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	<title>viralmythen &#187; weblogs</title>
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		<title>Kontrollverlierer</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 21:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In formalen Organisationen passiert so etwas regelmäßig. Jemand legt sich mit den Strukturen und Prozessen der Organisation an und bekommt dafür die Rechnung. Dazu muss man keine Funktionen und Folgen formaler Organisationen gelesen zu haben, um vorhersehen zu können, dass ein Blogger, der seit kurzem bei einer großen Tageszeitung als CTRL-Verlustblogger engagiert wurde, im Ernstfall [...]]]></description>
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<p>In formalen Organisationen passiert so etwas regelmäßig. Jemand legt sich mit den Strukturen und Prozessen der Organisation an und bekommt dafür die Rechnung. Dazu muss man keine Funktionen und Folgen formaler Organisationen gelesen zu haben, um vorhersehen zu können, dass ein Blogger, der seit kurzem bei einer großen Tageszeitung als CTRL-Verlustblogger engagiert wurde, im Ernstfall eines Streits mit der <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/06/24/kontrollverlust-paradox/">Organisation</a> keine allzu guten Karten besitzt. Das hat dann auch nichts mit <a href="http://carta.info/29643/clash-der-publizistischen-kulturen-mspr0-und-faz-net/">unterschiedlichen Publikationskulturen</a> oder Dezentralität versus Zentralismus zu tun, sondern schlicht damit, wie kreativ man die Regeln, unter den man eingestellt wurde, auslegen kann, bevor es knallt.</p>
<p>Einigermaßen bemerkenswert ist allerdings doch, wie <a href="http://mspr0.de/?p=1468">dieses Ereignis</a> nun in <a href="http://www.sichelputzer.de/2010/06/24/sperren-loeschen-oder-pressefreiheit-fuer-ein-faz-blog/">anderen Blogs</a> als &#8220;eklatanter Widerspruch zur Pressefreiheit&#8221; oder besonders daneben als &#8220;<a href="https://twitter.com/sixtus/status/16944119065">Bücherverbrennung</a>&#8221; deklariert wird. Mit Pressefreiheit hat das nämlich überhaupt nichts zu tun. Pressefreiheit beschreibt nicht das Recht eines Bloggers, für seine Blogposts und nicht einmal selbstgeschossenen Fotos, eine reichweitenstarke Präsenz wie die FAZ als Bühne verwenden zu können. Pressefreiheit ist kein Recht darauf, gehört zu werden, sondern ein Abwehrrecht dagegen, zum Schweigen gebracht zu werden.</p>
<p><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2010/06/michael_untermais.jpg"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2010/06/michael_untermais.jpg" alt="" title="michael_untermais" width="333" height="333" class="aligncenter size-full wp-image-1235" /></a></p>
<p>Ist es nicht eine herrliche Ironie, dass der Gründungsherausgeber der FAZ, Paul Sethe, 1965 folgende bitterbösen Sätze geschrieben hat, die heute in keiner Journalistikvorlesung fehlen:</p>
<blockquote><p>Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten&#8230; Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.</p></blockquote>
<p>Der Witz an der Sache ist, dass genau dieser Zusammenhang 45 Jahre später nicht mehr zwangsläufig ist. Das Herstellen von Zeitungen und Zeitschriften mag immer noch einen zu großen Kapitalaufwand bedeuten, um das als Individuum stemmen zu können. Aber das Verbreiten der eigenen Meinung ist nicht mehr nur eine Frage des ökonomischen Kapitals. Jeder kann sich mit Hilfe von freien und kostenlosen Programmen wie der WordPress-Blogsoftware eine eigene Publikationsplattform schaffen und seine Meinung publizieren &#8211; &#8220;<a href="http://www.ring2.de/archives/faz-blog-der-absolute-kontrollverlust/index.php">aus einer gemütlichen Stube heraus</a>&#8220;. Das ist dann freilich noch keine Garantie dafür, dass die eigene Meinung dann auch gelesen wird, aber genau das ist auch Pressefreiheit. Im Web haben ein großer Verlag und ein einzelner Blogger wenigstens prinzipiell die gleichen Startbedingungen, ein gutes, lesenswertes Medium zu schaffen und dafür dann auch ein Publikum zu finden.</p>
<p><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2010/06/michael_untermais2.jpg"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2010/06/michael_untermais2.jpg" alt="" title="michael_untermais2" width="500" height="235" class="aligncenter size-full wp-image-1236" /></a></p>
<p>Genau an diesem Punkt wird es dann aber höchst politisch, denn dazu gehört z.B. auch, dass die Inhalte nicht aufgrund ökonomischer Erwägungen aus den wichtigen Distributions- und Informationskanälen wie Suchmaschinen, Videoplattformen, Wikis etc. herausgelöscht werden wie z.B. im Fall des Wikileaks-Videos &#8220;Collateral Damage&#8221; von Youtube geschehen. Dazu meine Slow-Media-Kollege Jörg Blumtritt, der einen &#8220;<a href="http://www.slow-media.net/virtueller-rundfunk">Virtuellen Rundfunk</a>&#8221; fordert:</p>
<blockquote><p>Eine Website, die auf Google nicht gelistet wird, existiert de facto nicht; ein Buch, dass Amazon nicht anbietet, kann man gleich wieder einstampfen; Musik, die i-tunes nicht listet, wird kaum gehört werden. Es ist höchste Zeit, dass wir – als Gesellschaft– aktiv werden, Initiative ergreifen, die Stimme erheben. Und zwar nicht, indem wir versuchen, über Regelungen und Gesetze alles in den alten Bahnen festzuzementierten (das wird ohnehin nichts bewirken). Nein, es ist vielmehr wichtig, eine aktive Rolle einzunehmen und nicht nur zu reagieren.</p></blockquote>
<p>Das Problem ist nicht der Kontrollverlust eines Bloggers gegenüber einem Unternehmen, mit dem er ein für ihn wie auch immer missverständliches <a href="http://blogbar.de/archiv/2010/06/24/ein-paar-fakten-und-personliche-worte-uber-das-bloggen-bei-der-faz/">Vertragsverhältnis</a> eingegangen ist, sondern der drohende Kontrollverlust gegenüber einer immer mächtigeren Informationsinfrastruktur, deren wesentliche Bausteine nicht in öffentlicher, sondern privater Hand sind. Da hat der alte Sethe dann doch noch seine Relevanz.</p>
<p><small>Ergänzung: Die Blogosphäre wäre eine viel interessantere Welt, wenn alle Blogger ihre Fotos selbst machen würden.</small></p>
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		<title>Reichweite oder Relevanz?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/29/2002-google-entdeckt-die-relevanz/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2008 18:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Scott Karp empfiehlt John Batelles Buch &#8220;The Search&#8221; noch einmal zur eindringlichen Lektüre und arbeitet in diesem Beitrag einen zentralen Meilenstein in der Entwicklung von Googles Werbeprogramm AdWords heraus: 2002 hat Google sein Programm zum einen in Anlehnung an Overture von einem klassischen TKM-Modell zu einem Pay-per-Click-Modell umgestellt. Damit entstand ein Auktionsmodell, in dem die [...]]]></description>
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<p>Scott Karp empfiehlt <a href="http://battellemedia.com/">John Batelles</a> Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/1591841410">The Search</a>&#8221; noch einmal zur eindringlichen Lektüre und arbeitet <a href="http://publishing2.com/2008/05/27/google-adwords-a-brief-history-of-online-advertising-innovation/">in diesem Beitrag</a> einen zentralen Meilenstein in der Entwicklung von Googles Werbeprogramm AdWords heraus: 2002 hat Google sein Programm zum einen in Anlehnung an Overture von einem klassischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tausend-Kontakt-Preis">TKM-Modell</a> zu einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pay_per_Click">Pay-per-Click-Modell</a> umgestellt.</p>
<p>Damit entstand ein Auktionsmodell, in dem die Werbetreibenden in einer Auktion um Werbeplätze bieten konnten. Damit gilt also zunächst: Wer am meisten Geld für die Klicks bietet, bekommt die größte Reichweite. Aber: Reichweite allein genügt nicht, wenn sie nicht relevant ist!</p>
<p>Denn in diesen Auktionen kann sich jeder, vorausgesetzt die finanziellen Mittel sind da, an die Spitze bieten und damit das größte Publikum erreichen. Aber wenn diese Werbung niemanden interessiert, wird sie auch nicht geklickt. Das Ergebnis: Die Anzeige wird zwar sehr oft gezeigt, der Anzeigenkunde muss jedoch für diese Reichweite nicht zahlen. Ein schlechtes Geschäftsmodell.</p>
<p>Google ist dieser Problematik jedoch aus dem Weg gegangen, in dem eine weitere Metrik in die Berechnungen mit einbezogen wurde: die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Click-Through-Rate">Click-through-Rate</a>, also das Verhältnis der tatsächlich angeklickten zur insgesamt angezeigten Werbung. Die CTR geht eher in Richtung Relevanzmaß, da dieses Maß anzeigt, wie relevant die Werbung für die Nutzer wirklich ist &#8211; was sich dann zum Beispiel in den Adklicks zeigt.</p>
<p>In diesem Fall wurde also ein Reichweitenmodell erst dann richtig erfolgreich, als es mit einem Relevanzmaß verknüpft wurde. Die Reichweite allein hätte nicht funktioniert.</p>
<p>Ich glaube, dass sich eine ähnliche Entwicklung auch anderswo, zum Beispiel im Bereich <a href="http://ag-sm.de">Social Media</a>, abspielen könnte. Auch hier wird momentan noch sehr stark mit Reichweitenmaßen gearbeitet. Die Frage, wie relevant diese Reichweiten überhaupt sind, hört man dagegen noch viel zu selten.</p>
<p>Ein schönes Beispiel <a href="http://www.socialtimes.com/2008/05/according-to-standard-metrics-social-media-just-isn%e2%80%99t-worth-it/#">bringt</a> Anthony LaFauce:</p>
<blockquote><p>
Living in DC everyone wants to get into the Washington Post. The Post has an amazing reach and finds its way into the homes of people all around the country. Is that good? Sure every client I have ever had wanted to get in the Post but it wasn’t always in their best interest.</p>
<p>So what if the Post reaches half a million people a day, are they the right people? This is where social media can really shine even with a smaller metric.
