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Das Ende der Blogsphäre

Eigentlich hätte ich nie gedacht, dass ich in diesem Blog einmal einen Post über das Ende der Blogosphäre schreiben würde, aber jetzt ist es so weit. Die Blogosphäre, sowieso von Anfang an ein fragiles, hauchdünnes Gewebe, fasert und franst zunehmend aus. Das “Bloggen” als verbindende Gemeinsamkeit ist hinfällig, nachdem es Blogs mittlerweile als allgemein akzeptiertes mediales Design Pattern auch auf die Onlineangebote traditioneller Massenmedien geschafft hat. Die typische Bloggerin oder den typischen Blogger als solches kann man wahrscheinlich ebenso schwer beschreiben wie typische Autofahrer oder typische Mobilfunknutzer.

Mein Indikator für diese Entwicklung war das diesjährige Bloggertreffen in München, das nun schon zum dritten Mal im Vorfeld des DLD stattgefunden hat. Nicht, dass dieses Bloggertreffen ein Misserfolg gewesen wäre – im Gegenteil! Noch nie gab es so viele Teilnehmer auf einem Münchener Bloggertreffen. Nur: die dort versammelte Menschenmenge lässt sich nicht mehr als “Blogger” beschreiben. Besonders deutlich sieht man den Wandel der letzten Jahre an der Resonanz, die dieses Bloggertreffen in der Teilöffentlichkeit formerly known as “Blogosphäre” erkennen.

In der folgenden Grafik ist die Entwicklung der Anzahl der Anmeldungen zu dem Bloggertreffen von 106 im Jahr 2007 zu 216 im Jahr 2009 aufgezeichnet und außerdem die Entwicklung der Vor- und Nachberichterstattung über das Bloggertreffen, die von 59 Posts im Jahr 2007 auf 23 Posts im Jahr 2009 zurückgegangen ist.

Das Verhältnis Blogposts pro Teilnehmer ist also in diesen drei Jahren von 56% auf 11% gesunken. 2007 hatte das Bloggertreffen tatsächlich noch etwas von einem Vereins- oder Klassentreffen und die Erlebnisse und neuen Bekanntschaften wurden ausführlich in den Tagen danach geschildert. In den Tagen davor waren die Blogs ein Mobilisierungs- und Informationskanal, in den Tagen danach eine Ping- und Trackback-basierende Vernetzungsmaschine. Die erste Funktion hat heute Twitter übernommen, die zweite Facebook, LinkedIn und Xing (teilweise auch Twitter).

Wozu also noch Blogs? Der Erfolg dieses Formats hat zum einen dafür gesorgt, dass Blogs mittlerweile weder als “next big thing” angesehen werden, noch als besonders sexy Form der Kommunikation. Aber damit ist die (kurze) Geschichte der Blogs noch längst nicht vorbei. Ich bin hier ganz Saschas Meinung, denn nach wie vor eignen sich Blogs hervorragend

  • als Bündelung zahlreicher Onlineaktivitäten und -profile auf einer Seite
  • als Dialogplattform, wenn es um eine sehr große Anzahl Kommentare geht
  • als Format für onlinepublizistische Langformen
  • als Scharnier zwischen der alten Welt der Massenmedien und der neuen Welt der Dialogmedien

Insofern bedeutet das Ende der Blogosphäre nicht das Ende der Weblogs, denn diese Geschichte beginnt gerade erst so richtig spannend zu werden.

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    Immer häufiger wird im Zusammenhang mit Social Media bemängelt, dass es sich bei den dort zu beobachtenden “Freunden” gar nicht um echte Freunde handelt. Gerade Twitter wird immer wieder als Beispiel für eine “Freundesinflation” genannt, haben viele Nutzer dort doch mehrere Tausende “Followers”. Aber ist diese Gesamtzahl der Follower überhaupt so wichtig? Mit wie vielen der eigenen Follower ist man überhaupt in einem direkten Gespräch?

    Um diese Frage zu beantworten, habe ich die Webanwendung “Twitterfriends” geschrieben, die die letztem 400 Tweets eines Nutzers auswertet und herausfindet, welchen Personen man mittels @-Antworten man am meisten Aufmerksamkeit geschenkt hat. Umgekehrt lässt sich mit einem Klick auf den anderen Tab herausfinden, welche Twitterer einem selbst am häufigsten mit dem @-Zeichen geantwortet haben. So sieht das dann bei mir aus:

    TwitterFriends von @furukama

    Diese Liste (bzw. eigentlich ist es ein Netzwerk) ist sehr viel aussagekräftiger als die Gesamtliste der Personen, deren Updates ich auf Twitter abonniert habe, da hier die Personen aufgeführt sind, mit denen ich tatsächlich im Gespräch bin. Man könnte auch “relevantes Netzwerk” (relevant net) dazu sagen.

