen und Modelle gibt es, um die Wikipedia-Partizipation an den deutschen Unis zu fördern? Wer ist schon einmal in einem Seminar gewesen, in dem an der Wikipedia gearbeitet wurde?</p>
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		<title>Wie ernst meint es die Wissenschaft mit dem Dialog?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/20/wie-ernst-meint-es-die-wissenschaft-mit-dem-dialog/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 15:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[dialog]]></category>
		<category><![CDATA[flusser]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Im September habe ich auf dem Symposium für Wissenschaftskommunikation einen Vortrag zum Thema Blogs als Instrumente der Wissenschaftskommunikation gehalten. Jetzt ist die ausführliche Tagungsdokumentation erschienen. Dort findet man auch eine gute Zusammenfassung meines Vortrags. Ein zentraler Punkt ist für mich die Möglichkeit, mit Wissenschaftsblogs Dialoge mit der Öffentlichkeit zu führen. Oft wird dieser Begriff gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Im September habe ich auf dem Symposium für Wissenschaftskommunikation einen Vortrag zum Thema Blogs als Instrumente der Wissenschaftskommunikation <a href="/2008/09/25/wissenschaft-im-dialog-welche-rolle-spielen-blogs/">gehalten</a>. Jetzt ist die ausführliche Tagungsdokumentation erschienen. <a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/wissenschaftskommunikation/forum-wissenschafts-brkommunikation/dokumentation/lessmoellen-zotta-streier-koehler-charisius.html">Dort findet</a> man auch eine gute Zusammenfassung meines Vortrags.</p>
<p>Ein zentraler Punkt ist für mich die Möglichkeit, mit Wissenschaftsblogs Dialoge mit der Öffentlichkeit zu führen. Oft wird dieser Begriff gerade im Bereich der Wissenschaftskommunikation falsch verstanden, so dass schon das allgemeinverständliche Umformulieren wissenschaftlicher Forschungsergebnisse als Dialog bezeichnet wird. Ist es aber noch lange nicht.</p>
<p>Dialog bedeutet nämlich nicht nur die Ansprache eines Publikums, sondern auch</p>
<ul>
<li>diesem Publikum <strong>zuzuhören</strong>, also zum Beispiel Blogs und Foren zu lesen, in denen über mein wissenschaftliches Fachgebiet oder meine wissenschaftliche Organisation, ganz gleich ob Forschungsinstitut, Universität oder Fördereinrichtung, gesprochen wird,
<li>dieses Publikum und seine Kommunikationen zu <strong>verstehen</strong>, also nicht nur zu registrieren, dass ein Thema in den sozialen Medien eine Rolle spielt, sondern dahinter blicken, welche Bedeutungen damit assoziiert werden und auch welche Personen es sind, die sich darüber austauschen und dann vor allem
<li>mit dem Publikum zu <strong>sprechen</strong>. Nicht an das Publikum, sondern mit dem Publikum. Das heißt: Fragen auf Twitter beantworten, bei Bedarf Links zu vertiefendem Material zu schicken. Noch schwieriger, aber ebenso wichtig:
<li>als <strong>authentische Person</strong> auftreten. Wissenschaft ist kein anonymer Prozess, sondern wird von Menschen gemacht. Gerade im Fall von <em>social media</em> ist es möglich und wichtig eine eigene Stimme zu entwickeln, die sich nicht wie eine Pressemitteilung liest und auch nicht wie eine Vorlesung, sondern wie ein nettes Gespräch in der Kaffeepause einer Tagung.
</ul>
<p>Dann zeigt sich, wie ernst es die wissenschaftlichen Organisationen mit dem Dialog meinen. Geht es nur darum, sich und der eigenen Organisation durch ein möglichst breites kommunikatives Sperrfeuer einen Platz im Diskurs zu besetzen? Oder besteht ein echtes Interesse daran, mit der Außenwelt in ein Gespräch einzusteigen? Ich sehe <em>social media</em> wie Blogs, Foren, Twitter und Social Networks hier als eine Art <strong>Lackmustest für die Dialogfähigkeit der Wissenschaft</strong>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Macht Google klug?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/10/20/macht-google-klug/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 07:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[gary small]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[nicholas carr]]></category>
		<category><![CDATA[spiegel]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie titelte der Spiegel doch Anfang August so schön: &#8220;Macht das Internet dumm?&#8221; Viele Weblogautoren hatten sehr schnell eine plausible Antwort auf diese Frage parat: &#8220;Nein, nur Spiegelautoren bei der Suche nach einem griffigen Titel&#8221;, denn die Nähe zu Nicholas Carrs Frage &#8220;Is Google Making Us Stupid?&#8221; im Atlantic war einfach zu frappierend. Eine Forschergruppe [...]]]></description>
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<p><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/healthphoto-prv.jpg"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/healthphoto-prv.jpg" alt="Gehirnaktivität" title="Gehirnaktivität" width="500" height="226" class="size-full wp-image-723" /></a>Wie titelte der Spiegel doch Anfang August so schön: &#8220;Macht das Internet dumm?&#8221; Viele <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1885">Weblogautoren</a> hatten sehr schnell eine plausible Antwort auf diese Frage parat: &#8220;Nein, nur Spiegelautoren bei der Suche nach einem griffigen Titel&#8221;, denn die Nähe zu Nicholas Carrs Frage &#8220;Is Google Making Us Stupid?&#8221; im <a href="http://www.theatlantic.com/doc/200807/google">Atlantic</a> war einfach zu frappierend.</p>
<p>Eine Forschergruppe um Gary Small im <a href="http://www.npi.ucla.edu/">Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior</a> der UCLA haben diese Frage nun <a href="http://www.newsroom.ucla.edu/portal/ucla/ucla-study-finds-that-searching-64348.aspx">etwas näher untersucht</a> (siehe dazu auch Smalls Buch &#8220;<a href="http://www.harpercollins.com/books/9780061716126/iBrain/index.aspx">iBrain: Surviving the Technological Alteration of the Modern Mind</a>&#8220;). In einem Experiment wurde die Hirnaktivität von 24 Testpersonen zwischen 55 und 76 untersucht &#8211; die eine Hälfte mit Interneterfahrung, die andere ohne. </p>
<p>Als die Probanden ein Buch lesen sollten, zeigten sich keine nennenswerten Unterschiede in der durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FMRI">funktionellen Magnetresonanztomographie</a> gemessenen Hirnaktivität, bei der Internetsuche hingegen schon. Dazu Small:</p>
<blockquote><p>
Our most striking finding was that Internet searching appears to engage a greater extent of neural circuitry that is not activated during reading — but only in those with prior Internet experience.