</p></blockquote>
<p>Momentan fehlen allerdings die geeigneten Indikatoren, um diesen &#8220;Glanz&#8221; der sozialen Medien entsprechend vermitteln zu können.</p>
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		<title>Interview für die Blogschau und die Parasitenthese der Blogosphäre</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/02/interview-fuer-die-blogschau-und-die-parasitenthese-der-blogosphaere/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2008 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus dem ausführlichen Gespräch über Wissenschaftsblogs, das ich am Mittwoch mit Marcus Bösch geführt habe, hat es immerhin ein Satz in die aktuelle &#8220;Blogschau&#8221; der Deutschen Welle geschafft. Dass daraus dann auch noch ein virtuelles Zwiegespräch mit Marc aus der Wissenswerkstatt geworden ist, freut mich noch viel mehr. Zugleich zeigt es doch, welche Grenzen diese [...]]]></description>
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<p>Aus dem ausführlichen Gespräch über <a href="http://metaroll.de/science">Wissenschaftsblogs</a>, das ich am Mittwoch mit Marcus Bösch geführt habe, hat es immerhin ein Satz in die <a href="http://www.dw-world.de/dw/episode/0,2144,3241863,00.html">aktuelle &#8220;Blogschau&#8221; der Deutschen Welle</a> geschafft. Dass daraus dann auch noch ein virtuelles Zwiegespräch mit Marc aus der <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Wissenswerkstatt</a> geworden ist, freut mich noch viel mehr.</p>
<p>Zugleich zeigt es doch, welche Grenzen diese Form der medialen Informationsvermittlung hat. Ganz abgesehen davon, dass aus Einzelinterviews nur mit ganz viel Glück ein wirkliches Zwiegespräch, ein Dialog, in dessen Verlauf aus einzelnen Bauteilen neue Informationen werden, zusammengestellt werden kann &#8211; das ist klar. Auch die Reaktionsmöglichkeiten sind bei Broadcastmedien selbstverständlich äußerst reduziert (obwohl man hier das Internet als Rückkanal nutzen kann).</p>
<p>Aus Sicht der Blogger ist mit am problematischsten, dass durch die mangelnde Verlinkung der Quellen deren Relevanz insgesamt nach wie vor unterschätzt wird. Auf der einen Seite ist es fast schon zu einem Grundgesetz der Blogosphäre geworden, die Inhalte, auf die man Bezug nimmt, zu verlinken. Dadurch werden pseudointelligente Aggregations- und Sortierdienste wie <a href="http://rivva.net">Rivva</a> möglich. Umgekehrt verlinken Zeitungen, Onlinemagazine und Radiobeiträge nur in Ausnahmefällen (Heises <a href="http://telepolis.de">Telepolis</a> ist hier ein lobenswertes Beispiel) auf die referenzierten Blogbeiträge. <strong>Auf diese Weise wird der schiefe Eindruck verstärkt, dass die Blogosphäre andere Mediensysteme <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2007/03/04/blogs-parasiten/">parasitiert</a>, während Printpresse, TV und Radio ihre Inhalte aus eigener Kraft schaffen</strong> (vgl. zur Parasitenthese v.a. den Aufsatz &#8220;<a href="http://www.ojr.org/ojr/stories/070301niles/">Are blogs a &#8216;parasitic&#8217; medium?</a>&#8221; von Robert Niles). Durch dieses auch für die <a href="http://ag-sm.de">empirische Forschung</a> schwer durchsichtige (Nicht-)Linkverhalten wird die <a href="http://blogretrieval.wordpress.com/2008/04/18/was-ist-relevanz/">Relevanz der Blogosphäre</a> systematisch unterschätzt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hinweg mit dem sinnlosen Zeitungspapier! Warum Zeitungen sterben und Zeitschriften überleben werden</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 10:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz gleich, wie oft man ihn wiederholt: Der Satz &#8220;Print ist tot&#8221; wird dadurch einfach nicht wahrer. Manche Printerzeugnisse werden fortbestehen und zum Teil noch an Bedeutung zulegen während andere zum Fall für die Geschichtsbücher werden (siehe zum Beispiel diese Meldung). Das Zeitalter der Tageszeitung ist vorbei &#8211; Hochglanzzeitschriften werden auch noch in 30 Jahren [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/320732976_5dc14ce008.jpg" alt="" title="Zeitschriften" width="500" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-480" /></p>
<p>Ganz gleich, wie oft man ihn wiederholt: Der Satz &#8220;<a href="http://www.wortgefecht.net/medien/print-ist-tot-wirklich/">Print ist tot</a>&#8221; wird dadurch einfach nicht wahrer. Manche Printerzeugnisse werden fortbestehen und zum Teil noch an Bedeutung zulegen während andere zum Fall für die Geschichtsbücher werden (siehe zum Beispiel <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/show.php?id=75882">diese Meldung</a>). Das Zeitalter der Tageszeitung ist vorbei &#8211; Hochglanzzeitschriften werden auch noch in 30 Jahren gelesen werden.</p>
<p>Doch es scheinen unterschiedliche Gründe hinter dem Untergang der Tageszeitungen bzw. ihrer Verwandlung in ein Luxusgut für ältere Menschen mit viel Zeit und dem Fortbestehen der Zeitschriften zu stecken.</p>
<h4>Das Ende der Tageszeitungen</h4>
<p>Das Ende der Tageszeitungen, also des Prinzips neueste Nachrichten in gedruckter Form diskursiv zu verbreiten, liegt ganz wesentlich daran, dass die Gatekeeperfunktion des Journalismus <em>ad absurdum</em> geführt wird. Früher bedeutete Gatekeeper, dass hier jemand (ein Journalist) ist, der komplexe Informationen und Hintergründe allgemeinverständlich aufbereitet und dadurch einen Informationskanal öffnet. <strong>Heute blockieren und verstopfen Journalisten diesen Kanal.</strong> Jeder hat potentiell über das Internet Zugang zu den aktuellen Nachrichten, in den ersten Fällen ist die Twitter-Öffentlichkeit sogar schneller informiert als die Presseagenturen. Die Funktion des Journalismus als Verwalter eines knappen Gutes Information wird überflüssig.</p>
<p>Aber nicht nur der Zugang zu den Informationen hat sich strukturell verändert, sondern mittlerweile hat jeder die Möglichkeit, per Blog Nachrichten zu publizieren. Früher brauchte man dazu eine Druckerpresse, heute genügt eine Blogsoftware oder ein kostenloser Account bei einem der vielen Bloganbieter (siehe dazu auch das dritte Kapitel in Clay Shirkys &#8220;<a href="http://www.herecomeseverybody.org/">Here Comes Everybody</a>&#8220;). Wie bezeichnend, dass sich zwei Webloginstallationen mit ihrem Namen in die Tradition des Buchdrucks einordnen: WordPress (&#8220;Wörterpresse&#8221;) und Movable Type (&#8220;bewegliche Lettern&#8221;).</p>
<p>Wie ernst die Lage tatsächlich ist, wird schnell deutlich, wenn man sich etwa die aktuell &#8220;Nationale Initiative Printmedien&#8221; <a href="http://medienlese.com/2008/04/18/nationale-initiative-printmedien-schlechte-medizin/">ansieht</a>. Jetzt muss die Bedeutung des Gedruckten schon offiziell beschworen werden. Das war schon immer ein sicheres Zeichen einer <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/19/auf-zum-letzten-gefecht-die-nationale-initiative-printmedien-ruft-zum-medialen-endkampf-kurzknapp-31/">bevorstehenden Pleite</a>.</p>
<h4>Das Überleben der Zeitschriften</h4>
<p>Sucht man nach Gründen für das Überleben der Hochglanzzeitschriften, so wird man einmal mehr bei dem Medienphilosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser">Vilém Flusser</a> (&#8220;<a href="http://www.txt.de/bollmann/flusser/lob.htm">Lob der Oberflächlichkeit</a>&#8220;) fündig. Zeitschriften sind weniger im alphanumerischen Code verfasst, der sequentiell &#8211; Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Aussage für Aussage &#8211; aufgenommen werden muss, sondern wirken im Wesentlichen als farbige, ahistorische Oberflächen, die man eher mit dem Auge kreisend aufnimmt. Nach Flusser &#8220;deutet die gegenwärtige Farbenexplosion auf ein Ansteigen der Wichtigkeit zweidimensionaler Codes. Oder umgekehrt: Eindimensionale Codes wie das Alphabet neigen gegenwärtig dazu, an Wichtigkeit zu verlieren&#8221; (&#8220;Die kodifizierte Welt&#8221;, 1978).</p>
<p>Während jeder einen Zugang zu den neuesten Nachrichten hat und als Nachrichtensender agieren kann, kann nicht jeder hochwertige Oberflächen produzieren. Die Produktionsmittel sind hier ungleich verteilt. Das Internet hilft in diesem Fall nicht weiter, da Farbtreue und Farbtiefe noch zu weit weg von den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Illustrierte">gedruckten Zeitschriften</a> entfernt sind, ganz zu schweigen von dem Fehlen der <a href="http://www.zeitschriftenblog.de/?p=309">haptischen Dimension</a>. Webseiten lassen sich nicht mit den Fingerspitzen lesen. Bisherige Versuche, digitale Hochglanzseiten zu entwerfen, <a href="http://monocle.com/webprogrammes/Quality-of-Life-Index/Hotel-Palafitte-Neuchatel/">überzeugen</a> <a href="http://www.moreintelligentlife.com/node/981">noch</a> <a href="http://bunte.de/">nicht</a>. Wir bleiben hier also auch in Zukunft noch angewiesen auf <a href="http://createordie.de/cod/news/Die-Aera-der-New-Designer-042601.html">professionelle Oberflächenproduzenten</a> und auf das Papier als Medium für Glanz und Farbe. <strong>Die Lücke zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkristallbildschirm">Flüssigkristallen</a> und Hochglanzpapier ist zumindest für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte die Überlebensgarantie der Zeitschriften.</strong></p>
<p><small>(Abbildung &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/cld/320732976/">Zeitschriften</a>&#8221; von cld, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC-Lizenz</a>)</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie bloggig sind die Zeitungen mittlerweile geworden?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 13:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lutz Hachmeister weist in einem Interview für den Rheinischen Merkur darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen &#8220;Internet&#8221; hier und &#8220;Fernsehen&#8221; da möglicherweise ein Auslaufmodell ist. Eine ähnliche Konvergenz könnte man nun auch zwischen &#8220;Zeitung&#8221; und &#8220;Weblog&#8221; feststellen, zumindest wenn man die Onlineausgaben der Zeitungen betrachtet. Einige in dieser Hinsicht fortschrittliche Verlage haben bereits ihr Onlineangebot [...]]]></description>
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<p>Lutz Hachmeister weist in einem <a href="http://www.merkur.de/2008_17__Was_fuer_ein_Wo.27728.0.html?&#038;no_cache=1">Interview für den Rheinischen Merkur</a> darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen &#8220;Internet&#8221; hier und &#8220;Fernsehen&#8221; da möglicherweise ein Auslaufmodell ist. Eine ähnliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkonvergenz">Konvergenz</a> könnte man nun auch zwischen &#8220;Zeitung&#8221; und &#8220;Weblog&#8221; feststellen, zumindest wenn man die Onlineausgaben der Zeitungen betrachtet. Einige in dieser Hinsicht fortschrittliche Verlage haben bereits ihr Onlineangebot zum primären Informationskanal erklärt &#8211; die Devise lautet: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web-First-Prinzip">Online first</a>&#8220;. Ich habe mir einmal die Internetangebote einiger Tages- und einer Wochenzeitung angesehen, um herauszufinden, wie &#8220;bloggig&#8221; diese Seiten schon geworden sind. Dazu habe ich 16 Merkmale untersucht, die für mich ein idealtypisches Blog ausmachen und dann einen gewichteten Index gebildet, der Auskunft darüber geben soll, wie nah ein Onlineangebot an diesem idealtypischen Blog ist. Hier zunächst das Ergebnis, dann die Erklärung der einzelnen Merkmale:</p>
<table style='border-collapse: collapse; border: 1px solid #ddd; font: normal 90%/140% arial, verdana, helvetica, sans-serif; color: #000; background: #fff; padding:2px' width=100%>
<thead style='border: 1px solid #e0e0e0; text-align: left; font-size: 1em; font-weight: bold; background: #c6d7cf;'>
<tr style='font-weight:bold; font-size:10pt'>
<td>&nbsp;</td>
<td>SZ</td>
<td>Taz</td>
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<td>NYTimes</td>
<td>Welt</td>
<td>Guardian</td>
<td>Tagesspiegel</td>
<td>Zeit</td>
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<td>Stapel</td>
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<td>Tags</td>
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<td>Archiv</td>
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<td>Blogroll</td>
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<td>Kategorien</td>
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<td>Related</td>
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<td>Share</td>
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<td>Navigation</td>
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<td>Suche</td>
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<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
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<tr>
<td><b>Score</b></td>
<td>10</td>
<td>10</td>
<td>12</td>
<td>13</td>
<td>14</td>
<td>14</td>
<td>15</td>
<td>15</td>
</tr>
</table>
<p>Die &#8220;bloggigsten&#8221; Zeitungen sind also Die Zeit und der Tagesspiegel (beide 15), danach der Guardian und die Welt (beide 14), dann die New York Times (13) und die FAZ (12) und die Schlusslichter sind taz und Süddeutsche Zeitung (beide 10). Wenn man dieselben Kriterien für einige Weblogs betrachtet, dann kommt das Bildblog nur auf 13 Punkte, während zum Beispiel wirres.net 17 Punkt und Basic Thinking 19 Punkte erreichen, beide also deutlich mehr als die untersuchten Tageszeitungen. <strong>Einige Onlineangebote von Zeitungen kann man also auch als Blogs betrachten</strong> &#8211; freilich bezieht sich das nur auf die genannten formalen Kriterien und nicht auf die Professionalität der Autoren oder die jeweiligen Inhalte. Interessant ist auch die Heterogenität der Onlinestrategien. Keine Zeitungen haben, was diese Indikatoren betrifft, ein identisches Profil. <strong>Es scheint also noch kein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Best_practice">Best Practice</a> auf diesem Gebiet zu geben.</strong></p>
<p>Nun kurz zu den Indikatoren, über die man sich natürlich streiten kann:</p>
<ul>
<li><strong>RSS</strong>: Die Verfügbarkeit eines RSS- oder Atom-Feeds. Fast alle Zeitungen bieten dies an, in der Regel auch für einzelne Ressorts.
<li><strong>Kommentare</strong>: Die Möglichkeit, einen Eintrag zu kommentieren. Dieses Feature findet man bei allen deutschsprachigen, nicht aber bei den englischsprachigen Zeitungen.
<li><strong>Stapel</strong>: Die Organisation der Homepage als ein Stapel, bei dem die neuesten Beiträge oben eingefügt werden, während ältere Beiträge unten herausfallen (bzw. ins Archiv wandern).
<li><strong>Volltext</strong>: Die Verfügbarkeit aller Texte aus den Printausgaben.
<li><strong>Permalinks</strong>: Die Möglichkeit, einen Artikel über eine stabile URL zu erreichen. Alle Zeitungen haben dieses Feature.
<li><strong>Tags</strong>: Die Verschlagwortung eines Artikels mit horizontalen Tags. Ein Tag kann auf mehrere Artikel verweisen, ein Artikel kann mehrere Tags haben.
<li><strong>Autorenkategorie</strong>: Die Möglichkeit, sich nur Beiträge eines bestimmten Autors anzusehen.
<li><strong>Trackbacks</strong>: Die Registrierung einkommender Trackbacklinks. Dieses Feature, das eine wesentliche Grundlage der intensiven Vernetzung der Blogosphäre ist, findet man bei keinem Onlineangebot.
<li><strong>Links</strong>: Auch externe Links findet man nur in Ausnahmefällen (Werbung). Zeitungen verlinken auf in der Zeitachse, d.h. auf eigene Beiträge.
<li><strong>Archiv</strong>: Ein Archiv, in dem man blättern kann und sich z.B. alle Beiträge anzeigen lassen kann, die im letzten Januar erschienen sind.
<li><strong>Blogroll</strong>: Auch die Anzeige von interessanten Blogs ist ein Blog-exklusives Feature.
<li><strong>Kategorien</strong>: Die Möglichkeit, sich Beiträge einer bestimmten Kategorie anzuzeigen, haben alle Zeitungen &#8211; unter dem Namen &#8220;Ressort&#8221;.
