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	<title>viralmythen &#187; forschung</title>
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		<title>Wer vertraut wem? Firmenblogs genießen besonders wenig Vertrauen</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 17:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade auf dem Groundswellblog gefunden: eine Umfrage von Forrester zum Vertrauen in unterschiedliche Nachrichtenkanäle (nach einer mehr oder weniger kurzen Registrierung &#8211; je nachdem wieviele Fehler man im Formular macht &#8211; bekommt man auch den gesamten Bericht als pdf). So etwas ähnliches hatte ich vor kurzem ja auch für die StudentInnen. Jetzt geht es um [...]]]></description>
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<p>Gerade auf dem Groundswellblog <a href="http://blogs.forrester.com/groundswell/2008/12/people-dont-tru.html">gefunden</a>: eine Umfrage von Forrester zum Vertrauen in unterschiedliche Nachrichtenkanäle (nach einer mehr oder weniger kurzen Registrierung &#8211; je nachdem wieviele Fehler man im Formular macht &#8211; bekommt man auch den gesamten Bericht als pdf). So etwas ähnliches hatte ich <a href="http://blog.metaroll.de/2008/11/25/studium-20-vertrauen-studenten-der-wikipedia/">vor kurzem</a> ja auch für die StudentInnen. Jetzt geht es um einen repräsentativen Schnitt durch die US-Onlinebevölkerung. Die Ergebnisse in Kurzform:</p>
<ul>
<li>Am stärksten vertrauen die Leute ihren <strong>Bekannten und Freunden</strong>. Besonders glaubwürdig werden die Informationen dann, wenn sie über das klassische Digitalmedium &#8220;Email&#8221; übertragen werden. 77% geben an, dieser Quelle völlig zu vertrauen oder zu vertrauen. Merkwürdigerweise wirkt das Social-Network-Profil eines Bekannten nur noch auf 43% der Nutzer vertrauenswürdig. Vielleicht ein Effekt des deutlich sichtbaren Branding der Seiten oder der Werbeeinblendungen? Das Medium spielt in diesem Fall doch eine deutliche Rolle. <a href="http://blog.metaroll.com/2008/08/09/marshall-mcluhans-premonitions-about-the-internet/">McLuhan </a>würde sich freuen.</li>
<li>Ebenfalls sehr glaubwürdig sind <strong>Produktrezensionen</strong>. Darin liegt der große Vorteil von Amazon gegenüber seinen Mitbewerbern ohne nutzergenerierte Rezensionen. Nicht nur werden auf diese Weise Millionen von Seiten gefüllt und immer wieder aktualisiert, sondern diese Inhalte werden auch noch als besonders vertrauensvoll wahrgenommen. Auch, wenn sie von Unbekannten geschrieben wurden. Für mich ist das ein deutlicher Hinweis, dass Unternehmen, Organisationen, Parteien etc. sich verstärkt diesen Plattformen zuwenden sollten. Sowohl zuhörend, um zu erfahren, wie sie bewertet werden, als auch aktivierend, also selbst Kritiken und Bewertungen anstoßend.</li>
<li>Die <strong>Massenmedien </strong>liegen im Mittelfeld des Vertrauens und erreichen Werte zwischen 48% (gedruckte Branchenverzeichnisse) oder 46% (gedruckte Zeitungen) und 39% (Radio) oder 38% (TV).</li>
<li><strong>Wikis </strong>(33%) liegen in den Vertrauenswerten unterhalb von professionellen Nachrichtenangeboten im Web (39%), aber immer noch vor Unternehmensemails (28%) oder Forenbeiträgen (21%).</li>
<li>Nun zur schlechten Nachricht: Besonders schlecht schneiden <strong>Unternehmensblogs </strong>ab, die nur von 16% der Befragten als vertrauensvoll bewertet werden. Das ist sehr wenig, aber private Blogs liegen mit 18% auch nicht sehr viel weiter vorne. Allerdings handelt es sich hier um sehr neue Arten der Unternehmenskommunikation, mit denen sowohl die Produzenten als auch die Nutzer noch längst nicht so souverän umgehen wie zum Beispiel mit den klassischen Massenmedien.</li>
<li>Sehr spannend ist die Differenzierung nach der Nutzerkategorie, also die<strong> Unterschiede zwischen allen Onlinern, Bloglesern und Blogschreibern</strong>. Besonders deutlich sind die Unterschiede, wenn es um das Vertrauen in Blogs geht. Blogschreiber vertrauen Unternehmensblogs (fast 40%) und privaten Blogs (fast 50%) stärker. Aber auch Wikis profitieren von der Vertrautheit mit Social Media. Sie liegen bei ihnen gleich auf mit professionellen Onlinenachrichtenangeboten und Printzeitschriften. Social-Network-Profile von Bekannten liegen bei aktiven Bloggern, was das Vertrauen betrifft, an dritter Stelle hinter Email und Produktbewertungen.</li>
<li>Dabei ist besonders interessant, dass auch klassische Massenmedien davon profitieren. Blogger und Blogleser scheinen insgesamt den Medien mehr Vertrauen zu schenken als Nicht-Blogger. Womöglich steckt dahinter eine Art <strong>generalisiertes Medienvertrauen oder media literacy</strong>, das sowohl dazu führt, dass Menschen sich in Blogs ausdrücken als auch dazu, dass sie anderen Medien stärker vertrauen. Eine Schlussfolgerung: Auch klassische Medien wie Zeitschriften oder Printzeitungen sollten sich demnach verstärkt um diese medienaffinen Nutzer bemühen anstatt in ihnen allein eine Bedrohung zu sehen.</li>
</ul>
<div>Ein Kritikpunkt ist, dass nicht danach gefragt wurde, um welche Inhalte es jeweils geht. Ich vermute, dass sich das Medienvertrauen deutlich unterscheidet, je nachdem ob es um Informationen über einen Bombenanschlag in Mumbai geht oder um Erfahrungen mit dem neuen EEE-PC oder um das Leben der Paris Hilton. Ein zweiter Punkt ist, dass nicht zeitlich differenziert wird, um welche Stadien der Informationsgewinnung es sich handelt: ob um die zwanglose Recherche, das Überprüfen von Informationen oder um breaking news. Überhaupt wäre es interessant, auch einmal die wahrgenommenen Geschwindigkeiten zu überprüfen. Das ist schließlich auch ein Faktor, der einen Informationskanal kennzeichnet: der Informationsdurchsatz.</div>
