<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>viralmythen &#187; online</title>
	<atom:link href="http://blog.metaroll.de/category/online/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.metaroll.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2012 21:43:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>GPS-Empfänger und Lederhosen &#8211; Bayerns Online-Informationssysteme</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/06/01/kartierung-und-lederhosen-bayerns-online-informationssysteme/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2009/06/01/kartierung-und-lederhosen-bayerns-online-informationssysteme/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 14:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bayern]]></category>
		<category><![CDATA[biotope]]></category>
		<category><![CDATA[blfd]]></category>
		<category><![CDATA[denkmalschutz]]></category>
		<category><![CDATA[geotope]]></category>
		<category><![CDATA[information]]></category>
		<category><![CDATA[mashup]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=1066</guid>
		<description><![CDATA[In Bayern gibt es ca. 120.000 Baudenkmäler und noch einmal 900 Ensembles, die in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind. Im Vergleich dazu: In Frankreich sind beim Kulturministerium nur etwa 38.000 Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Was mich daran besonders fasziniert: Die 120.000 bayerischen Baudenkmäler lassen sich mit Hilfe der Java-Anwendung &#8220;Bayern Viewer&#8221; flächenscharf auf Karten darstellen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>In Bayern gibt es ca. 120.000 Baudenkmäler und noch einmal 900 Ensembles, die in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind. Im Vergleich dazu: In Frankreich sind beim Kulturministerium nur etwa 38.000 Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Was mich daran besonders fasziniert: Die 120.000 bayerischen Baudenkmäler lassen sich mit Hilfe der Java-Anwendung &#8220;<a href="http://www.blfd.bayern.de/blfd/index.php?id=1726136&amp;source=17862">Bayern Viewer</a>&#8221; flächenscharf auf Karten darstellen. Über dieses Interface lässt sich jedes erfasste Denkmal lokalisieren und die jeweils dazugehörigen Beschreibungstexte abrufen &#8211; zum Teil sogar mit Fotos. In Aktion sieht das ganze dann so aus:</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1067" title="BayernViewer" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/06/bayernviewer-300x192.jpg" alt="BayernViewer" width="300" height="192" />Auf jeden Fall beeindruckend. Die von dem Landesamt erhobenen Daten werden hier tatsächlich der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.  Nur: die einzelnen Denkmalinformationen besitzen keinen statischen Link, mit dem sie aufgerufen werden können. Das bedeutet:</p>
<ul>
<li>Google kann die einzelnen Denkmalbeschreibungen nicht finden und durchsuchbar machen. Wenn ich z.B. nach &#8220;Residenzstraße 25 München&#8221; suche, liefert mir Google sehr viel gewerbliche Einträge, aber keine Beschreibung des 1899/1900 von Drollinger erbauten Wohn- und Geschäftshauses.</li>
<li>Von Wikipedia-Artikeln wie zum Beispiel zum &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Rathaus_(M%C3%BCnchen)">Neuen Rathaus</a>&#8221; in München kann man nicht direkt auf die entsprechenden Eintrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege verlinken.</li>
<li>Die gespeicherten Daten wie zum Beispiel Architekt, Baujahr etc. bleiben in einem geschlossenen System. Man kann nicht mit den Daten arbeiten und sie zum Beispiel in einem Mashup mit GoogleMaps weiterverwenden.</li>
<li>Damit kann man auch keine geosensitiven Anwendungen schreiben, die diese Informationen mit dem aktuellen Standort des Betrachters in Bezug setzen. Aus dieser Verbindung von flächenscharf kartierten Objekten und einer GPS-basierten Standort- und Richtungsbestimmung könnten wunderbare augmented realities entstehen. Man müsste z.B. nur sein Handy auf eines der Gebäude richten und könnte die Denkmalschutzinformationen abrufen.</li>
<li>Was ebenfalls fehlt: Personalisierung. Die Anwendung merkt sich nicht, welche Informationen ich abgerufen habe, welche Städte ich am häufigsten gesucht habe etc. Mit einem Mashup könnten sich die Nutzer ihre eigenen &#8220;Denkmalpfade&#8221; durch ihren Wohn- oder Ferienort erstellen lassen, mit deren Hilfe sie dann eine bauhistorische Ortsführung bekommen können.</li>
<li>Schließlich gibt es auch keine nutzergenerierten Inhalte auf der Seite. Nutzer könnten zum Beispiel
<ul>
<li>fehlende Bilder ergänzen</li>
<li>Objektangaben hinzufügen</li>
<li>Objekte bewerten</li>
<li>Objekte kommentieren</li>
<li>Objekte verschicken</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Ganz ähnliche Anwendungen gibt es für die <a href="http://www.lfu.bayern.de/geologie/fachinformationen/geotoprecherche/indexx.htm">Kartierung der bayerischen Geotope</a></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1070" title="Geotopkartierung" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/06/geotope-300x242.jpg" alt="Geotopkartierung" width="300" height="242" />sowie <a href="http://gisportal-umwelt2.bayern.de/finweb">FINWEB</a> (die komplexeste Anwendung der drei) für die Biotope, Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete:</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1071" title="FIN-Web" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/06/fis-300x224.jpg" alt="FIN-Web" width="300" height="224" />Alle drei Anwendung &#8211; die Kartierung von Baudenkmälern, Geotopen und Biotopen &#8211; sind eindrucksvolle Beispiele für die (längst überfällige) Öffnung der behördlichen Datenbanken. Informationen, die im Auftrag des Bürgers gesammelt werden, müssen auch für ihn ohne größeren Schwierigkeiten zugänglich sein. Jeder, der sich dafür interessiert, kann die Informationen auf dem eigenen PC betrachten. Aber das war&#8217;s dann auch schon. Sehr viel mehr als Betrachten ist hier nicht drin.</p>
<p>Die oben für die Denkmalkartierung beschriebenen Punkte gelten auch für die Biotopkartierung und die Geotopdatenbank. Vor allem: die drei verschiedenen Kartierungen sind vollständig isoliert voneinander. Die Bayerische Regierung sollte auf offene Standards und Schnittstellen setzen, so dass man diese verschiedenen Datenbanken integrieren könnte. Also zum Beispiel in einer mobiltauglichen Anwendung, in der Biotope, Geotope, Baudenkmäler und Wikipedia-Informationen integriert sind.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2009/06/01/kartierung-und-lederhosen-bayerns-online-informationssysteme/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TwitterFriends</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/12/12/twitterfriends/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/12/12/twitterfriends/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 18:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>
		<category><![CDATA[tool]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=945</guid>
		<description><![CDATA[Immer häufiger wird im Zusammenhang mit Social Media bemängelt, dass es sich bei den dort zu beobachtenden &#8220;Freunden&#8221; gar nicht um echte Freunde handelt. Gerade Twitter wird immer wieder als Beispiel für eine &#8220;Freundesinflation&#8221; genannt, haben viele Nutzer dort doch mehrere Tausende &#8220;Followers&#8221;. Aber ist diese Gesamtzahl der Follower überhaupt so wichtig? Mit wie vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Immer häufiger wird im Zusammenhang mit Social Media bemängelt, dass es sich bei den dort zu beobachtenden &#8220;Freunden&#8221; gar nicht um echte Freunde handelt. Gerade Twitter wird immer wieder als Beispiel für eine &#8220;Freundesinflation&#8221; genannt, haben viele Nutzer dort doch mehrere Tausende &#8220;Followers&#8221;. Aber ist diese Gesamtzahl der Follower überhaupt so wichtig? Mit wie vielen der eigenen Follower ist man überhaupt in einem direkten Gespräch?</p>
<p>Um diese Frage zu beantworten, habe ich die Webanwendung &#8220;<a href="http://metaroll.de/twitterfriends.php?user=furukama">Twitterfriends</a>&#8221; geschrieben, die die letztem 400 Tweets eines Nutzers auswertet und herausfindet, welchen Personen man mittels @-Antworten man am meisten Aufmerksamkeit geschenkt hat. Umgekehrt lässt sich mit einem Klick auf den anderen Tab herausfinden, welche Twitterer einem selbst am häufigsten mit dem @-Zeichen geantwortet haben. So sieht das dann bei mir aus:</p>
<p><a href="http://metaroll.de/twitterfriends.php?user=furukama"><img class="size-full wp-image-944 " title="TwitterFriends" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/12/twitterfriends.png" alt="TwitterFriends von @furukama" width="501" height="523" /></a></p>
<p>Diese Liste (bzw. eigentlich ist es ein Netzwerk) ist sehr viel aussagekräftiger als die Gesamtliste der Personen, deren Updates ich auf Twitter abonniert habe, da hier die Personen aufgeführt sind, mit denen ich tatsächlich im Gespräch bin. Man könnte auch &#8220;relevantes Netzwerk&#8221; (<a href="http://blog.metaroll.com/2008/12/12/relevant-networks/">relevant net</a>) dazu sagen.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/12/12/twitterfriends/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Journalismus heißt Verhinderung von nutzergenerierten Inhalten</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/09/24/journalismus-heisst-verhinderung-von-nutzergenerierten-inhalten/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/09/24/journalismus-heisst-verhinderung-von-nutzergenerierten-inhalten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 16:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[nutzer]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[wid08]]></category>
		<category><![CDATA[jürgen habermas]]></category>
		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=624</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal bekomme ich den Eindruck, dass viele Journalisten sich nicht nur schwer tun mit nutzergenerierten Inhalten, sondern dass sie regelrecht versuchen, diese zu verhindern. Ein Beleg dafür sind die unzählbaren Hinweise auf die mangelnde Qualität von Blogkommentaren und Forendiskussionen (das ist mir erst heute wieder passiert, in einer Reaktion auf meinen Vortrag zu Wissenschaftsblogs auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Manchmal bekomme ich den Eindruck, dass viele Journalisten sich nicht nur schwer tun mit nutzergenerierten Inhalten, sondern dass sie regelrecht versuchen, diese zu verhindern. Ein Beleg dafür sind die unzählbaren Hinweise auf die mangelnde Qualität von Blogkommentaren und Forendiskussionen (das ist mir erst heute wieder passiert, in einer Reaktion auf meinen Vortrag zu Wissenschaftsblogs auf dem Symposium &#8220;Wissenschaft im Dialog&#8221; in Bremerhaven), ein anderer Beleg ist die rigide Einschränkung der Kommentarfunktion auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung.</p>
<p>Der Witz ist: Die Gegnerschaft von Journalisten und user generated content ist nicht neu. Nur hieß das früher nicht so, sondern trug die Bezeichnung &#8220;Leserbriefe&#8221;. Journalisten schreiben Artikel, Nutzer schreiben Briefe. Und damals wie heute genügte bzw. genügt der größte Teil der Rückmeldungen der Nutzer auf einen Artikel auf Focus Online genauso wie auf einen Artikel im gedruckten Politikteil der FAZ wohl kaum den Qualitätsvorstellungen von Journalisten.</p>