<li><strong>Related Items</strong>: Alle Onlineausgaben zeigen interne Links an, die zu einem bestimmten Beitrag inhaltlich passen.
<li><strong>Share</strong>: Die Möglichkeit, einen Beitrag bei del.icio.us, Mr. Wong etc. abzuspeichern und für andere verfügbar zu machen.
<li><strong>Artikelnavigation</strong>: Die Möglichkeit von einem Artikel zum vorherigen bzw. nächsten zu surfen.
<li><strong>Suche</strong>: Auch das ist ein ubiquitäres Feature.
</ul>
<p>Doppelt gewertet wurden die ersten sechs Merkmale, da ich sie für besonders wesentlich für Blogs halte.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stau in der metaroll: Technorati-API auf 500 Anfragen limitiert</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/26/stau-in-der-metaroll-technorati-api-auf-500-anfragen-limitiert/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 12:08:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leider komme ich zur Zeit überhaupt nicht hinterher, die neuen Blogs in die metaroll einzutragen. Für die Neuenträge hole ich mir die aktuellen Metadaten über ein Blog für gewöhnlich über das Technorati-API. Zugleich aktualisiere ich auch die Technorati-Authority für die metaroll-Channels (Wissenschaft, Medien, Jobs und Genuss) über dieses API. Aber ich kann über meinen API-Key [...]]]></description>
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<p>Leider komme ich zur Zeit überhaupt nicht hinterher, die neuen Blogs in die metaroll einzutragen. Für die Neuenträge hole ich mir die aktuellen Metadaten über ein Blog für gewöhnlich über das Technorati-API. Zugleich aktualisiere ich auch die Technorati-Authority für die metaroll-Channels (<a href="http://www.metaroll.de/science">Wissenschaft</a>, <a href="http://www.metaroll.de/media">Medien</a>, <a href="http://www.metaroll.de/job">Jobs</a> und <a href="http://www.metaroll.de/food">Genuss</a>) über dieses API. Aber ich kann über meinen <a href="http://technorati.com/developers/apikey.html">API-Key</a> nur 500 Anfragen machen:</p>
<blockquote><p>
You can make up to 500 Technorati API calls per day, and there is no charge.
</p></blockquote>
<p>Hat jemand Erfahrungen damit, welche Möglichkeiten es gibt, dieses Limit etwas zu erhöhen? Es darf auch etwas kosten, aber bei Technorati habe ich dazu keine Angaben gefunden und auf Anfragen scheint man dort auch nicht allzu eifrig zu reagieren (sprich: keine Antwort).</p>
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		<item>
		<title>Die 25 dynamischsten Job-, Karriere- und Produktivitätsblogs</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/26/die-25-dynamischsten-job-karriere-und-produktivitaetsblogs/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 08:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Innerhalb der deutschsprachigen Blogosophäre gibt es ein ziemliche großes Cluster von Job-, Karriere- und Produktivitätsblogs, an denen man allerdings &#8220;vorbeilesen&#8221; kann, wenn man gerade nicht auf der Suche nach ein paar Rhetoriktricks, Getting-Things-Done-Weisheiten oder nach einem Karriereberater ist. Ich habe mich in dieser Subcommunity einmal umgesehen &#8211; dabei war mir diese umfangreiche Liste eine große [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Innerhalb der deutschsprachigen Blogosophäre gibt es ein ziemliche großes Cluster von Job-, Karriere- und Produktivitätsblogs, an denen man allerdings &#8220;vorbeilesen&#8221; kann, wenn man gerade nicht auf der Suche nach ein paar Rhetoriktricks, <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/29/die-froehliche-wissenschaft-des-getting-things-done/">Getting-Things-Done-Weisheiten</a> oder nach einem Karriereberater ist. Ich habe mich in dieser Subcommunity einmal umgesehen &#8211; dabei war mir <a href="http://karrierebibel.de/die-liste-50-blogs-und-websseiten-fuer-job-und-karriere/">diese umfangreiche Liste</a> eine große Hilfe &#8211; und habe <a href="http://www.metaroll.de/job">Links für die metaroll gesammelt</a>. Auch für diese Blogs lässt sich eine Blogcloud erstellen, die anzeigt, welche der Blogs in den letzten sieben Tagen (für die vollen 30 liegen mir noch keine Daten vor) am dynamischsten gewachsen sind. Fröhliches Selbstmanagement!</p>
<h4>Blogcloud der 25 dynamischsten Jobblogs</h4>
<div width=90% style="text-align: justify; padding:3px; border:thin solid blue;"><a href="http://dasproduktiv.martinwedgwood.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">DAS PRODUKTIV</span></a> <a href="http://job-blogger.blogspot.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">JobBlogger</span></a> <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/"><span style="white-space:nowrap; font-size:14pt">PR Blogger</span></a> <a href="http://monika-birkner.typepad.com/monikabirkner/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">monika-birkner.de</span></a> <a href="http://www.1000tipps.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">1000tipps.com</span></a> <a href="http://www.arbeits-abc.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Arbeit und Karriere!</span></a> <a href="http://www.best-practice-business.de/blog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">www.best-practice-business.de/blog</span></a> <a href="http://www.bewerberblog.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt"> Bewerberblog.de</span></a> <a href="http://www.blatternet.ch/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">blatternet.ch</span></a> <a href="http://www.business-und-marketing.de/wp/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">Ihr Business &amp; Marketing BLOGGER </span></a> <a href="http://www.durchblickerblog.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Durchblickerblog</span></a> <a href="http://www.evomend.net/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Evomend</span></a> <a href="http://www.hannestreichl.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:12pt">ANDERS|denken</span></a> <a href="http://www.injelea.de/plog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">INJELEA</span></a> <a href="http://www.karge.biz/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Armin Karge</span></a> <a href="http://www.karrierebibel.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:21pt">Karriere-Bibel</span></a> <a href="http://www.kurze-prozesse.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Kurze Prozesse</span></a> <a href="http://www.local-professionals.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Local Professionals</span></a> <a href="http://www.mensch-chance.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:8pt">Business Coaching Nürnberg </span></a> <a href="http://www.rumohr.de/blog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Joachim Rumohr</span></a> <a href="http://www.selbstmarketing-praxis.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Selbstmarketing-Praxis</span></a> <a href="http://www.seminare4you.de/weblog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">Vorsicht &#8211; Persönlichkeitsentwicklung!</span></a> <a href="http://www.team-success.de/blog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">Job &amp; Joy</span></a> <a href="http://www.weblog.drlist.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Interessante Zeiten</span></a> <a href="http://www.wissensagentur.net/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Wissensagentur &#8211; Alexandra Graßler</span></a> </div>
<p>Hier geht es zu den 25 dynamischsten <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-wissenschaftsblogs/">Wissenschaftsblogs</a> und <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-medienblogs/">Medienblogs</a>.</p>
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]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die 25 dynamischsten Medienblogs</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-medienblogs/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 10:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[charts]]></category>
		<category><![CDATA[liste]]></category>
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		<category><![CDATA[medienblogs]]></category>
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		<description><![CDATA[Die üblichen Medienblogcharts, die sich an der Technorati-Authority (also der Anzahl der eingehenden Verlinkungen in den letzten sechs Monaten) liefern nur selten überraschende Ergebnisse. Mal kommt ein neues Blog hinzu, mal fällt ein anderes aus der Liste. Aber vorne stehen immer dieselben. Bildblog, Niggemeier, Indiskretion Ehrensache, Blogbar und die Medienlese. Sehr viel spannender erscheint mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Die üblichen Medienblogcharts, die sich an der Technorati-Authority (also der Anzahl der eingehenden Verlinkungen in den letzten sechs Monaten) liefern nur selten überraschende Ergebnisse. Mal kommt ein neues Blog hinzu, mal fällt ein anderes aus der Liste. Aber vorne stehen immer dieselben. Bildblog, Niggemeier, Indiskretion Ehrensache, Blogbar und die Medienlese.</p>
<p>Sehr viel spannender erscheint mir die Frage, welches Blog gerade im Aufwind ist; welches Blog gerade in den letzten 30 Tagen besonders viele neue Links gewonnen hat. In den metaroll-Channels für <a href="http://www.metaroll.de/media">Medien</a>-, <a href="http://www.metaroll.de/science">Wissenschafts</a>-, <a href="http://www.metaroll.de/job">Karriere</a>- und <a href="http://www.metaroll.de/food">Genussblogs</a> kann man sich schon seit einiger Zeit an den Sparklines (also diesen Minidiagrammen vor dem Blognamen: <img src="http://www.metaroll.de/spark.php?data=1042,1104,1046,1047,1045,1050,1050,1052,1051,1059,1061,1066,1069,1070,1047,1038,1041,1043,1045,1033,1034,1035,1033,1039,1039,1035,1029" />) orientieren. </p>
<p>Man kann diese Daten jedoch auch automatisch auswerten, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie stark sich ein Blog in einem bestimmten Zeitabschnitt verbessert oder verschlechtert hat. Für die Medienblogs ergibt sich dann folgendes Bild &#8211; als Visualisierung habe ich die Form der Tagcloud gewählt, also: je größer der Eintrag, desto stärker das Wachstum in den letzten 30 Tagen.</p>
<h4>Die 25 dynamischsten Medienblogs</h4>
<div width=90% style="text-align: justify; padding:3px; border:thin solid blue;"><a href="http://blog.50hz.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:8pt"> blog.50hz.de</span></a> <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/"><span style="white-space:nowrap; font-size:11pt">Indiskretion Ehrensache</span></a> <a href="http://blog.kooptech.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:14pt">KoopTech </span></a> <a href="http://blog.metaroll.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:11pt">viralmythen</span></a> <a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:21pt"> Journalistenschredder…</span></a> <a href="http://medienmami.uni-ulm.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:7pt">Die Medienmami</span></a> <a href="http://piazza.ifkw.lmu.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt"> Piazza</span></a> <a href="http://skepticashell.wordpress.com/"><span style="white-space:nowrap; font-size:8pt">Skeptic as hell</span></a> <a href="http://turi-2.blog.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:12pt">turi2 &#8211; für Medienmacher</span></a> <a href="http://wissensforum.medialine.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:9pt">Medialine: Wissensforum</span></a> <a href="http://www.blogbote.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:13pt"> Der Blogbote</span></a> <a href="http://www.blogpiloten.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:16pt">Blogpiloten.de</span></a> <a href="http://www.coffeeandtv.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:8pt">Coffee And TV</span></a> <a href="http://www.cp-lounge.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:10pt">Corporate Publishing Lounge</span></a> <a href="http://www.denquer.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:16pt">denQuer</span></a> <a href="http://www.derblindefleck.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:7pt">Der blinde Fleck</span></a> <a href="http://www.katzenbach.info/blog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:7pt">katzenbach.info</span></a> <a href="http://www.marco-kitzmann.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:7pt">marco kitzmann</span></a> <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:12pt">Massenpublikum </span></a> <a href="http://www.media-ocean.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:16pt">media-ocean </span></a> <a href="http://www.neuemedienblog.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:11pt">NeueMedienBlog.de</span></a> <a href="http://www.peter-schumacher.net/blog/"><span style="white-space:nowrap; font-size:7pt">peter-schumacher.net</span></a> <a href="http://www.sajonara.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:7pt">Sajonara.de</span></a> <a href="http://www.sichelputzer.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:13pt">Telagon Sichelputzer</span></a> <a href="http://www.spiegelkritik.de/"><span style="white-space:nowrap; font-size:13pt">SpiegelKritik </span></a> </div>
<p><a href="/2008/04/24/die-25-dynamischsten-wissenschaftsblogs/">Hier geht&#8217;s weiter mit den Wissenschaftsblogs.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das einzige Wissenschaftsblog in der A-Liste</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/22/das-erste-wissenschaftsblog-in-der-a-liste/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/22/das-erste-wissenschaftsblog-in-der-a-liste/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 11:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogcharts]]></category>
		<category><![CDATA[metaroll]]></category>
		<category><![CDATA[technorati]]></category>
		<category><![CDATA[weblogs]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem die Wissenswerkstatt schon seit ich damit angefangen habe im tagesaktuellen metaroll-Wissenschaftschannel ganz oben anzutreffen ist, hat mein Lieblingswissenschaftsblog nun einen weiteren Sprung getan und taucht seit ein paar Tagen auch in den Deutschen Blogcharts auf: Diese Liste setzt sich zusammen aus den 100 deutschsprachigen Weblogs mit der höchsten Technorati-Authority (Verlinkung durch andere Feedmedien). Damit [...]]]></description>
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<p>Nachdem die <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Wissenswerkstatt</a> schon seit ich damit angefangen habe im tagesaktuellen <a href="http://metaroll.de/science">metaroll-Wissenschaftschannel</a> ganz oben anzutreffen ist, hat mein Lieblingswissenschaftsblog nun einen weiteren Sprung getan und taucht seit ein paar Tagen auch in den <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">Deutschen Blogcharts</a> auf:</p>
<p><a href='http://www.deutscheblogcharts.de/'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/dbc_wissenswerkstatt.png" alt="" title="dbc_wissenswerkstatt" width="500" height="46" class="center" /></a></p>
<p>Diese Liste setzt sich zusammen aus den 100 deutschsprachigen Weblogs mit der höchsten Technorati-Authority (Verlinkung durch andere Feedmedien). Damit ist es das <del datetime="2008-04-22T14:20:06+00:00">erste</del> zweite Mal einem wissenschaftlichen Weblog gelungen, in die A-Liste der deutschsprachigen Blogosphäre vorzudringen. Zwar momentan erst auf Platz 98, aber wenn ich mir die Entwicklung der letzten Zeit ansehe (die Sparkline am Anfang), ist da noch mehr drin.</p>
<p><a href='http://www.metaroll.de/science'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/metaroll_wissenswerkstatt.png" alt="" title="metaroll_wissenswerkstatt" width="500" height="38" class="center" /></a></p>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Marc!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stapelverarbeitung &#8211; 14.04.2008</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/14/stapelverarbeitung-14042008/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 19:42:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich nur alles ausführlich verbloggen könnte, was mir da tagtäglich durch den Feedreader rutscht &#8230; Dann würde ich mich zum Beispiel den folgenden Beiträgen widmen: Robert Scoble stößt einmal mehr eine Diskussion über die Zukunft der Blogosphäre an. Er ist sich nämlich ziemlich sicher, die &#8220;era when bloggers could control where the discussion of [...]]]></description>
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<p>Wenn ich nur alles ausführlich verbloggen könnte, was mir da tagtäglich durch den Feedreader rutscht &#8230; Dann würde ich mich zum Beispiel den folgenden Beiträgen widmen:</p>
<ul>
<li>Robert Scoble <a href="http://scobleizer.com/2008/04/12/era-of-bloggers-control-is-over/">stößt</a> einmal mehr eine Diskussion über die <strong>Zukunft der Blogosphäre</strong> an. Er ist sich nämlich ziemlich sicher, die &#8220;era when bloggers could control where the discussion of their stuff took place is totally over.&#8221; Dienste wie FriendFeed verteilen die Gespräche nämlich dezentral. Eine wirkliche Beschreibung dieses spannenden Phänomens ist damit aber noch lange nicht erreicht.