</p></blockquote>
<p>Er interpretiert dies einen Hinweis darauf, dass Googlen eine komplexe Aktivität ist, die dazu in der Lage ist, Verbindungen im Gehirn zu verbessern. Also: <strong>Lebenslanges Lernen mit Google</strong>?</p>
<p>Bei allen Vorbehalten, was die Interpretation von Gehirnaktivität betrifft oder die Zahl der Teilnehmer, macht dieses Ergebnis doch Hoffnung, dass der Spiegel-Redaktion mit etwas mehr Zeit im Internet so etwas wie der erwähnte Spiegel-Titel nicht mehr vorkommen wird.</p>
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		<item>
		<title>Wissenschaft im Dialog &#8211; welche Rolle spielen Blogs?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/09/25/wissenschaft-im-dialog-welche-rolle-spielen-blogs/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/09/25/wissenschaft-im-dialog-welche-rolle-spielen-blogs/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 12:30:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[scienceblogs]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob eine Konferenz gut ist oder nicht, merkt man eigentlich sehr schnell an den Gesprächen in den Pausen oder beim gemeinsamen Abendessen. Im Fall des ersten Symposiums zur Wissenschaftskommunikation, die von der Initiative &#8220;Wissenschaft im Dialog&#8221; gestern und heute veranstaltet wurde, ist mir sehr schnell klar geworden: Selten habe ich mit so vielen Leuten gesprochen, [...]]]></description>
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<p>Ob eine Konferenz gut ist oder nicht, merkt man eigentlich sehr schnell an den Gesprächen in den Pausen oder beim gemeinsamen Abendessen. Im Fall des ersten Symposiums zur Wissenschaftskommunikation, die von der Initiative &#8220;Wissenschaft im Dialog&#8221; gestern und heute veranstaltet wurde, ist mir sehr schnell klar geworden: Selten habe ich mit so vielen Leuten gesprochen, die das Gefühl vermittelten, am Anfang von etwas neuem zu stehen. Das Thema Wissenschaftsdialog scheint sich zu einem absoluten Renner zu entwickeln.</p>
<p>Eigentlich ist die Idee schon recht alt. Am Anfang stand ein <a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/de/wir-ueber-uns/memorandum.html#c478">Memorandum</a> (1999) der Wissenschaftsstiftungen und -organisationen in Deutschland, das die Rolle der allgemeinverständlichen Kommunikation von Wissenschaft ganz klar in den Mittelpunkt rückte. Darin stehen Dinge wie:</p>
<blockquote><p>
In Abstimmung mit den wissenschaftsfördernden Einrichtungen des Bundes und der Länder, der Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik wird ein den einzelnen Institutionen angemessenes Anreizsystem entwickelt, das geeignet ist, Belohnungen für diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Aussicht zu stellen, die sich aktiv im Dialog mit der Öffentlichkeit engagieren. Das Engagement für diesen Dialog darf dem wissenschaftlichen Ruf nicht abträglich sein, es sollte zu einem zusätzlichen Merkmal wissenschaftlicher Reputation werden.
</p></blockquote>
<p>Oder wie das folgende:</p>
<blockquote><p>
Die Würdigung von Leistungen im Dialog mit der Öffentlichkeit soll im Rahmen der internen und externen Begutachtung bzw. Evaluation zusätzlich zur Würdigung der wissenschaftlichen Leistung erfolgen. Geeignete Formen der Anerkennung sollen entwickelt werden.
</p></blockquote>
<p>klingen auch nach fast zehn Jahren noch revolutionär. Aber, wenn man sich ausführlich mit den Wissenschaftskommunikatoren aus Universitäten, Stiftungen, Museen und diversen Initiativen unterhält, wird schnell deutlich, dass sich hier gerade jetzt sehr viel verändert. Die Zeiten, in denen Professoren ihre Interviews in TV und Print bewusst einschränken mussten, um ihre wissenschaftliche Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen, scheint allmählich überwunden. Nicht in allen Disziplinen &#8211; die Geistes- und Sozialwissenschaften scheinen hier den Natur- und Technikwissenschaften noch etwas hinterherzuhinken. Aber auch hier gibt es Bewegung.</p>
<p>Für mich das schönste Beispiel ist das Aufblühen von Wissenschaftsblogs in den unterschiedlichsten Bereichen. Allen gemeinsam ist jedoch die Betonung von dialogischen Elementen. Vilém Flusser hat sehr plausibel zwischen diskursiven Kommunikationsstrukturen, die auf der möglichst unverfälschten Weitergabe von Informationen beruht, und der dialogischen Kommunikation, in der die Partner ihre Informationen zusammenbringen, um etwas Neues daraus zu schaffen, unterschieden. Wissenschaft im Dialog heißt, das ist heute in vielen Vorträgen deutlich geworden, mehr als nur Wissenschaftskommunikation oder <em>public understanding of science</em>.</p>
<p>Das Ziel sollte sein, die Öffentlichkeit in den Prozess der Wissenschaft zu involvieren &#8211; was natürlich je nach Fachgebiet unterschiedlich aussehen kann -, und Blogs ebenso wie <a href="http://blog.metaroll.de/2008/08/11/ich-habe-die-zukunft-der-nachrichten-gesehen/">Microblogs</a> stellen für mich ein vielversprechendes Werkzeug für diesen Zweck dar:</p>
<ul>
<li>Blogs sind <strong>authentischer</strong>: In Blogs schreibt man anders als in Journals. Näher an der Person, weniger ausführlich und häufig auch offener. Mit Blogs kann man auch Institutionen ein Gesicht geben, die bislang in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt waren.
<li>Blogs sind <strong>dialogisch</strong>: Die Leser oder Zuschauer müssen nicht passiv bleiben, sondern können Fragen stellen, auf weitere Informationen verweisen und mit anderen diskutieren. Blogs forden zum Engagement auf.
<li>Blogs sind <strong>unmittelbarer</strong>: Spannende Experimente lassen sich mit Blogs und noch besser mit Microblogs in Tickertempo miterleben. Aber im Unterschied zum Ticker, der immer one-to-many funktioniert, kann hier ein echter Austausch funktionieren. Eines der schönsten Beispiele ist für mich nach wie vor der <a href="http://twitter.com/marsphoenix">Mars-Phoenix-Twitteraccount</a>.
<li>Blogs sind <strong>offener</strong>: Auch die Wissenschaftsblogger können Fragen stellen. Fragen sind als Format für Wissenschaftskommunikationen unterrepräsentiert. Publiziert werden meistens nur die Antworten. Auch Misserfolge können in Blogs auf informelle Weise vorgestellt und diskutiert werden. Den gewaltigen Bias aller bisherigen Wissenschaftskommunikationen in Richtung gelungene Experimente und bestätigte Hypothesen ist legendär.
