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Kurzer Blick auf scholarz.net

scholar.pngJohannes Moskaliuk konnte sich scholarz.net, das Wissensmanagementtool der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, schon einmal als Betaversion ansehen. Im Kern geht es dabei um die Verwaltung von Ressourcen wie Literaturangaben, Zitaten, Querverweisen, Ideen und Textteilen, die dann – wir sind hier schließlich im Web 2.0 – getaggt und mit anderen Nutzern geteilt werden können. Also eine Art mehrbenutzerfähiger digitaler Zettelkasten. Sein Fazit klingt schon einmal vielversprechend:

Diese Verknüpfung von Datenverwaltung und sozialer Netzwerkfunktion finde ich spannend und neu. Damit werden die meiner Meinung wesentlichen Aspekte des Web 2.0, nämlich Wissensemergenz und soziale Vernetzung als Mehrwert mit einem Tools bedient. Bis jetzt habe ich meine Wissen in einem Wiki gesammelt und Kontakte über XING geknüpft. Mit Scholarz.net ich beides mit einem Tool erreichen. Schöner Zusatz: Integriert ist auch eine Mailfunktion, eine Adressbuch und ein Diskussionsforum.

Was mich nun interessieren würde, ohne dass ich schon eine Gelegenheit hatte, mir das Programm einmal anzusehen:

  • Wie sieht es mit der Datensicherheit aus? Bei Google Docs werden die Daten, so wie ich das verstanden habe, mittels Cloud Computing verteilt in verschiedenen Datacenters abgelegt, so dass im Fall eines Ausfalls immer Sicherungskopien bereit stehen. Welche Sicherungsstrategien sind für scholarz.net vorgesehen? Was heißt “Mit scholarz.net werden alle Daten zentral an einem geheimen Ort abgespeichert und sind durch mehrere Sicherheitsschranken geschützt” konkret?
  • Was geschieht mit den Urheberrechten? Im Falle von Google Docs gab es bereits einmal einige Verwirrung darüber, inwiefern Google berechtigt ist, eingestellte Dokumente weiterzunutzen.
  • Generell ist mir nicht ganz klar, wo scholarz.net über andere Online-Textverarbeitungen oder Wikis hinausgeht. Ein Killerfeature wären sicher eingebaute Kodierungsfunktionen à la atlas.ti oder MAXQDA. Ist so etwas geplant? Wie sieht es mit dem Erstellen von Fragebögen aus, was ja mittlerweile mit Google Docs möglich ist?
  • Der aktuelle Claim “Schneller promovieren!” erscheint mir doch ein bisschen eng gefasst. Einige der angesprochenen Funktionen dürften auch für andere Zielgruppen sehr interessant sein.
  • Wie sieht das Geschäftsmodell aus? Wie läuft die Finanzierung des Dienstes nach dem Ende der Projektlaufzeit?

Auf jeden Fall bin ich weiter gespannt auf die Entwicklung dieses Services.



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    scholarz.pngLiest sich schon einmal interessant, was die Mitarbeiter des Forschungsprojekts “Wissenschaftlich Arbeiten im Web 2.0″ (Projektleiter: Daniel Koch) an der Uni Würzburg alles vorhaben (via Schmidtmitdete):

    scholarz.net” nennen wir unsere eigens programmierte Online-Software für wissenschaftliches Arbeiten, die sich derzeit noch im Test befindet. Gereift im Zuge des Forschungsprojektes “Wissenschaftlich Arbeiten im Web 2.0? der Universität Würzburg basteln wir weiter an einem “Alleskönner” aus internetbasierter Literaturverwaltung, anspruchsvollem Wissensmanagement, Social Knowledge und Wissenschaftlernetzwerk.

    Momentan ist die Software allerdings noch nicht öffentlich zugänglich – ich würde mich natürlich sehr über eine Einladung zum Alphatest freuen -, aber gebloggt wird schon eifrig auf dem dazugehörigen Scholarz-Blog.

    Ich bin gespannt, wie es mit dem Projekt weitergeht, denn gerade in den Sozial- und Geisteswissenschaften sind Web2.0-Anwendungen noch nicht so besonders stark verbreitet – zumindest im Vergleich mit den Medienpädagogen und Kommunikationswissenschaftlern.

    Vor einiger Zeit hatte ich selbst einmal mit der Arbeit an einen Einführungstext zum Thema “Web 2.0 für Sozialwissenschaftler – Einsatzmöglichkeiten von Wikis, Weblogs und Social Bookmarking in Forschung und Lehre” (download als pdf) begonnen. Zwar ist der Text noch nicht ganz fertig, aber ich kann ihn ja trotzdem hier einmal zur Diskussion stellen. Ich bin gespannt auf eure Kommentare.



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