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Gastbeitrag für KoopTech: Messen nach dem Ende der Massengesellschaft

Massengesellschaft

Massengesellschaft

Schon vor längerer Zeit hatte ich Christiane versprochen, einen Gastbeitrag für ihr KoopTech-Blog zu verfassen. Nun bin ich endlich dazu gekommen und habe meine Gedanken zum Thema “Messen nach dem Ende der Massengesellschaft – über Reichweiten- und Relevanzmaße” niedergeschrieben. Darin versuche ich, das Thema Social Media Measurement aus drei Perspektiven – der Messtheorie, Goodhart’s Law und Gesellschaftstheorie – näher zu beleuchten. Hier geht’s zum Artikel.

(Abbildung “So many ducks… Ducking hell” von Gaetan Lee, CC-Lizenz)



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    Schon kurios, was in der Wikipedia alles für löschenswert empfunden wird, wenn keine Änderungen im Sinne der Qualitätssicherungsbürokraten durchgeführt werden (“Gelingt dies nicht, droht dem Artikel die Löschung”):

    Ich denke zwar nicht, dass die Qualitätssicherer ernsthaft daran denken, bei einer versäumten Überarbeitung die Einträge über Max Beckmann, Henri Matisse oder die abstrakte Malerei zu löschen, aber was denken sich die einfachen Nutzer, die in der Wikipedia etwas über Beckmann nachlesen wollen, weil diese Seite in der Googlesuche ganz oben auftaucht?

    Und was denkt sich jemand, der auf dieser Qualitätssicherungsseite dann erfährt, dass diese Löschdrohung des Henri Matisse-Artikels von einem Autor ausgeht, der ohne Namensangabe als Begründung schreibt: “Harte Worte, aber ehrlich: lieber gar keinen Artikel als diesen”?



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  • Internet ist einflussreichstes Medium

    Das Internet ist mittlerweile das einflussreichste Medium geworden. Dieses Fazit zieht zumindest die gerade veröffentlichte “Digital Influence Index Study” von Fleishman Hillard und Harris Interactive.

    Normalerweise vergleicht man Medien wie Zeitung, TV, Zeitschriften, Radio und Internet Indikator für Indikator. Geht es um die Reichweite, die Nutzungsdauern oder auch die Glaubwürdigkeit liegt das Internet meistens auf dem zweiten oder dritten Platz hinter – es kommt darauf, welchen Indikator man betrachtet – Zeitung und TV.

    Wenn man allerdings mehrere Indikatoren gemeinsam betrachtet und z.B. Nutzungsdauer und Glaubwürdigkeit multiplikativ verknüpft, dann rückt das Internet auf einmal an die erste Stelle. Der Digitale Einflussindex errechnet sich als “the amount of time consumers spent on a given medium combined with the relative importance they attach to that medium.” Das Ergebnis ist ein prozentuales Maß für den Anteil verschiedener Medien am gesamten Einfluss auf die Konsumenten. In Deutschland liegt das Internet mit 40% klar vor den anderen Kanälen TV (22%), Radio (13%), Zeitungen (14%) und Zeitschriften (11%).

    Der Bericht versteht sich als Bestätigung der These, dass zwar auf der einen Seite das Bedürfnis der Konsumenten nach Nachrichten ungebrochen ist, jedoch zunehmend über das Internet befriedigt wird: “In fact, one could argue that the digital form of the written word is more powerful than its ink-on-paper predecessor”. Wenn man sich die ebenfalls in dieser Studie erhobenen Zahlen der Printverweigerer – also der Personen, die in einer typischen Woche keine gedruckten Zeitungen oder Zeitschriften gelesen haben – betrachtet, dann sind die deutschen Zahlen (13% Zeitschriftenverweigerer und 14% Zeitungsverweigerer) im Vergleich mit den britischen und französischen Lesern noch vergleichsweise niedrig. Dort liegen nur die französischen Zeitschriften unter einer Verweigerungsquote von 25%.

    Trotz des deutlichen Einflussvorsprungs von Online sind die Werbeausgaben noch nicht entsprechend umgeschichtet worden. Aber es wäre auch falsch, wie es der Bericht suggeriert, hier einen Automatismus zu vermuten. Denn gerade, wenn es um die neuen Aktivitäten im Internet geht – sowohl um den Ausdruck der eigenen Person in Blogs oder Social Networks als auch um mobile Internetanwendungen auf dem Handy – fehlen zuverlässige Ergebnisse zur Werbewirkungsforschung noch. Für die klassischen Anwendungsfälle des Web 1.0 – die Studie nennt hier das Recherchieren, Kommunizieren und Einkaufen – sieht es dagegen etwas besser aus. Das Forschungsprogramm für die nächsten Jahre dürfte damit klar sein. Wer packt es an?



