<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>viralmythen &#187; soziologie</title>
	<atom:link href="http://blog.metaroll.de/category/soziologie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.metaroll.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2012 21:43:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Wasserspiele</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2010/06/05/wasserspiele/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2010/06/05/wasserspiele/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 20:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=1201</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal sind Wasserspiele einfach nur eine willkommene Erfrischung an einem heißen Sommertag. Die Lektüre von Gartenbauliteratur von 17. bis 19.  Jahrhundert zeigt aber, dass man Springbrunnen auch als Medium beobachten kann. Als sehr langsames Medium &#8211; deshalb habe ich auf dem Slow Media Blog einen Beitrag über &#8220;Springende Strahlen&#8221; geschrieben. Am besten lesen, so lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img style="margin: 5px;" src="http://www.slow-media.net/wp-content/uploads/gehler_springbrunnen-300x77.jpg" alt="" width="300" height="77" align="left" />Manchmal sind Wasserspiele einfach nur eine willkommene Erfrischung an einem heißen Sommertag. Die Lektüre von Gartenbauliteratur von 17. bis 19.  Jahrhundert zeigt aber, dass man Springbrunnen auch als Medium beobachten kann. Als sehr langsames Medium &#8211; deshalb habe ich auf dem Slow Media Blog einen Beitrag über &#8220;<a href="http://www.slow-media.net/springende-strahlen">Springende Strahlen</a>&#8221; geschrieben. Am besten lesen, so lange das Sommerwetter anhält.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2010/06/05/wasserspiele/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kulturelle Vielfalt oder Einheitsbrei?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/12/20/kulturelle-vielfalt-oder-einheitsbrei/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/12/20/kulturelle-vielfalt-oder-einheitsbrei/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 22:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[differenz]]></category>
		<category><![CDATA[ethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[isarrunde]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[theorie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=1152</guid>
		<description><![CDATA[Die aktuelle Folge der Isarrunde ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wie das Web funktioniert. Man trifft sich online und offline, diskutiert über Ereignisse, die einen bewegt haben, wie zum Beispiel den Tod des Ethnologen Claude Lévi-Strauss. Dann schreibt jemand einen Blogbeitrag darüber, inwiefern sich ein zentrales Motiv daraus (das Zerstören oder Verwestlichen von kulturellen Unterschieden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Die aktuelle Folge der <a href="http://isarrunde.de">Isarrunde</a> ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wie das Web funktioniert. Man trifft sich online und offline, diskutiert über Ereignisse, die einen bewegt haben, wie zum Beispiel den Tod des Ethnologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Lévi-Strauss">Claude Lévi-Strauss</a>. Dann schreibt jemand <a href="http://www.michaelreuter.org/2009/11/gedanke-zur-bedeutung-von-claude-l%C3%A9vystrauss-traurigen-tropen-f%C3%BCr-das-internet.html">einen Blogbeitrag darüber</a>, inwiefern sich ein zentrales Motiv daraus (das Zerstören oder Verwestlichen von kulturellen Unterschieden durch das Reisen) auch auf das Internet übertragen lässt. Anschließend entfaltet sich auf Twitter in zahlreichen 140-Zeichenbeiträgen eine kontroverse Diskussion über dieses Thema und es folgen weitere Blogeinträge <a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/wird-das-andere-weniger">hier</a>, <a href="http://www.thorstena.de/?p=1769">hier</a> und <a href="/2009/11/07/das-tribale-internet/">hier</a> &#8211; und <a href="http://drultra.posterous.com/das-ende-der-kultur-findet-nicht-statt">hier</a> wird sogar ein Blog eigens für diesen Zweck wieder reaktiviert. Dieses Diskursnetzwerk liefert dann das fruchtbare Ferment für eine Isarrundendiskussion <a href="http://isarrunde.de/isarrunden/38/0/1/17/ist_das_web_ein_gleichmacher_oder_quelle_der_vielfalt.html">wie die folgende</a>:<br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bteil_r5Pzc&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/bteil_r5Pzc&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"></embed></object></p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2009/12/20/kulturelle-vielfalt-oder-einheitsbrei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Twittern auf der Kaiserstiege</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/10/15/twittern-auf-der-kaiserstiege/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/10/15/twittern-auf-der-kaiserstiege/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 20:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[göttweig]]></category>
		<category><![CDATA[infografiken]]></category>
		<category><![CDATA[reise]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[goettweig08]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=716</guid>
		<description><![CDATA[Ich freue mich natürlich sehr über die große Resonanz des ersten Beitrags in meiner Reihe &#8220;Wie Twitter die Gesellschaft verändert&#8221; und werde so bald wie möglich den zweiten Beitrag dazu posten. Doch für die nächsten Tage (16.-18. Oktober) verabschiede ich mich erst einmal in Richtung Niederösterreich auf die zweite internationale bildwissenschaftliche Konferenz &#8220;Blick im 21. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/logo_gottweig08.jpg" alt="" title="Göttweig2008" width="499" height="128" class="aligncenter size-full wp-image-717" /><br />
Ich freue mich natürlich sehr über die große Resonanz des <a href="/2008/10/15/wie-twitter-die-gesellschaft-veraendert-die-massenmedien/">ersten Beitrags</a> in meiner Reihe &#8220;Wie Twitter die Gesellschaft verändert&#8221; und werde so bald wie möglich den zweiten Beitrag dazu posten. Doch für die nächsten Tage (16.-18. Oktober) verabschiede ich mich erst einmal in Richtung Niederösterreich auf die zweite internationale bildwissenschaftliche Konferenz &#8220;<a href="http://www.donau-uni.ac.at/de/department/bildwissenschaft/veranstaltungen/id/11969/index.php">Blick im 21. Jahrhundert</a>&#8221; im <a href="http://www.stiftgoettweig.or.at/">Benediktinerstift Göttweig</a>.</p>
<p>Dort werde ich nicht nur das Poster zu unserer Fallstudie über die Visualisierung statistischen Wissens in Infografiken präsentieren, sondern auch gespannt auf die Keynote von <a href="http://barbaramariastafford.com/">Barbara Stafford</a> von der University of Chicago warten. Der Titel &#8220;Meaning in Combinations: The Effort of Taking Shape from Hieroglyph to Twitter&#8221; klingt für mich ebenso vielversprechend wie mysteriös. Meint Stafford wirklich unser Twitter? Oder nur das aviäre Gezwitscher? Und was hat das dann mit den alten Ägyptern zu tun? Ich werde berichten, wenn ich das Rätsel am Samstag gelöst habe. Bis dahin: <a href="http://twitter.com/furukama">Twitter</a>, das richtige.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/10/15/twittern-auf-der-kaiserstiege/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alles Avatare?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/09/30/alles-avatare/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/09/30/alles-avatare/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 13:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[avatare]]></category>
		<category><![CDATA[interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=663</guid>
		<description><![CDATA[Gerade bin ich auf ein Missverständnis, vielleicht auch eher eine Unschärfe gestoßen, die in vielen soziologischen Neue-Medien- bzw. Internettheorien zu finden ist. Tilmann Sutter schreibt in seinem Aufsatz über die Interaktivität neuer Medien folgendes: Die Nutzer von Computern interagieren nicht mit Personen, sondern mit Texten bzw. symbolischen Repräsentationen [...] Es geht nicht um Beziehungen zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Gerade bin ich auf ein Missverständnis, vielleicht auch eher eine Unschärfe gestoßen, die in vielen soziologischen Neue-Medien- bzw. Internettheorien zu finden ist. Tilmann Sutter schreibt in seinem Aufsatz über die Interaktivität neuer Medien folgendes:</p>
<blockquote><p>
Die Nutzer von Computern interagieren nicht mit Personen, sondern mit Texten bzw. symbolischen Repräsentationen [...] Es geht nicht um Beziehungen zwischen konkreten Personen, die sich als Personen wahrnehmen und identifizieren, sondern um Intertextualität.