<p>Nur: Die meisten Leserbriefe werden nach wie vor nicht veröffentlicht, während sich einige Onlinepublikationen auf das Experiment eingelassen haben, alle Reaktionen der Leser (sofern sie im Einklang mit der Verfassung sind) zu publizieren bzw. nicht herauszufiltern. Ich bin überzeugt: Eine Vollpublikation von Leserbriefen würde bei den meisten Lesern genau dasselbe gruselige Gefühl hervorrufen wie die 1134. Mac-vs-Windows-Debatte in einem heise-Forum.</p>
<p>In diesem Sinne bedeutet Journalismus dann unter anderem auch, nutzergenerierte Inhalte zu verhindern.</p>
<p>Ich meine das nicht einmal negativ, denn es wird wahrscheinlich auch in Zukunft eine Nachfrage nach solchen &#8220;sauberen&#8221; Textbiotopen geben, in denen suggeriert wird, wir befänden uns in einer Habermas&#8217;schen Utopie eines rationalen Diskurses. Das ist aber eben nur eine Scheinwelt, die mit der tatsächlichen Art und Weise, wie Menschen denken, was sie sich wünschen etc. nicht viel zu tun hat. Ein Blick auf die beliebtesten Begriffe in der Google-Suche zerstören diese Illusion sehr schnell. Manchmal möchte man das auch gar nicht alles wissen. So eine Art Traumfabrik. Und Traumfabriken werden wohl auch in Zukunft noch nachgefragt werden.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/09/24/journalismus-heisst-verhinderung-von-nutzergenerierten-inhalten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Google AdPlanner: Das Ende der Online-Mediaplanung?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/08/25/google-adplanner-das-ende-der-online-mediaplanung/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/08/25/google-adplanner-das-ende-der-online-mediaplanung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 21:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[agof]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[mediaplanung]]></category>
		<category><![CDATA[messung]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[reichweite]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=600</guid>
		<description><![CDATA[Gerade eben habe ich meinen Zugang für die Betaversion des neuen Googledienstes AdPlanner bekommen. Schon mit den ersten paar Klicks wird deutlich, welche Sprengkraft dieses neue Kostenlosangebot von Google für das Berufsbild des Mediaplaners haben könnte: Im Handumdrehen lassen sich hier Zielgruppen suchen, sortieren, vergleichen und dann in vielen Fällen gleich die entsprechenden Google-Ads buchen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Gerade eben habe ich meinen Zugang für die Betaversion des neuen Googledienstes <a href="http://www.google.com/adplanner/">AdPlanner</a> bekommen. Schon mit den ersten paar Klicks wird deutlich, welche Sprengkraft dieses neue Kostenlosangebot von Google für das Berufsbild des Mediaplaners haben könnte: Im Handumdrehen lassen sich hier Zielgruppen suchen, sortieren, vergleichen und dann in vielen Fällen gleich die entsprechenden Google-Ads buchen. Die Differenzierung nach Land, Sprache, Alter, Bildung, Geschlecht, Haushaltseinkommen funktioniert tadellos &#8211; allerdings gibt es diese demographischen Daten bislang erst für die USA.</p>
<p>Ich habe einmal die letzten <a href="http://www.agof.de/studie.353.html">AGOF-Internet Facts</a> (Juni 2008) zur Hand genommen und die jeweils angegebenen Unique Visitorzahlen verglichen. Das Ergebnis (Klick zum Vergrößern):</p>
<p><a href="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2YbhfMWYd5uFQ&#038;oid=1&#038;output=image"><img src="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2YbhfMWYd5uFQ&#038;oid=1&#038;output=image" width="500" /></a></p>
<p>Man erkennt, dass die Werte für viele Angebote sehr ähnlich liegen, einige Male kommt Google zu einer etwas höheren Reichweite (GMX, Yahoo, StudiVZ, Chip) und bei T-Online und ProSieben.de liegt Google weit unter den AGOF-Zahlen. Deutlich wird aber auch, dass Googles Planungswerkzeug anders funktioniert als die AGOF Zählung: Hier können Daten für fast alle Angebote abgerufen werden (außer Googleeigenen Diensten wie Google oder Youtube) und nicht nur für teilnehmende Vermarkter. Ebay.de, Mozilla.com und Wikipedia.org liegen bei den deutschen Internetnutzern weit vorne &#8211; drei beispielhafte Angebote, die in den Internet Facts nicht vorkommen.</p>
<p>Aber nicht nur der Blick nach vorne ist interessant, sondern vor allem der Blick in den Long Tail. Hier zeigt sich die wahre Stärke des Google-Tools, denn auch Angebote mit wenigen Tausend Besuchern im Monat können hier angezeigt und in die Online-Mediaplanung einbezogen werden. Und die Zahlen für dieses Blog hier sind sogar einigermaßen realistisch. Richtig spannend für die Online-Mediaplanung wird es freilich dann, wenn auch für das deutsche Publikum demographische Angaben verfügbar sind und wenn die Integration des Google-Werbenetzwerkes in den AdPlanner reibungslos funktioniert (momentan werden die Werbeplätze in diesem Blog noch nicht angezeigt). Das könnte dann tatsächlich den Markt der Online-Mediaplanung kräftig durcheinanderwirbeln.</p>
<p>Eine weitere interessante Frage ist: Was macht Google mit den Mediaplanungsdaten? In den Plänen stecken viele Informationen über die wahrgenommene Passung von Internetangeboten und Zielgruppen, die wiederum in aggregierter Form ausgewertet werden könnten, um einen Eindruck von der Perspektive der Mediaplanung auf das Internet zu bekommen.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/08/25/google-adplanner-das-ende-der-online-mediaplanung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Nominierten für den Grimme Online Award 2008u.a.</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/08/die-nominierten-fuer-den-grimme-online-award-2008/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/05/08/die-nominierten-fuer-den-grimme-online-award-2008/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 May 2008 10:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[awards]]></category>
		<category><![CDATA[grimme]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[liste]]></category>
		<category><![CDATA[nominierungen]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[preise]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=490</guid>
		<description><![CDATA[Einmal mehr ein Beispiel, wie Nachrichten mittlerweile über Twitter zuerst verbreitet werden. Bevor auf der Seite des Grimme Online Awards die Liste der Nominierten zu sehen ist und noch während die Nominierten auf der Grimme-Pressekonferenz bekannt gegeben werden, war die Liste bereits über Twitter verbreitet worden (alle Angaben ohne Gewähr): Kategorie Information Geo.de Raja Ampat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/goa-logo.gif" alt="" title="goa-logo" width="272" height="112" class="left" align="left" />Einmal mehr ein Beispiel, wie Nachrichten mittlerweile über <a href="http://twitter.com">Twitter</a> zuerst <a href="http://blogs.reuters.com/mediafile/2008/05/06/breaking-news-twitter-style/">verbreitet werden</a>. Bevor auf der <a href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=750">Seite des Grimme Online Awards</a> die Liste der Nominierten zu sehen ist und noch während die Nominierten auf der Grimme-Pressekonferenz bekannt gegeben werden, war die Liste bereits <a href="http://twitpic.com/vcy">über Twitter verbreitet worden</a> (alle Angaben ohne Gewähr):</p>
<h4>Kategorie Information</h4>
<p>Geo.de Raja Ampat (Gruner + Jahr)<br />
graumarktinfo.de (Gruner + Jahr)<br />
netzpolitik.org (Markus Beckedahl)<br />
Störungsmelder (u.a. <a href="http://turi-2.blog.de/2008/05/02/heute2-holtzbrinck-sport1-de-google-4122529">Holtzbrinck</a>)</p>
<h4>Kategorie Wissen und Bildung</h4>
<p>einestages (Spiegel)<br />
kids-hotline (Kinderschutz und Mutterschutz e.V.)<br />
Kinder-Reiseführer (SWR)<br />
neuneinhalb (WDR)<br />
Weltreligionen (WDR)<br />
zeitzeugengeschichte.de (Metaversa e.V.)</p>
<h4>Kategorie Kultur und Unterhaltung</h4>
<p>FAZ Reading Room &#8220;Die Wohlgesinnten&#8221; (FAZ)<br />
Literaturport (Brandenburgischer Literaturverein / Literarisches Colloquium Berlin e. V.)<br />
ROOTS&#038;ROUTES TV (Jugendfilmclub Köln e. V.)<br />
undertube.tv (Daniel Poli)</p>
<h4>Kategorie Spezial</h4>
<p>Hobnox.com (Hobnox AG)<br />
Sandra Schadek ALS (Sandra Schadek)<br />
ZDF Mediathek (ZDF)</p>
<p>Klar, in diesem Fall lohnt sich der Blick darauf nicht besonders, da es sich um eine wenig mutige, wenn nicht sogar belanglose Zusammenstellung von Webangeboten handelt, bei der man eigentlich nur darüber diskutieren könnte, ob so das eine Überraschung oder nicht vielmehr erwartbar gewesen ist. Besonders schade: in den Kategorien Information und Wissen wurden fast nur Webangebote von großen Verlagen oder öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nominiert. Schade, hat doch die Ausschreibung betont, dass dank Web 2.0 mittlerweile auch Privatleute und kleine Unternehmen in einer Liga mit den großen Spielen können.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/05/08/die-nominierten-fuer-den-grimme-online-award-2008/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Searls 10 Thesen zur Rettung der Zeitung revisited</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/02/searls-10-thesen-zur-rettung-der-zeitung-revisited/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/05/02/searls-10-thesen-zur-rettung-der-zeitung-revisited/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 May 2008 09:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[doc searls]]></category>
		<category><![CDATA[nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[news]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[rss]]></category>
		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=481</guid>
		<description><![CDATA[Doc Searls, Mitauthor des Cluetrain-Manifests (&#8220;Märkte sind Gespräche&#8220;), hat auf seinem Blog in prägnanter Form zehn Empfehlungen für die Zeitung der Zukunft formuliert (bzw. aus dem Archiv hervorgeholt). Da diese Punkte sehr gut zu meinem letzten Blogeintrag zum Tod der Tageszeitungen und dem Überleben der Zeitschriften passt, möchte ich die Thesen hier kurz kommentieren: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doc_Searls">Doc Searls</a>, Mitauthor des Cluetrain-Manifests (&#8220;<a href="http://www.cluetrain.de/">Märkte sind Gespräche</a>&#8220;), hat auf seinem Blog in prägnanter Form zehn Empfehlungen für die Zeitung der Zukunft <a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2008/04/30/the-future-history-of-newspages/">formuliert</a> (bzw. aus dem Archiv <a href="http://doc-weblogs.com/2007/03/24#howToSaveNewspapers">hervorgeholt</a>). Da diese Punkte sehr gut zu meinem <a href="http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/">letzten Blogeintrag zum Tod der Tageszeitungen und dem Überleben der Zeitschriften</a> passt, möchte ich die Thesen hier kurz kommentieren:</p>
<ol>
<li><strong>Die Archive öffnen</strong>. Wenn die alten Beiträge hinter einer kostenpflichtigen Anmeldemaske versteckt sind, können sie von Suchmaschinen nicht gefunden werden. Was im Suchmaschinenzeitalter schlicht heißt: sie existieren nicht. Hier hat sich einiges getan. Das <a href="http://www.zeit.de/archiv/index">Zeit-Archiv</a> reicht trotz <a href="http://praegnanz.de/weblog/das-zeit-archiv-und-die-texterkennung">einiger Mängel</a> bis ins Jahr 1946 zurück. Das taz-Archiv ist zwar kostenpflichtig, Google darf aber umsonst hinein, so dass die älteren Beiträge in den Suchmaschinenindices zu finden sind. FAZ und SZ sind dagegen größtenteils kostenpflichtig.
