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Prof. Dr. WordPress

Die Frage, wo denn die ganzen bloggenden Professoren, Forscher und Dozenten seien, hatten wir ja schon mehrere Male hier oder an anderen Orten ausgiebig diskutiert (auch die Netzeitung hatte das Thema seinerzeit aufgegriffen). Mit dem Wissenschafts-Spartenkanal der metaroll lässt sich nun ein erstes Gesamtbild der wissenschaftlichen Subblogosphäre zeichnen.

Zunächst die frohe Botschaft: es gibt sie, die bloggenden WissenschaftlerInnen und Wissenschaftlerblogs und es sind mehr als man denkt. Mehr als 200, aber wahrscheinlich noch weniger als 300 dürften es alles in allem sein. Wenn man überlegt, dass noch vor einem Jahrzehnt “Homepages” eine Besonderheit von Informatik-Lehrstühlen darstellte (ich hatte damals selbst einige Lehrstuhlhomepage-Premieren verwirklicht), ist das doch ein recht ordentliches Ergebnis.

Interessant ist auch die Tatsache, dass es bei den Wissenschaftsblogs gar keinen so ausgeprägten Long Tail gibt, wie man auf in dieser Grafik gut erkennen kann (aufgezeichnet ist die Anzahl der Verlinkungen in den letzten 6 Monaten, Technorati-Authority):

Es gibt einige Blogs, die sehr oft verlinkt werden, dann ein recht breites Mittelfeld und schließlich einige Blogs, die nie oder fast gar nicht verlinkt werden. Aber das sind nicht so viele wie in der “großen” Blogosphäre. Beim Durchforsten der Blogrolls nach Wissenschaftsblogs bin ich wieder auf einige Blogs gestoßen, die ich noch gar nicht kannte, was einmal mehr das Zweite Grundgesetz der Blogosphäre bestätigt:

Zu jedem Thema gibt es immer noch mindestens ein Blog, das man noch nicht kennt.

Deshalb liebe Kollegen Wissenschaftsblogger: vernetzt euch, verlinkt euch, kommt ins Gespräch, quer zu den Disziplinen, quer zu den politischen Orientierungen! Denn mit der internen Vernetzung steigt auch die externe Vernetzung und Sichtbarkeit.

Um nicht nur die Topblogs zu verlinken, hier ein paar interessante Wissenschaftsblogs aus den “hinteren Bereichen” der Liste:

  • Im GeDICKicht wirft Richard Zinken bloggerisch einen wissenschaftlich geprägten Blick auf Gedichte. Es geht dabei weniger als um eine Analyse der Lyrik als vielmehr um das frei-assoziative Erkunden von Verbindungen zwischen den Welten der Poesie und der Wissenschaft. Etwas ähnliches machen wir auch in unserer Molekularküche – dort geht es aber um das Terrain zwischen der Kochkunst und der Wissenschaft. Er sollte nur bald einmal wieder etwas schreiben, der Herr Zinken!
  • Von interaktive Lernumgebungen über eAssessments bis hin zum eMobbing reicht die Themenvielfalt des Blogs von Karsten D. Wolf, der an der Uni Bremen zum Thema “Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen” forscht und lehrt.
  • BlogSchafftWissen ist ein spannendes naturwissenschaftlich ausgerichtetes Blog, das ruhig etwas mehr Beachtung finden dürfte. Dort bloggt Klaus Delueg von Südtirol aus immer wieder interessante Beiträge über den Klimawandel.
  • Seit Januar bloggt Tobias Eberwein vom Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund auf coolepark.de zu journalistisch-medienwissenschaftlichen Themen. Da werde ich auf jeden Fall öfters einmal hineinsehen.
  • Ich kann es kaum glauben, aber dem Archiv nach gibt es das Blog von Karl-Heinz Pazzini, Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg, schon seit 1996. Die Postingfrequenz ist zwar sehr gering (z.T. nur zwei Beiträge im Jahr), aber dafür findet man dort einige spannende Videos zur Zukunft der akademischen Lehre.
  • ePUSH ist der Selbstbeschreibung nach “ist Vernetzungs- und Integrationsprojekt, das innerhalb der Laufzeit von zwei Jahren Strukturen der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft [der Uni Hamburg, BK] zusammenführen, entwickeln und nachhaltig etablieren soll.” Hier ist das Projektblog dazu.
  • Hier bloggt der homo sociologicus Martin Booker über … richtig! Soziologie. Gehört natürlich auch in jeden gut sortierten sozialwissenschaftlichen Feedreader.
  • Ebenfalls erst seit gerade eben in meinem Feedreader ist “Hobohms Library and Information Science Blog“, in dem Hans-Christoph Hobohm von der FH Potsdam über Social Software im Bibliothekswesen bloggt.
  • Fast schon vor meiner Haustür gibt es dann auch noch das Piazza-Blog des Instituts für Kommunikationswissenschaften der LMU, für das sowohl Professoren und Instituts-Mitarbeiter als auch Studenten und Alumni schreiben. Klasse Idee. Auch dieses Blog kannte ich bisher nicht, es ist nicht einmal bei Technorati verzeichnet.
  • Außerdem interessant: “Nach der Uni ist vor der Uni“, ein klassisches PhD-Blog von Barbara Rampf, Doktorandin am gerade erwähnten Institut für Kommunikationswissenschaften der LMU.