<li>1.0, 2.0, 3.0 oder gar 4.0? Diese Frage kann man nicht nur auf das Web beziehen, sondern auch auf die Zukunft der Bibliothek. <a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/inetbib2008/abstracts/schneider.html">René Schneider</a> (FH Genf) hat nun die Folien <a href="http://www.slideshare.net/rene.schneider/bibliothek123">auf Slideshare gestellt</a>, mit denen er die Evolution vom klassischen OPAC über das nutzerorientierte Web 2.0 und das semantischen Netz bis zum künstlich-intelligenten Web 4.0 skizziert. Mich würde interessieren, wie weit man mit Begriffen wie &#8220;<strong>Bibliothek 4.0</strong>&#8221; vom bibliothekswissenschaftlichen Mainstream ist? (<a href="http://log.netbib.de/archives/2008/04/11/inetbib-2008-bibliothek-10-20-oder-30/">netbib</a>, <a href="http://raidue.wordpress.com/2008/04/12/bibliothek-10-20-oder-30/">Steuereule</a>)
<li>Kai-Uwe Hellmann <a href="http://markeninstitut.wordpress.com/2008/04/13/communities-social-networks/">nimmt</a> ausführlich einen klassischen Text (<a href="http://www.chass.utoronto.ca/~wellman/publications/lawcomm/lawcomm7.PDF">pdf</a>) von Barry Wellman, dem Pionier der Netzwerkanalyse, auseinander und kann der Wellmanschen Idee eines &#8220;vernetzten Individualismus&#8221; als neue Gemeinschaftsform nicht viel abgewinnen. Zurecht. Hellmanns Fazit sollte man sich im Zeitalter des Social Graph ruhig einmal auf der Zunge zergehen lassen: &#8220;Unstrittig ist: Jede &#8216;<strong>Community</strong>&#8216; ist ein &#8216;social network&#8217;, dies gilt umgekehrt<br />
aber keineswegs.&#8221;</p>
<li>Mit Amateurvideos gegen den Staat? Das <a href="http://www.berlin-institute.de">berlin Institute</a> aus, nun, Berlin versucht diesen Trick und hat ein &#8220;Video zur fragwürdigen Unabhängigkeit von <strong>Tagesschau und NDR-Rundfunkrat</strong>&#8221; <a href="http://www.berlin-institute.de/kgu.html">ins Netz gestellt</a>. Das Ziel ist eine möglichst weitläufige virale Ausbreitung des Materials, mit dem nachgewiesen werden soll, dass das gegenwärtige Rundfunkkontrollsystem nicht funktioniert und mehr Transparenz und Expertise verdient hätte. Bis jetzt <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1757">sieht</a> <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bowling-for-tagesschau/">es</a> <a href="http://medienlese.com/2008/04/14/wie-unabhaengig-ist-die-tagesschau/">ganz</a> <a href="http://www.peter-schumacher.net/blog/2008/04/14/162/">gut</a> aus &#8211; zumindest was die Viralität betrifft.
<li>Weblog-<a href="http://www.guardian.co.uk/media/2008/apr/14/5">Geringverdiener</a> Jeff Jarvis <a href="http://www.buzzmachine.com/2008/04/14/the-press-becomes-the-press-sphere/">zeichnet</a> die Zukunft von Medien und Nachrichten in sein Blog. Der alte Filter der Presse &#8211; zwischen der Welt und uns &#8211; wird ersetzt durch eine <strong>heterogene und pluralisierte &#8220;Presse-Sphäre&#8221;</strong>, in der viele Quellen zur individuellen Konstruktion einer Story herangezogen werden können und Feeds dafür sorgen, dass wir auf dem Laufenden bleiben. Der große Unterschied zwischen Print und Online: &#8220;In print, the process leads to a product. Online, the process is the product.&#8221; Die neuen Nachrichten sind nicht mehr in Ressorts organisiert, sondern um Themen, Tags oder Geschichten, &#8220;because the notion of a section is as out of date as the <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dewey_Decimal_Classification">Dewey Decimal System</a>&#8220;.
<li>Solche Listen werden wir in Zukunft noch häufiger sehen: Josh Bernoff hat neun Gründe <a href="http://blogs.forrester.com/charleneli/2008/04/why-do-people-p.html">gesammelt</a>, warum Menschen <strong>Social Media</strong> nutzen: Freundschaften pflegen, neue Freunde finden, sozialer Druck, seinen Beitrag leisten, Altruismus, Exhibitionismus, Kreativität, Selbstbestätigung und Affinität. Daraus folgt ein wichtiger Hinweis an die Macher von Social Software: &#8220;Respect this diversity.&#8221;
<li>Auch der Altmeister der Medienkonvergenztheorie, Henry Jenkins, meldet sich wieder zu Wort und erörtert auf dem C3-Blog das Thema: &#8220;<a href="http://www.convergenceculture.org/weblog/2008/04/why_academics_should_blog.php">Why academics should blog&#8230;</a>&#8221; Er betont insbesondere die Bedeutung von Weblogs für die Sichtbarkeit junger Forscher: &#8220;increasingly, younger researchers are using blogs as resources for reputation building, especially in cutting-edge fields that lack established authorities.&#8221; Außerdem ermöglichen <strong>Wissenschaftlerblogs</strong> eine proaktive Haltung gegenüber den Massenmedien: Wir bloggende Wissenschaftler warten nicht mehr, bis wir von Journalisten zu einem Thema befragt werden, sondern reden einfach los. &#8220;Just-in-time-Scholarship&#8221; nennt Jenkins das.
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Greenpeace hat &#8220;ganz viele geile Kampagnen&#8221; &#8211; Digital Advocacy auf der re:publica 2008</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/06/greenpeace-hat-ganz-viele-geile-kampagnen-digital-advocacy-auf-der-republica-2008/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Apr 2008 23:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Allmählich werde ich mich hier auf diesem Blog an die Nachbereitung der 2008er re:publica machen. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich aus Berlin ab und zu einmal per Blog zu melden, aber die vielen guten Gespräche haben mir keine Zeit dazu gelassen. Außerdem gab es noch ein paar Vorträge vorzubereiten und Interviews zu geben. Dazu [...]]]></description>
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<p>Allmählich werde ich mich hier auf diesem Blog an die Nachbereitung der 2008er re:publica machen. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich aus Berlin ab und zu einmal per Blog zu melden, aber die vielen guten Gespräche haben mir keine Zeit dazu gelassen. Außerdem gab es noch ein paar Vorträge vorzubereiten und Interviews zu geben. Dazu aber später noch mehr.</p>
<p>An dieser Stelle aber wenigstens schon einmal der Foliensatz und ein paar Anmerkungen zu der von Geraldine Bastion moderierten Session zum Thema &#8220;<a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/138.de.html">Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus</a>&#8221; am Donnerstag, 3. April. Wer die Veranstaltung nicht gesehen hat, kann sie sich hier <a href="http://www.hobnox.com/index.1042.html?stg[content_id]=dbbca5008f6d9fcce7c7914efb378d14">ansehen</a>.</p>
<p>Ich muss sagen, dass mich insbesondere das &#8220;Wir haben ganz viele geile Kampagnen&#8221;- bzw. &#8220;Und das haben wir so gut gemacht&#8221;-Gerede des Greenpeace-PR-Menschen neben mir ziemlich enttäuscht hat. Und wenn dann noch die Kooptation der &#8220;A Greener Apple&#8221;-Kampagne durch Apple als wichtiger Erfolg gewertet wird, dann sieht man deutlich, wie weit sich diese NGO von ihrer Anfangszeit, in der sie wirklich neue Maßstäbe für politischen Aktivismus gesetzt hatten, entfernt haben. Wenn mitgeholfen wird, <a href="http://www.greenpeace.org/international/news/tasty-apple-news-020507">Computerschrott als Beitrag zum Umweltschutz</a> umzudefinieren, rückt das für mich gefährlich in die Nähe des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing">Greenwashing</a>. Dann kann man gleich, wie ein Kommentator auf der SMS-Wall anmerkte, auch einmal über &#8220;grünen Atomstrom&#8221; nachdenken.</p>
<p>Die vielen Zahlen, die der Vertreter von Aktion Mensch genannt hat, zeigen ziemlich deutlich, dass zwischen Online und Offline im Bereich des sozialen Engagements doch noch eine große Kluft besteht. Immerhin hat die Aktion Sorgenkind relativ früh die mögliche Bedeitung des Web 2.0 erkannt: Im Jahr 2001 haben sie das von <a href="http://blog.kooptech.de/">Christiane Schulzki-Haddouti</a> entwickelte Projekt <a href="https://www.cybertagebuch.de/faq_anonym.html#faq02">Cybertagebuch</a>, das, 1996 gegründet, zu den frühsten &#8220;Proto-Blogportalen&#8221; in Deutschland gehört, übernommen.</p>
<p>Hier die Folien der Präsentation von <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Marc Scheloske</a> und mir, wir werden in den nächsten Tagen auch noch in unseren Blogs darüber berichten, wie <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/04/04/republica-alive-in-baghdad/">hier</a> gewünscht.</p>
<div style="width:425px;text-align:left" id="__ss_337942"><object style="margin:0px" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=burmapraesentationrepublica-1207422557542133-9"/><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=burmapraesentationrepublica-1207422557542133-9" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="font-size:11px;font-family:tahoma,arial;height:26px;padding-top:2px;"><a href="http://www.slideshare.net/?src=embed"><img src="http://static.slideshare.net/swf/logo_embd.png" style="border:0px none;margin-bottom:-5px" alt="SlideShare"/></a> | <a href="http://www.slideshare.net/benediktk/burma-prsentation-republica-2008?src=embed" title="View 'Burma Präsentation re:publica 2008' on SlideShare">View</a> | <a href="http://www.slideshare.net/upload?src=embed">Upload your own</a></div>
</div>
<h4>Andere über diese Veranstaltung</h4>
<ul>
<li>2punk0.org: <a href="http://www.2punkt0.org/2008/04/03/advocacy-20-digitaler-aktivismus-kampagnen-und-ngos-im-netz/">Advocacy 2.0 &#8211; Digitaler Aktivismus, Kampagnen und NGOs im Netz</a>
<li><a href="http://i.rrhoblog.de/2008/04/03/republica-advocacy-20/">[i:rrhoblog]: re:publica: Advocacy 2.0</a>
<li>Africa-Help.org: <a href="http://africahelp.org/blog/innovative-hilfe/republica-08-aktivismus-20/">re:publica 08: Advocacy 2.0</a>
<li>Telekonsum: <a href="http://telekonsum.de/webentwicklung/republica-kognitive-identifikation-als-antrieb-fur-online-aktivismus.html">re:publica: Kognitive Identifikation als Antrieb für Online-Aktivismus</a>
<li>betterplace: <a href="http://betterplacede.wordpress.com/2008/04/04/rucblick-republica-vorschau-social-camp/">Rücblick Re:publica &#8211; Vorschau Social Camp</a>
<li>Alles, was gerecht ist: <a href="http://alles-was-gerecht-ist.de/2008/04/05/denken-und-schenken-ein-besuch-auf-der-%E2%80%9Erepublica%E2%80%9D/">Denken und schenken &#8211; ein Besuch auf der „re:publica”</a>
</ul>
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		<item>
		<title>Der Untergang des Web 2.0 und das Ende der A-Blogger</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/29/der-untergang-des-web-20/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 23:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man die Beobachtungen von Steve Rubel ernst nimmt, dann könnte man tatsächlich von einem baldigen Ende des Web 2.0 sprechen. Aber das neue Netz geht nicht etwa mit einem big burst zu Ende wie die große Internetblase 2000. Das Problem liegt nicht darin, das Blogs, Ajax, Social Networking und Semantic Web die überhohen Erwartungen [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/kulturbilder_325.jpg' alt='kulturbilder_325.jpg' class='left' align='left' />Wenn man die <a href="http://www.micropersuasion.com/2008/03/three-internet.html">Beobachtungen von Steve Rubel</a> ernst nimmt, dann könnte man tatsächlich von einem baldigen Ende des Web 2.0 sprechen. Aber das neue Netz geht nicht etwa mit einem <em>big burst</em> zu Ende wie die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dot-com_bubble">große Internetblase 2000</a>. Das Problem liegt nicht darin, das Blogs, Ajax, Social Networking und Semantic Web die überhohen Erwartungen nicht erfüllen, sondern gerade weil sie sie so gut erfüllen, dass sie zur Normalität werden.</p>
<p>Das „Web 2.0“ hat sich unmerklich in das „Web“ verwandelt, weil es kaum noch „Web 1.0“ gibt. Insofern, so Rubel weiter, spielen auch spezialisierte „Berufe 2.0“ wie „Social Media Consultant“, „Social Media Manager“, Funktionsbeschreibungen wie „Internet Advertising Sales“ oder „Online Advertising Sales“ oder „Digital Talent Agents“ keine Rolle mehr. Diese Berufsbilder und Geschäftsfelder werden allmählich unter andere, allgemeinere Bezeichnungen subsummiert. Onlinewerbung oder Community Marketing und Research sind nicht mehr die Zukunft der Werbung oder des Marketing, sondern die Gegenwart.</p>
<p>Insofern glaube ich auch nicht, dass Alan Patrick in <a href="http://broadstuff.com/archives/818-Heres-another-profession-that-might-disappear.........html">seiner Antwort</a> auf Rubel damit Recht hat, dass der Niedergang des Berufsbild des A-Bloggers nur darin gründet, dass sich das Bloggen professionalisiert und damit den klassischen Onlinemedien annähert: unternehmerisches Denken („Bloggen ist anti-unternehmerisch“, <a href="http://manticmedia.com/the-death-of-blogs-and-the-birth-of-new-big-media/">meint</a> John Wesley), PR-Berichte als Füllmaterial, strategische Verlinkung, weniger Kritik.</p>
<p>Auf der anderen Seite finden sich durchaus auch Beispiele für eine Verbloggung der Massenmedien, die von der besonderen Authentizität – und auch der geringen Produktionskosten – dieses Mediums zu sehr profitieren, um es ignorieren zu können. Bei Zeitungen wie dem <a href="http://blogs.guardian.co.uk/index.html">„Guardian“ </a>sind die Übergänge von klassischen journalistischen Beiträgen zu den dazugehörigen Blogs schon sehr glatt geraten, noch mehr gilt das für Hochglanzmedien wie „<a href="http://www.moreintelligentlife.com/">(More) Intelligent Life</a>“.</p>
<p>Fast hat es den Anschein, dass in vielen Publizisten und Journalisten kleine Blogger stecken, während sich zugleich in vielen Bloggern kleine Unternehmer verbergen, die auf eine günstige Gelegenheit zum Ausbrechen warten. In manchen Fällen kann das auch schon ein <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2008/03/28/paidcontent-vs-techcrunch-two-visions-of-bloggings-future/">juveniler Rockefeller</a> sein wie im Fall von Michael Arrington, der <a href="http://www.techcrunch.com/2008/03/19/more-bloggers-raising-money-here-come-the-politics-and-here-comes-my-rant/">in einem langen Beitrag</a> mit Manifestcharakter von einem Zusammenschluss von Bloggern träumt, der dann raubritternd durch die Medienlandschaft zieht:</p>
<blockquote><p>
That team could take CNET apart in a year, hire the best of the survivors there, and then move on to bigger prey.