<li>Blogs erreichen <strong>jüngere Zielgruppen</strong>: Nachwuchssicherung in der Wissenschaft ist eines der wichtigsten Ziele der Organisationen. Blogs erreichen eine jüngere Zielgruppe als Wissenschaftsmagazine.
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Woher kommen die Nutzer?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/09/25/woher-kommen-die-nutzer/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 08:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[dfg]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich bei Turi2 folgendes Zitat von Manfred Hasenbeck (Burda-Yukom) gelesen: Sie können heute die schönsten medialen Weihnachtsbäume ins Netz stellen. Wenn der Rezipient nicht weiß, dass es sie gibt, wird er sie nicht finden. Ganz ähnliche Kommentare habe ich in den letzten Tagen auch immer gehört, wenn es um die Produktion neuer, zum [...]]]></description>
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<p>Gerade habe ich bei <a href="http://turi-2.blog.de/2008/09/25/heute2-ard-zdf-bauer-4776437">Turi2</a> folgendes Zitat von Manfred Hasenbeck (Burda-Yukom) gelesen:</p>
<blockquote><p>
Sie können heute die schönsten medialen Weihnachtsbäume ins Netz stellen. Wenn der Rezipient nicht weiß, dass es sie gibt, wird er sie nicht finden.
</p></blockquote>
<p>Ganz ähnliche Kommentare habe ich in den letzten Tagen auch immer gehört, wenn es um die Produktion neuer, zum Teil crossmedialer Angebote der Wissenschaftskommunikation geht: &#8220;Was ist denn, wenn wir mit großem Aufwand tolle Filme über Wissenschaftler herstellen, und dann findet diese Filme niemand im Netz?&#8221;</p>
<p>Der Denkfehler liegt darin, dass es gar nicht so sehr darum geht, dass die Rezipienten (hoffentlich landet dieses Schimpfwort zusammen mit dem Konsumenten auf dem diskursiven Müllhaufen) selbst diese Inhalte finden. Natürlich guckt der normale Nutzer nicht täglich auf die Seiten der <a href="http://www.dfg.de/">Deutschen Forschungsgemeinschaft</a>, um nachzusehen, ob es da womöglich <a href="http://dfg-science-tv.de/">neue Multimediainhalte</a> gibt. Was für eine seltsame Vorstellung.</p>
<p>Nutzer suchen nach Themen. Die meisten suchen auf Google. Deshalb gilt: Wenn die Inhalte gut sind und über Suchmaschinen wie Google gut auffindbar sind (also gut verschlagwortet), dann werden sie gefunden. Wenn ich meine Angebote im Deep Web verstecke, brauche ich mich nicht wundern, dass sie nicht gefunden werden.</p>
<p>Also: stellt eure schönen medialen Weihnachtsbäume ins Netz, sorgt dafür, dass Google damit etwas anfangen kann. Wenn die Inhalte gut sind, dann werden die Nutzer auch kommen.</p>
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		<title>Wissenschaftkommunikation und Mediendialog</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/09/16/wissenschaftkommunikation-und-mediendialog/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 08:57:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[dialog]]></category>
		<category><![CDATA[diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[scienceblogs]]></category>
		<category><![CDATA[wid2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Nächste Woche geht&#8217;s nach Bremerhaven, um dort in einem Workshop des Symposiums der Initiative &#8220;Wissenschaft im Dialog&#8221; etwas zum Thema Wissenschaftsbloggen zu erzählen. Das Programm für meinen Input sieht in etwa so aus: Die Zeichen stehen auf Öffnung. Public Understanding of Science, Wissenschaftskommunikation oder Wissenschaftsmündigkeit &#8211; mit Schlagworten wie diesen wird gerade in den letzten [...]]]></description>
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<p><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/09/faust.jpg"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/09/faust.jpg" alt="" title="Faust" class="alignright size-thumbnail wp-image-609" /></a>Nächste Woche geht&#8217;s nach Bremerhaven, um dort in einem Workshop des <a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/wissenschaftskommunikation/forum-wissenschaftskommunikation/programm.html">Symposiums</a> der Initiative &#8220;Wissenschaft im Dialog&#8221; etwas zum Thema Wissenschaftsbloggen zu erzählen. Das Programm für meinen Input sieht in etwa so aus:</p>
<blockquote><p>
Die Zeichen stehen auf Öffnung. Public Understanding of Science, Wissenschaftskommunikation oder <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2008/03/15/ein-pladoyer-fur-eine-wissenschaftsmundige-gesellschaft/">Wissenschaftsmündigkeit</a> &#8211; mit Schlagworten wie diesen wird gerade in den letzten Jahren immer stärker eine Wissenschaft gefordert, die nicht nur forscht, sondern auch kommuniziert, ja gar in einen Dialog mit der Öffentlichkeit tritt. Die Wissenschaftler sollen also endlich ihre Alchemistenlabors verlassen und der Welt mitteilen, was sie tun und was das für die Gesellschaft bedeutet.</p>
<p>Sind Blogs als typische <a href="/2008/04/14/blogs-als-diskurs-und-dialogmedien/">dialogische Medien</a> der Königsweg zu diesem Ziel? Wie lassen sich Blogs für die interne und externe, formelle und informelle Wissenschaftskommunikation einsetzen? Welche Arten <a href="/2008/03/21/prof-dr-wordpress/">wissenschaftlicher Blogs</a> sind tatsächlich in der freien Wildbahn (in erster Linie der deutschsprachigen Blogosphäre) zu beobachten? Wo liegen die spezifischen Vorteile von Weblogkommunikationen und welche Herausforderungen für Öffentlichkeit und Wissenschaft sind damit verbunden?</p>
<p>In meinem Referat werde ich versuchen, einige Antworten auf diese Fragen vorzustellen &#8211; verbunden mit einigen praktischen Anregungen, das Wissenschaftsbloggen selbst einmal auszuprobieren.
