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	<title>viralmythen &#187; google</title>
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		<title>Der Kontextvektor des Bundespräsidenten</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 18:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor Jahren hatte ich an dieser Stelle schon über die große Bedeutung der gespeicherten Google-Suchanfragen als &#8220;Datenbank der Wünsche&#8221; geschrieben. Die Begriffe, die Menschen in das Google-Eingabefeld schreiben, spiegeln sehr genau ihre Wünsche wider &#8211; sowohl die offen kommunizierten als auch die geheimen. Als Nebenbemerkung: Man könnte vermuten, dass Menschen mittlerweile ehrlicher zu ihrer Suchmaschine [...]]]></description>
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<p>Vor Jahren hatte ich an dieser Stelle schon über die große Bedeutung der gespeicherten Google-Suchanfragen als &#8220;<a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/25/datenbank-der-wuensche/">Datenbank der Wünsche</a>&#8221; geschrieben. Die Begriffe, die Menschen in das Google-Eingabefeld schreiben, spiegeln sehr genau ihre Wünsche wider &#8211; sowohl die offen kommunizierten als auch die geheimen.</p>
<p>Als Nebenbemerkung: Man könnte vermuten, dass Menschen mittlerweile ehrlicher zu ihrer Suchmaschine sind als zu ihren engsten Verwandten. Insofern sollte man intensiv über eine besondere Sorgfaltspflicht und einen besonderen Schutz dieser Daten nachdenken. Vielleicht gibt es bald neben der ärztlichen und der anwaltlichen Schweigepflicht auch so eine Art &#8220;Suchmaschinengeheimnis&#8221;, das garantiert, dass, was wir in einer Websuche über uns offenbaren, nicht in falsche Hände gerät.</p>
<p>Neben dieser besonderen Vertrauensstellung dieser Datenbanken, beeindruckt vor allem das hier sekündlich anfallende Wissen. Dadurch, welche Begriffe gemeinsam eingegeben werden, und welche überhaupt nicht, oder dadurch, welche Treffer dann tatsächlich angeklickt werden, und welche überlesen werden, entsteht eine Wissensdatenbank, die vielleicht sogar größer als die Wikipedia ist, da sie sich viel schneller ändert. Die Assoziation von &#8220;Bundespräsident&#8221; und &#8220;Anrufbeantworter&#8221; dürfte zum Beispiel ein sehr junges Phänomen sein. Ja, wenn es um diese aktuellsten Phänomene geht, scheinen die Algorithmen von Google sogar die Rolle eines politischen Beraters einzunehmen, der dem amtierenden Staatsoberhaupt Handlungsempfehlungen gibt:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 258px"><a title="Vorschlag by metaroll, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/metaroll/6628295169/"><img title="Der Algorithmus schlägt den Rücktritt des Präsidenten vor" src="http://farm8.staticflickr.com/7151/6628295169_c60cf1aebc.jpg" alt="Der Algorithmus schlägt den Rücktritt des Präsidenten vor" width="248" height="65" /></a><p class="wp-caption-text">Der Algorithmus schlägt den Rücktritt des Präsidenten vor</p></div>
<p>Diese scheinbare Empfehlung entsteht schlicht daraus, dass diese beiden Begriffe in den letzten Tagen, Stunden besonders häufig gemeinsam in Suchabfragen verwendet wurden bzw. besonders häufig gemeinsam in Webseiten auftauchen. Diese überdurchschnittliche gemeinsamen Vorkommen (oder: Kollokationen) verwandeln die Suchmaschine aber gleichzeitig in eine neue Art von Wissensspeicher. Anhand der Struktur der sekündlich eingehenden Suchabfragen (bei Google waren es <a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2011/12/comScore_Releases_November_2011_U.S._Search_Engine_Rankings">laut ComScore</a> allein in den USA im November 13 Milliarden Abfragen) können Maschinen sehr viel darüber lernen, wie wir Menschen Begriffe und Wissen organisieren.</p>
<p>Eine praktische Anwendung dieses Wissensspeichers habe ich in einem schon etwas älteren, aber einflussreichen Paper (Google Scholar <a href="http://scholar.google.com/scholar?cites=18128757180642144267&amp;as_sdt=2005&amp;sciodt=0,5&amp;hl=en">zählt</a> 246 Zitationen) der beiden Google-Mitarbeiter Mehran Sahami und Timothy D. Heilman &#8220;<a href="http://static.googleusercontent.com/external_content/untrusted_dlcp/research.google.com/en//pubs/archive/32.pdf">A Web­based Kernel Function for Measuring the Similarity<br />
of Short Text Snippets</a>&#8220;. Darin geht es um das Problem, die inhaltliche Ähnlichkeit von sehr kurzen Textschnippseln zu erkennen. Da es sich hierbei nur um wenige Wörter handelt, versagen klassische Methoden des Textminings wie zum Beispiel das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kosinus-%C3%84hnlichkeit">Kosinus-Ähnlichkeitsmaß</a>. Die Anzahl der Datenpunkte ist schlicht zu klein, um Aussagen über die Ähnlichkeit zu treffen.</p>
<p>Die Google-Wissenschaftler verwenden die Suchtreffer, die eine Suchmaschine wie Google auswirft, wenn man sie mit den Textschnippseln füttert, als Kontext-Vektor, mit dem sie dann die Übereinstimmung berechnen können, da er nun nicht mehr wenige Worte umfasst, sondern ein großer Corpus aus hunderten Dokumenten bzw. 1000-Zeichen langen Ausschnitten daraus darstellt. Das von ihnen beschriebene Verfahren stellt z.B. zwischen &#8220;Steve Ballmer&#8221; und &#8220;Microsoft CEO&#8221; eine Übereinstimmung von 0.838 fest, während das Kosinusmaß hier auf einen Wert von 0 gekommen wäre. Auch zwischen dem früheren CEO &#8220;Bill Gates&#8221; und &#8220;Microsoft CEO&#8221; gibt es eine Ähnlichkeit von immerhin 0.317 &#8211; aber auch seine korrekte Beziehung zu Microsoft findet dieses Maß heraus: &#8220;Bill Gates&#8221; und &#8220;Microsoft Founder&#8221; erzielt 0.677.</p>
<div id="attachment_1472" class="wp-caption aligncenter" style="width: 476px"><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2012/01/KernelFunction.jpg"><img class="size-full wp-image-1472 " title="KernelFunctions" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2012/01/KernelFunction.jpg" alt="Abb. aus Sahami/Heilman (2006), S. 4" width="466" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Abb. aus Sahami/Heilman (2006), S. 4</p></div>
<p>Der erste Anwendungsfall dieses Verfahrens, der hier in den Sinn kommt, sind natürlich die automatischen Vorschläge bei Suchabfragen. Insofern ist das oben beschriebene Wulff-Beispiel also nicht unbedingt eine politische Handlungsempfehlung, sondern das Ergebnis des Vergleichs von Kontextvektoren.</p>
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		<title>Das Ende des Suchmaschinenzeitalters</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 22:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahrscheinlich kann sich jeder, der vor 1985 geboren ist, noch genau an das erste Mal Googeln erinnern. Auf einmal war dort ein echter Automat, der mit einem minimalistischen, aber gleichzeitig großartigen Design lauter Ergebnisse aus dem Web hervorholte, die man vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Damit ging die Zeit der Verzeichnisse, der handgepflegten Linksammlungen zu [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="https://lh6.googleusercontent.com/-Il7OS2xo7zE/TufHKexxi8I/AAAAAAAACEI/lWyy4wKtp5o/w333-h500-k/2011-12-13" alt="" width="232" height="349" align="left" />Wahrscheinlich kann sich jeder, der vor 1985 geboren ist, noch genau an das erste Mal Googeln erinnern. Auf einmal war dort ein echter Automat, der mit einem minimalistischen, aber gleichzeitig großartigen Design lauter Ergebnisse aus dem Web hervorholte, die man vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Damit ging die Zeit der Verzeichnisse, der handgepflegten Linksammlungen zu Ende &#8211; und die Hunderte freigesetzten Kategorienadministratoren auf Yahoo! waren die Grundlage für den Erfolg der Wikipedia (so könnte zumindest eine These lauten).</p>
<p>Auf jeden Fall konnte diese Suchmaschine, deren Link in den meisten Unternehmen als Geheimtipp direkt von den Programmieren herumgereicht wurde, ein grandioses Wachstum demonstrieren und nebenbei einen völlig neuen Wirtschaftszweig begründen. Die Suchmaschinenoptimierer. Aber auch das Nutzungsverhalten im Web hat sich durch dieses bescheidene Eingabefeld gravierend geändert. Aus dem Surfer, der von Link zu Link reitet, wurde etwas überspitzt die digitale Couchpotato, für den die Welt nur aus den fünf ersten Suchtreffern zu einem Thema bestand.</p>
<p>Heute hat sich diese Landschaft erneut verändert. Und man muss gar nicht allzu tief schürfen, um zu erkennen, dass das Suchmaschinenzeitalter seinen Höhepunkt längst überschritten hat. Vor allem drei Entwicklungen sind es, die der Suche allgemein und Google im Besonderen zugesetzt hat:</p>
<p><strong>1. Social</strong>: Die Nutzer sind immer weniger auf Suchmaschinen angewiesen, um die Informationen zu finden, für die sie sich interessieren, weil sie von ihrem Freundeskreis bzw. über Aggregatoren wie Flipboard informationell vollversorgt werden. So wird der Twitterstream oder die Facebooktimeline zum Suchverhinderer. Wer wie in einem digitalen Schlaraffenland aus dem Freundeskreis mit Links versogt wird, hat gar keine Zeit mehr, zu suchen. Und vielleicht auch gar keinen Appetit mehr. Als Schattenseite dieser Entwicklung, leben wir immer stärker in unseren eigenen algorithmisch erzeugten und optimierten &#8220;<a href="http://www.slow-media.net/memetic-turn">Filterblase</a>&#8220;, in denen wir nur die Informationen erhalten, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu unseren Interessen passen. Das minimiert die Reibung, aber auch die Anregung. Google hatte in diesem Feld, das mittlerweile von Facebook dominiert wird, lange sehr wenig zu melden. Erst kürzlich gab es mit Google Plus einen ernstzunehmenden Schritt in diese Richtung.</p>
<p><strong>2. Apps</strong>: Neben den Social Networks verbringen wir immer mehr Onlinezeit in Apps. Nicht nur werden Apps auf Smartphones zu einem der stärksten Zeitbudgets in der Mediennutzung, sondern auch zu einem der dynamischsten Wirtschaftsbereichen. Auch hier sind die Veränderungen gegenüber dem Suchmaschinenzeitalter frappierend: Früher haben wir über Suchmaschinen nach Produkten, Sonderangeboten und Shops gesucht. Heute gibt es Apps dafür. Egal ob ich auf Amazon Bücher kaufe (zu den Folgen für den Buchhandel <a href="http://blog.metaroll.de/2011/12/12/showrooming-oder-das-ende-des-buchhandels/">hier weiterlesen</a>), über eBay ersteigere, auf Yelp ein Geschäft in der Nähe suche oder über den Appstore Informationen über Apps abrufe &#8211; hierfür brauche ich keine Suchmaschine mehr. Hier ist Google, immerhin mit Android Anbieter des stärksten mobilen Betriebssystems, sehr viel besser positioniert als in der Suche. Aber der <a href="http://techcrunch.com/2011/12/13/android-24-percent-ios/">Blick auf die Umsätze</a> zeigt die überragende Marktmacht von Apple auf diesem Gebiet (in diese Richtung hatten wir schon vor zwei Jahren <a href="http://www.isarrunde.de/isarrunden/kampf_der_titanen_der_machtkampf_zwischen_apple_und_google.html/">in der Isarrunde diskutiert</a>). Business Insider titelte gestern zu diesem Thema sehr passend: &#8220;<a href="http://articles.businessinsider.com/2011-12-12/tech/30507077_1_android-google-search-market">The End of Google Search is in the Palm of your Hand</a>&#8220;.</p>
<p><strong>3. Agenten</strong>: An dieser Stelle wird es etwas utopisch. Aber ich bin überzeugt, dass intelligenten Agenten nach dem Modell von <a href="http://www.mediascale-klartext.de/2011/11/bscheid-gsagt-folge-3-siri/">Siri die Zukunft</a> gehört. Ein einfaches und natürlich wirkendes Sprach-Interface zu einem hoch komplexen Netzwerk aus Informationen, die auf meine Person, meine sozialen Kreise, meine physikalische Umgebung bezogen sind, schlägt sogar noch das elegante Eingabefeld von Google. Hier muss ich gar nicht mehr selber suchen, sondern ich lasse meinen Agenten suchen, der meine Interessen und Bedürfnisse mit der Zeit besser kennt als ich selbst. Wahrscheinlich dauert es nicht mehr lange, bis Google <a href="http://www.forbes.com/sites/greatspeculations/2011/12/02/google-counter-attacks-amazon-but-apple-siri-still-major-threat/">die eigenen Agenten</a> ins Rennen schickt. Dieser Markt ist im Moment noch sehr klein, aber könnte sich in Zukunft zu einem ähnlich mächtigem Markt entwickeln wie die Suche.</p>
<p>Bei einer Sache bin ich mir sicher. Die Generation der Digital Natives wird sich wahrscheinlich an das Thema Suchmaschine auf ähnlich nostalgische Weise erinnern, wie sich die Generation davor an 14400er Modems und Linkverzeichnisse.</p>