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    Ich freue mich natürlich sehr über die große Resonanz des ersten Beitrags in meiner Reihe “Wie Twitter die Gesellschaft verändert” und werde so bald wie möglich den zweiten Beitrag dazu posten. Doch für die nächsten Tage (16.-18. Oktober) verabschiede ich mich erst einmal in Richtung Niederösterreich auf die zweite internationale bildwissenschaftliche Konferenz “Blick im 21. Jahrhundert” im Benediktinerstift Göttweig.

    Dort werde ich nicht nur das Poster zu unserer Fallstudie über die Visualisierung statistischen Wissens in Infografiken präsentieren, sondern auch gespannt auf die Keynote von Barbara Stafford von der University of Chicago warten. Der Titel “Meaning in Combinations: The Effort of Taking Shape from Hieroglyph to Twitter” klingt für mich ebenso vielversprechend wie mysteriös. Meint Stafford wirklich unser Twitter? Oder nur das aviäre Gezwitscher? Und was hat das dann mit den alten Ägyptern zu tun? Ich werde berichten, wenn ich das Rätsel am Samstag gelöst habe. Bis dahin: Twitter, das richtige.

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  • Die Least Popular Stories dieses Blogs

    Viele Blogs haben auf ihrer Seitenleiste einen Kasten mit den populärsten Blogbeiträgen. Dahinter steckt die Logik des Matthäus-Prinzips: Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. (Mat 25, 29). Populäre Beiträge haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, noch populärer zu werden als Beiträge, die nur wenig Beachtung finden.

    Heute bin ich über Profy auf eine Seite gestoßen, die dieses Prinzip umstoßen will: Digital City, ein Blog mit Entertainment-Nachrichten hat nicht eine Rubrik der “Most Popular Stories”, sondern auch der “Least Popular Stories”. Schließlich muss es nicht immer mangelnde Qualität eines Artikels sein, der sich in niedrigen Aufrufzahlen ausdrückt, sondern Schuld kann auch ein ungünstiger Zeitpunkt sein.

    Ich habe gleich einmal in meinen Statistiken gestöbert, um die “Least Popular Stories” dieses Blogs anzusehen. In einigen Fällen ist das niedrige Interesse verdient und es handelt sich um kurze Veranstaltungsankündigungen oder Notizen. Manchmal sind es jedoch Beiträge aus der Anfangszeit dieses Blogs, die heute – ein gutes Jahr später – gar nicht so schlecht wirken. Aber urteilt besser selbst:

    1. Commercialisation of privacy? (23. September 2007, 4 Aufrufe)
    2. Aktuelles Lexikon: Blogger (2004) (19. Juli 2007, 5 Aufrufe)
    3. Weblogs in den Printmedien (16. Juli 2007, 6 Aufrufe)
    4. Die Macht des Mikrobloggens (10. September 2007, 8 Aufrufe)
    5. Die Tyrannei der Authentizität (12. September 2007, 21 Aufrufe)

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    Manchmal ist es sehr anschaulich, Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen. In meiner Diplomarbeit habe ich zum Beispiel transnationale Unternehmen mit Staaten verglichen. Und John Lanchester hat im Guardian im November 2006 Social Networks mit Staaten verglichen und ist für MySpace zu folgendem Schluss gekommen:

    It has more than 110m registered users; if it were a country it would be the 10th biggest in the world, just behind Mexico.

    Warum dann nicht einmal die Nutzerzahlen der in Deutschland aktiven Social Network-Plattformen mit den Einwohnerzahlen von Bundesländern vergleichen?

