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	<title>viralmythen &#187; print</title>
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		<title>Wie Twitter die Gesellschaft verändert: Die Massenmedien</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/10/15/wie-twitter-die-gesellschaft-veraendert-die-massenmedien/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 09:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als kurze Antwort auf Klaus Ecks inspirierenden Blogbeitrag über 18 Gründe, die gegen die Verwendung (sagen wir einmal: gegen die exzessive Verwendung) des Microbloggingdienstes Twitter sprechen, hier ein kurzer Blick auf das positive Potential von Twitter. Welche Veränderungen können durch das Twittern in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilsystemen angestoßen werden? Als erstes sind die Massenmedien dran. [...]]]></description>
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<p>Als kurze Antwort auf Klaus Ecks <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2008/10/anti-twitter-th.html">inspirierenden Blogbeitrag</a> über 18 Gründe, die gegen die Verwendung (sagen wir einmal: gegen die exzessive Verwendung) des Microbloggingdienstes Twitter sprechen, hier ein kurzer Blick auf das positive Potential von Twitter. Welche Veränderungen können durch das Twittern in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilsystemen angestoßen werden? Als erstes sind die <strong>Massenmedien</strong> dran. Danach folgen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung.</p>
<p><a href="http://twitpic.com/gbmf"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/761559-150x150.jpg" alt="" title="Print-Arroganz" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-705" /></a>Am deutlichsten sind die Auswirkungen des Microbloggens für die Welt der Massenmedien. Durch den <a href="/2008/04/14/blogs-als-diskurs-und-dialogmedien/">dialogischen Charakter</a> von <a href="/2008/03/21/twitter-als-world-wide-grapevine/">Twitter</a> verändert sich das Informationsverhalten. Nachrichten werden nicht mehr bloß rezipiert, sondern diskutiert und weitergegeben. <strong>Jeder ist ein Knoten in einem nahezu weltumspannenden Netz von Informationen.</strong> Die Zahl der Sender hat sich dadurch stark vervielfältigt und zugleich hat sich der Informationsfluss durch die große Redundanz der Kanäle beschleunigt. <a href="/2008/08/11/ich-habe-die-zukunft-der-nachrichten-gesehen/">Nachrichten in Echtzeit statt Nachrichten von Gestern.</a></p>
<p>Ein kurzes Beispiel: Gestern stand auf einmal der Begriff &#8220;Saddam Hussein&#8221; ganz oben in den <em><a href="http://search.twitter.com/">Trending Topics List</a></em> von Twitter. <a href="http://search.twitter.com/search?q=saddam+hussein">Warum?</a> Weil <a href="http://www.huffingtonpost.com/2008/10/14/mccain-transition-chief-a_n_134595.html">bekannt wurde</a>, dass ein Mitglied von McCains Kompetenzteam ehemaliger Lobbyist für den irakischen Präsidenten gewesen ist. Ich <a href="http://twitter.com/furukama/statuses/959607388">habe darüber getwittert</a> und einige meiner Kontakte aus den USA und aus Kanada haben auf diese Weise davon erfahren. Aus einer <a href="http://twitter.com/stockdorf">deutschen Kleinstadt</a> hat sie die Nachricht schneller erreicht als über die Massenmedien. Das nenne ich Veränderung.</p>
<p>Seit die Redaktion das Twittern begonnen hat, gehört <a href="http://twitter.com/DerWesten">Der Westen</a> zu meinem <em>relevant set</em>. Ich komme mit einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Westdeutsche_Allgemeine_Zeitung">Regionalzeitung aus dem Ruhrgebiet</a> häufiger in Berührung als mit hiesigen Regionalzeitungen wie dem Münchener Merkur oder der tz. Das hätte ich zuvor nie für möglich gehalten. Hinter der Twitter-Kommunikation von Zeitungen und Zeitschriften steht im Idealfall folgende stillschweigende Übereinkunft: Die Redaktion schickt ab und zu Links zu neuen Beiträgen auf ihrem Internetangebot, ist im Gegenzug aber offen für die Reaktionen der Leser. Im Kern geht es darum, den dialogischen Aspekt der Massenmedien zu zeigen, der aus dem Endprodukt so erfolgreich verdrängt wird: <strong>Nachrichten sind Gespräche und hängen immer auch davon ab, wer sie erzählt.</strong></p>
<p>Das bleibt nicht ohne Folgen: das generalisierte Systemvertrauen in die Massenmedien wird zunehmend abgelöst durch ein sehr viel konkreteres soziales Vertrauen in bestimmte Netzwerkknoten oder Subnetze, deren Fähigkeit, Informationen zu bewerten und zu selektieren einem in der Vergangenheit positiv aufgefallen ist.</p>
<p>Obwohl die Veränderungen hier am deutlichsten sichtbar sind, geht es nicht nur um die Nachrichten. Auch Unterhaltungsangebote werden auf Twitter kommentiert und verbreitet, wodurch klassische <em>one-way</em>-Medien wie das Fernsehen auf einmal eine interaktive und dialogische Qualität bekommen, durch die die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radiotheorie">Brechtsche Radiotheorie</a> auf einmal in greifbare Nähe rückt. Twitter hat als zusätzlicher Kanal das Potentiel,</p>
<blockquote><p>
den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen.
</p></blockquote>
<p><strong>Zusammengefasst</strong>: Durch Twitter verwandelt sich das System der Massenmedien, in dem sich wenige Sender an eine große, anonyme Masse von Rezipienten wendet, in eine <strong>plurale Landschaft aus kleinen und großen Knoten, die Nachrichten, Meinungen und vor allem natürlich Hyperlinks austauschen, kommentieren und diskutieren</strong>. Sicherlich verlangt es von den klassischen Massenmedien einiges an Mut, sich in dieses neue Spielfeld zu begeben, dessen Spielregeln, Positionen und Akteure noch weitgehend unklar definiert sind, aber diejenigen, die diesen Schritt wagen, haben die Möglichkeit, an der Konstitution dieses neuen Nachrichtenspiels mitzuwirken. <strong>Wer sich verweigert, verliert.</strong></p>
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		<title>Journalismus heißt Verhinderung von nutzergenerierten Inhalten</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/09/24/journalismus-heisst-verhinderung-von-nutzergenerierten-inhalten/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 16:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal bekomme ich den Eindruck, dass viele Journalisten sich nicht nur schwer tun mit nutzergenerierten Inhalten, sondern dass sie regelrecht versuchen, diese zu verhindern. Ein Beleg dafür sind die unzählbaren Hinweise auf die mangelnde Qualität von Blogkommentaren und Forendiskussionen (das ist mir erst heute wieder passiert, in einer Reaktion auf meinen Vortrag zu Wissenschaftsblogs auf [...]]]></description>
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<p>Manchmal bekomme ich den Eindruck, dass viele Journalisten sich nicht nur schwer tun mit nutzergenerierten Inhalten, sondern dass sie regelrecht versuchen, diese zu verhindern. Ein Beleg dafür sind die unzählbaren Hinweise auf die mangelnde Qualität von Blogkommentaren und Forendiskussionen (das ist mir erst heute wieder passiert, in einer Reaktion auf meinen Vortrag zu Wissenschaftsblogs auf dem Symposium &#8220;Wissenschaft im Dialog&#8221; in Bremerhaven), ein anderer Beleg ist die rigide Einschränkung der Kommentarfunktion auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung.</p>
<p>Der Witz ist: Die Gegnerschaft von Journalisten und user generated content ist nicht neu. Nur hieß das früher nicht so, sondern trug die Bezeichnung &#8220;Leserbriefe&#8221;. Journalisten schreiben Artikel, Nutzer schreiben Briefe. Und damals wie heute genügte bzw. genügt der größte Teil der Rückmeldungen der Nutzer auf einen Artikel auf Focus Online genauso wie auf einen Artikel im gedruckten Politikteil der FAZ wohl kaum den Qualitätsvorstellungen von Journalisten.</p>
<p>Nur: Die meisten Leserbriefe werden nach wie vor nicht veröffentlicht, während sich einige Onlinepublikationen auf das Experiment eingelassen haben, alle Reaktionen der Leser (sofern sie im Einklang mit der Verfassung sind) zu publizieren bzw. nicht herauszufiltern. Ich bin überzeugt: Eine Vollpublikation von Leserbriefen würde bei den meisten Lesern genau dasselbe gruselige Gefühl hervorrufen wie die 1134. Mac-vs-Windows-Debatte in einem heise-Forum.</p>
<p>In diesem Sinne bedeutet Journalismus dann unter anderem auch, nutzergenerierte Inhalte zu verhindern.</p>
<p>Ich meine das nicht einmal negativ, denn es wird wahrscheinlich auch in Zukunft eine Nachfrage nach solchen &#8220;sauberen&#8221; Textbiotopen geben, in denen suggeriert wird, wir befänden uns in einer Habermas&#8217;schen Utopie eines rationalen Diskurses. Das ist aber eben nur eine Scheinwelt, die mit der tatsächlichen Art und Weise, wie Menschen denken, was sie sich wünschen etc. nicht viel zu tun hat. Ein Blick auf die beliebtesten Begriffe in der Google-Suche zerstören diese Illusion sehr schnell. Manchmal möchte man das auch gar nicht alles wissen. So eine Art Traumfabrik. Und Traumfabriken werden wohl auch in Zukunft noch nachgefragt werden.</p>
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		<title>Das Requiem auf Print</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/19/das-requiem-auf-print/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 08:53:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Das Requiem auf Print ist noch nicht gesungen&#8221;, sagte Bascha Mika, Chefredakteurin der taz auf dem media coffee der dpa in Berlin. Ich befürchte fast, dass sie damit Recht hat. Aber nicht deshalb, weil ich den Untergang der Printzeitungen und -zeitschriften herbeisehnen würde &#8211; im Gegenteil! Eher sehe ich die Gefahr, dass sich gerade die [...]]]></description>