</p></blockquote>
<p>Sehr gut gefällt mir, dass es nicht nur um das übliche <em>public understanding of science</em> einer erwachsenen Öffentlichkeit geht, sondern dass die Veranstalter Wissenschaftskommunikation bereits im Kindergarten beginnen lassen. Ich glaube, dass wir mehr derartige ganzheitliche, lebenslange Herangehensweisen benötigen.</p>
<p>Warum sollte man nicht auch schon in der Grundschule anfangen, mit den Schülern über den Umgang mit sozialen Medien zu sprechen? Dabei könnten nicht nur die Schüler einen Eindruck von den Möglichkeiten aber auch Gefahren der digitalen Werkzeuge (SchülerVZ, Wikipedia, ICQ etc.) erlangen, die sie sowieso nahezu täglich verwenden. Auch die Lehrer könnten ein realistisches Bild davon bekommen, wie das Aufwachsen in einer hochmedialisierten Gesellschaft aussieht. <a href="http://vlog.rheingold.com/">Howard Rheingold</a> scheint sich gerade intensiv mit diesen Fragen zu befassen &#8211; ich bin gespannt, welche Ideen zu einer <em>Lebenslangen Medienpädagogik</em> oder vielleicht besser: einem <em>Lebenslangen Mediendialog</em> noch alle auftauchen werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit kollegialen Grüßen &#8230;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/18/mit-kollegialen-gruessen/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/06/18/mit-kollegialen-gruessen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 09:49:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[off-print]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[professoren]]></category>
		<category><![CDATA[ritual]]></category>
		<category><![CDATA[sonderdruck]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade eben habe ich von der Post ein Päckchen mit einem Stapel Sonderdrucke meines Aufsatzes über &#8220;Amtliche Statistik, Sichtbarkeit und die Herstellung von Verfügbarkeit&#8221; (DOI: 10.1007/s11609-008-0005-8) bekommen, dem aktuellen Berliner Journal für Soziologie abgedruckt wurde. Es handelt sich bei diesem Medium (Fachbezeichnung: Separatum) mit Sicherheit um eine aussterbende Art. Da die Aufsätze sowieso für die [...]]]></description>
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<p>Gerade eben habe ich von der Post ein Päckchen mit einem Stapel Sonderdrucke meines Aufsatzes über &#8220;<a href="http://www.springerlink.com/content/007g53140524r518/">Amtliche Statistik, Sichtbarkeit und die Herstellung von Verfügbarkeit</a>&#8221; (<a href="http://dx.doi.org/10.1007/s11609-008-0005-8">DOI: 10.1007/s11609-008-0005-8</a>) bekommen, dem aktuellen Berliner Journal für Soziologie abgedruckt wurde. Es handelt sich bei diesem Medium (Fachbezeichnung: Separatum) mit Sicherheit um eine aussterbende Art. Da die Aufsätze sowieso für die Onlineausgaben der Zeitschriften ins PDF-Format umgewandelt werden, wenn sie nicht schon in diesem Format gedruckt wurden, ist es viel günstiger und praktischer, Sonderdrucke als digitale Dokumente zu verschicken. Spätestens wenn der letzte Soziologie-Professor einen Email-Account besitzt, wird sich das wohl durchsetzen.</p>
<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3260/2589856452_b8f3a46b35.jpg" class="center" align="center" /></p>
<p>Die Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonderdruck">definiert</a> den Sonderdruck wie folgt:</p>
<blockquote><p>
Sonderdrucke oder Separata sind die Einzeldrucke eines Zeitschriftenartikels oder eines Beitrags in einem Sammelband. Sie dienen dem Autor (den Autoren) als Belegexemplar und zum Versand an interessierte Fachkollegen.
</p></blockquote>
<p>Der Schluss dieser Definition verweist jedoch auf die eigentliche Bedeutung des Sonderdrucks als akademischen Ritualgegenstand. Durchforstet man die Nachlässe von Professoren, so findet sich dort zumeist ein großer Stapel von vergilbten Sonderdrucken, die befreundete &#8211; oder befeindete &#8211; Peers ihnen zugeschickt haben. Meist findet sich dabei noch eine darangeheftete Visitenkarte oder ein handschriftlicher Vermerk à la &#8220;mit kollegialen Grüßen&#8221;. Dieser symbolische Überschuss lässt sich freilich mit den digitalen Nachfolgern des Sonderdrucks nicht auffangen. Insofern handelt es sich bei den momentan noch versandten Sonderdrucken um eine Art Luxusobjekt, einen Gegenstand aus einer zunehmend verblassenden Symbolwelt.</p>
<p>Wer unter den Leserinnen dieses Blogs &#8211; eines fast schon zu digitalen Mediums &#8211; einmal in den Genuss eines mit handschriftlichen kollegialen Grüßen versehenen Sonderdrucks kommen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Ein guter Kommentar zu diesem Beitrag genügt, und ich führe dreimal diesen alten akademischen Ritus des &#8220;Sonderdruck-Zueignens&#8221; aus.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Workshop zur Twitterforschung auf der Netnography08</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/13/workshop-zur-twitterforschung-auf-der-netnography08/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 21:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ethnographie]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[münchen]]></category>
		<category><![CDATA[netnography]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Hinweis in eigener Sache. Ich wurde gefragt, ob ich anlässlich der Münchener Tagung &#8220;Netnography08&#8221; am 12. Juni etwas zu aktuellen Entwicklungen in der Welt der Communities, Foren, Blogs und Online-Portale erzählen möchte. Da ich mich gerade sowieso mit diesem Thema auseinandersetze und zu gerne einmal den Doyen der Internetethnographie und begeisterten Blogger Robert Kozinets [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/netnography_logo_green.png" alt="" title="netnography_logo_green" width="500" class="center" /><br />
Ein Hinweis in eigener Sache. Ich wurde gefragt, ob ich anlässlich der Münchener Tagung &#8220;<a href="http://www.netnographyinsights.com/">Netnography08</a>&#8221; am 12. Juni etwas zu aktuellen Entwicklungen in der Welt der Communities, Foren, Blogs und Online-Portale erzählen möchte. Da ich mich gerade sowieso mit diesem Thema auseinandersetze und zu gerne einmal den Doyen der Internetethnographie und begeisterten Blogger <a href="http://kozinets.net/">Robert Kozinets</a> live erleben möchte, habe ich zugesagt, einen Workshop zum Thema &#8220;Twitter als (n)etnographisches Feld&#8221; abzuhalten.</p>
<p>Denn spätestens seit Anwendungen wie dem wunderbaren Emotool <a href="http://twistori.com/">Twistory</a>, den diversen Buzz-Maßen wie <a href="http://twist.flaptor.com/">Twist</a> oder seit Mario Scheuermanns <a href="http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=2287">kurzen Analysen</a> von Weinsorten-Tweets ist mir klargeworden, was für eine faszinierende Datenquelle das Gezwitscher der mittlerweile über eine Million Twitternutzer &#8211; mich eingeschlossen, siehe <a href="http://twitter.com/furukama">twitter.com/furukama</a> &#8211; darstellt. In meinem <a href="http://www.netnographyinsights.com/?page_id=4">Workshop</a> werde ich je nach Vorwissen der Teilnehmer einen kurzen Überblick über Twitter geben (und bei der Gelegenheit hoffentlich noch einige zur Konversion bewegen können) und anschließend ein paar Gedanken und praktische Beispiele zur Twitter-Ethnographie präsentieren &#8211; ich bin zwar nur Nebenfach-Ethnologe, aber trotzdem.</p>