    Das Ergebnis ist wahrscheinlich eine kleine Überraschung für diejenigen, die dem Social Web immer wieder mangelnde Relevanz attestieren: StudiVZ zum Beispiel käme in dieser Liste bereits an sechster Stelle. Wäre StudiVZ ein Bundesland, lebten dort mehr Menschen als in Sachsen, Rheinland-Pfalz oder Berlin. Hier die ausführliche Liste:

    1. Nordrhein-Westfalen 18.058.000
    2. Bayern 12.469.000
    3. Baden-Württemberg 10.736.000
    4. Niedersachsen 7.994.000
    5. Hessen 6.092.000
    6. StudiVZ 5.427.300 (08/2008, GWP)
    7. Sachsen 4.274.000
    8. Rheinland-Pfalz 4.059.000
    9. Wer-Kennt-Wen 4.000.000 (09/2008, Faktenblatt)
    10. SchülerVZ 3.400.000 (04/2008, Pressemitteilung)
    11. Berlin 3.395.000
    12. Schleswig-Holstein 2.833.000
    13. Brandenburg 2.559.000
    14. Sachsen-Anhalt 2.470.000
    15. Thüringen 2.335.000
    16. Lokalisten 2.300.000 (08/2008, Homepage)
    17. Xing 2.000.000 (Q1/2008)
    18. Hamburg 1.744.000
    19. Mecklenburg-Vorpommern 1.707.000
    20. Saarland 1.050.000
    21. Bremen 663.000

    Es fehlen aber noch die Zahlen für Facebook oder Myspace.

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    Gerade eben habe ich meinen Zugang für die Betaversion des neuen Googledienstes AdPlanner bekommen. Schon mit den ersten paar Klicks wird deutlich, welche Sprengkraft dieses neue Kostenlosangebot von Google für das Berufsbild des Mediaplaners haben könnte: Im Handumdrehen lassen sich hier Zielgruppen suchen, sortieren, vergleichen und dann in vielen Fällen gleich die entsprechenden Google-Ads buchen. Die Differenzierung nach Land, Sprache, Alter, Bildung, Geschlecht, Haushaltseinkommen funktioniert tadellos – allerdings gibt es diese demographischen Daten bislang erst für die USA.

    Ich habe einmal die letzten AGOF-Internet Facts (Juni 2008) zur Hand genommen und die jeweils angegebenen Unique Visitorzahlen verglichen. Das Ergebnis (Klick zum Vergrößern):

    Man erkennt, dass die Werte für viele Angebote sehr ähnlich liegen, einige Male kommt Google zu einer etwas höheren Reichweite (GMX, Yahoo, StudiVZ, Chip) und bei T-Online und ProSieben.de liegt Google weit unter den AGOF-Zahlen. Deutlich wird aber auch, dass Googles Planungswerkzeug anders funktioniert als die AGOF Zählung: Hier können Daten für fast alle Angebote abgerufen werden (außer Googleeigenen Diensten wie Google oder Youtube) und nicht nur für teilnehmende Vermarkter. Ebay.de, Mozilla.com und Wikipedia.org liegen bei den deutschen Internetnutzern weit vorne – drei beispielhafte Angebote, die in den Internet Facts nicht vorkommen.

    Aber nicht nur der Blick nach vorne ist interessant, sondern vor allem der Blick in den Long Tail. Hier zeigt sich die wahre Stärke des Google-Tools, denn auch Angebote mit wenigen Tausend Besuchern im Monat können hier angezeigt und in die Online-Mediaplanung einbezogen werden. Und die Zahlen für dieses Blog hier sind sogar einigermaßen realistisch. Richtig spannend für die Online-Mediaplanung wird es freilich dann, wenn auch für das deutsche Publikum demographische Angaben verfügbar sind und wenn die Integration des Google-Werbenetzwerkes in den AdPlanner reibungslos funktioniert (momentan werden die Werbeplätze in diesem Blog noch nicht angezeigt). Das könnte dann tatsächlich den Markt der Online-Mediaplanung kräftig durcheinanderwirbeln.

    Eine weitere interessante Frage ist: Was macht Google mit den Mediaplanungsdaten? In den Plänen stecken viele Informationen über die wahrgenommene Passung von Internetangeboten und Zielgruppen, die wiederum in aggregierter Form ausgewertet werden könnten, um einen Eindruck von der Perspektive der Mediaplanung auf das Internet zu bekommen.

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    Massengesellschaft

    Massengesellschaft

    Schon vor längerer Zeit hatte ich Christiane versprochen, einen Gastbeitrag für ihr KoopTech-Blog zu verfassen. Nun bin ich endlich dazu gekommen und habe meine Gedanken zum Thema “Messen nach dem Ende der Massengesellschaft – über Reichweiten- und Relevanzmaße” niedergeschrieben. Darin versuche ich, das Thema Social Media Measurement aus drei Perspektiven – der Messtheorie, Goodhart’s Law und Gesellschaftstheorie – näher zu beleuchten. Hier geht’s zum Artikel.