</p></blockquote>
<p>Auf den ersten Blick naheliegend. Ich spreche auf Twitter, Facebook oder in einer Email nicht mit einer anderen Person, sondern tippe Buchstaben, die dann codiert und übertragen werden. Zwischen die Kommunikationspartner tritt also eine Vermittlung. Aber ist das nicht auch im Fall der Interaktion von Angesicht zu Angesicht der Fall? Auch in diesem Fall können keine Beziehungen ohne Codierung hergestellt werden. Schon mal mit jemandem unterhalten, der nur eine fremde Sprache spricht? Auch in diesem Fall wird ein Medium verwendet, denn die Bewusstseine werden nicht aneinandergekoppelt. Hier ist es kein elektronisches Medium, sondern ein akustisches. Die Stimmen werden durch die Luft als Schallwellen übertragen. Auch die Face-to-Face-Interaktion beruht also auf Technik, Codierung und Vermittlung.</p>
<p>Ich würde sogar sagen, dass es ebenfalls symbolische Repräsentationen geschaffen werden. Das Timbre der Stimme, der Gesichtsausdruck, die Gesten &#8211; alles Beobachtungen, die mit Bedeutungen versehen und zu einer Repräsentation der anderen Person verdichtet werden. Wen oder was ich als &#8220;konkrete Person&#8221; wahrnehme, ist kulturell gerahmt und hängt von der Einübung bestimmter Kulturtechniken ab. Das Sprechen von Angesicht zu Angesicht hat gegenüber Twitternachrichten oder SMS einen unleugbaren historischen Vorteil. Das führt aber bisweilen dafür, dass man das Eingeübte mit dem Natürlichen verwechselt. Wenn ich nur lange genug twittere, komme ich allmählich dazu, den medialen Kontext auszublenden und spreche nicht mehr mit Avataren, sondern mit &#8220;konkreten Personen&#8221;.</p>
<p>Dass es Unterschiede zwischen mündlicher und schriftlicher Kommunikation (mit McLuhan vielleicht besser allgemein: visueller Kommunikation) gibt, bestreite ich gar nicht. Nur liegen sie nicht darin, dass die eine Form &#8220;konkreter&#8221; und im wahrsten Sinne des Wortes &#8220;persönlicher&#8221; sei als die andere.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/09/30/alles-avatare/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview zum Wissenschaftsbloggen und zur Arbeitsgemeinschaft Social Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 19:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[agsm]]></category>
		<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=474</guid>
		<description><![CDATA[Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder um digitale Buchausgaben geht. Aber auch Blogs spielen für mich als Ideengeber eine immer wichtigere Rolle. Soweit als kurze Vorbemerkung zu dem folgenden Interview, das turi2-Mitarbeiter Peter Schwierz am Rande der re:publica mit mir <a href="http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522">geführt</a> hat.</p>
<p><a href='http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/turi22.png" alt="" title="turi22" width="441" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-475" /></a></p>
<p>Zur Arbeitsgemeinschaft Social Media geht&#8217;s übrigens <a href="http://ag-sm.de">da lang</a>.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir fahren nach Berlin</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/01/wir-fahren-nach-berlin/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/01/wir-fahren-nach-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 07:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[event]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[re-publica08]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[vorträge]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=437</guid>
		<description><![CDATA[Auch hier ist Aufbruchstimmung, denn wie so viele andere aus der Nachbarschaft zieht es auch mich nach Berlin auf dieses seltsame, umstrittene Ritual re:publica. Der Ethnologe in mir ist besonders gespannt. Da Marc in der Wissenswerkstatt schon ausführlich das Vortragsprogramm dargestellt hat, das im wesentlichen auch für mich gilt, kann ich mich hier kurz fassen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/re_publicaa08a.jpg" alt="re:publica in Berlin" title="re_publicaa08a" width="500" height="116" class="aligncenter size-full wp-image-438" /></p>
<p>Auch hier ist Aufbruchstimmung, denn wie <a href="http://praegnanz.de/weblog/vermischt-notiert">so</a> <a href="http://pasqualle.com/2008/04/01/3-tage-republicaner/">viele</a> <a href="http://benediktrb.de/auf-nach-berlin/">andere</a> aus der Nachbarschaft zieht es auch mich nach Berlin auf dieses seltsame, <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1086567/">umstrittene</a> <a href="http://mymspro.blogspot.com/2008/03/was-ist-eigentlich-die-republica.html">Ritual</a> <a href="http://re-publica.de/08/">re:publica</a>. Der Ethnologe in mir ist besonders gespannt. Da Marc in der Wissenswerkstatt schon ausführlich das Vortragsprogramm <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/01/reise-und-konferenzvorbereitungen-vortragstaetigkeiten-und-blogosphaerenkultur-in-berlin-republica08-i/">dargestellt</a> hat, das im wesentlichen auch für mich gilt, kann ich mich hier kurz fassen:</p>
<ul>
<li>Donnerstag, 3.4., 10:00 in der Radebergerlounge:<a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/28/einladung-zum-republica-workshop-brauchen-wir-eine-forschungsgruppe-social-media/"> &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; oder &#8220;Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung&#8221;</a>. Hier wollen wir die Möglichkeiten einer solchen Arbeitsgemeinschaft sondieren, mit deren Hilfe die Blogosphäre ihre eigene Erforschung und Vermessung in die Hände nehmen könnte: <em>Graswurzelforschung</em> also. <a href="http://doodle.de/participation.html?pollId=tbi4ypactmdh6rb9">Wer will, kann sich hier für die Veranstaltung anmelden</a>, Kurzentschlossene können natürlich sehr gerne auch einfach in die Veranstaltung kommen.
<li>Donnerstag, 3.4., 16:00 im Großen Saal: <a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/138.de.html">Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus</a>. Dort werden Marc und ich Befunde aus unserer Free-Burma-Begleitforschung präsentieren und auch den Versuch unternehmen, das ganze auch theoretisch auf den Punkt zu bringen.
<li>Freitag, 4.4., 15:00 Workshop: <a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/209.de.html">Social Media in der Wissenschaft</a>. Dort werde ich am Beispiel der Soziologie darstellen, dass es manchmal auch heißen kann: &#8220;Keine Social Media in der Wissenschaft&#8221;. Etwas ausführlicher klingt das dann so:<br />
<blockquote><p>Es ist ein Widerspruch, an dem Paradoxie-Gourmets wie Niklas Luhmann sicher ihre Freude gehabt hätte: Auf der einen Seite tummeln sich die Studenten an deutschen Unis munter auf Facebook oder StudiVZ und der Gedanke, eine Seminararbeit ohne Wikipedia-Recherche zu schreiben, ist phantastisches Wunschdenken altmodischer Zettelkasten-Dozenten. Auf der anderen Seite findet das Internet (über das Web 2.0 brauchen wir gar nicht zu reden) in den Lehrplänen kaum statt. Ich möchte diese Aussage mit ein paar Beobachtungen und Zahlen aus der deutschen Universitätslandschaft belegen und nach möglichen Gründen suchen. Liegt es daran, dass das Internet deshalb nicht als solches vorkommt, weil es als Querschnittphänomen überall Eingang gefunden hat? Oder liegt es an der Selbstverständlichkeit der Internetnutzung, die ihre Beobachtung unmöglich macht? Ist es eine postmarxistische Abneigung dieses durchkommerzialisierten Mediums? Wenn ja, wo bleibt dann die Kritik? Oder gibt es vielleicht doch einige &#8220;Leuchttürme&#8221; oder &#8220;thematische Inseln&#8221; in der Soziologie, wo das Internet nicht nur ernst genommen, sondern sogar verstanden wurde?</p></blockquote>
</ul>
<p>Aber eigentlich geht es natürlich darum, einmal wieder diesen angenehmen Schauer zu spüren, der sich unweigerlich einstellt, wenn man erkennt: Hinter jedem der <a href="http://blog.blogcensus.de/2008/02/29/blogcensus-report-februar-2008/">200.000 Blogs in Deutschland</a> steckt ein Mensch.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/04/01/wir-fahren-nach-berlin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einladung zum re:publica-Workshop &#8220;Brauchen wir eine Forschungsgruppe Social Media?&#8221;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/28/einladung-zum-republica-workshop-brauchen-wir-eine-forschungsgruppe-social-media/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/03/28/einladung-zum-republica-workshop-brauchen-wir-eine-forschungsgruppe-social-media/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 17:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[arbeitsgemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[forschungsgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[media analysis]]></category>
		<category><![CDATA[medienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[weblogs]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/03/28/einladung-zum-republica-workshop-brauchen-wir-eine-forschungsgruppe-social-media/</guid>
		<description><![CDATA[Nun gibt es einen festen Termin und einen festen Ort für den re:publica-Workshop zum Thema &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221;: Wir treffen uns am Donnerstag, 3. April 2008, um 10:00 in der &#8220;Radeberger-Lounge&#8221;. In dieser gemütlichen und kommunikationsanregenden Umgebung haben wir dann 90 Minuten Zeit, unsere Vorstellungen über eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; auszutauschen. Hier der Ankündigungstext für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><a href="http://re-publica.de/08/"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/republica1.jpg' alt='republica1.jpg' class='left' align='left' /></a>Nun gibt es einen festen Termin und einen festen Ort für den <a href="http://re-publica.de/08/">re:publica</a>-Workshop zum Thema &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221;: Wir treffen uns am <b>Donnerstag, 3. April 2008, um 10:00 in der &#8220;Radeberger-Lounge&#8221;</b>. In dieser gemütlichen und kommunikationsanregenden Umgebung haben wir dann 90 Minuten Zeit, unsere Vorstellungen über eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; auszutauschen.</p>
<p>Hier der Ankündigungstext für unseren re:publica-Workshop (siehe dazu auch <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/">hier</a> und <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/24/call-for-participation-forschungsgruppe-social-media-auf-der-republica-2008/">hier</a>):</p>
<blockquote><p>
Jedes Medium hat eine Arbeitsgemeinschaft oder Forschungsgruppe, die sich um seine Erforschung und die Erhebung von Zahlen kümmert &#8211; von IVW, ag.ma bis AGOF. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die großen Medienhäuser auch die Bedeutung des Social Web erkennen und beginnen, es zu vermessen. Nach ihren Kriterien und Interessen.</p>
<p>Wäre es da nicht sinnvoll, diese Angelegenheit selbst in die Hände zu nehmen und eine <b>Forschungsgruppe Social Media</b> ins Leben zu rufen, in der die BloggerInnen sich selbst über die Spielregeln verständigen, mit denen Blogosphäre und Social Networks erforscht und vermessen werden? Zudem könnte eine solche Institution auch als Träger für qualitative wie quantitative Blogstudien agieren sowie als Informationsstelle, die der interessierten Öffentlichkeit zuverlässige Daten über das Web 2.0 zur Verfügung stellt.</p>
<p>Auch die ewige Relevanzfrage könnte in diesem Kontext aufgegriffen werden, berufen sich die Kritiker des neuen Netzes doch immer wieder auf die im Vergleich mit Print und TV geringere Reichweite von Blogs. Doch außer der internen Verlinkung der Blogosphäre gibt es dazu kaum brauchbare Daten. Insofern wäre es auch spannend, darüber zu diskutieren, welche Möglichkeit zur Messung der gesellschaftlichen Bedeutung der Blogosphäre denkbar sind.