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  • Reichweite oder Relevanz?

    Scott Karp empfiehlt John Batelles Buch “The Search” noch einmal zur eindringlichen Lektüre und arbeitet in diesem Beitrag einen zentralen Meilenstein in der Entwicklung von Googles Werbeprogramm AdWords heraus: 2002 hat Google sein Programm zum einen in Anlehnung an Overture von einem klassischen TKM-Modell zu einem Pay-per-Click-Modell umgestellt.

    Damit entstand ein Auktionsmodell, in dem die Werbetreibenden in einer Auktion um Werbeplätze bieten konnten. Damit gilt also zunächst: Wer am meisten Geld für die Klicks bietet, bekommt die größte Reichweite. Aber: Reichweite allein genügt nicht, wenn sie nicht relevant ist!

    Denn in diesen Auktionen kann sich jeder, vorausgesetzt die finanziellen Mittel sind da, an die Spitze bieten und damit das größte Publikum erreichen. Aber wenn diese Werbung niemanden interessiert, wird sie auch nicht geklickt. Das Ergebnis: Die Anzeige wird zwar sehr oft gezeigt, der Anzeigenkunde muss jedoch für diese Reichweite nicht zahlen. Ein schlechtes Geschäftsmodell.

    Google ist dieser Problematik jedoch aus dem Weg gegangen, in dem eine weitere Metrik in die Berechnungen mit einbezogen wurde: die Click-through-Rate, also das Verhältnis der tatsächlich angeklickten zur insgesamt angezeigten Werbung. Die CTR geht eher in Richtung Relevanzmaß, da dieses Maß anzeigt, wie relevant die Werbung für die Nutzer wirklich ist – was sich dann zum Beispiel in den Adklicks zeigt.

    In diesem Fall wurde also ein Reichweitenmodell erst dann richtig erfolgreich, als es mit einem Relevanzmaß verknüpft wurde. Die Reichweite allein hätte nicht funktioniert.

    Ich glaube, dass sich eine ähnliche Entwicklung auch anderswo, zum Beispiel im Bereich Social Media, abspielen könnte. Auch hier wird momentan noch sehr stark mit Reichweitenmaßen gearbeitet. Die Frage, wie relevant diese Reichweiten überhaupt sind, hört man dagegen noch viel zu selten.

    Ein schönes Beispiel bringt Anthony LaFauce:

    Living in DC everyone wants to get into the Washington Post. The Post has an amazing reach and finds its way into the homes of people all around the country. Is that good? Sure every client I have ever had wanted to get in the Post but it wasn’t always in their best interest.

    So what if the Post reaches half a million people a day, are they the right people? This is where social media can really shine even with a smaller metric.

    Momentan fehlen allerdings die geeigneten Indikatoren, um diesen “Glanz” der sozialen Medien entsprechend vermitteln zu können.



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  • Interview für die Blogschau und die Parasitenthese der Blogosphäre

    Aus dem ausführlichen Gespräch über Wissenschaftsblogs, das ich am Mittwoch mit Marcus Bösch geführt habe, hat es immerhin ein Satz in die aktuelle “Blogschau” der Deutschen Welle geschafft. Dass daraus dann auch noch ein virtuelles Zwiegespräch mit Marc aus der Wissenswerkstatt geworden ist, freut mich noch viel mehr.

    Zugleich zeigt es doch, welche Grenzen diese Form der medialen Informationsvermittlung hat. Ganz abgesehen davon, dass aus Einzelinterviews nur mit ganz viel Glück ein wirkliches Zwiegespräch, ein Dialog, in dessen Verlauf aus einzelnen Bauteilen neue Informationen werden, zusammengestellt werden kann – das ist klar. Auch die Reaktionsmöglichkeiten sind bei Broadcastmedien selbstverständlich äußerst reduziert (obwohl man hier das Internet als Rückkanal nutzen kann).

    Aus Sicht der Blogger ist mit am problematischsten, dass durch die mangelnde Verlinkung der Quellen deren Relevanz insgesamt nach wie vor unterschätzt wird. Auf der einen Seite ist es fast schon zu einem Grundgesetz der Blogosphäre geworden, die Inhalte, auf die man Bezug nimmt, zu verlinken. Dadurch werden pseudointelligente Aggregations- und Sortierdienste wie Rivva möglich. Umgekehrt verlinken Zeitungen, Onlinemagazine und Radiobeiträge nur in Ausnahmefällen (Heises Telepolis ist hier ein lobenswertes Beispiel) auf die referenzierten Blogbeiträge. Auf diese Weise wird der schiefe Eindruck verstärkt, dass die Blogosphäre andere Mediensysteme parasitiert, während Printpresse, TV und Radio ihre Inhalte aus eigener Kraft schaffen (vgl. zur Parasitenthese v.a. den Aufsatz “Are blogs a ‘parasitic’ medium?” von Robert Niles). Durch dieses auch für die empirische Forschung schwer durchsichtige (Nicht-)Linkverhalten wird die Relevanz der Blogosphäre systematisch unterschätzt.