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		<title>The Twitter is the Message &#8211; Willkommen in der Reload-Gesellschaft</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/21/the-twitter-is-the-message-willkommen-in-der-reload-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 09:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dem Moment, in dem ich die neue Echtzeit-Bildersuche PicFog das erste Mal gesehen habe, wurde mir klar: das ist genau das, was Marshall McLuhan hier gemeint hat: Electric circuitry profoundly involves men with one another. Information pours upon us, instantaneously and continuously. As soon as information is acquired, it is very rapidly replaced by [...]]]></description>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1046" title="picfog1" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/picfog1-300x184.jpg" alt="picfog1" width="300" height="184" /></p>
<p>In dem Moment, in dem ich die neue Echtzeit-Bildersuche <a href="http://picfog.com">PicFog</a> das erste Mal gesehen habe, wurde mir klar: das ist genau das, was <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan">Marshall McLuhan</a> hier gemeint hat:</p>
<blockquote><p>Electric circuitry profoundly involves men with one another. Information pours upon us, instantaneously and continuously. As soon as information is acquired, it is very rapidly replaced by still newer information.</p></blockquote>
<p>Bereits im Jahr 1967 schrieb er über das Internet (&#8220;electric circuitry&#8221;), Microblogging (&#8220;information pours upon us&#8221;) und die automatischen Reloadmechanismen (&#8220;very rapidly replaced&#8221;). Durch diese schnellen Informationen &#8211; wir sprechen hier von Echtzeit (&#8220;gedacht &#8211; getippt&#8221;, &#8220;gesehen &#8211; gepostet&#8221;) &#8211; sind wir nicht mehr in der Lage, Botschaften oder Bilder logisch zu klassifizieren, sondern können nur noch entweder grobe Muster erkennen.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1048" title="picfog2" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/picfog2-300x186.jpg" alt="picfog2" width="300" height="186" /></p>
<p>PicFog aggregiert alle möglichen Bilder, die Microblogger auf die verschiedenen Plattformen von Twitpic bis yfrog hochladen und stellt sie als visuellen Strom dar. Jemand <a href="http://twitpic.com/5m1i9">fotografiert die S-Bahnstation, durch die er gerade fährt</a>. Im nächsten Augenblick taucht sie neben vielen anderen Bildern auf der PicFog-Startseite auf. Beim nächsten automatischen <strong>Reload </strong>der Seite ist das Bild nach unten gerückt und wurde durch zahlreiche aktuellere Bilder ersetzt. Bilder aus Indien, USA, Österreich oder Japan.</p>
<p>Wenn <a href="http://www.google.com/insights/search/">Google Insights for Search</a> abbildet, was die Menschen suchen oder sich wünschen (eine globale <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/25/datenbank-der-wuensche/">Datenbank der Wünsche</a>), zeigen Dienste wie PicFog, was die Menschen sehen. &#8220;All media are extensions of some human faculty&#8221;. Noch so ein McLuhanspruch, der hier wahr wird.</p>
<p>Mit PicFog kann ich nicht nur meine Augen sehen, sondern auch mit den Augen vieler anderer Menschen weltweit. Mit den Augen von Fremden und Freunden. Von Frauen und Männern. Von Rentnern und Schülern. Obwohl es zunächst ganz ähnlich klingt, sind das nicht die <a href="http://www.imdb.de/title/tt0054371/">Tausend Augen des Dr. Mabuse</a>, denn Dr. Mabuse konnte nur <strong>auf</strong> die anderen Menschen herabsehen, nicht aber <strong>durch </strong>die anderen Menschen sehen. <a href="http://www.imdb.de/title/tt0120601/">Being John Malkovich</a> ist vielleicht die passendere filmische Assoziation, nur dass man nicht nur in den Kopf eines Schauspielers schlüpft, sondern in den Kopf vieler Menschen zugleich. Der Begriff &#8220;Überwachung&#8221; trifft hier nicht zu, aber einen treffenden Begriff für dieses Eintauchen in die Welt habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht Empathie? Oder ethnologischer Blick?</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1050" title="picfog3" src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/05/picfog3-300x185.jpg" alt="picfog3" width="300" height="185" /></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Teilhard_de_Chardin">Teilhard de Chardin</a> sprach in den 1950er Jahren immer wieder von der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosph%C3%A4re">Noosphäre</a>&#8221; als einem Stadium der menschlichen Entwicklung, in dem die Einzelbewusstseine zu einem globalen Bewusstsein zusammenwachsen würden. Als jesuitischer Theologe nannte er diesen Bezugspunkt auch Omegapunkt, also den Augenblick der Vereinigung in Christi. McLuhan hat diesen Gedanken elektrifiziert und aus der fernen Zukunft (Ende der Geschichte) in die Gegenwart geholt. Seine Feststellung: Dieses technische Weltbewusstsein gibt es schon.</p>
<p>Dabei verändert sich die Art, wie wir die Welt wahrnehmen. Nicht mehr analytisch zergliedernd, sondern synthetisch als Gesamtbild. Als waberndes, sich immer wieder veränderndes Muster, in dem man immer wieder Bekanntes, Vertrautes sieht. Leisa Reichelt hat zur Beschreibung des Microbloggens oder Twitterns den schönen Begriff der &#8220;<a href="http://www.disambiguity.com/ambient-intimacy/">ambient intimacy</a>&#8221; geprägt. Genau das ist es, was wir auf PicFog wahrnehmen. Intime Einblicke (eigentlich eher &#8220;Durchblicke&#8221; oder &#8220;Mitblicke&#8221;, s.o.) in das <a href="http://www.imdb.de/title/tt0405094/">Leben der Anderen</a>. Aber diese Blicke sind nicht fixiert oder fokussiert, sondern unscharf. Innerhalb weniger Sekunden befindet man sich bereits an einem ganz anderen Ort, in einer ganz anderen Person. Dennoch: Diese frei fluktuierende Intimität, die in diesem &#8220;Bildernebel&#8221; entsteht, kommt tatsächlich den Vorstellungen McLuhans von der Rückkehr präliterarischer &#8220;tribal emotions&#8221; sehr nahe.</p>
<p>Dazu passt auch die Feststellung, dass die auf dem Microblogging basierenden Echtzeitbildersuche ersten Eindrücken nach <a href="http://mashable.com/2009/05/20/picfog/">im Vergleich mit der klassischen Google-Bildersuche</a> nicht nur aktuellere Ergebnisse zu Tage fördert, sondern in vielen Fällen auch relevantere Ergebnisse. Kein Wunder, dass Google <a href="http://mashable.com/2009/05/20/google-twitter-partnership/">fieberhaft überlegt</a>, wie sich dieses Echtzeitmoment auf ihre Suchverfahren übertragen lässt. Schon mit Erscheinen des Buches &#8220;<a href="http://www.newsweek.com/id/181829">What Would Google Do?</a>&#8221; von <a href="http://www.buzzmachine.com/">Jeff Jarvis</a>, sind wir schon wieder einen Schritt weiter. Die entscheidende Frage lautet nun: &#8220;What Would Twitter Do?&#8221; Nicht unbedingt, was das Geschäftsmodell betrifft, aber was die kognitiven Möglichkeiten betrifft.</p>
<p>Willkommen in der Reload-Gesellschaft!</p>
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		</item>
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		<title>Am Germanistenwesen soll das Web genesen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/05/11/am-germanistenwesen-soll-das-web-genesen/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 09:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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<p>&#8220;Hässliches Gesicht&#8221;, &#8220;Fratze&#8221;, &#8220;Schlauchbootlippen&#8221;, &#8220;zweifelhaft&#8221;, &#8220;Laien&#8221;, &#8220;scheinbare Meinungsfreiheit&#8221;, &#8220;Mob&#8221;, &#8220;Manipulation&#8221;, &#8220;unseriös&#8221;, &#8220;Lächerlichkeit&#8221;, &#8220;Nonsense&#8221;, &#8220;Verschmutzer des Internet&#8221; &#8211; nein, hier ist nicht, wie man zunächst denken möchte, von Universitätsprofessoren die Rede, sondern vom Internet. Pardon, in diesen Kreisen sagt man ja &#8220;Selbstmach- und Mitmachweb&#8221;, damit auch dem letzten Ignoranten deutlich wird, dass nicht die <a href="http://www.zeno.org/Soziologie/M/Weber,+Max">Onlineausgabe von Max Webers Werken</a> gemeint ist, sondern der nicht mehr zu bewältigenden Flut des &#8220;User-generated Nonsense&#8221;.</p>
<p>Dieses Mal <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30206/1.html">erklärt</a> Oliver Bendel &#8211; er ist &#8220;Germanist und Philosoph und arbeitet als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Nordwestschweiz&#8221; &#8211; uns auf Telepolis das ganze Grauen des Web 2.0. Man kann es auch in wenigen Worten zusammenfassen: Ein Ort, an dem eine bildungsbürgerliche Ikone wie Joachim Kaiser neben Gossenkindern wie den anonymen Amazon-Rezensentinnen zu finden ist, ist ein böser Ort.</p>
<p>Hier könnte ich es eigentlich bei meiner Standardantwort beruhen lassen: &#8220;Lerne zu unterscheiden, und du wirst das Web lieben&#8221;. Auch ein Germanistikprofessor dürfte wenigstens im Prinzip erkenntnisfähig sein und (mühsam, aber dennoch) lernen können, einen nach allen Regeln der Literaturkritik verfassten MRR-Verriss von einem anonymen &#8220;Ist voll blöd das Buch!11!&#8221; zu unterscheiden. Auch wenn Google auf den Suchergebnisseiten diesen Qualitätsunterschied nicht farblich anzeigt. Wenn das Differenzierungsvermögen von dieser Aufgabe überfordert ist, ist das ein Problem der Medienkompetenz und kein Problem des Web 2.0!</p>
<p>Aber ich glaube, dass es hier um mehr geht als das bloße Überfordertsein eines Gutenbergianers, der sich widerwillig in der McLuhan-Galaxie zurechtfinden muss. An einigen Stellen schwingt eine bedrohliche Tendenz mit, die nicht allein nach besseren Filtern oder Instrumenten für den eigenen Gebrauch ruft, sondern nach einem großer Reinigungsaktion im Mitmachweb. Am Germanistenwesen soll das Web genesen. Die Gegenüberstellung der &#8220;scheinbaren, grenzenlosen Meinungsfreiheit&#8221; von Bloggern und Amazonschreibern (= &#8220;Rezensentenmob&#8221;) und der &#8220;echten Meinungsfreiheit&#8221; der kulturellen Elite von Gestern wäre ein Beispiel. Der folgende &#8220;Lösungsvorschlag&#8221; des Qualitätsproblems ein weiteres:</p>
<blockquote><p>
Wenn uns unsere Literatur etwas wert ist, sollten wir Talente mit ihr flirten und den Mob nicht über sie herfallen lassen.
</p></blockquote>
<p>Im Namen &#8220;unserer Literatur&#8221; (also des von der Literaturkritik bestimmten, definierten und verehrten Kanons) sollen also Meinungen von Laien ausgeklammert, ignoriert oder bekämpft werden? Von allen dämlichen Kampfschriften gegen das Internet <a href="/2009/05/02/instant-maertyrer/">der letzten Wochen</a> ist das hier eindeutig die drolligste.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist Google FriendConnect?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/12/08/was-ist-google-friendconnect/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 22:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[friend connect]]></category>
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		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe gerade testweise einmal zwei FriendConnect-Widgets von Google in die Seitenleiste des Blogs eingebaut. Das erste verwandelt dieses Blog in eine Social Community, der man mit seinem Google-Profil beitreten kann. Wenn man die entsprechende Aktion in seinem Profil ankreuzt, wird auch ein Aktivitätsstream erzeugt. var skin = {}; skin['HEIGHT'] = '250'; skin['BORDER_COLOR'] = '#cccccc'; [...]]]></description>
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<p>Ich habe gerade testweise einmal zwei FriendConnect-Widgets von Google in die Seitenleiste des Blogs eingebaut. Das erste verwandelt dieses Blog in eine Social Community, der man mit seinem Google-Profil beitreten kann. Wenn man die entsprechende Aktion in seinem Profil ankreuzt, wird auch ein Aktivitätsstream erzeugt.<br />
 <br />
<script type="text/javascript" src="http://www.google.com/friendconnect/script/friendconnect.js"></script><br />
 </p>
<div id="div-1228488787198" style="width:200px;border:1px solid #cccccc;"></div>
<p> <br />
<script type="text/javascript">
var skin = {};
skin['HEIGHT'] = '250';
skin['BORDER_COLOR'] = '#cccccc';
skin['ENDCAP_BG_COLOR'] = '#e0ecff';
skin['ENDCAP_TEXT_COLOR'] = '#333333';
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skin['CONTENT_BG_COLOR'] = '#ffffff';
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skin['CONTENT_SECONDARY_LINK_COLOR'] = '#7777cc';
skin['CONTENT_SECONDARY_TEXT_COLOR'] = '#666666';
skin['CONTENT_HEADLINE_COLOR'] = '#333333';
google.friendconnect.container.setParentUrl('/'  );
google.friendconnect.container.renderMembersGadget(
 { id: 'div-1228488787198',
 site: '15657856279969458983'},
 skin);
</script><br />
Welche Aktivitäten werden in den FC Google-Widgets angezeigt? Die kommen aus dem zweiten Widget, dem Kommentarfeld (oder wahlweise auch <em>Shoutbox</em> oder <em>Wall</em>). Dort kann man entweder angemeldet oder nicht angemeldet Kommentare hinterlassen, auf andere Kommentare reagieren oder sich die Profile der (angemeldeten) Kommentierenden ansehen:<br />
 </p>
<div id="div-1228489057904" style="width:200px;border:1px solid #cccccc;"></div>
<p> <br />
<script type="text/javascript">
var skin = {};
skin['HEIGHT'] = '250';
skin['BORDER_COLOR'] = '#cccccc';
skin['ENDCAP_BG_COLOR'] = '#e0ecff';
skin['ENDCAP_TEXT_COLOR'] = '#333333';