</p></blockquote>
<p><b><a href="http://doodle.de/participation.html?pollId=tbi4ypactmdh6rb9">Hier geht&#8217;s zur Anmeldung für die Teilnehmer</a></b></p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/03/28/einladung-zum-republica-workshop-brauchen-wir-eine-forschungsgruppe-social-media/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Über Twitter: Identitäts-, Beziehungs- und Wissensmanagement mit Microbloggingdiensten</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/27/ueber-twitter-identitaets-beziehungs-und-wissensmanagement-mit-microbloggingdiensten/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/03/27/ueber-twitter-identitaets-beziehungs-und-wissensmanagement-mit-microbloggingdiensten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 09:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[identität]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[lebenslauf]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[noosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[twitterologie]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[xing]]></category>
		<category><![CDATA[twitterology]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/03/27/ueber-twitter-identitaets-beziehungs-und-wissensmanagement-mit-microbloggingdiensten/</guid>
		<description><![CDATA[Wittgenstein 2.0:Was sich überhaupt sagen läßt,läßt sich twittern.off_the_record (via Twitter) Jan Schmidt hat (z.B. hier) für seine Analysen der Blogosphäre ein Analyseraster entwickelt, das drei Grundfunktionen von Social Media im Allgemeinen und Blogs im Besonderen unterscheidet: Identitätsmanagement: Meistens ist das persönliche Blog, sofern es nicht anonym geführt wird, einer der ersten Treffer bei der Googlesuche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/12/twitter.png" class='left' align='left' />
<div align='right' class='right'><em>Wittgenstein 2.0:<br/>Was sich überhaupt sagen läßt,<br />läßt sich twittern.</em><br/><a href="http://www.off-the-record.de/">off_the_record</a> (<a href="http://twitter.com/off_the_record/statuses/777898715">via Twitter</a>)</div>
<p>Jan Schmidt hat (z.B. <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/22">hier</a>) für seine Analysen der Blogosphäre ein Analyseraster entwickelt, das drei Grundfunktionen von Social Media im Allgemeinen und Blogs im Besonderen unterscheidet:</p>
<ul>
<li><b>Identitätsmanagement</b>: Meistens ist das persönliche Blog, sofern es nicht anonym geführt wird, einer der ersten Treffer bei der <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/19/vom-ego-googeln-zum-reputationsmanagement-vier-fragen-an-klaus-eck/">Googlesuche nach einer Person</a> (der bekannte Blogbias der Suchmaschinenöffentlichkeit). Deshalb spielen die dort präsentierten Informationen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sich ein Bild dieser Person zu machen. Blogs sind also ein Instrument der Selbstdarstellung. Mit ihrer Hilfe kann man sich so darstellen, wie man nach außen wirken möchte (bei Goffman heißt das &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Presentation_of_Self_in_Everyday_Life">presentation of self in everyday life</a>&#8220;). Das gilt natürlich auch für andere digitale Identitäten von der klassischen Homepage über das <a href="https://www.xing.com/profile/Benedikt_Koehler">Xingprofil</a> bis zum <a href="http://friendfeed.com/metaroll">Lifefeed</a>, aber aufgrund der großen Sichtbarkeit und einfachen Aktualisierung haben Blogs hier eine prominente Bedeutung erlangt.
<li><b>Beziehungsmanagement</b>: Dieser Punkt lässt sich aus dem vorangegangenen Punkt ableiten. Selbstdarstellung ist immer ein sozialer Akt. Sie bedarf eines Publikums, einer Bühne. Weblogs dienen deshalb schon in ihrer einfachsten Erscheinungsform als digitales Tagebuch als Beziehungswerkzeug. Denn auch wenn man nicht explizit für ein Publikum schreibt, die Wahl des Internets als Medium der Selbstdarstellung nimmt Sozialität zumindest in Kauf. Die sich in der Blogosphäre entwickelte Kultur der Verlinkung (<em>culture of links</em>) fördert diesen Charakter noch, insbesondere durch das automatisierte Setzen von Referenzen (<a href="http://blog.metaroll.de/2008/02/06/10-gruende-fuer-oder-gegen-trackbacklinks-in-der-blogosphaere/">Trackbacks und Pingbacks</a>) sowie die Neigung vieler Blogger, ihr soziales Kapital, das mit Angeboten wie Technorati direkt quantifizierbar scheint, zu vermehren.
<li><b>Informations- oder Wissensmanagement</b>: Die beiden ersten Punkte skizzieren die Entwicklung vom digitalen Tagebuch zur entwickelten, gut vernetzten Blogosphäre. Aber man kann die <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/20/abbildung-die-genealogie-der-weblogs/">Geschichte der Weblogs</a> auch von einem anderen Startpunkt aus erzählen: der kommentierten Linkliste. In viele frühen Noch-nicht-ganz-Blogs wie zum Beispiel denen von <a href="http://webkompetenz.blogspot.com/2007/08/hypertext-9-tim-berners-lee-world-wide.html">Tim Berners-Lee</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Andreessen">Marc Andreessen</a> bestanden die Einträge aus einer Sammlung Hyperlinks, die teilweise mit kurzen Kommentaren versehen waren, in etwas so wie die gegenwärtigen <a href="http://del.icio.us">del.icio.us-Feeds</a>. Hier geht es weniger um Identität oder soziale Beziehung, sondern der Fokus liegt hier auf dem Archivieren und Dokumentieren von Wissen. Diese Funktion findet man auch in vielen zeitgenössischen Weblogs wieder, so lassen sich meine viralmythen auch als elektronischer Zettelkasten betrachten und dienen auch der Vermittlung und Vernetzung von Wissen.
</ul>
<p>Keine der drei Funktionen ist neu. Die eigene Identität lässt sich auch über ein papiernes Tagebuch konstruieren, Beziehungen per Visitenkartenaustausch pflegen und Wissen lässt sich in Büchern speichern oder in Briefen austauschen. Weblogs sind jedoch eine ungewöhnliche Kulturtechnik, in der diese drei Funktionen konvergieren und sich gegenseitig steigern lassen.</p>
<p>Nun stellt sich die Frage, ob das alles auch für Mikrobloggingtechniken wie <a href="http://twitter.com/">Twitter</a>, <a href="http://pownce.com">Pownce</a> oder <a href="http://jaiku.com/">Jaiku</a> gilt. Also: Wie sehen Identitäts-, Beziehungs- und Wissensmanagement im mikrobloggerischen Kontext aus?</p>
<ul>
<li><b>Identitätsmanagement</b>: Ebenso wie mit Blogs lässt sich auch per Twitter die eigene Identität konstruieren und repräsentieren. Nur: 140 Zeichen sind natürlich viel zu wenig, um komplexe Gedankengänge auszudrücken, so dass es hier meist bei stenographischen Äußerungen bleibt, die sich immer wieder auf neue Technologien, Orte, Fernsehsendungen und Internetseiten beziehen. Viele Twitterati stellen ihre eigene Identität dementsprechend als technikkompetente, hypermobile, prokrastinierende Internetavantgarde mit einem chronisch untererfüllten Schlafbedürfnis dar (&#8220;3 Stunden Schlaf ist einfach zu wenig auf Dauer&#8221;).
<p>Bemerkenswert ist die Tatsache, dass man sich hier weniger als das Darstellt, was man ist oder erreicht hat (vergleiche die doch recht konventionellen Lebensläufe bei Facebook oder Xing), sondern als das, was man im Moment tut oder denkt. Für Psychologen ist es nichts neues, aber hier kann man das ganz konkret erfahren: Identität als Prozess.</p>
<li><b>Beziehungsmanagement</b>: Mikrobloggen ist <a href="http://www.copyblogger.com/twitter-marketing/">sozial</a>. Vielleicht sogar etwas zu sozial. Denn wenn man nur die Statusmeldungen (&#8220;Tweets&#8221;) einer Person beobachtet (&#8220;follow&#8221;), dann wird man schnell bemerken, dass diese für sich nicht entschlüsselbar sind. Immer wieder (unter meinen Twitterkontakten variiert zwischen 1/5 und 1/4 liegen) taucht das Zeichen &#8220;@&#8221; auf, das für Reaktionen auf andere Tweets steht. Ohne die Ursprungsnachrichten sind diese Tweets unverständlich.
<p>Insofern besteht ein epistemologischer Anreiz zur Sozialität: Je mehr Kontakten man followt, desto mehr vollständigere Konversationen bekommt man mit (dem ist natürlich aufgrund der Netzwerkstruktur nicht so, denn mit jedem neuen Kontakt kommen neue unvollständigere Gespräche dazu). Mit Twitter lässt sich aber auch eine basale Kontaktpflege betreiben, da es die Grundfunktionen eines Social Networks besitzt (Profil, Kontakte hinzufügen und bestätigen, Avatare).</p>
<li><b>Wissensmanagement</b>: Die Funktion des Wissensmanagements lässt sich mit Twitter, so hat es zunächst den Anschein, denkbar schlecht erfüllen. Denn es gibt nur rudimentäre Möglichkeiten, eigene oder fremde Nachrichten zu speichern und vor allem wiederzufinden. Die einzige Möglichkeit, die Twitter von sich aus mitbringt: Man kann bestimmte Nachrichten anderer Twitterati als Favorit abspeichern. Mittlerweile hat sich aber auch das Taggen von Nachrichten mit <a href="http://hashtags.org/">Hashtags</a> (z.B. &#8220;<a href="http://hashtags.org/tag/politik/">#politik</a>&#8220;) durchgesetzt und wird von Drittanbietern unterstützt, die sich der Twitter-Datenschnittstelle (<a href="http://twitter.com/help/api">API</a>) bedienen. Dasselbe gilt für die Suche, auch hierfür gibt es <a href="http://twittermap.com/search">mittlerweile Lösungen</a>. Dennoch: Als digitales Notizbuch lässt sich Twitter schon aufgrund der Beschränkung auf 140 Zeichen nur schwer einsetzen.
