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	<title>viralmythen &#187; web2.0</title>
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		<title>Networking auf dem DLD</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nebenan bei im hübschen Datenblog habe ich mir einmal die Twitter-Diskussionen zur diesjährigen DLD-Konferenz vom Kongressvorabend bis zum heutigen Montag angesehen. Man sieht sehr schön, wie sich die Aufmerksamkeit von Tag zu Tag im Netzwerk verschiebt. Ich bin gespannt, wie sich das zum letzten Tag noch einmal ändert. Außerdem werde ich abschließend auch noch einmal [...]]]></description>
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<p><a href="http://beautifuldata.net/2012/01/networking-dld/">Nebenan bei im hübschen Datenblog</a> habe ich mir einmal die Twitter-Diskussionen zur diesjährigen DLD-Konferenz vom Kongressvorabend bis zum heutigen Montag angesehen. Man sieht sehr schön, wie sich die Aufmerksamkeit von Tag zu Tag im Netzwerk verschiebt. Ich bin gespannt, wie sich das zum letzten Tag noch einmal ändert. Außerdem werde ich abschließend auch noch einmal die Twitternachrichten selbst betrachten, um Muster herauszufinden. Das zum Beispiel war der Montag:</p>
<p><a href="http://beautifuldata.net/wp-content/uploads/2012/01/DLD12_EarlyMonday.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-97" title="DLD12_EarlyMonday" src="http://beautifuldata.net/wp-content/uploads/2012/01/DLD12_EarlyMonday-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://beautifuldata.net/2012/01/networking-dld/">Hier geht&#8217;s zum Artikel.</a></p>
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		<title>Die Communitas der Early Adopters</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 21:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[ethnologie]]></category>
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		<category><![CDATA[early adopters]]></category>
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		<description><![CDATA[Über den Begriff &#8220;Communitas&#8221; bin ich in meinen Ethnologieseminaren immer wieder gestolpert. Der große Symboldeuter Victor Turner hatte diesen Begriff verwendet, um eine Erfahrung zu beschreiben, die häufig in Zusammenhang mit einem Übergang auftritt. In vielen Ritualen tauchen solche Schwellenzustände auf, in denen auf einmal die gewöhnlichen Strukturen des Alltags aufgehoben werden und alle auf [...]]]></description>
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<p>Über den Begriff &#8220;Communitas&#8221; bin ich in meinen Ethnologieseminaren immer wieder gestolpert. Der große Symboldeuter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Turner">Victor Turner</a> hatte diesen Begriff verwendet, um eine Erfahrung zu beschreiben, die häufig in Zusammenhang mit einem Übergang auftritt. In <a href="http://books.google.de/books?id=IBRuiOX8VEEC">vielen Ritualen</a> tauchen solche Schwellenzustände auf, in denen auf einmal die gewöhnlichen Strukturen des Alltags aufgehoben werden und alle auf derselben Stufe stehen (wobei es eigentlich gar keine Stufen mehr gibt). Wenn die Schwelle dann überschritten wird, festigt sich die Struktur wieder und die Teilnehmer des Rituals haben sich auf einmal verändert und besitzen z.B. einen neuen sozialen Status.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/Technology-Adoption-Lifecycle.png" alt="" width="500" /></p>
<p>Ich glaube, dass die Faszination der Early Adopters diesem Communitas-Zustand, also einem ganz intensiven Gefühl, gerade etwas bedeutendes gemeinsam zu erleben, ähnelt. Gerade Social-Media-Plattformen wie Twitter, Pownce (&#8220;egak&#8221;), Second Life, Facebook oder Foursquare hatten für mich in der Anfangszeit deutliche Ansätze einer liminalen Communitas-Erfahrung. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie man auf diese Plattformen kommt. Entweder man gehört zu den <strong>Spätzündern</strong>, die von einem größeren Freundes- oder Bekanntenkreis dorthin gezogen werden (man gehört also zur kritischen Masse, im Gegensatz zur unkritischen Communitas). Die anderen haben sich dort schon eingerichtet, wissen über die Möglichkeiten und Grenzen der Plattformen Bescheid und können den Nachzüglern jederzeit eine Kurzeinführung geben. Soziologen würden hier von Sozialisation sprechen. Eine sehr schöne Beschreibung habe ich auf dem Savage-Minds-Blog <a href="http://savageminds.org/2010/04/06/two-books-on-indigenous-methods">gefunden</a>:</p>
<blockquote><p>I am a late adopter of Twitter (r3×0r — feel free to follow me), and one of the nice things about being late to the party is that all of your old friends have already arrived and had a few drinks by the time you find a place to park.</p></blockquote>
<p>Ganz anders die <strong>Early Adopters</strong>. Sie warten die ganze Zeit darauf, dass das &#8220;next shiny toy&#8221; am Horizont auftaucht, und wenn die Türe zum Alpha- oder Betatest geöffnet werden, strömen sie auf die Plattform und beginnen damit gemeinsam herauszufinden, was man mit diesem neuen Spielzeug alles anfangen kann. In den zum Teil nächtelangen Sitzungen entsteht dabei, da es sich oft im Kern um dieselben Personen handelt, die man schon von anderen Plattformen kannte, eine Erfahrung, gerade an einem mehr oder weniger bedeutenden Moment der Geschichte des Internets teilzunehmen &#8211; oder besser: sie gerade gemeinsam zu schreiben. Jeder fängt gleichermaßen bei Null an, so dass es ganz im Turnerschen Sinne in diesem Moment kaum feste Strukturen gibt, sondern nur eine undefinierte, aber gemeinsame Erfahrung. Das Spannende und Faszinierende daran (nicht nur für den Early Adopter, sondern auch für den Plattformbetreiber) ist gerade die Möglichkeit, mit anzusehen, wie sich diese Strukturen allmählich entwickeln.</p>
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		<title>Mit dem Blackberry im Methusalemkomplott</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/12/19/mit-dem-blackberry-im-methusalemkomplott/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 17:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich muss gestehen, dass mich bisher die Debatte um die digitale Überforderung &#8211; zum Wortführer dieser Scheinbewegung hat sich Frank Schirrmacher gemacht &#8211; wenig berührt hat. Vielleicht ist mit folgender abgewandelter Tocotronic-Textzeile seine Position so weit zusammengefasst, dass man sich alle weitere Lektüre sparen kann: Wahrscheinlich hat Schirrmacher gar keine Zeit, Twitter ist gut doch [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/12/IMG_06221-139x300.jpg" alt="Informationsflut" title="Informationsflut" width="139" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1139" />Ich muss gestehen, dass mich bisher die <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,665806,00.html">Debatte</a> um die digitale Überforderung &#8211; zum Wortführer dieser Scheinbewegung hat sich <a href="http://carta.info/18949/algorithmen-im-alltag-wie-das-werkzeug-seinen-erfinder-umarbeitet/">Frank Schirrmacher</a> gemacht &#8211; wenig berührt hat. Vielleicht ist mit folgender abgewandelter <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LEcgFCYdadg">Tocotronic-Textzeile</a> seine Position so weit zusammengefasst, dass man sich alle weitere Lektüre sparen kann:</p>
<blockquote><p>
Wahrscheinlich hat Schirrmacher gar keine Zeit,<br />
Twitter ist gut doch die Welt noch nicht bereit.
</p></blockquote>
<p>Natürlich kommen bei mir mehr Informationen an als ich verarbeiten kann. Das würde ich aber nicht unbedingt auf das Internet oder das Social Web im Besonderen zurückführen. Eine Mailbox, in der sich 2578 ungelesene Emails virtuell stapeln ist hat für mich keinen sehr viel größeren Aufforderungscharakter als der Stapel un- oder halbgelesener Bücher, die sich in meinem Haus physisch stapeln. Warum sollte mein Hirneiweiß durch den einen Informationsstau veranlasst sehen, neue Formen des Verklumpens zu bilden als bei dem anderen Informationsstau?</p>
<p>Zwar gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem gedruckten Informationsüberfluss &#8211; jeder, der schon einmal eine Zeitung wie z.B. Schirrmachers FAZ abonniert hatte, weiß wie alte Zeitungsausgaben dazu neigen, den Lebensraum zu verstopfen &#8211; und der neuen digitalen Unübersichtlichkeit. Aber begleitend zu den neuen Überforderungsphänomenen gibt es neue Coping-Mechanismen. Zum Beispiel Blackberry: Klar signalisiert mir das blinkende rote Licht immer wieder, dass neue Informationen abgerufen oder aufgenommen werden wollen. Wenn ich das Smartphone umdrehe, so dass die rote Leuchte nach unten zeigt, sehe ich das Blinken nicht mehr. Ein einfacher Trick, millionenfach bewährt.</p>
<p>Und auch für digitale Informationskanäle wie Twitter gibt es so etwas. Das Geheimrezept lautet &#8220;einfach mal ignorieren&#8221;. Vielleicht ist es hierbei von Vorteil, wenn man sowieso so vielen Menschen folgt, dass man mit dem Lesen nicht mehr hinterherkommt? Ich folge knapp 2.500 Menschen auf Twitter. Keine Chance, auch nur annähernd up to date zu bleiben mit all ihren Gedanken, Ängsten, Banalitäten, Entdeckungen etc. Das schnelle Tempo führt dazu, dass ich mich ganz bewusst an bestimmten Informationen oder Personen orientiere. Was jemand explizit mir mitteilen möchte (also <a href="http://search.twitter.com/search?q=@furukama">@furukama-Botschaften</a>), bekomme ich mit. Ebenso alles, was die Handvoll Menschen schreibt, die mir besonders wichtig sind (dafür habe ich eine Twitter-Liste). Für den ganzen Rest entwickelt sich so eine Art <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_%28Psychologie%29">Flow</a>-Gefühl, ein Schweben über dem Informationsstrom, von dem ich nur hin und wieder einzelne Gedanken mitbekomme, mehr nicht.</p>
<p>Der einzige Punkt, der an dieser Debatte wirklich interessant ist: Wie passen die Diagnosen der letzten Schirrmacher-Werke zusammen? Hier wird es wirklich spannend. Auf der einen Seite der Methusalem-Komplott in dem die Älteren die Macht übernehmen und den Staat von oben bis unten umkrempeln. Auf der anderen Seite die immer schwächeren nachwachsenden Generationen, die aber mit Twitter, iPhone und Facebook das, was sie an Masse und Macht verloren haben, durch Geschwindigkeit wieder wettmachen wollen? Droht hier tatsächlich ein Krieg der Alten gegen die Jungen bzw. der jederzeit erreichbaren Echtzeitgehirne gegen die in Offline-Idyllen schwelgenden Altersrassisten? Und vor allem: Wo steht ein Schirrmacher in diesem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tohuwabohu">Tohuwabohu</a>?</p>