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skin['CONTENT_BG_COLOR'] = '#ffffff';
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skin['CONTENT_TEXT_COLOR'] = '#333333';
skin['CONTENT_SECONDARY_LINK_COLOR'] = '#7777cc';
skin['CONTENT_SECONDARY_TEXT_COLOR'] = '#666666';
skin['CONTENT_HEADLINE_COLOR'] = '#333333';
skin['DEFAULT_COMMENT_TEXT'] = '- add your comment here -';
skin['HEADER_TEXT'] = 'Comments';
skin['POSTS_PER_PAGE'] = '4';
google.friendconnect.container.setParentUrl('/'  );
google.friendconnect.container.renderWallGadget(
 { id: 'div-1228489057904',
 site: '15657856279969458983',
 'view-params':{"scope":"SITE","allowAnonymousPost":"true","features":"video,comment"}
},
 skin);
</script></p>
<p>Was bedeutet das?</p>
<ul>
<li><strong>Dezentralisierung</strong>: Im Prinzip ähneln die Widgets dem, was man auch schon von Disqus oder Friendfeed kennt &#8211; siehe dazu auch die lange Diskussion &#8220;<a href="http://www.readwriteweb.com/archives/the_conversation_has_left_the_blogosphere.php">The Conversation has left the Blogosphere</a>&#8220;, die Anfang des Jahres vor allem in den USA geführt wurde. Mit FriendConnect wird diese Debatte wieder neu aufflammen: Welche Folgen hat es, wenn die Kommentare der eigenen Blogeinträge nun auf Google und nicht mehr auf dem eigenen Server gespeichert werden?</li>
<li><strong>Dialogifizierung</strong>: Allerdings ermöglicht FriendConnect das Einbauen dialogischer Web 2.0-Elemente auch auf klassische Web 1.0-Seiten. Einfach das Widget einfügen und schon hat man eine statistische Webseite in eine Community oder einen Dialog verwandelt. Dieser Eindruck wird auf jeden Fall vermittelt.</li>
<li><strong>Expansion</strong>: Noch besitzen nur wenige meiner Kontakte ein öffentliches Google-Profil, aber über Googles Social Graph findet man schon zahlreiche personenrelevante Daten (zum Testen einfach einmal <a href="http://socialgraph-resources.googlecode.com/svn/trunk/samples/findcontacts.html">hier</a> die URL des eigenen Blogs oder Friendfeedaccounts eingeben). Vielleicht gelingt Google damit besser, was auch Yahoo und Microsoft versuchen: ihre Emailnutzer in Adressen sozialer Netzwerke verwandeln. Die Frage ist, ob hier nicht Facebook &#8211; Googles größter Konkurrent auf dem Gebiet Social Graph derzeit &#8211; die besseren Karten hat, denn hier bestehen bereits Netzwerke, die sich in der Tat sinnvoll auf andere Netzwerke übertragen ließen.</li>
</ul>
<div>Die große Frage lautet auch hier: Erfüllt dieser Dienst ein tatsächliches Bedürfnis der Internetnutzer? Das Interaktiv-Machen von Webseiten? Geht mit einem Blog besser. Die anderen Wohltaten, die FriendConnect verspricht (zum Beispiel das Sammeln von Kontakten im eigenen Social Graph), erscheinen mir hier viel zu umständlich realisiert, um eine breite Benutzergruppe anzusprechen.</div>
<div>Das nächste große Ding wird Google Friend Connect wohl nicht werden. Was hingegen wirklich gebraucht wird, ist ein Protokoll oder Dienst, das es ermöglicht, sich mit seinen Bekannten, Freunden und Kollegen zu vernetzen, ohne dass die Technik dazwischensteht. Ein Netzwerkmedium, das die sozialen Beziehungen in den Vordergrund rückt und selbst als Medium gar nicht mehr wahrnehmbar ist. Social Networking-Plattformen, aber auch der Microbloggingdienst Twitter oder Blogs allgemein, gehören immer stärker in das Repertoire von Alltagspraktiken, die es uns ermöglichen, mit Menschen in Kontakt zu treten. Langsam wird es Zeit, die dafür benötigten Technologien unsichtbar zu machen.</div>
<div><strong>Ein Freund ist ein Freund. Egal, ob auf Facebook, Twitter oder StudiVZ.</strong> Eine Anwendung, die dazu in der Lage ist, dieses Grundgesetz sozialer Medien in eine Praxis zu verwandeln, hat das Zeug, zum <em>next big thing</em> zu werden.</div>
<p>Siehe dazu auch:</p>
<ul>
<li>PR Kloster: &#8220;<a rel="bookmark" href="http://www.pr-kloster.de/2008/12/05/google-friend-connect-eigene-soziale-netzwerke-schaffen/">Google Friend Connect: Eigene soziale Netzwerke schaffen</a>&#8220;</li>
<li>Basic Thinking: &#8220;<a title="Permanent Link to Facebook Connect und Google Friend Connect: Fenster in die Zukunft" rel="bookmark" href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/12/05/facebook-connect-und-google-connect/">Facebook Connect und Google Friend Connect: Fenster in die Zukunft</a>&#8220;</li>
<li>Oliver Wagner: &#8220;<a href="http://www.agenturblog.de/2008-12/google-friend-connect-im-test/">Google Friend Connect im Test</a>&#8220;</li>
<li>GoogleWatchblog: &#8220;<a href="http://www.googlewatchblog.de/2008/12/04/google-friend-connect-oeffnet-sich--erste-eindruecke/">Google Friend Connect öffnet sich langsam &#8211; Erste Eindrücke</a>&#8220;</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die reichweitenstärksten Webseiten nach AdPlanner</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/11/die-reichweitenstaerksten-webseiten-nach-adplanner/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 23:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[adplanner]]></category>
		<category><![CDATA[agof]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[reichweite]]></category>
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		<category><![CDATA[statistiken]]></category>
		<category><![CDATA[unique visitors]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende August hatte ich schon einmal einen Blick auf die Reichweitenzahlen des neuen Google-Instruments &#8220;AdPlanner&#8221; geworfen und auch mit den AGOF-Zahlen aus den internet facts verglichen. Im großen und ganzen lagen die Zahlen nicht allzu weit auseinander. Der große Vorteil der Googlezahlen liegt zum einen darin, dass hier auch Vergleichsangebote ausgewiesen werden, die keine Werbeflächen [...]]]></description>
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<p>Ende August hatte ich schon einmal <a href="http://blog.metaroll.de/2008/08/25/google-adplanner-das-ende-der-online-mediaplanung/">einen Blick</a> auf die Reichweitenzahlen des neuen Google-Instruments &#8220;<a href="https://www.google.com/adplanner">AdPlanner</a>&#8221; geworfen und auch mit den AGOF-Zahlen aus den <em><a href="http://www.agof.de/">internet facts</a></em> verglichen. Im großen und ganzen lagen die Zahlen nicht allzu weit auseinander. Der große Vorteil der Googlezahlen liegt zum einen darin, dass hier auch Vergleichsangebote ausgewiesen werden, die keine Werbeflächen bereitstellen bzw. nur eigene Produkte bewerben. Zum anderen gehen diese Zahlen auch in den <em>long tail</em>. Auch für kleine Angebote gibt es regelmäßig aktualisierte Zahlen.</p>
<p>Mittlerweile wurden die Google-Zahlen zwei mal aktualisiert, so dass sich jetzt auch die zeitliche Entwicklung dieser Webseiten darstellen lässt (Klick zum Vergrößern):</p>
<p><a href="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2YbhfMWYd5uFQ&#038;oid=4&#038;output=image"><img src="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2YbhfMWYd5uFQ&#038;oid=4&#038;output=image" width=500 /></a></p>
<p>Bis auf AOL und StudiVZ haben alle Angebote im Vergleich zum August Reichweite eingebüßt, aber einige (z.B. T-Online, GMX, DasTelefonbuch.de, mobile.de oder MeineStadt) konnten ihr &#8220;Septembertief&#8221; überwinden und wieder leicht zulegen. Die Werte von Mozilla.com fluktuieren zu stark, um sinnvoll interpretiert zu werden.</p>
<p>Außerdem gibt es seit kurzem auch für deutsche Webseiten demographische Angaben. Zuvor konnte man sich nur für US-Angebote einen Eindruck davon verschaffen, welches Geschlecht, Alter, Einkommen und Bildungsstand die Besucher einer Webseite haben. Bei kleinen Angeboten wie zum Beispiel diesem Blog (3.900 Unique Visitors in Deutschland und 9.500 Page Views) sieht man deutlich, dass die Zahlen auf einem sehr kleinen Sample beruhen müssen: 100% der Besucher haben ein Haushaltseinkommen von unter 18.000 € und alle Besucher fallen in die Altersgruppe von 25 bis 34.</p>
<p>Auch wenn diese Zahlen noch lange nicht die Präzision von ivw-vermessenen Zugriffszahlen besitzen, scheinen sie für viele Angebote gut genug zu sein, um ein Gefühl für die quantitative Reichweite zu bekommen. Die spannenden Fragen lauern freilich jenseits dieser Zahlen: Wer sind die Nutzer dieser Seiten? Welche Interessen haben sie? Wie sind sie mit anderen vernetzt? Was hat sie auf die Seiten geführt? Welchen Einfluss &#8211; sowohl innerhalb des Web als auch außerhalb &#8211; haben die Inhalte, die hier angeboten werden? Welche Glaubwürdigkeit und Authenzität wird damit verbunden? Die spannende Frage gilt wie so oft den Bedeutungen, die hinter der bloßen Reichweite steckt. Darüber schweigen sich diese Zahlen leider aus.</p>
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		<item>
		<title>Macht Google klug?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/10/20/macht-google-klug/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 07:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie titelte der Spiegel doch Anfang August so schön: &#8220;Macht das Internet dumm?&#8221; Viele Weblogautoren hatten sehr schnell eine plausible Antwort auf diese Frage parat: &#8220;Nein, nur Spiegelautoren bei der Suche nach einem griffigen Titel&#8221;, denn die Nähe zu Nicholas Carrs Frage &#8220;Is Google Making Us Stupid?&#8221; im Atlantic war einfach zu frappierend. Eine Forschergruppe [...]]]></description>
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<p><a href="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/healthphoto-prv.jpg"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/healthphoto-prv.jpg" alt="Gehirnaktivität" title="Gehirnaktivität" width="500" height="226" class="size-full wp-image-723" /></a>Wie titelte der Spiegel doch Anfang August so schön: &#8220;Macht das Internet dumm?&#8221; Viele <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1885">Weblogautoren</a> hatten sehr schnell eine plausible Antwort auf diese Frage parat: &#8220;Nein, nur Spiegelautoren bei der Suche nach einem griffigen Titel&#8221;, denn die Nähe zu Nicholas Carrs Frage &#8220;Is Google Making Us Stupid?&#8221; im <a href="http://www.theatlantic.com/doc/200807/google">Atlantic</a> war einfach zu frappierend.</p>
<p>Eine Forschergruppe um Gary Small im <a href="http://www.npi.ucla.edu/">Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior</a> der UCLA haben diese Frage nun <a href="http://www.newsroom.ucla.edu/portal/ucla/ucla-study-finds-that-searching-64348.aspx">etwas näher untersucht</a> (siehe dazu auch Smalls Buch &#8220;<a href="http://www.harpercollins.com/books/9780061716126/iBrain/index.aspx">iBrain: Surviving the Technological Alteration of the Modern Mind</a>&#8220;). In einem Experiment wurde die Hirnaktivität von 24 Testpersonen zwischen 55 und 76 untersucht &#8211; die eine Hälfte mit Interneterfahrung, die andere ohne. </p>
<p>Als die Probanden ein Buch lesen sollten, zeigten sich keine nennenswerten Unterschiede in der durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FMRI">funktionellen Magnetresonanztomographie</a> gemessenen Hirnaktivität, bei der Internetsuche hingegen schon. Dazu Small:</p>
<blockquote><p>
Our most striking finding was that Internet searching appears to engage a greater extent of neural circuitry that is not activated during reading — but only in those with prior Internet experience.
</p></blockquote>
<p>Er interpretiert dies einen Hinweis darauf, dass Googlen eine komplexe Aktivität ist, die dazu in der Lage ist, Verbindungen im Gehirn zu verbessern. Also: <strong>Lebenslanges Lernen mit Google</strong>?</p>
<p>Bei allen Vorbehalten, was die Interpretation von Gehirnaktivität betrifft oder die Zahl der Teilnehmer, macht dieses Ergebnis doch Hoffnung, dass der Spiegel-Redaktion mit etwas mehr Zeit im Internet so etwas wie der erwähnte Spiegel-Titel nicht mehr vorkommen wird.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Woher kommen die Nutzer?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/09/25/woher-kommen-die-nutzer/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 08:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[dfg]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade habe ich bei Turi2 folgendes Zitat von Manfred Hasenbeck (Burda-Yukom) gelesen: Sie können heute die schönsten medialen Weihnachtsbäume ins Netz stellen. Wenn der Rezipient nicht weiß, dass es sie gibt, wird er sie nicht finden. Ganz ähnliche Kommentare habe ich in den letzten Tagen auch immer gehört, wenn es um die Produktion neuer, zum [...]]]></description>
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<p>Gerade habe ich bei <a href="http://turi-2.blog.de/2008/09/25/heute2-ard-zdf-bauer-4776437">Turi2</a> folgendes Zitat von Manfred Hasenbeck (Burda-Yukom) gelesen:</p>
<blockquote><p>
Sie können heute die schönsten medialen Weihnachtsbäume ins Netz stellen. Wenn der Rezipient nicht weiß, dass es sie gibt, wird er sie nicht finden.