<p>Aber: denkt man nicht nur in den klassischen Kategorien von Informationsspeicherung und -retrieval, dann lässt sich hier doch ein interessantes Potential von Twitter und anderen Mikroblogs erkennen: Die fragmenarischen, oft aphoristischen Meldungen sind immer wieder für Irritationen oder Anregungen gut (bisweilen erinnert das an Brian Enos <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Oblique_Strategies">Oblique Strategies</a>), zudem erhält man auf diese Weise, je nachdem wer die eigenen Kontakt sind, täglich unzählige Links auf andere Internetseiten (Wissen in Gestalt von Hyperlinks). Die unvollständige Sozialität hat auch Folgen für das Wissensmanagement, denn oft sind interessante Gedanken erst in der Abfolge mehrerer &#8211; und vor allem verteilter! &#8211; Tweets erkennbar. Es kommt zu einer Sozialisierung des Wissens, einem <a href="http://www.wired.com/techbiz/media/magazine/15-07/st_thompson">sozialen sechsten Sinn</a>, der sich durchaus in Richtung des Teilhard&#8217;schen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosph%C3%A4re">Noosphäre</a> denken lässt.
</ul>
<p>Letztlich lässt sich, glaube ich, recht plausibel die These vertreten, dass auch per Twitter, Pownce und Jaiku Identitäts-, Beziehungs- und Wissensmanagement möglich sind. Aber die Einschränkung auf 140 Zeichen, die nur rudimentäre Vernetzung (es gibt zwar Permalinks, aber Antworten werden auf Personen, nicht Nachrichten bezogen, außerdem fehlen Track- und Pingbacks) sowie das nur wenig ausgearbeite Informationsretrieval lassen das Microblogging zunächst als defizitäre Variante des richtigen &#8220;Voll-Bloggens&#8221; erscheinen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass in diesen Einschränkungen gerade auch der Reiz und die Innovativität dieses Systems liegen, die Schlagworte lauten: Identität als Prozess, unvollständige Sozialität, aphoristisch-fragmentarisches Wissen. Für <a href="http://marcellomedia.blogs.com/mrb/2007/07/twitter-soziolo.html">Twitter-Soziologen</a> scheint genügend Material da zu sein.</p>
<p>Nebenbei: <a href="http://twitter.com/furukama">Hier geht&#8217;s zu meinem Twitter-Feed</a></p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/03/27/ueber-twitter-identitaets-beziehungs-und-wissensmanagement-mit-microbloggingdiensten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Call for Participation: &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; auf der re:publica 2008</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/24/call-for-participation-forschungsgruppe-social-media-auf-der-republica-2008/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/03/24/call-for-participation-forschungsgruppe-social-media-auf-der-republica-2008/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 19:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogforschung]]></category>
		<category><![CDATA[cfp]]></category>
		<category><![CDATA[communityforschung]]></category>
		<category><![CDATA[media analysis]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>
		<category><![CDATA[sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/03/24/call-for-participation-forschungsgruppe-social-media-auf-der-republica-2008/</guid>
		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle die Frage gestellt, ob wir eine &#8220;Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung&#8221; bzw. eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; oder wie auch immer der Namen lauten könnte (Vorschläge sind sehr willkommen) brauchen, um das Erforschen und Vermessen der Blogosphäre nicht den großen Publishern zu überlassen, sondern selbst in die Hand zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Vor einiger Zeit hatte ich <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/">an dieser Stelle</a> die Frage gestellt, ob wir eine &#8220;Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung&#8221; bzw. eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; oder wie auch immer der Namen lauten könnte (Vorschläge sind sehr willkommen) brauchen, um das Erforschen und Vermessen der Blogosphäre nicht den großen Publishern zu überlassen, sondern selbst in die Hand zu nehmen. Ich könnte mir gut vorstellen, für diesen Zweck einen Verein zu gründen, der dann nicht nur wissenschaftliche Studien zur Blog- und Social Media-Forschung durchführen bzw. beratend daran mitwirken könnte, sondern auch so eine Art öffentliche Informationsstelle für die deutschsprachige Blogosphäre werden könnte. Gerade auch um den vielen Vorurteilen und Fehlinformationen darüber entgegenzuwirken. Aber auch die Lobbyarbeit für BloggerInnen könnte eine Perspektive für einen solchen Verein sein.</p>
<p>Da die Reaktionen per Kommentar, <a href="http://rivva.de/about/http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/">in anderen Blogs</a> und per Email größtenteils positiv, in einigen Fällen sogar enthusiastisch waren, würde ich gerne etwas konkreter mit euch über dieses Thema diskutieren. Markus hat uns &#8211; besten Dank dafür! &#8211; in Aussicht gestellt, für diesen Zweck einen Workshop-Slot auf der re:publica in Berlin zu erhalten, entweder am Mittwoch, 2.4. um 20:00 oder Donnerstag, 3.4. um 10:00 oder 20:00. In guter Web 2.0-Tradition habe ich für die diesbezügliche Terminplanung <a href="http://doodle.de/tbi4ypactmdh6rb9">ein Doodle eingerichtet</a> und würde alle Interessenten bitten, sich dort möglichst bald mit Name und Terminwunsch <a href="http://doodle.de/tbi4ypactmdh6rb9">einzutragen</a> (dauert nur ein paar Sekunden und geht ohne Anmeldung):</p>
<p><a href="http://doodle.de/tbi4ypactmdh6rb9"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/blogforschung.png' alt='blogforschung.png' class='center' align='center' /></a></p>
<p>Bleibt außerdem noch zu klären, welche Themen es auf einer solchen Sitzung zu besprechen gibt. Mich würden schon einmal die folgenden Dinge interessieren:</p>
<ul>
<li>Perspektiven der Blog- und Social Media-Forschung: Was wissen wir? Was wollen wir alles wissen?
<li>Qualitätsindikatoren: Wie misst man die Qualität eines Weblogs?
<li>Ratings, Charts und Toplists: Ökonomisierung oder Professionalisierung der Blogosphäre?
<li>Welche Aufgaben könnte ein Verein / eine Forschungsgruppe / eine Arbeitsgruppe zur Blogforschung oder Social Media-Analyse übernehmen?
<li>Blogger oder Micropublisher: Wie breit, wie eng sollte der Fokus einer solchen Forschungsgruppe angelegt werden?
<li>Wie könnte Öffentlichkeitsarbeit oder Lobbyarbeit für Blogger und andere Micropublisher aussehen?
</ul>
<p>Soviel erst einmal von meiner Seite. Welche Themen interessieren euch noch &#8211; aus wissenschaftlicher, politischer oder sonstiger Perspektive?</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/03/24/call-for-participation-forschungsgruppe-social-media-auf-der-republica-2008/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wissenschaftler: Online-Verwertungsrechte schützen!</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/14/wissenschaftler-online-verwertungsrechte-schuetzen/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/12/14/wissenschaftler-online-verwertungsrechte-schuetzen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 13:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[copyright]]></category>
		<category><![CDATA[jura]]></category>
		<category><![CDATA[openaccess]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrechte]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/12/14/wissenschaftler-online-verwertungsrechte-schuetzen/</guid>
		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, ob es schon jeder mitbekommen hat: am 1. Januar 2008 tritt der zweite Korb des neuen Urheberrechts in Kraft. Damit ist das Internet endgültig auch im Urheberrecht angekommen: die Online-Verwertung ist dann nämlich nicht mehr wie bisher eine &#8220;unbekannte Nutzungsform&#8221;. Konkret bedeutet das: Wenn man als Autor nicht explizit Widerspruch einlegt, fallen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Ich weiß nicht, ob es schon jeder mitbekommen hat: am 1. Januar 2008 tritt der zweite Korb des neuen Urheberrechts in Kraft. Damit ist das Internet endgültig auch im Urheberrecht angekommen: die Online-Verwertung ist dann nämlich nicht mehr wie bisher eine &#8220;unbekannte Nutzungsform&#8221;. Konkret bedeutet das: Wenn man als Autor nicht explizit Widerspruch einlegt, fallen die Rechte für eine Online-Verwertung der zwischen dem 1. Januar 1966 und dem 31. Dezember 1994 veröffentlichten Texte automatisch an den Verlag, der die Print-Verwertungsrechte an diesen Texten besitzt. Besonders problematisch ist an der Angelegenheit, dass man selbst als Autor durch diese Rechteübertragung die Möglichkeit verliert, die eigenen Texte auf fachlichen oder institutionellen Servern oder Open Access Servern publizieren zu dürfen. Das heißt, man könnte unter Umständen Probleme bekommen, wenn man die eigenen Texte auf der Institutshomepage veröffentlichen möchte.</p>
<p>Will man nicht, dass der Verlag die eigenen Texte unbegrenzt online verwerten kann, sollte man <strong>bis zum 31. Dezember 2007 aktiv werden und seine Rechte geltend machen</strong>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/docs/musterbrief-verlag.html">Hier gibt es einen Musterbrief</a>, mit dem man seinem Verlag mitteilen kann, dass man der Übertragung der zum damaligen Zeitpunkt unbekannten Nutzungsarten widerspricht.
<li>Eine andere, noch elegantere Lösung liegt darin, die einfachen Online-Nutzungsrechte an den eigenen Publikationen einer Bibliothek zu übertragen. Auch hierfür gibt es einen <a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/docs/musterbrief-inst.html">Musterbrief</a>.
</ul>
<p>Man kann als Sozialwissenschaftler die Rechte an den eigenen Publikationen zum Beispiel dem DFG-geförderten <a href="http://www.ssoar.info/">Social Science Open Access Repository (SSOAR)</a> übertragen, als Psychologe dem Repositorium <a href="http://psydok.sulb.uni-saarland.de/doku/hilfe_urhg2008.php">PsyDok</a> und als Pädagoge <a href="http://www.fachportal-paedagogik.de/publizieren_mit_pedocs.html">paedocs</a>. Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformationen (DINI) hält eine <a href="http://miles.cms.hu-berlin.de/dini/wisspub/repositories/german/index.php">umfangreiche Liste deutscher Dokumenten- und Publikationsserver</a> bereit, die für eine Rechteübertragung in Frage kommen könnten.</p>
<p>Generell sollte man bei neuen Publikationen darauf achten, dass man kein <i>ausschließliches Nutzungsrecht</i> an den Verlag überträgt und für sich selbst wenigstens ein <i>einfaches Nutzungsrecht</i> an den eigenen Arbeiten behält. Wenn man sich nicht ganz sicher ist, was zu tun ist: Fragen Sie Ihren Bibliothekar.</p>
<p>Weitere Links zum Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/">Urheberrechtsbündnis</a>
<li><a href="http://open-access.net/de">Open-Access-Informationsplattform</a>, vgl. auch <a href="http://open-access.net/de/austausch/news/news/anzeige/aktuelle_fragen_zur_recht/">hier</a> zu diesem Thema.