<p>Vielleicht zum Abschluss noch einen theologischen Gedanken. Das passt ganz gut zur Adventszeit, die übrigens ebenfalls zwei Gesichter hat: ein helles, fröhliches Süßer-die-Glocken-nie-klingen-Gesicht, und gleichzeitig aber auch ein kulturgeschichtlich sehr viel älteres düsteres Gesicht einer Endzeit, in der man schwarz getragen hat und gefastet hat und weder heiraten, noch sich in der öffentlichkeit freuen durfte. Die glückselige Informationsarmut des vom Netz genommenen Methusalems ähnelt tatsächlich einem paradiesischen Zustand. Das Paradies ist nämlich sogar etymologisch nichts anderes als ein früher &#8220;<a href="http://www.isarrunde.de/isarrunden/40/1/1/17/das_netz_als_sammlung_vieler_walled_garden.html">walled garden</a>&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenkunst_im_Vorderen_Orient">pairidaeza</a>), in dem es keine Information gibt, da es sich um einen statischen Zustand handelt und Information immer bedeutet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson">ein Unterschied, der einen Unterschied macht</a>. Ich finde hier die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5zNdMc6wGtU">Theologie der Talking Heads</a> am überzeugendsten, die den Himmel wie folgt beschreiben:</p>
<blockquote><p>
Heaven, heaven is a place,<br />
a place where nothing, nothing ever happens<br />
Heaven, heaven is a place,<br />
a place where nothing, nothing ever happens
</p></blockquote>
<p>Das Gegenteil von dieser himmlischen Zeitlosigkeit sind die zutiefst irdischen digitalen Echtzeit-Informationsströme, in denen jeden Tag etwas neues passiert, jeden Tag neue Personen in den Timelines auftauchen, jeden Tag andere Verknüpfungen der potentiell globalen Netzwerkgesellschaft aktualisiert werden.</p>
<p>Siehe dazu auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.michaelreuter.org/2009/12/haben-sie-eine-payback-card-oder-kommunizieren-ist-%C3%BCbungssache.html">Haben Sie eine Payback-Card &#8211; oder Kommunizieren ist Übungssache</a> von Michael Reuter</li>
<li><a href="http://www.isarrunde.de/empfehlungen/43/1/1/17/absaufen_in_der_informationsflut.html">Absaufen in der Informationsflut</a> auf dem Isarrunde-Blog</li>
<li><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/diskurs-ein-hin-und-hergehendes-gesprach">Diskurs: ein hin- und hergehendes Gespräch</a> von Sabria David
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Das tribale Internet</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/11/07/das-tribale-internet/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/11/07/das-tribale-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 11:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Reuter stellt in seinem Blog anlässlich des Todes von Claude Lévi-Strauss die wichtige Frage: Ist es denkbar, dass durch die zunehmende Transparenz des Wissens, der Meinungen und der Aktivitäten der Teilnehmer des Netzes gerade die für eine biologische und kulturelle Entwicklung notwendigen Unterschiede individueller, abgekapselter Gruppen verlorengehen? Oder anders ausgedrückt: Ist das Internet (bzw. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a href="http://www.michaelreuter.org/2009/11/gedanke-zur-bedeutung-von-claude-l%C3%A9vystrauss-traurigen-tropen-f%C3%BCr-das-internet.html">Michael Reuter</a> stellt in seinem Blog anlässlich des Todes von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Lévi-Strauss">Claude Lévi-Strauss</a> die wichtige Frage:</p>
<blockquote><p>Ist es denkbar, dass durch die zunehmende Transparenz des Wissens, der Meinungen und der Aktivitäten der Teilnehmer des Netzes gerade die für eine biologische und kulturelle Entwicklung notwendigen Unterschiede individueller, abgekapselter Gruppen verlorengehen?</p></blockquote>
<p>Oder anders ausgedrückt: Ist das Internet (bzw. heute das <a href="/2009/06/06/leben-in-140-zeichen/">Echtzeitinternet</a> und das soziale Internet) ein großer Gleichmacher? Ich glaube nicht.</p>
<p>Zum einen hatten wir in der Ethnologie diese Diskussion schon vor längerer Zeit ausführlich am Beispiel des Fernsehens durchgespielt. Klar, eine &#8220;Eingeborenenfamilie&#8221; im tiefsten Busch, deren jüngster Sohn leidenschaftlicher Rambo-Fan ist und deren Eltern zu Dallas-Experten geworden sind, sprechen auf den ersten Blick für den Erfolg eines neuen universalistischen Mediums, das die gesamte Erde planiert (&#8220;<a href="/2008/07/16/die-welt-ist-nicht-geschrumpft-sondern-zerknittert/">a flat earth</a>&#8220;) und sämtliche kulturelle Unterschiede zerstört. Das wirkt aber nur auf den ersten oberflächlichen Blick so. Wenn man nämlich damit anfängt, diese Menschen zu verstehen, dann merkt man, dass der Rambo, den sie sehen, ein ganz anderer ist als derjenige, den wir sehen. Auch die immer wieder beschwörte Amerikanisierung unserer Kultur betrifft in erster Linie die Oberflächen (den von Lévi-Strauss zitierten warmen Lackgeruch und den Wintergreen-Tee) und nicht die Rezeption, Umdeutung und Aneignung dieser Stoffe. <a href="http://www.aber.ac.uk/media/Modules/TF33120/katzlieb.html">Katz und Liebes</a> hatten in einer großen empirischen Studie gezeigt, wie ein und dieselbe Fernsehserie (Dallas) in unterschiedlichen kulturellen Gruppen ganz unterschiedlich wahrgenommen werden.</p>
<p>Aber dennoch: der technologische Unterbau des Internet ist tatsächlich zu einer universellen Geschichte geworden, die weltweit sehr gleichförmig ist. Das indische TCP/IP scheint sich nicht von dem brasilianischen zu unterscheiden. In Deutschland verwendet man HTML ähnlich wie in Japan &#8211; bzw. vielleicht fehlen uns noch kulturwissenschaftliche Studien, die hier dann doch Unterschiede finden. Und zum Teil sind auch die politischen Fragen, die sich hieran knüpfen, ähnliche: Soll man den Zugang für alle frei schalten oder auf bestimmte Personenkreise beschränken? Soll man zensieren oder nicht? Die Antworten freilich fallen je nach kulturellem und politischen Kontext höchst unterschiedlich aus.</p>
<p>Das Internet und auch das Web 2.0 ist keine globale Monokultur. Natürlich ist es potentiell möglich, dass, wie Reuter sagt, &#8220;letztlich alle wissen, was irgendwo passiert und was irgendwer macht&#8221;. Nur bleibt diese Tatsache immer im Konjunktiv. De facto nutzen wir Plattformen wie Twitter, Facebook oder auch Blogs tendenziell eher tribalistisch als esperantistisch. Die meisten meiner Kontakte, mit denen ich täglich über Twitter kommuniziere, kommen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Schon, wenn ich nach Italienern suche, wird es schwierig. Und dann habe ich noch gar nicht nach dem Bildungsgrad und dem räumlichen Kontext gefragt. Das weltumspannende Kommunikationsnetz funktioniert für Sensationen wie zum Beispiel Erdbeben oder politische Umstürze. Aber auch dort ist es nicht die Masse, die hier kommuniziert, sondern nur eine Elite, die sowieso relativ homogen ist. Also die berühmten &#8220;kosmopolitischen Vielflieger&#8221;.</p>
<p>Ich würde noch weiter gehen: Gerade Social Media haben ein großes Potential, die Bildung von stammesähnlichen Gebilden zu unterstützen. Also von sehr traditionalistischen Organisationsformen, die jedoch auf Grundlage einer weltweit standardisierten Technologie nicht mehr an räumliche Nähe gebunden sind (hier darf natürlich auch der <a href="http://twitter.com/jbenno/status/5504489366">wichtige Hinweis</a> auf McLuhan nicht fehlen). Diese Stämme sind aber aufgrund ihrer Ortsunabhängigkeit nicht offen sichtbar wie z.B. die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yanomami">Yanomami</a> der 1960er Jahre, sondern wirken diffus. Erst mit Hilfe von Netzwerkanalysen werden diese Strukturen sichtbar. Erst ein ethnologisches Eindringen in diese Zusammenhänge offenbart dann die Stammes-Partikularismen vor einem universalistischen techno-politischen Hintergrund.</p>
<p>Auf eine Formel gebracht: <strong>Es gibt nicht nur ein Social Web, sondern viele</strong>. Aber eigentlich steckt das alles schon im Begriff des Internets.</p>
<p><strong>Literatur zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li>Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen. Frankfurt, 1978.
<li>Manuel Castells: The Rise of the Network Society. Oxford, 1996.
<li>Marshall McLuhan / Quentin Fiore: War and Peace in the Global Village. New York, 1968.
<li>Tamar Liebes / Elihu Katz: The Export of Meaning: Cross-Cultural Readings of Dallas. Oxford, 1990.
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Ende der Blogsphäre</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/02/09/das-ende-der-blogsphaere/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/02/09/das-ende-der-blogsphaere/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 12:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bloggertreffen]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[wandel]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hätte ich nie gedacht, dass ich in diesem Blog einmal einen Post über das Ende der Blogosphäre schreiben würde, aber jetzt ist es so weit. Die Blogosphäre, sowieso von Anfang an ein fragiles, hauchdünnes Gewebe, fasert und franst zunehmend aus. Das &#8220;Bloggen&#8221; als verbindende Gemeinsamkeit ist hinfällig, nachdem es Blogs mittlerweile als allgemein akzeptiertes [...]]]></description>
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<p>Eigentlich hätte ich nie gedacht, dass ich in diesem Blog einmal einen Post über das Ende der Blogosphäre schreiben würde, aber jetzt ist es so weit. Die Blogosphäre, sowieso von Anfang an ein fragiles, hauchdünnes Gewebe, fasert und franst zunehmend aus. Das &#8220;Bloggen&#8221; als verbindende Gemeinsamkeit ist hinfällig, nachdem es Blogs mittlerweile als allgemein akzeptiertes mediales Design Pattern auch auf die Onlineangebote traditioneller Massenmedien geschafft hat. Die typische Bloggerin oder den typischen Blogger als solches kann man wahrscheinlich ebenso schwer beschreiben wie typische Autofahrer oder typische Mobilfunknutzer.</p>
<p>Mein Indikator für diese Entwicklung war das diesjährige Bloggertreffen in München, das <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/01/bloggertreffen.html">nun</a> <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2008/01/bloggertreffen.html">schon zum</a> <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2007/01/einladung_zum_m.html">dritten Mal</a> im Vorfeld des DLD stattgefunden hat. Nicht, dass dieses Bloggertreffen ein Misserfolg gewesen wäre &#8211; im Gegenteil! Noch nie gab es so viele Teilnehmer auf einem Münchener Bloggertreffen. Nur: die dort versammelte Menschenmenge lässt sich nicht mehr als &#8220;Blogger&#8221; beschreiben. Besonders deutlich sieht man den Wandel der letzten Jahre an der Resonanz, die dieses Bloggertreffen in der Teilöffentlichkeit formerly known as &#8220;Blogosphäre&#8221; erkennen.</p>