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		<title>Studium 2.0: Vertrauen Studenten der Wikipedia?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/25/studium-20-vertrauen-studenten-der-wikipedia/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 09:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[annette schavan]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie sieht es mit der Wikipedia-Nutzung der Studierenden in Deutschland aus? Diese Frage lässt sich mit den Daten des aktuellen Hisbus des Hochschul-Informations-Systems über die Internetnutzung von Studenten beantworten (pdf hier). Gefragt, welche &#8220;Wissensplattform&#8221; (schön allgemein ausgedrückt, dass von der Britannica bis zu Wissen.de alles hinein gepackt werden kann) am verlässlichsten sei, antworteten 52% der [...]]]></description>
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<p>Wie sieht es mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia">Wikipedia</a>-Nutzung der Studierenden in Deutschland aus? Diese Frage lässt sich mit den Daten des aktuellen Hisbus des Hochschul-Informations-Systems über die Internetnutzung von Studenten beantworten (<a href="https://hisbus.his.de/hisbus/docs/hisbus21.pdf">pdf hier</a>).</p>
<p>Gefragt, welche &#8220;Wissensplattform&#8221; (schön allgemein ausgedrückt, dass von der Britannica bis zu Wissen.de alles hinein gepackt werden kann) am verlässlichsten sei, antworteten 52% der Studierenden, dass sie der Wikipedia vertrauen oder sogar sehr vertrauen. Sehr viel weniger Vertrauen schenken die Studenten der Spiegel Wissen (34%) oder Zeit Online (34%), MS Encarta (29%), Meyers Lexikon Online (27%), Encyclopaedia Britannica (26%) und Wissen.de (14%). Allenfalls das Onlinewörterbuch LEO (49%) kommt noch in die Nähe der Wikipedia.</p>
<p>Die Autoren der Studie warnen jedoch davor, dies als Beleg für das große Vertrauen der Studierenden in nutzergenerierte Inhalte zu sehen. Die Prozentzahlen beziehen sich nämlich nicht nur auf die fünfstufige Skala von &#8220;sehr verlässlich&#8221; bis &#8220;überhaupt nicht verlässlich&#8221;, sondern auch auf die Restkategorie &#8220;kann ich nicht beurteilen&#8221;. Sieht man sich auch diese Zahlen an, dann wird deutlich: <strong>Für die Studierenden gibt es nur eine Wissensplattform, und die heißt Wikipedia.</strong> Weniger als ein Prozent fühlen sich nicht imstande, die Zuverlässigkeit der Online-Enzyklopädie zu beurteilen. So sieht Marktbeherrschung aus. Bei der Encyclopaedia Britannica sind es 70%, Wissen.de 68%, Meyers Lexikon 67%, MS Encarta 57%, Zeit Online 55%, Spiegel Wissen 51%, Auch hier liegt Leo mit einem Wert von 35% ziemlich weit vorne.</p>
<p>Ich habe ein bisschen mit den Zahlen gerechnet und diejenigen ausgeklammert, die sich nicht in der Lage sehen, die Glaubwürdigkeit zu beurteilen. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/his1.png" alt="" title="Wissen 2.0" width="500" height="409" class="aligncenter size-full wp-image-829" /></p>
<p>Nun liegt die Wikipedia weit abgeschlagen hinter den meisten anderen Angeboten und auch für LEO sieht es nicht mehr so gut aus. Diese Pointe der HISBUS-Zahlen hat z.B. <a href="http://www.zeit.de/2008/48/B-Hisbus">die Zeit</a> gar nicht mitbekommen. Ich würde das so interpretierenj: Die Benutzung von Wikipedia gehört für die meisten Studenten mittlerweile zum Studienalltag dazu. Das Nachschlagen dort ist zur Routine geworden, die nicht mehr hinterfragt wird, so dass auch die eher als schlecht wahrgenommene Zuverlässigkeit (wobei insgesamt mehr Studenten die Wikipedia als zuverlässig beurteilen denn als nicht zuverlässig) keine große Rolle mehr spielt.</p>
<p>Interessant ist auch der Blick auf das Wikipedia-Vertrauen der unterschiedlichen Studienrichtungen:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/his2.png" alt="" title="Wikipediavertrauen der Studiengaenge" width="435" height="351" class="aligncenter size-full wp-image-831" /></p>
<p>Die besten Zuverlässigkeitswerte (&#8220;zuverlässig&#8221; und &#8220;sehr zuverlässig&#8221;) bekommt die Wikipedia von den Studenten technischer Studiengänge wie Agrarwissenschaften, Medizin, Ingenieurswissenschaften und Medizin. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sind da deutlich skeptischer und den Lehramtsstudenten scheint man in ihrer Ausbildung einzuschärfen, <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/01/ist-die-wikipedia-zitierfaehig-der-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen-werkstattnotiz-126/">ja die Finger von diesem Teufelszeug zu lassen</a> <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Trotz der intensiven Wikipedia-Nutzung der Studierenden (80% lesen &#8220;häufig&#8221; oder &#8220;sehr häufig&#8221; Artikel dort) wird nahezu überhaupt nicht daran mitgearbeitet. Vergesst die <a href="http://www.wikipatterns.com/display/wikipatterns/90-9-1+Theory">90-9-1-Regel</a>. Die Arbeit an der Wikipedia &#8211; ganz egal, ob es um das Schreiben neuer, das Überarbeiten alter Beiträge geht oder um die Beteiligung an Diskussionen geht &#8211; findet im Promillbereich statt.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:MP"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/mentorenprogramm.png" alt="" title="mentorenprogramm" width="140" height="140" class="alignleft size-full wp-image-845" /></a>Hier sehe ich deutlichen <a href="http://blog.wikimedia.de/2008/10/19/mehr-wissenschaft-fur-wikimedia/">Nachholbedarf in der akademischen Lehre</a>. Anstatt zum tausendsten Mal das Thema &#8220;Theorievergleich Max Weber und Emil Durkheim&#8221; in einem soziologischen Grundkurs zu vergeben, sollte den Studierenden die Aufgabe gestellt werden, den entsprechenden Wikipediaartikel signifikant zu verbessern. Dabei sollte auf jeden Fall auf das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:MP">Wikipedia-Mentorenprogramm</a> hingewiesen werden. Je besser der Artikel schon ist, desto anspruchsvoller wird diese Aufgabe. Wenn das Ergebnis dann ein lesenswerter Enzyklopädieartikel ist, haben alle etwas davon.</p>
