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Manager-Magazin macht Google überflüssig

René Baron schreibt im Manager-Magazin über die Vision eines semantischen Web (Web 3.0), das Suchmaschinen wie Google überflüssig machen könnte. Statt umständlich einen Suchbegriff in ein Formularfeld einzutragen und dann tausende Treffer durchwühlen zu müssen, soll es in Zukunft möglich sein, z.B. dem eigenen Handy eine Frage zu stellen und dann die Antwort zu erhalten. Wie soll das funktionieren? Das Handy ist mit anderen Rechnern vernetzt, deren Wissensstrukturen aneinander angepasst sind – also ein gewaltiger Standardisierungsaufwand. Dadurch weiß das Handy, ob es gerade mit dem Rechner eines Zahnarzts spricht oder mit dem Server einer Bibliothek und zudem auch, welcher Art die gerade abgerufenen Informationen sind:

Wenn es also gelingt, die Semantik von Texten, Bildern, Gesten und künstlerischen Darbietungen durch standardisierte Begriffe so zu formalisieren, dass die so gewonnenen Daten maschinenlesbar sind, dann könnte die Vision der Antwortmaschine Realität werden. Eine Suchmaschine wie Google wäre dann überflüssig. Der Nutzer stellt stattdessen einfach seinem Handy eine Frage und es antwortet, anstatt eine Liste von unzähligen Suchergebnissen anzubieten.

Nur: wie soll das Handy denn an die Informationen kommen, wenn nicht über eine oder mehrere Suchmaschinen? Irgendwo muss die begriffliche Struktur schließlich gespeichert werden, die zur Grundlage der themenspezifischen Vernetzung verwendet wird.



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