Viele der Wissenschaftsblogs in der Liste findet man auch im Wissenschafts-Café, wo man demnächst vielleicht sogar spartenbezogene Feeds abonnieren kann. Ansonsten sei auf die noch jungen Portale Scienceblogs.de und die Scilogs verwiesen, in denen sich viele sehr interessante Blogs finden, von denen es sicher einige ganz nach oben schaffen werden.

Weitere Hinweise auf Wissenschaftsblogs, die in der metaroll-Liste noch nicht verzeichnet sind, bitte in die Kommentare. Danke!



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    wissenslogs.pngNach dem interdisziplinären Gehirnforschungsblogportal “Brainlogs” (siehe auch meine Anmerkungen dazu) hat der Spektrum-Verlag (Holtzbrinck-Gruppe) nun die “Wissenslogsauf den Weg gebracht. Unter dem Claim “Wissenschaft unplugged” bloggen hier etwa ein Dutzend (auch scheint es keine Übersicht zu geben, auf der man alle BloggerInnen sehen kann) Wissenschaftler und Journalisten, darunter auch Lars Fischer, sicher dem ein oder anderen aus dem Fischblog bekannt – dem besten naturwissenschaftlichen Weblog in Deutschland.

    Unsere Blogger – Wissenschaftler, Journalisten, Praktiker – sind Meinungsbildner auf ihren Gebieten. Sie suchen sich ihre Themen selbst und sind ungebunden darin, was und wie sie schreiben. Wissenslogs ist damit authentisch, ungefiltert und eröffnet ungewöhnliche Perspektiven: Science unplugged eben.

    Das ist alles gut so und jeden Versuch, das Medium Weblog für die Wissenschaft und Wissenschaftspopularisierung zu nutzen, kann ich nur von Herzen begrüßen (und ich fühle mich auch durch den Platz in der Wissenslogs-Blogroll geehrt).

    Aber eines verstehe ich aber nicht: was ist daran unplugged? Der Begriff hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch (und auch im Duden) eingebürgert als Beschreibung für Popkonzerte, bei denen die Bands auf ihre Verstärker verzichten und in intimerem Rahmen auf akustischen Instrumenten spielen – also eine Art Modernisierung der bildungsbürgerlichen Tradition des Kammerkonzertes. Wenn es ein Medium gibt, in dem einzelne Personen ihre Stimmen elektronisch verstärken, dann sind das wohl Weblogs. Und der intime Rahmen stimmt in diesem Fall bei einer Webseite mit deutlich über einer Million Page Impressions im Monat auch nicht so richtig (bezogen auf das gesamten wissenschaft-online-Portal). Ich bitte um Hinweise: Was ist Wissenschaft unplugged?

    (via turi2)



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    Manchmal stehen zwischen mir und einer möglicherweise wichtigen Erkenntnis 25 USD:

    econsoc.PNG

    Die Möglichkeit, Abstracts und Keywords zahlreicher wichtiger Journals auf informaworld zu durchsuchen, ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber dann kommt diese Schranke. Warum kein Open Access, Routledge?