    (Abbildung “So many ducks… Ducking hell” von Gaetan Lee, CC-Lizenz)

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  • Kurze
  • Blogclouds: Die dynamischsten Wissenschaftsblogs II/08

    Blogcharts überall: Die Deutschen Blogcharts wurden aktualisiert (was diesem Blog den erfreulichen 100. Platz einbrachte), die Wissenschaftsblog-Charts des Wissenschafts-Cafés gibt es in einer neuen Ausgabe und auch die Medienblogcharts wurden auf den jüngsten Stand gebracht (unter dem schönen, wenn auch nicht ganz zutreffenden Titel “Bloggerland scheint ausgebrannt“. Deshalb hier ebenfalls ein Blick auf die aktuellen Veränderungen in der Blogdynamik.

    Kurze Erklärung: Diese Blogclouds zeigen den Zuwachs der Verlinkungen (gemessen durch Technorati) in den letzten 30 bzw. 7 Tagen. Dabei handelt es sich um den absoluten Zuwachs, das heißt: wenn ein Blog von 2 auf 12 Punkte klettert wird das genauso gewertet als ein Blog, das von 202 auf 212 Punkte wächst. Junge Blogs haben dadurch einen leichten Vorteil, da sie nur zulegen können, denn Technorati misst die Links innerhalb von sechs Monaten. Erst mit einem Alter von mehr als sechs Monaten können Blogs Links verlieren. Je größer der Name des Blogs in der Blogcloud, desto größer der absolute Zuwachs.

    Hier die aktuelle Blogcloud der Wissenschaftsblogs:

    Die 25 dynamischsten Wissenschaftsblogs (30 Tage)

    Viel hat sich nicht geändert in den letzten zwei Wochen. Die meisten Blogs sind also auf ihrem Wachstumskurs geblieben. Neu dabei ist das Scholarz-Blog, das Begleitblog zu einer an der Uni-Würzburg entwickelten Forschungs-Social-Software. Dieses Blog hier hat ebenfalls ein deutliches Wachstum hingelegt. Ansonsten setzt sich die Blogcloud immer noch zur Hälfte aus Scienceblogs zusammen, die eine wachsende Aufmerksamkeit in der Blogosphäre auf sich ziehen konnten. In den letzten 30 Tagen hat die gesamte Subblogosphäre der Wissenschaftsblog weiter zugelegt und 603 Links dazugewonnen (fast 15 Prozent).

    Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man nur die Entwicklungen der letzten sieben Tage betrachtet:

    Die 25 dynamischsten Wissenschaftsblogs (7 Tage)

    In diesem Zeitabschnitt haben andere Blogs wie zum Beispiel das Weiterbildungsblog “Informelles Lernen“, das Blog der “Forschungsgruppe Kooperationssysteme” der Bundeswehruniversität Neubiberg, die Klimalounge, die soeben durch eine spektakuläre Wette Aufsehen erregt hat, sowie die Kulturwissenschaftliche Technikforschung. Vielleicht schaffen es ja einige dieser Blogs ihr Moment auch in die Monatswertung einzubringen.

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    Eine weitere interessante Maßzahl kann nun über die metaroll-Channels abgerufen werden: die quantitative Entwicklung der Technorati-Authority eines Channels bzw. einer Subblogosphäre. Was bedeutet das? Während über die Sparklines der einzelnen Blogs abgelesen werden kann, ob ein Blog in den letzten 30 Tagen Links dazugewonnen oder verloren hat, kann man mit der neuen Maßzahl Aussagen über eine gesamte Subblogosphäre treffen, z.B. über die Wissenschafts-, Medien-, Karriere- oder Foodblogs. Diese Angaben findet man ganz unten auf den Channelseiten, direkt über der dynamischen Blogcloud:

    Die 282 in der metaroll verzeichneten Wissenschaftsblogs haben im Beobachtungszeitraum 637 neue Links dazugewinnen können. Wobei es sich hier um den Nettozugewinn handelt, denn im selben Zeitraum gab es selbstverständlich auch Verluste, die jedoch in der Zahl schon berücksichtigt sind. Die Wissenschaftsblogosphäre hat damit um fast 16 Prozent zugelegt. Ein ziemlich beachtliches Ergebnis, insbesonders wenn man es im Vergleich mit den anderen Subblogosphären betrachtet.