<p>Mein Vorschlag: <strong>Der Partizipationsgrad an Wissensprojekten wie der Wikipedia sollte als Indikator in die bestehenden Hochschulrankings eingeführt werden.</strong> Ich würde gerne eine Liste der Universitäten in Deutschland sehen, geordnet nach ihrem studentischen Wikipediaengagement. Niedrige Studienabbrecherquoten, hoher Anteil ausländischer Studenten &#8211; alles schön und gut, aber es fehlt in den Bildungsberichten ein Maß dafür, wie unsere Universitäten über Plattformen wie die Wikipedia zum allgemein verfügbaren Wissen beitragen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Schavan">Frau Schavan</a>, ich warte!</p>
<p>Welche anderen Ideen und Modelle gibt es, um die Wikipedia-Partizipation an den deutschen Unis zu fördern? Wer ist schon einmal in einem Seminar gewesen, in dem an der Wikipedia gearbeitet wurde?</p>
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		<item>
		<title>Amerikaner wünschen sich mehr Social Media im Kundendialog</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 17:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kunden]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[In Deutschland kann es einem schon einmal passieren, dass man nach einem Vortrag zum Thema Social Media oder Web 2.0 die Frage gestellt bekommt, was man denn genau in die Adresszeile eingeben müsse, um ins Web 2.0 zu gelangen. Oder sogar, wo es die Web 2.0-Software zum downloaden oder kaufen gäbe. Aber gut, es ist [...]]]></description>
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<p>In Deutschland kann es einem schon einmal passieren, dass man nach einem Vortrag zum Thema Social Media oder Web 2.0 die Frage gestellt bekommt, was man denn genau in die Adresszeile eingeben müsse, um ins Web 2.0 zu gelangen. Oder sogar, wo es die Web 2.0-Software zum downloaden oder kaufen gäbe. Aber gut, es ist gar nicht so lange her, da lag bei den meisten Leuten das &#8220;Internet&#8221; als CD mit Aufdruck &#8220;AOL&#8221; im Briefkasten.</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/cone1.jpg" alt="" title="Cone" width="114" height="45" class="alignleft size-full wp-image-691" />Amerika, du hast es besser. Zumindest, wenn man den Ergebnissen <a href="http://www.coneinc.com/content1182">dieser Studie</a> glauben möchte, die <a href="http://www.coneinc.com/">Cone</a> gerade veröffentlicht hat. In dieser Studie, für die gut 1.000 erwachsene Amerikaner befragt wurden, geht es darum, welche Rolle soziale Medien (definiert als &#8220;Technology facilitated dialogue among individuals or groups, such as blogs/microblogs, forums, wikis, content sharing, social networking, social bookmarking and social gaming&#8221;) in der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen spielen.</p>
<p>Besonders spannend ist dabei der Blick auf die Erwartungen der Kunden. 93% der befragten Onliner geben an, Unternehmen sollten auch das <em>social web</em> für ihre Außendarstellung nutzen. 85% sagen, Unternehmen, sollten soziale Medien nutzen, um mit ihren Kunden zu interagieren. Die Leute erwarten also mittlerweile mehr als nur eine statische Außendarstellung in Blogs, Social Networks etc., sondern wünschen sich Unternehmen, die mit ihnen in einen Dialog treten.</p>
<p>Aber es geht noch weiter. 60% der Onliner geben an, schon einmal soziale Medien in der Interaktion mit Unternehmen verwendet zu haben &#8211; 25% sogar mehr als einmal in der Woche. Und jetzt wird es für PR und Marketing besonders spannend: 56% verspüren durch die Interaktion mit sozialen Medien eine stärkere Verbindung zu den Unternehmen und fühlen sich besser von ihnen versorgt. Ein gutes Drittel wünschen sich mehr Möglichkeiten, mit Marken in Social Networks in Kontakt zu treten, zum Beispiel über <a href="/2007/11/02/was-ist-googles-open-social-und-wozu-brauche-ich-das/">Widgets oder Applikationen</a>.</p>
<p>Das Bedürfnis, als Kunde ernst genommen zu werden, lässt sich also diesen Beobachtungen nach durch soziale Medien besonders gut erfüllen. Das kann von direkten Kundendialogen bis hin zur indirekten Analyse von Kommunikationen über Unternehmen, Marken und Produkten, zum Beispiel mit der Methode der <a href="/2008/05/13/workshop-zur-twitterforschung-auf-der-netnography08/">Netnography</a>, gehen.</p>
<p>Dieser Wunsch nach Dialogen über soziale Medien ist besonders stark bei</p>
<ul>
<li>Männern
<li>jungen Leuten (18-34)
<li>wohlhabenden Haushalten (mehr als 75.000 USD)
<li>großen Haushalten
</ul>
<p>Mike Hollywood fasst die Studienergebnisse euphorisch zusammen:</p>
<blockquote><p>
All of this is great news for marketers. Men and younger consumers are traditionally the most challenging to reach, while the highest-income households are typically very desirable; here they are saying ‘come market to us and interact with us online.’ This is really a license to put more energy and resources into this medium and do it effectively.