</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Einladung zum re:publica-Workshop &#8220;Brauchen wir eine Forschungsgruppe Social Media?&#8221;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/28/einladung-zum-republica-workshop-brauchen-wir-eine-forschungsgruppe-social-media/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 17:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun gibt es einen festen Termin und einen festen Ort für den re:publica-Workshop zum Thema &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221;: Wir treffen uns am Donnerstag, 3. April 2008, um 10:00 in der &#8220;Radeberger-Lounge&#8221;. In dieser gemütlichen und kommunikationsanregenden Umgebung haben wir dann 90 Minuten Zeit, unsere Vorstellungen über eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; auszutauschen. Hier der Ankündigungstext für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a href="http://re-publica.de/08/"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/republica1.jpg' alt='republica1.jpg' class='left' align='left' /></a>Nun gibt es einen festen Termin und einen festen Ort für den <a href="http://re-publica.de/08/">re:publica</a>-Workshop zum Thema &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221;: Wir treffen uns am <b>Donnerstag, 3. April 2008, um 10:00 in der &#8220;Radeberger-Lounge&#8221;</b>. In dieser gemütlichen und kommunikationsanregenden Umgebung haben wir dann 90 Minuten Zeit, unsere Vorstellungen über eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; auszutauschen.</p>
<p>Hier der Ankündigungstext für unseren re:publica-Workshop (siehe dazu auch <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/">hier</a> und <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/24/call-for-participation-forschungsgruppe-social-media-auf-der-republica-2008/">hier</a>):</p>
<blockquote><p>
Jedes Medium hat eine Arbeitsgemeinschaft oder Forschungsgruppe, die sich um seine Erforschung und die Erhebung von Zahlen kümmert &#8211; von IVW, ag.ma bis AGOF. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die großen Medienhäuser auch die Bedeutung des Social Web erkennen und beginnen, es zu vermessen. Nach ihren Kriterien und Interessen.</p>
<p>Wäre es da nicht sinnvoll, diese Angelegenheit selbst in die Hände zu nehmen und eine <b>Forschungsgruppe Social Media</b> ins Leben zu rufen, in der die BloggerInnen sich selbst über die Spielregeln verständigen, mit denen Blogosphäre und Social Networks erforscht und vermessen werden? Zudem könnte eine solche Institution auch als Träger für qualitative wie quantitative Blogstudien agieren sowie als Informationsstelle, die der interessierten Öffentlichkeit zuverlässige Daten über das Web 2.0 zur Verfügung stellt.</p>
<p>Auch die ewige Relevanzfrage könnte in diesem Kontext aufgegriffen werden, berufen sich die Kritiker des neuen Netzes doch immer wieder auf die im Vergleich mit Print und TV geringere Reichweite von Blogs. Doch außer der internen Verlinkung der Blogosphäre gibt es dazu kaum brauchbare Daten. Insofern wäre es auch spannend, darüber zu diskutieren, welche Möglichkeit zur Messung der gesellschaftlichen Bedeutung der Blogosphäre denkbar sind.
</p></blockquote>
<p><b><a href="http://doodle.de/participation.html?pollId=tbi4ypactmdh6rb9">Hier geht&#8217;s zur Anmeldung für die Teilnehmer</a></b></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie politisch ist die Blogosphäre?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/28/wie-politisch-ist-die-blogosphaere/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 13:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogbuzz]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/03/28/wie-politisch-ist-die-blogosphaere/</guid>
		<description><![CDATA[SPD und Union dominieren den Diskurs der politischen Blogosphäre. Bei den Jugendorganisationen ist das Bild ausgewogener. Vor kurzem konnte man auf Heise Online ein Interview mit Jan Schmidt zum Thema Parteien im Netz lesen. Darin stellt er fest, dass sich das Onlineengagement der deutschen Parteien im Gegensatz zu den USA noch in einer Experimentierphase befindet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><b>SPD und Union dominieren den Diskurs der politischen Blogosphäre. Bei den Jugendorganisationen ist das Bild ausgewogener.</b></p>
<p>Vor kurzem konnte man auf Heise Online ein <a href="http://www.heise.de/newsticker/Deutsche-Parteien-experimentieren-im-Netz--/meldung/105544/from/rss09">Interview mit Jan Schmidt</a> zum Thema Parteien im Netz lesen. Darin stellt er fest, dass sich das Onlineengagement der deutschen Parteien im Gegensatz zu den USA noch in einer Experimentierphase befindet. Die politische Meinungsbildung bleibe demnach weiterhin stark printzentriert:</p>
<blockquote><p>Die überregionale Printpresse bleibt trotz aller Probleme stark. Vielleicht ist das Bedürfnis nach Alternativ-Öffentlichkeiten deshalb niedriger als anderswo.</p></blockquote>
<p>Schon vor längerem habe ich mich gefragt: Wie politisch ist die Blogosphäre? Entsprechen die politischen Einstellungen von Bloggern dem Bevölkerungsdurchschnitt? Oder tendiert die digitale Avantgarde zu liberalen, techno-utopistischen politischen Ideen? Spielen politische Parteien in der Blogosphäre überhaupt eine Rolle oder sind es andere, vernetzte Initiativen und Kampagnen, die hier relevant sind? Beispiele dafür wären zum Beispiel <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/">abgeordnetenwatch.de</a>, der <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a> oder <a href="http://www.trupoli.com/de/">trupoli</a>.</p>
<p>Zumindest die Frage nach den politischen Parteien lässt sich mit Hilfe <a href="http://metaroll.de/rw.php?type=pol2&#038;show=7d">meines Blogbuzz-Tools</a> beantworten, das zählt, wie oft die einzelnen Parteien in der Blogosphäre an einem bestimmten Zeitpunkt erwähnt werden. Damit ist natürlich noch nichts über die Bewertung der Parteien gesagt – ob es um Lob oder Kritik geht, lässt sich an diesen Zahlen nicht feststellen. Aber man kann erkennen, wie sich die Aufmerksamkeit auf die einzelnen Parteien verteilt, was in der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie eine wichtige Währung darstellt.</p>
<p>Die folgende Grafik fasst alle Parteierwähnungen des letzten Monats (Februar 2008) zusammen:</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&#038;chd=t:34.5,47.4,2.2,15.1,0.9&#038;chl=CDU/CSU%2034.5%|SPD%2047.4%|Die+Gruenen%202.2%|FDP%2015.1%|Die+Linke%200.9%&#038;chs=500x200&#038;chco=333333,fe0000,669900,ffcc33,cb3398" class='center' align='center' /></p>
<p>Man erkennt hier verglichen mit der Forsa-Sonntagsfrage vom 27. Februar nahezu identische Werte für die Unionsparteien (36 Prozent Forsa vs. 35 Prozent Blogs), aber das war es auch schon an ähnlichkeiten. Die SPD ist die Partei, die im Februar am häufigsten in der Blogosphäre genannt wird – fast jeder zweite Blogeintrag, in dem eine Partei vorkommt, nennt die Sozialdemokraten. Auch die FDP schneidet mit 15 Prozent sehr stark ab, während die Grünen und die Linke hier nur ein minimales Maß an Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Die großen Volksparteien bestimmen also ganz klar die Aufmerksamkeitsökonomie der Blogosphäre, auch wenn sie in den Wahlen immer seltener die Massenbasis erreichen können. Die politische Blogosphäre ist also keineswegs ein Fünfparteiensystem.</p>
<p>In der Längsschnittbetrachtung kann man einzelne blogmediale Ereignisse finden, die zu einer Aufmerksamkeitsspitze für einzelne Parteien führen. In dieser Grafik, die die Werte für den letzten Monat darstellen, kann man am 25. deutlich eine Spitze für die CDU und die Grünen finden, die sich mit den <a href="http://julia-seeliger.de/oswald-metzger-mal-nicht-ignorieren/">Parteiwechsel von Metzger</a> in Verbindung lässt. Zudem erkennt man einen ebensolchen <em>peak</em> für die CSU am 3. und 4. März – hier hat in der Blogosphäre die Aufbereitung der bayerischen Kommunalwahlen stattgefunden:</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:96.98,96.48,97.49,61.31,66.33,77.89,94.47,62.81,75.38,88.94,60.3,51.76,76.38,72.36,69.35,73.37,54.27,43.72,41.71,65.83,44.72,57.29,39.7,35.18,21.11,23.12,32.16,90.45,47.74,41.21|44.22,36.18,31.16,23.62,75.38,88.44,65.33,34.17,33.17,28.64,22.11,19.6,23.62,24.62,31.16,30.65,23.62,16.08,31.16,27.64,23.12,25.63,15.08,10.05,7.54,16.08,26.13,27.14,20.1,22.61|99.5,97.99,98.99,99.5,99.5,96.98,99.5,98.49,98.99,97.99,97.49,99.5,99.5,98.49,97.99,96.98,100,55.78,65.83,90.45,63.82,80.9,53.27,37.69,29.15,17.09,20.1,36.18,47.24,73.87|56.78,52.26,50.25,30.15,32.66,53.27,53.27,40.7,38.69,51.76,30.65,42.21,41.21,37.19,30.15,24.12,19.1,17.09,17.09,22.61,18.59,16.08,12.06,16.08,13.57,6.03,6.53,28.64,18.09,14.57|82.91,72.86,56.28,34.17,40.7,52.76,73.87,42.21,42.21,51.76,37.69,31.66,42.71,42.21,40.7,36.68,40.2,24.62,21.11,32.16,17.59,27.64,29.15,18.09,10.05,4.52,10.05,15.08,27.14,20.1|29.65,21.61,17.09,24.62,14.07,16.58,26.63,13.57,16.58,21.11,13.57,14.57,18.59,17.09,13.57,16.08,13.57,5.53,5.03,9.05,6.53,4.02,3.02,4.02,3.02,1.01,1.01,2.01,1.51,2.51&#038;chxt=x,y&#038;chdl=CDU|CSU|SPD|Die+Gruenen|FDP|Die+Linke&#038;chs=500x300&#038;chco=333333,0089cf,fe0000,669900,ffcc33,cb3398&#038;chxl=1:|0|199|0:|27.2.2008||||2.3.2008||||6.3.2008||||10.3.2008||||14.3.2008||||18.3.2008||||22.3.2008||||26.3.2008|" class='center' align='center' /></p>