    Denn die 79 verzeichneten Medienblogs haben im selben Zeitraum sogar 176 Links verloren. Ihre Technorati-Authority ist damit um fast 2 Prozent geschrumpft. Zumindest hier scheint der Spruch vom ausgebrannten Bloggerland einigermaßen zuzutreffen. Noch stärker hat es die 76 Foodblogs getroffen. Sie mussten 158 Links abgeben, was einen Rückgang um über 3 Prozent bedeutet. Die 90 Jobblogs der metaroll konnten dagegen 98 Links dazugewinnen, was ein Wachstum von knapp 3 Prozent bedeutet. Wenn man sich die Zahlen nur für die letzten sieben Tage betrachtet, bleibt der Trend ähnlich, wenn auch deutlich schwächer: Wissenschaftsblogs +2%, Medienblogs -0%, Jobblogs +2%, Foodblogs +0%.

    Kurz: Während die Jobblogs nur leicht zugelegt haben und die Food- und Medienblogs sogar an Technorati-Authority verloren haben, haben die Wissenschaftsblogs in der letzten Zeit einen regelrechten Boom erlebt. Das hat sich dann unter anderem auch darin ausgedrückt, dass endlich wieder ein Wissenschaftsblog unter den Top 100 Blogs in Deutschland vertreten ist.

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  • StudiVZ, schülerVZ und meinVZ dominieren den Community-Buzz der Blogosphäre

    meinvz.pngErst lässt man die Blogosphäre ein wenig über den genauen Namen des künftigen StudiVZ für Ex-Studenten spekulieren, dann geht man gegen die Verwendung der Buchstabenkombination VZ vor und schließlich dann die große Enthüllung des neuen Netzwerks meinVZ.

    Wenn man den Buzz beobachtet, den diese Ereignisse in der letzten Zeit in der deutschsprachigen Blogosphäre erzeugt haben, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass die Strategie zumindest in dieser Hinsicht aufgegangen ist:


    (Monatsansicht)


    (Wochenansicht)

    Gerade die Marke studiVZ, die bisher, was die Erwähnungen in der deutschsprachigen Blogosphäre betrifft, hinter Facebook und MySpace an dritter Stelle gelegen ist, hat sich dadurch an die erste Stelle katapultiert. Dieser Buzz nützt aber auch der Konkurrenz, die dadurch ebenfalls wieder ins Gespräch kommen und zum Teil neue Februar-Höchstwerte erreichen können. Der meinVZ-Hype könnte sich also zu einem neuen Community-Hype entwickeln. Betrachtet man den Querschnitt für gestern und heute, dann erwähnen zwei von drei Blogbeiträgen mit Bezug auf Social Networks eines der Holtzbrinck-VZe:

    Das spiegelt sich dann natürlich auch darin wieder, das die Holtzbrinck-Gruppe gerade die Blogkonversationen dominiert und Bertelsmann, Springer und Burda auf die Plätze verweist:

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen und Wochen weiterentwickeln wird.

    UPDATE: Wie man hier erkennen kann, hat studiVZ gestern weiter Buzz erzeugt und meinVZ ist nun das am zweithäufigsten erwähnte Social Network in der deutschen Blogosphäre. Dabei gab es einen time lag zwischen studiVZ und meinVZ, das erst einen Tag später einen entsprechenden “Sprung” gemacht hat:

    Was schreiben die anderen zum Thema meinVZ?

    • In der Gründerszene gibt’s ein Videointerview mit den StudiVZ-Gründern Michael Brehm und Dennis Bemmann
    • Martin Weigert kündigt den meinVZ-Start an und verursacht eine lebhafte Diskussion.
    • Auf turi-2 gibt es die ersten Screenshots des neuen VZs.
    • Brandkraft hat ein Video entdeckt, das die Zielgruppe von meinVZ darstellen soll.
    • Markus relativiert den Hype etwas und verweist auf eine Le Monde-Karte, auf der man sehen kann, in welchen Netzwerke Nord- und Süd-Amerikaner, Europäer, Afrikaner und Asiaten am liebsten gruscheln.
    • Und Robert Basic findet das alles nicht besonders spannend, während der Sichelputzer nicht davon lassen konnte, es gleich einmal am eigenen Leib auszuprobieren.

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