</p></blockquote>
<p>Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie es in Deutschland aussieht. Welche Erwartungen stellen die Onliner hierzulande an die Social Media-Strategien der Unternehmen? Gibt es dazu aktuelle Zahlen?</p>
<p>(<a href="http://www.marketingcharts.com/interactive/americans-expect-companies-to-have-social-media-presence-6222/">via</a>)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fünf Irrtümer über Computerspiele</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/10/01/fuenf-irrtuemer-ueber-computerspiele/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 22:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[computerspiele]]></category>
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		<category><![CDATA[gaming]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle, die beim Stichwort &#8220;Gamer&#8221; sofort an pubertierende Soziophobiker denken, die zwangsläufig irgendwann einmal die Maus gegen eine Schrotflinte austauschen, bitte diesen Bericht des US-amerikanischen PEW-Instituts sorgfältig durchlesen. Dasselbe gilt für diejenigen, die Computerspiele mit dem Untergang des Abendlandes gleichsetzen. In der Studie wurden 1.102 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zu ihren [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/10/gamer-300x212.jpg" alt="" title="gamer" width="300" height="212" class="alignleft size-medium wp-image-676" />Alle, die beim Stichwort &#8220;Gamer&#8221; sofort an pubertierende Soziophobiker denken, die zwangsläufig irgendwann einmal die Maus gegen eine Schrotflinte austauschen, bitte <a href="http://www.pewinternet.org/PPF/r/263/report_display.asp">diesen Bericht</a> des US-amerikanischen PEW-Instituts sorgfältig durchlesen. Dasselbe gilt für diejenigen, die Computerspiele mit dem Untergang des Abendlandes gleichsetzen.</p>
<p>In der Studie wurden 1.102 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zu ihren Computerspielerfahrungen und -gewohnheiten befragt. Dabei ist das Forscherteam um Amanda Lenhart zu folgenden Ergebnissen gekommen:</p>
<ol>
<li><strong>Computerspielen ist nur eine Nischenbeschäftigung? Falsch.</strong> Es ist nicht einmal eine Mehrheitsbeschäftigung, sondern ist ubiquitär. 97% der befragten Jugendlichen spielen Computerspiele auf ihren Computern, Konsolen oder Handys. 50% geben sogar an, gestern ein Computerspiel gespielt zu haben. Sollten also die Kulturpessimisten Recht haben, dann wird der Untergang schnell kommen. 3% Abstinenzler können hier nicht mehr viel ausrichten.
<li><strong>Computerspielen tun nur die Jungs, während die Mädchen lieber miteinander reden? Falsch.</strong> Die Verteilung der Geschlechter ist nicht ganz gleichmäßig, aber dennoch spielen 94% der Mädchen Computerspiele. Bei den Jungen sind es 99%.
<li><strong>Computerspiel = Ballerspiel? Falsch.</strong> Es gibt eine enorme Vielfalt unterschiedlicher Spieltypen. Ego-Shooter landen gerade einmal auf dem 10. Platz der Beliebtheit. Viel stärker verbreitet sind Rennspiele, Puzzlespiele und Sportspiele.
<li><strong>Computerspiele machen einsam? Meistens falsch.</strong> Zwei Drittel der spielenden Jugendlichen spielen ab und zu mit Freunden zusammen, die sich sogar im selben Zimmer befinden. 42% geben an, am häufigsten mit anwesenden Freunden zu spielen. Es stehen also nicht die anonymen Internet-Spielepartner im Vordergrund, sondern andere, bekannte Jugendliche. Nur ein Viertel spielen tatsächlich alleine.
<li><strong>Computerspiele fördern asoziales Verhalten? Falsch.</strong> Zunächst einmal ließ sich kein Zusammenhang von zivilgesellschaftlichem oder politischem Engagement und häufigem Computerspielen feststellen. Gamer sind genauso stark oder schwach engagiert wie andere Jugendliche auch. Aber: Jugendliche, die oft zusammen mit anderen Anwesenden Computerspiele spielten, zeigten ein höheres gesellschaftliches Engagement. Das gilt insbesondere auch für Jugendliche, die sich in Foren, Communities oder auf Blogs mit anderen über ihre Spiele austauschten.