<p>Bei den politischen Jugendorganisationen ist das Bild schon etwas ausgeglichener. Hier schneiden insbesondere die <a href="http://www.gruene-jugend.de/">Grüne Jugend</a> und die <a href="http://www.solid-web.de/">Linksjugend ['solid]</a> im selben Zeitraum deutlich besser ab als entsprechenden Parteien, denen sie nahestehen. Auch die <a href="http://www.julis.de/">Jungen Liberalen</a> sind etwas stärker vertreten. Dennoch sind auch hier die <a href="http://jusos.de/">Jusos</a> mit Abstand am stärksten. Über 40 Prozent der Nennungen von politischen Jugendorganisationen entfallen auf die Jungsozialisten, während die <a href="http://junge-union.de/content/start/">Junge Union</a> nur in gut einem Fünftel der Beiträge genannt wird.</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&#038;chd=t:21.9,41.1,12.3,18.9,5.8&#038;chl=Junge+Union%2021.9%|Jusos%2041.1%|Gruene+Jugend%2012.3%|Junge+Liberale%2018.9%|Linksjugend%205.8%&#038;chs=500x200&#038;chco=333333,fe0000,669900,ffcc33,cb3398" class="center" align="center" /></p>
<p>Insgesamt waren es 365 Nennungen in dem untersuchten Zeitraum, wobei Beiträge, in denen zwei Jugendorganisationen erwähnt werden, auch doppelt gezählt wurden. Dagegen findet man bei der Suche nach den politischen Parteien für den Februar 26.149 Nennungen. Auch wenn die Blogosphärenbevölkerung jünger ist als der Bevölkerungsdurchschnitt, liegt der Fokus eindeutig auf den Parteien, während die Jugendorganisationen nur eine marginale Rolle spielen. In dieser Hinsicht besteht also noch Nachholbedarf. Gerade wenn zutrifft, was Jan Schmidt im Heise-Interview feststellt, nämlich &#8220;dass vor allem junge, höher gebildete und internetaffine Menschen für Online-Wahlkämpfe zugänglicher sind&#8221; könnten die Jugendorganisationen noch viel präsenter in den Blogosphärenkonversationen sein.</p>
<p>Auf der re:publica werde ich übrigens zum Thema <a href="http://re-publica.de/08/2008/03/25/advocacy-20-digitaler-aktivismus/">digitaler politischer Aktivismus</a> zusammen mit Marc Scheloske (Wissenswerkstatt, die heute ihren <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/herzblut-statt-kalkuel-die-wissenswerkstatt-feiert-geburtstag-werkstattnotiz-lxxiv/">ersten Geburtstag feiert</a>) noch ein paar Thesen präsentieren, die sich auf die Ergebnisse der <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/26/hat-die-blogosphaere-burma-schon-wieder-vergessen/">Burma-Studie</a> (siehe auch <a href="http://blog.metaroll.de/2007/10/01/mobilisierungsmuster-in-der-blogosphaere/">hier</a>) stützen, die wir letzten Herbst durchgeführt hatte.</p>
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		<title>Prof. Dr. WordPress</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Mar 2008 13:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frage, wo denn die ganzen bloggenden Professoren, Forscher und Dozenten seien, hatten wir ja schon mehrere Male hier oder an anderen Orten ausgiebig diskutiert (auch die Netzeitung hatte das Thema seinerzeit aufgegriffen). Mit dem Wissenschafts-Spartenkanal der metaroll lässt sich nun ein erstes Gesamtbild der wissenschaftlichen Subblogosphäre zeichnen. Zunächst die frohe Botschaft: es gibt sie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Die Frage, wo denn die ganzen bloggenden Professoren, Forscher und Dozenten seien, hatten wir ja schon mehrere Male <a href="http://blog.metaroll.de/2007/09/14/tis-all-in-pieces-all-coherence-gone-wissenschaftskommunikation-im-web-20/">hier</a> oder an <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/09/16/bloggende-professoren-die-liste/">anderen</a> <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/12/was-sollen-was-koennen-wissenschaftsblogs-leisten-blogs-als-instrument-der-internen-wissenschaftskommunikation/">Orten</a> <a href="http://www.communixx.de/index.php/bloggende-professoren/">ausgiebig</a> <a href="http://log.netbib.de/archives/2007/09/24/bloggende-professoren/">diskutiert</a> (auch die Netzeitung hatte das Thema seinerzeit <a href="http://www.netzeitung.de/internet/713390.html">aufgegriffen</a>). Mit dem Wissenschafts-Spartenkanal der metaroll lässt sich nun ein erstes Gesamtbild der wissenschaftlichen Subblogosphäre zeichnen.</p>
<p>Zunächst die frohe Botschaft: es gibt sie, die bloggenden WissenschaftlerInnen und Wissenschaftlerblogs und es sind mehr als man denkt. Mehr als 200, aber wahrscheinlich noch weniger als 300 dürften es alles in allem sein. Wenn man überlegt, dass noch vor einem Jahrzehnt &#8220;Homepages&#8221; eine Besonderheit von Informatik-Lehrstühlen darstellte (ich hatte damals selbst einige Lehrstuhlhomepage-Premieren verwirklicht), ist das doch ein recht ordentliches Ergebnis.</p>
<p>Interessant ist auch die Tatsache, dass es bei den Wissenschaftsblogs gar keinen so ausgeprägten <em>Long Tail</em> gibt, wie man auf in dieser Grafik gut erkennen kann (aufgezeichnet ist die Anzahl der Verlinkungen in den letzten 6 Monaten, <em>Technorati-Authority</em>):</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:100,86.52,73.03,71.91,60.67,51.69,49.44,49.44,46.07,43.82,43.26,41.01,34.27,33.71,33.15,32.58,32.02,30.34,28.09,25.84,23.03,22.47,22.47,21.91,21.91,21.91,21.35,20.79,20.22,17.98,15.73,14.61,14.04,12.36,12.36,11.8,11.8,11.8,11.8,11.8,11.8,10.67,10.67,10.67,9.55,9.55,9.55,9.55,9.55,9.55,8.99,7.87,7.87,7.87,7.87,7.87,7.3,6.74,6.74,6.74,6.74,6.74,6.74,6.18,6.18,5.62,5.06,5.06,5.06,5.06,5.06,5.06,4.49,4.49,4.49,4.49,4.49,3.93,3.93,3.93,3.93,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,3.37,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.81,2.25,2.25,2.25,2.25,2.25,2.25,2.25,2.25,2.25,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.69,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,1.12,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0.56,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0&#038;chco=76A4FB&#038;chls=2.0&#038;chs=200x125&#038;chxs=0,0000dd,10|1,0000dd,12,0" class='center' align='center' /></p>
<p>Es gibt einige Blogs, die sehr oft verlinkt werden, dann ein recht breites Mittelfeld und schließlich einige Blogs, die nie oder fast gar nicht verlinkt werden. Aber das sind nicht so viele wie in der &#8220;großen&#8221; Blogosphäre. Beim Durchforsten der Blogrolls nach Wissenschaftsblogs bin ich wieder auf einige Blogs gestoßen, die ich noch gar nicht kannte, was einmal mehr das <em>Zweite Grundgesetz der Blogosphäre</em> bestätigt:</p>
<blockquote><p>
Zu jedem Thema gibt es immer noch mindestens ein Blog, das man noch nicht kennt.
</p></blockquote>
<p>Deshalb liebe Kollegen Wissenschaftsblogger: vernetzt euch, verlinkt euch, kommt ins Gespräch, quer zu den Disziplinen, quer zu den politischen Orientierungen! Denn mit der internen Vernetzung steigt auch die externe Vernetzung und Sichtbarkeit.</p>
<p>Um nicht nur die Topblogs zu verlinken, hier ein paar interessante Wissenschaftsblogs aus den &#8220;hinteren Bereichen&#8221; der Liste:</p>
<ul>
<li>Im <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/gedickicht/">GeDICKicht</a> wirft Richard Zinken bloggerisch einen wissenschaftlich geprägten Blick auf Gedichte. Es geht dabei weniger als um eine Analyse der Lyrik als vielmehr um das frei-assoziative Erkunden von Verbindungen zwischen den Welten der Poesie und der Wissenschaft. Etwas ähnliches machen wir auch in unserer <a href="http://kuirejo.de/">Molekularküche</a> &#8211; dort geht es aber um das Terrain zwischen der Kochkunst und der Wissenschaft. Er sollte nur bald einmal wieder etwas schreiben, der Herr Zinken!
<li>Von interaktive Lernumgebungen über eAssessments bis hin zum eMobbing reicht die Themenvielfalt des <a href="http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_wolf/">Blogs von Karsten D. Wolf</a>, der an der Uni Bremen zum Thema &#8220;Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen&#8221; forscht und lehrt.
<li><a href="http://blog.safog.com/">BlogSchafftWissen</a> ist ein spannendes naturwissenschaftlich ausgerichtetes Blog, das ruhig etwas mehr Beachtung finden dürfte. Dort bloggt 	Klaus Delueg von Südtirol aus immer wieder interessante Beiträge über den Klimawandel.
<li>Seit Januar bloggt Tobias Eberwein vom Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund auf <a href="http://www.coolepark.de/">coolepark.de</a> zu journalistisch-medienwissenschaftlichen Themen. Da werde ich auf jeden Fall öfters einmal hineinsehen.
<li>Ich kann es kaum glauben, aber dem Archiv nach gibt es das <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/pazzini/">Blog von Karl-Heinz Pazzini</a>, Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg, schon seit 1996. Die Postingfrequenz ist zwar sehr gering (z.T. nur zwei Beiträge im Jahr), aber dafür findet man dort einige spannende Videos zur Zukunft der akademischen Lehre.
<li>ePUSH ist der Selbstbeschreibung nach &#8220;ist Vernetzungs- und Integrationsprojekt, das innerhalb der Laufzeit von zwei Jahren Strukturen der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft [der Uni Hamburg, BK] zusammenführen, entwickeln und nachhaltig etablieren soll.&#8221; <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/epush/">Hier</a> ist das Projektblog dazu.
<li><a href="http://homosociologicus.wordpress.com/">Hier</a> bloggt der homo sociologicus Martin Booker über &#8230; richtig! Soziologie. Gehört natürlich auch in jeden gut sortierten sozialwissenschaftlichen Feedreader.
<li>Ebenfalls erst seit gerade eben in meinem Feedreader ist &#8220;<a href="http://hobohm.edublogs.org/">Hobohms Library and Information Science Blog</a>&#8220;, in dem Hans-Christoph Hobohm von der FH Potsdam über Social Software im Bibliothekswesen bloggt.
<li>Fast schon vor meiner Haustür gibt es dann auch noch das <a href="http://piazza.ifkw.lmu.de/">Piazza-Blog</a> des Instituts für Kommunikationswissenschaften der LMU, für das sowohl Professoren und Instituts-Mitarbeiter als auch Studenten und <a href="http://www.bevehl.de/">Alumni</a> schreiben. Klasse Idee. Auch dieses Blog kannte ich bisher nicht, es ist nicht einmal bei Technorati verzeichnet.
<li>Außerdem interessant: &#8220;<a href="http://layrinha.wordpress.com/">Nach der Uni ist vor der Uni</a>&#8220;, ein klassisches PhD-Blog von Barbara Rampf, Doktorandin am gerade erwähnten Institut für Kommunikationswissenschaften der LMU.