<li><strong>Archiviertes auf die Titelseite bringen</strong>. Doc Searls empfielt, Links zu alten Artikeln aus den Archiven auf die Titelseite zu bringen, um die Suchmaschinen und Nutzer in die Archive einzuladen. Zwar haben die Onlineausgaben mittlerweile durch die Bank Verweise auf thematisch ähnliche Beiträge (&#8220;related items&#8221;) auf den Artikelseiten. Aber der Weg von der Titelseite ins Archiv ist meistens so versteckt, dass man nicht ernsthaft davon ausgehen darf, dass man die Leser dort haben will. Hier als Beispiel der gut getarnte Archivlink ganz unten auf der Tagesspiegel-Seite:<br />
<img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/tagesspiegel_archiv.png" alt="Gut getarnter Archivlink auf Tagesspiegel.de" title="tagesspiegel_archiv" width="300" height="246" class="aligncenter size-full wp-image-482" /><br />
Einige Archive sind zudem nur durchsuchbar und nicht Artikel für Artikel, Ressort für Ressort durchblätterbar.</p>
<li><strong>Nach außen verlinken</strong>. Wie ich <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/">hier schon erwähnt habe</a>: bei deutschen Zeitungswebseits Fehlanzeige. Verlinkt wird nur auf das eigene Blatt. Links nach außen sind nahezu immer Werbelinks. Von Tageszeitungstrackbacks in die Blogosphäre können wir im Augenblick nur träumen.
<li><strong>Blogs und andere Zeitungen verfolgen und verlinken</strong>. Auch hier nicht viel neues. Immerhin leisten sich viele Tageszeitungen nun Blogger, die anscheinend diese Arbeit für die Zeitungsredaktion übernehmen sollen.
<li><strong>Blogger als potentielle Berichterstatter einbeziehen</strong>. Bislang ist die Kluft zwischen Zeitungen und Blogs nur in eine Seite durchlässig: Journalisten können Blogger werden. Bewegungen in die andere Richtung, also dass ein wichtiger Blogger oder eine Bloggerin in eine Redaktion geholt wurde, sind mir nicht bekannt. <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">Robert Basics</a> Techniktipps auf der Computerseite der Süddeutschen? <a href="http://wirres.net">Schwenzels</a> Woche in der Taz? Aber das geht natürlich nur, wenn der Scheingegensatz zwischen Journalisten und Bloggern aufgegeben wird.
<li><strong>Bürgerjournalisten für lokale Themen einsetzen</strong>. Auch hierfür fallen mir auf Anhieb keine prägnanten Beispiele ein.
<li><strong>Weg mit dem Begriff &#8220;Content&#8221;</strong>. Es geht um Texte, Bilder, Meinungen, nicht um Inhalt, der nur dazu da ist, einen Leerraum zu füllen. Eine Onlineredaktion sollte mehr sein als ein Content-Management-System.
<li><strong>Einfache Webseiten bauen</strong>. Klare Strukturen und Navigationspfade, kurz: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerfreundlichkeit">Benutzerfreundlichkeit</a>.
<li><strong>Ins &#8220;Live Web&#8221; einsteigen</strong>. Statt Site, Content, Box und Container sollte im Idealfall der Eindruck entstehen, dass hier lebendige Menschen recherchieren, fotografieren, schreiben, verlinken, beobachten, kommentieren. Das neue Netz ist dynamisch.
<li><strong>Für mobile Endgeräte &#8220;Nachrichtenströme&#8221; veröffentlichen</strong>. Auf einem Mobiltelefon will man die Essenz der Seite lesen. Mehr nicht. Das kann dann in etwa <a href="http://nytimesriver.com/">so aussehen</a>.
</ol>
<p>Mir fallen da noch zwei Ergänzungen ein:</p>
<ol>
<li><strong>Zugänge in die Nachrichtenmaschine anlegen</strong>. RSS-Feeds haben mittlerweile die meisten Tageszeitungen im Netz. Aber das sind meistens One-Size-Fits-Them-All-Lösungen. Die Personalisierung geht in der Regel nur so weit, dass man Feeds für einzelne Ressorts abrufen kann. Mit Nachrichten-APIs könnte man sehr viel spezifischere Zugänge zu den Datenbanken ermöglichen und so das dort gespeicherte Wissen besser nutzen. Die amtliche Statistik hat damit auch schon angefangen, so dass man die offiziellen Daten in Mashups weiter umwandeln kann. Warum sollten die Zeitungen das nicht auch können?
<li><strong>Die Nachrichten verschlagworten und geocodieren</strong>. Wenn es hoch kommt, sind in den Metatags gerade einmal die ersten zehn Worte der Meldung als Stichworte abgespeichert. Was fehlt ist eine aussagekräftige Verschlagwortung der Beiträge sowie die Geocodierung. In Verbindung mit dem vorangegangenen Punkt entstünde auf diese Weise eine umfassende und dynamische Datenbank mit Begriffen und ihren Orten, auf die man dann z.B. für eigene Blogbeiträge oder Mashups (vgl. dazu meinen geolokalisierten Wein-Nachrichtenfluss <a href="http://www.eigenarbeit.org/mivino">mivino</a>) zurückgreifen könnte.
</ol>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/05/02/searls-10-thesen-zur-rettung-der-zeitung-revisited/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview zum Wissenschaftsbloggen und zur Arbeitsgemeinschaft Social Media</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 19:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[agsm]]></category>
		<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=474</guid>
		<description><![CDATA[Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Okay, ich muss zugeben, dass die Formulierung &#8220;Bücher liest ja keiner mehr&#8221; ein bisschen arg zugespitzt ist. Ich merke es aber an mir selbst: In meiner wissenschaftlichen Arbeit rezipiere ich immer mehr online verfügbare Texte &#8211; ganz gleich ob es um die sogenannte &#8220;graue Literatur&#8221;, Aufsätze in Onlineausgaben von Fachjournals (am besten Open Access) oder um digitale Buchausgaben geht. Aber auch Blogs spielen für mich als Ideengeber eine immer wichtigere Rolle. Soweit als kurze Vorbemerkung zu dem folgenden Interview, das turi2-Mitarbeiter Peter Schwierz am Rande der re:publica mit mir <a href="http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522">geführt</a> hat.</p>
<p><a href='http://turi-2.blog.de/2008/04/25/interview2-benedikt-kohler-4092522'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/turi22.png" alt="" title="turi22" width="441" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-475" /></a></p>
<p>Zur Arbeitsgemeinschaft Social Media geht&#8217;s übrigens <a href="http://ag-sm.de">da lang</a>.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/interview-zum-wissenschaftsbloggen-und-zur-arbeitsgemeinschaft-social-media/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Ende der URL &#8211; &#8220;Google &#8216;viralmythen&#8217; to find out more&#8221;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/21/das-ende-der-url-google-viralmythen-to-find-out-more/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/21/das-ende-der-url-google-viralmythen-to-find-out-more/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 19:59:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[dotcom]]></category>
		<category><![CDATA[offline]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[quick response]]></category>
		<category><![CDATA[semantik]]></category>
		<category><![CDATA[suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[url]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=460</guid>
		<description><![CDATA[Die Geschichte der massenhaften Durchsetzung des Internet ist auch eine Geschichte eines sprachlichen Wandels. Zu Anfang waren die Adressen, die man händisch in den Browser eingeben mussten, noch kryptische Kombinationen &#8211; tief verschachtelt und in der häufigen Verwendung der Tilde &#8220;~&#8221; noch mit deutlichen Referenten an die UNIX-Filestruktur (dort ist &#8220;~&#8221; eine Abkürzung für das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Die Geschichte der massenhaften Durchsetzung des Internet ist auch eine Geschichte eines sprachlichen Wandels. Zu Anfang waren die Adressen, die man händisch in den Browser eingeben mussten, noch kryptische Kombinationen &#8211; tief verschachtelt und in der häufigen Verwendung der Tilde &#8220;~&#8221; noch mit deutlichen Referenten an die UNIX-Filestruktur (dort ist &#8220;~&#8221; eine Abkürzung für das Heimatverzeichnis eines Benutzers). So war zum Beispiel ein sehr frühes Blog unter der Adresse <code>http://www.link-goe.com/~hwo/MeinFramo.htm</code> erreichbar.</p>
<p>Mit der großen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dotcom-Blase">Internetblase</a> um die Jahrtausendwende veränderte sich auch das Sprechen über das Internet. Der Buchstabe &#8220;w&#8221; wurde damit zu einem der wichtigsten auf den Tastaturen. Zudem entstanden Unternehmen, die sich über ihre Internetadresse definierten und die .com- oder .de-Endung in ihren Markennamen integrierten. Ein prominentes Beispiel dafür ist Amazon.com (&#8220;Amazondotcom&#8221;).</p>
<p>Cabel Maxfield Sasser hat auf seiner Japanreise erste Anzeichen dafür <a href="http://www.cabel.name/2008/03/japan-urls-are-totally-out.html">gefunden</a>, dass sich dieses Phänomen wieder auf dem Abschwung befindet. Die URLs werden in der Werbesprache allmählich durch etwas neues ersetzt: Plakat- oder TV-Werbung, auf der ein Suchmaschinenfeld abgebildet ist, in dem der Name des Unternehmens steht. Das ergibt natürlich nur dann Sinn, wenn das Unternehmen oder die Marke im Suchmaschinenuniversum auch überall an erster Stelle gerankt wird. Ergebnis ist eine Semantik, die wesentlich auf dem Funktionieren der Suchmaschinenoptimierung (SEO) beruht. &#8220;Google &#8216;pontiac&#8217; to find out more&#8221;, <a href="http://www.jdamer.com/archive/googlepontiac.html">hieß</a> es zum Beispiel 2006 in einem Werbeclip des Autoherstellers (siehe dazu auch <a href="http://tushnet.blogspot.com/2008/03/death-sentence-for-domain-names.html">dieses schöne Beispiel</a>).</p>
<p>Nachdem nur noch die wenigsten Leute sich URLs merken und Buchstabe für Buchstabe in die Adresszeile des Browsers eintippen, sondern einfach die Google-, Yahoo- oder Wikipedia-Suchleiste daneben verwenden, spielt die Reservierung einer möglichst kurzen Domain keine große Rolle mehr. Lieber eine etwas umständliche URL, auf die dann aber bei alle wichtigen Suchmaschinen bei der Suche nach Unternehmen oder Marke verweisen. Vielleicht spielen in Zukunft aber auch <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/09/quick-response-in-spex-und-welt/">Quick Response-Codes</a> bei der Überwindung der Medienlücke zwischen Offline und Online eine größere Rolle oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/RealNames">RealName-ähnliche Dienste</a> werden als Geschäftsidee wieder attraktiv.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/04/21/das-ende-der-url-google-viralmythen-to-find-out-more/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sechs Beobachtungen zur Zukunft der Nachrichten</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/10/sechs-beobachtungen-zur-zukunft-der-nachrichten/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/10/sechs-beobachtungen-zur-zukunft-der-nachrichten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 08:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[trends]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=444</guid>
		<description><![CDATA[Schon des öfteren habe ich die These vertreten, dass Print nicht tot ist, genauso wenig wie Nachrichten tot sind. Aber die enge Verbindung von Print und News, wie sie sich beispielhaft in den großen Tageszeitungen beobachten lässt, verliert angesichts der in nahezu jedem Fall größeren Aktualität von Onlinenews oder der ungefilterten Nachrichtenkanälen wie Twitter oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Schon des öfteren habe ich die These vertreten, dass Print nicht tot ist, genauso wenig wie Nachrichten tot sind. Aber die enge Verbindung von Print und News, wie sie sich beispielhaft in den großen Tageszeitungen beobachten lässt, verliert angesichts der in nahezu jedem Fall größeren Aktualität von Onlinenews oder der ungefilterten Nachrichtenkanälen wie Twitter oder Blogs stetig an Bedeutung (mittlerweile <a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/2008/04/08/medien-und-twitter/">experimentieren</a> <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/welt-kompakt-nutzt-twitter/">auch</a> Tageszeitungen wie <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1870841/WELT_KOMPAKT_berichtet_live.html">Welt</a>-Kompakt <del datetime="2008-04-10T09:06:14+00:00">oder die <a href="http://www.media-ocean.de/2008/04/09/mopo-twittert-aber-twittert-auch-die-mopo/">Hamburger Morgenpost</a></del> mit dem Instantmedium Twitter).</p>
<p>Das sollte aber nicht verwechselt werden mit einer Demokratisierung der Nachrichtenproduktion und -distribution. Auf der einen Seite bestehen tatsächlich neue Möglichkeiten einer Nachrichtenproduktion und -distribution im <em><a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html">Long Tail</a></em> des WWW, die im Übrigen noch deutlich zu wenig genutzt werden. Auf der anderen Seite gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Onlinenachrichtenquellen sehr viel stärker <a href="http://www.readers-edition.de/2008/04/08/republica-08-fazit-die-schrumpfende-vierte-macht-erhaelt-unterstuetzung/">konzentriert</a> sind als es in der Printwelt der Fall gewesen ist. Zu diesem Ergebnis kommt auch der &#8220;<a href="http://www.stateofthenewsmedia.org/2008/printable_online_chapter.htm">State of the News Media</a>&#8220;-Bericht des <a href="http://www.journalism.org/">Project for Excellence in Journalism</a>:</p>
<blockquote><p>
Online, for instance, the top 10 news Web sites, drawing mostly from old brands, are more of an oligarchy, commanding a larger share of audience than they did in the legacy media. The verdict on citizen media for now suggests limitations. And research shows blogs and public affairs Web sites attract a smaller audience than expected and are produced by people with even more elite backgrounds than journalists.