<p>Natürlich dürfen auch <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/99">ethische Erwägungen</a> nicht zu kurz kommen, denn man hat es hier schließlich zum Teil mit recht persönlichen Äußerungen zu tun. Hier gilt es, die üblichen ethnographischen Standards &#8211; zum Beispiel Offenlegung der eigenen Ziele, Anonymisierung der Äußerungen, Rückkopplung der Ergebnisse an die Befragten &#8211; ernst zu nehmen. Wer Lust hat, sich mit mir zum Thema angewandte Twitterforschung auszutauschen, sollte sich den 12. Juni schon einmal vormerken &#8211; oder am besten gleich anmelden, denn bis Donnerstag gilt noch der <a href="http://www.netnographyinsights.com/?page_id=3">Frühbuchertermin</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogclouds: Die dynamischsten Wissenschaftsblogs II/08</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/11/blogclouds-die-dynamischsten-wissenschaftsblogs-ii08/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/05/11/blogclouds-die-dynamischsten-wissenschaftsblogs-ii08/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 May 2008 08:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogcloud]]></category>
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		<category><![CDATA[dynamik]]></category>
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		<category><![CDATA[technorati]]></category>
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		<description><![CDATA[Blogcharts überall: Die Deutschen Blogcharts wurden aktualisiert (was diesem Blog den erfreulichen 100. Platz einbrachte), die Wissenschaftsblog-Charts des Wissenschafts-Cafés gibt es in einer neuen Ausgabe und auch die Medienblogcharts wurden auf den jüngsten Stand gebracht (unter dem schönen, wenn auch nicht ganz zutreffenden Titel &#8220;Bloggerland scheint ausgebrannt&#8220;. Deshalb hier ebenfalls ein Blick auf die aktuellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Blogcharts überall: Die <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">Deutschen Blogcharts</a> wurden aktualisiert (was diesem Blog den erfreulichen 100. Platz einbrachte), die <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/blogportal/2008/05/wissenschaftsblog-charts-052008/">Wissenschaftsblog-Charts</a> des Wissenschafts-Cafés gibt es in einer neuen Ausgabe und auch die Medienblogcharts wurden auf den jüngsten Stand gebracht (unter dem schönen, wenn auch nicht ganz zutreffenden Titel &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/05/05/medienblogcharts-bloggerland-scheint-ausgebrannt/">Bloggerland scheint ausgebrannt</a>&#8220;. Deshalb hier ebenfalls ein Blick auf die <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-wissenschaftsblogs/">aktuellen Veränderungen in der Blogdynamik</a>.</p>
<p><small>Kurze Erklärung: Diese Blogclouds zeigen den Zuwachs der Verlinkungen (gemessen durch <a href="http://technorati.com">Technorati</a>) in den letzten 30 bzw. 7 Tagen. Dabei handelt es sich um den absoluten Zuwachs, das heißt: wenn ein Blog von 2 auf 12 Punkte klettert wird das genauso gewertet als ein Blog, das von 202 auf 212 Punkte wächst. Junge Blogs haben dadurch einen leichten Vorteil, da sie nur zulegen können, denn Technorati misst die Links innerhalb von sechs Monaten. Erst mit einem Alter von mehr als sechs Monaten können Blogs Links verlieren. Je größer der Name des Blogs in der Blogcloud, desto größer der absolute Zuwachs.</small></p>
<p>Hier die aktuelle Blogcloud der Wissenschaftsblogs:</p>
<h4>Die 25 dynamischsten Wissenschaftsblogs (30 Tage)</h4>
<div width=90% style="text-align: justify; padding:3px; border:thin solid blue;">
<span style="white-space:nowrap; font-size:10pt"><a href="http://blog-de.scholarz.net/"> scholarz.blog</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:12pt"><a href="http://blog.kooptech.de/">KoopTech </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:21pt"><a href="http://blog.metaroll.de/">viralmythen</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://blog.moskaliuk.com/">Johannes Moskaliuk</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:12pt"><a href="http://blogs.fu-berlin.de/jfkpol/">The State of American Democracy </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:10pt"><a href="http://evilunderthesun.blogspot.com/">*Evil under the Sun*</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:10pt"><a href="http://markeninstitut.wordpress.com/"> Commercial Communities</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://sinnmacherblog.supersized.org/">Sinnmacherblog </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:10pt"><a href="http://www.hardbloggingscientist.de/">hardblogging </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.kooperationssysteme.de/">Kooperationssysteme (CSCM)</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.loveitorchangeit.com/">LOVE it or CHANGE it . com</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.media-ocean.de/">media-ocean </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:12pt"><a href="http://www.schmidtmitdete.de/">Schmidt mit Dete</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/andere-bildung/">Die andere Bildung</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/">Frischer Wind</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:12pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/">Geograffitico</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/kunst-en-blog/">Kunst-en-Blog</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/">Mahlzeit</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:14pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/medlog/">Medlog</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:12pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/">Neurons</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/">Hinterm Mond gleich links</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:12pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/">WeiterGen</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:15pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/zahlenbilder/">Zahlenbilder</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:14pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/">zoon politikon</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Wissenswerkstatt</a></span>
</div>
<p>Viel hat sich nicht geändert in den letzten zwei Wochen. Die meisten Blogs sind also auf ihrem Wachstumskurs geblieben. Neu dabei ist das <a href="http://blog-de.scholarz.net/">Scholarz-Blog</a>, das Begleitblog zu einer an der Uni-Würzburg entwickelten Forschungs-Social-Software. <a href="http://blog.metaroll.de">Dieses Blog</a> hier hat ebenfalls ein deutliches Wachstum hingelegt. Ansonsten setzt sich die Blogcloud immer noch zur Hälfte aus Scienceblogs zusammen, die eine wachsende Aufmerksamkeit in der Blogosphäre auf sich ziehen konnten. In den letzten 30 Tagen hat die gesamte Subblogosphäre der Wissenschaftsblog weiter zugelegt und 603 Links dazugewonnen (fast 15 Prozent).</p>
<p>Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man nur die Entwicklungen der letzten sieben Tage betrachtet:</p>
<h4>Die 25 dynamischsten Wissenschaftsblogs (7 Tage)</h4>
<div width=90% style="text-align: justify; padding:3px; border:thin solid blue;">