</p></blockquote>
<p>Ganz ähnliche Kommentare habe ich in den letzten Tagen auch immer gehört, wenn es um die Produktion neuer, zum Teil crossmedialer Angebote der Wissenschaftskommunikation geht: &#8220;Was ist denn, wenn wir mit großem Aufwand tolle Filme über Wissenschaftler herstellen, und dann findet diese Filme niemand im Netz?&#8221;</p>
<p>Der Denkfehler liegt darin, dass es gar nicht so sehr darum geht, dass die Rezipienten (hoffentlich landet dieses Schimpfwort zusammen mit dem Konsumenten auf dem diskursiven Müllhaufen) selbst diese Inhalte finden. Natürlich guckt der normale Nutzer nicht täglich auf die Seiten der <a href="http://www.dfg.de/">Deutschen Forschungsgemeinschaft</a>, um nachzusehen, ob es da womöglich <a href="http://dfg-science-tv.de/">neue Multimediainhalte</a> gibt. Was für eine seltsame Vorstellung.</p>
<p>Nutzer suchen nach Themen. Die meisten suchen auf Google. Deshalb gilt: Wenn die Inhalte gut sind und über Suchmaschinen wie Google gut auffindbar sind (also gut verschlagwortet), dann werden sie gefunden. Wenn ich meine Angebote im Deep Web verstecke, brauche ich mich nicht wundern, dass sie nicht gefunden werden.</p>
<p>Also: stellt eure schönen medialen Weihnachtsbäume ins Netz, sorgt dafür, dass Google damit etwas anfangen kann. Wenn die Inhalte gut sind, dann werden die Nutzer auch kommen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Google AdPlanner: Das Ende der Online-Mediaplanung?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/08/25/google-adplanner-das-ende-der-online-mediaplanung/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 21:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[agof]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
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		<category><![CDATA[mediaplanung]]></category>
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		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[reichweite]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade eben habe ich meinen Zugang für die Betaversion des neuen Googledienstes AdPlanner bekommen. Schon mit den ersten paar Klicks wird deutlich, welche Sprengkraft dieses neue Kostenlosangebot von Google für das Berufsbild des Mediaplaners haben könnte: Im Handumdrehen lassen sich hier Zielgruppen suchen, sortieren, vergleichen und dann in vielen Fällen gleich die entsprechenden Google-Ads buchen. [...]]]></description>
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<p>Gerade eben habe ich meinen Zugang für die Betaversion des neuen Googledienstes <a href="http://www.google.com/adplanner/">AdPlanner</a> bekommen. Schon mit den ersten paar Klicks wird deutlich, welche Sprengkraft dieses neue Kostenlosangebot von Google für das Berufsbild des Mediaplaners haben könnte: Im Handumdrehen lassen sich hier Zielgruppen suchen, sortieren, vergleichen und dann in vielen Fällen gleich die entsprechenden Google-Ads buchen. Die Differenzierung nach Land, Sprache, Alter, Bildung, Geschlecht, Haushaltseinkommen funktioniert tadellos &#8211; allerdings gibt es diese demographischen Daten bislang erst für die USA.</p>
<p>Ich habe einmal die letzten <a href="http://www.agof.de/studie.353.html">AGOF-Internet Facts</a> (Juni 2008) zur Hand genommen und die jeweils angegebenen Unique Visitorzahlen verglichen. Das Ergebnis (Klick zum Vergrößern):</p>
<p><a href="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2YbhfMWYd5uFQ&#038;oid=1&#038;output=image"><img src="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2YbhfMWYd5uFQ&#038;oid=1&#038;output=image" width="500" /></a></p>
<p>Man erkennt, dass die Werte für viele Angebote sehr ähnlich liegen, einige Male kommt Google zu einer etwas höheren Reichweite (GMX, Yahoo, StudiVZ, Chip) und bei T-Online und ProSieben.de liegt Google weit unter den AGOF-Zahlen. Deutlich wird aber auch, dass Googles Planungswerkzeug anders funktioniert als die AGOF Zählung: Hier können Daten für fast alle Angebote abgerufen werden (außer Googleeigenen Diensten wie Google oder Youtube) und nicht nur für teilnehmende Vermarkter. Ebay.de, Mozilla.com und Wikipedia.org liegen bei den deutschen Internetnutzern weit vorne &#8211; drei beispielhafte Angebote, die in den Internet Facts nicht vorkommen.</p>
<p>Aber nicht nur der Blick nach vorne ist interessant, sondern vor allem der Blick in den Long Tail. Hier zeigt sich die wahre Stärke des Google-Tools, denn auch Angebote mit wenigen Tausend Besuchern im Monat können hier angezeigt und in die Online-Mediaplanung einbezogen werden. Und die Zahlen für dieses Blog hier sind sogar einigermaßen realistisch. Richtig spannend für die Online-Mediaplanung wird es freilich dann, wenn auch für das deutsche Publikum demographische Angaben verfügbar sind und wenn die Integration des Google-Werbenetzwerkes in den AdPlanner reibungslos funktioniert (momentan werden die Werbeplätze in diesem Blog noch nicht angezeigt). Das könnte dann tatsächlich den Markt der Online-Mediaplanung kräftig durcheinanderwirbeln.</p>
<p>Eine weitere interessante Frage ist: Was macht Google mit den Mediaplanungsdaten? In den Plänen stecken viele Informationen über die wahrgenommene Passung von Internetangeboten und Zielgruppen, die wiederum in aggregierter Form ausgewertet werden könnten, um einen Eindruck von der Perspektive der Mediaplanung auf das Internet zu bekommen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reichweite oder Relevanz?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/29/2002-google-entdeckt-die-relevanz/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2008 18:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Scott Karp empfiehlt John Batelles Buch &#8220;The Search&#8221; noch einmal zur eindringlichen Lektüre und arbeitet in diesem Beitrag einen zentralen Meilenstein in der Entwicklung von Googles Werbeprogramm AdWords heraus: 2002 hat Google sein Programm zum einen in Anlehnung an Overture von einem klassischen TKM-Modell zu einem Pay-per-Click-Modell umgestellt. Damit entstand ein Auktionsmodell, in dem die [...]]]></description>
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<p>Scott Karp empfiehlt <a href="http://battellemedia.com/">John Batelles</a> Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/dp/1591841410">The Search</a>&#8221; noch einmal zur eindringlichen Lektüre und arbeitet <a href="http://publishing2.com/2008/05/27/google-adwords-a-brief-history-of-online-advertising-innovation/">in diesem Beitrag</a> einen zentralen Meilenstein in der Entwicklung von Googles Werbeprogramm AdWords heraus: 2002 hat Google sein Programm zum einen in Anlehnung an Overture von einem klassischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tausend-Kontakt-Preis">TKM-Modell</a> zu einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pay_per_Click">Pay-per-Click-Modell</a> umgestellt.</p>
<p>Damit entstand ein Auktionsmodell, in dem die Werbetreibenden in einer Auktion um Werbeplätze bieten konnten. Damit gilt also zunächst: Wer am meisten Geld für die Klicks bietet, bekommt die größte Reichweite. Aber: Reichweite allein genügt nicht, wenn sie nicht relevant ist!</p>
<p>Denn in diesen Auktionen kann sich jeder, vorausgesetzt die finanziellen Mittel sind da, an die Spitze bieten und damit das größte Publikum erreichen. Aber wenn diese Werbung niemanden interessiert, wird sie auch nicht geklickt. Das Ergebnis: Die Anzeige wird zwar sehr oft gezeigt, der Anzeigenkunde muss jedoch für diese Reichweite nicht zahlen. Ein schlechtes Geschäftsmodell.</p>
<p>Google ist dieser Problematik jedoch aus dem Weg gegangen, in dem eine weitere Metrik in die Berechnungen mit einbezogen wurde: die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Click-Through-Rate">Click-through-Rate</a>, also das Verhältnis der tatsächlich angeklickten zur insgesamt angezeigten Werbung. Die CTR geht eher in Richtung Relevanzmaß, da dieses Maß anzeigt, wie relevant die Werbung für die Nutzer wirklich ist &#8211; was sich dann zum Beispiel in den Adklicks zeigt.</p>
<p>In diesem Fall wurde also ein Reichweitenmodell erst dann richtig erfolgreich, als es mit einem Relevanzmaß verknüpft wurde. Die Reichweite allein hätte nicht funktioniert.</p>
<p>Ich glaube, dass sich eine ähnliche Entwicklung auch anderswo, zum Beispiel im Bereich <a href="http://ag-sm.de">Social Media</a>, abspielen könnte. Auch hier wird momentan noch sehr stark mit Reichweitenmaßen gearbeitet. Die Frage, wie relevant diese Reichweiten überhaupt sind, hört man dagegen noch viel zu selten.</p>
<p>Ein schönes Beispiel <a href="http://www.socialtimes.com/2008/05/according-to-standard-metrics-social-media-just-isn%e2%80%99t-worth-it/#">bringt</a> Anthony LaFauce:</p>
<blockquote><p>
Living in DC everyone wants to get into the Washington Post. The Post has an amazing reach and finds its way into the homes of people all around the country. Is that good? Sure every client I have ever had wanted to get in the Post but it wasn’t always in their best interest.</p>
<p>So what if the Post reaches half a million people a day, are they the right people? This is where social media can really shine even with a smaller metric.
</p></blockquote>
<p>Momentan fehlen allerdings die geeigneten Indikatoren, um diesen &#8220;Glanz&#8221; der sozialen Medien entsprechend vermitteln zu können.</p>
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		<title>Internetwerbung legt weiter zu</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 13:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Branchenverband Interactive Advertising Bureau hat zusammen mit PricewaterhouseCoopers die aktuellen Zahlen für die Entwicklung der Internetwerbung in den USA vorgestellt (hier geht&#8217;s zum kompletten Bericht). Insgesamt hat dieser Bereich zwischen 2006 und 2007 ein beeindruckendes Wachstum von 17 Mrd. auf 21 Mrd. USD gezeigt. Damit kann die Internetwerbung erneut auf ein Rekordjahr zurückblicken. IAB-LeiterRandall [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/iablogo.jpg" alt="" title="iablogo" width="116" height="37" class="left" align="left" />Der Branchenverband <a href="http://www.iab.net">Interactive Advertising Bureau</a> hat zusammen mit <a href="http://www.pwc.com/">PricewaterhouseCoopers</a> die aktuellen Zahlen für die Entwicklung der Internetwerbung in den USA <a href="http://www.iab.net/about_the_iab/recent_press_releases/press_release_archive/press_release/299609?o12499=">vorgestellt</a> (<a href="http://www.iab.net/media/file/IAB_PwC_2007_full_year.pdf">hier</a> geht&#8217;s zum kompletten Bericht). Insgesamt hat dieser Bereich zwischen 2006 und 2007 ein beeindruckendes Wachstum von 17 Mrd. auf 21 Mrd. USD gezeigt. Damit kann die Internetwerbung erneut auf ein Rekordjahr zurückblicken. IAB-Leiter<a href="http://www.randallrothenberg.com/">Randall Rothenberg</a> kommentierte die Entwicklung wie folgt:</p>
<blockquote><p>
Explosive innovation in the industry is providing marketers with new and unique ways to reach consumers—it&#8217;s a very exciting time.
</p></blockquote>
<p>Die Einnahmen durch Onlinewerbung liegen zwar noch deutlich hinter der Fernsehwerbung (31 Mrd. USD) und der Zeitungswerbung (49 Mrd. USD), hat aber mittlerweile Radio (21 Mrd. USD) und Kabelfernsehen (20 Mrd. USD) hinter sich gelassen.</p>
<p>Deutlich expandiert konnten der Bereich <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rich_Media">rich media</a></em>. Wurden 2006 erst 7 Prozent der Werbeeinnahmen im Internet über Videos, Animationen und Audioclips erzielt, waren es 2007 bereits 10 Prozent. Auch die Werbung über Suchmaschinen, die 2006 bereits den größten Umsatz erzielte, konnte von 40 auf 41 Prozent leicht zulegen. Zum Thema Blogs und Social Media findet man in dem Bericht allerdings nichts. In absoluten Zahlen dürfte es sich um eine kleine Nische handeln, aber die Entwicklung wäre interessant zu beobachten.</p>
<p>Unter den Pricing-Modellen lässt sich ein leichter Trend in Richtung Leistungsorientierung feststellen: 51 Prozent der Einnahmen werden mittlerweile auf diese Weise erzielt (2006: 47 Prozent) und nur noch 45 Prozent über CPM- oder Abrufmodelle (2006: 48 Prozent). Allmählich scheint sich in der Industrie also herumzusprechen, dass Leistungsmodelle den großen Vorteil haben, eine unmittelbare Aussage über den Erfolg einer Werbemaßnahme zu treffen und relativ robust gegenüber künstlich generierten Trafficströmen sind. Zudem sind das die Modelle, die einer entwickelten digitalen Konsumgesellschaft momentan am besten entsprechen. (via <a href="http://mediabullseye.com/mb/2008/05/online-ad-revenue-soars-past-r.html">Media Bullseye</a>)</p>
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		<title>Die Datenbank der Wünsche, Folksonomies und Trampelpfade</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/25/datenbank-der-wuensche/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 13:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Der Wildbach] wühlt sich sein Bette selbst und bricht sich Bahn, nicht des gemessnen Pfades achtet er.Schiller Clay Shirkys aktuelles Buch &#8220;Here Comes Everybody: The Power of Organizing Without Organizations&#8221; ist nicht nur ein gut lesbarer Einstieg in die Organisationsforschung &#8211; oder besser: Un-Organisationsforschung -, sondern macht insbesondere einen Punkt immer wieder deutlich: Das neue [...]]]></description>
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<p><a href='http://www.flickr.com/photos/loopzilla/2318389390/in/pool-desire_paths'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/2318389390_899444d876.jpg" alt="" title="2318389390_899444d876" width="500" height="375" class="center" /></a></p>
<div align="right">[Der Wildbach] wühlt sich sein Bette selbst und bricht sich Bahn,<br />
nicht des gemessnen Pfades achtet er.<br /><em>Schiller</em></div>
<p><a href="http://www.shirky.com/">Clay Shirkys</a> aktuelles Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1594201536/wwweigenarbeo-21/">Here Comes Everybody: The Power of Organizing Without Organizations</a>&#8221; ist nicht nur ein gut lesbarer Einstieg in die Organisationsforschung &#8211; oder besser: Un-Organisationsforschung -, sondern macht insbesondere einen Punkt immer wieder deutlich: Das neue Netz (oder Web 2.0) stellt technische Hilfsmittel bereit, mit denen neue Formen des kollektiven Handelns möglich werden, die weder durch spontane Zusammenschlüsse von Personen möglich waren (zu großer Maßstab bzw. zu hoher Koordinierungsaufwand) noch durch Organisationen bereitgestellt werden konnten (zu hohe Overheadkosten).</p>