</p></blockquote>
<p>Der Bericht skizziert <b>sechs Trends in der Entwicklung der Nachrichtenmedien</b>, die sich 2008 zumindest in den USA schon deutlich abgezeichnet haben:</p>
<ul>
<li><b>Nachrichten verwandeln sich von einem Produkt in eine Dienstleistung.</b> Dazu gehört auch der Trend zu einer Art <em><a href="http://de.blog.qype.com/2006/05/04/die-ewige-beta/">perpetual beta</a></em>-Nachrichten: immer wieder kleine Updates anstelle der klassischen (Morgen- und Abend-)Ausgaben. Das heißt aber auch, dass der aktuelle Nachrichten-<em>Release</em> nur ein Zwischenstand ist, der später ergänzt oder korrigiert werden muss. Das ist freilich nicht neu, wurde aber durch das Erscheinungsbild einer Zeitung als fertiges Produkt überdeckt.
<li><b>Nachrichtenseiten sind nicht mehr Endpunkte, sondern Zwischenstationen.</b> Nachrichtenportale sind keine <em>walled gardens</em> mehr. Die dort publizierten Meldungen können syndiziert, kommentiert, geokodiert, auf Facebook gepostet, gediggt oder geyiggt werden. Sie werden zu einem unter vielen Rohstoffen in digitalen Mashups. Anders ausgedrückt: <em><a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2007/10/19/future-to-newspapers-jump-in-the-river/">news is a river</a></em>.
<li><b>Nutzergenerierter Content spielt (noch) keine große Rolle.</b> Obwohl die Nutzer im Web 2.0 Nachrichten remixen können, spielt die eigene Produktion von Nachrichten wie es die Bürgerjournalismus-Idee will nur eine untergeordnete Rolle. Hier formuliert der Bericht eine interessante Pointe: die Graswurzelnachrichten in Blogs sind sehr viel geschlossener und altmodischer als die großen Nachrichtenportale: &#8220;In short, rather than rejecting the &#8216;gatekeeper&#8217; role of traditional journalism, for now citizen journalists and bloggers appear for now to be recreating it in other places.&#8221;
<li><b>Die Rückkehr des Newsroom.</b> Verkündete man vor 10 Jahren noch das Ende des Newsroom, so ist das Nachrichtenressort mittlerweile sehr viel weniger umstritten als z.B. die Verlagsseite (fehlende Monetarisierungsmodelle für Online) oder die Meinungsseite (Blogger machen das, gerade in den USA, häufig besser).
<li><b>Einengung der Agenda.</b> Trotz der Pluralisierung von Nachrichtenquellen und -kanälen ist in jüngster Zeit die Nachrichtenagenda weiter geschrumpft. Irakkrieg und Präsidentenwahl sind die Themen, die ein Viertel der Nachrichtenmeldungen in den USA bestimmten.
<li><b>Die Werbeagenturen sind ratlos.</b> Hier halten sich die alten Formen, so dass der Leidensdruck für die alten Medien dadurch noch eine Weile niedrig gehalten wird. Aber auch hier sieht das Project for Excellency in Journalismus früher oder später eine drastische Veränderung: &#8220;But the losses could begin to accelerate when answers come. The question of whether, and how, advertising and news will remain partners is unresolved.&#8221;
</ul>
<p>Zugespitzt formuliert: <b>Die Nachrichtenindustrie ist ein Zombie, der sich im Halbschlaf befindet und nur deshalb nicht bemerkt, dass das Suchmaschinenzeitalter längst begonnen hat.</b> Deshalb wird in Zukunft von großer Bedeutung sein, nach welchen Kriterien die großen Player Google und Yahoo den Zugang zu Nachrichtenmeldungen herstellen. Schon jetzt zeigen sich unterschiedliche Gewichtungen von Quellen und Themen &#8211; ein Problem sehe ich aber darin, dass diese Gewichtung nicht mehr auf Menschen und ihre politische Agenda zurechenbar ist, sondern von Algorithmen abhängt, die von außen nicht durchschaubar sind.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/04/10/sechs-beobachtungen-zur-zukunft-der-nachrichten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Infovöllerei und Infogourmets</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/09/von-infovoellerei-und-infogourmets/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/09/von-infovoellerei-und-infogourmets/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 21:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[information]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[neurowissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=443</guid>
		<description><![CDATA[Gibt es eine allgemein menschliche Gier nach Informationen? Lee Gomes kommt im Wall Street Journal zu diesem Ergebnis: &#8220;We&#8217;re powerless to resist grazing on endless web data&#8221;. Er beruft sich dabei auf die Forschungsergebnisse von Irving Biederman, einen Neurowissenschaftler an der University of Southern California: In other words, coming across what Dr. Biederman calls new [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Gibt es eine allgemein menschliche Gier nach Informationen? Lee Gomes <a href="http://online.wsj.com/article/SB120527756506928579.html">kommt</a> im Wall Street Journal zu diesem Ergebnis: &#8220;We&#8217;re powerless to resist grazing on endless web data&#8221;. Er beruft sich dabei auf die Forschungsergebnisse von Irving Biederman, einen Neurowissenschaftler an der University of Southern California:</p>
<blockquote><p>
In other words, coming across what Dr. Biederman calls new and richly interpretable information triggers a chemical reaction that makes us feel good, which in turn causes us to seek out even more of it. The reverse is true as well: We want to avoid not getting those hits because, for one, we are so averse to boredom.
</p></blockquote>
<p>Biederman hat sogar einen neuen Begriff für die zutiefst menschliche Sucht nach neuen Informationen geprägt: <em>infovores</em> (dt.: Infofresser). Das Problem liegt seiner Ansicht darin, dass die Menge der jederzeit verfügbaren und vor allem leicht zugänglichen Informationen durch das Internet gewaltig angestiegen ist: &#8220;We are programmed for scarcity and can&#8217;t dial back when something is abundant.&#8221;</p>
<p>Das Ergebnis könnte man auch als &#8220;Infovöllerei&#8221; bezeichnen. Und gerade die unerschöpfliche Informationsproduktion der Blogosphäre wird für manche Beobachter zum Problem &#8211; ich erinnere nur an Fichtners Angstzustände angesichts der vielen für ihn nutzlosen Informationen: Wer soll das alles lesen? Es sind also Filter gefragt, um diesem <em>information overload</em> zu begegnen.</p>
<p>Das Neue daran: Es gibt keine institutionell legitimierten Lösungen dafür. Statt einem für alle gültigen &#8220;Filter des Journalismus&#8221; (<em>one size fits them all</em>) zu vertrauen ist nun jeder Informationsjäger aufgefordert, sich einen eigenen Filter zu basteln &#8211; den eigenen Vorlieben, Bedürfnissen und Fähigkeiten gemäß. Gefragt sind also Infogourmets.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/04/09/von-infovoellerei-und-infogourmets/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Print-News sind ein Zombie: IDG-Studie zur Mediennutzung von Entscheidern</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/07/print-news-sind-ein-zombie-idg-studie-zur-mediennutzung-von-entscheidern/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/07/print-news-sind-ein-zombie-idg-studie-zur-mediennutzung-von-entscheidern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 21:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktualität]]></category>
		<category><![CDATA[entscheider]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[idg]]></category>
		<category><![CDATA[marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[tagebücher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=440</guid>
		<description><![CDATA[Das Medienhaus IDG (u.a. PC Welt, Mac Welt, Computerwoche) hat in seiner aktuellen Mediennutzungsstudie &#8220;Wie Entscheider heute Medien nutzen: Neue Formen und Möglichkeiten vernetzter Medienmarken&#8221; (hier als pdf) dreitägige Mediennutzungstagebücher von Führungskräften der Medienbranche untersucht. Dabei zeigte sich eine hohe Affinität zu &#8220;aus der Print-Tradition heraus entstandenen Medienmarken&#8221;. Ganz gleich, in welchem medialen Kontext diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/logo_idg1.gif" alt="" title="logo_idg1" width="198" height="132" class="alignleft size-full wp-image-441" />Das Medienhaus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/International_Data_Group">IDG</a> (u.a. PC Welt, Mac Welt, Computerwoche) hat in seiner aktuellen Mediennutzungsstudie &#8220;Wie Entscheider heute Medien nutzen: Neue Formen und Möglichkeiten vernetzter Medienmarken&#8221; (<a href="http://www.idgmedia.de/download/IDG-Broschuere-2008.pdf">hier als pdf</a>) dreitägige Mediennutzungstagebücher von Führungskräften der Medienbranche untersucht. Dabei zeigte sich eine hohe Affinität zu &#8220;aus der Print-Tradition heraus entstandenen Medienmarken&#8221;. Ganz gleich, in welchem medialen Kontext diese genutzt wurden &#8211; ob Print oder Online -, sie wurden als besonders seriöse Informationsquelle wahrgenommen.</p>
<p>Die Medientagebücher zeigten, dass der Tagesablauf von IT-Entscheidern sich in zwei unterterschiedliche Hälften aufteilt: Während die erste Tageshälfte von Routinen geprägt ist, finden die Führungskräfte in der zweiten, offeneren Tageshälfte Zeit für Aktivitäten, die nicht der unmittelbaren Problemlösung dienen. Dementsprechend werden am Vormittag Onlinemedien lösungsorientiert angewandt, während am Nachmittag verstärkt Printmedien genutzt werden um einen allgemeinen Marktüberblick zu bekommen.</p>
<p>Die eigentlich viel spannendere Frage danach, ob man im digitalen Zeitalter überhaupt noch trennscharf zwischen Print und Online unterscheiden kann, gehen die Autoren leider nicht an. Stattdessen interpretieren die Autoren die Daten in Richtung einer fortbestehenden Dominanz von Print:</p>
<blockquote><p>
Im Umfeld der sich wandelnden Mediennutzung ist das Internet vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie zum Leitmedium avanciert. Doch auch nach der Etablierung der neuen Informationskultur im Netz bleibt der Qualitätsjournalismus Kern allen Handels.