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<p>&#8220;Das Requiem auf Print ist noch nicht gesungen&#8221;, <a href="http://turi-2.blog.de/2008/06/19/heute2-revue-piel-prosieben-sat-4334978">sagte</a> Bascha Mika, Chefredakteurin der <a href="http://taz.de">taz</a> auf dem media coffee der dpa in Berlin. Ich befürchte fast, dass sie damit Recht hat. Aber nicht deshalb, weil ich den Untergang der Printzeitungen und -zeitschriften herbeisehnen würde &#8211; im Gegenteil! Eher sehe ich die Gefahr, dass sich gerade die gedruckten Tageszeitungen in Zombies verwandeln, untote Wesen, die nicht sterben dürfen, weil von Seiten der Zeitungsmacher zu viel Prestige, Tradition, Emotion daran hängt. So werden möglicherweise Veröffentlichungen, die längst nicht mehr relevant, ökonomisch tragfähig oder zukunftsweisend sind, jahrelang mitgeschleift, weil es einem Tabubruch gleich käme, sie zu hinterfragen.</p>
<p>Gerade mit Entwicklungen wie der <a href="http://www.buzzmachine.com/2008/06/16/ap-hole-dig/">Selbstisolation der Associated Press</a>, die seit kurzem <a href="http://www.blogpiloten.de/2008/06/17/associated-press-schlagt-copyright-wellen/">horrende Worthonorare</a> dafür verlangt, dass ihre Informationen in Blogs wiedergegeben werden, spitzt sich die Situation merklich zu. Klar zu erkennen ist, dass es hierbei überhaupt nicht mehr um die Funktion der gesellschaftlichen Verbreitung von Nachrichten geht. Nachrichtenagenturen, die auf einmal mit der wachsenden Konkurrenz aus <em>user generated news</em> in <a href="http://publishing2.com/2007/12/17/can-blogs-do-journalism/">Blogs</a>, auf <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/twitter_for_journalists.php">Twitter</a> oder <a href="http://thomashawk.com/2008/06/will-friendfeed-become-new-source-for.html">Friend</a><a href="http://www.micropersuasion.com/2008/06/how-friendfeed.html">feed</a> konfrontiert sind, versuchen dennoch, ihre alte Funktion als <em>gate-keeper</em> zu bewahren. Nur wirken <em>gate-keeper</em> schnell lächerlich, wenn die Mauern längst geschleift worden sind.</p>
<blockquote><p>
What has me most upset about the AP Affair is that I fear we are seeing the beginnings of its death throes. I value the AP and don’t want it to die. I want it to morph to a new model and a new future. But I am afraid that in its fights, we are seeing its inability to adapt,
</p></blockquote>
<p><a href="http://www.buzzmachine.com/2008/06/18/whither-the-ap/">schreibt</a> Jeff Jarvis und das gilt nicht nur für Nachrichtenagenturen, sondern eigentlich die gesamte Printwelt. Nur leider lassen sich diese <a href="http://medienlese.com/2008/02/28/die-zeitung-der-zukunft-fuenf-thesen-zu-crossmedia/">neuen Modelle</a> und <a href="http://blog.metaroll.de/2008/05/02/searls-10-thesen-zur-rettung-der-zeitung-revisited/">neuen Zukünfte</a> zumindestens in der Welt der Zeitungsverlage noch nicht erkennen. Die Zeitungen werden zwar auf ihren Onlinepräsenzen immer &#8220;<a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/">bloggiger</a>&#8220;, binden <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/2008/6/17/news-56289427/detail.html">Bewegtbilder</a> ein, <a href="http://spackmat.de/spackblog/archives/376-Enttaeuschendes-Geotagging-im-Westen.html">geotaggen ihre Informationen</a> oder <a href="http://www.grenzpfosten.de/2008/05/22/sport-journalisten-entdecken-twitter/">beginnen</a> sogar mit dem <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/17/corporate-twitter-die-liste/">Twittern</a>. Aber das überzeugt als langfristiger Zukunftsentwurf noch lange nicht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Searls 10 Thesen zur Rettung der Zeitung revisited</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/02/searls-10-thesen-zur-rettung-der-zeitung-revisited/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2008 09:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[doc searls]]></category>
		<category><![CDATA[nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[news]]></category>
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		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Doc Searls, Mitauthor des Cluetrain-Manifests (&#8220;Märkte sind Gespräche&#8220;), hat auf seinem Blog in prägnanter Form zehn Empfehlungen für die Zeitung der Zukunft formuliert (bzw. aus dem Archiv hervorgeholt). Da diese Punkte sehr gut zu meinem letzten Blogeintrag zum Tod der Tageszeitungen und dem Überleben der Zeitschriften passt, möchte ich die Thesen hier kurz kommentieren: Die [...]]]></description>
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<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doc_Searls">Doc Searls</a>, Mitauthor des Cluetrain-Manifests (&#8220;<a href="http://www.cluetrain.de/">Märkte sind Gespräche</a>&#8220;), hat auf seinem Blog in prägnanter Form zehn Empfehlungen für die Zeitung der Zukunft <a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2008/04/30/the-future-history-of-newspages/">formuliert</a> (bzw. aus dem Archiv <a href="http://doc-weblogs.com/2007/03/24#howToSaveNewspapers">hervorgeholt</a>). Da diese Punkte sehr gut zu meinem <a href="http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/">letzten Blogeintrag zum Tod der Tageszeitungen und dem Überleben der Zeitschriften</a> passt, möchte ich die Thesen hier kurz kommentieren:</p>
<ol>
<li><strong>Die Archive öffnen</strong>. Wenn die alten Beiträge hinter einer kostenpflichtigen Anmeldemaske versteckt sind, können sie von Suchmaschinen nicht gefunden werden. Was im Suchmaschinenzeitalter schlicht heißt: sie existieren nicht. Hier hat sich einiges getan. Das <a href="http://www.zeit.de/archiv/index">Zeit-Archiv</a> reicht trotz <a href="http://praegnanz.de/weblog/das-zeit-archiv-und-die-texterkennung">einiger Mängel</a> bis ins Jahr 1946 zurück. Das taz-Archiv ist zwar kostenpflichtig, Google darf aber umsonst hinein, so dass die älteren Beiträge in den Suchmaschinenindices zu finden sind. FAZ und SZ sind dagegen größtenteils kostenpflichtig.
<li><strong>Archiviertes auf die Titelseite bringen</strong>. Doc Searls empfielt, Links zu alten Artikeln aus den Archiven auf die Titelseite zu bringen, um die Suchmaschinen und Nutzer in die Archive einzuladen. Zwar haben die Onlineausgaben mittlerweile durch die Bank Verweise auf thematisch ähnliche Beiträge (&#8220;related items&#8221;) auf den Artikelseiten. Aber der Weg von der Titelseite ins Archiv ist meistens so versteckt, dass man nicht ernsthaft davon ausgehen darf, dass man die Leser dort haben will. Hier als Beispiel der gut getarnte Archivlink ganz unten auf der Tagesspiegel-Seite:<br />
<img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/tagesspiegel_archiv.png" alt="Gut getarnter Archivlink auf Tagesspiegel.de" title="tagesspiegel_archiv" width="300" height="246" class="aligncenter size-full wp-image-482" /><br />
Einige Archive sind zudem nur durchsuchbar und nicht Artikel für Artikel, Ressort für Ressort durchblätterbar.</p>
<li><strong>Nach außen verlinken</strong>. Wie ich <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/">hier schon erwähnt habe</a>: bei deutschen Zeitungswebseits Fehlanzeige. Verlinkt wird nur auf das eigene Blatt. Links nach außen sind nahezu immer Werbelinks. Von Tageszeitungstrackbacks in die Blogosphäre können wir im Augenblick nur träumen.
<li><strong>Blogs und andere Zeitungen verfolgen und verlinken</strong>. Auch hier nicht viel neues. Immerhin leisten sich viele Tageszeitungen nun Blogger, die anscheinend diese Arbeit für die Zeitungsredaktion übernehmen sollen.
<li><strong>Blogger als potentielle Berichterstatter einbeziehen</strong>. Bislang ist die Kluft zwischen Zeitungen und Blogs nur in eine Seite durchlässig: Journalisten können Blogger werden. Bewegungen in die andere Richtung, also dass ein wichtiger Blogger oder eine Bloggerin in eine Redaktion geholt wurde, sind mir nicht bekannt. <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">Robert Basics</a> Techniktipps auf der Computerseite der Süddeutschen? <a href="http://wirres.net">Schwenzels</a> Woche in der Taz? Aber das geht natürlich nur, wenn der Scheingegensatz zwischen Journalisten und Bloggern aufgegeben wird.
<li><strong>Bürgerjournalisten für lokale Themen einsetzen</strong>. Auch hierfür fallen mir auf Anhieb keine prägnanten Beispiele ein.
<li><strong>Weg mit dem Begriff &#8220;Content&#8221;</strong>. Es geht um Texte, Bilder, Meinungen, nicht um Inhalt, der nur dazu da ist, einen Leerraum zu füllen. Eine Onlineredaktion sollte mehr sein als ein Content-Management-System.
<li><strong>Einfache Webseiten bauen</strong>. Klare Strukturen und Navigationspfade, kurz: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerfreundlichkeit">Benutzerfreundlichkeit</a>.
<li><strong>Ins &#8220;Live Web&#8221; einsteigen</strong>. Statt Site, Content, Box und Container sollte im Idealfall der Eindruck entstehen, dass hier lebendige Menschen recherchieren, fotografieren, schreiben, verlinken, beobachten, kommentieren. Das neue Netz ist dynamisch.
<li><strong>Für mobile Endgeräte &#8220;Nachrichtenströme&#8221; veröffentlichen</strong>. Auf einem Mobiltelefon will man die Essenz der Seite lesen. Mehr nicht. Das kann dann in etwa <a href="http://nytimesriver.com/">so aussehen</a>.
</ol>
<p>Mir fallen da noch zwei Ergänzungen ein:</p>
<ol>
<li><strong>Zugänge in die Nachrichtenmaschine anlegen</strong>. RSS-Feeds haben mittlerweile die meisten Tageszeitungen im Netz. Aber das sind meistens One-Size-Fits-Them-All-Lösungen. Die Personalisierung geht in der Regel nur so weit, dass man Feeds für einzelne Ressorts abrufen kann. Mit Nachrichten-APIs könnte man sehr viel spezifischere Zugänge zu den Datenbanken ermöglichen und so das dort gespeicherte Wissen besser nutzen. Die amtliche Statistik hat damit auch schon angefangen, so dass man die offiziellen Daten in Mashups weiter umwandeln kann. Warum sollten die Zeitungen das nicht auch können?
<li><strong>Die Nachrichten verschlagworten und geocodieren</strong>. Wenn es hoch kommt, sind in den Metatags gerade einmal die ersten zehn Worte der Meldung als Stichworte abgespeichert. Was fehlt ist eine aussagekräftige Verschlagwortung der Beiträge sowie die Geocodierung. In Verbindung mit dem vorangegangenen Punkt entstünde auf diese Weise eine umfassende und dynamische Datenbank mit Begriffen und ihren Orten, auf die man dann z.B. für eigene Blogbeiträge oder Mashups (vgl. dazu meinen geolokalisierten Wein-Nachrichtenfluss <a href="http://www.eigenarbeit.org/mivino">mivino</a>) zurückgreifen könnte.