<li><a href="http://www.doaj.org/">Verzeichnis von Open Access Journals</a>
<li><a href="http://www.dgps.de/dgps/kommissionen/iuk/20060919urhg.php">Weiterführende Informationen</a> der Deutschen Gesellschaft für Psychologie dazu
<li><a href="http://www.kopien-brauchen-originale.de/enid/84b485325f8d2496f49af8a7ea269c92,3d2b426d6f6465092d09093a09092d09/2.html">Informationsseite</a> des Bundesministeriums
<li>Eric W. Steinhauer: <a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/type=diskussionen&#038;id=938%20und">Urheberrechtsnovelle &#8211; Das Urheberrecht in der Wissenschaft, oder &#8220;The Dirty Way Of Information&#8221;</a>
</ul>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/12/14/wissenschaftler-online-verwertungsrechte-schuetzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gruscheln als Alternative zum Nachrichtenkonsum?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 17:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aftonbladet]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[schweden]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[tageszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[wandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/</guid>
		<description><![CDATA[Noch ein kleiner Nachschlag zur Print-versus-Online-Debatte: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet, sieht nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook: When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Noch ein kleiner Nachschlag zur <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/12/online-verdraengt-print-studie-befasst-sich-mit-den-digitalisierungsverlierern-tageszeitungen/">Print-versus-Online-Debatte</a>: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung <a href="http://www.aftonbladet.se/">Aftonbladet</a>, <a href="http://www.kullin.net/2007/12/facebook-replaces-expressen-as.html">sieht</a> nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook:</p>
<blockquote><p>
When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young Internet users was to, more or less, aimlessly surf Aftonbladet or Facebook for a while.
</p></blockquote>
<p>Jeff Jarvis ist da etwas <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/12/13/newspapers-v-facebook/">zurückhaltender</a> und sieht Facebook nicht als Konkurrenz für Tageszeitungen, sondern vielmehr als zusätzlichen Vertriebskanal für Nachrichten:</p>
<blockquote><p>
If I were making Facebook applications for news organizations now, I wouldn’t be making quizzes and such fripperies. I’d be figuring out how to get news that matters to you in your news feed. I’d be finding ways to tie you with other people who share your interest and know what you want to know. I’d find ways to enable you to recommend more news to your friends.</p>
<p>Seen this way, Facebook isn’t a competitor for a newspaper. It’s just another place to help your community.
</p></blockquote>
<p>Irgendwie haben beide Recht. Natürlich ist Facebook (oder auch Google) kein direkter Konkurrent für eine Tageszeitung, wenn es um den Abruf von Nachrichten geht &#8211; wie edenstrom es so schön <a href="http://edenstrom.wordpress.com/2007/12/11/aftonbladetse-largest-competitor-isnt-expressense-its-google/">sagt</a>: &#8220;Googling for &#8216;news&#8217; gets you nowhere.&#8221; Aber wenn man allgemeiner auf die aufmerksamkeitsökonomische Zeitkonkurrenz sieht (Stichwort: &#8220;Umverteilung von Medienzeitbudgets&#8221;), dann könnte ein Social Network tatsächlich als Alternative zu einer Tageszeitung wahrgenommen werden. Je ähnlicher die Aktivitäten wahrgenommen werden, die sich auf die unterschiedlichen Medienzeitbudgets beziehen, desto realistischer ist die Substitutionsthese. Wenn es also wirklich nur um das &#8220;aimlessly surfing&#8221; geht, kann es tatsächlich egal sein, ob man in einem sozialen Netzwerk oder einer Onlinezeitung unterwegs ist.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Failure notice &#8211; über die positive Funktion von Fehlern</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 09:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[fehler]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[journals]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[theorie]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[zeitschriften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/</guid>
		<description><![CDATA[Im September hatte sich schon Brand eins diesem Thema gewidmet, jetzt gibt es dazu die passende wissenschaftliche Aufarbeitung in dem australischen Journal of Media and Culture: die Fehler. Beide Ausgaben bemühen sich vor allem, das negative Image von Fehlern, seien es Fehlentscheidungen oder Fehler in Kommunikationssystemen, aufzupolieren und ihre wichtige Funktion für die Ermöglichung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/error-cover-med.jpg' alt='error-cover-med.jpg' class='left' align='left' />Im September hatte sich schon <a href="http://www.brandeins.de/home/inhalte.asp?MenuID=130&#038;MagID=90&#038;sid=su886543151944334&#038;umenuid=1">Brand eins</a> diesem Thema gewidmet, jetzt gibt es dazu die passende wissenschaftliche Aufarbeitung in dem australischen <a href="http://journal.media-culture.org.au/journal/past_vol_11.php">Journal of Media and Culture</a>: die Fehler. Beide Ausgaben bemühen sich vor allem, das negative Image von Fehlern, seien es Fehlentscheidungen oder Fehler in Kommunikationssystemen, aufzupolieren und ihre wichtige Funktion für die Ermöglichung von Innovationen etwas in den Vordergrund zu rücken.</p>
<p>Wolf Lotter formulierte das in Brand eins wie folgt:</p>
<blockquote><p>
Der noch bei Weitem größere Teil hingegen verschanzt sich hinter dem Wahn, dass Fehler und Irrtümer erst gar nicht entstehen dürfen und dass sie demnach selbst keine Fehler machen können. Diese Anmaßung ist nur mit dem 1870 unter der Bezeichnung &#8220;Pastor Aeternus&#8221; &#8211; der Ewige Hirte &#8211; erlassenen Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes vergleichbar. In den profanen Werkstätten des Managements trägt die Unfehlbarkeit den Namen Null-Toleranz.
</p></blockquote>
<p>Auf ganz ähnliche Weise kritisiert Mark Nunes in seiner <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/00-editorial.php">Einführung</a> zum JMC-Heft das von ihm als augustinisch bezeichnete Fehlerverständnis (Fehler als Abfall von einer perfekten Ordnung im Gegensatz zu der manichäischen Idee des intentionalen Provozierens von Fehlern):</p>
<blockquote><p>
In each of these essays, error, noise, deviation, and failure provide a context for analysis. In suggesting the potential for alternate, unintended outcomes, error marks a systematic misgiving of sorts—a creative potential with unpredictable consequences. As such, error—when given its space—provides an opening for artistic and critical interventions.
</p></blockquote>
<p>Dieses Motiv wird in den zehn Aufsätzen durchgespielt:</p>
<p>Benjamin Mako Hill <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/01-hill.php">betont</a> zum Beispiel den erkenntnistheoretischen Wert von Fehlern bzw. technischem Versagen, die einen technologisch-aufklärerischen Wert dadurch erhalten, dass sie eigentlich unsichtbare technologische Hintergründe (man denke etwa an Internet- oder Emailprotokolle) sichtbar machen.</p>
<p>In dem Beitrag von Su Ballard <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/02-ballard.php">geht</a> es um den künstlerischen Einsatz von Fehlern bzw. provozierten Misreadings, um einem Publikum neue Sichtweisen nahezulegen. Auch Tim Barkers <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/03-barker.php">Essay</a> dreht sich um Fehler in der Kunst, genauer: um das Phänomen des &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glitch_%28Musik%29">glitch</a>&#8221; in der digitalen Kunst, denn diese Ästhetik des Versagens (vgl. dazu den klassischen Aufsatz von Kim Cascone, <a href="http://mitpress.mit.edu/journals/COMJ/CMJ24_4Cascone.pdf">hier als pdf</a>) verweist auf das Element des Unkontrollierbaren, dass in den meisten Kunstwerken eine wichtige Rolle spielt.</p>
<p>Mit Mehrdeutigkeiten, Potentialen und Rauschen im Zusammenhang mit Agenturbildern und Platzhalterinhalten befasst sich der Aufsatz von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/04-ward.php">Christopher Grant Ward</a>. Die dahintersteckende Industrie erscheint aus dieser von Derrida inspirierten Perspektive als Lieferant von kultureller Uneindeutigkeit und bekommt dadurch schon fast eine aufklärerisch-kritische Rolle. <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/05-kuntsman.php">Adi Kunstman</a> berichtet in seinem Beitrag von Lücken in Archiven, auf die sie während ihrer Internetethnographie in queeren russisch-israelischen Migrantencommunities gestoßen ist. Ihr Fokus richtet sich darauf, aus diesen Fehlern und &#8220;hauntings&#8221; auf die Spur der Funktionsweise von onlinebasierten kollektiven Gedächtnissen zu kommen.</p>