</ol>
<p>Gerade die letzten Punkte zeigen deutlich: Computerspiele sind in vielen Fällen soziale Medien. Und Engagement in sozialen Medien ist häufig auch mit Engagement in anderen Zusammenhängen verbunden, seien es soziale oder politische Initiativen (obwohl es natürlich auch sein kann, dass eine allgemeine Neigung zu Engagement und Soziabilität hinter beiden Variablen steckt). Höchste Zeit, einmal darüber nachzudenken, wie man diese vergemeinschaftenden und aktivierenden Momente des Gamings fördern kann. Außerdem wird deutlich, dass wir parallel zu quantitativen Studien dieser Art endlich auch qualitative Einblicke in die Welt der Gamer, ihre Bedeutungen, ihre Wahrnehmungen brauchen, um stichhaltigere Aussagen zu den Folgen des Computerspielens treffen zu können. Es gibt viel zu forschen!</p>
<p>(Siehe dazu auch <a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2008/09/27/teens_video_gam.html">apophenia</a>, <a href="http://www.buzzpeople.de/2008/09/18/marketing-trends-september/">BuzzPeople</a> und <a href="http://ironforge.hri.uci.edu/eedmlstudio/index.php/Firda_08/comments/teens_games_and_civics/">Mimi Ito</a>; Foto &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/34396501@N00/58694182/">tex playing video games</a>&#8221; von RebeccaPollard, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a>)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Internet ist einflussreichstes Medium</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/16/internet-ist-einflussreichstes-medium/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 15:29:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internet ist mittlerweile das einflussreichste Medium geworden. Dieses Fazit zieht zumindest die gerade veröffentlichte &#8220;Digital Influence Index Study&#8221; von Fleishman Hillard und Harris Interactive. Normalerweise vergleicht man Medien wie Zeitung, TV, Zeitschriften, Radio und Internet Indikator für Indikator. Geht es um die Reichweite, die Nutzungsdauern oder auch die Glaubwürdigkeit liegt das Internet meistens auf [...]]]></description>
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<p>Das Internet ist mittlerweile das einflussreichste Medium geworden. Dieses Fazit zieht zumindest die gerade veröffentlichte &#8220;<a href="http://www.fhdigital.net/InfluenceIndex/the-Digital-Influence-Index-2008.pdf">Digital Influence Index Study</a>&#8221; von Fleishman Hillard und Harris Interactive.</p>
<p>Normalerweise vergleicht man Medien wie Zeitung, TV, Zeitschriften, Radio und Internet Indikator für Indikator. Geht es um die Reichweite, die Nutzungsdauern oder auch die Glaubwürdigkeit liegt das Internet meistens auf dem zweiten oder dritten Platz hinter &#8211; es kommt darauf, welchen Indikator man betrachtet &#8211; Zeitung und TV.</p>
<p>Wenn man allerdings mehrere Indikatoren gemeinsam betrachtet und z.B. Nutzungsdauer und Glaubwürdigkeit multiplikativ verknüpft, dann rückt das Internet auf einmal an die erste Stelle. Der Digitale Einflussindex errechnet sich als &#8220;the amount of time consumers spent on a given medium combined with the relative importance they attach to that medium.&#8221; Das Ergebnis ist ein prozentuales Maß für den Anteil verschiedener Medien am gesamten Einfluss auf die Konsumenten. In Deutschland liegt das Internet mit 40% klar vor den anderen Kanälen TV (22%), Radio (13%), Zeitungen (14%) und Zeitschriften (11%).</p>
<p>Der Bericht versteht sich als Bestätigung der These, dass zwar auf der einen Seite das Bedürfnis der Konsumenten nach Nachrichten ungebrochen ist, jedoch zunehmend über das Internet befriedigt wird: &#8220;In fact, one could argue that the digital form of the written word is more powerful than its ink-on-paper predecessor&#8221;. Wenn man sich die ebenfalls in dieser Studie erhobenen Zahlen der Printverweigerer &#8211; also der Personen, die in einer typischen Woche keine gedruckten Zeitungen oder Zeitschriften gelesen haben &#8211; betrachtet, dann sind die deutschen Zahlen (13% Zeitschriftenverweigerer und 14% Zeitungsverweigerer) im Vergleich mit den britischen und französischen Lesern noch vergleichsweise niedrig. Dort liegen nur die französischen Zeitschriften unter einer Verweigerungsquote von 25%.</p>
<p>Trotz des deutlichen Einflussvorsprungs von Online sind die Werbeausgaben noch nicht entsprechend umgeschichtet worden. Aber es wäre auch falsch, wie es der Bericht suggeriert, hier einen Automatismus zu vermuten. Denn gerade, wenn es um die neuen Aktivitäten im Internet geht &#8211; sowohl um den Ausdruck der eigenen Person in Blogs oder Social Networks als auch um mobile Internetanwendungen auf dem Handy &#8211; fehlen zuverlässige Ergebnisse zur Werbewirkungsforschung noch. Für die klassischen Anwendungsfälle des Web 1.0 &#8211; die Studie nennt hier das Recherchieren, Kommunizieren und Einkaufen &#8211; sieht es dagegen etwas besser aus. Das Forschungsprogramm für die nächsten Jahre dürfte damit klar sein. Wer packt es an?</p>
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		<title>Workshop zur Twitterforschung auf der Netnography08</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/13/workshop-zur-twitterforschung-auf-der-netnography08/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 21:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[ethnographie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Hinweis in eigener Sache. Ich wurde gefragt, ob ich anlässlich der Münchener Tagung &#8220;Netnography08&#8221; am 12. Juni etwas zu aktuellen Entwicklungen in der Welt der Communities, Foren, Blogs und Online-Portale erzählen möchte. Da ich mich gerade sowieso mit diesem Thema auseinandersetze und zu gerne einmal den Doyen der Internetethnographie und begeisterten Blogger Robert Kozinets [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/netnography_logo_green.png" alt="" title="netnography_logo_green" width="500" class="center" /><br />
