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	<title>viralmythen &#187; social media</title>
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		<title>Die protestantische Ethik und der Geist von Social Media</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 20:11:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Social Media ist nicht immer einfach. Gerade Unternehmen tun sich noch schwer damit, sich tatsächlich auf die Ebene ihrer Kunden oder Nutzer zu begeben. Nicht bloß bei irgendeiner Agentur eine Werbung in Auftrag zu geben, sondern den Leuten ihr Produkt erklären und ihnen dabei in die Augen zu sehen. Deshalb sind detailliert ausgearbeitete Social Media-Richtlinien [...]]]></description>
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<p>Social Media ist nicht immer einfach. Gerade Unternehmen tun sich noch schwer damit, sich tatsächlich auf die Ebene ihrer Kunden oder Nutzer zu begeben. Nicht bloß bei irgendeiner Agentur eine Werbung in Auftrag zu geben, sondern den Leuten ihr Produkt erklären und ihnen dabei in die Augen zu sehen. Deshalb sind detailliert ausgearbeitete Social Media-Richtlinien ein wichtiger Orientierungsrahmen, der Mitarbeitern sagt, welche Grenzen ihre Gespräche in der Öffentlichkeit haben. Social Media bedeutet sozusagen eine wohlorganisierte Revolution der Unternehmenskommunikation.</p>
<p>Die <a href="http://www.editorandpublisher.com/eandp/news/article_display.jsp?vnu_content_id=1003972544">Social Media-Richtlinien</a> des zum Dow Jones-Verlag gehörenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wall_Street_Journal">Wall Street Journal</a> schießen aber <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/05/13/missing-the-point-2/">über das Ziel hinaus</a>. So zum Beispiel folgender Punkt:</p>
<ul>
<li><span class="text">&#8220;Let our coverage speak for itself, and don&#8217;t detail how an article was reported, written or edited.&#8221;</span></li>
</ul>
<p>Genau darin liegt doch der Reiz dieser offenen Kommunikationsformen: Einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, den Lesern zu zeigen, dass es außer Nachrufen keine abgeschlossene Stories gibt (und auch im Fall von Nachrufen können Erbschaftsstreits noch für viele weitere Geschichten sorgen). Zeitungsberichterstattung ist von vornherein so gestrickt (das gilt natürlich nicht so sehr für Reportagen), dass sie den Schreibenden verschwinden lassen. Im Idealfall verschwindet der Bote und nur das Ereignis bleibt stehen. Social Media sind anders. Sie bedeuten,</p>
<ul>
<li>dass jede Story nur ein Anfang einer Diskussion ist (= Kommentare),</li>
<li>dass es zu jeder Story unterschiedliche Perspektiven gibt (= Links, Trackbacks),</li>
<li>dass hinter jeder Meldung eine Person steht, die dies berichtet (= Profilseite),</li>
<li>dass niemals ein finaler Stand erreicht ist, sondern es immer weiter gehen kann (= <strong>UPDATED:</strong>)</li>
<li>dass was heute als Lüge erscheint, gestern noch die Wahrheit gewesen sein kann (= Archiv).</li>
</ul>
<p>Also: Der Bericht steht niemals für sich. Sondern er steht für das berichtete Ereignis. Die Besonderheit von Social Media liegt darin, den Prozesscharakter der Welt sichtbar zu machen &#8211; <strong>&#8220;Alles fließt&#8221; gilt auch für Nachrichten</strong>. Ein weiterer Punkt der Leitlinien sagt folgendes:</p>
<ul>
<li><span class="text">&#8220;Don&#8217;t discuss articles that haven&#8217;t been published, meetings you&#8217;ve attended or plan to attend with staff or sources, or interviews that you&#8217;ve conducted.&#8221;</span></li>
</ul>
<p>Okay, Insiderinformationsquellen zu verraten wäre sicherlich nicht die klügste Strategie. Aber was spricht dagegen, im Vorfeld Diskussionen anzuregen, die sich mit Themen oder Thesen befassen, die noch nicht in der Endfassung vorliegen? Wer sich dagegen sperrt, sperrt sich gegen die Möglichkeit, von anderen zu lernen. Tun, was man selbst am besten kann, und den Rest verlinken. Dieses Motto von Jeff Jarvis gilt auch hier: Wenn tatsächlich jemand anderes den Beitrag, der schon Tage auf dem Desktop liegt, besser und mit mehr Verve schreiben kann als man selbst &#8211; soll es doch der andere tun. Gerade die klassischen Verlagshäuser, der ganze alte Journalismus beruft sich immer wieder auf seinen Qualitätsvorsprung. <strong>Echte Qualität ist, wenn man Dinge, die man selbst nicht ganz so gut tun kann, anderen überlässt.</strong></p>
<p>Der Höhepunkt dieser Guidelines ist aber der folgende Hinweis:</p>
<ul>
<li><span class="text">Business and pleasure should not be mixed on services like Twitter. Common sense should prevail, but if you are in doubt about the appropriateness of a Tweet or posting, discuss it with your editor before sending.</span></li>
</ul>
<p>Eigentlich würde hier ein Schlagwort genügen: <strong>Protestantismus. Max Weber hätte seinen Twitteraccount genau nach diesem Kriterium geführt</strong>: Bloß keine Vermischung von Beruf und Vergnügen oder: Leiden und Leben. Ist der Beruf eines (WSJ-)Journalisten so trocken und puritanisch, dass man aufpassen muss, dass sich nicht etwas Leben in die eigenen Äußerungen einmischt? Welche Gefahr droht, wenn die Twitter-Follower eines Journalisten plötzlich merken, dass gar keine Recherchierundformuliermaschine hinter den eloquenten Artikeln steckt, sondern ein Mensch, der lebt, liebt, reist, isst und so weiter und so fort? Was ist hier zu verlieren?</p>
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		<title>Am Germanistenwesen soll das Web genesen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 09:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Hässliches Gesicht&#8221;, &#8220;Fratze&#8221;, &#8220;Schlauchbootlippen&#8221;, &#8220;zweifelhaft&#8221;, &#8220;Laien&#8221;, &#8220;scheinbare Meinungsfreiheit&#8221;, &#8220;Mob&#8221;, &#8220;Manipulation&#8221;, &#8220;unseriös&#8221;, &#8220;Lächerlichkeit&#8221;, &#8220;Nonsense&#8221;, &#8220;Verschmutzer des Internet&#8221; &#8211; nein, hier ist nicht, wie man zunächst denken möchte, von Universitätsprofessoren die Rede, sondern vom Internet. Pardon, in diesen Kreisen sagt man ja &#8220;Selbstmach- und Mitmachweb&#8221;, damit auch dem letzten Ignoranten deutlich wird, dass nicht die Onlineausgabe von [...]]]></description>
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<p>&#8220;Hässliches Gesicht&#8221;, &#8220;Fratze&#8221;, &#8220;Schlauchbootlippen&#8221;, &#8220;zweifelhaft&#8221;, &#8220;Laien&#8221;, &#8220;scheinbare Meinungsfreiheit&#8221;, &#8220;Mob&#8221;, &#8220;Manipulation&#8221;, &#8220;unseriös&#8221;, &#8220;Lächerlichkeit&#8221;, &#8220;Nonsense&#8221;, &#8220;Verschmutzer des Internet&#8221; &#8211; nein, hier ist nicht, wie man zunächst denken möchte, von Universitätsprofessoren die Rede, sondern vom Internet. Pardon, in diesen Kreisen sagt man ja &#8220;Selbstmach- und Mitmachweb&#8221;, damit auch dem letzten Ignoranten deutlich wird, dass nicht die <a href="http://www.zeno.org/Soziologie/M/Weber,+Max">Onlineausgabe von Max Webers Werken</a> gemeint ist, sondern der nicht mehr zu bewältigenden Flut des &#8220;User-generated Nonsense&#8221;.</p>
<p>Dieses Mal <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30206/1.html">erklärt</a> Oliver Bendel &#8211; er ist &#8220;Germanist und Philosoph und arbeitet als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Nordwestschweiz&#8221; &#8211; uns auf Telepolis das ganze Grauen des Web 2.0. Man kann es auch in wenigen Worten zusammenfassen: Ein Ort, an dem eine bildungsbürgerliche Ikone wie Joachim Kaiser neben Gossenkindern wie den anonymen Amazon-Rezensentinnen zu finden ist, ist ein böser Ort.</p>
<p>Hier könnte ich es eigentlich bei meiner Standardantwort beruhen lassen: &#8220;Lerne zu unterscheiden, und du wirst das Web lieben&#8221;. Auch ein Germanistikprofessor dürfte wenigstens im Prinzip erkenntnisfähig sein und (mühsam, aber dennoch) lernen können, einen nach allen Regeln der Literaturkritik verfassten MRR-Verriss von einem anonymen &#8220;Ist voll blöd das Buch!11!&#8221; zu unterscheiden. Auch wenn Google auf den Suchergebnisseiten diesen Qualitätsunterschied nicht farblich anzeigt. Wenn das Differenzierungsvermögen von dieser Aufgabe überfordert ist, ist das ein Problem der Medienkompetenz und kein Problem des Web 2.0!</p>
<p>Aber ich glaube, dass es hier um mehr geht als das bloße Überfordertsein eines Gutenbergianers, der sich widerwillig in der McLuhan-Galaxie zurechtfinden muss. An einigen Stellen schwingt eine bedrohliche Tendenz mit, die nicht allein nach besseren Filtern oder Instrumenten für den eigenen Gebrauch ruft, sondern nach einem großer Reinigungsaktion im Mitmachweb. Am Germanistenwesen soll das Web genesen. Die Gegenüberstellung der &#8220;scheinbaren, grenzenlosen Meinungsfreiheit&#8221; von Bloggern und Amazonschreibern (= &#8220;Rezensentenmob&#8221;) und der &#8220;echten Meinungsfreiheit&#8221; der kulturellen Elite von Gestern wäre ein Beispiel. Der folgende &#8220;Lösungsvorschlag&#8221; des Qualitätsproblems ein weiteres:</p>
<blockquote><p>
Wenn uns unsere Literatur etwas wert ist, sollten wir Talente mit ihr flirten und den Mob nicht über sie herfallen lassen.
</p></blockquote>
<p>Im Namen &#8220;unserer Literatur&#8221; (also des von der Literaturkritik bestimmten, definierten und verehrten Kanons) sollen also Meinungen von Laien ausgeklammert, ignoriert oder bekämpft werden? Von allen dämlichen Kampfschriften gegen das Internet <a href="/2009/05/02/instant-maertyrer/">der letzten Wochen</a> ist das hier eindeutig die drolligste.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum twittern die deutschen Unternehmen? Warum sollten Verlage twittern?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/02/11/warum-twittern-die-deutschen-unternehmen-warum-sollten-verlage-twittern/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 08:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[buchhandel]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier nur ein kurzer Hinweis auf zwei Beiträge zum Wert von Twitter für Unternehmen, die an anderer Stelle erschienen sind: Im Weblog meines Arbeitgebers ethority habe ich in Anlehnung an diesen Mashable-Beitrag acht deutschen Corporate Twitterern einige Fragen zu ihrer Twitterverwendung gestellt: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Welt Kompakt, N24, Turi2, Spreadshirt, GLS Bank, eBay Deutschland und [...]]]></description>
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<p>Hier nur ein kurzer Hinweis auf zwei Beiträge zum Wert von Twitter für Unternehmen, die an anderer Stelle erschienen sind:</p>
<ul>
<li>Im Weblog meines Arbeitgebers <a href="http://www.ethority.de/weblog/2009/02/09/corporate-twitterer-in-deutschland-ein-blick-hinter-die-kulissen/">ethority</a> habe ich in Anlehnung an diesen <a href="http://mashable.com/2009/01/21/best-twitter-brands/">Mashable-Beitrag</a> acht deutschen Corporate Twitterern einige Fragen zu ihrer Twitterverwendung gestellt: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Welt Kompakt, N24, Turi2, Spreadshirt, GLS Bank, eBay Deutschland und Greenpeace Hamburg. Darin findet man Antworten von den Menschen hinter den Corporate Twitter-Accounts zu ihrer Motivation, ihren Erwartungen und spannenden Twitter-Erlebnissen.