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    schreibtisch.pngFür einen Artikel zum Thema “Web 2.0 für Sozialwissenschaftler – Einsatzmöglichkeiten von Wikis, Weblogs und Social Bookmarking in Forschung und Lehre”, an dem ich hin und wieder weiterschreibe, habe ich eine Typologie von Blogs erstellt, die mit Wissenschaft zu tun haben. Ich bin, nachdem ich mir zahlreiche Blogs aus diesem Bereich angesehen habe, zu folgenden Typen gekommen:

    • PhD-Blog: Bloggende Begleitung einer Qualifizierungsarbeit, v.a. Doktorarbeit wegen der langen Bearbeitungszeit. Dazu gibt es auch ein Verzeichnis, auf der sich bereits 500 dieser Blogs eingetragen haben.
    • Projektblog: Stärker themenzentriert als das PhD-Blog, zum Teil auch mit mehreren Autoren. Laufzeit ist in der Regel begrenzt.
    • Institutsblog: Hier ist die Laufzeit länger als im Projektblog. Auch hier können wechselnde Autoren beteiligt sein. Beispiel: Bremer Sprachblog.
    • Seminarblog / Konferenzblog: Weblog als Begleitung zu einem Seminar oder einer Konferenz, bzw. zur Vor- und Nachbereitung. Kürzester Zeithorizont. Beispiel: “Das neue Netz 2007″-Blog
    • Wissenschaftlerblog: Ähnlich dem PhD-Blog, im Mittelpunkt steht jedoch nicht ausschließlich die eigene Forschungsarbeit, sondern alles, was einem in der akademischen Welt noch so begegnet. Hierzu würde ich das Bamblog, das Textdepot sowie dieses Blog hier zählen. Außerdem die von Robert Basic gesammelten bloggenden Professoren.
    • Wissenschaftsblog: Hier geht es um die Vermittlung von Wissenschaft (scientific literacy), in der Regel stärker journalistisch (und zudem unterhaltungs-) orientiert als die anderen Blogtypen. Der/die Blogger/in muss nicht Wissenschaftler sein. Beispiele: scienceblogs.com, wired science.

    Soweit die (noch sehr rudimentäre) Typologie. Vielleicht hat der ein oder andere noch ein paar Beispiele?

    (Abbildung “Friedrich Carl von Savigny am Schreibtisch sitzend” von Ludwig Emil Grimm, 1809, Historisches Museum Hanau, Quelle: http://www.zeno.org – Zenodot Verlagsgesellschaft mbH)



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    Manchmal stehen zwischen mir und einer möglicherweise wichtigen Erkenntnis 10 Euro:

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    Die Möglichkeit, alle Artikel der VS-Journals im Volltext zu durchsuchen, ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber dann kommt diese Schranke. Warum kein Open Access, VS-Verlag?



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    Ich habe mir nach den mittlerweile sehr interessanten Diskussionen hier und hier das, was ich in diesem Beitrag geschrieben habe, noch einmal durch den Kopf gehen lassen:

    Dabei halte ich die These für sehr plausibel, dass »each academic knows only a few areas as an academic; most of the rest he knows mainly as a consumer of popular media«. Insofern ist die Trennung zwischen fachlichen und massenmedialen Wissenskommunikationen eine künstliche.

    Per Zufall bin ich dann heute bei der Lektüre von Jürgen Habermas’ Text “Verwissenschaftlichte Politik und öffentliche Meinung” aus dem Jahr 1963 auf eine ganz ähnliche Formulierung gestoßen:

    Physiker informieren sich etwa aus dem Time Magazine über neue Entwicklungen in Technik und Chemie (141).

    Insbesondere der Wissenschaftsjournalismus wird hier als notwendiger Übersetzungsapparat in hochgradig ausdifferenzierten Wissenschaftssystemen angesehen, zum Beispiel, wenn es gilt, Inter- oder Transdiziplinarität herzustellen. Dabei ist es notwendig, auch den “weiten Weg über die Umgangssprache und das Alltagsverständnis des Laien” (141) zu nehmen, wie Habermas weiter feststellt. Hinter dem ganzen steht freilich das Ideal einer “kollektiven Nutzung der Informationen auf der Grundlage einer freizügigen Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit” (142-3).

    Um das Thema Transdisziplinarität noch einmal aufzugreifen: Vielleicht wäre es lohnenswert, einmal zu untersuchen, ob sich Weblogs in diesem Bereich (also bloggende Professoren sowie Wissenschaftsblogs) nicht als Merkmal der Mode-2-Wissensproduktion sehen lassen. Denn diese zeichnet sich gerade dadurch aus, transdisziplinäre Herangehensweisen zu fördern, nicht-wissenschaftliches Wissen einzubeziehen, selbstreflexiv vorzugehen, gesellschaftliche Desiderate ernst zu nehmen sowie auf netzförmigen, vorübergehenden Kooperationen zu beruhen. Allesamt Merkmale, die gar nicht so weit von der Praxis des Bloggens entfernt sind.