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Hinweg mit dem sinnlosen Zeitungspapier! Warum Zeitungen sterben und Zeitschriften überleben werden</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 10:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[flusser]]></category>
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		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Ganz gleich, wie oft man ihn wiederholt: Der Satz &#8220;Print ist tot&#8221; wird dadurch einfach nicht wahrer. Manche Printerzeugnisse werden fortbestehen und zum Teil noch an Bedeutung zulegen während andere zum Fall für die Geschichtsbücher werden (siehe zum Beispiel diese Meldung). Das Zeitalter der Tageszeitung ist vorbei &#8211; Hochglanzzeitschriften werden auch noch in 30 Jahren [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/320732976_5dc14ce008.jpg" alt="" title="Zeitschriften" width="500" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-480" /></p>
<p>Ganz gleich, wie oft man ihn wiederholt: Der Satz &#8220;<a href="http://www.wortgefecht.net/medien/print-ist-tot-wirklich/">Print ist tot</a>&#8221; wird dadurch einfach nicht wahrer. Manche Printerzeugnisse werden fortbestehen und zum Teil noch an Bedeutung zulegen während andere zum Fall für die Geschichtsbücher werden (siehe zum Beispiel <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/show.php?id=75882">diese Meldung</a>). Das Zeitalter der Tageszeitung ist vorbei &#8211; Hochglanzzeitschriften werden auch noch in 30 Jahren gelesen werden.</p>
<p>Doch es scheinen unterschiedliche Gründe hinter dem Untergang der Tageszeitungen bzw. ihrer Verwandlung in ein Luxusgut für ältere Menschen mit viel Zeit und dem Fortbestehen der Zeitschriften zu stecken.</p>
<h4>Das Ende der Tageszeitungen</h4>
<p>Das Ende der Tageszeitungen, also des Prinzips neueste Nachrichten in gedruckter Form diskursiv zu verbreiten, liegt ganz wesentlich daran, dass die Gatekeeperfunktion des Journalismus <em>ad absurdum</em> geführt wird. Früher bedeutete Gatekeeper, dass hier jemand (ein Journalist) ist, der komplexe Informationen und Hintergründe allgemeinverständlich aufbereitet und dadurch einen Informationskanal öffnet. <strong>Heute blockieren und verstopfen Journalisten diesen Kanal.</strong> Jeder hat potentiell über das Internet Zugang zu den aktuellen Nachrichten, in den ersten Fällen ist die Twitter-Öffentlichkeit sogar schneller informiert als die Presseagenturen. Die Funktion des Journalismus als Verwalter eines knappen Gutes Information wird überflüssig.</p>
<p>Aber nicht nur der Zugang zu den Informationen hat sich strukturell verändert, sondern mittlerweile hat jeder die Möglichkeit, per Blog Nachrichten zu publizieren. Früher brauchte man dazu eine Druckerpresse, heute genügt eine Blogsoftware oder ein kostenloser Account bei einem der vielen Bloganbieter (siehe dazu auch das dritte Kapitel in Clay Shirkys &#8220;<a href="http://www.herecomeseverybody.org/">Here Comes Everybody</a>&#8220;). Wie bezeichnend, dass sich zwei Webloginstallationen mit ihrem Namen in die Tradition des Buchdrucks einordnen: WordPress (&#8220;Wörterpresse&#8221;) und Movable Type (&#8220;bewegliche Lettern&#8221;).</p>
<p>Wie ernst die Lage tatsächlich ist, wird schnell deutlich, wenn man sich etwa die aktuell &#8220;Nationale Initiative Printmedien&#8221; <a href="http://medienlese.com/2008/04/18/nationale-initiative-printmedien-schlechte-medizin/">ansieht</a>. Jetzt muss die Bedeutung des Gedruckten schon offiziell beschworen werden. Das war schon immer ein sicheres Zeichen einer <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/19/auf-zum-letzten-gefecht-die-nationale-initiative-printmedien-ruft-zum-medialen-endkampf-kurzknapp-31/">bevorstehenden Pleite</a>.</p>
<h4>Das Überleben der Zeitschriften</h4>
<p>Sucht man nach Gründen für das Überleben der Hochglanzzeitschriften, so wird man einmal mehr bei dem Medienphilosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser">Vilém Flusser</a> (&#8220;<a href="http://www.txt.de/bollmann/flusser/lob.htm">Lob der Oberflächlichkeit</a>&#8220;) fündig. Zeitschriften sind weniger im alphanumerischen Code verfasst, der sequentiell &#8211; Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Aussage für Aussage &#8211; aufgenommen werden muss, sondern wirken im Wesentlichen als farbige, ahistorische Oberflächen, die man eher mit dem Auge kreisend aufnimmt. Nach Flusser &#8220;deutet die gegenwärtige Farbenexplosion auf ein Ansteigen der Wichtigkeit zweidimensionaler Codes. Oder umgekehrt: Eindimensionale Codes wie das Alphabet neigen gegenwärtig dazu, an Wichtigkeit zu verlieren&#8221; (&#8220;Die kodifizierte Welt&#8221;, 1978).</p>
<p>Während jeder einen Zugang zu den neuesten Nachrichten hat und als Nachrichtensender agieren kann, kann nicht jeder hochwertige Oberflächen produzieren. Die Produktionsmittel sind hier ungleich verteilt. Das Internet hilft in diesem Fall nicht weiter, da Farbtreue und Farbtiefe noch zu weit weg von den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Illustrierte">gedruckten Zeitschriften</a> entfernt sind, ganz zu schweigen von dem Fehlen der <a href="http://www.zeitschriftenblog.de/?p=309">haptischen Dimension</a>. Webseiten lassen sich nicht mit den Fingerspitzen lesen. Bisherige Versuche, digitale Hochglanzseiten zu entwerfen, <a href="http://monocle.com/webprogrammes/Quality-of-Life-Index/Hotel-Palafitte-Neuchatel/">überzeugen</a> <a href="http://www.moreintelligentlife.com/node/981">noch</a> <a href="http://bunte.de/">nicht</a>. Wir bleiben hier also auch in Zukunft noch angewiesen auf <a href="http://createordie.de/cod/news/Die-Aera-der-New-Designer-042601.html">professionelle Oberflächenproduzenten</a> und auf das Papier als Medium für Glanz und Farbe. <strong>Die Lücke zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkristallbildschirm">Flüssigkristallen</a> und Hochglanzpapier ist zumindest für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte die Überlebensgarantie der Zeitschriften.</strong></p>
<p><small>(Abbildung &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/cld/320732976/">Zeitschriften</a>&#8221; von cld, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC-Lizenz</a>)</small></p>
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		<title>Das lange 19. Jahrhundert der Zeitungsmacher</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/14/das-lange-19-jahrhundert-der-zeitungsmacher/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 15:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Der gerade eben veröffentlichte Medien-Trendmonitor liefert wieder einmal spannende Einblicke in die Überzeugungen der Journalisten und Redakteure. Eine Frage ist besonders schön, da sie einen tiefen Glaubensinhalt des Printjournalismus betrifft: Die Frage nach dem Leitmedium. Man muss sich das in etwa so vorstellen: Unabhängig von kleineren Veränderungen und Verschiebungen gibt es große gesellschaftliche Trends, was [...]]]></description>
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<p>Der gerade eben veröffentlichte <a href="http://www.newsaktuell.de/pdf/medientrendmonitor032008.pdf">Medien-Trendmonitor</a> liefert wieder einmal spannende Einblicke in die Überzeugungen der Journalisten und Redakteure. Eine Frage ist besonders schön, da sie einen tiefen Glaubensinhalt des Printjournalismus betrifft: Die Frage nach dem <strong>Leitmedium</strong>.</p>
<p>Man muss sich das in etwa so vorstellen: Unabhängig von kleineren Veränderungen und Verschiebungen gibt es große gesellschaftliche Trends, was den öffentlichen (oder: veröffentlichten) Diskurs betrifft. Luthers Zeitgenossen haben sich noch Flugschriften bedient, wenn sie eine relevante Öffentlichkeit erreichen wollten, 100 Jahre später konnte man sich mit gelehrten Büchern an die Öffentlichkeit wenden. Im 19. Jahrhundert begann dann die Ära der Zeitung, genauer: der Massenpresse, die durch neue Drucktechnologien möglich wurde. Und danach? Nichts mehr. Der Medien-Trendmonitor formuliert es wie folgt:</p>
<blockquote><p>
Das Ergebnis ist eindeutig: Die gedruckte Zeitung bleibt weiterhin das maßgebliche Leitmedium. Diese Meinung zieht sich durch alle Berufsgruppen sowie Medienbereiche.