<li>Das Börsenblatt hat ein <a href="http://www.boersenblatt.net/304614/">Interview mit mir zum Thema Twitter für Buchhändler und Verlage</a> abgedruckt, in dem ich etwas über die Marketingrelevanz dieses Kanals erzähle. Der Artikel hat mittlerweile auch eine Replik von Wolfgang Tischer mit dem Titel &#8220;Warum Twitter bei Verlagen und Buchhandlungen nicht funktionieren wird&#8221; hervorgerufen, die jedoch am Punkt vorbeischießt: dass Twitter für jeden Verlag und jeden Buchhändler funktionieren muss, ist selbstverständlich illusorisch, darin unterscheidet sich Twitter nicht von anderen Kommunikationsmitteln. Ebenso wenig überrascht die Feststellung, dass persönliche Tweets persönlicher sind als in Twitter gekippte RSS-Feeds. Völlig falsch ist dagegen die Behauptung, es gäbe keine guten Verlags- und Buchhändlertwitterer. Da hat Wolfgang Tischer schlicht nicht genug gesucht. <a href="http://sites.google.com/site/smmverlage/verlage">Hier</a> ist z.B. eine Liste mit 413 Social Media-Kanälen aus dieser Branche, darunter auch viele Twitter-Accounts. Nicht alle davon sind persönlich gehalten, aber einige sind es doch schon geworden. Ich sehe es wie Corinna Lange vom <a href="http://twitter.com/OReilly_Verlag">O&#8217;Reilly-Verlag</a>, die in einem Kommentar schreibt: &#8220;Und es macht übrigens sehr viel Spaß, direkt ansprechbar zu sein und auch direkt teilhaben zu können.&#8221;
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Ende der Blogsphäre</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/02/09/das-ende-der-blogsphaere/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 12:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bloggertreffen]]></category>
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		<category><![CDATA[social media]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich hätte ich nie gedacht, dass ich in diesem Blog einmal einen Post über das Ende der Blogosphäre schreiben würde, aber jetzt ist es so weit. Die Blogosphäre, sowieso von Anfang an ein fragiles, hauchdünnes Gewebe, fasert und franst zunehmend aus. Das &#8220;Bloggen&#8221; als verbindende Gemeinsamkeit ist hinfällig, nachdem es Blogs mittlerweile als allgemein akzeptiertes [...]]]></description>
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<p>Eigentlich hätte ich nie gedacht, dass ich in diesem Blog einmal einen Post über das Ende der Blogosphäre schreiben würde, aber jetzt ist es so weit. Die Blogosphäre, sowieso von Anfang an ein fragiles, hauchdünnes Gewebe, fasert und franst zunehmend aus. Das &#8220;Bloggen&#8221; als verbindende Gemeinsamkeit ist hinfällig, nachdem es Blogs mittlerweile als allgemein akzeptiertes mediales Design Pattern auch auf die Onlineangebote traditioneller Massenmedien geschafft hat. Die typische Bloggerin oder den typischen Blogger als solches kann man wahrscheinlich ebenso schwer beschreiben wie typische Autofahrer oder typische Mobilfunknutzer.</p>
<p>Mein Indikator für diese Entwicklung war das diesjährige Bloggertreffen in München, das <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/01/bloggertreffen.html">nun</a> <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2008/01/bloggertreffen.html">schon zum</a> <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2007/01/einladung_zum_m.html">dritten Mal</a> im Vorfeld des DLD stattgefunden hat. Nicht, dass dieses Bloggertreffen ein Misserfolg gewesen wäre &#8211; im Gegenteil! Noch nie gab es so viele Teilnehmer auf einem Münchener Bloggertreffen. Nur: die dort versammelte Menschenmenge lässt sich nicht mehr als &#8220;Blogger&#8221; beschreiben. Besonders deutlich sieht man den Wandel der letzten Jahre an der Resonanz, die dieses Bloggertreffen in der Teilöffentlichkeit formerly known as &#8220;Blogosphäre&#8221; erkennen.</p>
<p>In der folgenden Grafik ist die Entwicklung der Anzahl der Anmeldungen zu dem Bloggertreffen von 106 im Jahr 2007 zu 216 im Jahr 2009 aufgezeichnet und außerdem die Entwicklung der Vor- und Nachberichterstattung über das Bloggertreffen, die von 59 Posts im Jahr 2007 auf 23 Posts im Jahr 2009 zurückgegangen ist.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&amp;chs=350x200&amp;chd=t:98,52,38|42,54,86&amp;chco=3072F3,ff0000&amp;chdl=Blogposts|Anmeldungen&amp;chxt=x,y,r&amp;chxl=0:|2007|2008|2009|1:|0|30|60|2:|0|50|100|150|200|250&amp;chtt=Bloggertreffen+MUC" alt="" /></p>
<p>Das Verhältnis Blogposts pro Teilnehmer ist also in diesen drei Jahren von 56% auf 11% gesunken. 2007 hatte das Bloggertreffen tatsächlich noch etwas von einem Vereins- oder Klassentreffen und die Erlebnisse und neuen Bekanntschaften wurden ausführlich in den Tagen danach geschildert. In den Tagen davor waren die Blogs ein Mobilisierungs- und Informationskanal, in den Tagen danach eine Ping- und Trackback-basierende Vernetzungsmaschine. Die erste Funktion hat heute Twitter übernommen, die zweite Facebook, LinkedIn und Xing (teilweise auch Twitter).</p>
<p>Wozu also noch Blogs? Der Erfolg dieses Formats hat zum einen dafür gesorgt, dass Blogs mittlerweile weder als &#8220;next big thing&#8221; angesehen werden, noch als besonders sexy Form der Kommunikation. Aber damit ist die (<a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/10/die-aeltesten-der-top-100-blogs/">kurze</a>) <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/08/die-geschichte-der-deutschsprachigen-blogosphaere-als-zeitstrahl/">Geschichte der Blogs</a> noch längst nicht vorbei. Ich bin hier ganz <a href="http://saschalobo.com/2009/02/04/morgendaemmerung-der-bloglandschaft/">Saschas Meinung</a>, denn nach wie vor eignen sich Blogs hervorragend</p>
<ul>
<li>als Bündelung zahlreicher Onlineaktivitäten und -profile auf einer Seite
<li>als Dialogplattform, wenn es um eine sehr große Anzahl Kommentare geht
<li>als Format für onlinepublizistische Langformen
<li>als <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/">Scharnier</a> zwischen der alten Welt der Massenmedien und der neuen Welt der Dialogmedien
</ul>
<p>Insofern bedeutet das Ende der Blogosphäre nicht das Ende der Weblogs, denn diese Geschichte beginnt gerade erst so richtig spannend zu werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Marktforschung und Social Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/12/09/vortrag-marktforschung-und-social-media/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 22:46:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[nogger choc]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich festgestellt, dass ich noch einige Präsentationen auf dem USB-Stick liegen habe. Nach und nach möchte ich die &#8220;Folien&#8221; nun auf Slideshare hochladen. Hier ist schon einmal der erste Teil &#8211; ein Vortrag über Marktforschung und Social Media, den ich letzten Donnerstag in Hamburg für das Network Online-Marktforschung des BVM gehalten habe. Marktforschung [...]]]></description>
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<p>Gerade habe ich festgestellt, dass ich noch einige Präsentationen auf dem USB-Stick liegen habe. Nach und nach möchte ich die &#8220;Folien&#8221; nun auf Slideshare hochladen. Hier ist schon einmal der erste Teil &#8211; ein Vortrag über <a href="http://blog.metaroll.de/2008/01/29/wie-die-marktforschung-das-neue-netz-verschlaeft/">Marktforschung</a> und Social Media, den ich letzten Donnerstag in Hamburg für das <a href="http://www.bvm.org/NEON-Arbeitskreis-Online-Marktforschung_31_0_0.html">Network Online-Marktforschung des BVM</a> gehalten habe.</p>
<div style="width:425px;text-align:left" id="__ss_830465"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/benediktk/marktforschung-social-media-presentation?type=powerpoint" title="Marktforschung und Social Media">Marktforschung und Social Media</a><object style="margin:0px" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=socialmediamarktforschung-1228775796557383-9&#038;stripped_title=marktforschung-social-media-presentation" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=socialmediamarktforschung-1228775796557383-9&#038;stripped_title=marktforschung-social-media-presentation" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="font-size:11px;font-family:tahoma,arial;height:26px;padding-top:2px;">View SlideShare <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/benediktk/marktforschung-social-media-presentation?type=powerpoint" title="View Marktforschung und Social Media on SlideShare">presentation</a> or <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/upload?type=powerpoint">Upload</a> your own. (tags: <a style="text-decoration:underline;" href="http://slideshare.net/tag/research">research</a> <a style="text-decoration:underline;" href="http://slideshare.net/tag/twitter">twitter</a>)</div>
</div>
<p>In dem Vortrag habe ich zunächst den Nogger Choc-Fall als Beispiel für die Relevanz von Social Media vorgestellt und dann &#8220;10 Punkte, warum Marktforschung Social Media ernst nehmen sollte&#8221; vorgestellt. Abschließend folgt dann noch ein eigenes Beispiel einer Twitter-Netnography (&#8220;Twitnography&#8221;) zum Thema Rebsorten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist Google FriendConnect?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/12/08/was-ist-google-friendconnect/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 22:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe gerade testweise einmal zwei FriendConnect-Widgets von Google in die Seitenleiste des Blogs eingebaut. Das erste verwandelt dieses Blog in eine Social Community, der man mit seinem Google-Profil beitreten kann. Wenn man die entsprechende Aktion in seinem Profil ankreuzt, wird auch ein Aktivitätsstream erzeugt. var skin = {}; skin['HEIGHT'] = '250'; skin['BORDER_COLOR'] = '#cccccc'; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Ich habe gerade testweise einmal zwei FriendConnect-Widgets von Google in die Seitenleiste des Blogs eingebaut. Das erste verwandelt dieses Blog in eine Social Community, der man mit seinem Google-Profil beitreten kann. Wenn man die entsprechende Aktion in seinem Profil ankreuzt, wird auch ein Aktivitätsstream erzeugt.<br />
 <br />
<script type="text/javascript" src="http://www.google.com/friendconnect/script/friendconnect.js"></script><br />
 </p>
<div id="div-1228488787198" style="width:200px;border:1px solid #cccccc;"></div>
<p> <br />
<script type="text/javascript">
var skin = {};
skin['HEIGHT'] = '250';
skin['BORDER_COLOR'] = '#cccccc';
skin['ENDCAP_BG_COLOR'] = '#e0ecff';
skin['ENDCAP_TEXT_COLOR'] = '#333333';
skin['ENDCAP_LINK_COLOR'] = '#0000cc';
skin['ALTERNATE_BG_COLOR'] = '#ffffff';
skin['CONTENT_BG_COLOR'] = '#ffffff';
skin['CONTENT_LINK_COLOR'] = '#0000cc';
skin['CONTENT_TEXT_COLOR'] = '#333333';
skin['CONTENT_SECONDARY_LINK_COLOR'] = '#7777cc';
skin['CONTENT_SECONDARY_TEXT_COLOR'] = '#666666';
skin['CONTENT_HEADLINE_COLOR'] = '#333333';
google.friendconnect.container.setParentUrl('/'  );
google.friendconnect.container.renderMembersGadget(
 { id: 'div-1228488787198',
 site: '15657856279969458983'},
 skin);
</script><br />
Welche Aktivitäten werden in den FC Google-Widgets angezeigt? Die kommen aus dem zweiten Widget, dem Kommentarfeld (oder wahlweise auch <em>Shoutbox</em> oder <em>Wall</em>). Dort kann man entweder angemeldet oder nicht angemeldet Kommentare hinterlassen, auf andere Kommentare reagieren oder sich die Profile der (angemeldeten) Kommentierenden ansehen:<br />
 </p>
<div id="div-1228489057904" style="width:200px;border:1px solid #cccccc;"></div>
<p> <br />
<script type="text/javascript">
var skin = {};
skin['HEIGHT'] = '250';
skin['BORDER_COLOR'] = '#cccccc';
skin['ENDCAP_BG_COLOR'] = '#e0ecff';
skin['ENDCAP_TEXT_COLOR'] = '#333333';
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skin['CONTENT_SECONDARY_LINK_COLOR'] = '#7777cc';
skin['CONTENT_SECONDARY_TEXT_COLOR'] = '#666666';
skin['CONTENT_HEADLINE_COLOR'] = '#333333';
skin['DEFAULT_COMMENT_TEXT'] = '- add your comment here -';
skin['HEADER_TEXT'] = 'Comments';
skin['POSTS_PER_PAGE'] = '4';
google.friendconnect.container.setParentUrl('/'  );
google.friendconnect.container.renderWallGadget(
 { id: 'div-1228489057904',
 site: '15657856279969458983',
 'view-params':{"scope":"SITE","allowAnonymousPost":"true","features":"video,comment"}
},
 skin);
</script></p>
<p>Was bedeutet das?</p>
<ul>
<li><strong>Dezentralisierung</strong>: Im Prinzip ähneln die Widgets dem, was man auch schon von Disqus oder Friendfeed kennt &#8211; siehe dazu auch die lange Diskussion &#8220;<a href="http://www.readwriteweb.com/archives/the_conversation_has_left_the_blogosphere.php">The Conversation has left the Blogosphere</a>&#8220;, die Anfang des Jahres vor allem in den USA geführt wurde. Mit FriendConnect wird diese Debatte wieder neu aufflammen: Welche Folgen hat es, wenn die Kommentare der eigenen Blogeinträge nun auf Google und nicht mehr auf dem eigenen Server gespeichert werden?</li>
<li><strong>Dialogifizierung</strong>: Allerdings ermöglicht FriendConnect das Einbauen dialogischer Web 2.0-Elemente auch auf klassische Web 1.0-Seiten. Einfach das Widget einfügen und schon hat man eine statistische Webseite in eine Community oder einen Dialog verwandelt. Dieser Eindruck wird auf jeden Fall vermittelt.</li>