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    pandora.pngEine der interessanteren Debatten auf dem Feld der Wissenschaftskommunikation dreht sich um den Artikel “Framing Science“, den Matthew Nisbet und Chris Mooney in der Aprilausgabe von Science veröffentlicht haben. Darin vertreten sie die These, dass die “Rahmung” (framing) von wissenschaftlichen Informationen entscheidend ist, um sie für bestimmte Öffentlichkeiten interessant und relevant zu machen. Einige Beispiele aus aktuellen (und in der Öffentlichkeit ausgetragenen) wissenschaftlichen Debatten machen deutlich, was die Autoren mit dem Begriff meinen. So kann zum Beispiel die Frage nach der globalen Erwärmung auf der einen Seite in einen skeptischen Rahmen (“wissenschaftliche Unsicherheit”) oder einen ökonomischen Rahmen eingebettet werden (“ökonomische Kosten”). Auf der anderen Seite kann man das Problem aber auch als “Büchse der Pandora” beschreiben (vgl. Abbildung, Quelle: Wikipedia) bzw. nach “Alarmsignalen” suchen. Für einen Wissenssoziologen sind das keine neuen Erkenntnisse, verwandte Phänomene sind unter Begriffen wie “Interpretationsfiguren”, “Deutungsmuster” oder “Storylines” zentrale Bestandteile der qualitativen Diskursanalyse.

    Dass der Artikel, der mit einem Plädoyer für eine zielgruppensensibleres Vorgehen der Wissenschaftler auf der öffentlichen Bühne endet (“In short, as unnatural as it might feel, in many cases, scientists should strategically avoid emphasizing the technical details of science when trying to defend it”), in den USA eine derart große Resonanz hervorrufen konnte, dass z.B. auf dieser Seite hunderte Links zu Reaktionen auf den Beitrag aufgelistet sind (oftmals wieder mit zahlreichen Kommentaren) oder, dass die beiden Autoren seit einiger Zeit nahezu täglich in den Universitäten der USA zu dem Thema vortragen, ist ein Indiz dafür, dass die wissenschaftliche Öffentlichkeit mittlerweile “reif” für eine derartige kritische Intervention zu sein scheint.

    Sieht man näher hin, dann erkennt man, dass es vor allem Wissenschaftsblogs sind, die sich in der Folge mit diesem Thema auseinandersetzen. Auf der einen Seite: Science 1.0, also Wissenschaftler, die jegliche Anpassung ihrer Wissenschaftskommunikationen an politische oder massenmediale Kontexte als Verrat an den ewigen Idealen der Wissenschaft sehen (“Manipulation”) und die Framing-Science-Debatte als ketzerisch empfinden. Auf der anderen Seite: Science 2.0, in der die strikte Trennung zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik infrage gestellt wird – häufig findet man hier einen ausgesprochen kulturalistisches Verständnis von Wissenschaft – und “Framing” (auch unter anderen Begriffen wie “Pädagogik” oder “Spin”) als alltäglicher Teil der wissenschaftlichen Arbeit und Kommunikation verstanden wird. Hier wird dann die Feststellung, dass “citizens do not use the news media as scientists assume” relevant. Anzunehmen ist, dass gerade Wissenschaftsblogger sich mit genau dieser Schlüsselfrage von Science 2.0 immer intensiver auseinandersetzen (müssen): Woher können wir überhaupt wissen, wie die Leute Wissenschaftskommunikationen gebrauchen bzw. verstehen?

    Aber ist nicht diese Debatte selbst ein schönes Beispiel für die Rahmung wissenschaftlicher Diskurse? Sind nicht Science 1.0 bzw. Science 2.0 mit den oben genannten Schlagwörtern “Manipulation” vs. “Pädagogik” immer auch als politische Strategien zu verstehen, eine wissenschaftliche Debatte (auch hier: vergleichsweise unabhängig von den tatsächlichen zugrundeliegenden Details) in Übereinstimmung mit den eigenen Einstellungen oder Interessen zu rahmen? Aber, um die Heftigkeit der Debatte in den USA (aus deutschsprachigen Medien sind mir nur einige vereinzelte Beiträge bekannt) zu erklären, muss man noch einen weiteren Rahmen in Betracht ziehen: die Kreationismus/Intelligent Design-Debatte, die in dem ursprünglichen Beitrag nur am Rande gestreift wurde (“[M]any scientists not only fail to think strategically about how to communicate on evolution, but belittle and insult others’ religious beliefs”), aber von vielen Kommentatoren in den Mittelpunkt gestellt wurde. Nisbet und Mooney mussten also selbst erfahren, wie sie auf einmal in einen Rahmen gebracht wurden, der beinhält, auch Pseudowissenschaften anzuerkennen.



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