</ul>
<p>Viele der Wissenschaftsblogs in der Liste findet man auch im <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net">Wissenschafts-Café</a>, wo man demnächst vielleicht sogar spartenbezogene Feeds abonnieren kann. Ansonsten sei auf die noch jungen Portale <a href="http://www.scienceblogs.de">Scienceblogs.de</a> und die <a href="http://www.scilogs.de">Scilogs</a> verwiesen, in denen sich viele sehr interessante Blogs finden, von denen es sicher einige ganz nach oben schaffen werden.</p>
<p>Weitere Hinweise auf Wissenschaftsblogs, die in der <a href="http://www.metaroll.de/science">metaroll-Liste</a> noch nicht verzeichnet sind, bitte in die Kommentare. Danke!</p>
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		<title>metaroll Channels für Wissenschafts- und Medienblogs</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/19/metaroll-channels-fuer-wissenschafts-und-medienblogs/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 17:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter den Bezeichnungen &#8220;metaroll SCIENCE&#8221; und &#8220;metaroll MEDIA&#8221; habe ich die ersten beiden Themen-Channels der metaroll eröffnet. Damit gibt es jetzt eine Möglichkeit, auch thematisch abgegrenzte Teilbereiche der deutschsprachigen Blogosphäre anzuzeigen und nach verschiedenen Kriterien wie der Technorati-Authority, der Anzahl der verlinkenden Blogrolls sowie dem Verhältnis dieser beiden Größen zu sortieren. In Kürze wird es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a href="http://www.metaroll.de/science"><img src="http://www.metaroll.de/metarollscience.png" class='left' align='left' /></a>Unter den Bezeichnungen &#8220;<a href="http://www.metaroll.de/science">metaroll SCIENCE</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.metaroll.de/media">metaroll MEDIA</a>&#8221; habe ich die ersten beiden Themen-Channels der metaroll eröffnet. Damit gibt es jetzt eine Möglichkeit, auch thematisch abgegrenzte Teilbereiche der deutschsprachigen Blogosphäre anzuzeigen und nach verschiedenen Kriterien wie der Technorati-Authority, der Anzahl der verlinkenden Blogrolls sowie dem Verhältnis dieser beiden Größen zu sortieren.</p>
<p>In Kürze wird es darüber hinaus möglich sein, die Vernetzung dieser Teilbereiche zu visualisieren. Momentan <a href="http://www.metaroll.de/metaroll.php?action=graph&#038;url=http://blog.metaroll.de/">gibt es</a> diese Vernetzungsdarstellung nur für einzelne Blogs, also egozentriert, wobei das verwendete Script noch recht buggy zu sein scheint und sehr (zu) lange zum Aufbau braucht.</p>
<p><a href="http://www.metaroll.de/science"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/metaroll-science.png' alt='metaroll-science.png' /></a></p>
<p>Anzumerken ist, dass man derartige Listen immer nur cum grano salis nehmen sollte, denn sie erwecken allein durch das Prinzip ihrer Rangfolge den Eindruck, dass &#8220;oben&#8221; gleichbedeutend ist mit &#8220;besserer Qualität&#8221;. Tatsächlich wird nichts weiter gemessen als die Anzahl der Blogs, die im letzten halben Jahr das entsprechende Blog verlinkt haben (Technorati-Authority) oder die Anzahl der Blogs, die das entsprechende Blog in ihrer Blogroll haben. Zu diesem Thema hat sich in der <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/19/die-populaersten-wissenschaftlichen-blogs-wissenschaftsblog-charts-032008/">Wissenswerkstatt</a> eine interessante Diskussion entfaltet.</p>
<p>Das ist selbstverständlich nur eine Richtung, aus der man die Blogosphäre betrachten und navigieren kann. Eine andere ist das <a href="http://www.metaroll.de/metablog.php?url=http://www.wissenswerkstatt.net/">&#8220;Surfen&#8221; über die metablogs</a>, auf denen angegeben ist, welche Blogs ein Blog verlinken und vor allem: welche Blogs mit einem Blog &#8220;verwandt&#8221; sind (bzw. häufig gemeinsam in Blogrolls auftauchen).</p>
<p>Welche Themenkanäle wären für die metaroll außerdem noch sinnvoll? Genuss? Berufe?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum wir eine Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung brauchen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 22:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[UPDATE: Mittlerweile wurde eine Arbeitsgemeinschaft Social Media gegründet. Eine spannende Diskussion über die Messbarkeit von Onlinecommunities hat auf dem BarCamp in Hannover stattgefunden (vgl. dazu die Beiträge von Kai-Uwe Hellmann, Michael Ellensohn). Ich war leider nicht dort, hatte jedoch auf diesem Blog ebenfalls etwas über diese Thema geschrieben und mit der metaroll den Versuch unternommen, [...]]]></description>
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<p><b>UPDATE: Mittlerweile wurde eine <a href="http://ag-sm.de">Arbeitsgemeinschaft Social Media</a> gegründet.</b></p>
<p>Eine spannende Diskussion über die Messbarkeit von Onlinecommunities hat auf dem BarCamp in Hannover stattgefunden (vgl. dazu die Beiträge von <a href="http://markeninstitut.wordpress.com/2008/02/24/community-metrics/">Kai-Uwe Hellmann</a>, <a href="http://www.internetszene.com/2008/02/26/kennzahlen-zur-community-forschung-1/">Michael Ellensohn</a>). Ich war leider nicht dort, hatte jedoch auf diesem Blog ebenfalls <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/07/wie-misst-man-den-erfolg-eines-weblogs/">etwas</a> über diese Thema geschrieben und mit der <a href="http://www.metaroll.de">metaroll</a> den Versuch unternommen, eine alternative Blogrollmetrik zu entwickeln, mit der die langfristige Relevanz von Blogs sowie ihre dauerhafte Vernetzung untereinander dargestellt werden können. <a href="http://www.rivva.de">Rivva</a> bietet Informationen darüber, welche Themen in der Blogosphäre am intensivsten diskutiert werden und welche Blogs „aus Schneebällen Lawinen rollen“, so Frank Westphal. Außerdem gibt es natürlich auch noch die auf der Verlinkung von Einträgen und Blogs basierende <a href="http://www.technorati.com">Technorati-Authority</a>, die z.B. auch die Grundlage für die <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">Deutschen Blogcharts</a> sind.</p>
<p>Zugleich fehlen nach wie vor grundlegende Informationen, zum Beispiel darüber, wie groß die deutschsprachige Blogosphäre überhaupt ist (unter Berücksichtigung von Serien- und Multibloggern sowie Weblogvakanzen), wie relevant die dort diskutierten Themen für massenmediale Öffentlichkeiten sind (die Annahmen reichen von einer selbstreferentiellen <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/942/160504/">Copy-and-Paste-Kultur</a> bis hin zum <a href="http://publishing2.com/">Nachfolger der Printzeitungen</a>) und vor allem auch: von wem die Millionen von Einträgen überhaupt gelesen werden. Wie sieht die soziokulturelle und demographische Struktur der Blogleser aus und wie verändert sich diese im Lauf der Zeit? Wie groß ist das <a href="http://www.kaushik.net/avinash/2008/01/measuring-online-engagement-what-role-does-web-analytics-play.html">Engagement</a> im Neuen Netz tatsächlich? Kurz: der Forschungsbedarf ist nicht zu übersehen.</p>
<p>Warum sollte sich die Blogosphäre mit diesem Thema überhaupt auseinandersetzen? Liegt der besondere Charme der Blogs nicht gerade in ihrer Authentizität, Leidenschaftlichkeit und Unprofessionalität? Das mag in zahlreichen Fällen zutreffen. Doch zugleich gilt: Wenn die Blogger das nicht selber machen, wird es jemand anderer für sie erledigen. Im Zweifelsfall sind das die großen Verlage und Medienhäuser, deren Engagement auf dem Web 2.0-Sektor nicht mehr zu übersehen ist (siehe dazu auch den taz-Beitrag &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ein-guetesiegel-muss-her/">Ein Gütesiegel muss her</a>&#8220;).</p>
<p>Um das Heft selbst in der Hand zu behalten und sich nicht fremd bestimmen zu lassen, wäre zum Beispiel die Gründung eines Vereins oder einer <b>Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung</b> denkbar, mit dessen Hilfe sich die Blogosphäre für folgende Ziele einsetzen könnte:</p>
<ul>
<li><b>Wissenschaftliche Erforschung</b> der Blogosphäre und Online-Communities, zum Beispiel in Studien nach dem Modell „Wie ich blogge?!“. Bislang wird dieses Thema regelmäßig und in großem Umfang vor allem von Marktforschungsunternehmen und den Forschungsabteilungen der Medienhäuser bedient. Das Feedback der Ergebnisse in die Blogosphäre lässt dabei zu wünschen übrig. Die sozialwissenschaftliche Forschung ist aufgrund äußerer Bedingungen wie Projektlaufzeiten und Qualifizierungsarbeiten eher episodisch und erlaubt keine Aussagen über die Entwicklung der Blogs im zeitlichen Längsschnitt. Deshalb wäre es wichtig, wenn die Blogosphäre selbst über ihre eigene Vermessung verfügen könnte.
<li>Neben der Forschung wäre eine weitere wichtige Funktion die <b>politische Interessenvertretung</b>. Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung und Kommentarhaftung werden zwar in den Blogs intensiv diskutiert, davon ist jedoch in Berlin zu wenig angekommen, da die Politik keinen Ansprechpartner hat, der die Interessen der Blogger gebündelt vertreten kann. Dabei geht es auf längere Sicht auch um den Schutz von Bloggern unter dem Dach der Pressefreiheit, z.B. was ihren Umgang mit vertraulichen Quellen betrifft. Das heißt aber auch, dass ein solcher Verein das Thema Bloggerethik auf die Tagesordnung setzen müsste.
</ul>
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		<title>Tyler Brûlé und der Scheingegensatz von Blogs und Zeitungen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 09:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder einmal spricht die Blogosphäre über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Zeitungsjournalismus und Weblogs. Tyler Brûlé, Herausgeber einer der schönsten Zeitschriften zur Zeit, lobt auf der einen Seite den demokratisierenden Charakter der Blogs, stellt aber auch fest, dass viele Blogger keine eigenen Stories im Sinne des investigativen Journalismus produzieren und in Zweifelsfällen nicht [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/375779781_44482dc707_m.jpg' alt='375779781_44482dc707_m.jpg' class='left' align='left' />Wieder einmal spricht die Blogosphäre über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Zeitungsjournalismus und Weblogs. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tyler_Br%C3%BBl%C3%A9">Tyler Brûlé</a>, Herausgeber <a href="http://www.monocle.com">einer der schönsten Zeitschriften zur Zeit</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/942/160504/">lobt</a> auf der einen Seite den demokratisierenden Charakter der Blogs, stellt aber auch fest, dass viele Blogger keine eigenen Stories im Sinne des investigativen Journalismus produzieren und in Zweifelsfällen nicht so viel riskieren können, weil ihnen ein starkes Verlagshaus fehlt, das sie finanziell und juristisch unterstützen kann (Stichwort: <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2008/02/07/knieper-von-marions-kochbuch-ist-im-fernsehen-und-mahnt-mich-ab-weil-ich-einen-screenshot-davon-veroffentliche/">Abmahnwellen</a>).</p>
<p>Ich denke, Brûlés &#8220;Kritik&#8221;, die eigentlich gar keine ist, trifft zu, allerdings nicht nur für Weblogs, sondern jegliche Art von Bürgerjournalismus oder Amateur-Publizistik. Wobei es auch Ausnahmen gibt, wie zum Beispiel den <a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/259-Bueffel-plaediert-fuer-Medienkompetenz-bei-Journalisten.html">Fall des US-Bloggers Joshua Marshall</a>, der sich mit der Entlassung von Bundesstaatsanwälten auseinandersetzte und dort auf <del>Un</del>Regelmäßigkeiten gestoßen ist, oder den &#8220;Journalisten 2.0&#8243; <a href="http://thefutureofnews.com/2008/03/02/shouldnt-old-media-be-concerned-that-matt-drudge-the-worlds-most-powerful-journalist-bears-no-resemblance-to-traditional-journalists/">Matt Drudge</a>. Dieses (seltene) Beispiel für investigativen Blogjournalismus wurde mit dem George-Polk-Preis für Berichterstattung im Justizbereich ausgezeichnet. Es klappt also doch, wobei es in Deutschland auf Grund der Rechtslage noch schwieriger sein dürfte, derart brisantes Material in einem Blog zu veröffentlichen.</p>
<p>Weblogs und Tageszeitungen unterscheiden sich also gar nicht so sehr in den Themen oder der Selbstreferentialität. Genauso wie Zeitungen selbstreferentiellen Klatsch über die Zeitungswelt veröffentlichen können, sind Blogger in der Lage, spannende Stories zu recherchieren und zu schreiben. Voraussetzung dafür sind jedoch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Dazu gehören dann vielleicht die folgenden Punkte:</p>
<ul>
<li><em>Finanzielle Anerkennung</em> des Bloggens. Denn aufwändige Recherchearbeit muss erst einmal finanziert werden. Dasselbe gilt allerdings auch für den Zeitungsjournalismus, denn auch hier sieht man, wie die Qualität der Recherche im Fall unterbezahlter Freier ohne &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/03/02/lang-lebe-der-narzissmus/">festangestellte Rolls-Royce-Gesichter</a>&#8221; leidet. Womöglich wäre auch für Blog-Artikel ein <a href="http://bernetblog.ch/2008/02/25/journalismus-20-runter-mit-der-rendite-rein-in-multimedia/">Recherche-Stiftungsmodell à la Robert Rosenthal</a> praktikabel?
<li><em>Juristische Unterstützung</em>. Also so eine Art Blogger-Rechtsschutzversicherung oder -fonds, um auch dann noch investigativ recherchieren zu können, wenn große und finanzstarke Konzerne davon betroffen sind. Die Stärke des Formats &#8220;Weblog&#8221; liegt in der Publikation von Meinungen und Analysen, im Idealfall auch unbequemen Meinungen. Das geht aber nur, wenn die Möglichkeiten, Blogger unter Druck zu setzen nicht allzu groß sind
<li>Vielleicht auch <em>Blogger-Presseausweise</em>? Damit könnten sich auch Blogger bei offiziellen Veranstaltungen akkreditieren lassen. Diesen Punkt sehe ich allerdings als unproblematisch, da immer mehr Veranstalter auch Blogger akkreditieren und zudem der Presseausweis immer mehr zu einer Rabattkarte für schreibende Schnäppchenjäger wird.