<p>In der folgenden Grafik ist die Entwicklung der Anzahl der Anmeldungen zu dem Bloggertreffen von 106 im Jahr 2007 zu 216 im Jahr 2009 aufgezeichnet und außerdem die Entwicklung der Vor- und Nachberichterstattung über das Bloggertreffen, die von 59 Posts im Jahr 2007 auf 23 Posts im Jahr 2009 zurückgegangen ist.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&amp;chs=350x200&amp;chd=t:98,52,38|42,54,86&amp;chco=3072F3,ff0000&amp;chdl=Blogposts|Anmeldungen&amp;chxt=x,y,r&amp;chxl=0:|2007|2008|2009|1:|0|30|60|2:|0|50|100|150|200|250&amp;chtt=Bloggertreffen+MUC" alt="" /></p>
<p>Das Verhältnis Blogposts pro Teilnehmer ist also in diesen drei Jahren von 56% auf 11% gesunken. 2007 hatte das Bloggertreffen tatsächlich noch etwas von einem Vereins- oder Klassentreffen und die Erlebnisse und neuen Bekanntschaften wurden ausführlich in den Tagen danach geschildert. In den Tagen davor waren die Blogs ein Mobilisierungs- und Informationskanal, in den Tagen danach eine Ping- und Trackback-basierende Vernetzungsmaschine. Die erste Funktion hat heute Twitter übernommen, die zweite Facebook, LinkedIn und Xing (teilweise auch Twitter).</p>
<p>Wozu also noch Blogs? Der Erfolg dieses Formats hat zum einen dafür gesorgt, dass Blogs mittlerweile weder als &#8220;next big thing&#8221; angesehen werden, noch als besonders sexy Form der Kommunikation. Aber damit ist die (<a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/10/die-aeltesten-der-top-100-blogs/">kurze</a>) <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/08/die-geschichte-der-deutschsprachigen-blogosphaere-als-zeitstrahl/">Geschichte der Blogs</a> noch längst nicht vorbei. Ich bin hier ganz <a href="http://saschalobo.com/2009/02/04/morgendaemmerung-der-bloglandschaft/">Saschas Meinung</a>, denn nach wie vor eignen sich Blogs hervorragend</p>
<ul>
<li>als Bündelung zahlreicher Onlineaktivitäten und -profile auf einer Seite
<li>als Dialogplattform, wenn es um eine sehr große Anzahl Kommentare geht
<li>als Format für onlinepublizistische Langformen
<li>als <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/">Scharnier</a> zwischen der alten Welt der Massenmedien und der neuen Welt der Dialogmedien
</ul>
<p>Insofern bedeutet das Ende der Blogosphäre nicht das Ende der Weblogs, denn diese Geschichte beginnt gerade erst so richtig spannend zu werden.</p>
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		<title>Internationale Diplomatie auf Twitter</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/01/09/internationale-diplomatie-auf-twitter/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 14:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin kein Freund dieser ewigen Deutschland-USA-Vergleiche. Aber ein Unterschied ist doch bemerkenswert: Während in Deutschland über Politiker, die versuchen, mit Medien wie Twitter in einen direkten Kontakt zu ihren Wählern zu treten, immer wieder Hohn und Spott ausgegossen werden, scheint diese Art zu kommunizieren in den USA auf allen Ebenen zunehmend akzeptiert zu sein. [...]]]></description>
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<p>Ich bin kein Freund dieser ewigen Deutschland-USA-Vergleiche. Aber ein Unterschied ist doch bemerkenswert: Während in Deutschland über Politiker, die versuchen, mit Medien wie Twitter in einen direkten Kontakt zu ihren Wählern zu treten, immer wieder Hohn und Spott ausgegossen werden, scheint diese Art zu kommunizieren in den USA auf allen Ebenen zunehmend akzeptiert zu sein.</p>
<p>Vor kurzem habe ich ein faszinierendes Beispiel für diese neue politische Kommunikationsform entdeckt: Den <a href="http://twitter.com/simccormack">Twitterstream</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sean_McCormack">Sean McCormack</a>, Sprecher des US-Außenministeriums. In dieser Funktion war er beispielsweise bis gestern in New York an den Sitzungen des UN-Sicherheitsrats zum Gaza-Konflikt beteiligt und hat über Twitter und Twitpic eine äußerst spannende Innensicht der internationalen Krisendiplomatie gegeben.</p>
<p><a href="http://twitpic.com/photos/simccormack">Die Handyfotos</a> unterscheiden sich dabei deutlich von der sonst üblichen Presseperspektive auf derartige Veranstaltungen. Anders als der sorgfältig arrangierte und in den immergleichen Pressekonferenzräumen und Pressebereichen aufgenommene Bildjournalismus, sieht man hier das ganze aus einer fast schon ethnologischen teilnehmenden Beobachterperspektive.</p>
<p>Besonders eindrucksvoll finde ich das folgende Bild, das die scheidende US-Außenministerin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Condoleeza_Rice">Condoleeza Rice</a> in einem Konferenzraum direkt neben dem Raum des UN-Sicherheitsrates zeigt:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-975" title="UN" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/01/17067901.jpg" alt="UN" width="473" height="630" /></p>
<p>Ein weiteres eindrucksvolles Bild ist dieses hier: <a href="http://twitpic.com/10yb6">Die Abstimmung zur UN-Resolution</a>. Während das Bildmaterial über den Sicherheitsrat in der Regel <a href="http://images.google.de/images?q=un+security+council">von schräg oben</a> fotografiert ist, sieht man hier die &#8220;Bodenperspektive&#8221;.</p>
<p>Dabei wird der Twitter-Stream hier nicht als kommunikative Einbahnstraße genutzt (was gerade in Krisensituationen wie den Mumbai-Anschlägen <a href="http://twitter.com/simccormack/status/1025360656">durchaus sinnvoll sein kann</a>), sondern Sean McCormack beantwortet Fragen zu seiner Tätigkeit, zu den Plänen des US-Außenministeriums, aber auch zu Social Media- und Kommunikationsthemen. Wer noch einmal behauptet, dass Social Media zwangsläufig bedeutet, dass hier die journalistischen Inhalte der &#8220;echten&#8221; Massenmedien kopiert werden, sollte sich diesen Twitter-Stream unbedingt einmal ansehen. Ich bin gespannt, ob dieser neue Kommunikationsstil auch unter der künftigen Außenministerin Hillary Clinton weitergeführt oder -entwickelt wird.</p>
<p>Die spannende Frage ist: Wenn die politischen und diplomatischen Akteure mit Medien wie Twitter sehr viel schneller und flexibler von Ereignissen wie einer UN-Sicherheitsratssitzung berichten können, <strong>wozu brauchen wir überhaupt noch die Dopplung durch die journalistische Berichterstattung?</strong> In Zukunft wird die Rolle der Journalisten noch viel mehr darin liegen, die unterschiedlichen Informationsquellen zu sammeln, vergleichen, bewerten und kommentieren. Die Vorort-Berichterstattung wird nicht mehr zu den journalistischen Kernaufgaben gehören. Nachrichtenportale binden in Zukunft zum Beispiel die Twitter-Streams von den wichtigsten politischen und diplomatischen Akteuren vor Ort in aggregierter Form auf ihrer Seite ein und beschränken sich auf das Kommentieren und Bewerten.</p>
<p>Die Zeit der Pressekonferenzen ist endlich vorbei.</p>
<p>Weitere Links zum Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/usembassyzambia">Twitterstream der US-Botschaft in Zambia</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/Colleen_Graffy">Twitterstream von Colleen Graffy</a> (Deputy Assistant Secretary for Public Diplomacy im US-Außenministerium)</li>
<li><a href="http://blogs.state.gov/">Blog des US-Außenministeriums</a></li>
<li>Dreiteilige Analyse des Consortium for Strategic Communication (COMOPS) über die Bloggingstrategie des US-Außenministeriums (<a href="http://comops.org/journal/2008/10/09/state-dept-blogging-one-year-later-part-1-success-despite-challenges/">Teil 1</a>, <a href="http://comops.org/journal/2008/10/25/state-dept-blogging-one-year-later-part-2-themes-and-categories/">Teil 2</a>, <a href="http://comops.org/journal/2008/11/20/state-dept-blogging-one-year-later-part-3-what-dipnote-readers-have-to-say/">Teil 3</a>)</li>
</ul>
<p>(Foto mit freundlicher Genehmigung von Sean McCormack)</p>
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		<title>Twitter Starter-Kit: Die zehn wichtigsten Twitterstreams</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/12/30/twitter-starter-kit-die-zehn-wichtigsten-twitterstreams/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/12/30/twitter-starter-kit-die-zehn-wichtigsten-twitterstreams/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 11:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder, der schon einmal versucht hat, eine Bekannte, einen Freund oder ein Familienmitglied zum Twittern zu bringen, hat vermutlich diese Erfahrung schon einmal gemacht: Man erklärt lang und breit, wie wichtig es heutzutage ist, das Mittagessen, die eigenen Reiserouten und hin und wieder einen guten Link zu twittern. Die Person legt sich dann brav einen Twitter-Account an [...]]]></description>
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<p>Jeder, der schon einmal versucht hat, eine Bekannte, einen Freund oder ein Familienmitglied zum Twittern zu bringen, hat vermutlich diese Erfahrung schon einmal gemacht: Man erklärt lang und breit, wie wichtig es heutzutage ist, das Mittagessen, die eigenen Reiserouten und hin und wieder einen guten Link zu twittern. Die Person legt sich dann brav einen Twitter-Account an und dann kommt ein paar Tage später eine Mail, in der steht: &#8220;Hi, ich habe jetzt dieses Twitter ausprobiert, sitze jeden Tag ein paar Minuten davor, schreibe ein paar Updates, aber es tut sich absolut gar nichts. Nada. Niente. So ein langweiliges Ding. Ich bin enttäuscht&#8221;.</p>
<p>Deshalb ist es wichtig, einer Twittereinsteigerin gleich von Anfang an eine Liste von, sagen wir einmal, zehn Personen mitzugeben, damit Bewegung in die Timeline kommt. Mir erscheinen die folgenden zehn Accounts besonders folgewürdig (natürlich eine höchst subjektive Auswahl):</p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/stephenfry">Stephen Fry</a>: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Fry">kosmopolitischer Autor</a> twittert übers Joggen und über <a href="http://twitpic.com/lcy9">madegassische Spinnen</a>.
<li><a href="http://twitter.com/bosch">Bosch</a>: <a href="http://twitter.com/tknuewer/status/1084567273">Twitterer des Jahres 2008</a> und ein begnadeter <a href="http://twitter.com/bosch/status/1022171646">Aphoristiker</a> (<a href="http://www.boschblog.de/">Blog</a>)
<li><a href="http://twitter.com/DerWesten">DerWesten</a>: Vorbildliches Engagement der größten Regionalzeitung in Deutschland
<li><a href="http://twitter.com/zeitrafferin">Zeitrafferin</a>: Grüne <a href="http://julia-seeliger.de/">Blog</a>- und Twitterpionierin
<li><a href="http://twitter.com/ankegroener">Anke Gröner</a>: Och ja. Ach nee. Och doch. Ach nö. Hm? Näh. Hmmm? <a href="http://twitter.com/ankegroener/status/1084477495">Pffft</a>.