<li><strong>Expansion</strong>: Noch besitzen nur wenige meiner Kontakte ein öffentliches Google-Profil, aber über Googles Social Graph findet man schon zahlreiche personenrelevante Daten (zum Testen einfach einmal <a href="http://socialgraph-resources.googlecode.com/svn/trunk/samples/findcontacts.html">hier</a> die URL des eigenen Blogs oder Friendfeedaccounts eingeben). Vielleicht gelingt Google damit besser, was auch Yahoo und Microsoft versuchen: ihre Emailnutzer in Adressen sozialer Netzwerke verwandeln. Die Frage ist, ob hier nicht Facebook &#8211; Googles größter Konkurrent auf dem Gebiet Social Graph derzeit &#8211; die besseren Karten hat, denn hier bestehen bereits Netzwerke, die sich in der Tat sinnvoll auf andere Netzwerke übertragen ließen.</li>
</ul>
<div>Die große Frage lautet auch hier: Erfüllt dieser Dienst ein tatsächliches Bedürfnis der Internetnutzer? Das Interaktiv-Machen von Webseiten? Geht mit einem Blog besser. Die anderen Wohltaten, die FriendConnect verspricht (zum Beispiel das Sammeln von Kontakten im eigenen Social Graph), erscheinen mir hier viel zu umständlich realisiert, um eine breite Benutzergruppe anzusprechen.</div>
<div>Das nächste große Ding wird Google Friend Connect wohl nicht werden. Was hingegen wirklich gebraucht wird, ist ein Protokoll oder Dienst, das es ermöglicht, sich mit seinen Bekannten, Freunden und Kollegen zu vernetzen, ohne dass die Technik dazwischensteht. Ein Netzwerkmedium, das die sozialen Beziehungen in den Vordergrund rückt und selbst als Medium gar nicht mehr wahrnehmbar ist. Social Networking-Plattformen, aber auch der Microbloggingdienst Twitter oder Blogs allgemein, gehören immer stärker in das Repertoire von Alltagspraktiken, die es uns ermöglichen, mit Menschen in Kontakt zu treten. Langsam wird es Zeit, die dafür benötigten Technologien unsichtbar zu machen.</div>
<div><strong>Ein Freund ist ein Freund. Egal, ob auf Facebook, Twitter oder StudiVZ.</strong> Eine Anwendung, die dazu in der Lage ist, dieses Grundgesetz sozialer Medien in eine Praxis zu verwandeln, hat das Zeug, zum <em>next big thing</em> zu werden.</div>
<p>Siehe dazu auch:</p>
<ul>
<li>PR Kloster: &#8220;<a rel="bookmark" href="http://www.pr-kloster.de/2008/12/05/google-friend-connect-eigene-soziale-netzwerke-schaffen/">Google Friend Connect: Eigene soziale Netzwerke schaffen</a>&#8220;</li>
<li>Basic Thinking: &#8220;<a title="Permanent Link to Facebook Connect und Google Friend Connect: Fenster in die Zukunft" rel="bookmark" href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/12/05/facebook-connect-und-google-connect/">Facebook Connect und Google Friend Connect: Fenster in die Zukunft</a>&#8220;</li>
<li>Oliver Wagner: &#8220;<a href="http://www.agenturblog.de/2008-12/google-friend-connect-im-test/">Google Friend Connect im Test</a>&#8220;</li>
<li>GoogleWatchblog: &#8220;<a href="http://www.googlewatchblog.de/2008/12/04/google-friend-connect-oeffnet-sich--erste-eindruecke/">Google Friend Connect öffnet sich langsam &#8211; Erste Eindrücke</a>&#8220;</li>
</ul>
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			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/12/08/was-ist-google-friendconnect/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Social Media Marketing in Deutschland</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/28/social-media-marketing-in-deutschland/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/11/28/social-media-marketing-in-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 11:01:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[liste]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[studivz]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[youtube]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie lassen sich soziale Medien für Marketingzwecke einsetzen? Das Buch &#8220;Groundswell&#8221; von Charlene Li und Josh Bernoff ist voll mit Beispielen davon und die Listen von Peter Kim oder Jeremiah Owyang, der auch eine sehr spannende Liste mit Negativbeispielen (&#8220;Brands that Got Punk’d by Social Media&#8221;) pflegt, scheinen von Tag zu Tag länger zu werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Wie lassen sich soziale Medien für Marketingzwecke einsetzen? Das Buch &#8220;<a href="http://blogs.forrester.com/groundswell/">Groundswell</a>&#8221; von Charlene Li und Josh Bernoff ist voll mit Beispielen davon und die Listen von <a href="http://www.beingpeterkim.com/2008/09/ive-been-thinki.html">Peter Kim</a> oder <a href="http://www.web-strategist.com/blog/category/case-study/">Jeremiah Owyang</a>, der auch eine sehr spannende <a href="http://www.web-strategist.com/blog/2008/05/02/a-chonology-of-brands-that-got-punkd-by-social-media/">Liste mit Negativbeispielen</a> (&#8220;Brands that Got Punk’d by Social Media&#8221;) pflegt, scheinen von Tag zu Tag länger zu werden.</p>
<p>Und hierzulande? Auch in Deutschland bemerken immer mehr Unternehmen, dass mit dem Anbruch des Internetzeitalters auch neue Formen der Kommunikation mit den Leuten erforderlich wird: Brand Communities, Netnography und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media_Marketing">Social (Media) Marketing</a> sind Schlagworte, die auf diese neue Wahrnehmung hinweisen. Das Ziel klingt auf dem ersten Blick gar nicht so abgefahren: den Leuten zuhören, sie versuchen zu verstehen und mit ihnen in ein Gespräch kommen, von dem beide Seiten profitieren können. Was das aber impliziert, wenn man es ernst meint, kann man kaum unterschätzen: Ich finde, Kai-Uwe Hellmanns Formulierung einer &#8220;<a href="http://markeninstitut.wordpress.com/2008/04/02/unternehmenskulturrevolution/">Unternehmenskulturrevolution</a>&#8221; trifft das sehr gut.</p>
<p>Es folgt eine Liste von Beispielen für Social (Media) Marketing aus dem deutschsprachigen Raum (Ergänzungen in die Kommentare oder <a href="http://twitter.com/home?status=@furukama">per Twitter an mich</a>):</p>
<p><small><strong>UPDATE (3.12.2008)</strong>: Neue Fallbeispiele von Coca Cola, Daimler Benz, Deutsche Telekom, General Motors, Herbert-von-Halem-Verlag, Klett-Cotta, Pons</small><br />
<small><strong>UPDATE (9.12.2008)</strong>: Neue Fallbeispiele von Cirquent, Nike, Siemens, Tele 5, Zanox</small></p>
<ul>
<li><strong>Adidas</strong>:
<ul>
<li>Videos: Adidasfootballtv Youtube-<a href="http://uk.youtube.com/user/adidasfootballtv">Kanal</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Axel Springer:</strong>
<ul>
<li>Social Networks: &#8220;mein Klub&#8221;-Applikation auf <a href="http://apps.facebook.com/meinklub/">Facebook</a></li>
<li>Microblogging: <a href="http://twitter.com/weltkompakt">Welt-Kompakt-Twitter</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>C.H. Beck</strong>:
<ul>
<li>Blog: <a href="http://www.blog.beck.de/">Beck-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>BMW</strong>:
<ul>
<li>Videos: <a href="http://www.youtube.com/user/BMWwebTV">YouTube-Kanal</a></li>
<li>Microblogging: Concept X1-Kampagne auf <a href="http://twitter.com/BMWConceptX1">Twitter</a></li>
<li>Fotos: <a href="http://www.flickr.com/photos/bmwx1/">Flickr</a></li>
<li>Social Networks: <a href="http://www.facebook.com/pages/BMW-Concept-X1/26520529674">Facebook</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Campina</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: <a href="http://optiwell.de/community">Optiwell-Community</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Cirquent</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://cirquent-blog.typepad.com/cirquent_blog/">Cirquent-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Coca Cola</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: Online Community &#8220;<a href="http://www.heimspiel-wg.de">Heimspiel-WG</a>&#8220;, &#8220;Wir sind das Team&#8221;-EM2008-Applikation auf <a href="http://www.studivz.net/l/mismatch">StudiVZ</a></li>
<li>Blogs: <a href="http://www.weallspeakfootball.com/site/index.html">&#8220;We All Speak Football&#8221;-Blogportal</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Daimler</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://blog.daimler.de/">Mitarbeiter-Blog</a></li>
<li>Fotos: Daimlerblog <a href="http://www.flickr.com/photos/daimlerblog/">Flickr-Photostream</a></li>
<li>Aggregators: Daimlerblog-Stream bei <a href="http://friendfeed.com/daimlerblog">Friendfeed</a></li>
<li>Slides: Daimlerblog-Kanal auf <a href="http://www.slideshare.net/daimlerblog">Slideshare</a></li>
<li>Videos: <a href="http://de.youtube.com/daimlerblog">Daimlerblog-Kana</a>l und <a href="http://de.youtube.com/user/MercedesBenzTV">Mercedes-Benz TV auf</a> Youtube</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Deutsche Telekom</strong>:
<ul>
<li>Microblogging: Congstar-St. Pauli-<a href="http://twitter.com/congstarstpauli">Twitterstream</a> und <a href="http://twitter.com/betabuzz">Betabuzz-Twitterstream</a></li>
<li></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Dr. Schär</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: eigene Community &#8220;<a href="http://www.glutenfreileben.de/">glutenfrei leben</a>&#8220;</li>
<li>Blogs: <a href="http://www.glutenfreileben.de/blogs/leben/">glutenfrei leben</a> und <a href="http://www.glutenfreileben.de/blogs/kochen/">kulinarisch kreativ</a></li>
<li>Wikis: <a href="http://www.glutenfreileben.de/wiki/">glutenfrei leben-Wik</a>i als Wissensspeicher</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Erdal Rex</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://www.froschblog.de/">Frosch-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Fleurop</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://blumen-im-business.blog.de/">&#8220;Blumen im Business&#8221;-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Ford</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: Fotoaktion &#8220;Mitten im Jetzt&#8221; auf <a href="http://de.myspace.com/mittenimjetzt">Myspace</a></li>
<li>Microblogging: &#8220;Mitten im Jetzt&#8221;-<a href="https://twitter.com/mittenimjetzt">Twitterstream</a></li>
<li>Videos: &#8220;Mitten im Jetzt&#8221;-Videostream auf <a href="http://www.myvideo.de/channel/mitten_im_jetzt">MyVideo</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>FRoSTA</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://www.frostablog.de/blog/">Mitarbeiter-Blog</a></li>
<li>Videos: <a href="http://www.youtube.com/user/wokturtle">YouTube-Kanal</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>General Motors</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://astra.blogg.de/">Opel Astra</a> Bloggeraktion, <a href="http://www.insignia-blog.de/">Insignia-Blog</a></li>
<li>Videos: GM Europe Web TV auf <a href="http://www.youtube.com/user/gmeuropecars">Youtube</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Gerolsteiner</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://www.gerolsteiner.de/index.php?id=eifeelgood">Ei-fe(el) good!-Tourtagebuch</a></li>
<li>Fotos: Ei-fe(el) good!-<a href="http://flickr.com/eifeelgood">Flickrstream</a></li>
<li>Videos: Ei-fe(el) good!-Kanal auf <a href="http://youtube.com/eifeelgood">Youtube</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>GLS-Bank</strong>:
<ul>
<li>Microblogging: <a href="http://www.twitter.com/glsbank">Twitter</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Gräfe und Unzer-Verlag</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: eigene Rezepte-Community <a href="http://www.kuechengoetter.de/">Küchengötter</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Gruner + Jahr</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: eigene Community <a href="http://www.eltern.de/community">Eltern.de Familiennetz</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Henkel</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://www.persilblog.de/">Persil-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Herbert-von-Halem-Verlag</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://halemblog.lookingintomedia.com/">Halem-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Hubert Burda Media</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: eigene Communities <a href="http://www.burdastyle.com/">BurdaStyle</a>, <a href="http://www.freizeitfreunde.de/">Freizeitfreunde</a>, <a href="http://www.hallohund.de/">HalloHund</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Ippen-Verlagsgruppe</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: <a href="http://www.tz-online.de/community/">tz-Online Community</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Jägermeister</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: Rock-Liga auf <a href="http://www.myspace.com/rockliga">MySpace</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Klett-Cotta Verlag</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://blog.klett-cotta.de/">Klett-Cotta-Blog</a> und <a href="http://www.france-blog.info/">Das Frankreich-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>MAWA</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://www.kleiderbuegel-blog.de/">Kleiderbügel-Blog</a></li>
<li>Videos: MAWA-Kanäle auf <a href="http://www.youtube.com/user/MAWAKleiderbuegel">Youtube</a> und <a href="http://de.sevenload.com/videos/gD8nQF9-MAWA-Kleiderbuegel-Made-in-Germany">Sevenload</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Neckermann</strong>:
<ul>