<p>Anschauliche Beispiele sind die Wikipedia als größte Enzyklopädie in der Geschichte der Menschheit, aber auch die &#8220;<a href="http://www.readers-edition.de/2006/08/22/john-battelle-die-suche/">Datenbank der</a> <a href="http://battellemedia.com/archives/000063.php">Wünsche</a>&#8221; (<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3938350113/wwweigenarbeo-21/">Battelle</a>), die mit jeder Google-Suchanfrage erweitert und aktualisiert wird &#8211; im Übrigen: <strong>Ist es nicht langsam es an der Zeit, dass wir einen API-Zugang zu diesem neuen Weltwissen bekommen?</strong> Auch die <a href="http://electronicmuseum.org.uk/2008/04/17/are-synapses-intelligent/">visuell-semantischen Bedeutungsnetzwerke</a>, die durch das Vergeben von Flickr-Tags entstehen, sind eine ähnliche Leistung. Welches Unternehmen könnte in jeder Minute 2.000 mit Tags versehen?</p>
<p>Etwas anders gelagert ist das Phänomen, das hinter <a href="http://www.flickr.com/groups/desire_paths/pool/">diesen Fotos</a> steckt. Abgebildet sind sogenannte &#8220;Wunschpfade&#8221;, also Wege, die von Planern nicht vorgesehen waren, sich aber durch das ständige Begehen allmählich in die Landschaft einschreiben. Auch hier sind es weder Organisationen noch irgendwelche Gruppen, die diese rebellischen Trampelpfade schaffen, sondern das Ergebnis ist auch hier eine kumulierte Nebenfolge des individuellen Handelns. Nur: mit moderner Technologie hat das nicht viel zu tun und auch die hohen Organisationskosten waren hier nicht die Ursache dafür, die Pfade nicht von Anfang an einzuplanen.</p>
<p>Dennoch halte ich diese Bilder für ein <strong>anschauliches visuell-räumliches Pendant zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Folksonomy">Folksonomies</a></strong>, also den emergenten Wissensordnungen die sich aus der individuellen Vergabe von Schlagwörten (Tags) entwickeln. (<a href="http://architectures.danlockton.co.uk/2008/04/25/links-for-2008-04-25/">via</a>)</p>
<p><small>(Abbildung: &#8220;<a href="http://www.flickr.com/photos/loopzilla/2318389390/in/pool-desire_paths">Three Mills Green</a>&#8221; von LoopZilla, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC-Lizenz</a>)</small></p>
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		<title>Wie politisch ist die Blogosphäre?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/28/wie-politisch-ist-die-blogosphaere/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 13:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SPD und Union dominieren den Diskurs der politischen Blogosphäre. Bei den Jugendorganisationen ist das Bild ausgewogener. Vor kurzem konnte man auf Heise Online ein Interview mit Jan Schmidt zum Thema Parteien im Netz lesen. Darin stellt er fest, dass sich das Onlineengagement der deutschen Parteien im Gegensatz zu den USA noch in einer Experimentierphase befindet. [...]]]></description>
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<p><b>SPD und Union dominieren den Diskurs der politischen Blogosphäre. Bei den Jugendorganisationen ist das Bild ausgewogener.</b></p>
<p>Vor kurzem konnte man auf Heise Online ein <a href="http://www.heise.de/newsticker/Deutsche-Parteien-experimentieren-im-Netz--/meldung/105544/from/rss09">Interview mit Jan Schmidt</a> zum Thema Parteien im Netz lesen. Darin stellt er fest, dass sich das Onlineengagement der deutschen Parteien im Gegensatz zu den USA noch in einer Experimentierphase befindet. Die politische Meinungsbildung bleibe demnach weiterhin stark printzentriert:</p>
<blockquote><p>Die überregionale Printpresse bleibt trotz aller Probleme stark. Vielleicht ist das Bedürfnis nach Alternativ-Öffentlichkeiten deshalb niedriger als anderswo.</p></blockquote>
<p>Schon vor längerem habe ich mich gefragt: Wie politisch ist die Blogosphäre? Entsprechen die politischen Einstellungen von Bloggern dem Bevölkerungsdurchschnitt? Oder tendiert die digitale Avantgarde zu liberalen, techno-utopistischen politischen Ideen? Spielen politische Parteien in der Blogosphäre überhaupt eine Rolle oder sind es andere, vernetzte Initiativen und Kampagnen, die hier relevant sind? Beispiele dafür wären zum Beispiel <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/">abgeordnetenwatch.de</a>, der <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a> oder <a href="http://www.trupoli.com/de/">trupoli</a>.</p>
<p>Zumindest die Frage nach den politischen Parteien lässt sich mit Hilfe <a href="http://metaroll.de/rw.php?type=pol2&#038;show=7d">meines Blogbuzz-Tools</a> beantworten, das zählt, wie oft die einzelnen Parteien in der Blogosphäre an einem bestimmten Zeitpunkt erwähnt werden. Damit ist natürlich noch nichts über die Bewertung der Parteien gesagt – ob es um Lob oder Kritik geht, lässt sich an diesen Zahlen nicht feststellen. Aber man kann erkennen, wie sich die Aufmerksamkeit auf die einzelnen Parteien verteilt, was in der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie eine wichtige Währung darstellt.</p>
<p>Die folgende Grafik fasst alle Parteierwähnungen des letzten Monats (Februar 2008) zusammen:</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&#038;chd=t:34.5,47.4,2.2,15.1,0.9&#038;chl=CDU/CSU%2034.5%|SPD%2047.4%|Die+Gruenen%202.2%|FDP%2015.1%|Die+Linke%200.9%&#038;chs=500x200&#038;chco=333333,fe0000,669900,ffcc33,cb3398" class='center' align='center' /></p>
<p>Man erkennt hier verglichen mit der Forsa-Sonntagsfrage vom 27. Februar nahezu identische Werte für die Unionsparteien (36 Prozent Forsa vs. 35 Prozent Blogs), aber das war es auch schon an ähnlichkeiten. Die SPD ist die Partei, die im Februar am häufigsten in der Blogosphäre genannt wird – fast jeder zweite Blogeintrag, in dem eine Partei vorkommt, nennt die Sozialdemokraten. Auch die FDP schneidet mit 15 Prozent sehr stark ab, während die Grünen und die Linke hier nur ein minimales Maß an Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Die großen Volksparteien bestimmen also ganz klar die Aufmerksamkeitsökonomie der Blogosphäre, auch wenn sie in den Wahlen immer seltener die Massenbasis erreichen können. Die politische Blogosphäre ist also keineswegs ein Fünfparteiensystem.</p>
<p>In der Längsschnittbetrachtung kann man einzelne blogmediale Ereignisse finden, die zu einer Aufmerksamkeitsspitze für einzelne Parteien führen. In dieser Grafik, die die Werte für den letzten Monat darstellen, kann man am 25. deutlich eine Spitze für die CDU und die Grünen finden, die sich mit den <a href="http://julia-seeliger.de/oswald-metzger-mal-nicht-ignorieren/">Parteiwechsel von Metzger</a> in Verbindung lässt. Zudem erkennt man einen ebensolchen <em>peak</em> für die CSU am 3. und 4. März – hier hat in der Blogosphäre die Aufbereitung der bayerischen Kommunalwahlen stattgefunden:</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=lc&#038;chd=t:96.98,96.48,97.49,61.31,66.33,77.89,94.47,62.81,75.38,88.94,60.3,51.76,76.38,72.36,69.35,73.37,54.27,43.72,41.71,65.83,44.72,57.29,39.7,35.18,21.11,23.12,32.16,90.45,47.74,41.21|44.22,36.18,31.16,23.62,75.38,88.44,65.33,34.17,33.17,28.64,22.11,19.6,23.62,24.62,31.16,30.65,23.62,16.08,31.16,27.64,23.12,25.63,15.08,10.05,7.54,16.08,26.13,27.14,20.1,22.61|99.5,97.99,98.99,99.5,99.5,96.98,99.5,98.49,98.99,97.99,97.49,99.5,99.5,98.49,97.99,96.98,100,55.78,65.83,90.45,63.82,80.9,53.27,37.69,29.15,17.09,20.1,36.18,47.24,73.87|56.78,52.26,50.25,30.15,32.66,53.27,53.27,40.7,38.69,51.76,30.65,42.21,41.21,37.19,30.15,24.12,19.1,17.09,17.09,22.61,18.59,16.08,12.06,16.08,13.57,6.03,6.53,28.64,18.09,14.57|82.91,72.86,56.28,34.17,40.7,52.76,73.87,42.21,42.21,51.76,37.69,31.66,42.71,42.21,40.7,36.68,40.2,24.62,21.11,32.16,17.59,27.64,29.15,18.09,10.05,4.52,10.05,15.08,27.14,20.1|29.65,21.61,17.09,24.62,14.07,16.58,26.63,13.57,16.58,21.11,13.57,14.57,18.59,17.09,13.57,16.08,13.57,5.53,5.03,9.05,6.53,4.02,3.02,4.02,3.02,1.01,1.01,2.01,1.51,2.51&#038;chxt=x,y&#038;chdl=CDU|CSU|SPD|Die+Gruenen|FDP|Die+Linke&#038;chs=500x300&#038;chco=333333,0089cf,fe0000,669900,ffcc33,cb3398&#038;chxl=1:|0|199|0:|27.2.2008||||2.3.2008||||6.3.2008||||10.3.2008||||14.3.2008||||18.3.2008||||22.3.2008||||26.3.2008|" class='center' align='center' /></p>
<p>Bei den politischen Jugendorganisationen ist das Bild schon etwas ausgeglichener. Hier schneiden insbesondere die <a href="http://www.gruene-jugend.de/">Grüne Jugend</a> und die <a href="http://www.solid-web.de/">Linksjugend ['solid]</a> im selben Zeitraum deutlich besser ab als entsprechenden Parteien, denen sie nahestehen. Auch die <a href="http://www.julis.de/">Jungen Liberalen</a> sind etwas stärker vertreten. Dennoch sind auch hier die <a href="http://jusos.de/">Jusos</a> mit Abstand am stärksten. Über 40 Prozent der Nennungen von politischen Jugendorganisationen entfallen auf die Jungsozialisten, während die <a href="http://junge-union.de/content/start/">Junge Union</a> nur in gut einem Fünftel der Beiträge genannt wird.</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&#038;chd=t:21.9,41.1,12.3,18.9,5.8&#038;chl=Junge+Union%2021.9%|Jusos%2041.1%|Gruene+Jugend%2012.3%|Junge+Liberale%2018.9%|Linksjugend%205.8%&#038;chs=500x200&#038;chco=333333,fe0000,669900,ffcc33,cb3398" class="center" align="center" /></p>
<p>Insgesamt waren es 365 Nennungen in dem untersuchten Zeitraum, wobei Beiträge, in denen zwei Jugendorganisationen erwähnt werden, auch doppelt gezählt wurden. Dagegen findet man bei der Suche nach den politischen Parteien für den Februar 26.149 Nennungen. Auch wenn die Blogosphärenbevölkerung jünger ist als der Bevölkerungsdurchschnitt, liegt der Fokus eindeutig auf den Parteien, während die Jugendorganisationen nur eine marginale Rolle spielen. In dieser Hinsicht besteht also noch Nachholbedarf. Gerade wenn zutrifft, was Jan Schmidt im Heise-Interview feststellt, nämlich &#8220;dass vor allem junge, höher gebildete und internetaffine Menschen für Online-Wahlkämpfe zugänglicher sind&#8221; könnten die Jugendorganisationen noch viel präsenter in den Blogosphärenkonversationen sein.</p>
<p>Auf der re:publica werde ich übrigens zum Thema <a href="http://re-publica.de/08/2008/03/25/advocacy-20-digitaler-aktivismus/">digitaler politischer Aktivismus</a> zusammen mit Marc Scheloske (Wissenswerkstatt, die heute ihren <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/herzblut-statt-kalkuel-die-wissenswerkstatt-feiert-geburtstag-werkstattnotiz-lxxiv/">ersten Geburtstag feiert</a>) noch ein paar Thesen präsentieren, die sich auf die Ergebnisse der <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/26/hat-die-blogosphaere-burma-schon-wieder-vergessen/">Burma-Studie</a> (siehe auch <a href="http://blog.metaroll.de/2007/10/01/mobilisierungsmuster-in-der-blogosphaere/">hier</a>) stützen, die wir letzten Herbst durchgeführt hatte.</p>
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		<item>
		<title>Unterwegs ins Semantische Netz oder: Was sind XFN, FOAF und SPARQL?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/18/unterwegs-ins-semantische-netz-oder-was-sind-xfn-foaf-und-sparql/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 10:58:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen zitterten Blogosphäre und Web2.0 vor Aufregung: Yahoo, so hieß es, würde große Nachrichten bekanntgeben, die das Netz zu einem besseren Ort machen würde. Also konnte es schon einmal nicht um die Übernahme durch AOL gehen. Tatsächlich gab Yahoo am Freitag bekannt, dass das Unternehmen sich von nun an als Evangelist des Semantic [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/sw-horz-w3c.png' alt='sw-horz-w3c.png' class='left' align='left' />Vor wenigen Tagen zitterten Blogosphäre und Web2.0 vor Aufregung: Yahoo, so hieß es, würde große Nachrichten bekanntgeben, die das Netz zu einem besseren Ort machen würde. Also konnte es schon einmal nicht um die Übernahme durch AOL gehen. Tatsächlich gab Yahoo am Freitag <a href="http://www.techcrunch.com/2008/03/13/yahoo-embraces-the-semantic-web-expect-the-web-to-organize-itself-in-a-hurry/">bekannt</a>, dass das Unternehmen sich von nun an als Evangelist des Semantic Web <a href="http://notizblog.org/2008/03/13/yahoo-plant-semantic-search/">betrachten will</a>.</p>
<p><strong>Worum geht es im Semantic Web?</strong> Die grundlegende Idee ist schnell erzählt: Die Informationen, die wir auf unseren Homepages, in unseren Blogs und Social Networks hinterlegen, sollen maschinenlesbar werden. Die nur für Menschen entzifferbare Aussage &#8220;X ist ein Kollege von mir&#8221; soll nun zusätzlich mit Hilfe von Mikroformaten wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/XHTML_Friends_Network">XFN</a> (kurz für &#8220;XHTML Friends Network&#8221;) oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FOAF">FOAF</a> (Akronym für &#8220;Friend of a Friend&#8221;) derart ausgezeichnet werden, dass ein entsprechender Parser sie verstehen kann. Das kann dann zum Beispiel so aussehen (&#8220;friend met&#8221; verweist hier auf eine befreundete Person, die der Verlinkende schon im wirklichen Leben getroffen hat):</p>
<p><code><br />
&lt;a href="http://www.wissenswerkstatt.net/" rel="friend met"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/" rel="friend met">Marcs Wissenswerkstatt</a>&lt;/a><br />
</code></p>
<p>Davon erhofft man sich einen besseren Zugriff auf die im Web 2.0 gespeicherten Informationen. So könnte man zum Beispiel mit Personensuchmaschinen auf diese Weise nicht nur erfahren, auf welchen Internetseiten der Name einer Person auftaucht, sondern zudem auch Dinge wie: die eigene Homepage der Person, die Seiten seiner Freunde und Arbeitskollegen, seine Profile bei Facebook, Twitter, Xing usw. Es geht also um die Übertragung der realen Beziehungsnetzwerke (&#8220;everyone&#8217;s connected&#8221;) in die digitale Sphäre (&#8220;social graph&#8221;). Das Internet wird dadurch sehr viel enger und aussagekräftiger <a href="http://linkeddata.org/">verlinkt</a> als bisher:</p>
<blockquote><p>
Linked Data is about using the Web to connect related data that wasn&#8217;t previously linked, or using the Web to lower the barriers to linking data currently linked using other methods.