<p>Computerspiele und Avatare sind dann das Thema von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/06-gregson.php">Kimberly Gregsons</a> Aufsatz. Sie versucht, eine Typologie von abweichendem Verhalten in Onlinespielen zu entwickeln, um auf diese Weise &#8211; ganz ähnlich wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnomethodologie">Harold Garfinkels &#8220;Krisenexperimente&#8221;</a> &#8211; auf die Funktionsweisen und Basisselbstverständlichkeiten dieser Spiele zu kommen. Sehr spannend auch das Thema von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/07-dieter.php">Michael Dieter</a>, der sich mit dem Hacken von Internetangeboten wie Amazons Search Inside-Feature befasst und auf das kreative Potential dieser &#8220;tactical media performances&#8221; hinweist.</p>
<p>Mit der erkenntnisfördernden Kraft von Missverständnissen und Misreadings setzt sich <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/08-losh.php">Elizabeth Losh</a> auseinander und demonstriert an dem Beispiel der Battlefield 2-Fehlinterpretation im US-Kongress (&#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ATSz9ulJflg">SonicJihad</a>&#8220;) die Möglichkeiten, solche Fehlleistungen für die Medienkritik fruchtbar zu machen. Sehr schön zur <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/callactive-unterliegt-vor-gericht/">aktuellen Call-In-TV-Diskussion in Deutschland</a> passt der Aufsatz von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/09-ibrahim.php">Yasmin Ibrahim</a>, der die Fehler in interaktiven Fernsehformaten ebenfalls als aufklärerisches Projekt umschreibt, das in der Lage ist, das blinde <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/29/deathmatch-das-oeffentlich-rechtliche-endspiel/">Vertrauen der Zuschauer</a> in die &#8220;<a href="http://beat.doebe.li/bibliothek/b00521.html">Realität der Massenmedien</a>&#8221; zu erschüttern. Zum Abschluss widmet sich Martin Mantle noch dem merkwürdigen Verhältnis von genetischen Mutationsängsten und den Fähigkeiten von Comic-Superhelden.</p>
<p>Insgesamt also sehr spannendes und anregendes Heft, das trotz der Vielfalt der behandelten Themen (vielleicht bis auf den letzten Essay) sehr integriert und schlüssig wirkt. Etwas skeptisch bin ich jedoch, was die Basisannahmen angeht, die sich durch das Heft ziehen: die Netzwerk-Gesellschaft wird dort überzeichnet als informationelle Massengesellschaft, die dem Prinzip der Nullfehlertoleranz unterliegt, wenn nicht sogar in Anlehnung an Theoretiker wie Deleuze und Guattari als &#8220;informationelles Terrorregime&#8221;, das um jeden Preis den Abbruch von Kommunikationen vermeiden muss. Das erscheint mir doch etwas zu überzeichnet, während im Gegenzug die Kommerzialisierung von (scheinbaren) Fehlleistungen fehlt, die jedoch vielen viralen Kampagnen zu Grunde liegt.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Szenenforschung: &#8220;Generic EMO Boy&#8221;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/21/szenenforschung-generic-emo-boy/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/21/szenenforschung-generic-emo-boy/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 17:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[humor]]></category>
		<category><![CDATA[jugendkultur]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[szene]]></category>
		<category><![CDATA[vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/21/szenenforschung-generic-emo-boy/</guid>
		<description><![CDATA[Als kurzer Nachtrag zu diesem Beitrag über Jugendszenen: Wunderbare Bilder auf &#8220;Your Scene Sucks&#8221; (via Webadventures + Nerdcore)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Als kurzer Nachtrag zu <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/21/milieu-und-szenenforschung-von-ddr-nostalgischen-junghexen-und-cosplayern/">diesem Beitrag</a> über Jugendszenen:</p>
<p>Wunderbare Bilder auf &#8220;<a href="http://www.yourscenesucks.com/">Your Scene Sucks</a>&#8221;</p>
<p>(via <a href="http://webadventures.at/2007/11/18/your-scene-sucks/">Webadventures</a> + <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2007/11/18/links-vom-18-11-07-chemical-brothers-happy-hydrogen-bomb-tornado-1884-und-daniel-dusentriebs-helferlein/">Nerdcore</a>)</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/21/szenenforschung-generic-emo-boy/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Milieu- und Szenenforschung: Von DDR-Nostalgischen, Junghexen und Cosplayern</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/21/milieu-und-szenenforschung-von-ddr-nostalgischen-junghexen-und-cosplayern/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/21/milieu-und-szenenforschung-von-ddr-nostalgischen-junghexen-und-cosplayern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 06:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[cc]]></category>
		<category><![CDATA[creativecommons]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[milieus]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[szenen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/21/milieu-und-szenenforschung-von-ddr-nostalgischen-junghexen-und-cosplayern/</guid>
		<description><![CDATA[Einer der schönsten Themen der Soziologie, mit dem man garantiert ein eingeschlafenes Seminar wieder zum Mitdenken bringt, ist die Milieu- oder Szenenforschung. Dazu gehören etwa die Sinus-Milieus (oder die &#8220;Kartoffelgrafik&#8221;), in der die deutsche Bevölkerung auf der vertikalen Achse nach den big three (Bildung, Beruf, Einkommen) geschichtet sind und auf der horizontalen nach der &#8220;Grundorientierung&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Einer der schönsten Themen der Soziologie, mit dem man garantiert ein eingeschlafenes Seminar wieder zum Mitdenken bringt, ist die Milieu- oder Szenenforschung. Dazu gehören etwa die <a href="http://www.sinus-sociovision.de/"><strong>Sinus-Milieus</strong></a> (oder die &#8220;Kartoffelgrafik&#8221;), in der die deutsche Bevölkerung auf der vertikalen Achse nach den <em>big three</em> (Bildung, Beruf, Einkommen) geschichtet sind und auf der horizontalen nach der &#8220;Grundorientierung&#8221; von traditionell bis postmodern:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/sinus.png' alt='sinus.png' class='center' align='center' /></p>
<p>Auch die <strong>Milieuforschung</strong> von <a href="http://www.gerhardschulze.de/">Gerhard Schulze</a> (&#8220;<a href="http://www.single-generation.de/wissenschaft/gerhard_schulze.htm#erlebnis">Die Erlebnisgesellschaft</a>&#8220;) eignet sich immer wieder gut für spannende Diskussionen nach dem Motto: Sag mir, welches Bild auf deinem Klavier steht, und ich sage dir, welche Musik du hörst usw. Schulze unterscheidet im Wesentlichen fünf Milieus: Niveaumilieu (&#8220;Bildungsbürger&#8221;), Harmoniemilieu (&#8220;Volksmusik&#8221;), Selbstverwirklichungsmilieu (&#8220;Hedonisten&#8221;), Unterhaltungsmilieu (&#8220;Computerspiele&#8221; und &#8220;Mallorca&#8221;), Integrationsmilieu (Mischung zwischen den anderen vier Milieus).</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/szenenkat.png' alt='szenenkat.png' class='right' align='right' />Jetzt ist mit den <strong>Jugend-Szenen</strong> ein drittes Konzept dabei, eine <a href="http://www.jugendszenen.com/Newsflash/Besucheransturm-nach-Pressemeldung.html">beachtliche Karriere</a> in der öffentlichen Wahrnehmung zu erleben (siehe die Berichterstattung auf <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/99182/">heise</a>, <a href="http://weblog.medienwissenschaft.de/archives/2066">Trierer Medienblog</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2007/jugendszenen/">netzpolitik.org</a>, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,517794,00.html">Spiegel Online</a> und <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/szene/2007/11/19/news-5360820/detail.html">Der Westen</a>). Auf der von <a href="http://www.hitzler-soziologie.de/mitarbeiter.html#DTepe">Daniel Tepe</a> betreuten Seite <a href="http://www.jugendszenen.com/">jugendszenen.com</a> (Blog), die vom <a href="http://www.hitzler-soziologie.de/">Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Universität Dortmund (Ronald Hitzler)</a> unterstützt wird, findet man einen umfangreichen <a href="http://www.jugendszenen.com/Szenenkatalog.html">Katalog</a> von Szenen in Deutschland von der Antifa bis zur Warez-Szene. Zunächst zur dort verwendeten Definition von Szenen:</p>
<blockquote><p>
Auf theoretischer Ebene definieren wir eine Szene als ein Netzwerk von Akteuren, die bestimmte materiale und mentale Formen der kollektiven Selbst-Stilisierung teilen, um diese Teilhabe wissen, und die diese Gemeinsamkeiten kommunikativ stabilisieren, modifizieren oder transformieren. Weit weniger scheint uns dabei also Gleichaltrigkeit das wesentliche Vergemeinschaftungskriterium zu sein als vielmehr die (relative) &#8216;Gleichartigkeit&#8217; von Interessen, die in der Regel teilzeitlich begrenzt relevant und &#8216;ausgelebt&#8217; werden (<a href="http://www.jugendszenen.com/Examples/">Quelle</a>).