<li>Social Networks / Videos: eigene Videocommunity <a href="http://www.neckermann.de/erlebnis/nlounge_start.mb1">nLounge</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Nike</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: Läufercommunity <a href="http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?locale=de_de">nike+</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Otto</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://twoforfashion.otto.de/">&#8220;Two for Fashion&#8221;-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Pons</strong>:
<ul>
<li>Podcast: <a href="http://www.ponscast.de/">Ponscast</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Quelle</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: The Big Bad Dance Contest auf <a href="http://www.myspace.com/bigbaddancecontest">Myspace</a>; Social Shoppinganwendung MyStyle (mittlerweile eingestellt?)</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Siemens</strong>:
<ul>
<li>Videos: <a href="http://www.youtube.com/siemens">Siemens answers</a> Youtubekanal</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Simyo</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://simyostatic.de/blog/">Simyo-Blog</a></li>
<li>Social Networks: Crowdsourced Customer Support durch <a href="https://www.simyo.de/de/informieren/aktuell/simyo_pate.html">Simyo Paten</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>SinnerSchrader</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://fischmarkt.de">Fischmarkt</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Sixt</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://blog.sixt.de/">Sixt-Blog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>STA Travel</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: &#8220;DuDrumRum – Das Projekt Weltreise&#8221; Gruppe, Gewinnspiel und Tagebuch auf <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/de0d12c934e92860">StudiVZ</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Tchibo</strong>:
<ul>
<li>Social Networks: Crowdsourcing/Ideenplattform <a href="https://www.tchibo-ideas.de/">Tchibo-Ideas</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Tele 5</strong>:
<ul>
<li>Videos: <a href="http://de.youtube.com/user/WirLiebenKino">&#8220;Wir Lieben Kino&#8221;</a>-Youtubekanal</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Volkswagen</strong>:
<ul>
<li>Gaming: <a href="http://www.mission-scirocco.de/">Mission Scirocco</a> (aber kein Social Gaming, oder?)</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Walter&#8217;s</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://saftblog.de/">Saftblog</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Zanox</strong>:
<ul>
<li>Blogs: <a href="http://blog.zanox.com/en/zanox/">Zanox-Blog</a></li>
<li>Microblogging: <a href="http://twitter.com/zanox">Zanox-Twitterstream</a>
</ul>
</li>
</ul>
<div>Aber das können noch nicht alle gewesen sein. Wer fehlt?</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Studium 2.0: Vertrauen Studenten der Wikipedia?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/25/studium-20-vertrauen-studenten-der-wikipedia/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/11/25/studium-20-vertrauen-studenten-der-wikipedia/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 09:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[annette schavan]]></category>
		<category><![CDATA[engagement]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[his]]></category>
		<category><![CDATA[hochschulen]]></category>
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		<category><![CDATA[wikipedia]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=828</guid>
		<description><![CDATA[Wie sieht es mit der Wikipedia-Nutzung der Studierenden in Deutschland aus? Diese Frage lässt sich mit den Daten des aktuellen Hisbus des Hochschul-Informations-Systems über die Internetnutzung von Studenten beantworten (pdf hier). Gefragt, welche &#8220;Wissensplattform&#8221; (schön allgemein ausgedrückt, dass von der Britannica bis zu Wissen.de alles hinein gepackt werden kann) am verlässlichsten sei, antworteten 52% der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Wie sieht es mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia">Wikipedia</a>-Nutzung der Studierenden in Deutschland aus? Diese Frage lässt sich mit den Daten des aktuellen Hisbus des Hochschul-Informations-Systems über die Internetnutzung von Studenten beantworten (<a href="https://hisbus.his.de/hisbus/docs/hisbus21.pdf">pdf hier</a>).</p>
<p>Gefragt, welche &#8220;Wissensplattform&#8221; (schön allgemein ausgedrückt, dass von der Britannica bis zu Wissen.de alles hinein gepackt werden kann) am verlässlichsten sei, antworteten 52% der Studierenden, dass sie der Wikipedia vertrauen oder sogar sehr vertrauen. Sehr viel weniger Vertrauen schenken die Studenten der Spiegel Wissen (34%) oder Zeit Online (34%), MS Encarta (29%), Meyers Lexikon Online (27%), Encyclopaedia Britannica (26%) und Wissen.de (14%). Allenfalls das Onlinewörterbuch LEO (49%) kommt noch in die Nähe der Wikipedia.</p>
<p>Die Autoren der Studie warnen jedoch davor, dies als Beleg für das große Vertrauen der Studierenden in nutzergenerierte Inhalte zu sehen. Die Prozentzahlen beziehen sich nämlich nicht nur auf die fünfstufige Skala von &#8220;sehr verlässlich&#8221; bis &#8220;überhaupt nicht verlässlich&#8221;, sondern auch auf die Restkategorie &#8220;kann ich nicht beurteilen&#8221;. Sieht man sich auch diese Zahlen an, dann wird deutlich: <strong>Für die Studierenden gibt es nur eine Wissensplattform, und die heißt Wikipedia.</strong> Weniger als ein Prozent fühlen sich nicht imstande, die Zuverlässigkeit der Online-Enzyklopädie zu beurteilen. So sieht Marktbeherrschung aus. Bei der Encyclopaedia Britannica sind es 70%, Wissen.de 68%, Meyers Lexikon 67%, MS Encarta 57%, Zeit Online 55%, Spiegel Wissen 51%, Auch hier liegt Leo mit einem Wert von 35% ziemlich weit vorne.</p>
<p>Ich habe ein bisschen mit den Zahlen gerechnet und diejenigen ausgeklammert, die sich nicht in der Lage sehen, die Glaubwürdigkeit zu beurteilen. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/his1.png" alt="" title="Wissen 2.0" width="500" height="409" class="aligncenter size-full wp-image-829" /></p>
<p>Nun liegt die Wikipedia weit abgeschlagen hinter den meisten anderen Angeboten und auch für LEO sieht es nicht mehr so gut aus. Diese Pointe der HISBUS-Zahlen hat z.B. <a href="http://www.zeit.de/2008/48/B-Hisbus">die Zeit</a> gar nicht mitbekommen. Ich würde das so interpretierenj: Die Benutzung von Wikipedia gehört für die meisten Studenten mittlerweile zum Studienalltag dazu. Das Nachschlagen dort ist zur Routine geworden, die nicht mehr hinterfragt wird, so dass auch die eher als schlecht wahrgenommene Zuverlässigkeit (wobei insgesamt mehr Studenten die Wikipedia als zuverlässig beurteilen denn als nicht zuverlässig) keine große Rolle mehr spielt.</p>
<p>Interessant ist auch der Blick auf das Wikipedia-Vertrauen der unterschiedlichen Studienrichtungen:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/his2.png" alt="" title="Wikipediavertrauen der Studiengaenge" width="435" height="351" class="aligncenter size-full wp-image-831" /></p>
<p>Die besten Zuverlässigkeitswerte (&#8220;zuverlässig&#8221; und &#8220;sehr zuverlässig&#8221;) bekommt die Wikipedia von den Studenten technischer Studiengänge wie Agrarwissenschaften, Medizin, Ingenieurswissenschaften und Medizin. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sind da deutlich skeptischer und den Lehramtsstudenten scheint man in ihrer Ausbildung einzuschärfen, <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/01/ist-die-wikipedia-zitierfaehig-der-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen-werkstattnotiz-126/">ja die Finger von diesem Teufelszeug zu lassen</a> <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Trotz der intensiven Wikipedia-Nutzung der Studierenden (80% lesen &#8220;häufig&#8221; oder &#8220;sehr häufig&#8221; Artikel dort) wird nahezu überhaupt nicht daran mitgearbeitet. Vergesst die <a href="http://www.wikipatterns.com/display/wikipatterns/90-9-1+Theory">90-9-1-Regel</a>. Die Arbeit an der Wikipedia &#8211; ganz egal, ob es um das Schreiben neuer, das Überarbeiten alter Beiträge geht oder um die Beteiligung an Diskussionen geht &#8211; findet im Promillbereich statt.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:MP"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/mentorenprogramm.png" alt="" title="mentorenprogramm" width="140" height="140" class="alignleft size-full wp-image-845" /></a>Hier sehe ich deutlichen <a href="http://blog.wikimedia.de/2008/10/19/mehr-wissenschaft-fur-wikimedia/">Nachholbedarf in der akademischen Lehre</a>. Anstatt zum tausendsten Mal das Thema &#8220;Theorievergleich Max Weber und Emil Durkheim&#8221; in einem soziologischen Grundkurs zu vergeben, sollte den Studierenden die Aufgabe gestellt werden, den entsprechenden Wikipediaartikel signifikant zu verbessern. Dabei sollte auf jeden Fall auf das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:MP">Wikipedia-Mentorenprogramm</a> hingewiesen werden. Je besser der Artikel schon ist, desto anspruchsvoller wird diese Aufgabe. Wenn das Ergebnis dann ein lesenswerter Enzyklopädieartikel ist, haben alle etwas davon.</p>
<p>Mein Vorschlag: <strong>Der Partizipationsgrad an Wissensprojekten wie der Wikipedia sollte als Indikator in die bestehenden Hochschulrankings eingeführt werden.</strong> Ich würde gerne eine Liste der Universitäten in Deutschland sehen, geordnet nach ihrem studentischen Wikipediaengagement. Niedrige Studienabbrecherquoten, hoher Anteil ausländischer Studenten &#8211; alles schön und gut, aber es fehlt in den Bildungsberichten ein Maß dafür, wie unsere Universitäten über Plattformen wie die Wikipedia zum allgemein verfügbaren Wissen beitragen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Schavan">Frau Schavan</a>, ich warte!</p>
<p>Welche anderen Ideen und Modelle gibt es, um die Wikipedia-Partizipation an den deutschen Unis zu fördern? Wer ist schon einmal in einem Seminar gewesen, in dem an der Wikipedia gearbeitet wurde?</p>
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		</item>
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		<title>Wie ernst meint es die Wissenschaft mit dem Dialog?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/20/wie-ernst-meint-es-die-wissenschaft-mit-dem-dialog/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 15:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[flusser]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Im September habe ich auf dem Symposium für Wissenschaftskommunikation einen Vortrag zum Thema Blogs als Instrumente der Wissenschaftskommunikation gehalten. Jetzt ist die ausführliche Tagungsdokumentation erschienen. Dort findet man auch eine gute Zusammenfassung meines Vortrags. Ein zentraler Punkt ist für mich die Möglichkeit, mit Wissenschaftsblogs Dialoge mit der Öffentlichkeit zu führen. Oft wird dieser Begriff gerade [...]]]></description>
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<p>Im September habe ich auf dem Symposium für Wissenschaftskommunikation einen Vortrag zum Thema Blogs als Instrumente der Wissenschaftskommunikation <a href="/2008/09/25/wissenschaft-im-dialog-welche-rolle-spielen-blogs/">gehalten</a>. Jetzt ist die ausführliche Tagungsdokumentation erschienen. <a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/wissenschaftskommunikation/forum-wissenschafts-brkommunikation/dokumentation/lessmoellen-zotta-streier-koehler-charisius.html">Dort findet</a> man auch eine gute Zusammenfassung meines Vortrags.</p>
<p>Ein zentraler Punkt ist für mich die Möglichkeit, mit Wissenschaftsblogs Dialoge mit der Öffentlichkeit zu führen. Oft wird dieser Begriff gerade im Bereich der Wissenschaftskommunikation falsch verstanden, so dass schon das allgemeinverständliche Umformulieren wissenschaftlicher Forschungsergebnisse als Dialog bezeichnet wird. Ist es aber noch lange nicht.</p>
<p>Dialog bedeutet nämlich nicht nur die Ansprache eines Publikums, sondern auch</p>
<ul>
<li>diesem Publikum <strong>zuzuhören</strong>, also zum Beispiel Blogs und Foren zu lesen, in denen über mein wissenschaftliches Fachgebiet oder meine wissenschaftliche Organisation, ganz gleich ob Forschungsinstitut, Universität oder Fördereinrichtung, gesprochen wird,
<li>dieses Publikum und seine Kommunikationen zu <strong>verstehen</strong>, also nicht nur zu registrieren, dass ein Thema in den sozialen Medien eine Rolle spielt, sondern dahinter blicken, welche Bedeutungen damit assoziiert werden und auch welche Personen es sind, die sich darüber austauschen und dann vor allem
<li>mit dem Publikum zu <strong>sprechen</strong>. Nicht an das Publikum, sondern mit dem Publikum. Das heißt: Fragen auf Twitter beantworten, bei Bedarf Links zu vertiefendem Material zu schicken. Noch schwieriger, aber ebenso wichtig:
<li>als <strong>authentische Person</strong> auftreten. Wissenschaft ist kein anonymer Prozess, sondern wird von Menschen gemacht. Gerade im Fall von <em>social media</em> ist es möglich und wichtig eine eigene Stimme zu entwickeln, die sich nicht wie eine Pressemitteilung liest und auch nicht wie eine Vorlesung, sondern wie ein nettes Gespräch in der Kaffeepause einer Tagung.