</p></blockquote>
<p>Kein Radio, kein TV, kein World Wide Web, ja nicht einmal die Onlineausgaben der Tageszeitungen und Zeitschriften spielen hier eine Rolle. Nur 3,8 Prozent der 3093 <a href="http://survey.united-research.com/faktenkontor/medientrend/">online-befragten</a> Redakteure und freien Journalisten sind der Meinung, dass das Internet die Zeitung als Leitmedium bereits abgelöst hat. Noch weniger sind es in den Redaktionen der Tageszeitungen. Verständlich. Da überrascht es auch nicht, dass das Web 2.0 (was auch immer darunter verstanden wird) für zwei Drittel der Befragten nur eine geringe oder gar keine Relevanz für die journalistische Arbeit hat. Zum Glück ist es nur von untergeordneter Wichtigkeit, was die Zeitungsmacher selbst für relevant halten oder als Leitmedium empfinden. Viel wichtiger ist die gesellschaftliche Relevanz, die allerdings <a href="http://ag-sm.de/?p=3">mangels zuverlässiger Zahlen</a> und Forschung noch nicht hinreichend belegt werden kann.</p>
<p>Einschränkend muss man dazu sagen, dass die gedruckte Zeitung hier nur mit dem Internet verglichen wurde und nicht mit den Leitmedien des 20. Jahrhundert Radio und TV, die was <a href="http://blog.metaroll.de/2008/01/23/edelman-wikipedia-vertrauenswuerdiger-als-klassische-medien/">Glaubwürdigkeit</a> und Verbreitung betrifft, gerade bei den jüngeren Mediennutzern die Zeitung schon seit längerem abgelöst haben. <a href="http://blog.metaroll.de/2007/10/16/quantitatives-weiter-so-der-internetnutzung/">Aktuelle Studien</a> zeigen, dass dort mittlerweile auch das Internet schon vor den Zeitungen liegt. (via <a href="http://www.martin-welker.de/wp/?p=188">Martin Welker</a>)</p>
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		<title>Sechs Beobachtungen zur Zukunft der Nachrichten</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/10/sechs-beobachtungen-zur-zukunft-der-nachrichten/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 08:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[nachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon des öfteren habe ich die These vertreten, dass Print nicht tot ist, genauso wenig wie Nachrichten tot sind. Aber die enge Verbindung von Print und News, wie sie sich beispielhaft in den großen Tageszeitungen beobachten lässt, verliert angesichts der in nahezu jedem Fall größeren Aktualität von Onlinenews oder der ungefilterten Nachrichtenkanälen wie Twitter oder [...]]]></description>
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<p>Schon des öfteren habe ich die These vertreten, dass Print nicht tot ist, genauso wenig wie Nachrichten tot sind. Aber die enge Verbindung von Print und News, wie sie sich beispielhaft in den großen Tageszeitungen beobachten lässt, verliert angesichts der in nahezu jedem Fall größeren Aktualität von Onlinenews oder der ungefilterten Nachrichtenkanälen wie Twitter oder Blogs stetig an Bedeutung (mittlerweile <a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/2008/04/08/medien-und-twitter/">experimentieren</a> <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/welt-kompakt-nutzt-twitter/">auch</a> Tageszeitungen wie <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1870841/WELT_KOMPAKT_berichtet_live.html">Welt</a>-Kompakt <del datetime="2008-04-10T09:06:14+00:00">oder die <a href="http://www.media-ocean.de/2008/04/09/mopo-twittert-aber-twittert-auch-die-mopo/">Hamburger Morgenpost</a></del> mit dem Instantmedium Twitter).</p>
<p>Das sollte aber nicht verwechselt werden mit einer Demokratisierung der Nachrichtenproduktion und -distribution. Auf der einen Seite bestehen tatsächlich neue Möglichkeiten einer Nachrichtenproduktion und -distribution im <em><a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html">Long Tail</a></em> des WWW, die im Übrigen noch deutlich zu wenig genutzt werden. Auf der anderen Seite gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Onlinenachrichtenquellen sehr viel stärker <a href="http://www.readers-edition.de/2008/04/08/republica-08-fazit-die-schrumpfende-vierte-macht-erhaelt-unterstuetzung/">konzentriert</a> sind als es in der Printwelt der Fall gewesen ist. Zu diesem Ergebnis kommt auch der &#8220;<a href="http://www.stateofthenewsmedia.org/2008/printable_online_chapter.htm">State of the News Media</a>&#8220;-Bericht des <a href="http://www.journalism.org/">Project for Excellence in Journalism</a>:</p>
<blockquote><p>
Online, for instance, the top 10 news Web sites, drawing mostly from old brands, are more of an oligarchy, commanding a larger share of audience than they did in the legacy media. The verdict on citizen media for now suggests limitations. And research shows blogs and public affairs Web sites attract a smaller audience than expected and are produced by people with even more elite backgrounds than journalists.
</p></blockquote>
<p>Der Bericht skizziert <b>sechs Trends in der Entwicklung der Nachrichtenmedien</b>, die sich 2008 zumindest in den USA schon deutlich abgezeichnet haben:</p>
<ul>
<li><b>Nachrichten verwandeln sich von einem Produkt in eine Dienstleistung.</b> Dazu gehört auch der Trend zu einer Art <em><a href="http://de.blog.qype.com/2006/05/04/die-ewige-beta/">perpetual beta</a></em>-Nachrichten: immer wieder kleine Updates anstelle der klassischen (Morgen- und Abend-)Ausgaben. Das heißt aber auch, dass der aktuelle Nachrichten-<em>Release</em> nur ein Zwischenstand ist, der später ergänzt oder korrigiert werden muss. Das ist freilich nicht neu, wurde aber durch das Erscheinungsbild einer Zeitung als fertiges Produkt überdeckt.
<li><b>Nachrichtenseiten sind nicht mehr Endpunkte, sondern Zwischenstationen.</b> Nachrichtenportale sind keine <em>walled gardens</em> mehr. Die dort publizierten Meldungen können syndiziert, kommentiert, geokodiert, auf Facebook gepostet, gediggt oder geyiggt werden. Sie werden zu einem unter vielen Rohstoffen in digitalen Mashups. Anders ausgedrückt: <em><a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2007/10/19/future-to-newspapers-jump-in-the-river/">news is a river</a></em>.
<li><b>Nutzergenerierter Content spielt (noch) keine große Rolle.</b> Obwohl die Nutzer im Web 2.0 Nachrichten remixen können, spielt die eigene Produktion von Nachrichten wie es die Bürgerjournalismus-Idee will nur eine untergeordnete Rolle. Hier formuliert der Bericht eine interessante Pointe: die Graswurzelnachrichten in Blogs sind sehr viel geschlossener und altmodischer als die großen Nachrichtenportale: &#8220;In short, rather than rejecting the &#8216;gatekeeper&#8217; role of traditional journalism, for now citizen journalists and bloggers appear for now to be recreating it in other places.&#8221;
<li><b>Die Rückkehr des Newsroom.</b> Verkündete man vor 10 Jahren noch das Ende des Newsroom, so ist das Nachrichtenressort mittlerweile sehr viel weniger umstritten als z.B. die Verlagsseite (fehlende Monetarisierungsmodelle für Online) oder die Meinungsseite (Blogger machen das, gerade in den USA, häufig besser).
<li><b>Einengung der Agenda.</b> Trotz der Pluralisierung von Nachrichtenquellen und -kanälen ist in jüngster Zeit die Nachrichtenagenda weiter geschrumpft. Irakkrieg und Präsidentenwahl sind die Themen, die ein Viertel der Nachrichtenmeldungen in den USA bestimmten.
<li><b>Die Werbeagenturen sind ratlos.</b> Hier halten sich die alten Formen, so dass der Leidensdruck für die alten Medien dadurch noch eine Weile niedrig gehalten wird. Aber auch hier sieht das Project for Excellency in Journalismus früher oder später eine drastische Veränderung: &#8220;But the losses could begin to accelerate when answers come. The question of whether, and how, advertising and news will remain partners is unresolved.&#8221;
</ul>
<p>Zugespitzt formuliert: <b>Die Nachrichtenindustrie ist ein Zombie, der sich im Halbschlaf befindet und nur deshalb nicht bemerkt, dass das Suchmaschinenzeitalter längst begonnen hat.</b> Deshalb wird in Zukunft von großer Bedeutung sein, nach welchen Kriterien die großen Player Google und Yahoo den Zugang zu Nachrichtenmeldungen herstellen. Schon jetzt zeigen sich unterschiedliche Gewichtungen von Quellen und Themen &#8211; ein Problem sehe ich aber darin, dass diese Gewichtung nicht mehr auf Menschen und ihre politische Agenda zurechenbar ist, sondern von Algorithmen abhängt, die von außen nicht durchschaubar sind.</p>
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		<item>
		<title>Von Infovöllerei und Infogourmets</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/09/von-infovoellerei-und-infogourmets/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 21:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[information]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[neurowissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es eine allgemein menschliche Gier nach Informationen? Lee Gomes kommt im Wall Street Journal zu diesem Ergebnis: &#8220;We&#8217;re powerless to resist grazing on endless web data&#8221;. Er beruft sich dabei auf die Forschungsergebnisse von Irving Biederman, einen Neurowissenschaftler an der University of Southern California: In other words, coming across what Dr. Biederman calls new [...]]]></description>
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<p>Gibt es eine allgemein menschliche Gier nach Informationen? Lee Gomes <a href="http://online.wsj.com/article/SB120527756506928579.html">kommt</a> im Wall Street Journal zu diesem Ergebnis: &#8220;We&#8217;re powerless to resist grazing on endless web data&#8221;. Er beruft sich dabei auf die Forschungsergebnisse von Irving Biederman, einen Neurowissenschaftler an der University of Southern California:</p>
<blockquote><p>
In other words, coming across what Dr. Biederman calls new and richly interpretable information triggers a chemical reaction that makes us feel good, which in turn causes us to seek out even more of it. The reverse is true as well: We want to avoid not getting those hits because, for one, we are so averse to boredom.
</p></blockquote>
<p>Biederman hat sogar einen neuen Begriff für die zutiefst menschliche Sucht nach neuen Informationen geprägt: <em>infovores</em> (dt.: Infofresser). Das Problem liegt seiner Ansicht darin, dass die Menge der jederzeit verfügbaren und vor allem leicht zugänglichen Informationen durch das Internet gewaltig angestiegen ist: &#8220;We are programmed for scarcity and can&#8217;t dial back when something is abundant.&#8221;</p>
<p>Das Ergebnis könnte man auch als &#8220;Infovöllerei&#8221; bezeichnen. Und gerade die unerschöpfliche Informationsproduktion der Blogosphäre wird für manche Beobachter zum Problem &#8211; ich erinnere nur an Fichtners Angstzustände angesichts der vielen für ihn nutzlosen Informationen: Wer soll das alles lesen? Es sind also Filter gefragt, um diesem <em>information overload</em> zu begegnen.</p>
<p>Das Neue daran: Es gibt keine institutionell legitimierten Lösungen dafür. Statt einem für alle gültigen &#8220;Filter des Journalismus&#8221; (<em>one size fits them all</em>) zu vertrauen ist nun jeder Informationsjäger aufgefordert, sich einen eigenen Filter zu basteln &#8211; den eigenen Vorlieben, Bedürfnissen und Fähigkeiten gemäß. Gefragt sind also Infogourmets.</p>
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		<title>Print-News sind ein Zombie: IDG-Studie zur Mediennutzung von Entscheidern</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 21:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktualität]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Medienhaus IDG (u.a. PC Welt, Mac Welt, Computerwoche) hat in seiner aktuellen Mediennutzungsstudie &#8220;Wie Entscheider heute Medien nutzen: Neue Formen und Möglichkeiten vernetzter Medienmarken&#8221; (hier als pdf) dreitägige Mediennutzungstagebücher von Führungskräften der Medienbranche untersucht. Dabei zeigte sich eine hohe Affinität zu &#8220;aus der Print-Tradition heraus entstandenen Medienmarken&#8221;. Ganz gleich, in welchem medialen Kontext diese [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/logo_idg1.gif" alt="" title="logo_idg1" width="198" height="132" class="alignleft size-full wp-image-441" />Das Medienhaus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/International_Data_Group">IDG</a> (u.a. PC Welt, Mac Welt, Computerwoche) hat in seiner aktuellen Mediennutzungsstudie &#8220;Wie Entscheider heute Medien nutzen: Neue Formen und Möglichkeiten vernetzter Medienmarken&#8221; (<a href="http://www.idgmedia.de/download/IDG-Broschuere-2008.pdf">hier als pdf</a>) dreitägige Mediennutzungstagebücher von Führungskräften der Medienbranche untersucht. Dabei zeigte sich eine hohe Affinität zu &#8220;aus der Print-Tradition heraus entstandenen Medienmarken&#8221;. Ganz gleich, in welchem medialen Kontext diese genutzt wurden &#8211; ob Print oder Online -, sie wurden als besonders seriöse Informationsquelle wahrgenommen.</p>
<p>Die Medientagebücher zeigten, dass der Tagesablauf von IT-Entscheidern sich in zwei unterterschiedliche Hälften aufteilt: Während die erste Tageshälfte von Routinen geprägt ist, finden die Führungskräfte in der zweiten, offeneren Tageshälfte Zeit für Aktivitäten, die nicht der unmittelbaren Problemlösung dienen. Dementsprechend werden am Vormittag Onlinemedien lösungsorientiert angewandt, während am Nachmittag verstärkt Printmedien genutzt werden um einen allgemeinen Marktüberblick zu bekommen.</p>
<p>Die eigentlich viel spannendere Frage danach, ob man im digitalen Zeitalter überhaupt noch trennscharf zwischen Print und Online unterscheiden kann, gehen die Autoren leider nicht an. Stattdessen interpretieren die Autoren die Daten in Richtung einer fortbestehenden Dominanz von Print:</p>
<blockquote><p>
Im Umfeld der sich wandelnden Mediennutzung ist das Internet vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie zum Leitmedium avanciert. Doch auch nach der Etablierung der neuen Informationskultur im Netz bleibt der Qualitätsjournalismus Kern allen Handels.