<li><a href="http://twitter.com/evangelium">Evangelium</a>: Jeden Tag bis zu 140 Zeichen aus dem Evangelium
<li><a href="http://twitter.com/nico">Nico Lumma</a>: Der <a href="http://twitter.com/rednix/status/1084736043">wilde Surfer-/Songwriter</a> der deutschen <a href="http://twitterdings.de/">Twitterszene</a>
<li><a href="http://twitter.com/diplix">Diplix</a>: Twittert zuwenig (bloggt dafür aber <a href="http://wirres.net/">ausführlich</a>), aber der erste, der <a href="http://twitter.com/diplix/status/1075487248">auf Twit<del>ter</del>pic geheiratet</a> hat (die erste Twitterhochzeit <a href="http://twitter.com/stijlroyal/statuses/881211815">sah so aus</a> und wurde von <a href="http://twitter.com/stijlroyal">stijlroyal</a> getwittert)
<li><a href="http://twitter.com/scobleizer">Scobleizer</a>: Twittert zuviel, aber der erste, dessen Name zur Internet-Maßeinheit wurde (<a href="http://followcost.com/about/milliscoble">Milliscoble</a>)
<li><a href="http://twitter.com/scheuermann">Scheuermann</a>: Wenn es um getwitterten oder <a href="http://drinktank.blogg.de/">gebloggten</a> Wein geht, die erste Anlaufstelle
</ul>
<p>Mit diesen zehn Namen ist auf jeden Fall schon einmal etwas los auf der <a href="http://twitter.com/furukama">eigenen Twitterseite</a>.</p>
<p>Was sind eure zehn wichtigsten Twitterinnen und Twitterer?</p>
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		<title>Netzwerkvisualisierung mit TwitterFriends</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/12/23/netzwerkvisualisierung-mit-twitterfriends/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 19:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[hidden network]]></category>
		<category><![CDATA[infografik]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade eben ist sie endlich fertig geworden, die Netzwerkvisualisierung für TwitterFriends. Dargestellt wird nicht das gesamte Kontaktnetz &#8211; also alle Followees und Followers -, denn das wäre zum einen unübersichtlich groß und zum anderen wenig aussagekräftig, da man Twitterkontakte sehr viel leichter hinzufügt als entfernt. Deshalb stellt TwitterFriends nur das &#8220;relevante Netzwerk&#8221; dar, also die [...]]]></description>
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<p>Gerade eben ist sie <a href="http://blog.metaroll.de/2008/12/12/twitterfriends/">endlich</a> fertig geworden, die Netzwerkvisualisierung für <a href="http://twitter-friends.com">TwitterFriends</a>. Dargestellt wird nicht das gesamte Kontaktnetz &#8211; also alle Followees und Followers -, denn das wäre zum einen unübersichtlich groß und zum anderen <a href="http://blog.metaroll.com/2008/12/11/networks-that-matter-on-twitter-the-crowd/">wenig aussagekräftig</a>, da man Twitterkontakte sehr viel leichter hinzufügt als entfernt. Deshalb stellt TwitterFriends nur das &#8220;<a href="http://blog.metaroll.com/2008/12/12/relevant-networks/">relevante Netzwerk</a>&#8221; dar, also die Kontakte, denen eine Person in der letzten Zeit mindestens zweimal per &#8216;@&#8217; geantwortet oder sich auf sie bezogen hat. Es geht also um das verborgene Netzwerk von Personen, denen eine Person auf Twitter öffentlich ihre Aufmerksamkeit schenkt. Nach Eingabe eines Twitter-Usernamen auf der Startseite von TwitterFriends erscheint das Ego-Netzwerk des Nutzers, hier für meinen Twitter-Account <a href="http://twitter.com/furukama">@furukama</a>:</p>
<div id="attachment_954" class="wp-caption aligncenter" style="width: 445px"><img class="size-full wp-image-954" title="TwitterFriends-Netzwerk für @furukama" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/12/twitterfriends_network_11.jpg" alt="TwitterFriends-Netzwerk für @furukama" width="435" height="384" /><p class="wp-caption-text">TwitterFriends-Netzwerk für @furukama</p></div>
<p>Die Größe der Knoten des Netzwerkes entspricht jeweils der Anzahl von Tweets, mit denen ich mich an sie gerichtet habe. Dargestellt wird also die Intensität der Kommunikation zwischen dem zentralen Knoten (&#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Social_network">Ego</a>&#8220;) und den Kontakten im relevanten Netzwerk. Da diese Visualisierung bei vielen Kontakten schnell unübersichtlich wird, kann man durch dieses Netzwerk surfen: Per Klick auf einen Knoten, wird das Netzwerk um diesen zentriert, so dass man die Vernetzung der Kontakte untereinander analysieren kann:</p>
<div id="attachment_956" class="wp-caption aligncenter" style="width: 473px"><img class="size-full wp-image-956 " title="Blick auf die Vernetzung von @saschalobo im Netzwerk von @furukama" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/12/twitterfriends_network_2.jpg" alt="Blick auf die Vernetzung von @saschalobo im Netzwerk von @furukama" width="463" height="379" /><p class="wp-caption-text">Blick auf die Vernetzung von @saschalobo im Netzwerk von @furukama</p></div>
<p>Unter der Netzwerkgrafik gibt es einen Link, mit dem man zwischen der obigen einfachen Netzwerkdarstellung und der vollen FOAF-Visualisierung (FOAF für &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Friend_of_a_friend">friend of a friend</a>&#8220;) umschalten kann. Die zweite Darstellungsweise zeigt auch die Kontakte meiner Twitterkontakte, die sich nicht in meinem Netzwerk befinden, also auch meine &#8220;Freundesfreunde&#8221;. Hier erhöht sich die Zahl der Knoten noch einmal, aber auch hier kann man sich per Mausklick durch das Netzwerk bewegen:</p>
<div id="attachment_958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 477px"><img class="size-full wp-image-958 " title="FOAF-Netzwerk von @furukama" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/12/twitterfriends_network_3.jpg" alt="FOAF-Netzwerk von @furukama" width="467" height="382" /><p class="wp-caption-text">FOAF-Netzwerk von @furukama</p></div>
<p>Die Netzwerkdarstellung benötigt keine zusätzliche installierte Software wie Java oder Flash. Verwendet wird die JavaScript-Visualisierungsbibliothek <a href="http://blog.thejit.org/javascript-information-visualization-toolkit-jit/">JIT</a> von Nicolas Garcia Belmonte. Lauffähig müsste das Ganze auf Firefox, Chrome und Safari sein, mit eingeschränkter Geschwindigkeit auch im Internet-Explorer. <a href="http://twitter-friends.com">Hier geht es zu der Anwendung</a>.</p>
<p><emph>Hinweis:</emph> Bei einigen Twitternutzern erscheint das Netzwerk zunächst noch recht leer, das kann daran liegen, dass die Netzwerkdaten ihrer Kontakte noch nicht im Cache sind. In diesem Fall findet man unter der Netzwerkgrafik eine Liste von Links, mit denen man diese Daten einsammeln kann. Nutzer mit nicht-öffentlichem Profil oder ohne Replies können nicht erfasst werden. Das Ganze funktioniert ohne Eingabe des eigenen Twitterpassworts.</p>
<p>Kommentare und Bugreports am besten per Twitter an <a href="http://twitter.com/furukama">@furukama</a> oder gleich hier in die Kommentare. Danke!</p>
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		<title>TwitterFriends</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/12/12/twitterfriends/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 18:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer häufiger wird im Zusammenhang mit Social Media bemängelt, dass es sich bei den dort zu beobachtenden &#8220;Freunden&#8221; gar nicht um echte Freunde handelt. Gerade Twitter wird immer wieder als Beispiel für eine &#8220;Freundesinflation&#8221; genannt, haben viele Nutzer dort doch mehrere Tausende &#8220;Followers&#8221;. Aber ist diese Gesamtzahl der Follower überhaupt so wichtig? Mit wie vielen [...]]]></description>
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<p>Immer häufiger wird im Zusammenhang mit Social Media bemängelt, dass es sich bei den dort zu beobachtenden &#8220;Freunden&#8221; gar nicht um echte Freunde handelt. Gerade Twitter wird immer wieder als Beispiel für eine &#8220;Freundesinflation&#8221; genannt, haben viele Nutzer dort doch mehrere Tausende &#8220;Followers&#8221;. Aber ist diese Gesamtzahl der Follower überhaupt so wichtig? Mit wie vielen der eigenen Follower ist man überhaupt in einem direkten Gespräch?</p>
<p>Um diese Frage zu beantworten, habe ich die Webanwendung &#8220;<a href="http://metaroll.de/twitterfriends.php?user=furukama">Twitterfriends</a>&#8221; geschrieben, die die letztem 400 Tweets eines Nutzers auswertet und herausfindet, welchen Personen man mittels @-Antworten man am meisten Aufmerksamkeit geschenkt hat. Umgekehrt lässt sich mit einem Klick auf den anderen Tab herausfinden, welche Twitterer einem selbst am häufigsten mit dem @-Zeichen geantwortet haben. So sieht das dann bei mir aus:</p>
<p><a href="http://metaroll.de/twitterfriends.php?user=furukama"><img class="size-full wp-image-944 " title="TwitterFriends" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/12/twitterfriends.png" alt="TwitterFriends von @furukama" width="501" height="523" /></a></p>
<p>Diese Liste (bzw. eigentlich ist es ein Netzwerk) ist sehr viel aussagekräftiger als die Gesamtliste der Personen, deren Updates ich auf Twitter abonniert habe, da hier die Personen aufgeführt sind, mit denen ich tatsächlich im Gespräch bin. Man könnte auch &#8220;relevantes Netzwerk&#8221; (<a href="http://blog.metaroll.com/2008/12/12/relevant-networks/">relevant net</a>) dazu sagen.</p>
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		<title>Soziale Medien als heroisches Projekt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/07/24/soziale-medien-als-heroisches-projekt/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 22:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[flusser]]></category>
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		<description><![CDATA[Meistens sind es gar nicht die neuen Gedanken, die einen brillianten Denker ausmachen. Oft ist es viel mehr die Fähigkeit, einen Gedanken so zu formulieren, dass seine Bedeutung, seine Folgen deutlich werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Definition von &#8220;Kultur&#8221; wie auch &#8220;Kommunikation&#8221; (beide Begriffe gehören hier eng zusammen), wie sie Vilém Flusser vornimmt: [...]]]></description>
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<p>Meistens sind es gar nicht die neuen Gedanken, die einen brillianten Denker ausmachen. Oft ist es viel mehr die Fähigkeit, einen Gedanken so zu formulieren, dass seine Bedeutung, seine Folgen deutlich werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Definition von &#8220;Kultur&#8221; wie auch &#8220;Kommunikation&#8221; (beide Begriffe gehören hier eng zusammen), wie sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser">Vilém Flusser</a> <a href="http://flusserstream.khm.de/flusserstream/show_chapters.php">vornimmt</a>:</p>
<blockquote><p>Denn worum geht es in der menschlichen Kommunikation? Es geht darum, erworbene Informationen zu speichern, zu prozessieren und weiterzugeben.
</p></blockquote>
<p>In diesem Satz steckt ein zutiefst antibiologisches Menschenbild. Der kommunizierende oder kulturschaffende Mensch lehnt sich gegen die Natur auf. Warum? Weil er damit bewusst gegen zwei Grundgesetze der Naturwissenschaften verstößt.</p>
<p>Auf der einen Seite gegen den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entropie">zweiten Hauptsatz der Thermodynamik</a>, der besagt, dass das Universum immer wahrscheinlicher, immer gleichmäßiger verteilt wird, dass also die Unordnung oder Uninformation auf lange Sicht zunimmt. Das Speichern von Informationen ist genau das Gegenteil davon. Das steckt bereits im Begriff der In-Formation, des Einprägen einer Form in einen Gegenstand. Also: Herstellen von Ordnung.</p>
<p>Auf der anderen Seite verstößt dieser Kultur- und Kommunikationsbegriff gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mendelsche_Regeln">Mendelsche Regel</a>, dass erworbene Informationen nicht genetisch weitergeben werden können. Kultur vererbt dagegen auch erworbene Informationen. Flusser bezeichnet dies treffend als Engagement gegen den eigenen Tod, so wie man auch den ersten Punkt als Engagement gegen die Unordnung &#8211; Philip K. Dick-Lesern auch als &#8220;<a href="http://www.43folders.com/2007/12/12/dick-kipple">Kipple</a>&#8221; bekannt &#8211; lesen kann. Dennoch ist der Mensch beiden Prozessen unausweichlich ausgesetzt. In diesem tragischen Spannungsfeld findet menschliche Kommunikation statt. Kein Wunder, dass Flusser seine Kommunikologie als Forschungsfeld von universeller und grundlegender Bedeutung ansah.</p>
<p>Was mich jetzt besonders interessiert und weshalb ich denke, dass es eine Philosophie der sozialen Medien geben müsste (wenn es sie nicht schon gibt): Welche Schlüsse lassen sich daraus für soziale Medien (<em>social media</em>) ziehen? Sind Blogs, Facebook-Profile, Twitter-Statusmeldungen und Lebensströme (man beachte den Namen!) wie Friendfeed nicht ebenfalls aus dieser Perspektive zu betrachten? Nur sind es nicht mehr außergewöhnliche Individuen (Künstler) oder professionell dafür zuständige Menschen (Journalisten), die sich um diesen anti-entropischen Prozess kümmern, sondern ganz gewöhnliche Leute.</p>
<p>Welche Folgen hat diese Potenzierung der Kommunikationen? Auf der einen Seite könnte man positiv sagen, dass Computer und Internet noch viel mehr Scheinerfolge im Kampf mit der Entropie erlauben. Auf der anderen Seite ist jede derartige Ausweitung immer auch auf inflationäre Effekte zu befragen. Wird dadurch, dass ich immer mehr Handlungen meines Lebens über das Netz vermittle, nicht der Informationswert sinken? Wenn jeder bloggen würde, wäre das negative oder positive Entropie?</p>
<p>Es heißt immer wieder: <a href="http://www.google.de/search?q=internet%20vergisst%20nichts&#038;sa=N&#038;tab=bw">Das Internet vergisst nichts</a>. Handelt es sich hier vielleicht um das bislang heroischste Projekt des Menschen in der Auseinandersetzung mit seiner eigenen <em>condition humaine</em>?</p>
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		<title>Qualitätssicherung in der Wikipedia</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/26/qualitaetssicherung-in-der-wikipedia/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 12:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon kurios, was in der Wikipedia alles für löschenswert empfunden wird, wenn keine Änderungen im Sinne der Qualitätssicherungsbürokraten durchgeführt werden (&#8220;Gelingt dies nicht, droht dem Artikel die Löschung&#8221;): Ich denke zwar nicht, dass die Qualitätssicherer ernsthaft daran denken, bei einer versäumten Überarbeitung die Einträge über Max Beckmann, Henri Matisse oder die abstrakte Malerei zu löschen, [...]]]></description>