</p></blockquote>
<p>Gemeint ist freilich: Print-Qualitätsjournalismus. Genau an dieser Stelle liegt der grundlegende Fehler von Studien dieser Art. Die Gegenüberstellung von qualitativ-hochwertigen &#8220;Fachzeitschriften&#8221; und &#8220;Online-Medien&#8221;, die für die (armen) Entscheider als <i><a href="http://iwwitch.wordpress.com/2008/03/13/information-overload/">information overload</a></i> erlebt werden, war spätestens an dem Moment überholt, als die ersten Fachzeitschriften ihre Inhalte ins Internet transferierten und per RSS zugänglich gemacht haben (obwohl: in den Medientagebüchern der Entscheider sind Newsletter wichtiger als Feeds).</p>
<p>Überhaupt wimmelt es in dieser Studie von Formulierungen, die eine Überlegenheit von Printzeitschriften suggerieren: So ist etwa die Rede von Webseiten, &#8220;die die Lösung des anstehenden Problems <i>scheinbar</i> am schnellsten&#8221; versprechen (eigene Hervorhebung). Ebenso kurios wie bezeichnend ist auch die Wahrnehmung der Entscheider, dass Online-Medien teilweise zur Überforderung werden, während sich Print-Medien auf wundersame Weise dem &#8220;individuellen Lese-Rhythmus&#8221; anpassen können.</p>
<p>Ein Punkt ist aber plausibel: Printzeitschriften spielen als Nachrichtenquelle nur noch eine Untergeordnete Rolle. Das Internet &#8211; trotz aller Diffusität, Unübersichtlichkeit und Flüchtigkeit &#8211; liefert die aktuelleren Informationen. Also: <b>Print ist nicht <a href="http://www.media-ocean.de/2008/03/13/print-ist-tot/">tot</a>, aber Print-News sind ein Zombie.</b> Und Marken, welche eine Überraschung, spielen sowohl in der Print- wie Onlinewelt eine große Rolle. Das passt zu den aktuellen Überlegungen zu &#8220;<a href="http://www.buzzmachine.com/2007/08/11/the-emergence-of-media-tribes/">Media-Tribes</a>&#8220;.</p>
<p>Diese qualitative Studie wurde August bis Oktober 2007 von <a href="http://www.ifcom-research.de/">IFCom in Hamburg</a> durchgeführt und basiert auf der Auswertung von 20 ausgefüllten Mediennutzungstagebüchern und 20 ergänzenden explorativen Interviews. Für eine explorative qualitative Studie ist die Stichprobengröße durchaus in Ordnung, um die These der unterschiedlichen &#8220;Medientageszeiten&#8221; weiter zu erhärte, wäre allerdings eine Nacherhebung größeren Umfangs notwendig. Ist so etwas geplant?</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/04/07/print-news-sind-ein-zombie-idg-studie-zur-mediennutzung-von-entscheidern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tyler Brûlé und der Scheingegensatz von Blogs und Zeitungen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/03/tyler-brule-und-der-scheingegensatz-von-blogs-und-zeitungen/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/03/03/tyler-brule-und-der-scheingegensatz-von-blogs-und-zeitungen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 09:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[offline]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[tyler brûlé]]></category>
		<category><![CDATA[weblogs]]></category>
		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/03/03/tyler-brule-und-der-scheingegensatz-von-blogs-und-zeitungen/</guid>
		<description><![CDATA[Wieder einmal spricht die Blogosphäre über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Zeitungsjournalismus und Weblogs. Tyler Brûlé, Herausgeber einer der schönsten Zeitschriften zur Zeit, lobt auf der einen Seite den demokratisierenden Charakter der Blogs, stellt aber auch fest, dass viele Blogger keine eigenen Stories im Sinne des investigativen Journalismus produzieren und in Zweifelsfällen nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/375779781_44482dc707_m.jpg' alt='375779781_44482dc707_m.jpg' class='left' align='left' />Wieder einmal spricht die Blogosphäre über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Zeitungsjournalismus und Weblogs. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tyler_Br%C3%BBl%C3%A9">Tyler Brûlé</a>, Herausgeber <a href="http://www.monocle.com">einer der schönsten Zeitschriften zur Zeit</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/942/160504/">lobt</a> auf der einen Seite den demokratisierenden Charakter der Blogs, stellt aber auch fest, dass viele Blogger keine eigenen Stories im Sinne des investigativen Journalismus produzieren und in Zweifelsfällen nicht so viel riskieren können, weil ihnen ein starkes Verlagshaus fehlt, das sie finanziell und juristisch unterstützen kann (Stichwort: <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2008/02/07/knieper-von-marions-kochbuch-ist-im-fernsehen-und-mahnt-mich-ab-weil-ich-einen-screenshot-davon-veroffentliche/">Abmahnwellen</a>).</p>
<p>Ich denke, Brûlés &#8220;Kritik&#8221;, die eigentlich gar keine ist, trifft zu, allerdings nicht nur für Weblogs, sondern jegliche Art von Bürgerjournalismus oder Amateur-Publizistik. Wobei es auch Ausnahmen gibt, wie zum Beispiel den <a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/259-Bueffel-plaediert-fuer-Medienkompetenz-bei-Journalisten.html">Fall des US-Bloggers Joshua Marshall</a>, der sich mit der Entlassung von Bundesstaatsanwälten auseinandersetzte und dort auf <del>Un</del>Regelmäßigkeiten gestoßen ist, oder den &#8220;Journalisten 2.0&#8243; <a href="http://thefutureofnews.com/2008/03/02/shouldnt-old-media-be-concerned-that-matt-drudge-the-worlds-most-powerful-journalist-bears-no-resemblance-to-traditional-journalists/">Matt Drudge</a>. Dieses (seltene) Beispiel für investigativen Blogjournalismus wurde mit dem George-Polk-Preis für Berichterstattung im Justizbereich ausgezeichnet. Es klappt also doch, wobei es in Deutschland auf Grund der Rechtslage noch schwieriger sein dürfte, derart brisantes Material in einem Blog zu veröffentlichen.</p>
<p>Weblogs und Tageszeitungen unterscheiden sich also gar nicht so sehr in den Themen oder der Selbstreferentialität. Genauso wie Zeitungen selbstreferentiellen Klatsch über die Zeitungswelt veröffentlichen können, sind Blogger in der Lage, spannende Stories zu recherchieren und zu schreiben. Voraussetzung dafür sind jedoch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Dazu gehören dann vielleicht die folgenden Punkte:</p>
<ul>
<li><em>Finanzielle Anerkennung</em> des Bloggens. Denn aufwändige Recherchearbeit muss erst einmal finanziert werden. Dasselbe gilt allerdings auch für den Zeitungsjournalismus, denn auch hier sieht man, wie die Qualität der Recherche im Fall unterbezahlter Freier ohne &#8220;<a href="http://medienlese.com/2008/03/02/lang-lebe-der-narzissmus/">festangestellte Rolls-Royce-Gesichter</a>&#8221; leidet. Womöglich wäre auch für Blog-Artikel ein <a href="http://bernetblog.ch/2008/02/25/journalismus-20-runter-mit-der-rendite-rein-in-multimedia/">Recherche-Stiftungsmodell à la Robert Rosenthal</a> praktikabel?
<li><em>Juristische Unterstützung</em>. Also so eine Art Blogger-Rechtsschutzversicherung oder -fonds, um auch dann noch investigativ recherchieren zu können, wenn große und finanzstarke Konzerne davon betroffen sind. Die Stärke des Formats &#8220;Weblog&#8221; liegt in der Publikation von Meinungen und Analysen, im Idealfall auch unbequemen Meinungen. Das geht aber nur, wenn die Möglichkeiten, Blogger unter Druck zu setzen nicht allzu groß sind
<li>Vielleicht auch <em>Blogger-Presseausweise</em>? Damit könnten sich auch Blogger bei offiziellen Veranstaltungen akkreditieren lassen. Diesen Punkt sehe ich allerdings als unproblematisch, da immer mehr Veranstalter auch Blogger akkreditieren und zudem der Presseausweis immer mehr zu einer Rabattkarte für schreibende Schnäppchenjäger wird.