</p></blockquote>
<p>Gemeint ist freilich: Print-Qualitätsjournalismus. Genau an dieser Stelle liegt der grundlegende Fehler von Studien dieser Art. Die Gegenüberstellung von qualitativ-hochwertigen &#8220;Fachzeitschriften&#8221; und &#8220;Online-Medien&#8221;, die für die (armen) Entscheider als <i><a href="http://iwwitch.wordpress.com/2008/03/13/information-overload/">information overload</a></i> erlebt werden, war spätestens an dem Moment überholt, als die ersten Fachzeitschriften ihre Inhalte ins Internet transferierten und per RSS zugänglich gemacht haben (obwohl: in den Medientagebüchern der Entscheider sind Newsletter wichtiger als Feeds).</p>
<p>Überhaupt wimmelt es in dieser Studie von Formulierungen, die eine Überlegenheit von Printzeitschriften suggerieren: So ist etwa die Rede von Webseiten, &#8220;die die Lösung des anstehenden Problems <i>scheinbar</i> am schnellsten&#8221; versprechen (eigene Hervorhebung). Ebenso kurios wie bezeichnend ist auch die Wahrnehmung der Entscheider, dass Online-Medien teilweise zur Überforderung werden, während sich Print-Medien auf wundersame Weise dem &#8220;individuellen Lese-Rhythmus&#8221; anpassen können.</p>
<p>Ein Punkt ist aber plausibel: Printzeitschriften spielen als Nachrichtenquelle nur noch eine Untergeordnete Rolle. Das Internet &#8211; trotz aller Diffusität, Unübersichtlichkeit und Flüchtigkeit &#8211; liefert die aktuelleren Informationen. Also: <b>Print ist nicht <a href="http://www.media-ocean.de/2008/03/13/print-ist-tot/">tot</a>, aber Print-News sind ein Zombie.</b> Und Marken, welche eine Überraschung, spielen sowohl in der Print- wie Onlinewelt eine große Rolle. Das passt zu den aktuellen Überlegungen zu &#8220;<a href="http://www.buzzmachine.com/2007/08/11/the-emergence-of-media-tribes/">Media-Tribes</a>&#8220;.</p>
<p>Diese qualitative Studie wurde August bis Oktober 2007 von <a href="http://www.ifcom-research.de/">IFCom in Hamburg</a> durchgeführt und basiert auf der Auswertung von 20 ausgefüllten Mediennutzungstagebüchern und 20 ergänzenden explorativen Interviews. Für eine explorative qualitative Studie ist die Stichprobengröße durchaus in Ordnung, um die These der unterschiedlichen &#8220;Medientageszeiten&#8221; weiter zu erhärte, wäre allerdings eine Nacherhebung größeren Umfangs notwendig. Ist so etwas geplant?</p>
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		<item>
		<title>Tyler Brûlé und der Scheingegensatz von Blogs und Zeitungen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 09:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[offline]]></category>
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		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal spricht die Blogosphäre über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Zeitungsjournalismus und Weblogs. Tyler Brûlé, Herausgeber einer der schönsten Zeitschriften zur Zeit, lobt auf der einen Seite den demokratisierenden Charakter der Blogs, stellt aber auch fest, dass viele Blogger keine eigenen Stories im Sinne des investigativen Journalismus produzieren und in Zweifelsfällen nicht [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/375779781_44482dc707_m.jpg' alt='375779781_44482dc707_m.jpg' class='left' align='left' />Wieder einmal spricht die Blogosphäre über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Zeitungsjournalismus und Weblogs. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tyler_Br%C3%BBl%C3%A9">Tyler Brûlé</a>, Herausgeber <a href="http://www.monocle.com">einer der schönsten Zeitschriften zur Zeit</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/942/160504/">lobt</a> auf der einen Seite den demokratisierenden Charakter der Blogs, stellt aber auch fest, dass viele Blogger keine eigenen Stories im Sinne des investigativen Journalismus produzieren und in Zweifelsfällen nicht so viel riskieren können, weil ihnen ein starkes Verlagshaus fehlt, das sie finanziell und juristisch unterstützen kann (Stichwort: <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2008/02/07/knieper-von-marions-kochbuch-ist-im-fernsehen-und-mahnt-mich-ab-weil-ich-einen-screenshot-davon-veroffentliche/">Abmahnwellen</a>).</p>
<p>Ich denke, Brûlés &#8220;Kritik&#8221;, die eigentlich gar keine ist, trifft zu, allerdings nicht nur für Weblogs, sondern jegliche Art von Bürgerjournalismus oder Amateur-Publizistik. Wobei es auch Ausnahmen gibt, wie zum Beispiel den <a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/259-Bueffel-plaediert-fuer-Medienkompetenz-bei-Journalisten.html">Fall des US-Bloggers Joshua Marshall</a>, der sich mit der Entlassung von Bundesstaatsanwälten auseinandersetzte und dort auf <del>Un</del>Regelmäßigkeiten gestoßen ist, oder den &#8220;Journalisten 2.0&#8243; <a href="http://thefutureofnews.com/2008/03/02/shouldnt-old-media-be-concerned-that-matt-drudge-the-worlds-most-powerful-journalist-bears-no-resemblance-to-traditional-journalists/">Matt Drudge</a>. Dieses (seltene) Beispiel für investigativen Blogjournalismus wurde mit dem George-Polk-Preis für Berichterstattung im Justizbereich ausgezeichnet. Es klappt also doch, wobei es in Deutschland auf Grund der Rechtslage noch schwieriger sein dürfte, derart brisantes Material in einem Blog zu veröffentlichen.</p>
<p>Weblogs und Tageszeitungen unterscheiden sich also gar nicht so sehr in den Themen oder der Selbstreferentialität. Genauso wie Zeitungen selbstreferentiellen Klatsch über die Zeitungswelt veröffentlichen können, sind Blogger in der Lage, spannende Stories zu recherchieren und zu schreiben. Voraussetzung dafür sind jedoch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Dazu gehören dann vielleicht die folgenden Punkte:</p>
<ul>
<li><em>Finanzielle Anerkennung</em> des Bloggens. Denn aufwändige Recherchearbeit muss erst einmal finanziert werden. Dasselbe gilt allerdings auch für den Zeitungsjournalismus, denn auch hier sieht man, wie die Qualität der Recherche im Fall unterbezahlter Freier ohne &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/03/02/lang-lebe-der-narzissmus/">festangestellte Rolls-Royce-Gesichter</a>&#8221; leidet. Womöglich wäre auch für Blog-Artikel ein <a href="http://bernetblog.ch/2008/02/25/journalismus-20-runter-mit-der-rendite-rein-in-multimedia/">Recherche-Stiftungsmodell à la Robert Rosenthal</a> praktikabel?
<li><em>Juristische Unterstützung</em>. Also so eine Art Blogger-Rechtsschutzversicherung oder -fonds, um auch dann noch investigativ recherchieren zu können, wenn große und finanzstarke Konzerne davon betroffen sind. Die Stärke des Formats &#8220;Weblog&#8221; liegt in der Publikation von Meinungen und Analysen, im Idealfall auch unbequemen Meinungen. Das geht aber nur, wenn die Möglichkeiten, Blogger unter Druck zu setzen nicht allzu groß sind
<li>Vielleicht auch <em>Blogger-Presseausweise</em>? Damit könnten sich auch Blogger bei offiziellen Veranstaltungen akkreditieren lassen. Diesen Punkt sehe ich allerdings als unproblematisch, da immer mehr Veranstalter auch Blogger akkreditieren und zudem der Presseausweis immer mehr zu einer Rabattkarte für schreibende Schnäppchenjäger wird.
</ul>
<p>Wenn man sich das steigende <a href="http://davefleet.com/2008/03/edelmans-trust-barometer-2008-social-media-rising-word-of-mouth-still-king/">Vertrauen</a> gerade der &#8220;Meinungsführer&#8221; in soziale Medien wie Weblogs betrachtet &#8211; nach einer aktuellen Umfrage ist in den USA das &#8220;<a href="http://medienkonvergenz.com/2008/03/01/internet-ist-jetzt-wichtigstes-nachrichtenmedium-fuer-amerikaner/">Internet damit erstmals zum klar dominierenden News-Medium geworden</a>&#8221; -, wird die Frage immer wichtiger, wie die Blogger mit diesem Vertrauensvorschuss umgehen. Beziehungsweise nach den strukturellen Grundlagen dafür, diesem Vertrauen gerecht zu werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gruscheln als Alternative zum Nachrichtenkonsum?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 17:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aftonbladet]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
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		<category><![CDATA[schweden]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
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		<category><![CDATA[wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch ein kleiner Nachschlag zur Print-versus-Online-Debatte: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet, sieht nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook: When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young [...]]]></description>
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<p>Noch ein kleiner Nachschlag zur <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/12/online-verdraengt-print-studie-befasst-sich-mit-den-digitalisierungsverlierern-tageszeitungen/">Print-versus-Online-Debatte</a>: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung <a href="http://www.aftonbladet.se/">Aftonbladet</a>, <a href="http://www.kullin.net/2007/12/facebook-replaces-expressen-as.html">sieht</a> nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook:</p>
<blockquote><p>
When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young Internet users was to, more or less, aimlessly surf Aftonbladet or Facebook for a while.