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<p>Schon kurios, was in der Wikipedia alles für löschenswert empfunden wird, wenn keine Änderungen im Sinne der Qualitätssicherungsbürokraten durchgeführt werden (&#8220;Gelingt dies nicht, droht dem Artikel die Löschung&#8221;):</p>
<p><a href='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/06/henri-matisse-e28093-wikipedia.png'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/06/henri-matisse-e28093-wikipedia-300x219.png" alt="" title="henri-matisse-e28093-wikipedia" width="300" height="219" class="center" align="center" /></a></p>
<p><a href='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/06/max-beckmann-e28093-wikipedia.png'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/06/max-beckmann-e28093-wikipedia-300x218.png" alt="" title="max-beckmann-e28093-wikipedia" width="300" height="218" class="center" align="center" /></a></p>
<p><a href='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/06/abstrakte-malerei-e28093-wikipedia.png'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/06/abstrakte-malerei-e28093-wikipedia-300x219.png" alt="" title="abstrakte-malerei-e28093-wikipedia" width="300" height="219" class="center" align="center" /></a></p>
<p>Ich denke zwar nicht, dass die Qualitätssicherer ernsthaft daran denken, bei einer versäumten Überarbeitung die Einträge über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max Beckmann">Max Beckmann</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henri Matisse">Henri Matisse</a> oder die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abstrakte Malerei">abstrakte Malerei</a> zu löschen, aber was denken sich die einfachen Nutzer, die in der Wikipedia etwas über Beckmann nachlesen wollen, weil diese Seite in der <a href="http://www.google.de/search?q=max+beckmann">Googlesuche</a> ganz oben auftaucht?</p>
<p>Und was denkt sich jemand, der auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Bildende_Kunst/Qualit%C3%A4tssicherung#Henri_Matisse">dieser Qualitätssicherungsseite</a> dann erfährt, dass diese Löschdrohung des Henri Matisse-Artikels von einem Autor ausgeht, der ohne Namensangabe als Begründung schreibt: &#8220;Harte Worte, aber ehrlich: lieber gar keinen Artikel als diesen&#8221;?</p>
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		<title>Der Neuigkeitswert von RSS-Feeds</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/13/der-neuigkeitswert-von-rss-feeds/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 13:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bildungsforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir leben noch in einer Ära, in der das Einrichten eines RSS-Feeds auf einer Internetseite eine eigene Pressemitteilung wert ist: Pressemitteilung MPI für Bildungsforschung bietet RSS-Feed Dr. Petra Fox-Kuchenbecker, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 13.06.2008 Die Bibliothek des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung bietet ab sofort einen Informationsdienst an, der es Interessierten weltweit erlaubt, die Anzeige [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/06/institutionlogo2218.gif" alt="" title="institutionlogo2218" width="200" height="50" class="alignright size-medium wp-image-508" />Wir leben noch in einer Ära, in der das Einrichten eines <a href="http://library.mpib-berlin.mpg.de/libraryrss/iv/ivall.xml">RSS-Feeds</a> auf einer Internetseite eine eigene Pressemitteilung wert ist:</p>
<blockquote><p>
Pressemitteilung<br />
MPI für Bildungsforschung bietet RSS-Feed<br />
Dr. Petra Fox-Kuchenbecker, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br />
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung<br />
13.06.2008</p>
<p>Die Bibliothek des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung bietet ab sofort einen Informationsdienst an, der es Interessierten weltweit erlaubt, die Anzeige neuer Publikationen aus dem Institut zu abonnieren.<br />
Alle, die sich für die Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung interessieren, müssen künftig nicht mehr mühsam die Publikationen-Webseite des Instituts nach Beiträgen durchsuchen. Stattdessen erhalten Sie automatisch eine Nachricht, wenn die Veröffentlichung erscheint. Ein link führt dann zur vollständigen Titelanzeige.<br />
Dieser Dienst, der technisch als RSS-Feed realisiert ist, kann für alle Publikationen des Instituts oder getrennt nach Forschungsbereichen abonniert werden. Sie erreichen den Dienst unter http://library.mpib-berlin.mpg.de/iv/iv.php?year=2008-</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p>http://www.mpib-berlin.mpg.de</p>
</blockquote>
<p>(<a href="http://idw-online.de/pages/de/news265483">via</a>)</p>
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		<title>Sechs Beobachtungen zur Zukunft der Nachrichten</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/10/sechs-beobachtungen-zur-zukunft-der-nachrichten/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 08:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[trends]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon des öfteren habe ich die These vertreten, dass Print nicht tot ist, genauso wenig wie Nachrichten tot sind. Aber die enge Verbindung von Print und News, wie sie sich beispielhaft in den großen Tageszeitungen beobachten lässt, verliert angesichts der in nahezu jedem Fall größeren Aktualität von Onlinenews oder der ungefilterten Nachrichtenkanälen wie Twitter oder [...]]]></description>
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<p>Schon des öfteren habe ich die These vertreten, dass Print nicht tot ist, genauso wenig wie Nachrichten tot sind. Aber die enge Verbindung von Print und News, wie sie sich beispielhaft in den großen Tageszeitungen beobachten lässt, verliert angesichts der in nahezu jedem Fall größeren Aktualität von Onlinenews oder der ungefilterten Nachrichtenkanälen wie Twitter oder Blogs stetig an Bedeutung (mittlerweile <a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/2008/04/08/medien-und-twitter/">experimentieren</a> <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/welt-kompakt-nutzt-twitter/">auch</a> Tageszeitungen wie <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1870841/WELT_KOMPAKT_berichtet_live.html">Welt</a>-Kompakt <del datetime="2008-04-10T09:06:14+00:00">oder die <a href="http://www.media-ocean.de/2008/04/09/mopo-twittert-aber-twittert-auch-die-mopo/">Hamburger Morgenpost</a></del> mit dem Instantmedium Twitter).</p>
<p>Das sollte aber nicht verwechselt werden mit einer Demokratisierung der Nachrichtenproduktion und -distribution. Auf der einen Seite bestehen tatsächlich neue Möglichkeiten einer Nachrichtenproduktion und -distribution im <em><a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html">Long Tail</a></em> des WWW, die im Übrigen noch deutlich zu wenig genutzt werden. Auf der anderen Seite gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Onlinenachrichtenquellen sehr viel stärker <a href="http://www.readers-edition.de/2008/04/08/republica-08-fazit-die-schrumpfende-vierte-macht-erhaelt-unterstuetzung/">konzentriert</a> sind als es in der Printwelt der Fall gewesen ist. Zu diesem Ergebnis kommt auch der &#8220;<a href="http://www.stateofthenewsmedia.org/2008/printable_online_chapter.htm">State of the News Media</a>&#8220;-Bericht des <a href="http://www.journalism.org/">Project for Excellence in Journalism</a>:</p>
<blockquote><p>
Online, for instance, the top 10 news Web sites, drawing mostly from old brands, are more of an oligarchy, commanding a larger share of audience than they did in the legacy media. The verdict on citizen media for now suggests limitations. And research shows blogs and public affairs Web sites attract a smaller audience than expected and are produced by people with even more elite backgrounds than journalists.
</p></blockquote>
<p>Der Bericht skizziert <b>sechs Trends in der Entwicklung der Nachrichtenmedien</b>, die sich 2008 zumindest in den USA schon deutlich abgezeichnet haben:</p>
<ul>
<li><b>Nachrichten verwandeln sich von einem Produkt in eine Dienstleistung.</b> Dazu gehört auch der Trend zu einer Art <em><a href="http://de.blog.qype.com/2006/05/04/die-ewige-beta/">perpetual beta</a></em>-Nachrichten: immer wieder kleine Updates anstelle der klassischen (Morgen- und Abend-)Ausgaben. Das heißt aber auch, dass der aktuelle Nachrichten-<em>Release</em> nur ein Zwischenstand ist, der später ergänzt oder korrigiert werden muss. Das ist freilich nicht neu, wurde aber durch das Erscheinungsbild einer Zeitung als fertiges Produkt überdeckt.
<li><b>Nachrichtenseiten sind nicht mehr Endpunkte, sondern Zwischenstationen.</b> Nachrichtenportale sind keine <em>walled gardens</em> mehr. Die dort publizierten Meldungen können syndiziert, kommentiert, geokodiert, auf Facebook gepostet, gediggt oder geyiggt werden. Sie werden zu einem unter vielen Rohstoffen in digitalen Mashups. Anders ausgedrückt: <em><a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2007/10/19/future-to-newspapers-jump-in-the-river/">news is a river</a></em>.
<li><b>Nutzergenerierter Content spielt (noch) keine große Rolle.</b> Obwohl die Nutzer im Web 2.0 Nachrichten remixen können, spielt die eigene Produktion von Nachrichten wie es die Bürgerjournalismus-Idee will nur eine untergeordnete Rolle. Hier formuliert der Bericht eine interessante Pointe: die Graswurzelnachrichten in Blogs sind sehr viel geschlossener und altmodischer als die großen Nachrichtenportale: &#8220;In short, rather than rejecting the &#8216;gatekeeper&#8217; role of traditional journalism, for now citizen journalists and bloggers appear for now to be recreating it in other places.&#8221;
<li><b>Die Rückkehr des Newsroom.</b> Verkündete man vor 10 Jahren noch das Ende des Newsroom, so ist das Nachrichtenressort mittlerweile sehr viel weniger umstritten als z.B. die Verlagsseite (fehlende Monetarisierungsmodelle für Online) oder die Meinungsseite (Blogger machen das, gerade in den USA, häufig besser).
<li><b>Einengung der Agenda.</b> Trotz der Pluralisierung von Nachrichtenquellen und -kanälen ist in jüngster Zeit die Nachrichtenagenda weiter geschrumpft. Irakkrieg und Präsidentenwahl sind die Themen, die ein Viertel der Nachrichtenmeldungen in den USA bestimmten.
<li><b>Die Werbeagenturen sind ratlos.</b> Hier halten sich die alten Formen, so dass der Leidensdruck für die alten Medien dadurch noch eine Weile niedrig gehalten wird. Aber auch hier sieht das Project for Excellency in Journalismus früher oder später eine drastische Veränderung: &#8220;But the losses could begin to accelerate when answers come. The question of whether, and how, advertising and news will remain partners is unresolved.&#8221;
</ul>
<p>Zugespitzt formuliert: <b>Die Nachrichtenindustrie ist ein Zombie, der sich im Halbschlaf befindet und nur deshalb nicht bemerkt, dass das Suchmaschinenzeitalter längst begonnen hat.</b> Deshalb wird in Zukunft von großer Bedeutung sein, nach welchen Kriterien die großen Player Google und Yahoo den Zugang zu Nachrichtenmeldungen herstellen. Schon jetzt zeigen sich unterschiedliche Gewichtungen von Quellen und Themen &#8211; ein Problem sehe ich aber darin, dass diese Gewichtung nicht mehr auf Menschen und ihre politische Agenda zurechenbar ist, sondern von Algorithmen abhängt, die von außen nicht durchschaubar sind.</p>
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		<item>
		<title>Twitter als Frühwarnsystem für Marken und Unternehmen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/08/twitter-als-fruehwarnsystem-fuer-marken-und-unternehmen/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 08:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[backchannel]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen interessanten Beleg für die Bedeutung von Twitter als Frühwarnsystem für Unternehmen hat Michael Arrington vor kurzem auf Techcrunch gepostet. Die Geschichte ist schnell erzählt: Sein Internetprovider Comcast hatte einen Verbindungsausfall, so dass er ohne Internetzugang war &#8211; eine gravierende Einschränkung für einen Palo Alto-Insider. Anrufe bei dem Provider brachten nicht allzu viel &#8211; man [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/12/twitter.png" alt="" title="" width="210" height="49" class="alignleft size-full wp-image-343" />Einen interessanten Beleg für die Bedeutung von <a href="http://twitter.com/">Twitter</a> als Frühwarnsystem für Unternehmen hat Michael Arrington vor kurzem auf Techcrunch <a href="http://www.techcrunch.com/2008/04/06/comcast-twitter-and-the-chicken-trust-me-i-have-a-point/">gepostet</a>. Die Geschichte ist schnell erzählt: Sein Internetprovider Comcast hatte einen Verbindungsausfall, so dass er ohne Internetzugang war &#8211; eine gravierende Einschränkung für einen Palo Alto-Insider.</p>
<p>Anrufe bei dem Provider brachten nicht allzu viel &#8211; man kennt das ja. Aber als er dann seine Verärgerung per Twitter publik gemacht hatte, dauerte es gerade 20 Minuten bis sich der Provider selbständig bei ihm meldete und ein Reperaturteam losschickte. Die Firma hat alle sie selbst betreffenden Twittermeldungen überwacht (das geht zum Beispiel mit Diensten wie <a href="http://www.tweetscan.com/index.php">Tweetscan</a>), um es sehr schnell mitzubekommen, wenn es Probleme und einen potentiellen Imageschaden gibt.</p>
<p>Insofern liegt eine wichtige Anwendung von Twitter darin, es als &#8220;Frühwarnsystem für Marken und Unternehmen&#8221; zu verwenden:</p>
<blockquote><p>
It&#8217;s trivially easy to do a brand search on Tweetscan and create a feed for any new postings. Whether you join in the conversation directly or reach out to aggrieved customers is up to you. But Twitter is the place where conversations are exploding well before they even make it to mainstream blogs. With the information just sitting there, it&#8217;s surprising that more brands aren&#8217;t watching the tweetosphere.