<span style="white-space:nowrap; font-size:17pt"><a href="http://blog.kooptech.de/">KoopTech </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:19pt"><a href="http://blog.metaroll.de/">viralmythen</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:21pt"><a href="http://blog.moskaliuk.com/">Johannes Moskaliuk</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://cspannagel.wordpress.com/"> chrisp’s virtual comments</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:15pt"><a href="http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/denkarium/">e-Denkarium </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/randnotizen/">Randnotizen </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://sinnmacherblog.supersized.org/">Sinnmacherblog </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://tagwerke.twoday.net/">Tagwerke</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:15pt"><a href="http://technikforschung.twoday.net/">Kulturwissenschaftliche Technikforschung</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.geschichtspuls.de/">Geschichtspuls</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:17pt"><a href="http://www.informelles-lernen.de/blog/">Informeller Blog</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.jakoblog.de/">Jakoblog</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:17pt"><a href="http://www.kooperationssysteme.de/">Kooperationssysteme (CSCM)</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:15pt"><a href="http://www.loveitorchangeit.com/">LOVE it or CHANGE it . com</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://www.mandyschiefner.ch/blog/">education &#038; media</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:15pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/andere-bildung/">Die andere Bildung</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/">Frischer Wind</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/">Mahlzeit</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/">Neurons</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/">WeiterGen</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:17pt"><a href="http://www.scienceblogs.de/zahlenbilder/">Zahlenbilder</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"><a href="http://www.tschlotfeldt.de/elearning-blog/">E-Learning-Blog</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"><a href="http://www.wikipedistik.de/">Wikipedistik </a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:17pt"><a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/">KlimaLounge</a></span> <span style="white-space:nowrap; font-size:15pt"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Wissenswerkstatt</a></span>
</div>
<p>In diesem Zeitabschnitt haben andere Blogs wie zum Beispiel das Weiterbildungsblog &#8220;<a href="http://www.informelles-lernen.de/blog/">Informelles Lernen</a>&#8220;, das Blog der &#8220;<a href="http://www.kooperationssysteme.de/blog/">Forschungsgruppe Kooperationssysteme</a>&#8221; der Bundeswehruniversität Neubiberg, die <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/">Klimalounge</a>, die soeben durch eine spektakuläre <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-05-08/die-klimawette">Wette</a> <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/09/klimawette-duell-der-klimaforscher-kurzknapp-35/">Aufsehen erregt hat</a>, sowie die <a href="http://technikforschung.twoday.net/">Kulturwissenschaftliche Technikforschung</a>. Vielleicht schaffen es ja einige dieser Blogs ihr Moment auch in die Monatswertung einzubringen.</p>
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		<title>Wissenschaftsblogs &#8211; eine Erfolgsgeschichte</title>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 10:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine weitere interessante Maßzahl kann nun über die metaroll-Channels abgerufen werden: die quantitative Entwicklung der Technorati-Authority eines Channels bzw. einer Subblogosphäre. Was bedeutet das? Während über die Sparklines der einzelnen Blogs abgelesen werden kann, ob ein Blog in den letzten 30 Tagen Links dazugewonnen oder verloren hat, kann man mit der neuen Maßzahl Aussagen über [...]]]></description>
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<p>Eine weitere interessante Maßzahl kann nun über die metaroll-Channels abgerufen werden: die quantitative Entwicklung der <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/06/23/wie-funktioniert-der-technorati-linkcount/">Technorati-Authority</a> eines Channels bzw. einer Subblogosphäre. Was bedeutet das? Während über die <a href="http://www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=0001OR&#038;topic_id=1">Sparklines</a> der einzelnen Blogs <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-wissenschaftsblogs/">abgelesen</a> werden kann, ob ein Blog in den letzten 30 Tagen Links dazugewonnen oder verloren hat, kann man mit der neuen Maßzahl Aussagen über eine gesamte Subblogosphäre treffen, z.B. über die Wissenschafts-, Medien-, Karriere- oder Foodblogs. Diese Angaben findet man ganz unten auf den Channelseiten, direkt über der dynamischen Blogcloud:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/metaroll_gesamtauthority.png" alt="" title="metaroll_gesamtauthority" width="450" height="73" class="center" align="center" /></p>
<p>Die 282 in der metaroll verzeichneten <a href="http://www.metaroll.de/science"><strong>Wissenschaftsblogs</strong></a> haben im Beobachtungszeitraum <strong>637 neue Links</strong> dazugewinnen können. Wobei es sich hier um den Nettozugewinn handelt, denn im selben Zeitraum gab es selbstverständlich auch Verluste, die jedoch in der Zahl schon berücksichtigt sind. Die Wissenschaftsblogosphäre hat damit <strong>um fast 16 Prozent zugelegt</strong>. Ein ziemlich beachtliches Ergebnis, insbesonders wenn man es im Vergleich mit den anderen Subblogosphären betrachtet.</p>
<p>Denn die 79 verzeichneten <a href="http://www.metaroll.de/media"><strong>Medienblogs</strong></a> haben im selben Zeitraum sogar 176 Links verloren. Ihre Technorati-Authority ist damit um fast 2 Prozent geschrumpft. Zumindest hier scheint der <a href="http://medienlese.com/2008/05/05/medienblogcharts-bloggerland-scheint-ausgebrannt/">Spruch vom ausgebrannten Bloggerland</a> einigermaßen zuzutreffen. Noch stärker hat es die 76 <a href="http://www.metaroll.de/food"><strong>Foodblogs</strong></a> getroffen. Sie mussten 158 Links abgeben, was einen Rückgang um über 3 Prozent bedeutet. Die 90 <a href="http://www.metaroll.de/job"><strong>Jobblogs</strong></a> der metaroll konnten dagegen 98 Links dazugewinnen, was ein Wachstum von knapp 3 Prozent bedeutet. Wenn man sich die Zahlen nur für die letzten sieben Tage betrachtet, bleibt der Trend ähnlich, wenn auch deutlich schwächer: Wissenschaftsblogs +2%, Medienblogs -0%, Jobblogs +2%, Foodblogs +0%.</p>
<p>Kurz: <strong>Während die Jobblogs nur leicht zugelegt haben und die Food- und Medienblogs sogar an Technorati-Authority verloren haben, haben die Wissenschaftsblogs in der letzten Zeit einen regelrechten Boom erlebt.</strong> Das hat sich dann unter anderem auch darin ausgedrückt, dass <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/22/das-erste-wissenschaftsblog-in-der-a-liste/">endlich wieder ein Wissenschaftsblog unter den Top 100 Blogs in Deutschland</a> vertreten ist.</p>
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		<title>Interview zum Wissenschaftsbloggen und zur Arbeitsgemeinschaft Social Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 19:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder [...]]]></description>
