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Münchener Medientage auf Twitter

Für alle diejenigen, die wie der neue Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, andere Dinge zu tun haben und deshalb nicht auf die Medientage in München kommen können, habe ich einen Medientage-Twitteraggregator eingerichtet. Auf dieser Seite werden (ähnlich wie auch schon zur Wiesn) Tweets zu den Medientagen zusammengefasst:

Über den Twitter-Nachrichten ist eine Art Tagcloud, die anzeigt, welche Twitternutzer im Augenblick am meisten zu diesem Thema beitragen. Da nicht jeder Medientage-Tweet mit diesem Schlagwort versehen ist, kann es sich lohnen, auch einmal in den Nachrichtenströmen dieser Nutzer nachzusehen. Oder am besten gleich alle Vor-Ort-Korrespondenten der eigenen Twitter-Freundesliste hinzufügen.



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    Täusche ich mich, oder höre ich aus Sätzen wie dem folgenden, der den “Printgipfel” der Medientage München beschreiben soll, ein klein wenig Orientierungslosigkeit heraus?

    Dass Zeitungen auch in der Welt des Web 2.0 gute Zukunftschancen haben, darüber waren sich auch die diskutierenden Experten auf den Medientagen München [...] einig. Weniger klar scheint derzeit jedoch, welche Strategien den besten Weg aus der Krise bedeuten. Ein einheitliches Patentrezept könne es nicht geben, soweit verständigten sich die Branchenvertreter jedenfalls.

    Man hat sich darauf geeinigt, dass es kein Patentrezept gibt. Naja, viel ist das nicht.

    Aber zugleich wird immer kräftiger an dem Untergangsszenario des demographischen Übergangs vom Zeitungs- zum Onlineleser gepinselt, während gleichzeitig die schöne neue Welt des Internet als heiliger Gral der medialen Zukunft angepriesen wird: “Deutschland hat in punkto Internetnutzung noch 200 Prozent Wachstumspotenzial” heißt es zum Beispiel bei Harald Summa, dem Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft. Okay, es ist nur ein Zitatfragment, aber wie genau soll das funktionieren? Hierzulande gibt es nach Nielsen 50.426.117 Internetnutzer. Steigert man das um 200% kommt man zu einer Zahl von gut 151 Mio Internetnutzern in Deutschland. Das klingt verlockend, die Frage ist nur, wo man die fehlenden 69 Mio Bundesbürger herbekommen soll. Geburtensteigerung? Einwanderung? Einbürgerung von Second Life-Bewöhnern?



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