</p></blockquote>
<p>So praktisch das sein mag, wenn es darum geht, seine Freunde und Bekannte im Netz ausfindig zu machen – ganz abgesehen davon, dass ein derart ausgezeichnetes Netz die wildesten Träume vieler Netzwerkanalytiker übertreffen würde –, so problematisch ist diese Entwicklung, was die <strong>Missbrauchmöglichkeiten</strong> betrifft.</p>
<p>Was geschieht, wenn meine Seite (und damit meine virtuelle Identität) mit einer Person aus organisiert-kriminellem oder terroristischem Umfeld per Mikroformat verknüpft werden? Die Stärke eines dezentralen Systems (es gibt keinen &#8220;Datenbankadministrator, der Gott spielen kann&#8221;) werden hier zur Schwäche. Denn: Wer garantiert, dass die Verbindungen zu meiner Person, die auf anderen Webseiten formuliert werden, auch tatsächlich zutreffen? Denn die meisten dieser Formate sind, anders als LinkedIn-, Xing- oder Facebook-Freundschaften, nicht nur dezentral, sondern auch unidirektional, d.h. sie müssen nicht bestätigt werden.</p>
<p>Verschärft wird dieses Problem noch durch die <strong>Permanenz des Internet</strong>: wenn einmal an einer Stelle eine Beziehungsaussage über mich getroffen wurde, kann diese möglicherweise nicht mehr gelöscht werden, da sie über Archive aufgefunden werden kann (so scheint das <a href="http://code.google.com/apis/socialgraph/">Google Social Graph API</a>, kurz: SGAPI, Beziehungsdaten zu cachen) oder bereits in zahlreiche FOAF-Datensätze auf anderen Seiten integriert wurde. Denn eine sinnvolle Möglichkeit, Beziehungsclaims zu zitieren (&#8220;Ich sage, dass Markus gesagt hat, Anne ist mit Peter befreundet&#8221;) gibt es meines Wissens noch nicht.</p>
<p>Das hat zur Folge, darauf hat danbri in seinem <a href="http://www.slideshare.net/danbri/whatever-i-can-get?src=embed">Vortrag</a> &#8220;<a href="http://danbri.org/words/2008/03/04/288">Social Network Portability</a>&#8221; am 1. März in <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/86">Cork</a> hingewiesen, dass derartige Aussagen nicht als Tatsachenaussagen betrachtet werden dürfen, sondern nur als Behauptungen (&#8220;Claims&#8221;). Ein Semantic Web-Parser muss also in Betracht ziehen, <strong>welche Person hinter einer FOAF-Aussage steckt</strong>.</p>
<p>Einen möglichen Ausweg stellen Systeme wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SPARQL">SPARQL</a> (kurz für &#8220;SPARQL Protocol and RDF Query Language&#8221;) da, die nicht nur die Aussagen aus dem semantischen Netz ziehen, sondern sich darüber hinaus auch dafür interessieren, an welcher Stelle und von welchem Akteur die Aussagen gemacht wurden. Hier geht es also nicht nur um die Frage: &#8220;Wer ist mit Peter befreundet?&#8221; sondern um &#8220;Wer sagt, dass Anne mit Peter befreundet ist?&#8221;</p>
<p>Momentan laufen <a href="http://wiki.foaf-project.org/SparqlPress">erste Versuche</a>, WordPress SPARQL-freundlich zu machen (&#8220;SparqlPress&#8221;). Damit werden zwei Ziele verfolgt: zum einen über einzelne Blogs Daten bereitzustellen, die mit SPARQL abgerufen werden können. Dadurch kann dann zum anderen das eigene Blog in eine automatisch aktualisierte Kontaktdatenbank verwandelt werden. Auf Grundlage der eigenen Kontaktliste können dann Aktivitätsströme erstellt werden, ähnlich zu den Facebook- und Xing-Statusmeldungen oder zu neuen <a href="http://www.zweinull.cc/das-twitter-phanomen-wird-zum-friendfeed-phanomen/">Lifestream-Diensten</a> wie <a href="http://friendfeed.com/">Friendfeed</a>. Mit dem <a href="http://www.jibbering.com/foaf/">FOAFnaut</a> gibt es auch schon ein graphisches Interface, um das eigene FOAF-Kontaktnetzwerk zu visualisieren.</p>
<p>Wahrscheinlich lassen sich die Veränderungen, die sich durch die allmähliche Etablierung des Semantischen Netzes für das digitale Identitäts- und Beziehungsmanagement ergeben werden, überhaupt noch nicht in ihrer ganzen Tragweite erkennen. Zwei Punkte scheinen mir jedoch absehbar:</p>
<ul>
<li>Klar ist, dass die in diesem Ausmaß noch nie da gewesene Archivierung und öffentliche Zugänglichkeit von Beziehungsdaten das <strong><a href="http://www.trendbuero.de/index.php?f_categoryId=155&#038;f_articleId=2698">digitale Identitäts- und Beziehungsmanagement</a></strong> zu einer sehr viel komplexeren Aufgabe machen wird. Das Prinzip &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity">security through obscurity</a>&#8221; wird es für diesen Bereich nur noch rudimentär geben: meine sozialen Beziehungen sind nicht mehr Teil der Privatsphäre, sondern öffentlich einsehbar.
<li>Das professionelle <strong><a href="http://blog.myonid.de/">Reputationsmanagement</a></strong> wird ein sehr wichtiges Geschäftsfeld werden, da für den Normalbürger die Kanäle gar nicht mehr absehbar sind, über die Informationen über die eigene Person verbreitet werden. Früher konnte man sich schon denken, wer ein Gerücht in die Welt gesetzt hat, heute sind es anonyme Maschinen, die Informationen aus unterschiedlichen Quellen kombinieren und als Ergebnis dann z.B. ein mit Ortskoordinaten versehenes Bild der eigenen Familie ausspucken.
<li>Zugleich wird sich dadurch auch das <strong>Wesen der Suchmaschinen</strong> verändern, die nicht mehr allein zum Abrufen von Textinhalten genutzt werden können, sondern auch zum Abfragen von Beziehungsdaten.
</ul>
<p>Frei nach Kisch könnte man also schlussfolgern: Mit den Möglichkeiten des Semantischen Netz wird das Leben schöner, aber unsicherer.</p>
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		<title>Reputationsmanagement und &#8220;Google&#8217;s unforgiving memory&#8221; &#8211; Soloves Buch &#8220;The Future of Reputation&#8221; als eBook downloadbar</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 22:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ehrwürdige Yale University Press (vor 100 Jahren gegründet) macht es vor: Das aktuelle Buch von Daniel Solove (Unihomepage, Blog), das sich mit dem Problem des digitalen Reputationsmanagements befasst, wurde unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlich und lässt sich kapitelweise als PDF-Dokumente herunterladen. Nachdem Solove in dem Vorgänger &#8220;The Digital Person&#8221; die Datensammelwut der Unternehmen und [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/reputation.png' alt='reputation.png' class='left' align='left' />Die ehrwürdige <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yale_University_Press">Yale University Press</a> (vor 100 Jahren gegründet) macht es vor: Das aktuelle Buch von Daniel Solove (<a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/">Unihomepage</a>, <a href="http://www.concurringopinions.com/">Blog</a>), das sich mit dem Problem des digitalen Reputationsmanagements befasst, wurde unter einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">Creative Commons-Lizenz</a> veröffentlich und lässt sich <a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/Future-of-Reputation/text.htm">kapitelweise als PDF-Dokumente herunterladen</a>.</p>
<p>Nachdem Solove in dem Vorgänger &#8220;<a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/Solove-Digital-Person.htm">The Digital Person</a>&#8221; die Datensammelwut der Unternehmen und des Staats unter die Lupe genommen hat, geht es in &#8220;<a href="http://docs.law.gwu.edu/facweb/dsolove/Future-of-Reputation/text.htm">The Future of Reputation</a>&#8221; jetzt um die Informationen, die wir &#8211; die Internetnutzer &#8211; freiwillig über uns verbreiten. Zum Problem wird das Ganze dann, wenn man Informationen über sich selbst veröffentlicht hat, die man später bereut (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Star_Wars_kid">Star Wars-Kid</a> oder gerade eben erst <a href="http://videos.leparisien.fr/video/iLyROoaftL1D.html">Nicolas Sarkozy</a>). Oder noch schlimmer: Wenn andere Personen reputationsschädigende Informationen über einen selbst verbreiten, die dann kaum mehr kontrolliert werden können (also digitale Rufmorde oder Hexenjagden wie in dem Fall des koreanischen &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dog_poop_girl">dog-poop girl</a>&#8220;, den Solove zitiert, oder z.B. die BILD-Leserreporter). Doch gleichzeitig gilt es auch das grundlegende Recht auf freie Meinungsäußerung zu bewahren. Das ist das Spannungsfeld, mit dem sich Solove in dem Buch auseinandersetzt:</p>
<blockquote><p>
This is a book about how the free flow of information on the Internet can make us less free.
</p></blockquote>
<p>Es geht also um das Problem der Freiheit im Internet. Auf der einen Seite die ganzen positiven Effekte, die zum Beispiel mit dem Bloggen verbunden sind, wie zum Beispiel die Unabhängigkeit von Redakteuren und Zeilenlimits:</p>
<blockquote><p>
Blogging brings instant gratification. I can quickly work up my thoughts into a post and publish them to the website for the world to read. People then post comments, and I can have a discussion with them. Blogging has allowed me to explore many an idea that might have languished in a forgotten corner of my mind.
</p></blockquote>
<p>Auf der anderen Seite gelangen über Blogs auch Informationen in die mittlerweile globalisierte und <a href="http://www.marktschreyer.de/online-marketing/allwissendes-internet-bedrohung-oder-chance-fur-ihr-marketing/">unvergängliche</a> &#8211; Google ist ein &#8220;<a href="http://www.docuverse.com/blog/donpark/2005/06/08/korean-netizens-attack-dog-shit-girl#comment_6283">grausamer Historiker</a>&#8221; &#8211; Internetöffentlichkeit, die die persönliche Freiheit des Bloggers oder anderer Personen einschränken können. Schnell wird dabei deutlich, dass man im Fall der &#8220;Generation Google&#8221; mit den herkömmlichen Unterscheidungen wie etwa zwischen einer (i.d.R. häuslichen) Privatsphäre und einer öffentlichen Sphäre nicht mehr so richtig weiter kommt. Sind Blogs öffentliche oder private Meinungsäußerungen? Agora oder Tagebuch?</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/2227505888_4bd1090c41_m.jpg' alt='2227505888_4bd1090c41_m.jpg' class='right' align='right' />Dazu kommt, dass die Viralität des Internets (endlich einmal kann ich dem Titel dieses Blogs gerecht werden) die für die moderne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funktionale_Differenzierung">funktional-differenzierte Gesellschaft</a> grundlegende Unterteilung in verschiedene mehr oder weniger isolierte Sphären hinfällig machen kann. Funktionale Differenzierung (&#8220;Teilinklusion&#8221;) garantiert, dass das, was ich mit meinen Arbeitskollegen, mit meinem Weinhändler und mit meinen Kindern bespreche, nicht ineinander fließt, sondern mir erlaubt, verschiedene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Rolle">Rollen</a> einzunehmen: wissenschaftlicher Mitarbeiter, Kunde und Vater. Mit MySpace, Facebook und Weblogs gibt es immer mehr Lecks in diesem Differenzierungsgebäude, die mittlerweile das <a href="http://www.dieschnipseljagd.de/?p=128">neue</a> <a href="http://www.ethority.de/weblog/index.php/archives/2008/reputation-defender-us-dienst-fur-monitoring-und-reputation-management-startet-jetzt-in-deutschland/">Geschäftsfeld</a> des <a href="http://blog.myonid.de/index.php/2008/02/27/warum-reputationsmanagement-mehr-ist-als-das-suchen-nach-personendaten/">Reputationsmanagements</a> ins Leben gerufen haben:</p>
<blockquote><p>
Everybody’s googling. People google friends, dates, potential employees, long-lost relatives, and anybody else who happens to arouse their curiosity.
</p></blockquote>
<p>Mittlerweile gibt es sogar bereits spezialisierte <a href="http://blog.suxess24.com/2008/02/23/personensuchmaschinen-das-web-vergisst-nichts/">Personensuchmaschinen</a> wie <a href="http://blog.yasni.de/?page_id=76">yasni</a>.</p>
<p>Der erste Teil des Buches versucht sich in einer Bestandaufnahme der digitalen Reputation von den neuen Techniken der Informationsverbreitung über den Wandel von Klatsch im digitalen Zeitalter bis hin zu Praktiken des <em>naming and shaming</em>. Der zweite Teil zieht dann rechtliche Schlussfolgerungen daraus und bearbeitet das Spannungsfeld zwischen freier Meinungsäußerung und Rufschädigung anderer, formuliert einen angemessenen Begriff der Privatsphäre und wirft einen Blick auf die rechtlichen Regulierungsmöglichkeiten.</p>
<p>Ich habe bis jetzt nur das erste Kapitel ganz gelesen und in den Rest nur kurz hineingesehen, möchte aber auf jeden Fall schon einmal eine Leseempfehlung aussprechen. Und dann am besten das Buch auch noch in der Papierversion <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0300124988">kaufen</a>, damit sich das CC-Experiment für den Yale-Verlag lohnt. (<a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2008/02/23/the_future_of_r.html">via</a>)</p>
<p><small>(Abbildung <a href="http://flickr.com/photos/souravdas/2227505888/">&#8220;Spanish Wine Shop 1873&#8243;</a> von souravdas)</small></p>
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		<title>Schöne neue Suchwelt: Googles Schnittstellenexperimente</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 00:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google-Suchergebnisse lassen sich seid kurzem nicht mehr nur als schnöde Liste mit kurzen Ausschnitten darstellen (&#8220;list view&#8221;), sondern auch chronologisch (&#8220;timeline view&#8221;), räumlich (&#8220;map view&#8221;) oder als Ansicht, in der Orte, Zeitpunkte, Maße oder Bilder hervorgehoben werden. So kann man zum Beispiel die Treffer eines Suchbegriffs dahingehend einschränken, dass sie zwischen 100m und 1km liegen [...]]]></description>
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<p>Google-Suchergebnisse lassen sich seid kurzem <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/103837">nicht mehr nur als schnöde Liste mit kurzen Ausschnitten darstellen</a> (&#8220;list view&#8221;), sondern auch chronologisch (&#8220;timeline view&#8221;), räumlich (&#8220;map view&#8221;) oder als Ansicht, in der Orte, Zeitpunkte, Maße oder Bilder hervorgehoben werden. So kann man zum Beispiel die Treffer eines Suchbegriffs dahingehend einschränken, dass sie zwischen 100m und 1km liegen sollen &#8211; wofür auch immer das nützlich sein soll. Oder man erhält eine Zeitleiste, auf der alle in den Texten vorkommende Jahreszahlen markiert sind (hier frage ich mich dann schon, wie 2000 als Jahreszahl von 2000 als einfache quantitative Angabe unterschieden wird).</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/google2.png' alt='google2.png' class='center' /></p>
<p>Deutlich intuitiver ist natürlich die ortsbezogene Sichtweise, die allerdings zunächst nicht viel mehr ist als Geomashup der Suchergebnisse anhand des Vorkommens bestimmter Schlüsselwörter, die auf Orte hinweisen. Damit lässt sich aber auch der Suchraum geographisch einschränken, zoomt man in dem rechten Kartenausschnitt und klickt auf &#8220;Update Results&#8221;, dann erhält man auch nur die Treffer, die sich <a href="http://www.google.com/views?q=riesling+view%3Amap&#038;vwll=41.244772%2C-6.855469%3B56.872996%2C28.828125&#038;num=5&#038;update=Update+Results">auf die angezeigte Region beziehen</a>.</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/google1.png' alt='google1.png' align='center' /></p>
<p>Etwas ähnliches hatte ich mit meiner <a href="http://www.eigenarbeit.org/mivino/mivino.php">mivino</a>-Anwendung auch schon einmal unternommen: Damit lassen sich die RSS-Feeds der partizipierenden Weinblogs je nach den im Text vorkommenden Winzern, Weinlagen oder Orten in einem GoogleMaps-Mashup darstellen. Das Ziel ist dabei etwas ähnliches, nur auf eine bestimmte Thematik bezogen und dadurch auch etwas feinkörniger (letztlich sollen dann auch einzelne Lagen geokodiert werden).</p>
<p><a href="http://www.eigenarbeit.org/mivino/mivino.php"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/riefling.png' alt='riefling.png' align='center' /></a></p>