</p></blockquote>
<p>Jeff Jarvis ist da etwas <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/12/13/newspapers-v-facebook/">zurückhaltender</a> und sieht Facebook nicht als Konkurrenz für Tageszeitungen, sondern vielmehr als zusätzlichen Vertriebskanal für Nachrichten:</p>
<blockquote><p>
If I were making Facebook applications for news organizations now, I wouldn’t be making quizzes and such fripperies. I’d be figuring out how to get news that matters to you in your news feed. I’d be finding ways to tie you with other people who share your interest and know what you want to know. I’d find ways to enable you to recommend more news to your friends.</p>
<p>Seen this way, Facebook isn’t a competitor for a newspaper. It’s just another place to help your community.
</p></blockquote>
<p>Irgendwie haben beide Recht. Natürlich ist Facebook (oder auch Google) kein direkter Konkurrent für eine Tageszeitung, wenn es um den Abruf von Nachrichten geht &#8211; wie edenstrom es so schön <a href="http://edenstrom.wordpress.com/2007/12/11/aftonbladetse-largest-competitor-isnt-expressense-its-google/">sagt</a>: &#8220;Googling for &#8216;news&#8217; gets you nowhere.&#8221; Aber wenn man allgemeiner auf die aufmerksamkeitsökonomische Zeitkonkurrenz sieht (Stichwort: &#8220;Umverteilung von Medienzeitbudgets&#8221;), dann könnte ein Social Network tatsächlich als Alternative zu einer Tageszeitung wahrgenommen werden. Je ähnlicher die Aktivitäten wahrgenommen werden, die sich auf die unterschiedlichen Medienzeitbudgets beziehen, desto realistischer ist die Substitutionsthese. Wenn es also wirklich nur um das &#8220;aimlessly surfing&#8221; geht, kann es tatsächlich egal sein, ob man in einem sozialen Netzwerk oder einer Onlinezeitung unterwegs ist.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Online verdrängt Print: Studie befasst sich mit den Digitalisierungsverlierern Tageszeitungen</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 16:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[faz]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[parallelnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[substitution]]></category>
		<category><![CDATA[süddeutsche]]></category>
		<category><![CDATA[wandel]]></category>
		<category><![CDATA[zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir können nun wissenschaftlich zeigen, dass Print gegen den digitalen Medienwandel nicht immun ist (Kolo/Meyer-Lucht) Wenn man sich diesen Aufsatz (&#8220;Erosion der Intensivleserschaft&#8221;) von Castulus Kolo und Robin Meyer-Lucht durchliest, der am Freitag in der Fachzeitschrift &#8220;Medien &#038; Kommunikationswissenschaften&#8221; veröffentlicht wird, erscheinen die jüngsten Wortschlachten zwischen Qualitätszeitungen auf der einen Seite und Bloggern auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<div class='right' align='right'>
<em>Wir können nun wissenschaftlich zeigen,<br />
dass Print gegen den digitalen Medienwandel<br />
nicht immun ist</em> (Kolo/Meyer-Lucht)</div>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/12/max_slevogt_francisco_dandrade_zeitung_lesend_1903.jpg' alt='max_slevogt_francisco_dandrade_zeitung_lesend_1903.jpg' class='left' align='left' />Wenn man sich <a href="http://m-und-k.info/MuK/hefte/Aufsatz_07_04.pdf">diesen Aufsatz</a> (&#8220;Erosion der Intensivleserschaft&#8221;) von Castulus Kolo und Robin Meyer-Lucht durchliest, der am Freitag in der Fachzeitschrift &#8220;Medien &#038; Kommunikationswissenschaften&#8221; veröffentlicht wird, erscheinen die <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/12/getrennt-marschieren-vereint-schlagen-die-faz-leistet-der-sueddeutschen-zeitung-schuetzenhilfe-bei-der-web20-polemik/">jüngsten Wortschlachten</a> zwischen Qualitätszeitungen auf der einen Seite und Bloggern auf der anderen etwas verständlicher, denn das Fazit der Wissenschaftler lautet wie folgt:</p>
<blockquote><p>
Die Autoren zeigen, dass Tageszeitungen genau dort besonders viele treue Leser verlieren, wo eine starke Hinwendung zum Internet als Nachrichtenmedium zu beobachten ist: Je stärker die Nutzungszunahme von Online-Nachrichten in einer Altersgruppe, desto gravierender sind zugleich auch die Einbußen der Tageszeitungen.
</p></blockquote>
<p>Zu diesem Ergebnis kommen Kolo und Meyer-Lucht durch eine Zeitreihenanalyse der vom Allensbach-Institut erhobenen ACTA- und AWA-Daten der Jahre 2001-2006. Die Autoren lehnen auf ihrer Datengrundlage die Komplementärnutzungsthese (Online verdrängt Print nicht, sondern beide Medien ergänzen sich in ihren jeweiligen Stärken) ab und sehen eine wachsende Polarisierung: Die Parallelnutzung erscheint hier als bloßer Übergang zu einer &#8220;habitualisierten Entscheidung&#8221; für oder gegen Print. Besondern bei den jüngeren Altersgruppen, die als <em>digital natives</em> mit dem Internet aufgewachsen sind, lässt sich also eine echte Abwendung von den Printmedien betrachten. Damit erscheint die bisherige Koexistenzthese (etwa das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rieplsches_Gesetz">Rieplsche Gesetz</a>) als verzweifelter Versuch der Selbstlegitimierung der Digitalisierungsverlierer Tageszeitungen.</p>
<p>Besonders interessant und brisant finde ich diesen medialen Verdrängungseffekt angesichts der möglicherweise nicht nur rein zufällig mangelhaften Umsetzungen des Konzepts &#8220;Online-Tageszeitung&#8221;, wie zum Beispiel Stefan Niggemeier am Beispiel der Klickgalerien <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kloppen-und-klicken/">eindrucksvoll demonstriert</a>. Ja, man könnte vielleicht sogar die <a href="http://www.off-the-record.de/2007/12/11/kommentarstreik-bei-der-sz/">restriktiven Kommentar-Öffnungszeiten</a> der Süddeutschen Zeitung als Versuch sehen, den Always-On-Charakter des Mediums, einen der zentralen Katalysatoren des Wandels, zu sabotieren. Da stellt sich doch die Frage, wie sehr sich dieser Medienwandel der Tageszeitungen beschleunigen würde, wenn die Medienhäuser ihre digitale Kompetenz au<del>f</del>sbauen würden.</p>
<p>Lesenswert dazu auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/161-Gatekeeping-schwer-gemacht.html">KoopTech: Gatekeeping schwer gemacht</a>. In dem Beitrag kommt Christiane zu dem Ergebnis: &#8220;Gatekeeper spielen keine Rolle mehr, wenn sie offensichtlich keine exklusiven Inhalte mehr liefern können, wenn sie nicht allein mehr über den Spin einer Geschichte entscheiden können.&#8221;
</ul>
<p><small>(Bild: Max Slevogt: Der Sänger Francisco d&#8217;Andrade, Zeitung lesend, 1903)</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Perlentaucher-Streit: Zitate weiterhin erlaubt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/11/perlentaucher-streit-zitate-weiterhin-erlaubt/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 11:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[perlentaucher]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[weblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufatmen. Wie ich vorhin in KoopTech gelesen habe, hat das Oberlandesgericht Frankfurt/Main Perlentaucher im Streit gegen FAZ und SZ Recht gegeben und damit die Auffassung bestätigt, dass Zitate auch dann möglich sind, wenn sie den Inhalt einer Rezension o.ä. so intelligent zusammenfassen, dass man den Ursprungsartikel gar nicht mehr zu lesen braucht. Das heißt also, [...]]]></description>
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<p>Aufatmen. Wie ich vorhin in KoopTech <a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/156-Perlentaucher-gewinnt-erneut-gegen-FAZ-und-SZ.html">gelesen habe</a>, hat das Oberlandesgericht Frankfurt/Main <a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentaucher</a> im Streit gegen FAZ und SZ <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/4343.html">Recht gegeben</a> und damit die Auffassung bestätigt, dass Zitate auch dann möglich sind, wenn sie den Inhalt einer Rezension o.ä. so intelligent zusammenfassen, dass man den Ursprungsartikel gar nicht mehr zu lesen braucht. Das heißt also, dass man auch weiterhin rechtlich nicht dafür belangt werden kann, wenn man die zunehmend <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1621">routiniert</a> wirkenden <a href="http://www.damaschke.de/notizen/index.php/quatschopf-der-woche-bernd-graff-suddeutsche-zeitung/">Print-Ausfälle</a> gegen das anonyme Mitmachweb mit dem Wort &#8220;bullshit&#8221; prägnant zusammenfasst und damit die Lektüre der Artikel erübrigt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>200% Internetwachstum in Deutschland?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/12/200-internetwachstum-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 17:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bevölkerung]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medientage]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>

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		<description><![CDATA[Täusche ich mich, oder höre ich aus Sätzen wie dem folgenden, der den &#8220;Printgipfel&#8221; der Medientage München beschreiben soll, ein klein wenig Orientierungslosigkeit heraus? Dass Zeitungen auch in der Welt des Web 2.0 gute Zukunftschancen haben, darüber waren sich auch die diskutierenden Experten auf den Medientagen München [...] einig. Weniger klar scheint derzeit jedoch, welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Täusche ich mich, oder höre ich aus Sätzen wie dem folgenden, der den &#8220;Printgipfel&#8221; der <a href="http://www.medientage.de/">Medientage München</a> <a href="http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=071110002">beschreiben soll</a>, ein klein wenig Orientierungslosigkeit heraus?</p>
<blockquote><p>
Dass Zeitungen auch in der Welt des Web 2.0 gute Zukunftschancen haben, darüber waren sich auch die diskutierenden Experten auf den Medientagen München [...] einig. Weniger klar scheint derzeit jedoch, welche Strategien den besten Weg aus der Krise bedeuten. Ein einheitliches Patentrezept könne es nicht geben, soweit verständigten sich die Branchenvertreter jedenfalls.