</p></blockquote>
<p>Aber vielleicht liegt in diesem gut funktionierenden Frühwarnsystem auch ein Anreiz, noch weniger als bisher auf Beschwerden per Servicehotline zu reagieren &#8211; denn wenn die Kundenfrustration ein kritisches Maß erreicht, erfährt man es ja über Twitter.</p>
<p>Außerdem hängt das Funktionieren als Frühwarnsystem auch davon ab, dass eine kritische Masse von Twitternutzern erreicht ist, die im Fall negativer Erfahrungen mit einem Unternehmen davon Gebrauch machen. Kritisch muss in diesem Fall nicht zwangsläufig bedeuten, dass jeder Twitter benutzt, denn das ist auch in Palo Alto vermutlich nicht der Fall. Genauso effektiv kann es sein, wenn eine kleine Zahl von digitalen Meinungsmachern ihre Unzufriedenheit twittern. Oder anders herum: Besteht überhaupt Anreiz für Unternehmen, auf solche Backchannel-Informationen zu reagieren, wenn es sich nicht um einen <a href="http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=3599">A-List-Twitterer</a> oder einen Mitglied der exklusiven Gruppe &#8220;The 250&#8243;, wie es <a href="http://www.techcrunch.com/2008/04/06/comcast-twitter-and-the-chicken-trust-me-i-have-a-point/#comment-2137338">hier</a> heißt, handelt?</p>
<p>In Deutschland <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/11/15/das-war-nichtnet/">versucht</a> Robert Basic mit seinem <a href="http://www.das-war-nicht.net/">Beschwerdenblog</a> etwas ähnliches, das Projekt scheint aber mittlerweile eingeschlafen &#8211; warum das ganze nicht gleich als Twitterkanal einrichten?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Überwachen mit Twitter</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/30/ueberwachen-mit-twitter/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 23:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[geheimhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[social software]]></category>
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		<category><![CDATA[web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Unterschied zu Social Networks wie Xing oder Facebook, in denen Profilinformationen und insbesondere auch Statusmeldungen je nach Sicherheitseinstellungen nur für andere Mitglieder oder sogar nur bestätigten Kontakten einsehbar sind, ist Twitter in der Praxis weitgehend ein offenes Forum. Nur eine geringe Zahl von Personen macht von der Möglichkeit gebrauch, ihr Profil für nicht bestätigte [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/twitterstats.png' alt='twitterstats.png' class='right' align='right' />Im Unterschied zu Social Networks wie Xing oder Facebook, in denen Profilinformationen und insbesondere auch Statusmeldungen je nach Sicherheitseinstellungen nur für andere Mitglieder oder sogar nur bestätigten Kontakten einsehbar sind, ist Twitter in der Praxis weitgehend ein <a href="http://www.nilsmueller.info/blog/netzwelt/wissenschaftethik-und-geschlossene-rume-im-internet">offenes Forum</a>. Nur eine geringe Zahl von Personen macht von der Möglichkeit gebrauch, ihr Profil für nicht bestätigte Kontakte zu sperren, so dass man im Prinzip auch als Nicht-Twitterer sehen kann, was eine bestimmte Person von den <a href="http://twitterfacts.blogspot.com/2008/02/twitter-userbase-growing-faster-than.html">mittlerweile 860.000 Nutzern</a> <a href="http://twitter.com/furukama">den ganzen Tag über schreibt</a>, welche anderen Kontakte diese Person &#8220;verfolgt&#8221; (<em>follow</em>), welche Statusmeldungen die Person <a href="http://twitter.com/furukama/favorites">besonders interessant gefunden</a> hat. Über Twitterholic kann man dann auch noch sehen, wie sich die Zahl der Kontakte in den letzten Tagen <a href="http://twitterholic.com/twitter/furukama">entwickelt hat</a>.</p>
<p>Insbesondere nachdem ich <a href="http://net-savvy.com/executive/intelligence/stealthy-following-on-twitter.html">diese Ratschläge</a> gelesen habe, die beschreiben, wie man Twitter-Nutzern, zum Beispiel Konkurrenten, folgen kann, ohne dass diese es merken (würde man der Person folgen, bekäme sie eine Benachrichtigung darüber). Das führt dann so weit, dass auch noch per <a href="http://tweetscan.com/">Twitter-Suchmaschine</a> alle Erwähnungen einer Person regelmäßig abgefragt und per RSS-Feed verschickt werden. Ein <a href="http://www.pixelreality.net/2007/03/10/twitter-ueberwachung-selbstgemacht/">Überwachungssystem zum Selberbasteln</a>. Auf den ersten Blick mag man vielleicht entgegnen: Na und? Selber schuld, wer sein Privatleben in eine unbekannte Öffentlichkeit versendet. Außerdem wird der wirtschaftliche Konkurrent ja zu den selben Methoden greifen, um einen selbst zu überwachen. Solange dieses Spiel in einem geschlossenen Teilnehmerkreis stattfindet &#8211; jeder überwacht jeden &#8211; ist das im Prinzip nicht sehr weit weg von der hellhörigen Dorfgemeinschaft. Aber in dem Moment, in dem Außenstehende dazu kommen &#8211; seien es staatliche Akteure oder der eigene Vorgesetzte &#8211; wird dieses Spiel asymmetrisch und es entstehen Beobachterpositionen, die selbst unbeobachtet bleiben.</p>
<p><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/99">Brauchen</a> wir eine Twitter-Ethik?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Untergang des Web 2.0 und das Ende der A-Blogger</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/29/der-untergang-des-web-20/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 23:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[massenmedien]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[techcrunch]]></category>
		<category><![CDATA[wandel]]></category>
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		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man die Beobachtungen von Steve Rubel ernst nimmt, dann könnte man tatsächlich von einem baldigen Ende des Web 2.0 sprechen. Aber das neue Netz geht nicht etwa mit einem big burst zu Ende wie die große Internetblase 2000. Das Problem liegt nicht darin, das Blogs, Ajax, Social Networking und Semantic Web die überhohen Erwartungen [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/kulturbilder_325.jpg' alt='kulturbilder_325.jpg' class='left' align='left' />Wenn man die <a href="http://www.micropersuasion.com/2008/03/three-internet.html">Beobachtungen von Steve Rubel</a> ernst nimmt, dann könnte man tatsächlich von einem baldigen Ende des Web 2.0 sprechen. Aber das neue Netz geht nicht etwa mit einem <em>big burst</em> zu Ende wie die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dot-com_bubble">große Internetblase 2000</a>. Das Problem liegt nicht darin, das Blogs, Ajax, Social Networking und Semantic Web die überhohen Erwartungen nicht erfüllen, sondern gerade weil sie sie so gut erfüllen, dass sie zur Normalität werden.</p>
<p>Das „Web 2.0“ hat sich unmerklich in das „Web“ verwandelt, weil es kaum noch „Web 1.0“ gibt. Insofern, so Rubel weiter, spielen auch spezialisierte „Berufe 2.0“ wie „Social Media Consultant“, „Social Media Manager“, Funktionsbeschreibungen wie „Internet Advertising Sales“ oder „Online Advertising Sales“ oder „Digital Talent Agents“ keine Rolle mehr. Diese Berufsbilder und Geschäftsfelder werden allmählich unter andere, allgemeinere Bezeichnungen subsummiert. Onlinewerbung oder Community Marketing und Research sind nicht mehr die Zukunft der Werbung oder des Marketing, sondern die Gegenwart.</p>
<p>Insofern glaube ich auch nicht, dass Alan Patrick in <a href="http://broadstuff.com/archives/818-Heres-another-profession-that-might-disappear.........html">seiner Antwort</a> auf Rubel damit Recht hat, dass der Niedergang des Berufsbild des A-Bloggers nur darin gründet, dass sich das Bloggen professionalisiert und damit den klassischen Onlinemedien annähert: unternehmerisches Denken („Bloggen ist anti-unternehmerisch“, <a href="http://manticmedia.com/the-death-of-blogs-and-the-birth-of-new-big-media/">meint</a> John Wesley), PR-Berichte als Füllmaterial, strategische Verlinkung, weniger Kritik.</p>
<p>Auf der anderen Seite finden sich durchaus auch Beispiele für eine Verbloggung der Massenmedien, die von der besonderen Authentizität – und auch der geringen Produktionskosten – dieses Mediums zu sehr profitieren, um es ignorieren zu können. Bei Zeitungen wie dem <a href="http://blogs.guardian.co.uk/index.html">„Guardian“ </a>sind die Übergänge von klassischen journalistischen Beiträgen zu den dazugehörigen Blogs schon sehr glatt geraten, noch mehr gilt das für Hochglanzmedien wie „<a href="http://www.moreintelligentlife.com/">(More) Intelligent Life</a>“.</p>
<p>Fast hat es den Anschein, dass in vielen Publizisten und Journalisten kleine Blogger stecken, während sich zugleich in vielen Bloggern kleine Unternehmer verbergen, die auf eine günstige Gelegenheit zum Ausbrechen warten. In manchen Fällen kann das auch schon ein <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2008/03/28/paidcontent-vs-techcrunch-two-visions-of-bloggings-future/">juveniler Rockefeller</a> sein wie im Fall von Michael Arrington, der <a href="http://www.techcrunch.com/2008/03/19/more-bloggers-raising-money-here-come-the-politics-and-here-comes-my-rant/">in einem langen Beitrag</a> mit Manifestcharakter von einem Zusammenschluss von Bloggern träumt, der dann raubritternd durch die Medienlandschaft zieht:</p>
<blockquote><p>
That team could take CNET apart in a year, hire the best of the survivors there, and then move on to bigger prey.
</p></blockquote>
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		<title>Twitter als World Wide Grapevine</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Mar 2008 00:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder wurde die Frage laut, welchem Zweck Microblogging-Dienste wie Twitter eigentlich dienen. An dem aktuellen Beispiel des Erdbebens mit Stärke 7,2 auf der Richterskala, das sich heute Nacht im chinesischen Xinjiang ereignete, wird deutlich: trotz des chaotischen und bisweiligen etwas schrägen Eindrucks, den die Twitter-Nutzer (&#8220;Twitterati&#8221;) manchmal erwecken, erfährt man von solchen Ereignissen als [...]]]></description>
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<p>Immer wieder wurde die Frage laut, welchem Zweck Microblogging-Dienste wie Twitter eigentlich dienen. An dem <a href="http://www.denquer.de/quernetzt/erdbeben-in-china-twitter-ist-nr1.html">aktuellen Beispiel</a> des Erdbebens mit Stärke 7,2 auf der Richterskala, das sich heute Nacht im chinesischen Xinjiang ereignete, wird deutlich: trotz des chaotischen und bisweiligen etwas schrägen Eindrucks, den die Twitter-Nutzer (&#8220;Twitterati&#8221;) manchmal erwecken, erfährt man von solchen Ereignissen als erstes. Noch kein Nachrichtendienst hat von dem Erdbeben berichtet, aber dank Twitter weiß man schon seit einiger Zeit, <a href="http://earthquake.usgs.gov/eqcenter/recenteqsww/Quakes/us2008pvcl.php#details">wo und wann es sich ereignet hat</a>, dass man die Wellen <a href="http://www.seismo.ethz.ch/redpuma/redpuma_ami_list.html">bis in die Schweiz</a> spüren konnte und kann <a href="http://www.oe-files.de/gmaps/eqmashup.html">den genauen Ort</a> <a href="http://maps.google.com/maps?q=35.4238+81.3862(M7.2+-+XINJIANG-XIZANG+BORDER+REGION+-+2008+March+20++22%3A33%3A01+UTC)&#038;ll=35.4238,81.3862&#038;spn=2,2&#038;f=d&#038;t=h&#038;hl=e">auf einer Karte</a> betrachten.</p>
<p>Ganz unabhängig davon, wie wichtig es ist, von diesem Ereignis im fernen China eine Stunde oder mehr vor den klassischen Nachrichtenmedien zu erfahren, sagt dieser Fall einiges über die Bedeutung des Microbloggens als neue Kulturtechnik:</p>
<ul>
<li>Twitter ist eine Art <strong>&#8220;weltweite Gerüchteküche&#8221;</strong> (&#8220;World Wide Grapevine&#8221;), durch die man alles mögliche erfahren kann &#8211; von weltbewegenden Ereignissen bis zu Dingen, die nur für eine sehr persönliche Öffentlichkeit relevant sein dürften.