</ul>
<p>Wenn man sich das steigende <a href="http://davefleet.com/2008/03/edelmans-trust-barometer-2008-social-media-rising-word-of-mouth-still-king/">Vertrauen</a> gerade der &#8220;Meinungsführer&#8221; in soziale Medien wie Weblogs betrachtet &#8211; nach einer aktuellen Umfrage ist in den USA das &#8220;<a href="http://medienkonvergenz.com/2008/03/01/internet-ist-jetzt-wichtigstes-nachrichtenmedium-fuer-amerikaner/">Internet damit erstmals zum klar dominierenden News-Medium geworden</a>&#8221; -, wird die Frage immer wichtiger, wie die Blogger mit diesem Vertrauensvorschuss umgehen. Beziehungsweise nach den strukturellen Grundlagen dafür, diesem Vertrauen gerecht zu werden.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/03/03/tyler-brule-und-der-scheingegensatz-von-blogs-und-zeitungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Social Networking im Jahr 1976 &#8211; das Pew-Projekt über die Onlineavantgarde</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/25/social-networking-im-jahr-1976-das-pew-projekt-ueber-die-onlineavantgarde/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/02/25/social-networking-im-jahr-1976-das-pew-projekt-ueber-die-onlineavantgarde/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 09:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[btx]]></category>
		<category><![CDATA[community]]></category>
		<category><![CDATA[demographie]]></category>
		<category><![CDATA[early adopters]]></category>
		<category><![CDATA[email]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[pew]]></category>
		<category><![CDATA[silver surfer]]></category>
		<category><![CDATA[social network]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[web natives]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[www]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/02/25/social-networking-im-jahr-1976-das-pew-projekt-ueber-die-onlineavantgarde/</guid>
		<description><![CDATA[Obwohl sie sich am längsten in der Onlinewelt tummelten, wusste man bisher erstaunlich wenig über diese frühen Kolonisten des Internet: die early adopters. Die Kolonisierungsmetapher trägt freilich nicht so besonders gut, kamen in dieser Bildwelt doch die Eingeborenen (web natives), also die Generation, die wie selbstverständlich mit Computer und Internet aufgewachsen sind, erst nach den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/241373298_51b7966a66.jpg' alt='241373298_51b7966a66.jpg' align='center' /></p>
<p>Obwohl sie sich am längsten in der Onlinewelt tummelten, wusste man bisher erstaunlich wenig über diese frühen Kolonisten des Internet: die <em><a href="http://www.wortgefecht.net/medien/von-gatekeepern-und-konsumenten/">early adopters</a></em>. Die Kolonisierungsmetapher trägt freilich nicht so besonders gut, kamen in dieser Bildwelt doch die Eingeborenen (<em><a href="http://medienabc.wordpress.com/2008/02/13/internetkompetenz/">web natives</a></em>), also die Generation, die wie selbstverständlich mit Computer und Internet aufgewachsen sind, erst nach den Kolonisten, die sich diese Fähigkeiten erst aneignen mussten.</p>
<p>Jetzt hat ein Bericht des Pew Internet and American Life Project mit dem Titel „<a href="http://www.pewinternet.org/PPF/r/240/source/rss/report_display.asp">A Portrait of Early Adopters: Why People First Went Online – and Why They Stayed</a>“ (Autorin: Amy Tracy Wells) festgestellt, dass sich zumindest für diese Gruppe von Internetnutzern, was ihre Motivation betrifft, gar nicht so viel geändert hat:</p>
<blockquote><p>
Our canvassing of longtime internet users shows that the things that first brought them online are still going strong on the internet today. Then, it was bulletin boards; now, it&#8217;s social networking sites. Then, it was the adventure of exploring the new cyberworld; now, it&#8217;s upgrading to broadband and wireless connections to explore even more aggressively.
</p></blockquote>
<p>Aber ein wichtiger Umschwung lässt sich dennoch an dieser Gruppe beobachten: Während sie in der Anfangszeit dem Internet vor allem in einer passiv-konsumierenden Haltung entgegengetreten sind, sind sie nun zu aktiven Produzenten von Internetinhalten geworden. Hier zeigt sich also deutlich ein Wandel zum Read-Write-Web (oder wie es in der Studie heißt: vom <em>taker</em> zum <em>giver</em>). Dabei geht es vor allem um eine gewandelte Wahrnehmung des WWW, das sich von einem Nachrichten- und Informationsspeicher (also eine Art BTX mit höherer Auflösung) in ein Kommunikationsmedium verwandelt hat, das heute fast jeder diesseits der <em>digital divide</em> als Sender benutzen kann. Viele spezialisierte Kommunikationsfunktionen des Internet – Newsgroups, Email, Instant Messaging – wurden mittlerweile ans WWW assimiliert.</p>
<p>Das Pew-Projekt stellt fest, dass die <em>early adopters</em> das Internet zunächst als Individuen und Konsumenten benutzten (daran sieht man, dass es gar nicht um die ersten Jahre des Internet gehen kann, in denen es noch gar nicht für die Privatwirtschaft geöffnet war):</p>
<blockquote><p>
[T]hey used search engines; got news; played games; conducted research; downloaded software and emailed friends, family and colleagues. Many of these activities consisted of serial connections &#8212; people querying systems, communicating privately with other individuals or with highly-defined communities.
</p></blockquote>
<p>Erst nach Jahren kamen laut Aussagen der alten Surfer dann zwei weitere Verwendungsformen des Internet hinzu: der kreative Ausdruck sowie die Nutzung neuer Online-Vergemeinschaftungsformen. An dieser Stelle müsste man allerdings besser von der breiten Durchsetzung des Prinzips <em>surfing for community</em> sprechen, da Geselligkeit und Austausch in virtuellen Gemeinschaften entgegen der Selbstbeschreibung der Pew-Panelteilnehmer eine der frühesten Motivationen für die Internetnutzung gewesen ist. Man muss nur ein bisschen in Howard Rheingolds <a href="http://www.rheingold.com/vc/book/">Beschreibung der Well-Community</a> blättern oder dieses schöne Zitat aus der Studie lesen:</p>
<blockquote><p>
I started my online life on a state-wide time-shared mainframe computer in the 5th grade in 1972, and we were &#8220;social<br />
networking&#8221; on it by 1976.
</p></blockquote>
<p>Besonderes Interesse verdient diese Studie deshalb, weil sie es erlaubt einen Blick auf die <em>silver surfer</em> von Morgen zu richten; auf diejenigen älteren Surfer, die den Umgang mit dem Internet nicht erst im Alter gelernt haben, sondern noch vergleichsweise früh. Dies wird dann auch die Generation sein, mit der die Internetdurchdringung auch in den älteren Bevölkerungsteilen rapide ansteigen wird.</p>
<p><small>(Abbildung: &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/fukami/241373298/">Btx ist da!</a>&#8221; von fukami)</small></p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/02/25/social-networking-im-jahr-1976-das-pew-projekt-ueber-die-onlineavantgarde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mehrdeutigkeit: Doppelt geworben hält besser</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/01/22/mehrdeutigkeit-doppelt-geworben-haelt-besser/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/01/22/mehrdeutigkeit-doppelt-geworben-haelt-besser/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 16:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[display]]></category>
		<category><![CDATA[dld08]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/01/22/mehrdeutigkeit-doppelt-geworben-haelt-besser/</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal erwecken praktisch angewandte Onlinewerbeformen schon den Eindruck, als wolle man es jedem Recht machen. In einem Artikel über eine BMW M5-Testfahrt taucht dann schon einmal rechts daneben eine Audiwerbung auf und unten links eine Werbung für ein Bluetoothset für den Ford Fiesta: Lässt sich das noch toppen? Na klar. Ganz oben wird auch noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Manchmal erwecken praktisch angewandte Onlinewerbeformen schon den Eindruck, als wolle man es jedem Recht machen. In einem Artikel über eine BMW M5-Testfahrt <a href="http://fifthgear.five.tv/jsp/5gmain.jsp?lnk=401&#038;featureid=1047&#038;show=s13e1&#038;section=Behind%20the%20scenes">taucht dann</a> schon einmal rechts daneben eine Audiwerbung auf und unten links eine Werbung für ein Bluetoothset für den Ford Fiesta:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/01/fg1.png' alt='fg1.png' class='center' align='center' /></p>
<p>Lässt sich das noch toppen? Na klar. Ganz oben wird auch noch der VW Polo beworben. Irgendeine Marke wird der Leser schon mögen.</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/01/fg2.png' alt='fg2.png' class='center' align='center' /></p>
<p>Hatte ich nicht auf dem DLD etwas von den Platzierungsprobleme von Onlinewerbung gehört?</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/01/22/mehrdeutigkeit-doppelt-geworben-haelt-besser/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gruscheln als Alternative zum Nachrichtenkonsum?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 17:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aftonbladet]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[schweden]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[tageszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[wandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/</guid>
		<description><![CDATA[Noch ein kleiner Nachschlag zur Print-versus-Online-Debatte: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet, sieht nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook: When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Noch ein kleiner Nachschlag zur <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/12/online-verdraengt-print-studie-befasst-sich-mit-den-digitalisierungsverlierern-tageszeitungen/">Print-versus-Online-Debatte</a>: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung <a href="http://www.aftonbladet.se/">Aftonbladet</a>, <a href="http://www.kullin.net/2007/12/facebook-replaces-expressen-as.html">sieht</a> nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook:</p>
<blockquote><p>
When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young Internet users was to, more or less, aimlessly surf Aftonbladet or Facebook for a while.
</p></blockquote>
<p>Jeff Jarvis ist da etwas <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/12/13/newspapers-v-facebook/">zurückhaltender</a> und sieht Facebook nicht als Konkurrenz für Tageszeitungen, sondern vielmehr als zusätzlichen Vertriebskanal für Nachrichten:</p>
<blockquote><p>
If I were making Facebook applications for news organizations now, I wouldn’t be making quizzes and such fripperies. I’d be figuring out how to get news that matters to you in your news feed. I’d be finding ways to tie you with other people who share your interest and know what you want to know. I’d find ways to enable you to recommend more news to your friends.</p>
<p>Seen this way, Facebook isn’t a competitor for a newspaper. It’s just another place to help your community.