</p></blockquote>
<p>Jede dieser Szenen wird mit einer kurzen historischen Einführung vorgestellt, dann folgen einige Zahlen sowie Anmerkungen zum konstitutiven Kern der Szene (&#8220;Fokus&#8221;), zu Einstellung, Lifestyle, Symbolen, Ritualen, Events, Treffpunkten, Medien, Strukturen und Beziehungsmustern vorgestellt. Abschließend gibt es dann noch Verweise auf weiterführende Literatur oder Webseiten. Besonders bemerkenswert: Die einzelnen Szenenbeschreibungen kann man kommentieren, außerdem wurden sie unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/deed.de">Creative Commons-Lizenz</a> ins Netz gestellt. Eine spannende Art, soziologische Forschung im Internet zu präsentieren.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/21/milieu-und-szenenforschung-von-ddr-nostalgischen-junghexen-und-cosplayern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fachzeitschriftsblogger gesucht</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/20/fachzeitschriftsblogger-gesucht/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/20/fachzeitschriftsblogger-gesucht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 10:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[abstracts]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[weblogs]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft2.0]]></category>
		<category><![CDATA[zeitschriften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/20/fachzeitschriftsblogger-gesucht/</guid>
		<description><![CDATA[Was mir als ketzerischer bzw. nicht ganz ernst gemeinter Gedanke zu Marcs Lob der SAGE-Pseudoöffnung durch den Kopf geht: Sollte man nicht dankbar sein für jeden Fachverlag, der seine Texte nicht ins Internet stellt? Schließlich ist das Problem nicht, das man sich als Wissenschaftler langweilt, weil man nichts zu lesen hat, sondern im Gegenteil: es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Was mir als ketzerischer bzw. nicht ganz ernst gemeinter Gedanke zu Marcs <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/20/aktion-mit-vorbildcharakter-wissenschaftsverlag-sage-bietet-kostenlosen-onlinezugriff-kurzknapp05/">Lob der SAGE-Pseudoöffnung</a> durch den Kopf geht: Sollte man nicht dankbar sein für jeden Fachverlag, der seine Texte nicht ins Internet stellt? Schließlich ist das Problem nicht, das man sich als Wissenschaftler langweilt, weil man nichts zu lesen hat, sondern im Gegenteil: es ist immer viel zu viel!</p>
<p>Hier könnte eine Aufgabe von Wissenschaftsblogs liegen: in der Selektion und Bewertung von Informationen. Die RSS-Feeds der akademischen Zeitschriften sind zum Teil grottenschlecht, so dass man nicht erkennen kann, wer den Artikel geschrieben hat und ob es ein Essay oder eine Rezension ist. <em>Fachzeitschriftsblogger</em> wären eine interessante Einrichtung, die neu erscheinende Zeitschriften kurz zusammenfassen &#8211; und das natürlich nicht in dem üblichen Ich-fasse-einen-80.000-Zeichen-Text-so-weit-zusammen-dass-er-in-sechs-Zeilen-passt-und-nur-noch-aus-abstrakten-Substantiven-besteht-Abstractgeholze. Also eher locker, flapsig &#8211; <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/19/wissensblogs-gestartet/">unplugged</a> eben. Jan Schmidt hat es in <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/30">diesem Beitrag</a> zur neuen JCMC schon einmal vorgemacht: Titel, Abstract und Kurzkommentar.</p>
<p>Und jetzt kommt sogar noch eine konkrete Idee, wie man das machen könnte (Marc, bitte zuhören): Alle <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/">Wissenschaftscafé</a>-Blogger könnten sich auf einen Tag, mit dem Sie Beiträge dieser Art kennzeichnen, einigen. Dann bräuchte man nur noch die entsprechende Kategorie aufrufen oder abonnieren und erhielte alle möglichen Notizen zu neu erscheinenden Zeitschriften &#8211; intelligente Aggregation. Ich könnte dann endlich ruhigen Gewissens all diese Zeitschrifts-RSS-Feeds abbestellen, die meinen Feedreader zur Zeit so belasten.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/20/fachzeitschriftsblogger-gesucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie berechenbar wir doch auf Google suchen&#8230;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/18/wie-berechenbar-wir-doch-auf-google-suchen/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/18/wie-berechenbar-wir-doch-auf-google-suchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 14:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[diät]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[suchmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[trends]]></category>
		<category><![CDATA[weihnachtsgans]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/18/wie-berechenbar-wir-doch-auf-google-suchen/</guid>
		<description><![CDATA[Für Soziologen, Statistiker und Marktforscher ist es &#8211; spätestens seit Quételet &#8211; keine Überraschung mehr: Auch wenn die meisten davon überzeugt sind, in ihren Handlungen die eigene Individualität auszudrücken, ist das Ergebnis eine geordnete Struktur, die sich sehr präzise vorhersagen lässt. Nehmen wir zum Beispiel die Nahrungsgewohnheiten der Deutschen wie sie sich in den Google-Suchbegriffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Für Soziologen, Statistiker und Marktforscher ist es &#8211; spätestens seit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lambert_Adolphe_Jacques_Qu%C3%A9telet">Quételet</a> &#8211; keine Überraschung mehr: Auch wenn die meisten davon überzeugt sind, in ihren Handlungen die eigene Individualität auszudrücken, ist das Ergebnis eine geordnete Struktur, die sich sehr präzise vorhersagen lässt. Nehmen wir zum Beispiel die Nahrungsgewohnheiten der Deutschen wie sie sich <a href="http://www.google.com/trends?q=gans%2C+abnehmen&#038;ctab=0&#038;hl=en&#038;geo=DE&#038;date=all&#038;sort=0">in den Google-Suchbegriffen</a> widerspiegeln:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/googlegaense.png' alt='googlegaense.png' align='center' class='center' /></p>
<p>Um die Weihnachtsfeiertage wird auf einmal das Thema &#8220;Gans&#8221; höchst relevant: Deutschland sucht nach Rezepten für die perfekte Weihnachtsgans (man beachte auch die kleine Spitze davor zur Martinszeit). Weil die Feiertage dann aber gar so fett waren, wird gegen Jahresende dann auf einmal verzweifelt nach Diätratschlägen gesucht.</p>
<p>(Dank an Philipp Lenssen, dessen <a href="http://blogoscoped.com/archive/2007-11-16-n56.html">schönen Grafiken</a> zu &#8220;turkey&#8221; + &#8220;diet&#8221; ich für diesen Eintrag nur auf den hiesigen Kontext übertragen musste. Vergleiche auch die <a href="http://reddit.com/info/60pwi/comments/">spannenden Diskussionen</a> über viele Ähnliche Googleismen auf reddit.com)</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/18/wie-berechenbar-wir-doch-auf-google-suchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neuerscheinungen: Internettheorie und Semantisches Web</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/12/neuerscheinungen-internettheorie-und-semantisches-web/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/12/neuerscheinungen-internettheorie-und-semantisches-web/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 17:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[neuerscheinung]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/12/neuerscheinungen-internettheorie-und-semantisches-web/</guid>
		<description><![CDATA[Nur kurz der Hinweis auf zwei Neuerscheinungen, die ganz spannend klingen: Erstens das Buch &#8220;Internet and Society: Social Theory in the Information Age&#8221; (Routledge) von Christian Fuchs (ICT&#038;S Salzburg), in dem der Autor eine Theorie entwickelt, die zeigt, wie das Internet die Gesellschaft verändert hat und wie die Gesellschaft das Internet geformt hat. Das Buch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Nur kurz der Hinweis auf zwei Neuerscheinungen, die ganz spannend klingen:</p>
<p>Erstens das Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fexec%2Fobidos%2FASIN%2F0415961327&#038;site-redirect=de&#038;tag=wwweigenarbeo-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742">Internet and Society: Social Theory in the Information Age</a>&#8221; (Routledge) von Christian Fuchs (ICT&#038;S Salzburg), in dem der Autor eine Theorie entwickelt, die zeigt, wie das Internet die Gesellschaft verändert hat und wie die Gesellschaft das Internet geformt hat. Das Buch verspricht eine breite gesellschaftstheoretische Erörterung des Internets, die auch die Ökologie, Ökonomie, Politik und Kultur des &#8220;transnationalen informationellen Kapitalismus&#8221; umfasst. Wie es sich für so ein Thema gehört, hat der Autor neben der <a href="http://fuchs.icts.sbg.ac.at/i&#038;s.html">Homepage</a> gleich noch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=BPn_KS12wug">zwei</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SLA322bTopk">Youtube</a>-Videos als Einführung in sein Buch produziert und außerdem ein <a href="http://www.nabble.com/Internet-and-Society-f28205.html">Diskussionsforum</a> dazu eingerichtet. Nett.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FSemantic-Grundlagen-eXamen-press-Pascal-Hitzler%2Fdp%2F3540339930&#038;site-redirect=de&#038;tag=wwweigenarbeo-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/semantic.thumbnail.png' alt='semantic.png' align='right' class='right' /></a>Die zweite Neuerscheinung, &#8220;<a href="http://semantic-web-grundlagen.de/index.php/Semantic_Web_%E2%80%93_Grundlagen">Semantic Web</a>&#8221; (Springer eXamen) von Pascal Hitzler, Markus Krötzsch, Sebastian Rudolph, York Sure verspricht &#8220;einen einfachen und zügigen Einstieg in Methoden und Technologien des Semantic Web&#8221;. Das Anliegen, die Praxis der semantischen Netztechnologien mit etwas Hintergrundwissen anzureichern, sieht man bereits daran, dass es zwei Anhänge zu den Themen Prädikatenlogik und Naive Mengenlehre gibt. Auch hier gibt es ergänzend eine Mailingliste sowie <a href="http://semantic-web-grundlagen.de/index.php/Lehre">Folien</a> aus den Vorlesungen, auf denen das Buch beruht.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/12/neuerscheinungen-internettheorie-und-semantisches-web/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Sichtbarkeit des bloggenden Wissenschaftlers</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/30/die-sichtbarkeit-des-bloggenden-wissenschaftlers/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/10/30/die-sichtbarkeit-des-bloggenden-wissenschaftlers/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 07:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[danahboyd]]></category>
		<category><![CDATA[ethnographie]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[myspace]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[weblogs]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[zeitschriften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/10/30/die-sichtbarkeit-des-bloggenden-wissenschaftlers/</guid>