Ein Hinweis in eigener Sache. Ich wurde gefragt, ob ich anlässlich der Münchener Tagung &#8220;<a href="http://www.netnographyinsights.com/">Netnography08</a>&#8221; am 12. Juni etwas zu aktuellen Entwicklungen in der Welt der Communities, Foren, Blogs und Online-Portale erzählen möchte. Da ich mich gerade sowieso mit diesem Thema auseinandersetze und zu gerne einmal den Doyen der Internetethnographie und begeisterten Blogger <a href="http://kozinets.net/">Robert Kozinets</a> live erleben möchte, habe ich zugesagt, einen Workshop zum Thema &#8220;Twitter als (n)etnographisches Feld&#8221; abzuhalten.</p>
<p>Denn spätestens seit Anwendungen wie dem wunderbaren Emotool <a href="http://twistori.com/">Twistory</a>, den diversen Buzz-Maßen wie <a href="http://twist.flaptor.com/">Twist</a> oder seit Mario Scheuermanns <a href="http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=2287">kurzen Analysen</a> von Weinsorten-Tweets ist mir klargeworden, was für eine faszinierende Datenquelle das Gezwitscher der mittlerweile über eine Million Twitternutzer &#8211; mich eingeschlossen, siehe <a href="http://twitter.com/furukama">twitter.com/furukama</a> &#8211; darstellt. In meinem <a href="http://www.netnographyinsights.com/?page_id=4">Workshop</a> werde ich je nach Vorwissen der Teilnehmer einen kurzen Überblick über Twitter geben (und bei der Gelegenheit hoffentlich noch einige zur Konversion bewegen können) und anschließend ein paar Gedanken und praktische Beispiele zur Twitter-Ethnographie präsentieren &#8211; ich bin zwar nur Nebenfach-Ethnologe, aber trotzdem.</p>
<p>Natürlich dürfen auch <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/99">ethische Erwägungen</a> nicht zu kurz kommen, denn man hat es hier schließlich zum Teil mit recht persönlichen Äußerungen zu tun. Hier gilt es, die üblichen ethnographischen Standards &#8211; zum Beispiel Offenlegung der eigenen Ziele, Anonymisierung der Äußerungen, Rückkopplung der Ergebnisse an die Befragten &#8211; ernst zu nehmen. Wer Lust hat, sich mit mir zum Thema angewandte Twitterforschung auszutauschen, sollte sich den 12. Juni schon einmal vormerken &#8211; oder am besten gleich anmelden, denn bis Donnerstag gilt noch der <a href="http://www.netnographyinsights.com/?page_id=3">Frühbuchertermin</a>.</p>
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		<title>Print-News sind ein Zombie: IDG-Studie zur Mediennutzung von Entscheidern</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 21:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktualität]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Medienhaus IDG (u.a. PC Welt, Mac Welt, Computerwoche) hat in seiner aktuellen Mediennutzungsstudie &#8220;Wie Entscheider heute Medien nutzen: Neue Formen und Möglichkeiten vernetzter Medienmarken&#8221; (hier als pdf) dreitägige Mediennutzungstagebücher von Führungskräften der Medienbranche untersucht. Dabei zeigte sich eine hohe Affinität zu &#8220;aus der Print-Tradition heraus entstandenen Medienmarken&#8221;. Ganz gleich, in welchem medialen Kontext diese [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/04/logo_idg1.gif" alt="" title="logo_idg1" width="198" height="132" class="alignleft size-full wp-image-441" />Das Medienhaus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/International_Data_Group">IDG</a> (u.a. PC Welt, Mac Welt, Computerwoche) hat in seiner aktuellen Mediennutzungsstudie &#8220;Wie Entscheider heute Medien nutzen: Neue Formen und Möglichkeiten vernetzter Medienmarken&#8221; (<a href="http://www.idgmedia.de/download/IDG-Broschuere-2008.pdf">hier als pdf</a>) dreitägige Mediennutzungstagebücher von Führungskräften der Medienbranche untersucht. Dabei zeigte sich eine hohe Affinität zu &#8220;aus der Print-Tradition heraus entstandenen Medienmarken&#8221;. Ganz gleich, in welchem medialen Kontext diese genutzt wurden &#8211; ob Print oder Online -, sie wurden als besonders seriöse Informationsquelle wahrgenommen.</p>
<p>Die Medientagebücher zeigten, dass der Tagesablauf von IT-Entscheidern sich in zwei unterterschiedliche Hälften aufteilt: Während die erste Tageshälfte von Routinen geprägt ist, finden die Führungskräfte in der zweiten, offeneren Tageshälfte Zeit für Aktivitäten, die nicht der unmittelbaren Problemlösung dienen. Dementsprechend werden am Vormittag Onlinemedien lösungsorientiert angewandt, während am Nachmittag verstärkt Printmedien genutzt werden um einen allgemeinen Marktüberblick zu bekommen.</p>
<p>Die eigentlich viel spannendere Frage danach, ob man im digitalen Zeitalter überhaupt noch trennscharf zwischen Print und Online unterscheiden kann, gehen die Autoren leider nicht an. Stattdessen interpretieren die Autoren die Daten in Richtung einer fortbestehenden Dominanz von Print:</p>
<blockquote><p>
Im Umfeld der sich wandelnden Mediennutzung ist das Internet vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie zum Leitmedium avanciert. Doch auch nach der Etablierung der neuen Informationskultur im Netz bleibt der Qualitätsjournalismus Kern allen Handels.
</p></blockquote>
<p>Gemeint ist freilich: Print-Qualitätsjournalismus. Genau an dieser Stelle liegt der grundlegende Fehler von Studien dieser Art. Die Gegenüberstellung von qualitativ-hochwertigen &#8220;Fachzeitschriften&#8221; und &#8220;Online-Medien&#8221;, die für die (armen) Entscheider als <i><a href="http://iwwitch.wordpress.com/2008/03/13/information-overload/">information overload</a></i> erlebt werden, war spätestens an dem Moment überholt, als die ersten Fachzeitschriften ihre Inhalte ins Internet transferierten und per RSS zugänglich gemacht haben (obwohl: in den Medientagebüchern der Entscheider sind Newsletter wichtiger als Feeds).</p>
<p>Überhaupt wimmelt es in dieser Studie von Formulierungen, die eine Überlegenheit von Printzeitschriften suggerieren: So ist etwa die Rede von Webseiten, &#8220;die die Lösung des anstehenden Problems <i>scheinbar</i> am schnellsten&#8221; versprechen (eigene Hervorhebung). Ebenso kurios wie bezeichnend ist auch die Wahrnehmung der Entscheider, dass Online-Medien teilweise zur Überforderung werden, während sich Print-Medien auf wundersame Weise dem &#8220;individuellen Lese-Rhythmus&#8221; anpassen können.</p>