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<p>Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder um digitale Buchausgaben geht. Aber auch Blogs spielen für mich als Ideengeber eine immer wichtigere Rolle. Soweit als kurze Vorbemerkung zu dem folgenden Interview, das turi2-Mitarbeiter Peter Schwierz am Rande der re:publica mit mir <a href="http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522">geführt</a> hat.</p>
<p><a href='http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/turi22.png" alt="" title="turi22" width="441" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-475" /></a></p>
<p>Zur Arbeitsgemeinschaft Social Media geht&#8217;s übrigens <a href="http://ag-sm.de">da lang</a>.</p>
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		<title>Die 25 dynamischsten Wissenschaftsblogs</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-wissenschaftsblogs/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 16:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klar, was man für die Medienblogs machen kann, lässt sich auch für die Wissenschaftsblogs anstellen. Hier also die Blogcloud der &#8220;heißesten&#8221; Wissenschaftsblogs der deutschsprachigen Blogosphäre. Je größer der Name, desto größer das Wachstum in den letzten 30 Tagen: Die 25 dynamischsten Wissenschaftsblogs KoopTech Johannes Moskaliuk The State of American Democracy e-Learning Blog *Evil under the [...]]]></description>
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<p>Klar, <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-medienblogs/">was man für die Medienblogs machen kann</a>, lässt sich auch für die <a href="http://www.metaroll.de/science">Wissenschaftsblogs</a> anstellen. Hier also die Blogcloud der &#8220;heißesten&#8221; Wissenschaftsblogs der deutschsprachigen Blogosphäre. Je größer der Name, desto größer das Wachstum in den letzten 30 Tagen:</p>
<h4>Die 25 dynamischsten Wissenschaftsblogs</h4>
<div width=90% style="text-align: justify; padding:3px; border:thin solid blue;"><a href="http://blog.kooptech.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:11pt">KoopTech </span></a> <a href="http://blog.moskaliuk.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">Johannes Moskaliuk</span></a> <a href="http://blogs.fu-berlin.de/jfkpol/"><span style="white-space:nowrap; font-size:13pt">The State of American Democracy </span></a> <a href="http://elearningblog.tugraz.at/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">e-Learning Blog </span></a> <a href="http://evilunderthesun.blogspot.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">*Evil under the Sun*</span></a> <a href="http://markeninstitut.wordpress.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:11pt"> Commercial Communities</span></a> <a href="http://sinnmacherblog.supersized.org/"><span style="white-space:nowrap; font-size:13pt">Sinnmacherblog </span></a> <a href="http://www.loveitorchangeit.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">LOVE it or CHANGE it . com</span></a> <a href="http://www.media-ocean.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:12pt">media-ocean </span></a> <a href="http://www.schmidtmitdete.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:14pt">Schmidt mit Dete</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/andere-bildung/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">Die andere Bildung</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/"><span style="white-space:nowrap; font-size:21pt">Frischer Wind</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/"><span style="white-space:nowrap; font-size:14pt">Geograffitico</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/kunst-en-blog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:12pt">Kunst-en-Blog</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/"><span style="white-space:nowrap; font-size:15pt">Mahlzeit</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:13pt">Mathlog</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/medlog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:15pt">Medlog</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/"><span style="white-space:nowrap; font-size:15pt">Neurons</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/"><span style="white-space:nowrap; font-size:18pt">Hinterm Mond gleich links</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/"><span style="white-space:nowrap; font-size:18pt">WeiterGen</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/wissen-schafft-kommunikation/"><span style="white-space:nowrap; font-size:15pt">Wissen schafft Kommunikation</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/zahlenbilder/"><span style="white-space:nowrap; font-size:13pt">Zahlenbilder</span></a> <a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/"><span style="white-space:nowrap; font-size:14pt">zoon politikon</span></a> <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/"><span style="white-space:nowrap; font-size:11pt">Wissenschafts-Cafe</span></a> <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/"><span style="white-space:nowrap; font-size:12pt">Wissenswerkstatt</span></a> </div>
<p>Insbesondere das starke Wachstum der Scienceblogs ist bemerkenswert. Am Anfang des Monats waren viele von ihnen noch im einstelligen Authority-Bereich. Jetzt findet man sie schon unter den 25 bestplatzierten Wissenschaftsblogs. Ich bin gespannt, wie das weitergeht. Wenn jemand noch ein deutschsprachiges Wissenschaftsblog kennt, das hier fehlt &#8211; bitte in die Kommentar schreiben, ich nehme es dann möglichst bald in die Liste auf.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das einzige Wissenschaftsblog in der A-Liste</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/22/das-erste-wissenschaftsblog-in-der-a-liste/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 11:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die Wissenswerkstatt schon seit ich damit angefangen habe im tagesaktuellen metaroll-Wissenschaftschannel ganz oben anzutreffen ist, hat mein Lieblingswissenschaftsblog nun einen weiteren Sprung getan und taucht seit ein paar Tagen auch in den Deutschen Blogcharts auf: Diese Liste setzt sich zusammen aus den 100 deutschsprachigen Weblogs mit der höchsten Technorati-Authority (Verlinkung durch andere Feedmedien). Damit [...]]]></description>
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<p>Nachdem die <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Wissenswerkstatt</a> schon seit ich damit angefangen habe im tagesaktuellen <a href="http://metaroll.de/science">metaroll-Wissenschaftschannel</a> ganz oben anzutreffen ist, hat mein Lieblingswissenschaftsblog nun einen weiteren Sprung getan und taucht seit ein paar Tagen auch in den <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">Deutschen Blogcharts</a> auf:</p>
<p><a href='http://www.deutscheblogcharts.de/'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/dbc_wissenswerkstatt.png" alt="" title="dbc_wissenswerkstatt" width="500" height="46" class="center" /></a></p>
<p>Diese Liste setzt sich zusammen aus den 100 deutschsprachigen Weblogs mit der höchsten Technorati-Authority (Verlinkung durch andere Feedmedien). Damit ist es das <del datetime="2008-04-22T14:20:06+00:00">erste</del> zweite Mal einem wissenschaftlichen Weblog gelungen, in die A-Liste der deutschsprachigen Blogosphäre vorzudringen. Zwar momentan erst auf Platz 98, aber wenn ich mir die Entwicklung der letzten Zeit ansehe (die Sparkline am Anfang), ist da noch mehr drin.</p>