</ul>
<p>Dann zeigt sich, wie ernst es die wissenschaftlichen Organisationen mit dem Dialog meinen. Geht es nur darum, sich und der eigenen Organisation durch ein möglichst breites kommunikatives Sperrfeuer einen Platz im Diskurs zu besetzen? Oder besteht ein echtes Interesse daran, mit der Außenwelt in ein Gespräch einzusteigen? Ich sehe <em>social media</em> wie Blogs, Foren, Twitter und Social Networks hier als eine Art <strong>Lackmustest für die Dialogfähigkeit der Wissenschaft</strong>.</p>
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		<title>Von Obama lernen: Die drei Grundsätze der Politik 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 00:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit dem furiosen Social-Media-Wahlkampf von Barack Obama wurde immer wieder versucht, das ganze auf Deutschland zu übertragen. Oder zumindest Anregungen dafür zu bekommen, wie man erfolgreiche Wahlkämpfe im sozialen Netz führt. Ebenso häufig wurde angemerkt, dass sich die Erfahrungen der Obama-Kampagne nicht übertragen lassen, schon gar nicht eins-zu-eins. Zu einmalig war der Kontext [...]]]></description>
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<p>Im Zusammenhang mit dem furiosen Social-Media-Wahlkampf von Barack Obama wurde immer wieder versucht, das ganze auf Deutschland zu übertragen. Oder zumindest <a href="http://www.netzinkulturation.de/obama-der-erste-web-20-prasident/web20/2008/11/09/">Anregungen</a> dafür zu bekommen, wie man erfolgreiche <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2008/11/08/changegov/">Wahlkämpfe im sozialen Netz</a> führt.</p>
<p>Ebenso häufig wurde angemerkt, dass sich die Erfahrungen der Obama-Kampagne nicht übertragen lassen, schon <a href="http://netzpolitik.org/2008/vergleich-obama-kampagne-und-deutscher-internetwahlkampf/">gar nicht eins-zu-eins</a>. Zu einmalig war der Kontext 2008 und zu unterschiedlich sind die Parteien- und Mediensysteme der USA und Deutschland.</p>
<p>Ich bin jedoch überzeugt, dass man nur nur ein wenig abstrahieren muss, um auch für den deutschen Kontext Anregungen für den &#8220;Wahlkampf 2.0&#8243; gewinnen zu können. Angeregt durch <a href="http://blogs.forrester.com/groundswell/2008/11/tell-obama-to-e.html">Josh Bernoff&#8217;s Beobachtungen</a> von Obamas Übergangsseite <a href="http://www.change.gov">change.gov</a> hier nun drei zentrale Punkte, die dazu beitragen können, den Rahmen für eine Art politische &#8220;Brand Community&#8221; zu schaffen:</p>
<ol>
<li><strong>Informationen nicht nur verbreiten, sondern auch einsammeln</strong>. Weg von der Einbahnstraßenkommunikation (Pressemitteilungen, News, Videocasts) und hin zum aktiven Zuhören, Anregen und Einholen von Kommunikationen &#8211; nicht nur der Befürworter, sondern auch der Kritiker. Ganz gleich, ob das per Forum, Twitter, Social Network, Blog oder Widgets geschieht. Je niedriger die Partizipationsschwelle, desto besser. <a href="http://off-the-record.de/2008/10/23/fans-und-fakes-die-parteien-vor-dem-wahlkampf-und-die-obama-mania/">Social-Networks für Parteien</a> wie myFDP, CDUnet oder meineSPD sind wichtig, aber nicht für die Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit, dem Souverän, geeignet.
<li><strong>Die eingesammelten Informationen dürfen nicht verschwinden</strong>. Das Ergebnis eines klassischen Kontaktformulars lautet &#8220;Vielen Dank für Ihre Nachricht!&#8221; Für den Nutzer, der hier bereits den Schritt vom Rezipienten zum Produzenten geschafft hat, bleibt völlig unklar, was mit seinem Beitrag passiert. Noch schlimmer: andere (potentielle) Nutzer bekommen davon gar nichts mit. Deshalb: Den Input am besten gleich für alle sichtbar anzeigen.
<li><strong>Die Organisation schweigt nicht, sondern reagiert auf die von den Nutzern geposteten Anregungen.</strong> So wichtig die Diskussionen der Nutzer untereinander auch sind &#8211; die Organisation (egal ob Partei, Verband oder Verein) oder die Kandidatin sollte nicht schweigen, sondern durch ihre Reaktionen zeigen, dass die Beiträge der Nutzer nicht nur zur Kenntnis, sondern Ernst genommen werden.
</ol>
<p>Diese drei Punkte stellen für mich so eine Art Minimalprogram von Politik 2.0 dar. Eine Kampagne, die diese drei Handlungsleitlinien nicht ernst nimmt, sollte man nicht als Social-Media-Kampagne bezeichnen. Und in Feldern, in denen man sich diese kommunikative Offenheit nicht leisten kann oder will, sollte man vielleicht auch gar nicht erst versuchen, &#8220;zwonullig&#8221; zu wirken. Aber ich bin sehr optimistisch, dass es genügend Felder gibt, auf denen diese Dialoge <a href="http://twitter.com/furukama/statuses/992235269">möglich sind</a>. Auch in Deutschland.</p>
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		<item>
		<title>Die Suche nach dem Social Media Dashboard</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/04/die-suche-nach-dem-social-media-dashboard/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 16:13:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[monitoring]]></category>
		<category><![CDATA[netnography]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
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		<category><![CDATA[wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Social-Media-Monitoring ist derzeit hoch im Kurs. Immer mehr Unternehmen, Parteien und Journalisten bemerken, dass man nicht nur durch Fokusgruppen und Panels etwas darüber erfahren kann, was über sie gedacht oder geredet wird, sondern dass diese Gespräche an zahlreichen Orten des Internets bereits stattfinden. In Foren, Blogs, Social Networks oder Chatrooms. Übrigens schon lange &#8211; vermutlich [...]]]></description>
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<p>Social-Media-Monitoring ist derzeit hoch im Kurs. Immer mehr Unternehmen, Parteien und Journalisten bemerken, dass man nicht nur durch Fokusgruppen und Panels etwas darüber erfahren kann, was über sie gedacht oder geredet wird, sondern dass diese Gespräche an zahlreichen Orten des Internets bereits stattfinden. In Foren, Blogs, Social Networks oder Chatrooms. Übrigens schon lange &#8211; vermutlich schon so lange, wie es das Internet gibt. Nur war es in den Anfangszeiten des Web 1.0 nur eine ganz kleine Zahl ganz spezieller Personen, die sich über dieses Medium austauschten: &#8220;Internet-Freaks&#8221;. Also der Legende nach Chips-futternde, korpulente männliche Technikjünger mit langen Haaren. Ihre Meinung zählte nicht.</p>
<p>Mittlerweile ist die Internetdurchdringung jedoch so stark angestiegen, dass aus Sicht von Politik, Unternehmen und Presse auch ganz normale Menschen dieses Medium nutzen. Dazu kommen dann noch neue Technologien, die es eben diesen Leuten ermöglichen, sich ohne technisches Know-how im Internet auszudrücken &#8211; Social Web oder Web 2.0 sind die mehr oder weniger eleganten Formeln, mit denen diese Entwicklung bezeichnet wird. Kurz: Es wird immer interessanter, zu erfahren, was die Leute im Internet über Parteien, Politiker, Produkte, Marken, Unternehmen oder auch nur andere Personen sprechen. Die Suche nach dem Social Media Dashboard hat begonnen.</p>
<p>Gesucht wird ein Interface für das Social Web, auf dem in Echtzeit zum Beispiel abgelesen werden kann,</p>
<ul>
<li>wie oft über eine Partei, Marke etc. gesprochen wird (&#8220;Buzz&#8221;)
<li>was über sie gesagt wird (&#8220;Content&#8221;)
<li>welche Bedeutungen dahinter stecken (&#8220;Sinn&#8221;)
<li>welche Werturteile in den Konversationen auftauchen (&#8220;Bewertungen&#8221;)
<li>wer darüber spricht (&#8220;Zielgruppen&#8221;)
<li>wie diese Gruppen konstituiert sind (&#8220;Brand Communities&#8221;)
<li>welche Personen in den Gesprächen eine besondere Rolle spielen (&#8220;Einfluss&#8221;)
<li>wie sich das alles über die Zeit verändert (&#8220;Wandel&#8221;)
<li>wie schnell sich die Gespräche ausbreiten (&#8220;Viralität&#8221;)
<li>wie diese Veränderungen mit anderen Ereignissen zusammenhängen (&#8220;Kontext&#8221;)
<li>wie sich die Veränderungen weiter entwickeln könnten (&#8220;Trends&#8221;)
<li>&#8230; und das alles dann auch noch ansprechend und anschaulich dargestellt (&#8220;Visualisierung&#8221;)
</ul>
<p>Noch gibt es ein derartiges Social Media Dashboard noch nicht und insbesondere der qualitativ-verstehende Aspekt (die &#8220;Sinndimension&#8221; der Social Media Analyse) lässt sich derzeit nur mit vergleichsweise aufwändigen und noch nicht echtzeitfähigen Methoden wie der Netnography erfassen. Und die Trendforschung steht auf diesem Gebiet noch auf sehr wackligen Beinen. Aber früher oder später werden die Marketing-, Kommunikations- und Customer-Support-Abteilungen solche Tools wie selbstverständlich für die Planung, Überwachung und Evaluierung ihrer <del>Kampagnen</del>Initiativen verwenden.</p>
<p>Einen kleinen Vorgeschmack liefert das Tool <a href="http://www.perspctv.com/">Perspctv</a>, mit dem sich immerhin schon der Buzz auf sehr vielen unterschiedlichen Kanälen in Echtzeit verfolgen lässt:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/perspctvr.png" alt="" title="perspctvr" width="500" height="370" class="aligncenter size-full wp-image-795" /></p>
<p>Man kann sich ein ähnliches Dashboard auch für selbst gewählte Begriffe erstellen lassen, zum Beispiel um den <a href="http://www.perspctv.com/q/audi,bmw,vw">Social Media-Buzz von Audi, VW und BMW</a> miteinander zu vergleichen. Aber verglichen mit der obigen Liste potentieller Bestandteile eines Social Media Dashboards ist das dann noch ziemlich wenig Information.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Userdaten sind heilig &#8211; wie sieht es mit nutzergenerierten Risiken aus?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/03/userdaten-sind-heilig-wie-sieht-es-mit-nutzergenerierten-risiken-aus/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 15:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[abmahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[bewertungen]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[user-generated content]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist doch einmal eine schöne Formulierung: &#8220;Userdaten sind heilig&#8221;. René Seifert (eLab) hat sich rechtlichen Rat geholt, wozu ein Social Media-Plattformbetreiber verpflichtet ist, wenn eine dritte Partei eine unliebsame Bewertung in einem Bewertungsportal erhalten hat und rechtlich dagegen vorgehen will. Muss ein solcher Plattformbetreiber die Nutzerdaten herausgeben oder nicht? Der Anwalt beantwortet die Frage [...]]]></description>
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<p>Das ist doch einmal eine schöne Formulierung: &#8220;Userdaten sind heilig&#8221;. René Seifert (eLab) hat sich <a href="http://www.holtzbrinck-elab.de/blog/bewertungsplattformen-bedeutung-und-rechslage-bei-negativen-bewertungen/">rechtlichen Rat geholt</a>, wozu ein Social Media-Plattformbetreiber verpflichtet ist, wenn eine dritte Partei eine unliebsame Bewertung in einem Bewertungsportal erhalten hat und rechtlich dagegen vorgehen will. Muss ein solcher Plattformbetreiber die Nutzerdaten herausgeben oder nicht? Der Anwalt beantwortet die Frage klar mit &#8220;nein&#8221;. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn wer sachlich kritisiert wird, muss das in einer offenen Gesellschaft ertragen.</p>
<p>Die Erklärungen des Juristen lauten wie folgt: Zum einen wäre die Ermittlung der Nutzerdaten (hier: ladungsfähige Anschrift) technisch aufwändig, zum anderen &#8211; und hier wird es spannend &#8211; ist der Plattformbetreiber dazu gar nicht befugt, will er nicht gegen die datenschutzrechtlichen Vorgaben z.B. in <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/BJNR017910007.html">§12 Abs. 2. Telemediengesetz</a> verstoßen. Dort heißt es nämlich:</p>
<blockquote><p>
Der Diensteanbieter darf für die Bereitstellung von Telemedien erhobene personenbezogene Daten für andere Zwecke nur verwenden, soweit dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift, die sich ausdrücklich auf Telemedien bezieht, es erlaubt oder der Nutzer eingewilligt hat.