</p></blockquote>
<p>Irgendwie haben beide Recht. Natürlich ist Facebook (oder auch Google) kein direkter Konkurrent für eine Tageszeitung, wenn es um den Abruf von Nachrichten geht &#8211; wie edenstrom es so schön <a href="http://edenstrom.wordpress.com/2007/12/11/aftonbladetse-largest-competitor-isnt-expressense-its-google/">sagt</a>: &#8220;Googling for &#8216;news&#8217; gets you nowhere.&#8221; Aber wenn man allgemeiner auf die aufmerksamkeitsökonomische Zeitkonkurrenz sieht (Stichwort: &#8220;Umverteilung von Medienzeitbudgets&#8221;), dann könnte ein Social Network tatsächlich als Alternative zu einer Tageszeitung wahrgenommen werden. Je ähnlicher die Aktivitäten wahrgenommen werden, die sich auf die unterschiedlichen Medienzeitbudgets beziehen, desto realistischer ist die Substitutionsthese. Wenn es also wirklich nur um das &#8220;aimlessly surfing&#8221; geht, kann es tatsächlich egal sein, ob man in einem sozialen Netzwerk oder einer Onlinezeitung unterwegs ist.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zahlen zur Veralltäglichung des Internet</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/01/zahlen-zur-veralltaeglichung-des-internet/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/12/01/zahlen-zur-veralltaeglichung-des-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 00:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[destatis]]></category>
		<category><![CDATA[ikt]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[internetnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>
		<category><![CDATA[zahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/12/01/zahlen-zur-veralltaeglichung-des-internet/</guid>
		<description><![CDATA[Interessante Zahlen gab es heute aus Wiesbaden. Dort stellte das Statistische Bundesamt die aktuellen Daten der amtlichen Befragung privater Haushalte zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien vor. Im Mittelpunkt steht die Beobachtung, dass mittlerweile (also im ersten Quartal 2007) 68 Prozent der über 10-Jährigen in der BRD das Internet nutzen (vor einem Jahr lag dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Interessante Zahlen gab es heute aus Wiesbaden. Dort stellte das Statistische Bundesamt die <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/11/PD07__486__63931,templateId=renderPrint.psml">aktuellen Daten der amtlichen Befragung privater Haushalte zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien</a> vor. Im Mittelpunkt steht die Beobachtung, dass mittlerweile (also im ersten Quartal 2007) 68 Prozent der über 10-Jährigen in der BRD das Internet nutzen (vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 65 Prozent). Da der Abstand zwischen der Internet- und der Computernutzung (74 Prozent) nicht allzu groß ist, kann man hier die Vermutung bestätigt finden, dass das Internet zur absoluten &#8220;Killeranwendung&#8221; für den PC geworden ist.</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/12/internetnutzung.png' alt='internetnutzung.png' class='center' align='center' /></p>
<p>Besonders spannend ist natürlich mal wieder die Altersaufteilung. Denn, betrachtet man nur die 10- bis 24-Jährigen, so kommt man auf unglaubliche 94 Prozent Internetnutzer in dieser Altersgruppe. Ebenfalls erstaunlich ist der hohe Anteil der täglichen Internetnutzer: insgesamt sind 61 Prozent der Internetnutzer jeden Tag oder fast jeden Tag im Netz &#8211; in der Altersgruppe 10-24 sind es sogar 65 Prozent. Auch die &#8220;silver surfer&#8221; sind, obwohl insgesamt noch deutlich weniger Internet-affin (nur ein Drittel der über 54-Jährigen sind online), wenn sie das Internet nutzen, ziemlich regelmäßig dabei: 53 Prozent täglich oder fast täglich.</p>
<p>Das Geschlechterverhältnis zeigt sich in den Destatis-Zahlen nicht ausgeglichen: 73 Prozent der Männer sind online, aber nur 63 Prozent der Frauen. Spannend daran ist, dass dieser Geschlechterunterschied vor allem durch die älteren Internetnutzer hervorgerufen wird: bei den 10- bis 24-Jährigen überwiegen sogar die Surferinnen, bei den 25- bis 54-Jährigen sind es etwas mehr Männer, während der Unterschied bei den über 54-Jährigen gravierend ist: 25 Prozent der Frauen stehen hier 42 Prozent der Männer gegenüber. Ich denke, dass es sich bei der Geschlechterungleichheit bezüglich der Internetnutzung tatsächlich um eine &#8220;Kinderkrankheit&#8221; des Internet handelt. Die Zahlen werden sich mit dem Älterwerden der <em>early adopter</em>- und <em>digital native</em>-Generationen noch weiter angleichen. Nicht auszuschließen ist, jedoch, dass zugleich andere Ungleichheiten wichtiger werden &#8211; Ungleichheiten, die sich aber nicht mehr an dem &#8220;Ob&#8221; der Internetnutzung festmachen lassen, sondern an dem &#8220;Wie&#8221;, &#8220;Wo&#8221; und &#8220;Wozu&#8221;. Das deutet sich bereits bei den jungen Internetnutzern an, wo das Merkmal &#8220;nutzt das Internet&#8221; eigentlich keine Aussagekraft mehr besitzt, so dass man hier gar nicht mehr sinnvoll von den &#8220;Onlinern&#8221; sprechen kann (ebenso wie der Begriff &#8220;TV-Nutzer&#8221; nur wenig aussagt).</p>
<p>Aber das schönste an der Pressemitteilung war ihr erster Satz: &#8220;Das Internet ist hierzulande Bestandteil des Lebensalltags von immer mehr Menschen.&#8221;</p>
<p>Lesenswert zu diesem Thema auch:</p>
<ul>
<li>Publikation des Statistischen Bundesamtes &#8220;<a href="https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&#038;ID=1021037">Entwicklung der Informationsgesellschaft &#8211; IKT in Deutschland &#8211; Ausgabe 2007</a>&#8221;
<li>Stichwort &#8220;Informationsgesellschaft&#8221; im Statistischen Jahrbuch (<a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/AI/IC/Publikationen/Jahrbuch/Informationsgesellschaft,property=file.pdf">pdf</a>)
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?list=1&#038;forum_id=128152">Diskussion auf Heise</a> zur Meldung
<li><a href="http://www.tripple.net/contator/webwizard/news.asp?nnr=29201">Beitrag</a> auf contator, der auf ähnliche Ergebnisse für Österrreich verweist.
</ul>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/12/01/zahlen-zur-veralltaeglichung-des-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Failure notice &#8211; über die positive Funktion von Fehlern</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 09:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[fehler]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[journals]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[theorie]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[zeitschriften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/</guid>
		<description><![CDATA[Im September hatte sich schon Brand eins diesem Thema gewidmet, jetzt gibt es dazu die passende wissenschaftliche Aufarbeitung in dem australischen Journal of Media and Culture: die Fehler. Beide Ausgaben bemühen sich vor allem, das negative Image von Fehlern, seien es Fehlentscheidungen oder Fehler in Kommunikationssystemen, aufzupolieren und ihre wichtige Funktion für die Ermöglichung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/error-cover-med.jpg' alt='error-cover-med.jpg' class='left' align='left' />Im September hatte sich schon <a href="http://www.brandeins.de/home/inhalte.asp?MenuID=130&#038;MagID=90&#038;sid=su886543151944334&#038;umenuid=1">Brand eins</a> diesem Thema gewidmet, jetzt gibt es dazu die passende wissenschaftliche Aufarbeitung in dem australischen <a href="http://journal.media-culture.org.au/journal/past_vol_11.php">Journal of Media and Culture</a>: die Fehler. Beide Ausgaben bemühen sich vor allem, das negative Image von Fehlern, seien es Fehlentscheidungen oder Fehler in Kommunikationssystemen, aufzupolieren und ihre wichtige Funktion für die Ermöglichung von Innovationen etwas in den Vordergrund zu rücken.</p>
<p>Wolf Lotter formulierte das in Brand eins wie folgt:</p>
<blockquote><p>
Der noch bei Weitem größere Teil hingegen verschanzt sich hinter dem Wahn, dass Fehler und Irrtümer erst gar nicht entstehen dürfen und dass sie demnach selbst keine Fehler machen können. Diese Anmaßung ist nur mit dem 1870 unter der Bezeichnung &#8220;Pastor Aeternus&#8221; &#8211; der Ewige Hirte &#8211; erlassenen Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes vergleichbar. In den profanen Werkstätten des Managements trägt die Unfehlbarkeit den Namen Null-Toleranz.
</p></blockquote>
<p>Auf ganz ähnliche Weise kritisiert Mark Nunes in seiner <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/00-editorial.php">Einführung</a> zum JMC-Heft das von ihm als augustinisch bezeichnete Fehlerverständnis (Fehler als Abfall von einer perfekten Ordnung im Gegensatz zu der manichäischen Idee des intentionalen Provozierens von Fehlern):</p>
<blockquote><p>
In each of these essays, error, noise, deviation, and failure provide a context for analysis. In suggesting the potential for alternate, unintended outcomes, error marks a systematic misgiving of sorts—a creative potential with unpredictable consequences. As such, error—when given its space—provides an opening for artistic and critical interventions.
</p></blockquote>
<p>Dieses Motiv wird in den zehn Aufsätzen durchgespielt:</p>
<p>Benjamin Mako Hill <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/01-hill.php">betont</a> zum Beispiel den erkenntnistheoretischen Wert von Fehlern bzw. technischem Versagen, die einen technologisch-aufklärerischen Wert dadurch erhalten, dass sie eigentlich unsichtbare technologische Hintergründe (man denke etwa an Internet- oder Emailprotokolle) sichtbar machen.</p>
<p>In dem Beitrag von Su Ballard <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/02-ballard.php">geht</a> es um den künstlerischen Einsatz von Fehlern bzw. provozierten Misreadings, um einem Publikum neue Sichtweisen nahezulegen. Auch Tim Barkers <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/03-barker.php">Essay</a> dreht sich um Fehler in der Kunst, genauer: um das Phänomen des &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glitch_%28Musik%29">glitch</a>&#8221; in der digitalen Kunst, denn diese Ästhetik des Versagens (vgl. dazu den klassischen Aufsatz von Kim Cascone, <a href="http://mitpress.mit.edu/journals/COMJ/CMJ24_4Cascone.pdf">hier als pdf</a>) verweist auf das Element des Unkontrollierbaren, dass in den meisten Kunstwerken eine wichtige Rolle spielt.</p>
<p>Mit Mehrdeutigkeiten, Potentialen und Rauschen im Zusammenhang mit Agenturbildern und Platzhalterinhalten befasst sich der Aufsatz von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/04-ward.php">Christopher Grant Ward</a>. Die dahintersteckende Industrie erscheint aus dieser von Derrida inspirierten Perspektive als Lieferant von kultureller Uneindeutigkeit und bekommt dadurch schon fast eine aufklärerisch-kritische Rolle. <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/05-kuntsman.php">Adi Kunstman</a> berichtet in seinem Beitrag von Lücken in Archiven, auf die sie während ihrer Internetethnographie in queeren russisch-israelischen Migrantencommunities gestoßen ist. Ihr Fokus richtet sich darauf, aus diesen Fehlern und &#8220;hauntings&#8221; auf die Spur der Funktionsweise von onlinebasierten kollektiven Gedächtnissen zu kommen.</p>
<p>Computerspiele und Avatare sind dann das Thema von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/06-gregson.php">Kimberly Gregsons</a> Aufsatz. Sie versucht, eine Typologie von abweichendem Verhalten in Onlinespielen zu entwickeln, um auf diese Weise &#8211; ganz ähnlich wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnomethodologie">Harold Garfinkels &#8220;Krisenexperimente&#8221;</a> &#8211; auf die Funktionsweisen und Basisselbstverständlichkeiten dieser Spiele zu kommen. Sehr spannend auch das Thema von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/07-dieter.php">Michael Dieter</a>, der sich mit dem Hacken von Internetangeboten wie Amazons Search Inside-Feature befasst und auf das kreative Potential dieser &#8220;tactical media performances&#8221; hinweist.</p>
<p>Mit der erkenntnisfördernden Kraft von Missverständnissen und Misreadings setzt sich <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/08-losh.php">Elizabeth Losh</a> auseinander und demonstriert an dem Beispiel der Battlefield 2-Fehlinterpretation im US-Kongress (&#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ATSz9ulJflg">SonicJihad</a>&#8220;) die Möglichkeiten, solche Fehlleistungen für die Medienkritik fruchtbar zu machen. Sehr schön zur <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/callactive-unterliegt-vor-gericht/">aktuellen Call-In-TV-Diskussion in Deutschland</a> passt der Aufsatz von <a href="http://journal.media-culture.org.au/0710/09-ibrahim.php">Yasmin Ibrahim</a>, der die Fehler in interaktiven Fernsehformaten ebenfalls als aufklärerisches Projekt umschreibt, das in der Lage ist, das blinde <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/29/deathmatch-das-oeffentlich-rechtliche-endspiel/">Vertrauen der Zuschauer</a> in die &#8220;<a href="http://beat.doebe.li/bibliothek/b00521.html">Realität der Massenmedien</a>&#8221; zu erschüttern. Zum Abschluss widmet sich Martin Mantle noch dem merkwürdigen Verhältnis von genetischen Mutationsängsten und den Fähigkeiten von Comic-Superhelden.</p>
<p>Insgesamt also sehr spannendes und anregendes Heft, das trotz der Vielfalt der behandelten Themen (vielleicht bis auf den letzten Essay) sehr integriert und schlüssig wirkt. Etwas skeptisch bin ich jedoch, was die Basisannahmen angeht, die sich durch das Heft ziehen: die Netzwerk-Gesellschaft wird dort überzeichnet als informationelle Massengesellschaft, die dem Prinzip der Nullfehlertoleranz unterliegt, wenn nicht sogar in Anlehnung an Theoretiker wie Deleuze und Guattari als &#8220;informationelles Terrorregime&#8221;, das um jeden Preis den Abbruch von Kommunikationen vermeiden muss. Das erscheint mir doch etwas zu überzeichnet, während im Gegenzug die Kommerzialisierung von (scheinbaren) Fehlleistungen fehlt, die jedoch vielen viralen Kampagnen zu Grunde liegt.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/30/failure-notice-ueber-die-positive-funktion-von-fehlern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interaktive Fiktion auf Spreeblick</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/22/interaktive-fiktion-auf-spreeblick/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/22/interaktive-fiktion-auf-spreeblick/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 22:44:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[adventure]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[interactive fiction]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[spiel]]></category>
		<category><![CDATA[spreeblick]]></category>
		<category><![CDATA[zork]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/22/interaktive-fiktion-auf-spreeblick/</guid>
		<description><![CDATA[Ich sitze gedankenversunken an meinem Schreibtisch und verfasse einen Artikel für Spreeblick. Plötzlich stehen drei maskierte Männer im Raum. Noch bevor ich die Gefahr realisieren kann, werfen mich die Fremden zu Boden. „Widerstand ist zwecklos!“, nuschelt einer energisch durch seine schwarze Skimaske und binnen weniger Sekunden liege ich wie ein verschnürtes Paket auf dem Parkett. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/adventure.png' alt='adventure.png' class='right' align='right' /><br />
<blockquote>
Ich sitze gedankenversunken an meinem Schreibtisch und verfasse einen Artikel für Spreeblick. Plötzlich stehen drei maskierte Männer im Raum. Noch bevor ich die Gefahr realisieren kann, werfen mich die Fremden zu Boden. „Widerstand ist zwecklos!“, nuschelt einer energisch durch seine schwarze Skimaske und binnen weniger Sekunden liege ich wie ein verschnürtes Paket auf dem Parkett. „Was wollt…“, beginne ich, doch der Satz endet abrupt mit einer geballten Faust auf meiner Nase und ich fliege zu den Sternen. Blackout.