<li>Die <strong>hohe Aktualität</strong>: Viele Dinge erfährt man über Twitter als erstes: Artikel oder Blogposts, die gerade geschrieben werden, Gerüchte über <a href="http://twitter.com/davewiner/statuses/774695172">Meldungen, die in Kürze publik werden</a> oder sogar Augenzeugenberichte.
<li>Man kann, ähnlich wie im face-to-face-Gerüchtewesen, seine Aufmerksamkeit nicht besonders gut fokussieren, sondern bekommt einen langen Strom von Meldungen mit ganz unterschiedlicher Thematik, Reichweite und Wichtigkeit. Es handelt sich also eher um eine <strong>frei flottierende Aufmerksamkeit</strong>.
<li>Der ausgesprochen unordendliche Netzwerkcharakter des Systems und die unterschiedlichen Kontakte (mit Simmel könnte man hier vielleicht sogar von sozialen Kreisen sprechen), an die jeder Twitter-Nutzer seine Statusmeldungen verschickt, bringen mit sich, dass <strong>Meldungen verloren gehen</strong> können bzw. ähnliche Meldungen vielfach empfangen werden.
</ul>
<p>Ein vielköpfiges Flurgespräch über Kontinente hinweg &#8211; wahrscheinlich gibt es momentan kaum bessere Beispiele für den Wandel globaler Kommunikationsstrukturen (Mikromedien statt Massenmedien).</p>
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		<title>Unterwegs ins Semantische Netz oder: Was sind XFN, FOAF und SPARQL?</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 10:58:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen zitterten Blogosphäre und Web2.0 vor Aufregung: Yahoo, so hieß es, würde große Nachrichten bekanntgeben, die das Netz zu einem besseren Ort machen würde. Also konnte es schon einmal nicht um die Übernahme durch AOL gehen. Tatsächlich gab Yahoo am Freitag bekannt, dass das Unternehmen sich von nun an als Evangelist des Semantic [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/sw-horz-w3c.png' alt='sw-horz-w3c.png' class='left' align='left' />Vor wenigen Tagen zitterten Blogosphäre und Web2.0 vor Aufregung: Yahoo, so hieß es, würde große Nachrichten bekanntgeben, die das Netz zu einem besseren Ort machen würde. Also konnte es schon einmal nicht um die Übernahme durch AOL gehen. Tatsächlich gab Yahoo am Freitag <a href="http://www.techcrunch.com/2008/03/13/yahoo-embraces-the-semantic-web-expect-the-web-to-organize-itself-in-a-hurry/">bekannt</a>, dass das Unternehmen sich von nun an als Evangelist des Semantic Web <a href="http://notizblog.org/2008/03/13/yahoo-plant-semantic-search/">betrachten will</a>.</p>
<p><strong>Worum geht es im Semantic Web?</strong> Die grundlegende Idee ist schnell erzählt: Die Informationen, die wir auf unseren Homepages, in unseren Blogs und Social Networks hinterlegen, sollen maschinenlesbar werden. Die nur für Menschen entzifferbare Aussage &#8220;X ist ein Kollege von mir&#8221; soll nun zusätzlich mit Hilfe von Mikroformaten wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/XHTML_Friends_Network">XFN</a> (kurz für &#8220;XHTML Friends Network&#8221;) oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FOAF">FOAF</a> (Akronym für &#8220;Friend of a Friend&#8221;) derart ausgezeichnet werden, dass ein entsprechender Parser sie verstehen kann. Das kann dann zum Beispiel so aussehen (&#8220;friend met&#8221; verweist hier auf eine befreundete Person, die der Verlinkende schon im wirklichen Leben getroffen hat):</p>
<p><code><br />
&lt;a href="http://www.wissenswerkstatt.net/" rel="friend met"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/" rel="friend met">Marcs Wissenswerkstatt</a>&lt;/a><br />
</code></p>
<p>Davon erhofft man sich einen besseren Zugriff auf die im Web 2.0 gespeicherten Informationen. So könnte man zum Beispiel mit Personensuchmaschinen auf diese Weise nicht nur erfahren, auf welchen Internetseiten der Name einer Person auftaucht, sondern zudem auch Dinge wie: die eigene Homepage der Person, die Seiten seiner Freunde und Arbeitskollegen, seine Profile bei Facebook, Twitter, Xing usw. Es geht also um die Übertragung der realen Beziehungsnetzwerke (&#8220;everyone&#8217;s connected&#8221;) in die digitale Sphäre (&#8220;social graph&#8221;). Das Internet wird dadurch sehr viel enger und aussagekräftiger <a href="http://linkeddata.org/">verlinkt</a> als bisher:</p>
<blockquote><p>
Linked Data is about using the Web to connect related data that wasn&#8217;t previously linked, or using the Web to lower the barriers to linking data currently linked using other methods.
</p></blockquote>
<p>So praktisch das sein mag, wenn es darum geht, seine Freunde und Bekannte im Netz ausfindig zu machen – ganz abgesehen davon, dass ein derart ausgezeichnetes Netz die wildesten Träume vieler Netzwerkanalytiker übertreffen würde –, so problematisch ist diese Entwicklung, was die <strong>Missbrauchmöglichkeiten</strong> betrifft.</p>
<p>Was geschieht, wenn meine Seite (und damit meine virtuelle Identität) mit einer Person aus organisiert-kriminellem oder terroristischem Umfeld per Mikroformat verknüpft werden? Die Stärke eines dezentralen Systems (es gibt keinen &#8220;Datenbankadministrator, der Gott spielen kann&#8221;) werden hier zur Schwäche. Denn: Wer garantiert, dass die Verbindungen zu meiner Person, die auf anderen Webseiten formuliert werden, auch tatsächlich zutreffen? Denn die meisten dieser Formate sind, anders als LinkedIn-, Xing- oder Facebook-Freundschaften, nicht nur dezentral, sondern auch unidirektional, d.h. sie müssen nicht bestätigt werden.</p>
<p>Verschärft wird dieses Problem noch durch die <strong>Permanenz des Internet</strong>: wenn einmal an einer Stelle eine Beziehungsaussage über mich getroffen wurde, kann diese möglicherweise nicht mehr gelöscht werden, da sie über Archive aufgefunden werden kann (so scheint das <a href="http://code.google.com/apis/socialgraph/">Google Social Graph API</a>, kurz: SGAPI, Beziehungsdaten zu cachen) oder bereits in zahlreiche FOAF-Datensätze auf anderen Seiten integriert wurde. Denn eine sinnvolle Möglichkeit, Beziehungsclaims zu zitieren (&#8220;Ich sage, dass Markus gesagt hat, Anne ist mit Peter befreundet&#8221;) gibt es meines Wissens noch nicht.</p>
<p>Das hat zur Folge, darauf hat danbri in seinem <a href="http://www.slideshare.net/danbri/whatever-i-can-get?src=embed">Vortrag</a> &#8220;<a href="http://danbri.org/words/2008/03/04/288">Social Network Portability</a>&#8221; am 1. März in <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/86">Cork</a> hingewiesen, dass derartige Aussagen nicht als Tatsachenaussagen betrachtet werden dürfen, sondern nur als Behauptungen (&#8220;Claims&#8221;). Ein Semantic Web-Parser muss also in Betracht ziehen, <strong>welche Person hinter einer FOAF-Aussage steckt</strong>.</p>
<p>Einen möglichen Ausweg stellen Systeme wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SPARQL">SPARQL</a> (kurz für &#8220;SPARQL Protocol and RDF Query Language&#8221;) da, die nicht nur die Aussagen aus dem semantischen Netz ziehen, sondern sich darüber hinaus auch dafür interessieren, an welcher Stelle und von welchem Akteur die Aussagen gemacht wurden. Hier geht es also nicht nur um die Frage: &#8220;Wer ist mit Peter befreundet?&#8221; sondern um &#8220;Wer sagt, dass Anne mit Peter befreundet ist?&#8221;</p>
<p>Momentan laufen <a href="http://wiki.foaf-project.org/SparqlPress">erste Versuche</a>, WordPress SPARQL-freundlich zu machen (&#8220;SparqlPress&#8221;). Damit werden zwei Ziele verfolgt: zum einen über einzelne Blogs Daten bereitzustellen, die mit SPARQL abgerufen werden können. Dadurch kann dann zum anderen das eigene Blog in eine automatisch aktualisierte Kontaktdatenbank verwandelt werden. Auf Grundlage der eigenen Kontaktliste können dann Aktivitätsströme erstellt werden, ähnlich zu den Facebook- und Xing-Statusmeldungen oder zu neuen <a href="http://www.zweinull.cc/das-twitter-phanomen-wird-zum-friendfeed-phanomen/">Lifestream-Diensten</a> wie <a href="http://friendfeed.com/">Friendfeed</a>. Mit dem <a href="http://www.jibbering.com/foaf/">FOAFnaut</a> gibt es auch schon ein graphisches Interface, um das eigene FOAF-Kontaktnetzwerk zu visualisieren.</p>
<p>Wahrscheinlich lassen sich die Veränderungen, die sich durch die allmähliche Etablierung des Semantischen Netzes für das digitale Identitäts- und Beziehungsmanagement ergeben werden, überhaupt noch nicht in ihrer ganzen Tragweite erkennen. Zwei Punkte scheinen mir jedoch absehbar:</p>
<ul>
<li>Klar ist, dass die in diesem Ausmaß noch nie da gewesene Archivierung und öffentliche Zugänglichkeit von Beziehungsdaten das <strong><a href="http://www.trendbuero.de/index.php?f_categoryId=155&#038;f_articleId=2698">digitale Identitäts- und Beziehungsmanagement</a></strong> zu einer sehr viel komplexeren Aufgabe machen wird. Das Prinzip &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity">security through obscurity</a>&#8221; wird es für diesen Bereich nur noch rudimentär geben: meine sozialen Beziehungen sind nicht mehr Teil der Privatsphäre, sondern öffentlich einsehbar.
<li>Das professionelle <strong><a href="http://blog.myonid.de/">Reputationsmanagement</a></strong> wird ein sehr wichtiges Geschäftsfeld werden, da für den Normalbürger die Kanäle gar nicht mehr absehbar sind, über die Informationen über die eigene Person verbreitet werden. Früher konnte man sich schon denken, wer ein Gerücht in die Welt gesetzt hat, heute sind es anonyme Maschinen, die Informationen aus unterschiedlichen Quellen kombinieren und als Ergebnis dann z.B. ein mit Ortskoordinaten versehenes Bild der eigenen Familie ausspucken.
<li>Zugleich wird sich dadurch auch das <strong>Wesen der Suchmaschinen</strong> verändern, die nicht mehr allein zum Abrufen von Textinhalten genutzt werden können, sondern auch zum Abfragen von Beziehungsdaten.