<p>Das Muster dahinter ist dasselbe: Es geht darum, Daten aus dem WWW mit Hilfe von Zuordnungs-Tabellen oder künstlicher Intelligenz auf eine andere Weise als üblich darzustellen. Oder besser: dem Anwender eine Vielzahl an Möglichkeiten anzubieten, durch die Datensätze zu browsen. Als &#8220;<a href="http://www.timringel.de/allgemein/google-bastelt-im-hintergrund-aber-das-ist-ja-bekannt">Personalisierung</a>&#8221; würde ich das jedoch noch nicht bezeichnen, erst dann, wenn z.B. sich Google die regionale oder zeitliche Eingrenzung merken würde. Eigentlich ist es ja erstaunlich, wie lange sich die Suchmaschinen-Trefferliste als Darstellungsform gehalten hat und Veränderungen nur behutsam eingeführt wurden, wie Kate Green <a href="http://www.heise.de/tr/Der-Ergebnislisten-Remix--/artikel/103475">bemerkt</a>: &#8220;Die Web-Suche wird sich wohl verändern, doch nur schrittweise. Schließlich ist es ein schmaler Grad zwischen nützlichen Zusatzinfos und der Überfrachtung des Nutzers mit neuen Funktionen.&#8221;</p>
<p>Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Zum einen die Einführung bestimmter Metadaten, mit denen eine Ressource z.B. nach Datum oder Ort kodiert werden kann. Die Standards hierzu gibt es bereits (z.B. <a href="http://www.georss.org/">GeoRSS</a> in den Varianten Simple und GML), das Problem ist nur der Aufwand bei der Einfügung dieser Daten. Sehr viel eleganter finde ich daher die zweite Möglichkeit, den Computer diese Zuordnungen selbst machen zu lassen (siehe diese <a href="http://openlayers.org/dev/examples/georss.html">Demoanwendung</a>). Wenn in einem Text der &#8220;Eifelturm&#8221; erwähnt wird, sollte es möglich sein, einen Pin fünf Kilometer südlich vom Nürburgring in die Karte zu stecken &#8211; bzw. aus den weiteren Wörtern im Kontext des Begriffs herauszulesen, ob dies der gemeinte Ort ist. Vielleicht das ganze dann noch durch eine Community &#8220;korrekturlesen&#8221; lassen oder gleich bei häufig verwendeten Begriffen auf die große Zahl geokodierter Wikipedia-Artikel zugreifen, die mittlerweile schon eine sehr brauchbare semantische <a href="http://tools.wikimedia.de/~magnus/geo/geohack.php?language=de&#038;params=50.31442_N_7.01015_E_type:landmark_region:DE-RP">Geodatenbank</a> darstellen.</p>
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		<title>10+ Gründe für oder gegen Trackbacklinks in der Blogosphäre</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 16:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dafür dass die Technologie &#8220;Trackback&#8221; erst fünfeinhalb Jahre alt ist, wurde bereits ziemlich oft ihr Tod verkündet. Im August 2002 wurde in der Weblogsoftware Movable Type Version 2.2 die Möglichkeit dieser automatisierbaren Verlinkung eingebaut. In der Praxis sieht das so aus: Angenommen ich verlinke in einem Blogbeitrag einen anderen Blogbeitrag auf einem Trackback-fähigen Weblog, dann [...]]]></description>
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<p>Dafür dass die Technologie &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Trackbacks">Trackback</a>&#8221; erst fünfeinhalb Jahre alt ist, wurde bereits ziemlich oft ihr Tod verkündet. Im August 2002 wurde in der Weblogsoftware Movable Type Version 2.2 die Möglichkeit dieser automatisierbaren Verlinkung <a href="http://kronn.de/weblog/2004/09/12/trackback/">eingebaut</a>. In der Praxis sieht das so aus: Angenommen ich verlinke in einem Blogbeitrag einen anderen Blogbeitrag auf einem Trackback-fähigen Weblog, dann sendet mein Weblog eine Benachrichtigung an dieses andere Blog, das dann in dem von mir zitierten Post z.B. einen Kommentar anlegt mit einem kurzen Textauszug aus meinem Blogbeitrag sowie einem Link dazu. Auf den ersten Blick eine geniale Möglichkeit, nicht nur den Vernetzungsgrad im Internet zu steigern, sondern auch eine ganz neue Art der Bezugnahme auf andere Texte. In etwa so als würde, wenn ich in einem wissenschaftlichen Aufsatz einen anderen Aufsatz zitiere, in diesem Aufsatz dann eine kurze Fußnote erscheinen, dass ich diesen zitiert habe. Siehe dazu auch die Abbildungen in dem lesenswerten Artikel &#8220;<a href="http://seclab.cs.rice.edu/proj/trackback/papers/taking-trackback-back.pdf">Taking TrackBack Back (from Spam)</a>&#8220;.</p>
<p>Der Nachteil dieser kommunikationstechnologischen Errungenschaft? Es gibt da ein Gesetz in der digitalen Welt: Wenn Kommunikationsfunktionen automatisierbar sind, werden diese früher oder später für den Versand von Spam verwendet. Jeder, der ein Weblog besitzt, hat das sicher schon einmal erfahren: Jede Menge sinnlose Trackbacks von Spamseiten landen Tag für Tag in der Kommentarliste. Das ist ärgerlich und die Bereinigung erfordert einiges an Aufwand. Sollte man deshalb die Trackbackfunktion einfach ausschalten oder lohnt sich die Mühe? Im Folgenden einige Argumente für und gegen das Trackbacken:</p>
<ol>
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks sind eine der selten Möglichkeiten, im WWW bidirektionale Links ohne größeren Aufwand anzulegen und erhöhen dadurch den Vernetzungsgrad sowie für den einzelnen Internetsurfer die Wahlmöglichkeit.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks machen Kommunikationsstrukturen in der digitalen Welt sichtbar (und sind für Soziologen wie mich darin sehr nützlich). Als Blogger wie auch als Leserin kann ich direkt sehen, wer sich auf einen Artikel bezieht. Man kann sehen auf welchen Wegen sich &#8220;Meme&#8221; reproduzieren.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks sind ein wichtiger Bestandteil des Informationsflusses in der Blogosphäre, was jeder schon einmal beobachten konnte, der neue Besucher über einen Trackbacklink empfangen hat.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks sind ein Anreiz zu Verlinkung und Kommunikation (der Verzicht auf Trackbacks gehört zu Christianes <a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/212-20+-Tipps-fuers-erfolglose-Bloggen.html">20 Tipps für erfolgloses Bloggen</a>). Trackback schafft Traffic (in beide Richtungen) und ist daher im Eigeninteresse der Bloggerin. Iskwew <a href="http://weblogtoolscollection.com/archives/2008/02/02/trackbacks-still-useful/#comment-1211579">schreibt</a> dazu: &#8220;Trackbacking is the formalised glue of the blogging community&#8221;.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks fördern die Diskussionskultur. In Seth Godins Blog sind z.B. nur Trackbacks erlaubt und keine Kommentare, um zu erreichen, dass die Nutzer eigene Texte in Anschluß an den Ursprungsbeitrag formulieren und nicht nur &#8220;full ack&#8221; hinformularisieren.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks funktionieren als dezentrales System. Man ist auf keinen anderen Dienst (Google, Technorati) angewiesen, um zu sehen, wer einen Blogbeitrag verlinkt hat. Das meint auch Paul O&#8217;Flaherty, der <a href="http://www.themoneyblogs.com/pauloflaherty/my.blog/is-the-trackback-dead-only-if-youre-selfish.html">fragt</a>: &#8220;Is The Trackback Dead? Only If You&#8217;re Selfish?&#8221;
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks erhöhen die beobachtbare Aktivität auf einem Blog. Sowohl Autoren als auch Leser haben das Gefühl, &#8220;dass sich etwas tut&#8221; und nicht nur ins Leere geschrieben wurde.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Mit Hilfe von Trackbacks kann man häufig Contentdiebe entlarven, die eigene Blogbeiträge Wort für Wort übernehmen, um mit begleitender Werbung Geld zu verdienen.
<li><b style="background-color: red; color: white">CONTRA</b> Ein großer Teil der Trackbacks sind Spam. Wobei hier zum einen das Pingback-Protokoll etwas fortschrittlicher ist, da es nur Links akzeptiert, die von einer real existierenden Quelle stammen und zum anderen gibt es Tools wie den Spamfilter Akismet oder das <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/simple-trackback-validation/">WordPressplugin Simple Trackback Validation</a>, die mittlerweile ziemlich zuverlässig einen großen Teil des Viagra-Spams entfernt.
<li><b style="background-color: red; color: white">CONTRA</b> Mittlerweile gibt es andere Möglichkeiten, zu erfahren, wer einen Blogbeitrag verlinkt. Beispiele sind die Technorati-Reaktionen, Memetracker wie Rivva oder die Suche mit dem <code>link:</code>-Präfix in Suchmaschinen wie GoogleBlogsearch oder Blogato.
<li><b style="background-color: red; color: white">CONTRA</b> Automaten sind Spam-anfällig, mit manuellen Trackbacks kann man die gleichen Ziele erreichen.
</ol>
<p>Ich komme also unter dem Strich zu einem deutlich positiven Fazit. Was meint ihr dazu? Habt ihr auch schon längst die Trackbackfunktion ausgeschaltet oder ist das für euch ein essentielles Feature eures Blogs (bzw. der von euch gelesenen Blogs)?</p>
<p>Andere zu diesem Thema:</p>
<ul>
<li>Ronald Huereca <a href="http://weblogtoolscollection.com/archives/2008/02/02/trackbacks-still-useful/">fragt</a> &#8220;Trackbacks: Still Useful?&#8221; und bekommt viele Antworten.
<li>Anne <a href="http://www.blogherald.com/2008/01/07/on-using-manual-andor-automatic-link-notification-systems/">erklärt</a> Unterschied von Track- und Pingbacks.
<li>Horst <a href="http://homepage.univie.ac.at/horst.prillinger/blog/archives/2005/04/001123.html">stellt schon 2005 fest</a>, dass eigentlich niemand mehr Trackbacks verwendet.
<li>Ebenso Tom Coates, der den Slogan <a href="http://www.plasticbag.org/archives/2005/04/trackback_is_dead_are_comments_dead_too/">prägte</a>: &#8220;It has been killed by spam and by spammers&#8221;
<li>Kurz darauf hat auch Jörg Kantel auf seinem Blog Trackbacks und gleich auch noch Kommentare <a href="http://www.schockwellenreiter.de/2005/04/28.html#kommentareUndTrackback">abgeschaltet</a> (mittlerweile gibt es sie aber wieder &#8211; doch kein &#8220;krankes Protokoll&#8221;?)
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die walled gardens öffnen sich ein Stückchen: Google, Facebook und Plaxo engagieren sich für Datenportabilität</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 21:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade eben habe ich gelesen, dass sich Google, Plaxo und Facebook der DataPortability-Workgroup angeschlossen haben und somit vielleicht der walled garden-Charakter der digitalen sozialen Netzwerke (Kosmar nennt das ein &#8220;Datengrab&#8220;) bald der Vergangenheit angehören könnte. Worum geht es dieser Arbeitsgemeinschaft? Mit dem Slogan &#8220;Sharing is Caring&#8221; soll auf Grundlage bestehender Technologien und Standards wie OpenID, [...]]]></description>
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<p><a href='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/01/meister_des_frankfurter_paradiesgartleins_001.jpg' title='meister_des_frankfurter_paradiesgartleins_001.jpg'><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/01/meister_des_frankfurter_paradiesgartleins_001.thumbnail.jpg' alt='meister_des_frankfurter_paradiesgartleins_001.jpg' class='left' align='left' /></a>Gerade eben habe ich <a href="http://www.techcrunch.com/2008/01/08/this-day-will-be-remembered-facebook-google-and-plaxo-join-the-dataportability-workgroup/">gelesen</a>, dass sich Google, Plaxo und Facebook der <a href="http://www.dataportability.org/">DataPortability-Workgroup</a> angeschlossen haben und somit vielleicht der <em><a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/02/was-ist-googles-open-social-und-wozu-brauche-ich-das/">walled garden</a></em>-Charakter der digitalen sozialen Netzwerke (Kosmar nennt das ein &#8220;<a href="http://www.blogpiloten.de/2008/01/08/facebook-und-google-schliesen-sich-der-dataportability-workgroup-an/">Datengrab</a>&#8220;) bald der Vergangenheit angehören könnte. Worum geht es dieser Arbeitsgemeinschaft? Mit dem Slogan &#8220;Sharing is Caring&#8221; soll auf Grundlage bestehender Technologien und Standards wie <a href="http://openidgermany.de/">OpenID</a>, <a href="http://www.apml.org/">APML</a>, <a href="http://blog.metaroll.de/2007/08/02/mikroformate/">Microformats</a>, RDF, RSS, OPML und OAuth erreicht werden, dass beispielsweise die Daten zwischen sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace und Xing ausgetauscht werden können. Bislang war das nur schwer möglich.</p>
<p>Für mich ist das nur eine folgerichtige Entwicklung, die bestehende Netzwerktechnologien näher an die immer wieder verwendete Community-Metapher heranführt. So kann man unterscheiden zwischen <a href="http://duplox.wzb.eu/texte/sein/">objektzentrierten</a> und personenzentrierten Netzwerken. Bei objektzentrierten Netzwerken kann die Verbindung zwischen den Mitgliedern einer virtuellen Gemeinschaft auf Grundlage geteilter Objekte bestehen. Das kann das <a href="http://del.icio.us">Abspeichern eines Hyperlinks</a> sein oder die <a href="http://last.fm">Leidenschaft für das Musikhören</a>. Anders bei personenzentrierten Netzwerken, in denen Beziehungen zwischen Personen abgebildet werden, die ganz unterschiedlicher Art und Stärke sein können. <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>-Mitglieder haben nicht sehr viel mehr gemeinsam als dass sie sich mit Hilfe dieser social software vernetzen. Dasselbe gilt für <a href="http://www.xing.com">Xing</a>-Nutzer.</p>
<p>Da man aber die dort eingegebenen Personendaten und vor allem die dort abgespeicherten Verbindungen bislang nicht transportieren konnte, bestanden diese Verbindungen streng genommen nicht zwischen den Personen, sondern ihren jeweiligen Netzwerk-Avataren. Wenn Facebook-Bob mit Facebook-Anne verbunden ist, bedeutet das noch lange nicht, dass auch Xing-Bob und Xing-Anne eine Verbindung besitzen. De:bug <a href="http://www.de-bug.de/blog/archives/dein-social-graph-war-nie-deiner.html">fasst</a> das schön knapp in der Formel zusammen: &#8220;Dein Social Graph war nie deiner&#8221;. Außerdem ist man in diesem Modell immer an das Wohlwollen des Anbieters gebunden, der <a href="http://notizblog.org/2008/01/08/dataportabilityorg-bekommt-interessanten-zuwachs/">jederzeit Personen sperren konnte</a> wie <a href="http://scobleizer.com/2008/01/03/ive-been-kicked-off-of-facebook/">jüngst</a> Blogdampfinallengassen Robert Scoble.</p>
<p>Genau an dieser Stelle greifen die oben erwähnten Standards ein, die für die Verwirklichung einer grundlegenden &#8220;<a href="http://log.netbib.de/archives/2006/08/01/was-ist-ein-freier-webdienst-beinahe-zuruck-aus-dem-urlaub/">Webdienste-Freiheit 0</a>&#8221; sorgen könnten, also dafür, dass Daten portierbar werden und man &#8211; im Idealfall &#8211; mit wenigen Mausklicks seine soziale Umwelt, in der man sich in einem Netzwerk bewegt auch in anderen nachbauen kann. Hier kann man dann von tatsächlichen sozialen Beziehungen sprechen und in Folge auch von einer echten (plattformunabhängigen) Community. Mal sehen, was in der Praxis daraus wird und vor allem: welche Lösung die Anbieter von social networking für das Problem finden, dass mit der Transportabilität sozialer Beziehungen auch der Wert der von den Nutzern in der Software hinterlassenen Personendaten schwindet. Vielleicht erweist sich ja das targeted advertising als brauchbare alternative Monetarisierungsquelle.</p>
<p><strong>Andere zu diesem Thema</strong>:</p>
<ul>
<li>Robert Basic <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/01/08/social-networking-quo-vadis/">packt</a> die Problematik in eine Kaffeehausmetapher und stellt fest: &#8220;Sobald ich ein Cafe betrete, werde ich aufgefordert, andere User einzuladen. Wenn ich wieder rausgehe, kann ich meine Freunde nicht mitnehmen, die bleiben als Geiseln, damit ich wiederkomme, ja oft und lange wiederkomme.&#8221;
<li>Thomas Pleil <a href="http://thomaspleil.wordpress.com/2008/01/09/social-networks-wackelt-der-zaun/">hält für möglich</a>, dass Facebook und Google der Arbeitsgemeinschaft vor allem deshalb beigetreten sind, um sich auf dem Laufenden zu halten, was zu diesem Thema so alles diskutiert wird. Außerdem ist Datenportabilität nur dann sinnvoll, wenn sich die Netzwerke tatsächlich voneinander unterscheiden.