<p>Ein Punkt ist aber plausibel: Printzeitschriften spielen als Nachrichtenquelle nur noch eine Untergeordnete Rolle. Das Internet &#8211; trotz aller Diffusität, Unübersichtlichkeit und Flüchtigkeit &#8211; liefert die aktuelleren Informationen. Also: <b>Print ist nicht <a href="http://www.media-ocean.de/2008/03/13/print-ist-tot/">tot</a>, aber Print-News sind ein Zombie.</b> Und Marken, welche eine Überraschung, spielen sowohl in der Print- wie Onlinewelt eine große Rolle. Das passt zu den aktuellen Überlegungen zu &#8220;<a href="http://www.buzzmachine.com/2007/08/11/the-emergence-of-media-tribes/">Media-Tribes</a>&#8220;.</p>
<p>Diese qualitative Studie wurde August bis Oktober 2007 von <a href="http://www.ifcom-research.de/">IFCom in Hamburg</a> durchgeführt und basiert auf der Auswertung von 20 ausgefüllten Mediennutzungstagebüchern und 20 ergänzenden explorativen Interviews. Für eine explorative qualitative Studie ist die Stichprobengröße durchaus in Ordnung, um die These der unterschiedlichen &#8220;Medientageszeiten&#8221; weiter zu erhärte, wäre allerdings eine Nacherhebung größeren Umfangs notwendig. Ist so etwas geplant?</p>
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		<item>
		<title>Einladung zum re:publica-Workshop &#8220;Brauchen wir eine Forschungsgruppe Social Media?&#8221;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/28/einladung-zum-republica-workshop-brauchen-wir-eine-forschungsgruppe-social-media/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 17:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun gibt es einen festen Termin und einen festen Ort für den re:publica-Workshop zum Thema &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221;: Wir treffen uns am Donnerstag, 3. April 2008, um 10:00 in der &#8220;Radeberger-Lounge&#8221;. In dieser gemütlichen und kommunikationsanregenden Umgebung haben wir dann 90 Minuten Zeit, unsere Vorstellungen über eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; auszutauschen. Hier der Ankündigungstext für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a href="http://re-publica.de/08/"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/03/republica1.jpg' alt='republica1.jpg' class='left' align='left' /></a>Nun gibt es einen festen Termin und einen festen Ort für den <a href="http://re-publica.de/08/">re:publica</a>-Workshop zum Thema &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221;: Wir treffen uns am <b>Donnerstag, 3. April 2008, um 10:00 in der &#8220;Radeberger-Lounge&#8221;</b>. In dieser gemütlichen und kommunikationsanregenden Umgebung haben wir dann 90 Minuten Zeit, unsere Vorstellungen über eine &#8220;Forschungsgruppe Social Media&#8221; auszutauschen.</p>
<p>Hier der Ankündigungstext für unseren re:publica-Workshop (siehe dazu auch <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/">hier</a> und <a href="http://blog.metaroll.de/2008/03/24/call-for-participation-forschungsgruppe-social-media-auf-der-republica-2008/">hier</a>):</p>
<blockquote><p>
Jedes Medium hat eine Arbeitsgemeinschaft oder Forschungsgruppe, die sich um seine Erforschung und die Erhebung von Zahlen kümmert &#8211; von IVW, ag.ma bis AGOF. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die großen Medienhäuser auch die Bedeutung des Social Web erkennen und beginnen, es zu vermessen. Nach ihren Kriterien und Interessen.</p>
<p>Wäre es da nicht sinnvoll, diese Angelegenheit selbst in die Hände zu nehmen und eine <b>Forschungsgruppe Social Media</b> ins Leben zu rufen, in der die BloggerInnen sich selbst über die Spielregeln verständigen, mit denen Blogosphäre und Social Networks erforscht und vermessen werden? Zudem könnte eine solche Institution auch als Träger für qualitative wie quantitative Blogstudien agieren sowie als Informationsstelle, die der interessierten Öffentlichkeit zuverlässige Daten über das Web 2.0 zur Verfügung stellt.</p>
<p>Auch die ewige Relevanzfrage könnte in diesem Kontext aufgegriffen werden, berufen sich die Kritiker des neuen Netzes doch immer wieder auf die im Vergleich mit Print und TV geringere Reichweite von Blogs. Doch außer der internen Verlinkung der Blogosphäre gibt es dazu kaum brauchbare Daten. Insofern wäre es auch spannend, darüber zu diskutieren, welche Möglichkeit zur Messung der gesellschaftlichen Bedeutung der Blogosphäre denkbar sind.
</p></blockquote>
<p><b><a href="http://doodle.de/participation.html?pollId=tbi4ypactmdh6rb9">Hier geht&#8217;s zur Anmeldung für die Teilnehmer</a></b></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum wir eine Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung brauchen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 22:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[UPDATE: Mittlerweile wurde eine Arbeitsgemeinschaft Social Media gegründet. Eine spannende Diskussion über die Messbarkeit von Onlinecommunities hat auf dem BarCamp in Hannover stattgefunden (vgl. dazu die Beiträge von Kai-Uwe Hellmann, Michael Ellensohn). Ich war leider nicht dort, hatte jedoch auf diesem Blog ebenfalls etwas über diese Thema geschrieben und mit der metaroll den Versuch unternommen, [...]]]></description>
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<p><b>UPDATE: Mittlerweile wurde eine <a href="http://ag-sm.de">Arbeitsgemeinschaft Social Media</a> gegründet.</b></p>
<p>Eine spannende Diskussion über die Messbarkeit von Onlinecommunities hat auf dem BarCamp in Hannover stattgefunden (vgl. dazu die Beiträge von <a href="http://markeninstitut.wordpress.com/2008/02/24/community-metrics/">Kai-Uwe Hellmann</a>, <a href="http://www.internetszene.com/2008/02/26/kennzahlen-zur-community-forschung-1/">Michael Ellensohn</a>). Ich war leider nicht dort, hatte jedoch auf diesem Blog ebenfalls <a href="http://blog.metaroll.de/2007/12/07/wie-misst-man-den-erfolg-eines-weblogs/">etwas</a> über diese Thema geschrieben und mit der <a href="http://www.metaroll.de">metaroll</a> den Versuch unternommen, eine alternative Blogrollmetrik zu entwickeln, mit der die langfristige Relevanz von Blogs sowie ihre dauerhafte Vernetzung untereinander dargestellt werden können. <a href="http://www.rivva.de">Rivva</a> bietet Informationen darüber, welche Themen in der Blogosphäre am intensivsten diskutiert werden und welche Blogs „aus Schneebällen Lawinen rollen“, so Frank Westphal. Außerdem gibt es natürlich auch noch die auf der Verlinkung von Einträgen und Blogs basierende <a href="http://www.technorati.com">Technorati-Authority</a>, die z.B. auch die Grundlage für die <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">Deutschen Blogcharts</a> sind.</p>