</ul>
<p>Wenn man sich das steigende <a href="http://davefleet.com/2008/03/edelmans-trust-barometer-2008-social-media-rising-word-of-mouth-still-king/">Vertrauen</a> gerade der &#8220;Meinungsführer&#8221; in soziale Medien wie Weblogs betrachtet &#8211; nach einer aktuellen Umfrage ist in den USA das &#8220;<a href="http://medienkonvergenz.com/2008/03/01/internet-ist-jetzt-wichtigstes-nachrichtenmedium-fuer-amerikaner/">Internet damit erstmals zum klar dominierenden News-Medium geworden</a>&#8221; -, wird die Frage immer wichtiger, wie die Blogger mit diesem Vertrauensvorschuss umgehen. Beziehungsweise nach den strukturellen Grundlagen dafür, diesem Vertrauen gerecht zu werden.</p>
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		<title>Der meinVZ-Buzz ist vorbei</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 09:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach zwei Tagen ist der Buzz um das neue Netzwerk meinVZ auch schon wieder vorüber. Auch die damit verbundenen Netzwerke studiVZ und schülerVZ, die ebenfalls von dem Buzz profitieren konnten sind wieder auf ihre normalen Werte zurück, wie der Blick auf das aktuelle Diagramm zeigt: Nun liegt wieder MySpace als meistdiskutiertes Netzwerk vorne, gefolgt von [...]]]></description>
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<p>Nach zwei Tagen ist der <a href="http://blog.metaroll.de/2008/02/28/studivz-schuelervz-und-meinvz-dominieren-den-community-buzz-der-blogosphaere/">Buzz um das neue Netzwerk meinVZ</a> auch schon wieder vorüber. Auch die damit verbundenen Netzwerke studiVZ und schülerVZ, die ebenfalls von dem Buzz profitieren konnten sind wieder auf ihre normalen Werte zurück, wie der Blick auf das aktuelle Diagramm zeigt:</p>
<p><a href="http://metaroll.de/rw.php?type=sns&#038;show=1m"><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:6.86,15.16,21.66,27.44,24.55,26.71,19.49,20.94,6.5,2.89,22.38,24.19,23.47,22.38,16.97,16.97,15.88,19.13,18.05,9.03,13,19.86,14.8,12.64,18.05,20.58,36.1,31.41,19.86,22.02,16.61|0.72,1.81,3.25,16.25,3.61,13,10.47,5.78,0.72,2.89,10.47,10.47,10.83,9.75,11.19,2.17,7.22,8.66,13.72,7.58,5.05,9.39,2.53,2.89,9.39,12.64,17.33,10.47,10.47,9.39,3.97|1.81,2.53,19.49,19.86,16.61,21.3,20.94,16.97,11.19,2.89,12.27,20.58,27.44,27.08,16.97,13.72,16.61,25.27,23.47,11.91,11.55,16.61,7.22,5.78,14.08,12.64,94.95,100,37.18,27.08,10.11|0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,1.08,0,0.72,0.72,0,0,0,15.88,62.45,14.8,6.14,3.61|1.44,0.72,3.25,1.44,0.72,2.17,1.81,2.53,0.72,1.81,1.81,2.53,2.17,1.81,1.44,2.89,2.53,10.83,7.22,3.25,3.97,2.89,2.17,1.81,4.69,3.25,13.36,28.52,12.27,4.69,3.97|14.08,38.27,42.96,54.51,51.62,48.38,47.65,51.26,37.18,41.52,47.65,56.68,51.99,62.09,50.54,38.27,29.6,40.79,40.07,25.63,40.43,36.46,26.71,28.52,42.24,37.91,62.82,48.74,49.82,37.91,32.49|0,0.72,1.08,0.72,5.42,2.53,2.53,0.72,0.72,0.36,1.08,1.44,2.17,1.08,2.89,1.44,0.36,2.53,1.81,1.08,0.72,2.53,1.81,0.72,1.44,1.81,0.72,1.44,2.17,1.08,0.36|0.36,0.36,0.36,1.08,0.36,1.08,2.53,0.36,0.72,0,0.36,0.72,1.81,0.36,0,0.36,0.36,0.36,1.08,0.36,0.36,0,0,0.36,3.25,2.53,0.72,0.72,0.72,0.36,0&#038;chxt=x,y&#038;chdl=Facebook|Xing|StudiVZ|meinVZ|SchuelerVZ|MySpace|Lokalisten|LinkedIn&#038;chs=500x300&#038;chco=003e84,6ab736,5181c6,eeab90,da5800,ff3333,bbbbbb,00999f&#038;chxl=1:|0|277|0:||2.2.2008||||6.2.2008||||10.2.2008||||14.2.2008||||18.2.2008||||22.2.2008||||26.2.2008||||1.3.2008|" /></a></p>
<p>Nun liegt wieder MySpace als meistdiskutiertes Netzwerk vorne, gefolgt von Facebook. Bemerkenswert ist allerdings, dass es die <a href="http://www.neunetz.com/2008/03/01/facebook-jetzt-auf-deutsch/">deutschsprachige Internationalisierung von Facebook</a> nahezu überhaupt nicht geschaft hat, die Blogosphäre zum Brummen zu bringen. Vielleicht hat sich der meinVZ-Buzz schon allein deshalb für die Holtzbrinck-Gruppe gelohnt, weil er diese Nachricht der Konkurrenz &#8220;<a href="http://pmeyer.wordpress.com/2008/03/02/das-neue-meinvz-ein-koder-fur-facebook/">auslöschen</a>&#8221; konnte? Da sich mit dem hier verwendeten Tool leider noch keine Aussagen treffen lassen, ob es ein positiver oder negativer Buzz ist, gibt es auch keine Auskunft darüber, ob sich an den <a href="http://www.deutsche-startups.de/2008/03/03/communitys-und-ihr-image/">Imageproblemen von studiVZ und schülerVZ</a>, die ethority <a href="http://www.ethority.de/weblog/index.php/archives/2008/ethority-studie-so-redet-das-web-20-uber-social-networks-teil-2/">herausgefunden</a> haben, etwas geändert hat.</p>
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		<item>
		<title>Reputationsmanagement und &#8220;Google&#8217;s unforgiving memory&#8221; &#8211; Soloves Buch &#8220;The Future of Reputation&#8221; als eBook downloadbar</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/27/reputationsmanagement-und-googles-unforgiving-memory-soloves-buch-the-future-of-reputation-als-ebook-downloadbar/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 22:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ehrwürdige Yale University Press (vor 100 Jahren gegründet) macht es vor: Das aktuelle Buch von Daniel Solove (Unihomepage, Blog), das sich mit dem Problem des digitalen Reputationsmanagements befasst, wurde unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlich und lässt sich kapitelweise als PDF-Dokumente herunterladen. Nachdem Solove in dem Vorgänger &#8220;The Digital Person&#8221; die Datensammelwut der Unternehmen und [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/reputation.png' alt='reputation.png' class='left' align='left' />Die ehrwürdige <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yale_University_Press">Yale University Press</a> (vor 100 Jahren gegründet) macht es vor: Das aktuelle Buch von Daniel Solove (<a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/">Unihomepage</a>, <a href="http://www.concurringopinions.com/">Blog</a>), das sich mit dem Problem des digitalen Reputationsmanagements befasst, wurde unter einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">Creative Commons-Lizenz</a> veröffentlich und lässt sich <a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/Future-of-Reputation/text.htm">kapitelweise als PDF-Dokumente herunterladen</a>.</p>
<p>Nachdem Solove in dem Vorgänger &#8220;<a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/Solove-Digital-Person.htm">The Digital Person</a>&#8221; die Datensammelwut der Unternehmen und des Staats unter die Lupe genommen hat, geht es in &#8220;<a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/Future-of-Reputation/text.htm">The Future of Reputation</a>&#8221; jetzt um die Informationen, die wir &#8211; die Internetnutzer &#8211; freiwillig über uns verbreiten. Zum Problem wird das Ganze dann, wenn man Informationen über sich selbst veröffentlicht hat, die man später bereut (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Star_Wars_kid">Star Wars-Kid</a> oder gerade eben erst <a href="http://videos.leparisien.fr/video/iLyROoaftL1D.html">Nicolas Sarkozy</a>). Oder noch schlimmer: Wenn andere Personen reputationsschädigende Informationen über einen selbst verbreiten, die dann kaum mehr kontrolliert werden können (also digitale Rufmorde oder Hexenjagden wie in dem Fall des koreanischen &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dog_poop_girl">dog-poop girl</a>&#8220;, den Solove zitiert, oder z.B. die BILD-Leserreporter). Doch gleichzeitig gilt es auch das grundlegende Recht auf freie Meinungsäußerung zu bewahren. Das ist das Spannungsfeld, mit dem sich Solove in dem Buch auseinandersetzt:</p>
<blockquote><p>
This is a book about how the free flow of information on the Internet can make us less free.
</p></blockquote>
<p>Es geht also um das Problem der Freiheit im Internet. Auf der einen Seite die ganzen positiven Effekte, die zum Beispiel mit dem Bloggen verbunden sind, wie zum Beispiel die Unabhängigkeit von Redakteuren und Zeilenlimits:</p>
<blockquote><p>
Blogging brings instant gratification. I can quickly work up my thoughts into a post and publish them to the website for the world to read. People then post comments, and I can have a discussion with them. Blogging has allowed me to explore many an idea that might have languished in a forgotten corner of my mind.
</p></blockquote>
<p>Auf der anderen Seite gelangen über Blogs auch Informationen in die mittlerweile globalisierte und <a href="http://www.marktschreyer.de/online-marketing/allwissendes-internet-bedrohung-oder-chance-fur-ihr-marketing/">unvergängliche</a> &#8211; Google ist ein &#8220;<a href="http://www.docuverse.com/blog/donpark/2005/06/08/korean-netizens-attack-dog-shit-girl#comment_6283">grausamer Historiker</a>&#8221; &#8211; Internetöffentlichkeit, die die persönliche Freiheit des Bloggers oder anderer Personen einschränken können. Schnell wird dabei deutlich, dass man im Fall der &#8220;Generation Google&#8221; mit den herkömmlichen Unterscheidungen wie etwa zwischen einer (i.d.R. häuslichen) Privatsphäre und einer öffentlichen Sphäre nicht mehr so richtig weiter kommt. Sind Blogs öffentliche oder private Meinungsäußerungen? Agora oder Tagebuch?</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/2227505888_4bd1090c41_m.jpg' alt='2227505888_4bd1090c41_m.jpg' class='right' align='right' />Dazu kommt, dass die Viralität des Internets (endlich einmal kann ich dem Titel dieses Blogs gerecht werden) die für die moderne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funktionale_Differenzierung">funktional-differenzierte Gesellschaft</a> grundlegende Unterteilung in verschiedene mehr oder weniger isolierte Sphären hinfällig machen kann. Funktionale Differenzierung (&#8220;Teilinklusion&#8221;) garantiert, dass das, was ich mit meinen Arbeitskollegen, mit meinem Weinhändler und mit meinen Kindern bespreche, nicht ineinander fließt, sondern mir erlaubt, verschiedene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Rolle">Rollen</a> einzunehmen: wissenschaftlicher Mitarbeiter, Kunde und Vater. Mit MySpace, Facebook und Weblogs gibt es immer mehr Lecks in diesem Differenzierungsgebäude, die mittlerweile das <a href="http://www.dieschnipseljagd.de/?p=128">neue</a> <a href="http://www.ethority.de/weblog/index.php/archives/2008/reputation-defender-us-dienst-fur-monitoring-und-reputation-management-startet-jetzt-in-deutschland/">Geschäftsfeld</a> des <a href="http://blog.myonid.de/index.php/2008/02/27/warum-reputationsmanagement-mehr-ist-als-das-suchen-nach-personendaten/">Reputationsmanagements</a> ins Leben gerufen haben:</p>
<blockquote><p>
Everybody’s googling. People google friends, dates, potential employees, long-lost relatives, and anybody else who happens to arouse their curiosity.
</p></blockquote>
<p>Mittlerweile gibt es sogar bereits spezialisierte <a href="http://blog.suxess24.com/2008/02/23/personensuchmaschinen-das-web-vergisst-nichts/">Personensuchmaschinen</a> wie <a href="http://blog.yasni.de/?page_id=76">yasni</a>.</p>
<p>Der erste Teil des Buches versucht sich in einer Bestandaufnahme der digitalen Reputation von den neuen Techniken der Informationsverbreitung über den Wandel von Klatsch im digitalen Zeitalter bis hin zu Praktiken des <em>naming and shaming</em>. Der zweite Teil zieht dann rechtliche Schlussfolgerungen daraus und bearbeitet das Spannungsfeld zwischen freier Meinungsäußerung und Rufschädigung anderer, formuliert einen angemessenen Begriff der Privatsphäre und wirft einen Blick auf die rechtlichen Regulierungsmöglichkeiten.</p>
<p>Ich habe bis jetzt nur das erste Kapitel ganz gelesen und in den Rest nur kurz hineingesehen, möchte aber auf jeden Fall schon einmal eine Leseempfehlung aussprechen. Und dann am besten das Buch auch noch in der Papierversion <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0300124988">kaufen</a>, damit sich das CC-Experiment für den Yale-Verlag lohnt. (<a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2008/02/23/the_future_of_r.html">via</a>)</p>
<p><small>(Abbildung <a href="http://flickr.com/photos/souravdas/2227505888/">&#8220;Spanish Wine Shop 1873&#8243;</a> von souravdas)</small></p>
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			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/02/27/reputationsmanagement-und-googles-unforgiving-memory-soloves-buch-the-future-of-reputation-als-ebook-downloadbar/feed/</wfw:commentRss>
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