</p></blockquote>
<p>So fängt das interaktive Blogabenteuer an, das gerade auf Spreeblick läuft (&#8220;Geschätzte Spieldauer: 12 Jahre). Wer &#8220;<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/9/9596/1.html">Zork</a>&#8221; geliebt hat, von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Per_Anhalter_durch_die_Galaxis">Hitchhiker&#8217;s Guide to the Galaxy</a>&#8221; abhängig gewesen ist und auch heute noch ab und zu von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Hobbit">The Hobbit</a>&#8221; träumt, sollte sich den Spaß nicht entgehen lassen. Zumal der Parser so genial programmiert ist, dass man fast meinen möchte, es steckte ein Mensch dahinter. Turing Test bestanden. Im Unterschied zu der alten <em><a href="http://www.uweb.ucsb.edu/~priya_kumar/history.html">interactive fiction</a></em> lässt sich hier nach Lust und Laune cheaten, denn mittels Trackback kann man dem Charakter alle möglichen Dinge schicken. Auch ein <a href="http://www.spreeblick.com/2007/11/22/gefangen-in-der-blogosphare-oder-benutze-faust-mit-gesicht/">Hund mit Origami-Lehrbuch im Maul</a> ist im Bereich des Möglichen.</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/22/interaktive-fiktion-auf-spreeblick/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>200% Internetwachstum in Deutschland?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/12/200-internetwachstum-in-deutschland/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/12/200-internetwachstum-in-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 17:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[bevölkerung]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medientage]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/12/200-internetwachstum-in-deutschland/</guid>
		<description><![CDATA[Täusche ich mich, oder höre ich aus Sätzen wie dem folgenden, der den &#8220;Printgipfel&#8221; der Medientage München beschreiben soll, ein klein wenig Orientierungslosigkeit heraus? Dass Zeitungen auch in der Welt des Web 2.0 gute Zukunftschancen haben, darüber waren sich auch die diskutierenden Experten auf den Medientagen München [...] einig. Weniger klar scheint derzeit jedoch, welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p>Täusche ich mich, oder höre ich aus Sätzen wie dem folgenden, der den &#8220;Printgipfel&#8221; der <a href="http://www.medientage.de/">Medientage München</a> <a href="http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=071110002">beschreiben soll</a>, ein klein wenig Orientierungslosigkeit heraus?</p>
<blockquote><p>
Dass Zeitungen auch in der Welt des Web 2.0 gute Zukunftschancen haben, darüber waren sich auch die diskutierenden Experten auf den Medientagen München [...] einig. Weniger klar scheint derzeit jedoch, welche Strategien den besten Weg aus der Krise bedeuten. Ein einheitliches Patentrezept könne es nicht geben, soweit verständigten sich die Branchenvertreter jedenfalls.
</p></blockquote>
<p>Man hat sich darauf geeinigt, dass es kein Patentrezept gibt. Naja, viel ist das nicht.</p>
<p>Aber zugleich wird immer kräftiger an dem Untergangsszenario des demographischen Übergangs vom Zeitungs- zum Onlineleser gepinselt, während gleichzeitig die schöne neue Welt des Internet als heiliger Gral der medialen Zukunft angepriesen wird: &#8220;Deutschland hat in punkto Internetnutzung noch 200 Prozent Wachstumspotenzial&#8221; heißt es zum Beispiel bei Harald Summa, dem Geschäftsführer des <a href="http://www.eco.de">Verbandes der deutschen Internetwirtschaft</a>. Okay, es ist nur ein Zitatfragment, aber wie genau soll das funktionieren? Hierzulande gibt es nach Nielsen 50.426.117 Internetnutzer. Steigert man das um 200% kommt man zu einer Zahl von gut 151 Mio Internetnutzern in Deutschland. Das klingt verlockend, die Frage ist nur, wo man die fehlenden 69 Mio Bundesbürger herbekommen soll. Geburtensteigerung? Einwanderung? Einbürgerung von Second Life-Bewöhnern?</p>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/12/200-internetwachstum-in-deutschland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Quick Response in Spex und Welt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/11/09/quick-response-in-spex-und-welt/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/11/09/quick-response-in-spex-und-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 22:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[quickresponse]]></category>
		<category><![CDATA[springer]]></category>
		<category><![CDATA[welt]]></category>
		<category><![CDATA[zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/11/09/quick-response-in-spex-und-welt/</guid>
		<description><![CDATA[Eine der Möglichkeiten, die physische Welt mit der Online-Realität in Verbindung zu bringen, sind die sogenannten QR-Codes (QR steht hier für &#8220;Quick Response&#8221;). Seit heute verwendet die Welt Kompakt diesen Code, um in ihre Texte Hyperlinks zu Onlinedokumenten einzubetten. Wie funktioniert das? Zum Beispiel mit einem fotofähigen Handy mit installierter QR-Lesesoftware. Dann kann der Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start -->
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/welt.thumbnail.png' alt='welt.png' class='left' align='left' />Eine der Möglichkeiten, die physische Welt mit der Online-Realität in Verbindung zu bringen, sind die sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/QR_Code">QR-Codes</a> (QR steht hier für &#8220;Quick Response&#8221;). <a href="http://www.inar.de/blog/verlage/20071109/neue-verbindung-von-print-und-online-welt-kompakt-fuehrt-als-erste-tageszeitung-2d-code-ein.html">Seit heute</a> <a href="http://www.digitalnext.de/welt-kompakt-testet-qr-code/">verwendet</a> die <a href="http://archiv.welt-kompakt.de/pdfaktuell/index.php?e=2007-11-09">Welt Kompakt</a> diesen Code, um in ihre Texte Hyperlinks zu Onlinedokumenten einzubetten. Wie funktioniert das? Zum Beispiel mit einem fotofähigen Handy mit installierter <a href="http://reader.kaywa.com/de">QR-Lese</a><a href="http://get.qode.com">software</a>. Dann kann der Leser den Code fotografieren und der Web- oder Wapbrowser des Mobiltelefons wird von der Software direkt auf die referenzierte URL gelenkt.</p>
<p>Wer will, kann es ja einmal mit dem folgenden Code ausprobieren (<a href="http://qrcode.kaywa.com/">hiermit</a> generiert):<br />
<img src="http://qrcode.kaywa.com/img.php?s=5&#038;d=http%3A%2F%2Fblog.metaroll.de%2F2007%2F11%2F09%2Fquick-response-in-spex-und-welt%2F" alt="qrcode" class='center' align='center' /></p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<ul>
<li>Etwas mehr theoretischen Hintergrund liefert die <a href="http://www.spex.de/weblog/archives/4927-Quick-Response-Welt-kopiert-SPEX.html">Spex</a>, die den QR-Code sogar auf die Titelseite ihrer aktuellen Ausgabe verfrachtet hat. Max Dax <a href="http://spex.de/293/artikel.html">schreibt</a> dazu: &#8220;Alleine, dass der Code als Verzierung, als Schmuck durchgeht, hat bereits etwas ebenso Subversives wie Beunruhigendes. So schön und streng und elegant hat die Digitalisierung des öffentlichen Raums bisher noch nicht ausgesehen.&#8221;
<li>Max könnte Recht haben, schließlich wissen auch die Pet Shop Boys diese digitale Eleganz schon <a href="http://puneet.absolog.ch/qr-code/pet-shop-boys-nutzen-qr-code-im-video.html">zu schätzen</a>.
<li>Eher technisch wird das Thema bei <a href="http://www.polypensees.com/virtual/was-ist-der-qr-code_87.html">Polypensees</a> behandelt.
<li>Der Elektrische Reporter hat schon im Mai ein <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/site/film/42/">Interview</a> mit dem Kaywa-Geschäftsführer Roger Fischer veröffentlicht.
<li>Auf <a href="http://www.zweinull.cc/erfreuliches-aus-der-zeitungswelt-welt-kompakt-verlinkt-mit-2d-codes/">Zweinull.cc</a> gibt&#8217;s das ganze auch noch mit grafischer Unterstützung.
</ul>
<!-- google_ad_section_end -->
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2007/11/09/quick-response-in-spex-und-welt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