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    Wieder ein paar subjektive Lesenotizen zu den jüngsten Äußerungen aus meinem Feedreader. Eine Verneigung vor einem der beiden Ursprüngen des Bloggens.

    • Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hat sich in einer Studie dem Thema Social Networks gewidmet. Die Ergebnisse in Kurzform: 85 Prozent der Internetintensivnutzer sind Mitglied in sozialen Netzwerken. 70 Prozent der Befragten sehen ihre Mitgliedschaft als langfristiges Commitment und wollen ihrem wichtigsten Netzwerk “für immer” bleiben. Mitgliedsbeiträge werden dabei weniger akzeptiert als Werbeeinblendungen. Das Durchschnittsalter der Communities liegt zwischen 23 und 47 Jahren. Etwas verwunderlich: Die Forscher kommen auf ein SchülerVZ-Durchschnittsalter von 23 Jahren – handelt es sich in Wirklichkeit um ein Abendschüler-Verzeichnis?
    • Small News – Big News. Schon einen Tag später gibt es die erste Antwort auf Jeff Jarvis’ “Pressesphärenmodell” (siehe gestern). Steve Boriss ist wenig überzeugt davon, dass wir uns nun alle in “Nachrichtenathleten” verwandeln, die aktiv nach Nachrichten suchen und dabei “a taste for the work of amateurs – amateurs in their topic areas and in their writing skills” ausbilden. Seiner Meinung nach bleibt der Einfluss von Social Software auf “small news” begrenzt, also auf Nachrichten aus Familie oder Freundeskreis, wie sie z.B. per Facebookstatusmeldungen verbreitet werden. “Big news” werden sich nur insofern verändern, als die Aufgabe und Verantwortung der “middlemen” komplexer wird: Nachrichten verbreiten kann jeder – in der Schaffung von Mehrwert liegt die Herausforderung. Das ist richtig, aber die Konvergenz von Tageszeitungen und Blogs geht weiter und schafft neue “dialogische Inseln” in der Nachrichtenwelt.
    • Die Antwort auf die Relevanzfrage lautet: Acht. Zumindest für SevenOne Media, die Relevanz als Antwort auf die Frage, “Wie viele Internet-Seiten gibt es, die sie regelmäßig besuchen?”, operationalisieren. Das Ergebnis: “Deutsche besuchen acht Seiten regelmäßig”. Männer sind etwas experimentierfreudiger: fast ein Viertel besucht regelmäßig 11 und mehr Seiten im Internet. Ebenfalls interessant: mit steigendem Alter wächst der Anteil derjenigen, die über Zeitung und Zeitschriften auf neue Internetseiten aufmerksam werden. Zugleich sinkt der Anteil der Empfehlungen durch Bekannte, Freunde und Kollegen. Das Internet der Jugendlichen ist sozial eingebettet.
    • Wieder eine Twitter-ist-das-neue-Email-Meldung: Diesmal von Marcus Bösch (Deutsche Welle), der mit extensivem Namedropping seine subkulturelle Kompetenz demonstriert. Aber wenn immer wieder von dem “weltweite[n] vielstimmige[n] Gezwitscher und Geschnatter” die Rede ist, merkt man, dass hier das wesentliche nicht begriffen wurde: bei Twitter geht es nicht um die weltweite Reichweite, sondern darum, seine Stammesgenossen zu erreichen. Twitter ist digitaler Neotribalismus.
    • Und noch etwas zum Thema Twitter: Cem Basman hat acht Interviews mit leidenschaftlichen Twitterern geführt, um hinter das Geheimnis dieser neuen Kommunikationsform zu kommen. Sein Vorschlag: “Twitter findet in den Köpfen statt. Nicht in der Software.” Als Neal Stephenson-Fan könnte man natürlich auch formulieren: “Twitter ist die Kommandozeile für die Schwarmintelligenz”.
    • Löschversuch: Jan Schmidt weist im Berliner Journalisten darauf hin, dass sich nur ein geringer Teil der Blogger als Konkurrenz zum professionellen Journalisten sieht. Der größte Teil begnügt sich damit, “persönlich Öffentlichkeiten” zu erreichen, beschränkt sich also auf die oben erwähnten “small news”. Sein Fazit: “Eine Überhöhung von Weblogs zur gesellschaftlichen Gegenöffentlichkeit wie umgekehrt die Banalisierung ihre Inhalte als ‘Laienjournalismus’ hilft deswegen nicht weiter, sondern erschwert den Blick auf die tatsächlichen Veränderungen in den vernetzten und individualisierten Öffentlichkeiten des Internets.” Dieses “Bürgerbloggen” ist aber nur eine Seite Medaille. Daneben kann man auch die allmähliche Verbloggung des Journalismus betrachten. Dann werden genau die semi-professionellen Blogs interessant, die Jan ausklammert.
    • Zum Schluss noch eine kurze Meldung in eigener Sache: In der Arbeitsgemeinschaft Social Media (Facebook-Gruppe) arbeiten nun etwa 40 Personen aus Wissenschaft, Marktforschung, Werbeagenturen, werbetreibenden Unternehmen und BloggerInnen in einem Wiki gemeinsam an einer Satzung für eine “Arbeitsgemeinschaft Social Media e.V.” Nach der Gründung wird eine technische Arbeitsgruppe das schon in Grundzügen bereitstehende Basisvokabular Social Media für eine technische Erfassung operationalisieren. Anfragen bitte per Email an kontakt (at) ag-sm.de.