</p></blockquote>
<p>Man hat sich darauf geeinigt, dass es kein Patentrezept gibt. Naja, viel ist das nicht.</p>
<p>Aber zugleich wird immer kräftiger an dem Untergangsszenario des demographischen Übergangs vom Zeitungs- zum Onlineleser gepinselt, während gleichzeitig die schöne neue Welt des Internet als heiliger Gral der medialen Zukunft angepriesen wird: &#8220;Deutschland hat in punkto Internetnutzung noch 200 Prozent Wachstumspotenzial&#8221; heißt es zum Beispiel bei Harald Summa, dem Geschäftsführer des <a href="http://www.eco.de">Verbandes der deutschen Internetwirtschaft</a>. Okay, es ist nur ein Zitatfragment, aber wie genau soll das funktionieren? Hierzulande gibt es nach Nielsen 50.426.117 Internetnutzer. Steigert man das um 200% kommt man zu einer Zahl von gut 151 Mio Internetnutzern in Deutschland. Das klingt verlockend, die Frage ist nur, wo man die fehlenden 69 Mio Bundesbürger herbekommen soll. Geburtensteigerung? Einwanderung? Einbürgerung von Second Life-Bewöhnern?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Quick Response in Spex und Welt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/09/quick-response-in-spex-und-welt/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 22:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[quickresponse]]></category>
		<category><![CDATA[springer]]></category>
		<category><![CDATA[welt]]></category>
		<category><![CDATA[zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der Möglichkeiten, die physische Welt mit der Online-Realität in Verbindung zu bringen, sind die sogenannten QR-Codes (QR steht hier für &#8220;Quick Response&#8221;). Seit heute verwendet die Welt Kompakt diesen Code, um in ihre Texte Hyperlinks zu Onlinedokumenten einzubetten. Wie funktioniert das? Zum Beispiel mit einem fotofähigen Handy mit installierter QR-Lesesoftware. Dann kann der Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/welt.thumbnail.png' alt='welt.png' class='left' align='left' />Eine der Möglichkeiten, die physische Welt mit der Online-Realität in Verbindung zu bringen, sind die sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/QR_Code">QR-Codes</a> (QR steht hier für &#8220;Quick Response&#8221;). <a href="http://www.inar.de/blog/verlage/20071109/neue-verbindung-von-print-und-online-welt-kompakt-fuehrt-als-erste-tageszeitung-2d-code-ein.html">Seit heute</a> <a href="http://www.digitalnext.de/welt-kompakt-testet-qr-code/">verwendet</a> die <a href="http://archiv.welt-kompakt.de/pdfaktuell/index.php?e=2007-11-09">Welt Kompakt</a> diesen Code, um in ihre Texte Hyperlinks zu Onlinedokumenten einzubetten. Wie funktioniert das? Zum Beispiel mit einem fotofähigen Handy mit installierter <a href="http://reader.kaywa.com/de">QR-Lese</a><a href="http://get.qode.com">software</a>. Dann kann der Leser den Code fotografieren und der Web- oder Wapbrowser des Mobiltelefons wird von der Software direkt auf die referenzierte URL gelenkt.</p>
<p>Wer will, kann es ja einmal mit dem folgenden Code ausprobieren (<a href="http://qrcode.kaywa.com/">hiermit</a> generiert):<br />
<img src="http://qrcode.kaywa.com/img.php?s=5&#038;d=http%3A%2F%2Fblog.metaroll.de%2F2007%2F11%2F09%2Fquick-response-in-spex-und-welt%2F" alt="qrcode" class='center' align='center' /></p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<ul>
<li>Etwas mehr theoretischen Hintergrund liefert die <a href="http://www.spex.de/weblog/archives/4927-Quick-Response-Welt-kopiert-SPEX.html">Spex</a>, die den QR-Code sogar auf die Titelseite ihrer aktuellen Ausgabe verfrachtet hat. Max Dax <a href="http://spex.de/293/artikel.html">schreibt</a> dazu: &#8220;Alleine, dass der Code als Verzierung, als Schmuck durchgeht, hat bereits etwas ebenso Subversives wie Beunruhigendes. So schön und streng und elegant hat die Digitalisierung des öffentlichen Raums bisher noch nicht ausgesehen.&#8221;
<li>Max könnte Recht haben, schließlich wissen auch die Pet Shop Boys diese digitale Eleganz schon <a href="http://puneet.absolog.ch/qr-code/pet-shop-boys-nutzen-qr-code-im-video.html">zu schätzen</a>.
<li>Eher technisch wird das Thema bei <a href="http://www.polypensees.com/virtual/was-ist-der-qr-code_87.html">Polypensees</a> behandelt.
<li>Der Elektrische Reporter hat schon im Mai ein <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/site/film/42/">Interview</a> mit dem Kaywa-Geschäftsführer Roger Fischer veröffentlicht.
<li>Auf <a href="http://www.zweinull.cc/erfreuliches-aus-der-zeitungswelt-welt-kompakt-verlinkt-mit-2d-codes/">Zweinull.cc</a> gibt&#8217;s das ganze auch noch mit grafischer Unterstützung.
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Internet beeinflusst Kaufentscheidungen stärker als Print oder Fernsehen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/08/internet-beeinflusst-kaufentscheidungen-staerker-als-print-oder-fernsehen/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 22:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[werbewirkung]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>
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		<category><![CDATA[strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das hat schon Sprengkraft, was W&#038;V gestern über die Studie von Booz, Allen, Hamilton unter dem Titel &#8220;Studie: Klassische Werbung entscheidet nicht über den Kauf&#8221; vermeldete: Nur noch zu fünf Prozent beeinflusst Werbung im Fernsehen oder in den Printmedien, ob wir ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen oder nicht. Im Vergleich dazu legt das Internet [...]]]></description>
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<p>Das hat schon Sprengkraft, was W&#038;V gestern über die <a href="http://www.boozallen.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-detail/39084490">Studie</a> von Booz, Allen, Hamilton unter dem Titel &#8220;Studie: Klassische Werbung entscheidet nicht über den Kauf&#8221; <a href="http://www.wuv.de/news/unternehmen/meldungen/2007/11/77917/index.php">vermeldete</a>:</p>
<blockquote><p>
Nur noch zu fünf Prozent beeinflusst Werbung im Fernsehen oder in den Printmedien, ob wir ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen oder nicht. Im Vergleich dazu legt das Internet als Einflussgeber zu: Zehn Prozent lassen sich durch das Web leiten. Das bedeutet, dass nach dieser Studie, das Web doppelt soviel Einfluss hätte wie Print- und TV-Werbung.
</p></blockquote>
<p>Die besondere Stärke und Glaubwürdigkeit des Internet liegt dabei in der Kombination von Merkmalen, die man gemeinhin unter dem Label Web 2.0 nennt: user generated content wie zum Beispiel Bewertungen, Empfehlungen und redaktionellen Inhalten wie Testberichten. Die Studie basiert auf einer Untersuchung des Konsumentenverhaltens sowie der Präferenzen von 1000 Endnutzern. Wobei: Die Endnutzer sind in dieser Studie schon längst zu &#8220;Kunden 2.0&#8243; geworden. Das zeigt sich zum Beispiel auch in der Aufgeschlossenheit für das Preisgeben persönlicher Informationen:</p>
<blockquote><p>
Je nach Produktsegment sind zwischen 50% und 80% der Kunden bereit, soziodemographische Daten sowie Nutzungsdaten offen zu legen. Als Gegenleistung erwarten sie insbesondere eine bevorzugte Behandlung als Produkttester, spezielle Angebote oder Preisnachlässe.
</p></blockquote>
<p>Siehe auch:</p>
<ul>
<li>Anders|denken: <a href="http://www.hannestreichl.com/index.php/verlierer-klassische-werbung/">Verlierer Werbung</a> (&#8220;Wer es darüberhinaus noch schafft, Kunden in Communities oder in die Entwicklung eigener Produkte und Kampagnen (weiter Schlagworte: Open Innovation, Crowdsourcing, User generated content) einzubinden, gewinnt noch mehr&#8221;)
<li>hiemstra.de: <a href="http://www.hiemstra.de/?p=35">Klassische Werbung verliert gegen das Web</a>
<li>asbuka: <a href="http://www.asbuka.org/werbung/433-weniger-einfluss-von-klassischer-werbung-auf-kaufverhalten">Weniger Einfluss von klassischer Werbung auf Kaufverhalten</a>
</ul>
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		<item>
		<title>Wikipedia in Cordhosen: Zur Mediennutzung von Jugendlichen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 22:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bauer]]></category>
		<category><![CDATA[bravo]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit ist der Begriff der &#8220;digital natives&#8221; (vgl. dazu auch Mark Prensky&#8217;s Artikel zum Thema sowie diesen aktuellen Beitrag von Klaus Eck) aus dem Sprachgebrauch der Medien- und Internetforscher kaum mehr wegzudenken. Damit soll die Generation derer beschrieben werden, die als Kind in das digitale Zeitalter hineingewachsen sind und die sich nicht (wie [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/10/bravo.png' alt='bravo.png' class='left' align='left' />Seit einiger Zeit ist der Begriff der &#8220;<a href="http://www.mediacoffee.de/stephanfink/item/176">digital natives</a>&#8221; (vgl. dazu auch Mark Prensky&#8217;s <a href="http://www.marcprensky.com/writing/">Artikel zum Thema</a> sowie <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2007/10/digitale-eingeb.html">diesen aktuellen Beitrag von Klaus Eck</a>) aus dem Sprachgebrauch der Medien- und Internetforscher kaum mehr wegzudenken. Damit soll die Generation derer beschrieben werden, die als Kind in das digitale Zeitalter hineingewachsen sind und die sich nicht (wie noch meine Generation) diese Welt selbst erarbeiten musste wie man eine Fremdsprache lernt. Die aktuelle Bravo-Jugendstudie &#8220;Faktor Jugend 9&#8243; (<a href="http://www.bauermedia.com/fileadmin/user_upload/pdf/studien/zielgruppe/jugend/Bravo_Faktor_Jugend_Brosch_re.pdf">pdf</a>) hat sich auf explorativem Weg der Altersgruppe 12-15 genähert (wenn auch auf etwas geringer Datengrundlage von 20 Einzelinterviews und 2 Gruppendiskussionen).</p>
<p>Das zentrale Ergebnis der Exploration sind die unterschiedlichen Medienprofile, wie sie sich aus Sicht der Jugendlichen darstellen:</p>
<ul>
<li><b>Zeitschriften</b> dienen den Jugendlichen als Ratgeber (&#8220;im schnelllebigen In &#038; Out der Glamourwelt&#8221;), spielen aber auch im Freundeskreis eine wichtige Rolle: zum einen als Themenlieferant, aber auch als Beschäftigung (Tests). Dabei werden Zeitschriften als besonders glaubwürdig erfahren, da sie von Profis gemacht werden.