</p></blockquote>
<p>Wenn ein Benutzer allerdings in seiner Bewertung eine dritte Parte beleidigt oder verleumdet hat, kann freilich ein Richter die Herausgabe der Nutzerdaten anordnen.</p>
<p>Ich habe allerdings auch schon von Fällen gehört, in denen falsche Behauptungen von Nutzern in Bewertungsportalen dazu geführt haben, dass die Nutzer (nicht die Plattformbetreiber!) eine kostenpflichtige Abmahnung erhalten haben. Klar: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, kann aber trotzdem genau den Falschen treffen und damit wichtige Mitglieder einer Community vergraulen.</p>
<p>Hat sich daran mittlerweile auch schon etwas geändert? Wie gehen Bewertungsplattformen damit um? Sie sind es ja, deren Geschäftsmodell auf den nutzergenerierten Inhalten basieren &#8211; fühlen sie sich in der Pflicht, auch einen Teil der nutzergenerierten Risiken zu tragen? Wie sieht der <strong>Sozialvertrag zwischen der &#8220;We-Generation&#8221; und ihren Plattformbetreibern</strong> aus? Wie sollte er aussehen?</p>
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		</item>
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		<title>Amerikaner wünschen sich mehr Social Media im Kundendialog</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 17:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[dialog]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[kunden]]></category>
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		<category><![CDATA[social media]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland kann es einem schon einmal passieren, dass man nach einem Vortrag zum Thema Social Media oder Web 2.0 die Frage gestellt bekommt, was man denn genau in die Adresszeile eingeben müsse, um ins Web 2.0 zu gelangen. Oder sogar, wo es die Web 2.0-Software zum downloaden oder kaufen gäbe. Aber gut, es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>In Deutschland kann es einem schon einmal passieren, dass man nach einem Vortrag zum Thema Social Media oder Web 2.0 die Frage gestellt bekommt, was man denn genau in die Adresszeile eingeben müsse, um ins Web 2.0 zu gelangen. Oder sogar, wo es die Web 2.0-Software zum downloaden oder kaufen gäbe. Aber gut, es ist gar nicht so lange her, da lag bei den meisten Leuten das &#8220;Internet&#8221; als CD mit Aufdruck &#8220;AOL&#8221; im Briefkasten.</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/cone1.jpg" alt="" title="Cone" width="114" height="45" class="alignleft size-full wp-image-691" />Amerika, du hast es besser. Zumindest, wenn man den Ergebnissen <a href="http://www.coneinc.com/content1182">dieser Studie</a> glauben möchte, die <a href="http://www.coneinc.com/">Cone</a> gerade veröffentlicht hat. In dieser Studie, für die gut 1.000 erwachsene Amerikaner befragt wurden, geht es darum, welche Rolle soziale Medien (definiert als &#8220;Technology facilitated dialogue among individuals or groups, such as blogs/microblogs, forums, wikis, content sharing, social networking, social bookmarking and social gaming&#8221;) in der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen spielen.</p>
<p>Besonders spannend ist dabei der Blick auf die Erwartungen der Kunden. 93% der befragten Onliner geben an, Unternehmen sollten auch das <em>social web</em> für ihre Außendarstellung nutzen. 85% sagen, Unternehmen, sollten soziale Medien nutzen, um mit ihren Kunden zu interagieren. Die Leute erwarten also mittlerweile mehr als nur eine statische Außendarstellung in Blogs, Social Networks etc., sondern wünschen sich Unternehmen, die mit ihnen in einen Dialog treten.</p>
<p>Aber es geht noch weiter. 60% der Onliner geben an, schon einmal soziale Medien in der Interaktion mit Unternehmen verwendet zu haben &#8211; 25% sogar mehr als einmal in der Woche. Und jetzt wird es für PR und Marketing besonders spannend: 56% verspüren durch die Interaktion mit sozialen Medien eine stärkere Verbindung zu den Unternehmen und fühlen sich besser von ihnen versorgt. Ein gutes Drittel wünschen sich mehr Möglichkeiten, mit Marken in Social Networks in Kontakt zu treten, zum Beispiel über <a href="/2007/11/02/was-ist-googles-open-social-und-wozu-brauche-ich-das/">Widgets oder Applikationen</a>.</p>
<p>Das Bedürfnis, als Kunde ernst genommen zu werden, lässt sich also diesen Beobachtungen nach durch soziale Medien besonders gut erfüllen. Das kann von direkten Kundendialogen bis hin zur indirekten Analyse von Kommunikationen über Unternehmen, Marken und Produkten, zum Beispiel mit der Methode der <a href="/2008/05/13/workshop-zur-twitterforschung-auf-der-netnography08/">Netnography</a>, gehen.</p>
<p>Dieser Wunsch nach Dialogen über soziale Medien ist besonders stark bei</p>
<ul>
<li>Männern
<li>jungen Leuten (18-34)
<li>wohlhabenden Haushalten (mehr als 75.000 USD)
<li>großen Haushalten
</ul>
<p>Mike Hollywood fasst die Studienergebnisse euphorisch zusammen:</p>
<blockquote><p>
All of this is great news for marketers. Men and younger consumers are traditionally the most challenging to reach, while the highest-income households are typically very desirable; here they are saying ‘come market to us and interact with us online.’ This is really a license to put more energy and resources into this medium and do it effectively.
</p></blockquote>
<p>Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie es in Deutschland aussieht. Welche Erwartungen stellen die Onliner hierzulande an die Social Media-Strategien der Unternehmen? Gibt es dazu aktuelle Zahlen?</p>
<p>(<a href="http://www.marketingcharts.com/interactive/americans-expect-companies-to-have-social-media-presence-6222/">via</a>)</p>
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		</item>
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		<title>Fünf Irrtümer über Computerspiele</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/10/01/fuenf-irrtuemer-ueber-computerspiele/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 22:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[engagement]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[gaming]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[pew]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle, die beim Stichwort &#8220;Gamer&#8221; sofort an pubertierende Soziophobiker denken, die zwangsläufig irgendwann einmal die Maus gegen eine Schrotflinte austauschen, bitte diesen Bericht des US-amerikanischen PEW-Instituts sorgfältig durchlesen. Dasselbe gilt für diejenigen, die Computerspiele mit dem Untergang des Abendlandes gleichsetzen. In der Studie wurden 1.102 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zu ihren [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/gamer-300x212.jpg" alt="" title="gamer" width="300" height="212" class="alignleft size-medium wp-image-676" />Alle, die beim Stichwort &#8220;Gamer&#8221; sofort an pubertierende Soziophobiker denken, die zwangsläufig irgendwann einmal die Maus gegen eine Schrotflinte austauschen, bitte <a href="http://www.pewinternet.org/PPF/r/263/report_display.asp">diesen Bericht</a> des US-amerikanischen PEW-Instituts sorgfältig durchlesen. Dasselbe gilt für diejenigen, die Computerspiele mit dem Untergang des Abendlandes gleichsetzen.</p>
<p>In der Studie wurden 1.102 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zu ihren Computerspielerfahrungen und -gewohnheiten befragt. Dabei ist das Forscherteam um Amanda Lenhart zu folgenden Ergebnissen gekommen:</p>
<ol>
<li><strong>Computerspielen ist nur eine Nischenbeschäftigung? Falsch.</strong> Es ist nicht einmal eine Mehrheitsbeschäftigung, sondern ist ubiquitär. 97% der befragten Jugendlichen spielen Computerspiele auf ihren Computern, Konsolen oder Handys. 50% geben sogar an, gestern ein Computerspiel gespielt zu haben. Sollten also die Kulturpessimisten Recht haben, dann wird der Untergang schnell kommen. 3% Abstinenzler können hier nicht mehr viel ausrichten.
<li><strong>Computerspielen tun nur die Jungs, während die Mädchen lieber miteinander reden? Falsch.</strong> Die Verteilung der Geschlechter ist nicht ganz gleichmäßig, aber dennoch spielen 94% der Mädchen Computerspiele. Bei den Jungen sind es 99%.
<li><strong>Computerspiel = Ballerspiel? Falsch.</strong> Es gibt eine enorme Vielfalt unterschiedlicher Spieltypen. Ego-Shooter landen gerade einmal auf dem 10. Platz der Beliebtheit. Viel stärker verbreitet sind Rennspiele, Puzzlespiele und Sportspiele.
<li><strong>Computerspiele machen einsam? Meistens falsch.</strong> Zwei Drittel der spielenden Jugendlichen spielen ab und zu mit Freunden zusammen, die sich sogar im selben Zimmer befinden. 42% geben an, am häufigsten mit anwesenden Freunden zu spielen. Es stehen also nicht die anonymen Internet-Spielepartner im Vordergrund, sondern andere, bekannte Jugendliche. Nur ein Viertel spielen tatsächlich alleine.