</ul>
<p>Frei nach Kisch könnte man also schlussfolgern: Mit den Möglichkeiten des Semantischen Netz wird das Leben schöner, aber unsicherer.</p>
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		<title>Umfrage zum Thema Tagging</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/16/umfrage-zum-thema-tagging/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 00:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienblogger Steffen Büffel führt zusammen mit dem Tübinger Institut für Wissensmedien eine Umfrage zum Thema Tagging durch. Da wir noch viel zu wenig darüber wissen, wer warum wie Tags verwendet, hier meine Aufforderung an alle: Egal ob good tags oder bad tags. Bitte mitmachen! Es dauert auch nur 10-12 Minuten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a href="http://uc.iwm-kmrc.de/uc/iwm_2_team/b6db/"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/tagging.png' alt='tagging.png' class='center' align='center' /></a><br />
Medienblogger <a href="http://www.media-ocean.de/2008/03/14/umfrage-good-tags-bad-tags/">Steffen Büffel</a> führt zusammen mit dem <a href="http://www.iwm-kmrc.de/">Tübinger Institut für Wissensmedien</a> eine Umfrage zum Thema Tagging durch. Da wir noch viel zu wenig darüber wissen, wer warum wie Tags verwendet, hier meine Aufforderung an alle: Egal ob good tags oder bad tags. <a href="http://uc.iwm-kmrc.de/uc/iwm_2_team/b6db/">Bitte mitmachen!</a> Es dauert auch nur 10-12 Minuten.</p>
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		<item>
		<title>StudiVZ, schülerVZ und meinVZ dominieren den Community-Buzz der Blogosphäre</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/28/studivz-schuelervz-und-meinvz-dominieren-den-community-buzz-der-blogosphaere/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2008 17:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogbuzz]]></category>
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		<description><![CDATA[Erst lässt man die Blogosphäre ein wenig über den genauen Namen des künftigen StudiVZ für Ex-Studenten spekulieren, dann geht man gegen die Verwendung der Buchstabenkombination VZ vor und schließlich dann die große Enthüllung des neuen Netzwerks meinVZ. Wenn man den Buzz beobachtet, den diese Ereignisse in der letzten Zeit in der deutschsprachigen Blogosphäre erzeugt haben, [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/meinvz.png' alt='meinvz.png' class='left' align='left' />Erst lässt man die Blogosphäre ein wenig über den genauen Namen des künftigen StudiVZ für Ex-Studenten <a href="http://blog.magix.net/de/archives/465-MeinVZ-Name-der-neuen-StudiVZ-Plattform.html">spekulieren</a>, dann geht man <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/02/27/vz-abmahnung-kostet-ueber-2600-euro/">gegen die Verwendung der Buchstabenkombination VZ vor</a> und schließlich dann die große Enthüllung des <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1732799/Was_der_juengste_StudiVZ-Ableger_bringen_soll.html">neuen Netzwerks</a> <a href="http://www.meinvz.net/">meinVZ</a>.</p>
<p>Wenn man den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Word_of_mouth">Buzz</a> beobachtet, den diese Ereignisse in der letzten Zeit in der deutschsprachigen Blogosphäre erzeugt haben, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass die Strategie zumindest in dieser Hinsicht aufgegangen ist:</p>
<p><a href="http://metaroll.de/rw.php"><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:33.86,22.05,24.8,29.13,37.4,16.54,23.62,29.92,26.77,29.13,21.26,22.83,7.09,3.15,24.41,26.38,25.59,24.41,18.5,18.5,17.32,20.87,19.69,9.84,14.17,21.65,16.14,13.78,19.29,23.62,38.98|22.44,2.76,15.35,20.08,1.18,1.97,3.54,17.72,3.94,14.17,11.42,6.3,0.79,3.15,11.42,11.42,11.81,10.63,12.2,2.36,7.87,9.45,14.96,8.27,5.51,10.24,2.76,3.15,10.24,14.17,18.9|28.74,25.59,23.23,14.17,16.14,2.76,21.26,21.65,18.11,23.23,22.83,18.5,12.2,3.15,13.39,22.44,29.92,29.53,18.5,14.96,18.11,27.56,25.59,12.99,12.6,17.72,7.87,6.3,15.35,14.57,100|0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,0,1.18,0,0.79,0.79,0,0,0,15.35|5.51,1.97,1.18,1.57,0.79,0.79,3.54,1.57,0.79,2.36,1.97,2.76,0.79,1.97,1.97,2.76,2.36,1.97,1.57,3.15,2.76,11.81,7.87,3.54,4.33,3.15,2.36,1.97,5.12,3.54,14.17|53.54,49.61,61.81,48.43,49.61,41.73,46.85,59.45,56.3,52.76,51.97,55.91,40.55,45.28,51.97,61.81,56.69,67.72,55.12,41.73,32.28,44.49,43.7,27.95,44.09,39.76,29.13,31.5,46.46,42.13,67.72|1.97,1.18,3.54,1.97,1.18,0.79,1.18,0.79,5.91,2.76,2.76,0.79,0.79,0.39,1.18,1.57,2.36,1.18,3.15,1.57,0.39,2.76,1.97,1.18,0.79,2.76,1.97,0.79,1.57,1.97,0.79|0,2.36,1.18,1.97,0.39,0.39,0.39,1.18,0.39,1.18,2.76,0.39,0.79,0,0.39,0.79,1.97,0.39,0,0.39,0.39,0.39,1.18,0.39,0.39,0,0,0.39,3.54,2.76,0.79&#038;chxt=x,y&#038;chdl=Facebook|Xing|StudiVZ|meinVZ|SchuelerVZ|MySpace|Lokalisten|LinkedIn&#038;chs=500x300&#038;chco=003e84,6ab736,5181c6,eeab90,da5800,ff3333,bbbbbb,00999f&#038;chxl=1:|0|254|0:||29.1.2008||||2.2.2008||||6.2.2008||||10.2.2008||||14.2.2008||||18.2.2008||||22.2.2008||||26.2.2008|" /></a><br />
<small>(Monatsansicht)</small></p>
<p><a href="http://metaroll.de/rw.php"><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:14.17,21.65,16.14,13.78,19.29,23.62,38.98|5.51,10.24,2.76,3.15,10.24,14.17,18.9|12.6,17.72,7.87,6.3,15.35,14.57,100|0,0.79,0.79,0,0,0,15.35|4.33,3.15,2.36,1.97,5.12,3.54,14.17|44.09,39.76,29.13,31.5,46.46,42.13,67.72|0.79,2.76,1.97,0.79,1.57,1.97,0.79|0.39,0,0,0.39,3.54,2.76,0.79&#038;chxt=x,y&#038;chdl=Facebook|Xing|StudiVZ|meinVZ|SchuelerVZ|MySpace|Lokalisten|LinkedIn&#038;chs=500x300&#038;chco=003e84,6ab736,5181c6,eeab90,da5800,ff3333,bbbbbb,00999f&#038;chxl=1:|0|254|0:|21.2.2008|22.2.2008|23.2.2008|24.2.2008|25.2.2008|26.2.2008|27.2.2008" /></a><br />
<small>(Wochenansicht)</small></p>
<p>Gerade die Marke studiVZ, die bisher, was die Erwähnungen in der deutschsprachigen Blogosphäre betrifft, hinter Facebook und MySpace an dritter Stelle gelegen ist, hat sich dadurch an die erste Stelle katapultiert. Dieser Buzz nützt aber auch der Konkurrenz, die dadurch ebenfalls wieder ins Gespräch kommen und zum Teil neue Februar-Höchstwerte erreichen können. Der meinVZ-Hype könnte sich also zu einem neuen Community-Hype entwickeln. Betrachtet man den Querschnitt für gestern und heute, dann erwähnen zwei von drei Blogbeiträgen mit Bezug auf Social Networks eines der Holtzbrinck-VZe:</p>
<p><a href="http://metaroll.de/rw.php"><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&#038;chd=t:11,5,46.7,11.2,7.3,17.6,0.8,0.5&#038;chl=Facebook%2011%|Xing%205%|StudiVZ%2046.7%|meinVZ%2011.2%|SchuelerVZ%207.3%|MySpace%2017.6%|Lokalisten%200.8%|LinkedIn%200.5%&#038;chs=500x200&#038;chco=003e84,6ab736,5181c6,eeab90,da5800,ff3333,bbbbbb,00999f" /></a></p>
<p>Das spiegelt sich dann natürlich auch darin wieder, das die Holtzbrinck-Gruppe gerade die Blogkonversationen dominiert und Bertelsmann, Springer und Burda auf die Plätze verweist:</p>
<p><a href="http://metaroll.de/rw.php"><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:7.14,1.43,1.43,12.86,1.43,1.43,0|1.43,0,0,1.43,1.43,0,0|2.86,0,0,0,1.43,1.43,1.43|8.57,10,5.71,25.71,14.29,30,7.14|11.43,8.57,4.29,15.71,24.29,10,7.14|11.43,4.29,7.14,20,35.71,50,100&#038;chxt=x,y&#038;chdl=Hubert%20Burda%20Media|Gruner%20und%20Jahr|Heinrich%20Bauer|Bertelsmann|Axel%20Springer|Georg%20von%20Holtzbrinck&#038;chs=500x300&#038;chco=003e84,6ab736,5181c6,bbbbbb,ff3333,8ab5e0&#038;chxl=1:|0|70|0:|22.2.2008|23.2.2008|24.2.2008|25.2.2008|26.2.2008|27.2.2008|28.2.2008" /></a></p>
<p> Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen und Wochen weiterentwickeln wird.</p>
<p><b>UPDATE</b>: Wie man hier erkennen kann, hat studiVZ gestern weiter Buzz erzeugt und meinVZ ist nun das am zweithäufigsten erwähnte Social Network in der deutschen Blogosphäre. Dabei gab es einen <em>time lag</em> zwischen studiVZ und meinVZ, das erst einen Tag später einen entsprechenden &#8220;Sprung&#8221; gemacht hat:</p>
<p><a href="http://metaroll.de/rw.php"><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:19.86,14.8,12.64,18.05,20.58,36.1,31.41|9.39,2.53,2.89,9.39,12.64,17.33,10.47|16.61,7.22,5.78,14.08,12.64,94.95,100|0.72,0.72,0,0,0,15.88,62.45|2.89,2.17,1.81,4.69,3.25,13.36,28.52|36.46,26.71,28.52,42.24,37.91,62.82,48.74|2.53,1.81,0.72,1.44,1.81,0.72,1.44|0,0,0.36,3.25,2.53,0.72,0.72&#038;chxt=x,y&#038;chdl=Facebook|Xing|StudiVZ|meinVZ|SchuelerVZ|MySpace|Lokalisten|LinkedIn&#038;chs=500x300&#038;chco=003e84,6ab736,5181c6,eeab90,da5800,ff3333,bbbbbb,00999f&#038;chxl=1:|0|277|0:|22.2.2008|23.2.2008|24.2.2008|25.2.2008|26.2.2008|27.2.2008|28.2.2008" /></a></p>
<p><em>Was schreiben die anderen zum Thema meinVZ?</em></p>
<ul>
<li>In der <a href="http://www.gruenderszene.de/?p=484">Gründerszene</a> gibt&#8217;s ein Videointerview mit den StudiVZ-Gründern Michael Brehm und Dennis Bemmann
<li><a href="http://www.zweinull.cc/morgen-startet-meinvz/">Martin Weigert</a> kündigt den meinVZ-Start an und verursacht eine lebhafte Diskussion.
<li>Auf <a href="http://turi-2.blog.de/2008/02/27/holtzbrinck-vergrosert-mit-meinvz-de-fur-3789117">turi-2</a> gibt es die ersten Screenshots des neuen VZs.
<li><a href="http://www.brandkraft.de/?p=477">Brandkraft</a> hat ein <a href="http://www.studivz.net/l/Tour/">Video</a> entdeckt, das die Zielgruppe von meinVZ darstellen soll.
<li><a href="http://netzpolitik.org/2008/jedem-kontinent-seine-social-network-vorlieben/">Markus</a> relativiert den Hype etwas und verweist auf eine <a href="http://www.lemonde.fr/web/infog/0,47-0@2-651865,54-999097@51-999297,0.html">Le Monde-Karte</a>, auf der man sehen kann, in welchen Netzwerke Nord- und Süd-Amerikaner, Europäer, Afrikaner und Asiaten am liebsten gruscheln.
<li>Und <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/02/27/langweilvz-am-start/">Robert Basic</a> findet das alles nicht besonders spannend, während der <a href="http://www.sichelputzer.de/2008/02/28/meinvz-gelauncht/">Sichelputzer</a> nicht davon lassen konnte, es gleich einmal am eigenen Leib auszuprobieren.
</ul>
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]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/02/28/studivz-schuelervz-und-meinvz-dominieren-den-community-buzz-der-blogosphaere/feed/</wfw:commentRss>
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