<li><b>Fernsehen</b> wird dagegen bewusst dazu eingesetzt, auf unkomplizierte Weise die eigene Stimmung zu beeinflussen oder Zeit totzuschlagen, erscheint den Jugendlichen aber auch unentbehrlich um auf dem Schulhof mitreden zu können (der &#8220;GZSZ-Effekt&#8221;).
<li>Das <b>Radio</b> ist, was wäre anderes zu erwarten gewesen, zu einem reinen Ambient-Medium geworden: nur selten wird bewusst die Aufmerksamkeit auf dieses Medium gelenkt; in den meisten Fällen wird es in den Hintergrund verbannt. Eine Ausnahme: wenn es um lokale und regionale Veranstaltungstipps geht, ist das Radion bei den Jugendmedien ganz vorne mit dabei.
<li>Im Zusammenhang mit dem <b>Internet</b> rückt dagegen die Interaktivität in den Vordergrund: dieses Medium wird bewusst als Zwei-Wege-Kommunikation genutzt (&#8220;ich schreibe schnell zurück&#8221;). Darüber hinaus zeichnet sich dieses Medium aber dadurch aus, dass es amorph ist und vielen Zwecken dienen kann bzw. viele Medien ersetzen kann. Die Substitutionsthese erfreut sich also wenigstens in dieser Altersgruppe einer gewissen Beliebtheit! Komplexere Inhalte in Textform (Wikipedia) werden dagegen vor allem für schulische Zwecke genutzt. Das Internet ist interessanterweise das Medium, in dem die Jugendlichen am offensten für Werbebotschaften sind &#8211; besonders, wenn die Werbung neue Informationen oder einen gewissen Unterhaltungswert bietet &#8211; <span class="pullquote"> virale Botschaften sind bei den Jugendlichen besonders gern gesehen</span> &#8211; und nicht zu aufdringlich ist.
<li>Interessanterweise geht die Studie extra auch auf das Schlagwort <b>Web 2.0</b> ein, wenn auch nicht klar wird, was die Autoren damit meinen. Wie auch immer: Weblogs, Foren oder Online Communities werden von den Jugendlichen nicht als besonders wichtige Elemente ihrer Onlinenutzung beschrieben &#8211; wenn sie überhaupt schon einmal davon gehört haben. Stattdessen wird auf bewährte Ressourcen (Chat, MSN, ICQ oder &#8220;regionale Schülerseiten&#8221; &#8211; was ist damit gemeint?) zurückgegriffen.
<li>Das <b>Handy</b> dient den digitalen Eingeborenen vorrangig als permanente Verbindung zu ihrem Freundeskreis (vgl. dazu auch meinen Beitrag über mobiltelefonierende Nomaden), aber auch als Statussymbol und Gadget (&#8220;Mein Handy kann bessere Fotos machen als deins&#8221;). Insofern wird nicht nur mit Hilfe des Mobiltelefons kommuniziert, sondern das Handy ist selbst ein wichtiges Gesprächsthema.
</ul>
<p>Ach ja, ein weiteres Ergebnis: Wäre die Wikipedia ein Mensch, sie wäre Walter, ein Oldtimer-fahrender und Cordhosen-tragender Oldschooler, der informativ und interessant ist, aber bisweilen etwas länger braucht, um zu verstehen, worum es geht.</p>
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		<item>
		<title>Die Sichtbarkeit des bloggenden Wissenschaftlers</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/30/die-sichtbarkeit-des-bloggenden-wissenschaftlers/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 07:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[danahboyd]]></category>
		<category><![CDATA[ethnographie]]></category>
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		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Be a visible researcher (Danah Boyd) Ich finde, das fasst es schon ganz gut zusammen, um was es beim Wissenschaftsbloggen geht. Auf der einen Seite haben bloggende Wissenschaftler den Vorteil, ein vergleichsweise breites Publikum zu erreichen. Die Auflagen der deutschen Fachzeitschriften für Soziologie liegen beispielsweise zwischen 500 (Berliner Journal für Soziologie) und 1.700 (Kölner Zeitschrift [...]]]></description>
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<blockquote><p>Be a visible researcher (<a href="http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html">Danah</a> <a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2007/10/25/choose_your_own.html">Boyd</a>)</p></blockquote>
<p>Ich finde, das fasst es schon ganz gut zusammen, um was es beim Wissenschaftsbloggen geht.</p>
<p>Auf der einen Seite haben bloggende Wissenschaftler den Vorteil, ein vergleichsweise breites Publikum zu erreichen. Die <a href="http://www.media-daten.com">Auflagen</a> der deutschen Fachzeitschriften für Soziologie liegen beispielsweise zwischen 500 (<a href="http://www2.hu-berlin.de/bjs/">Berliner Journal für Soziologie</a>) und 1.700 (<a href="http://www.uni-koeln.de/kzfss/">Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie</a>). Das ist ein Bereich, den ein Wissenschaftsblogger durchaus an einem sehr guten Tag erreichen kann (wobei man natürlich gedruckte Exemplare und Unique Visitors einer Webseite nur schwer vergleichen kann).</p>
<p>Auf der anderen Seite bedeutet diese Sichtbarkeit aber auch, dass man selbst als ForscherIn greifbarer wird und sehr viel stärker die Erwartung spürt, Stellung zu nehmen, Wissenschaft in Gesellschaft zu betreiben. Das wird sehr deutlich in <a href="http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html">Danah Boyds Beschreibung ihrer MySpace-Forschungen</a>, die zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und Aufklärung, wenn nicht sogar Parteinahme liegen.</p>
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		<title>Rascheln im Spießernetz? Horx sieht Ende der Weblog-Euphorie</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/26/rascheln-oder-rauschen-horx-sieht-ende-der-weblog-euphorie/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 05:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blase]]></category>
		<category><![CDATA[boom]]></category>
		<category><![CDATA[frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[horx]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<category><![CDATA[trends]]></category>
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		<category><![CDATA[zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx nahm auf dem FRA-Medientreff seine Begeisterung für Weblogs als neue Kommunikationsmedien doch etwas zurück. Ist in dem &#8220;Zukunftsletter&#8221; noch von einer mit Weblogs verbundenen &#8220;existenziellen Verschiebung des Verhältnisses von Privatheit und Öffentlichkeit&#8221; die Rede, heißt es jetzt: &#8220;Menschen nehmen nur ernst, was raschelt&#8221;. Er verweist auf stagnierende oder zurückgehende Klickzahlen, [...]]]></description>
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<p>Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx nahm auf dem <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/?em_cnt=1231584&#038;">FRA-Medientreff</a> seine Begeisterung für Weblogs als neue Kommunikationsmedien doch etwas zurück. Ist in dem &#8220;<a href="https://www.marketing-trendinformationen.de/ratgeber/zukunftsletter.html">Zukunftsletter</a>&#8221; noch von einer mit Weblogs verbundenen &#8220;existenziellen Verschiebung des Verhältnisses von Privatheit und Öffentlichkeit&#8221; die Rede, heißt es jetzt: &#8220;Menschen nehmen nur ernst, was raschelt&#8221;.</p>
<p>Er verweist auf <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/15/sommerflaute-oder-abflachung/">stagnierende</a> oder <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/blog/2007/10/blogs-in-der-krise.html">zurückgehende Klickzahlen</a>, um seine These zu unterstützen, dass dem Web 2.0 und den Weblogs die &#8220;sinnliche Dimension&#8221; fehlt, weswegen dieses &#8220;<a href="http://www.ib-klartext.de/sprachblog_comments.php?id=-genrgel-von-spiessern_0_14_0_C"><span class="pullquote">Genörgel von tausenden von digitalen Spießern</span></a>&#8221; auch keine ernsthafte Bedrohung für die Printpresse und ihre &#8220;kommentierende und hintergründige Berichterstattung&#8221; sein können. Außerdem könne man fast schon von einer &#8220;Renaissance der Langsamkeit&#8221; sprechen (wer ein bisschen recherchiert, stellt aber schnell fest, dass dieser Trend <a href="http://www.muellerkonzept.de/blog/lohas">auch</a> die <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2007/10/top-10-der-umwe.html">Welt</a> der <a href="http://www.lohas-blog.de/">Weblogs</a> <a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2007/02/22/die-besten-blogs-rund-um-nachhaltigkeit.html">betrifft</a>). Aber allzu drastisch will Horx das auch nicht verstanden werden und hält sich die Möglichkeit offen, dass nach der gegenwärtigen &#8220;Wild Gadget Phase&#8221; (= Technik als billige &#8220;Ausrede für nicht existente Inhalte&#8221;) doch noch eine &#8220;digitale Lifestyle-Phase&#8221; folgen könnte. </p>
<p>Wie könnte dieser digitale Lebensstil aussehen? Handelt es sich vielleicht um ein neues Vernetzungsmuster (Twitter, Facebook etc.) auf Grundlage eines erreichten hohen Individualisierungsgrades? Also um eine Art <a href="http://blog.metaroll.de/2007/10/25/von-der-gruppen-zur-netzwerkgesellschaft/">networked individualism</a>?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Galerie des Wissens 1.0 (Folge 2)</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/09/25/galerie-des-wissens-10-folge-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 11:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[openaccess]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[publikation]]></category>
		<category><![CDATA[science]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[tarde]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal stehen zwischen mir und einer möglicherweise wichtigen Erkenntnis 25 USD: Die Möglichkeit, Abstracts und Keywords zahlreicher wichtiger Journals auf informaworld zu durchsuchen, ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber dann kommt diese Schranke. Warum kein Open Access, Routledge?]]></description>
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<p>Manchmal stehen zwischen mir und einer <a href="http://www.informaworld.com/smpp/content~content=a782292642">möglicherweise wichtigen Erkenntnis</a> 25 USD:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/09/econsoc.PNG' alt='econsoc.PNG' align='center' class='center' /></p>
<p>Die Möglichkeit, Abstracts und Keywords zahlreicher wichtiger Journals auf <a href="http://www.informaworld.com/smpp/home~db=all">informaworld</a> zu durchsuchen, ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber dann kommt diese Schranke. Warum kein Open Access, Routledge?</p>
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