<li><strong>Computerspiele fördern asoziales Verhalten? Falsch.</strong> Zunächst einmal ließ sich kein Zusammenhang von zivilgesellschaftlichem oder politischem Engagement und häufigem Computerspielen feststellen. Gamer sind genauso stark oder schwach engagiert wie andere Jugendliche auch. Aber: Jugendliche, die oft zusammen mit anderen Anwesenden Computerspiele spielten, zeigten ein höheres gesellschaftliches Engagement. Das gilt insbesondere auch für Jugendliche, die sich in Foren, Communities oder auf Blogs mit anderen über ihre Spiele austauschten.
</ol>
<p>Gerade die letzten Punkte zeigen deutlich: Computerspiele sind in vielen Fällen soziale Medien. Und Engagement in sozialen Medien ist häufig auch mit Engagement in anderen Zusammenhängen verbunden, seien es soziale oder politische Initiativen (obwohl es natürlich auch sein kann, dass eine allgemeine Neigung zu Engagement und Soziabilität hinter beiden Variablen steckt). Höchste Zeit, einmal darüber nachzudenken, wie man diese vergemeinschaftenden und aktivierenden Momente des Gamings fördern kann. Außerdem wird deutlich, dass wir parallel zu quantitativen Studien dieser Art endlich auch qualitative Einblicke in die Welt der Gamer, ihre Bedeutungen, ihre Wahrnehmungen brauchen, um stichhaltigere Aussagen zu den Folgen des Computerspielens treffen zu können. Es gibt viel zu forschen!</p>
<p>(Siehe dazu auch <a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2008/09/27/teens_video_gam.html">apophenia</a>, <a href="http://www.buzzpeople.de/2008/09/18/marketing-trends-september/">BuzzPeople</a> und <a href="http://ironforge.hri.uci.edu/eedmlstudio/index.php/Firda_08/comments/teens_games_and_civics/">Mimi Ito</a>; Foto &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/34396501@N00/58694182/">tex playing video games</a>&#8221; von RebeccaPollard, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a>)</p>
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		<title>Soziale Medien als heroisches Projekt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/07/24/soziale-medien-als-heroisches-projekt/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 22:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[entropie]]></category>
		<category><![CDATA[flusser]]></category>
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		<description><![CDATA[Meistens sind es gar nicht die neuen Gedanken, die einen brillianten Denker ausmachen. Oft ist es viel mehr die Fähigkeit, einen Gedanken so zu formulieren, dass seine Bedeutung, seine Folgen deutlich werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Definition von &#8220;Kultur&#8221; wie auch &#8220;Kommunikation&#8221; (beide Begriffe gehören hier eng zusammen), wie sie Vilém Flusser vornimmt: [...]]]></description>
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<p>Meistens sind es gar nicht die neuen Gedanken, die einen brillianten Denker ausmachen. Oft ist es viel mehr die Fähigkeit, einen Gedanken so zu formulieren, dass seine Bedeutung, seine Folgen deutlich werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Definition von &#8220;Kultur&#8221; wie auch &#8220;Kommunikation&#8221; (beide Begriffe gehören hier eng zusammen), wie sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser">Vilém Flusser</a> <a href="http://flusserstream.khm.de/flusserstream/show_chapters.php">vornimmt</a>:</p>
<blockquote><p>Denn worum geht es in der menschlichen Kommunikation? Es geht darum, erworbene Informationen zu speichern, zu prozessieren und weiterzugeben.
</p></blockquote>
<p>In diesem Satz steckt ein zutiefst antibiologisches Menschenbild. Der kommunizierende oder kulturschaffende Mensch lehnt sich gegen die Natur auf. Warum? Weil er damit bewusst gegen zwei Grundgesetze der Naturwissenschaften verstößt.</p>
<p>Auf der einen Seite gegen den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entropie">zweiten Hauptsatz der Thermodynamik</a>, der besagt, dass das Universum immer wahrscheinlicher, immer gleichmäßiger verteilt wird, dass also die Unordnung oder Uninformation auf lange Sicht zunimmt. Das Speichern von Informationen ist genau das Gegenteil davon. Das steckt bereits im Begriff der In-Formation, des Einprägen einer Form in einen Gegenstand. Also: Herstellen von Ordnung.</p>
<p>Auf der anderen Seite verstößt dieser Kultur- und Kommunikationsbegriff gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mendelsche_Regeln">Mendelsche Regel</a>, dass erworbene Informationen nicht genetisch weitergeben werden können. Kultur vererbt dagegen auch erworbene Informationen. Flusser bezeichnet dies treffend als Engagement gegen den eigenen Tod, so wie man auch den ersten Punkt als Engagement gegen die Unordnung &#8211; Philip K. Dick-Lesern auch als &#8220;<a href="http://www.43folders.com/2007/12/12/dick-kipple">Kipple</a>&#8221; bekannt &#8211; lesen kann. Dennoch ist der Mensch beiden Prozessen unausweichlich ausgesetzt. In diesem tragischen Spannungsfeld findet menschliche Kommunikation statt. Kein Wunder, dass Flusser seine Kommunikologie als Forschungsfeld von universeller und grundlegender Bedeutung ansah.</p>
<p>Was mich jetzt besonders interessiert und weshalb ich denke, dass es eine Philosophie der sozialen Medien geben müsste (wenn es sie nicht schon gibt): Welche Schlüsse lassen sich daraus für soziale Medien (<em>social media</em>) ziehen? Sind Blogs, Facebook-Profile, Twitter-Statusmeldungen und Lebensströme (man beachte den Namen!) wie Friendfeed nicht ebenfalls aus dieser Perspektive zu betrachten? Nur sind es nicht mehr außergewöhnliche Individuen (Künstler) oder professionell dafür zuständige Menschen (Journalisten), die sich um diesen anti-entropischen Prozess kümmern, sondern ganz gewöhnliche Leute.</p>
<p>Welche Folgen hat diese Potenzierung der Kommunikationen? Auf der einen Seite könnte man positiv sagen, dass Computer und Internet noch viel mehr Scheinerfolge im Kampf mit der Entropie erlauben. Auf der anderen Seite ist jede derartige Ausweitung immer auch auf inflationäre Effekte zu befragen. Wird dadurch, dass ich immer mehr Handlungen meines Lebens über das Netz vermittle, nicht der Informationswert sinken? Wenn jeder bloggen würde, wäre das negative oder positive Entropie?</p>
<p>Es heißt immer wieder: <a href="http://www.google.de/search?q=internet%20vergisst%20nichts&#038;sa=N&#038;tab=bw">Das Internet vergisst nichts</a>. Handelt es sich hier vielleicht um das bislang heroischste Projekt des Menschen in der Auseinandersetzung mit seiner eigenen <em>condition humaine</em>?</p>
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		<title>Wirbt Wikipedia für Apples iPhone?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/07/11/wirbt-wikipedia-fuer-apples-iphone/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 08:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[iphone]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[product placement]]></category>
		<category><![CDATA[schleichwerbung]]></category>
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		<category><![CDATA[user generated advertising]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich finde das Prinzip Wikipedia uneingeschränkt gut. Ich habe keine Probleme mit Cupertino. Ich habe nichts gegen Werbung auf Social-Media-Seiten. Ich glaube auch nicht, dass die Wikipedia von bösen Mächten unterwandert wird. Nur diesen Eintrag auf der Startseite der Wikipedia heute finde ich geschmacklos: Ein derartiges product placement auf der Startseite einer der meistbesuchten und [...]]]></description>
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<p>Ich finde das Prinzip Wikipedia uneingeschränkt gut. Ich habe keine Probleme mit Cupertino. Ich habe nichts gegen Werbung auf Social-Media-Seiten. Ich glaube auch nicht, dass die Wikipedia von bösen Mächten <a href="http://julia-seeliger.de/bund-verschworung-wikipedia-von-atomindustrie-unterlaufen/">unterwandert</a> wird.</p>
<p>Nur diesen Eintrag auf der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite">Startseite der Wikipedia</a> heute finde ich geschmacklos:<br />
<a href='http://de.wikipedia.org/'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/07/164352.jpg" alt="" title="164352" width="418" height="370" class="aligncenter size-full wp-image-524" /></a></p>
<p>Ein derartiges <em>product placement</em> auf der Startseite einer der meistbesuchten und mit hohen Glaubwürdigkeitswerten ausgestatteten Seite &#8211; jede Werbeagentur würde sich nach einem derartigen Coup die Finger abschlecken. Auch ohne Einflussnahme des Herstellers verfallen die Wikipedia-Autoren hier in den üblichen Werbejargon: &#8220;Funktionalität&#8221;, &#8220;ermöglicht&#8221;, &#8220;darüber hinaus&#8221;, &#8220;vereint&#8221;, &#8220;angeboten&#8221;. Und dann wird der Artikel auch noch als &#8220;lesenswert&#8221; (vorher sogar &#8220;exzellent&#8221;) gekennzeichnet. Warum nicht gleich &#8220;Produkt des Tages&#8221; anstelle &#8220;Artikel des Tages&#8221;?</p>
<p>Mal sehen, wie die Wikipedisten, die diesen Artikel mit dem Verweis auf die formale Richtigkeit des Verfahrens sowie darauf, dass dafür kein Geld geflossen ist, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Hauptseite#Artikel_des_Tages_.2811._Juli_2008">rechtfertigen</a>, reagieren, sollte Apple auf diese Vorlage einsteigen und dieses <em>user generated advertising</em> in irgendeiner Form aufnehmen.</p>
<p>Worum es eigentlich geht: darum, dass hiermit eine Grenze verschoben wird für die Akzeptanz nicht gekennzeichneter kommerzieller Inhalte in Social-Media-Projekten. Denn wenn demnächst ein Möbelgeschäft sich dafür einsetzt, die Neueröffnung des größten Möbelhauses in Europa zum Artikel des Tages zu machen, wird man dem etwas weniger entgegensetzen können wie vor dem iPhone-Artikel.</p>
<p>Noch einmal: Ich habe nichts gegen Werbung auf Social-Media-Seiten. Nur sollte sie als solche gekennzeichnet sein und sollte auch als solche bezahlt werden. Ansonsten werden die Marktpreise verzerrt. (<a href="http://twitpic.com/3itc">via</a>)</p>
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		</item>
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		<title>Update zur AG Social Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/24/update-zur-ag-social-media/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 10:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[agsm]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[verein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft Social Media findet nächsten Mittwoch, 28. Mai, um 15:00 in Berlin statt. Dort werden wir einen Entschluss über die Höhe der Mitgliedsbeiträge treffen, den Arbeitsausschuss wählen und die unterschiedlichen Mitgliedsgruppen zusammenstellen. Ich bin gespannt, auf der Versammlung wieder viele neue Leute kennenzulernen. Mehr Informationen [...]]]></description>
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<p><img src="http://ag-sm.de/wp/wp-content/themes/ub_modicus2c/images/logo.jpg" align="center" class="center" /><br />
Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Das nächste Treffen der <a href="http://ag-sm.de">Arbeitsgemeinschaft Social Media</a> findet nächsten Mittwoch, 28. Mai, um 15:00 in Berlin statt. Dort werden wir einen Entschluss über die Höhe der Mitgliedsbeiträge treffen, den Arbeitsausschuss wählen und die unterschiedlichen Mitgliedsgruppen zusammenstellen. Ich bin gespannt, auf der Versammlung wieder viele neue Leute kennenzulernen. Mehr Informationen gibt es in der <a href="http://ag-sm.de/?p=16">Terminankündigung</a> und im <a href="http://ag-sm.de/?p=17">letzten Newsletter</a> der AG Social Media.</p>
<p>Zum Ausprobieren habe ich auch einen <a href="http://friendfeed.com/rooms/agsm">FriendFeed-Raum für die AG Social Media</a> eingerichtet. Dorthin kann man z.B. interessante Links zum Thema Social Media-Forschung posten.</p>