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  • Einladung zum re:publica-Workshop “Brauchen wir eine Forschungsgruppe Social Media?”

    republica1.jpgNun gibt es einen festen Termin und einen festen Ort für den re:publica-Workshop zum Thema “Forschungsgruppe Social Media”: Wir treffen uns am Donnerstag, 3. April 2008, um 10:00 in der “Radeberger-Lounge”. In dieser gemütlichen und kommunikationsanregenden Umgebung haben wir dann 90 Minuten Zeit, unsere Vorstellungen über eine “Forschungsgruppe Social Media” auszutauschen.

    Hier der Ankündigungstext für unseren re:publica-Workshop (siehe dazu auch hier und hier):

    Jedes Medium hat eine Arbeitsgemeinschaft oder Forschungsgruppe, die sich um seine Erforschung und die Erhebung von Zahlen kümmert – von IVW, ag.ma bis AGOF. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die großen Medienhäuser auch die Bedeutung des Social Web erkennen und beginnen, es zu vermessen. Nach ihren Kriterien und Interessen.

    Wäre es da nicht sinnvoll, diese Angelegenheit selbst in die Hände zu nehmen und eine Forschungsgruppe Social Media ins Leben zu rufen, in der die BloggerInnen sich selbst über die Spielregeln verständigen, mit denen Blogosphäre und Social Networks erforscht und vermessen werden? Zudem könnte eine solche Institution auch als Träger für qualitative wie quantitative Blogstudien agieren sowie als Informationsstelle, die der interessierten Öffentlichkeit zuverlässige Daten über das Web 2.0 zur Verfügung stellt.

    Auch die ewige Relevanzfrage könnte in diesem Kontext aufgegriffen werden, berufen sich die Kritiker des neuen Netzes doch immer wieder auf die im Vergleich mit Print und TV geringere Reichweite von Blogs. Doch außer der internen Verlinkung der Blogosphäre gibt es dazu kaum brauchbare Daten. Insofern wäre es auch spannend, darüber zu diskutieren, welche Möglichkeit zur Messung der gesellschaftlichen Bedeutung der Blogosphäre denkbar sind.

    Hier geht’s zur Anmeldung für die Teilnehmer



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    Natürlich klingt es erst einmal wunderbar, dass Robert mit seinem Blog im Monat 2.000 Euro einnimmt – und das nach dem Verzicht auf Google AdSense. Aber auf der anderen Seite ist er ja kein Berufseinsteiger mehr, sondern bloggt mittlerweile schon eine ganze Weile. Ich nehme an, dass er einer der Gründe dafür ist, dass man heute ein Blog führen kann, ohne erklären zu müssen, was das überhaupt ist, so ein Blog:

    CARAMBA !!! Und ein Blog wie Techcrunch schafft es dagegen, sich nach “nur” zwei Jahren Bloggerei in ein 240.000 USD pro Monat erwirtschaftendes Unternehmen zu verwandeln (allerdings ein Unternehmen, das noch keine größeren Krisen durchgemacht hat, wie der Blog Herald bemerkt). Rechnet man aus, wieviele USD Monatseinnahmen auf einen Technorati-Link kommen, liegt das Verhältnis von Basic Thinking bei etwa 1,3 gegenüber 10,5 im Fall von Techcrunch.

    Da kann mir niemand erzählen, die alle paar Wochen auftretende Relevanz-, Blogblues- oder Werbehurendebatten hätten nichts damit zu tun, dass die Blogosphäre in Deutschland nach wie vor ein Nischengeschäft ist.



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