<p><a href='http://www.metaroll.de/science'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/metaroll_wissenswerkstatt.png" alt="" title="metaroll_wissenswerkstatt" width="500" height="38" class="center" /></a></p>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Marc!</p>
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		<item>
		<title>Email als Elitetechnologie</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/22/email-als-elitetechnologie/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 09:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einmal mehr stellt eine Studie über die Internetnutzung fest, dass es eine erhebliche digitale Spaltung gibt: Der Branchenverband BITKOM zeigt im aktuellen Webmonitor, dass die Emailnutzung deutlich von dem Bildungsgrad abhängt. Während zwei Drittel der Personen mit Abitur oder Hochschulabschluss dieses Dialogmedium nutzen, sind es bei den Realschulabsolventen nur knapp die Hälfte und unter den [...]]]></description>
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<p><a href='http://www.bitkom.org/51753_51704.aspx'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/webmonitor_0408_artikel1.jpg" alt="" width="270" height="189" class='left' align='left' /></a>Einmal mehr stellt eine Studie über die Internetnutzung fest, dass es eine erhebliche digitale Spaltung gibt: Der Branchenverband BITKOM <a href="http://www.bitkom.org/51753_51704.aspx">zeigt</a> im aktuellen Webmonitor, dass die Emailnutzung deutlich von dem Bildungsgrad abhängt. Während zwei Drittel der Personen mit Abitur oder Hochschulabschluss dieses Dialogmedium nutzen, sind es bei den Realschulabsolventen nur knapp die Hälfte und unter den Hauptschulabsolventen nur noch ein knappes Drittel. So überrascht es kaum, dass angesichts der großen Wichtigkeit von IT-Kenntnissen und der schlechten Ausstattung der deutschen Schulen eine große Bildungsinitiative gefordert wird.</p>
<p>Man sollte allerdings, ohne das Phänomen der digitalen Spaltung kleinreden zu wollen, einmal darüber nachdenken, dass auch das Diskursmedium Fernsehen in der Anfangszeit ein Elitenphänomen gewesen ist (vgl. dazu die Dissertation &#8220;<a href="http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2003/76/pdf/00000178.pdf">Fernsehen und sozialstruktureller Wandel</a>&#8221; von Rudolf Stumberger). Erst in den 1970er Jahren konnte man in Deutschland von einer Vollversorgung sprechen, in den 1950er und frühen 1960er Jahren kennzeichnete die Besitzer von Fernsehgeräten ein überdurchschnittlicher Bildungsgrad und ein relativ hohes Einkommen. Aber im Falle des Fernsehens kam es sehr schnell zu einer Umkehr: So besaßen die einkommensstärksten 12 Prozent der Bevölkerung Großbritanniens im Jahr 1947 fast die Hälfte der Fernsehgeräte, bereits sechs Jahre später standen über die Hälfte der Geräte in Haushalten der &#8220;Lower 68%&#8221; der Bevölkerung. In Deutschland fand diese Entwicklung entsprechen später statt: Zwischen 1954 und 1963 ist der Anteil der Selbständigen unter den Gerätebesitzern von 59 auf 14 Prozent gesunken, während gleichzeitig der Arbeiteranteil von 9 auf 53 Prozent gestiegen ist.</p>
<p>Insofern ist fraglich, ob wir es bei der <em>digital divide</em> im Fall von Email tatsächlich mit einem Phänomen eigener Art zu tun haben. Denkbar wäre auch eine Kombination aus den folgenden Faktoren:</p>
<ul>
<li>schichtspezifische Präferenzen und Fähigkeiten, was das freie Verfassen von Texten betrifft,
<li>ein ganz gewöhnlicher <em>lag</em> in der Diffusion von neuen Technologien
<li>das &#8220;Überspringen&#8221; der Technologie Email und eine stärkere Nutzung von Chat, IM oder Direktnachrichten in Social Networks wie SchülerVZ oder Lokalisten
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Karteileichen im MySpace-Keller</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/17/die-karteileichen-im-myspace-keller/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/17/die-karteileichen-im-myspace-keller/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 15:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[community]]></category>
		<category><![CDATA[data mining]]></category>
		<category><![CDATA[myspace]]></category>
		<category><![CDATA[onlineforschung]]></category>
		<category><![CDATA[social networks]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Tom O&#8217;Brien verweist auf ein Konferenzpaper mit den Ergebnissen einer ziemlich umfangreichen Analyse (n=1.900.000) von MySpace-Profilen, die James Caverlee und Steve Webb durchgeführt haben. Untersucht werden drei Dimensionen: Soziabilität (Wie vernetzen sich die MySpace-Nutzer untereinander?), Demographie (Alter, Geschlecht, Ort) und Sprachmodell (Wie verständigen sich die Nutzer?). Die wichtigsten Resultate in Kurzform: Aktivität: Fast die Hälfte [...]]]></description>
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<p>Tom O&#8217;Brien <a href="http://humanvoice.wordpress.com/2008/04/17/myspace-profile-mining/">verweist</a> auf ein <a href="http://www.cc.gatech.edu/~webb/Papers/Caverlee_ICWSM_2008.pdf">Konferenzpaper</a> mit den Ergebnissen einer ziemlich umfangreichen Analyse (n=1.900.000) von MySpace-Profilen, die <a href="http://faculty.cs.tamu.edu/caverlee/index.html">James Caverlee</a> und Steve Webb durchgeführt haben.</p>
<p>Untersucht werden drei Dimensionen: <strong>Soziabilität</strong> (Wie vernetzen sich die MySpace-Nutzer untereinander?), <strong>Demographie</strong> (Alter, Geschlecht, Ort) und <strong>Sprachmodell</strong> (Wie verständigen sich die Nutzer?).</p>
<p>Die wichtigsten Resultate in Kurzform:</p>
<ul>
<li><strong>Aktivität</strong>: Fast die Hälfte der untersuchten Profile waren Karteileichen (bei den Bands scheint es <a href="http://www.ajvaynerchuk.com/62-of-myspace-bands-are-inactive/">ähnlich</a> zu sein) Das macht einmal mehr deutlich, dass das simple Zählen der Profile kaum etwas über den Wert eines Social Networks aussagt.
<li><strong>Alter</strong>: Bei den jüngeren Nutzern (14-20) sind weibliche, bei den älteren (ab 20) männliche Nutzer überrepräsentiert
<li><strong>Sprache</strong>: Es gibt deutlich unterschiedliche Sprachmodelle für Nutzer unterschiedlichen Alters, Geschlechts oder Wohnorts. Das bedeutet nichts anderes als folgendes: wenn man den Sprachgebrauch untersucht, kann man falsche demographische Angaben korrigieren. Denn es dürfte deutlich schwieriger sein, seine Art zu Schreiben zu fälschen als demographische Angaben.
<li><strong>Privatsphäre</strong>: Der Anteil nicht-öffentlicher Profile nimmt zu, was die Autoren als ein gestiegenes Privacy-Bewusstsein bei den Späteinsteigern deuten.
<li><strong>Rentner aufgepasst</strong>: Nutzer, die als Alter 69 eingetragen haben, ähneln ihrem Sprachmodell verblüffend den Mittdreißigern, scheinen die Altersangabe aber als Code für bestimmte sexuelle Vorlieben zu <a href="http://www.ghastlyfop.com/blog/2008/04/analyzing-myspace-profiles.html">verwenden</a>, denn das Mittdreißiger-Sprachmodell wird hier ergänzt durch Begriffe wie &#8220;swinger&#8221;, &#8220;sex&#8221;, &#8220;night&#8221;, &#8220;a**&#8221; und &#8220;f***&#8221;. Mashable hatte auch schon einmal darüber <a href="http://mashable.com/2007/03/13/myspace-bans-searches-for-69-year-olds-due-to-sexual-connotation/">berichtet</a>.
</ul>
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