		<description><![CDATA[Be a visible researcher (Danah Boyd) Ich finde, das fasst es schon ganz gut zusammen, um was es beim Wissenschaftsbloggen geht. Auf der einen Seite haben bloggende Wissenschaftler den Vorteil, ein vergleichsweise breites Publikum zu erreichen. Die Auflagen der deutschen Fachzeitschriften für Soziologie liegen beispielsweise zwischen 500 (Berliner Journal für Soziologie) und 1.700 (Kölner Zeitschrift [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<blockquote><p>Be a visible researcher (<a href="http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html">Danah</a> <a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2007/10/25/choose_your_own.html">Boyd</a>)</p></blockquote>
<p>Ich finde, das fasst es schon ganz gut zusammen, um was es beim Wissenschaftsbloggen geht.</p>
<p>Auf der einen Seite haben bloggende Wissenschaftler den Vorteil, ein vergleichsweise breites Publikum zu erreichen. Die <a href="http://www.media-daten.com">Auflagen</a> der deutschen Fachzeitschriften für Soziologie liegen beispielsweise zwischen 500 (<a href="http://www2.hu-berlin.de/bjs/">Berliner Journal für Soziologie</a>) und 1.700 (<a href="http://www.uni-koeln.de/kzfss/">Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie</a>). Das ist ein Bereich, den ein Wissenschaftsblogger durchaus an einem sehr guten Tag erreichen kann (wobei man natürlich gedruckte Exemplare und Unique Visitors einer Webseite nur schwer vergleichen kann).</p>
<p>Auf der anderen Seite bedeutet diese Sichtbarkeit aber auch, dass man selbst als ForscherIn greifbarer wird und sehr viel stärker die Erwartung spürt, Stellung zu nehmen, Wissenschaft in Gesellschaft zu betreiben. Das wird sehr deutlich in <a href="http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html">Danah Boyds Beschreibung ihrer MySpace-Forschungen</a>, die zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und Aufklärung, wenn nicht sogar Parteinahme liegen.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/10/30/die-sichtbarkeit-des-bloggenden-wissenschaftlers/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von der Gruppen- zur Netzwerkgesellschaft (und wieder zurück?)</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/25/von-der-gruppen-zur-netzwerkgesellschaft/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/10/25/von-der-gruppen-zur-netzwerkgesellschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 16:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[glokalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[management]]></category>
		<category><![CDATA[netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[theorie]]></category>
		<category><![CDATA[unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[wellman]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/10/25/von-der-gruppen-zur-netzwerkgesellschaft/</guid>
		<description><![CDATA[Wenn man sich mit sozialen Netzwerken beschäftigt, stößt man schnell auf den etwas seltsamen Doppelcharakter des Netzwerkbegriffs: zum einen ist damit die Methode (also Netzwerkanalyse) benannt, mit der man gesellschaftliche Verbindungen (bzw. Verbindungen aller Art) in Gegenwart und Vergangenheit untersuchen kann (vgl. dazu auch die vielzitierte Analyse der Medici-Familie). Zum anderen schwingt aber immer auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Wenn man sich mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Netzwerk">sozialen Netzwerken</a> beschäftigt, stößt man schnell auf den etwas seltsamen Doppelcharakter des Netzwerkbegriffs: zum einen ist damit die Methode (also Netzwerk<i>analyse</i>) benannt, mit der man gesellschaftliche Verbindungen (bzw. Verbindungen aller Art) in Gegenwart und Vergangenheit untersuchen kann (vgl. dazu auch die vielzitierte Analyse der Medici-Familie). Zum anderen schwingt aber immer auch die zweite Bedeutung mit, die darauf verweist, dass moderne Gesellschaften sich zunehmend netzförmig organisieren und insofern Netzwerke einen immer wichtigeren Beobachtungsgegenstand für die empirische sozialwissenschaftliche Forschung darstellen (also <em>Netzwerk</em>analyse).</p>
<p>Obwohl diese Bedeutungsfelder häufig zusammenfallen, jedoch findet man nur selten explizite Versuche, gesellschaftstheoretische Aussagen aus der Netzwerkforschung abzuleiten (also jenseits des im allgemeinen Sprachgebrauchs verwendeten Netzwerkbegriffs). Eine spannende Ausnahme ist Barry Wellmans Begriff des &#8220;networked individualism&#8221;, der auf einen fundamentalen Wandel der Vergesellschaftung von gruppenbasierten hin zu netzwerkförmigen Assoziationsmustern beschreibt (<a href="http://www.insna.org/Connections-Web/Volume24-3/T&#038;B.web.pdf">pdf hier</a>). Oder anders ausgedrückt: Die Leute leben nicht mehr in Gruppen, sondern in Netzwerken. Merkmale dieser neuen Lebensweise sind:</p>
<ol>
<li><b>Glokalisierung von Gemeinschaft</b>: ausgedehnte (z.T. globale) Netzwerke bei weiter bestehender Bedeutung von <i>home bases</i> wie dem Haushalt oder der Arbeit
<li><b>Netzwerkmanagement</b>: Man ist nicht nur einem/dem direkten Vorgesetzten rechenschaftspflichtig, sondern mehreren Personen z.T. in unterschiedlichen Arbeitsgruppen
<li><b>Unternehmensnetze</b>: Auch Unternehmen sind nicht mehr autark, sondern in Netzwerke unterschiedlicher Stärke eingebunden
<li><b>Politiknetzwerke</b>: Etwas argumentationsbedürftig ist die vierte Feststellung, dass auch die internationale Politik zunehmend netzwerkförmig organisiert ist. Das mag plausibel erscheinen, wenn man die gegenwärtigen wechselnden Koalitionen mit der Blockstruktur des Kalten Krieges vergleicht; geht man aber darüber hinaus erscheint diese These schwierig, zumal mir nicht klar ist, was in diesem Netzwerk die Knoten, was die Kanten sind. Länder? Diplomaten? Verträge?
</ol>
<p>Interessanterweise liefert Wellman seine Antithese gleich mit: Nach dem 11. September zieht sich das Sozialleben in einem gegenläufigen Trend immer stärker in &#8220;little boxes&#8221; zurück. Indizien dafür sind: <i>gated communities</i>, Verkehrshindernisse, Wartezeiten und Sicherheitsanforderungen im Luftverkehr, neue Blockbildungen (Nord-Süd).</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/10/wellman.png' alt='' class='center' align='center' /></p>
<p>Wellman neigt dazu, diese beiden Perspektiven als Entweder-oder-These zu formulieren. Kann man sich diese beiden Pole nicht z.T. auch als Sowohl-als-Auch, wenn nicht gar als Steigerungsverhältnis vorstellen? Was sagt ihr dazu?</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/10/25/von-der-gruppen-zur-netzwerkgesellschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Struktur der Wissenschaft</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/25/die-struktur-der-wissenschaft/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/10/25/die-struktur-der-wissenschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 05:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[faktorenanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[isi]]></category>
		<category><![CDATA[leydesforff]]></category>
		<category><![CDATA[netzwerkanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[publikation]]></category>
		<category><![CDATA[sci]]></category>
		<category><![CDATA[scientometrics]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[struktur]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft2.0]]></category>
		<category><![CDATA[zitationsanalyse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/10/25/die-struktur-der-wissenschaft/</guid>
		<description><![CDATA[Eine der zentralen Fragen der Wissenschaftsforschung lautet: Welche Struktur hat das System der Wissenschaft? Insbesondere die quantitativen Wissenschaftsforscher (Scientometricians) haben sich vorgenommen, aus dem Zitierverhalten in wissenschaftlichen Publikationen abzulesen, wie sich die Disziplinen und Subdisziplinen zueinander verhalten. Mit dem Science Citation Index (SCI) des Institute of Scientific Information (ISI) gibt es eine umfangreiche Datenbank, aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Eine der zentralen Fragen der Wissenschaftsforschung lautet: Welche Struktur hat das System der Wissenschaft? Insbesondere die quantitativen Wissenschaftsforscher (Scientometricians) haben sich vorgenommen, aus dem Zitierverhalten in wissenschaftlichen Publikationen abzulesen, wie sich die Disziplinen und Subdisziplinen zueinander verhalten. Mit dem <a href="http://scientific.thomson.com/products/sci/">Science Citation Index</a> (SCI) des <a href="http://scientific.thomson.com/isi/">Institute of Scientific Information</a> (ISI) gibt es eine umfangreiche Datenbank, aus der man zum Beispiel genau ablesen kann, in welchen Journals wie oft auf welche andere Journals verwiesen wird und ob diese Verweise auch erwiedert werden. Ein Paradies für <a href="http://mapofscience.com/">Netzwerkforscher</a>!</p>
<p>In ihrem jüngsten Papier &#8220;<a href="http://www.leydesdorff.net/map06/texts/index.htm">A Global Map of Science Based on the ISI Subject Categories</a> &#8220;versuchen <a href="http://users.fmg.uva.nl/lleydesdorff/">Loet Leydesdorff</a> und Ismael Rafols auf Grundlage von Faktoren- und Netzwerkanalysen der 22 Hauptkategorien und 172 Themenfelder des ISI den Zusammenhang der wissenschaftlichen Disziplinen und Subdisziplinen zu ergründen (aufgrund der unterschiedlichen Zitierverhalten geht es dabei nur um naturwissenschaftliche Felder, also die englischen <em>sciences</em>). Dabei sind sie auf 14 Makrodisziplinen und drei große Cluster gestoßen:</p>
<ul>
<li>Biologie-Medizin,
<li>Physik-Material-Ingenieurswissenschaften-Informatik
<li>Umwelt-Ökologie-Geowissenschaften
</ul>
<p>Unter den 14 Makrodisziplinen sind die Biomedizin (gelb), aber auch die Chemie (orange), was die Zitierhäufigkeit angeht, besonders prominent (interessanterweise sind die Wikipedia-Einträge zur Biomedizin trotz ihrer innerwissenschaftlichen Bedeutung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biomedizin">sehr klein</a> bzw. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Biomedical_Science">unvollständig</a>)</p>
<p><a href="http://users.fmg.uva.nl/lleydesdorff/map06/"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/10/map_of_science.png' alt='' class='center' /></a>(<a href="http://users.fmg.uva.nl/lleydesdorff/map06/">Hier</a> gibt es diese Karte in groß und navigierbar.)</p>
<p>Man sieht deutlich, dass die Chemie eine vermittelnde Position (&#8220;broker&#8221;) zwischen dem medizinischen Pol links und dem &#8220;hard-science&#8221;-Pol auf der rechten Seite einnimmt. Aber es gibt auch noch eine Verbindungslinie zwischen der Informatik und einigen medizinischen Spezialfeldern sowie eine Verbindung über das Umweltthema. Geht man auf die Ebene der Unterkategorien, so zeigt sich, dass auch die Biologie als interdisziplinäres Feld betrachtet werden kann.</p>
<p>Sehr erfreulich ist, dass das Forscherteam ihre Datengrundlage <a href="http://users.fmg.uva.nl/lleydesdorff/map06/data.xls">als Excel-Datei zur Verfügung stellen</a>, so dass andere die Möglichkeit haben, ihre Schlussfolgerungen zu überprüfen.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/10/25/die-struktur-der-wissenschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