<li>Ähnlich <a href="http://www.uli-kutting.de/blog/archives/social-networks-am-limit-und-web-20-am-ende.html">sieht</a> das auch Uli Kutting, der einen Wandel von &#8220;SNs (Social Networks)&#8221; zu &#8220;SINs (Special Interest Networks)&#8221; sieht.
</ul>
<p><small>(Abbildung: Das Paradiesgärtlein, Maria im beschlossenen Garten mit Heiligen, um 1410)</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vom Ego-Googeln zum Reputationsmanagement: Vier Fragen an Klaus Eck</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 16:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[information]]></category>
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		<description><![CDATA[Bezeichnungen wie &#8220;Ego-Googeln&#8221; oder &#8220;Vanity-Search&#8221; klingen nicht besonders schmeichelhaft, zeichnen sie doch das Bild eines ichbezogenen Surfers, der im Netz ständig auf der Suche danach ist, wer wie was über ihn schreibt. Jetzt hat sich das auf Internetphänomene spezialisierte Pew Internet &#038; American Life Project mit diesem Thema wissenschaftlich auseinandergesetzt und in einer Befragung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/12/tizian.thumbnail.png' alt='tizian.png' class='left' align='left' />Bezeichnungen wie &#8220;Ego-Googeln&#8221; oder &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vanity_Search">Vanity-Search</a>&#8221; klingen nicht besonders schmeichelhaft, zeichnen sie doch das Bild eines ichbezogenen Surfers, der im Netz ständig auf der Suche danach ist, wer wie was über ihn schreibt.</p>
<p>Jetzt hat sich das auf Internetphänomene spezialisierte <a href="http://www.pewinternet.org/">Pew Internet &#038; American Life Project</a> mit diesem Thema wissenschaftlich auseinandergesetzt und in einer Befragung von 2.373 erwachsenen Internetnutzern Zahlen dazu erhoben. In der Studie &#8220;Digital Footprints&#8221; (<a href="http://www.pewinternet.org/pdfs/PIP_Digital_Footprints.pdf">hier</a> als pdf) kommen die Forscherinnen <a href="http://www.pewinternet.org/PPF/r/229/report_display.asp">zu dem Ergebnis</a>, dass fast die Hälfte der US-amerikanischen Internetsurfer schon einmal ihren eigenen Namen in eine Suchmaschine eingegeben haben. Aber nur ein geringer Teil (3 Prozent) der &#8220;Selbst-Sucher&#8221; tut dies auch regelmäßig. Die Mehrzahl der Nutzer (60 Prozent) sehen es nicht als Problem, dass Informationen über sie im Internet abrufbar sind und nur 38 Prozent planen, die Preisgabe persönlicher Informationen im Netz zu reduzieren. Was auch interessant ist: Nur 11 Prozent sagen, dass der größte Teil der online gefundenen Informationen über sie nicht der Wahrheit entspricht &#8211; 2002 waren es noch 19 Prozent. Möglicherweise führt die zunehmende Selbstdarstellung im Netz über soziale Netzwerke und Weblogs (die bei vielen Suchmaschinen weit oben landen) dazu, dass mehr Informationen zu finden sind, die man selbst ins Netz gestellt hat. Oder aber: die Kritikfähigkeit der &#8220;Selbst-Sucher&#8221; hat abgenommen.</p>
<p>Da sich an diese Ergebnisse sehr schnell Überlegungen anschließen, wie man sich denn selbst im Internet präsentiert, habe ich die Gelegenheit genutzt, <strong>Klaus Eck</strong> (43), <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger">Blogger</a>, Buchautor und Kommunikationsberater, der sich auf das Thema Reputation Management spezialisiert hat, ein paar Fragen zu stellen:</p>
<p><em><strong>Benedikt Köhler</strong>: Die Pew Internet-Forscher haben festgestellt, dass mittlerweile 47 Prozent der US-Internetnutzer ihren eigenen Namen gegoogelt haben (2002 waren es erst 22 Prozent). Überrascht dich dieser Anstieg?</em></p>
<blockquote><p><strong>Klaus Eck</strong>: Im Unterschied zu früher setzen sich die Menschen heute viel intensiver mit dem Web auseinander und verhalten sich immer mehr als digitale Eingeborene. Das führt dazu, dass die meisten inzwischen schon einmal Wikipedia genutzt haben. Dennoch lächeln immer noch viele, wenn ich in meinen Veranstaltungen das Wort Ego-Googlen erwähne, weil es dem einen oder anderen peinlich ist, darüber zu sprechen. Aber natürlich lernen die Onliner dazu und entdecken die zahlreichen Möglichkeiten, die eine Online-Recherche bietet. Deshalb wundert es mich nicht, dass inzwischen sehr viel mehr Menschen aus Neugierde ihren Namen online überprüfen.</p></blockquote>
<p><em>Was steckt deiner Ansicht nach dahinter? Eitelkeit oder Angst vor peinlichen Informationen über einen selbst? Oder etwas anderes?</em></p>
<blockquote><p>Aus Angst dürften die wenigsten ihren Namen in den Suchmaschinen eingegeben. Nicht umsonst sprechen wir im Kontext des Web 2.0 von Social Software. Insgesamt ist meiner Ansicht nach zu beobachten, dass das Interesse der Menschen an anderen im Web zugenommen hat. Das Social Networking ist eigentlich ganz am Anfang. Noch vor wenigen Jahren war für die meisten Angestellten das OpenBC &#8211; oder jetzt Xing &#8211; ein Buch mit sieben (digitalen) Siegeln. Das hat sich geändert. Viele Onliner haben Spass daran, ihre eigene Vergangenheit online wiederzufinden, alte Kontakte anhand von Bildern und Hinweisen neu zu entdecken und sie vielleicht nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Das erklärt auch den derzeitigen Boom von Social Communities (Familiennetzwerke wie FamiliyOne etc.), Personensuchmaschinen sowie den Trend zur Digitalisierung vergangener Ereignisse (EinesTages bei Spiegel Online).</p></blockquote>
<p><em>Nur vier Prozent der Internetnutzer gaben in der Pew-Studie an, auf wirklich problematische (Fehl-)Informationen gestoßen zu sein. Ist die Bedrohung durch die &#8220;digitalen Fußabdrücke&#8221; also gar nicht so groß?</em></p>
<blockquote><p>Was problematisch für den Einzelnen ist, das hängt von der jeweiligen Definition ab. Wenn ich als Bewerber aufgrund von Jugendsünden am Online-Pranger stehe, von Stalkern oder Trollen gezielt angegriffen und beleidigt werde, wirkt das Ganze über das Web hinaus und kann dazu führen, dass die Karriere gefährdet ist, weil viele Personaler damit Probleme haben. Letztlich sollte sich jeder, der in der Öffentlichkeit steht oder sich in einem Bewerbungsprozess befindet, frühzeitig um seine digitalen Spuren kümmern und gegebenenfalls über Online-Reputation-Management nachdenken. Wenn Sie sich nicht bewusst mit Ihre Online-Repuation auseinandersetzen, sind Sie wie eine torkelnde Marionette auf offener Bühne. Andere ziehen Ihre Fäden und vermitteln darüber einen ersten Eindruck von Ihnen. Deshalb plädiere ich immer dafür, bewusst mit dem eigenen digitalen Erscheinungsbild umzugehen und dieses nicht einfach zu ignorieren. Denn in einem können Sie sicher sein: Ihre Google-Impressionen wirken sich aus. Doch es gibt keinen Grund, sich dem Thema Reputation ängstlich zu nähern. Schließlich bieten gezielt ausgelegte Spuren auch große Chancen.</p></blockquote>
<p><em>Du setzt dich in deinem Blog immer wieder mit dem digitalen Reputationsmanagement auseinander. Was ist der Unterschied zwischen Ego-Googeln und Reputationsmanagement?</em></p>
<blockquote><p>Wer seinen Namen ergoogelt, hat den ersten Schritt im möglichen Reputation Management getan. Als erstes geht es immer um die Erkenntnis um die eigene digitale Identität. Wer bin ich online? Entspricht der erste Eindruck, den wir im Web vermitteln, unseren tatsächlichen Interessen oder schadet es diesen gar? Im Online-Reputation-Management (ORM) geht es nicht darum, alles schön zu reden und sich hinter einem digitalen Makeup zu verstecken, sondern sich bewusst mit seinen Inhalten ansprechbar zu machen und damit für Journalisten, Unternehmen und Freunde interessanter zu werden. Es geht für den Einzeln immer um das Thema Personal Branding (Selbstvermarktung) und für Unternehmen um das Image. Alle gezielten Reputationsmaßnahmen sollten natürlich jeweils in die persönliche Marke und die des Unternehmens einzahlen. Für mich als Kommunikationsberater stellt das ORM die konsequente Fortentwicklung von PR und Marketing dar und löst es in Teilbereichen sogar ab. Deshalb konzentriere ich mich in meinen Leistungen schon seit geraumer Zeit immer mehr auf dieses Thema und freue mich über die positive mediale Resonanz.</p></blockquote>
<p><small>(Abbildung: Tizian, Die Eitelkeit des Irdischen (Vanitas), um 1515)</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gruscheln als Alternative zum Nachrichtenkonsum?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/13/gruscheln-als-alternative-zum-nachrichtenkonsum/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 17:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aftonbladet]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[schweden]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[tageszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch ein kleiner Nachschlag zur Print-versus-Online-Debatte: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet, sieht nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook: When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Noch ein kleiner Nachschlag zur <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/12/online-verdraengt-print-studie-befasst-sich-mit-den-digitalisierungsverlierern-tageszeitungen/">Print-versus-Online-Debatte</a>: Kalle Jungkvist, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung <a href="http://www.aftonbladet.se/">Aftonbladet</a>, <a href="http://www.kullin.net/2007/12/facebook-replaces-expressen-as.html">sieht</a> nicht in anderen Printprodukten die scharfsten Konkurrenten der eigenen Onlineausgabe, sondern erstaunlicherweise in Facebook:</p>
<blockquote><p>
When Aftonbladet.se recently did a focus group with twentysomethings, the main competitor in terms of time to Aftonbladet.se was said to be Facebook. The choice for young Internet users was to, more or less, aimlessly surf Aftonbladet or Facebook for a while.
</p></blockquote>
<p>Jeff Jarvis ist da etwas <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/12/13/newspapers-v-facebook/">zurückhaltender</a> und sieht Facebook nicht als Konkurrenz für Tageszeitungen, sondern vielmehr als zusätzlichen Vertriebskanal für Nachrichten:</p>
<blockquote><p>
If I were making Facebook applications for news organizations now, I wouldn’t be making quizzes and such fripperies. I’d be figuring out how to get news that matters to you in your news feed. I’d be finding ways to tie you with other people who share your interest and know what you want to know. I’d find ways to enable you to recommend more news to your friends.</p>
<p>Seen this way, Facebook isn’t a competitor for a newspaper. It’s just another place to help your community.
</p></blockquote>
<p>Irgendwie haben beide Recht. Natürlich ist Facebook (oder auch Google) kein direkter Konkurrent für eine Tageszeitung, wenn es um den Abruf von Nachrichten geht &#8211; wie edenstrom es so schön <a href="http://edenstrom.wordpress.com/2007/12/11/aftonbladetse-largest-competitor-isnt-expressense-its-google/">sagt</a>: &#8220;Googling for &#8216;news&#8217; gets you nowhere.&#8221; Aber wenn man allgemeiner auf die aufmerksamkeitsökonomische Zeitkonkurrenz sieht (Stichwort: &#8220;Umverteilung von Medienzeitbudgets&#8221;), dann könnte ein Social Network tatsächlich als Alternative zu einer Tageszeitung wahrgenommen werden. Je ähnlicher die Aktivitäten wahrgenommen werden, die sich auf die unterschiedlichen Medienzeitbudgets beziehen, desto realistischer ist die Substitutionsthese. Wenn es also wirklich nur um das &#8220;aimlessly surfing&#8221; geht, kann es tatsächlich egal sein, ob man in einem sozialen Netzwerk oder einer Onlinezeitung unterwegs ist.</p>
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