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		<title>Wissenschaftsblogs &#8211; eine Erfolgsgeschichte</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/06/wissenschaftsblogs-eine-erfolgsgeschichte/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 10:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine weitere interessante Maßzahl kann nun über die metaroll-Channels abgerufen werden: die quantitative Entwicklung der Technorati-Authority eines Channels bzw. einer Subblogosphäre. Was bedeutet das? Während über die Sparklines der einzelnen Blogs abgelesen werden kann, ob ein Blog in den letzten 30 Tagen Links dazugewonnen oder verloren hat, kann man mit der neuen Maßzahl Aussagen über [...]]]></description>
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<p>Eine weitere interessante Maßzahl kann nun über die metaroll-Channels abgerufen werden: die quantitative Entwicklung der <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/06/23/wie-funktioniert-der-technorati-linkcount/">Technorati-Authority</a> eines Channels bzw. einer Subblogosphäre. Was bedeutet das? Während über die <a href="http://www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=0001OR&#038;topic_id=1">Sparklines</a> der einzelnen Blogs <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/24/die-25-dynamischsten-wissenschaftsblogs/">abgelesen</a> werden kann, ob ein Blog in den letzten 30 Tagen Links dazugewonnen oder verloren hat, kann man mit der neuen Maßzahl Aussagen über eine gesamte Subblogosphäre treffen, z.B. über die Wissenschafts-, Medien-, Karriere- oder Foodblogs. Diese Angaben findet man ganz unten auf den Channelseiten, direkt über der dynamischen Blogcloud:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/metaroll_gesamtauthority.png" alt="" title="metaroll_gesamtauthority" width="450" height="73" class="center" align="center" /></p>
<p>Die 282 in der metaroll verzeichneten <a href="http://www.metaroll.de/science"><strong>Wissenschaftsblogs</strong></a> haben im Beobachtungszeitraum <strong>637 neue Links</strong> dazugewinnen können. Wobei es sich hier um den Nettozugewinn handelt, denn im selben Zeitraum gab es selbstverständlich auch Verluste, die jedoch in der Zahl schon berücksichtigt sind. Die Wissenschaftsblogosphäre hat damit <strong>um fast 16 Prozent zugelegt</strong>. Ein ziemlich beachtliches Ergebnis, insbesonders wenn man es im Vergleich mit den anderen Subblogosphären betrachtet.</p>
<p>Denn die 79 verzeichneten <a href="http://www.metaroll.de/media"><strong>Medienblogs</strong></a> haben im selben Zeitraum sogar 176 Links verloren. Ihre Technorati-Authority ist damit um fast 2 Prozent geschrumpft. Zumindest hier scheint der <a href="http://medienlese.com/2008/05/05/medienblogcharts-bloggerland-scheint-ausgebrannt/">Spruch vom ausgebrannten Bloggerland</a> einigermaßen zuzutreffen. Noch stärker hat es die 76 <a href="http://www.metaroll.de/food"><strong>Foodblogs</strong></a> getroffen. Sie mussten 158 Links abgeben, was einen Rückgang um über 3 Prozent bedeutet. Die 90 <a href="http://www.metaroll.de/job"><strong>Jobblogs</strong></a> der metaroll konnten dagegen 98 Links dazugewinnen, was ein Wachstum von knapp 3 Prozent bedeutet. Wenn man sich die Zahlen nur für die letzten sieben Tage betrachtet, bleibt der Trend ähnlich, wenn auch deutlich schwächer: Wissenschaftsblogs +2%, Medienblogs -0%, Jobblogs +2%, Foodblogs +0%.</p>
<p>Kurz: <strong>Während die Jobblogs nur leicht zugelegt haben und die Food- und Medienblogs sogar an Technorati-Authority verloren haben, haben die Wissenschaftsblogs in der letzten Zeit einen regelrechten Boom erlebt.</strong> Das hat sich dann unter anderem auch darin ausgedrückt, dass <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/22/das-erste-wissenschaftsblog-in-der-a-liste/">endlich wieder ein Wissenschaftsblog unter den Top 100 Blogs in Deutschland</a> vertreten ist.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview zum Wissenschaftsbloggen und zur Arbeitsgemeinschaft Social Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 19:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[agsm]]></category>
		<category><![CDATA[blogs]]></category>
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		<category><![CDATA[online]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder um digitale Buchausgaben geht. Aber auch Blogs spielen für mich als Ideengeber eine immer wichtigere Rolle. Soweit als kurze Vorbemerkung zu dem folgenden Interview, das turi2-Mitarbeiter Peter Schwierz am Rande der re:publica mit mir <a href="http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522">geführt</a> hat.</p>
<p><a href='http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/turi22.png" alt="" title="turi22" width="441" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-475" /></a></p>
<p>Zur Arbeitsgemeinschaft Social Media geht&#8217;s übrigens <a href="http://ag-sm.de">da lang</a>.</p>
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		<title>Was heißt Social Media?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/22/was-heisst-social-media/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 05:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Häufig wird das Buzzword &#8220;Social Media&#8221; (die deutsche Übersetzung &#8220;soziale Medien&#8221; klingt leider etwas missverständlich) verwendet, um zu die Veränderungen in der Medienlandschaft gegen Anfang des 21. Jahrhunderts zu beschreiben. Wikipedia definiert den Begriff im Augenblick wie folgt: Social Media (auch Soziale Medien) ist ein Schlagwort mit dem Webdienste und Plattformen zum gegenseitigen Austausch von [...]]]></description>
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<p>Häufig wird das <a href="http://www.readers-edition.de/2007/04/25/brauchen-wir-social-media/">Buzzword &#8220;Social Media&#8221;</a> (die deutsche Übersetzung &#8220;soziale Medien&#8221; klingt leider etwas missverständlich) verwendet, um zu die Veränderungen in der Medienlandschaft gegen Anfang des 21. Jahrhunderts zu beschreiben. Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media">definiert</a> den Begriff im Augenblick wie folgt:</p>
<blockquote><p>
Social Media (auch Soziale Medien) ist ein Schlagwort mit dem Webdienste und Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen beschrieben werden. Als Kommunikationsmittel wird dabei Text, Bild, Audio oder Video verwendet. Populäre Medien sind dabei Internetforen, Mailinglisten, Weblogs, Podcasting, Vlogs, Wikis, und Social-Bookmarking-Dienste.
</p></blockquote>
<p>Diese Definition stellt also im Wesentlichen auf die Dialogfähigkeit der Anwendungen ab (&#8220;gegenseitiger Austausch&#8221;). Also gehören nicht nur die genannten Phänomene dazu, sondern auch ICQ, Chat und IM müssten dieser Definition nach soziale Medien sein. Auf der anderen Seite ist nicht ganz mir nicht ganz klar, inwiefern Podcasts tatsächlich als Dialogmedien betrachtet werden sollten, oder nicht viel mehr als eine demokratisierte Weiterentwicklung des Radios mit sehr viel niedrigeren Zugangsbarrieren. Das Konzept &#8220;gegenseitiger Austausch&#8221; scheint also nicht zu genügen, um Social Media zu definieren. Robert Scoble hat vor etwa einem Jahr eine Neun-Punkte-Liste für die Definition des Begriffs <a href="http://scobleizer.com/2007/02/16/what-is-social-media/">zur Diskussion gestellt</a>. Seiner Meinung lassen sich soziale Medien wie folgt definieren:</p>
<ul>
<li><em>Veränderbarkeit</em>: Einträge in Blogs u.ä. lassen sich schnell revidieren oder aktualisieren, falls sich der Wissensstand in der Zwischenzeit geändert hat.
<li><em>Interaktivität</em>: Das zielt in dieselbe Richtung wie die Wikipedia-Definition. Scoble vergisst allerdings zu erwähnen, dass es nicht nur um Interaktivität als solche geht (&#8220;Leserbrief&#8221;), sondern darum, dass die Reaktionen in demselben Medium stattfinden können (siehe auch hier).
<li><em>Granulare Erfolgsmessung in Echtzeit</em>: Bei Inhalten, die in sozialen Medien publiziert werden, kann die Popularität z.B. anhand von Kommentaren oder Backlinks nahezu in Echtzeit erfasst werden. Dabei ist allerdings umstritten, welche Maße für welche Zwecke angewendet werden sollen.
<li><em>Leichte Zugänglichkeit der Archive</em>: Bei diesem Kriterium wäre ich vorsichtig, da nicht klar ist, was ein &#8220;leichter&#8221; Zugang sein soll. Außerdem dürften Microblogging-Dienste nach diesem Kriterium eigentlich nicht zu den sozialen Medien gerechnet werden &#8211; sie haben zwar Archive, die sind aber nur schwer zugänglich.
<li><em>Medienmischung</em>: In sozialen Medien können unterschiedliche Medien wie Text oder Bewegtbilder kombiniert werden. Dabei wird allerdings der Medienbegriff problematisch. Was sind in diesem Fall die sozialen Medien? Die Inhalt allein oder erst eine spezifische Form ihrer Kombination?
<li><em>Unmittelbare Publikation</em>: Anders als in klassischen Medien (= &#8220;asoziale Medien&#8221;?) steht zwischen der Produktion von Inhalten und ihrer Publikation keine Instanz wie z.B. ein Herausgeber, der darüber entscheidet, wann und in welcher Form eine Veröffentlichung vorgesehen ist.
<li><em>Unbegrenzte Länge und Quantität</em>: Ein weiterer spannender Punkt, der sehr gut zu Weinbergers Konzept &#8220;Everything is miscellaneous&#8221; passt. Social Media-Inhalte können sich über die üblichen Restriktionen bezüglich Länge, Quantität und Sortierung hinwegsetzen. So kann man Youtube nicht sinnvoll mit einem Fernsehsender vergleichen, wird doch an einem einzigen Tag mehr Filmmaterial auf die Server hochgeladen als ein Mensch in seinem gesamten Leben ansehen könnte.
<li><em>Syndizierbarkeit und Verlinkbarkeit</em>: Social Media zeichnen sich auch dadurch aus, dass die Inhalte leicht weiterverwertet werden können, entweder durch die Verlinkung oder die automatische Wiedergabe der Inhalte in einem anderen Kontexte. Dieser Punkt ist insbesonder deshalb spannend, weil damit die klassischen <a href="http://blog.kooptech.de/2008/04/einige-parameter-fur-ein-messsystem-fur-social-media/">Messverfahren</a> der Reichweitenfeststellung beeinträchtigt sind. Dadurch, dass die Inhalte so leicht reproduziert werden können, erscheint ein integrierter Multi-Site-Ansatz notwendig, um <a href="http://www.sozlog.de/?p=686">Relevanz und Wirkung von Social Media-Inhalten</a> wirklich schlüssig nachweisen zu können. Dies ist ein wichtiges Aktionsfeld der neu gegründeten <a href="http://ag-sm.de">Arbeitsgemeinschaft Social Media</a>.
<li><em>Vermischung mit Daten aus anderen Quellen</em>: Nicht nur können die Inhalte an anderen Orten reproduziert werden, sondern es können auch Daten aus anderen Quellen einbezogen werden. Social Media sind mashable.
</ul>
<p>So verführerisch diese Auflistung von Merkmalen erscheint, es fehlt nach wie vor eine schlüssige theoretische Grundlage, die einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Eigenschaften herstellt oder verdeutlicht, welche der Punkte notwendige bzw. hinreichende Kriterien darstellen.</p>
<p>Für mich ist ein wichtiger Punkt die <strong><a href="http://www.hyperkommunikation.ch/literatur/flusser_kommunikologie.htm">Theatralität</a> von Social Media-Kommunikationen</strong>. Im Unterschied zu klassischen <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/14/blogs-als-diskurs-und-dialogmedien">Dialogmedien</a> wie dem Telefon finden hier die Gespräche auf einer Art Bühne statt, die von anderen Personen beobachtbar ist. <strong>Im Social Web wird der dialogische Austausch sendefähig und kann ein quasi-massenmediales Publikum erreichen</strong>. Diese Publikum kann allerdings jederzeit die passive Rezipientenrolle verlassen und die Bühne betreten, z.B. indem man einen Kommentar verfasst oder sich mit dem @-Symbol in eine Twitter-Unterhaltung einmischt. Ebenfalls sehr wichtig: Der mit Social Media verknüpfte Medienwandel lässt sich nicht auf ebendiese Medien beschränken, sondern verändert den gesamten Bezugsrahmen für die Beurteilung von Medienwirkungen. Social Media verändern also auch die klassischen Medien. Auch die <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/07/print-news-sind-ein-zombie-idg-studie-zur-mediennutzung-von-entscheidern/">Printzeitung nach Social Media</a> ist eine andere als davor &#8211; und das nicht nur indem <a href="http://www.ethority.de/weblog/index.php/archives/2008/twitternde-redaktionen-diese-print-titel-sind-bei-twitter/">Redaktionen zu twittern anfangen</a> oder mit Quick-Response-Codes experimentiert wird.</p>
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