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	<title>viralmythen &#187; ndr</title>
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		<title>Stapelverarbeitung &#8211; 14.04.2008</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 19:42:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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<p>Wenn ich nur alles ausführlich verbloggen könnte, was mir da tagtäglich durch den Feedreader rutscht &#8230; Dann würde ich mich zum Beispiel den folgenden Beiträgen widmen:</p>
<ul>
<li>Robert Scoble <a href="http://scobleizer.com/2008/04/12/era-of-bloggers-control-is-over/">stößt</a> einmal mehr eine Diskussion über die <strong>Zukunft der Blogosphäre</strong> an. Er ist sich nämlich ziemlich sicher, die &#8220;era when bloggers could control where the discussion of their stuff took place is totally over.&#8221; Dienste wie FriendFeed verteilen die Gespräche nämlich dezentral. Eine wirkliche Beschreibung dieses spannenden Phänomens ist damit aber noch lange nicht erreicht.
<li>1.0, 2.0, 3.0 oder gar 4.0? Diese Frage kann man nicht nur auf das Web beziehen, sondern auch auf die Zukunft der Bibliothek. <a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/inetbib2008/abstracts/schneider.html">René Schneider</a> (FH Genf) hat nun die Folien <a href="http://www.slideshare.net/rene.schneider/bibliothek123">auf Slideshare gestellt</a>, mit denen er die Evolution vom klassischen OPAC über das nutzerorientierte Web 2.0 und das semantischen Netz bis zum künstlich-intelligenten Web 4.0 skizziert. Mich würde interessieren, wie weit man mit Begriffen wie &#8220;<strong>Bibliothek 4.0</strong>&#8221; vom bibliothekswissenschaftlichen Mainstream ist? (<a href="http://log.netbib.de/archives/2008/04/11/inetbib-2008-bibliothek-10-20-oder-30/">netbib</a>, <a href="http://raidue.wordpress.com/2008/04/12/bibliothek-10-20-oder-30/">Steuereule</a>)
<li>Kai-Uwe Hellmann <a href="http://markeninstitut.wordpress.com/2008/04/13/communities-social-networks/">nimmt</a> ausführlich einen klassischen Text (<a href="http://www.chass.utoronto.ca/~wellman/publications/lawcomm/lawcomm7.PDF">pdf</a>) von Barry Wellman, dem Pionier der Netzwerkanalyse, auseinander und kann der Wellmanschen Idee eines &#8220;vernetzten Individualismus&#8221; als neue Gemeinschaftsform nicht viel abgewinnen. Zurecht. Hellmanns Fazit sollte man sich im Zeitalter des Social Graph ruhig einmal auf der Zunge zergehen lassen: &#8220;Unstrittig ist: Jede &#8216;<strong>Community</strong>&#8216; ist ein &#8216;social network&#8217;, dies gilt umgekehrt<br />
aber keineswegs.&#8221;</p>
<li>Mit Amateurvideos gegen den Staat? Das <a href="http://www.berlin-institute.de">berlin Institute</a> aus, nun, Berlin versucht diesen Trick und hat ein &#8220;Video zur fragwürdigen Unabhängigkeit von <strong>Tagesschau und NDR-Rundfunkrat</strong>&#8221; <a href="http://www.berlin-institute.de/kgu.html">ins Netz gestellt</a>. Das Ziel ist eine möglichst weitläufige virale Ausbreitung des Materials, mit dem nachgewiesen werden soll, dass das gegenwärtige Rundfunkkontrollsystem nicht funktioniert und mehr Transparenz und Expertise verdient hätte. Bis jetzt <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1757">sieht</a> <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bowling-for-tagesschau/">es</a> <a href="http://medienlese.com/2008/04/14/wie-unabhaengig-ist-die-tagesschau/">ganz</a> <a href="http://www.peter-schumacher.net/blog/2008/04/14/162/">gut</a> aus &#8211; zumindest was die Viralität betrifft.
<li>Weblog-<a href="http://www.guardian.co.uk/media/2008/apr/14/5">Geringverdiener</a> Jeff Jarvis <a href="http://www.buzzmachine.com/2008/04/14/the-press-becomes-the-press-sphere/">zeichnet</a> die Zukunft von Medien und Nachrichten in sein Blog. Der alte Filter der Presse &#8211; zwischen der Welt und uns &#8211; wird ersetzt durch eine <strong>heterogene und pluralisierte &#8220;Presse-Sphäre&#8221;</strong>, in der viele Quellen zur individuellen Konstruktion einer Story herangezogen werden können und Feeds dafür sorgen, dass wir auf dem Laufenden bleiben. Der große Unterschied zwischen Print und Online: &#8220;In print, the process leads to a product. Online, the process is the product.&#8221; Die neuen Nachrichten sind nicht mehr in Ressorts organisiert, sondern um Themen, Tags oder Geschichten, &#8220;because the notion of a section is as out of date as the <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dewey_Decimal_Classification">Dewey Decimal System</a>&#8220;.
<li>Solche Listen werden wir in Zukunft noch häufiger sehen: Josh Bernoff hat neun Gründe <a href="http://blogs.forrester.com/charleneli/2008/04/why-do-people-p.html">gesammelt</a>, warum Menschen <strong>Social Media</strong> nutzen: Freundschaften pflegen, neue Freunde finden, sozialer Druck, seinen Beitrag leisten, Altruismus, Exhibitionismus, Kreativität, Selbstbestätigung und Affinität. Daraus folgt ein wichtiger Hinweis an die Macher von Social Software: &#8220;Respect this diversity.&#8221;
<li>Auch der Altmeister der Medienkonvergenztheorie, Henry Jenkins, meldet sich wieder zu Wort und erörtert auf dem C3-Blog das Thema: &#8220;<a href="http://www.convergenceculture.org/weblog/2008/04/why_academics_should_blog.php">Why academics should blog&#8230;</a>&#8221; Er betont insbesondere die Bedeutung von Weblogs für die Sichtbarkeit junger Forscher: &#8220;increasingly, younger researchers are using blogs as resources for reputation building, especially in cutting-edge fields that lack established authorities.&#8221; Außerdem ermöglichen <strong>Wissenschaftlerblogs</strong> eine proaktive Haltung gegenüber den Massenmedien: Wir bloggende Wissenschaftler warten nicht mehr, bis wir von Journalisten zu einem Thema befragt werden, sondern reden einfach los. &#8220;Just-in-time-Scholarship&#8221; nennt Jenkins das.
</ul>
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