<p>Zugleich fehlen nach wie vor grundlegende Informationen, zum Beispiel darüber, wie groß die deutschsprachige Blogosphäre überhaupt ist (unter Berücksichtigung von Serien- und Multibloggern sowie Weblogvakanzen), wie relevant die dort diskutierten Themen für massenmediale Öffentlichkeiten sind (die Annahmen reichen von einer selbstreferentiellen <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/942/160504/">Copy-and-Paste-Kultur</a> bis hin zum <a href="http://publishing2.com/">Nachfolger der Printzeitungen</a>) und vor allem auch: von wem die Millionen von Einträgen überhaupt gelesen werden. Wie sieht die soziokulturelle und demographische Struktur der Blogleser aus und wie verändert sich diese im Lauf der Zeit? Wie groß ist das <a href="http://www.kaushik.net/avinash/2008/01/measuring-online-engagement-what-role-does-web-analytics-play.html">Engagement</a> im Neuen Netz tatsächlich? Kurz: der Forschungsbedarf ist nicht zu übersehen.</p>
<p>Warum sollte sich die Blogosphäre mit diesem Thema überhaupt auseinandersetzen? Liegt der besondere Charme der Blogs nicht gerade in ihrer Authentizität, Leidenschaftlichkeit und Unprofessionalität? Das mag in zahlreichen Fällen zutreffen. Doch zugleich gilt: Wenn die Blogger das nicht selber machen, wird es jemand anderer für sie erledigen. Im Zweifelsfall sind das die großen Verlage und Medienhäuser, deren Engagement auf dem Web 2.0-Sektor nicht mehr zu übersehen ist (siehe dazu auch den taz-Beitrag &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ein-guetesiegel-muss-her/">Ein Gütesiegel muss her</a>&#8220;).</p>
<p>Um das Heft selbst in der Hand zu behalten und sich nicht fremd bestimmen zu lassen, wäre zum Beispiel die Gründung eines Vereins oder einer <b>Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung</b> denkbar, mit dessen Hilfe sich die Blogosphäre für folgende Ziele einsetzen könnte:</p>
<ul>
<li><b>Wissenschaftliche Erforschung</b> der Blogosphäre und Online-Communities, zum Beispiel in Studien nach dem Modell „Wie ich blogge?!“. Bislang wird dieses Thema regelmäßig und in großem Umfang vor allem von Marktforschungsunternehmen und den Forschungsabteilungen der Medienhäuser bedient. Das Feedback der Ergebnisse in die Blogosphäre lässt dabei zu wünschen übrig. Die sozialwissenschaftliche Forschung ist aufgrund äußerer Bedingungen wie Projektlaufzeiten und Qualifizierungsarbeiten eher episodisch und erlaubt keine Aussagen über die Entwicklung der Blogs im zeitlichen Längsschnitt. Deshalb wäre es wichtig, wenn die Blogosphäre selbst über ihre eigene Vermessung verfügen könnte.
<li>Neben der Forschung wäre eine weitere wichtige Funktion die <b>politische Interessenvertretung</b>. Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung und Kommentarhaftung werden zwar in den Blogs intensiv diskutiert, davon ist jedoch in Berlin zu wenig angekommen, da die Politik keinen Ansprechpartner hat, der die Interessen der Blogger gebündelt vertreten kann. Dabei geht es auf längere Sicht auch um den Schutz von Bloggern unter dem Dach der Pressefreiheit, z.B. was ihren Umgang mit vertraulichen Quellen betrifft. Das heißt aber auch, dass ein solcher Verein das Thema Bloggerethik auf die Tagesordnung setzen müsste.
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Kurzer Blick auf scholarz.net</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 16:30:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[forschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Johannes Moskaliuk konnte sich scholarz.net, das Wissensmanagementtool der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, schon einmal als Betaversion ansehen. Im Kern geht es dabei um die Verwaltung von Ressourcen wie Literaturangaben, Zitaten, Querverweisen, Ideen und Textteilen, die dann &#8211; wir sind hier schließlich im Web 2.0 &#8211; getaggt und mit anderen Nutzern geteilt werden können. Also eine Art mehrbenutzerfähiger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/scholar.png' alt='scholar.png' class='right' align='right' />Johannes Moskaliuk konnte sich <a href="http://blog-de.scholarz.net/2008/02/26/online-software-fur-wissenschaftliches-arbeiten-%e2%80%93-uber-%e2%80%9escholarznet%e2%80%9c/">scholarz.net</a>, das Wissensmanagementtool der <a href="http://www.quotebook.vwl.uni-wuerzburg.de/">Julius-Maximilians-Universität Würzburg</a>, schon einmal als Betaversion <a href="http://blog.moskaliuk.com/scholarznet-wissenschaftliches-arbeiten-im-web-20/">ansehen</a>. Im Kern <a href="http://blog.metaroll.de/2008/01/15/scholarz-und-eine-einfuehrung-in-web-20-fuer-sozialwissenschaftler/">geht es dabei</a> um die Verwaltung von Ressourcen wie Literaturangaben, Zitaten, Querverweisen, Ideen und Textteilen, die dann &#8211; wir sind hier schließlich im Web 2.0 &#8211; getaggt und mit anderen Nutzern geteilt werden können. Also eine Art mehrbenutzerfähiger <a href="http://zettelkasten.danielluedecke.de/">digitaler Zettelkasten</a>. Sein Fazit klingt schon einmal vielversprechend:</p>
<blockquote><p> Diese Verknüpfung von Datenverwaltung und sozialer Netzwerkfunktion finde ich spannend und neu. Damit werden die meiner Meinung wesentlichen Aspekte des Web 2.0, nämlich Wissensemergenz und soziale Vernetzung als Mehrwert mit einem Tools bedient. Bis jetzt habe ich meine Wissen in einem Wiki gesammelt und Kontakte über XING geknüpft. Mit Scholarz.net ich beides mit einem Tool erreichen. Schöner Zusatz: Integriert ist auch eine Mailfunktion, eine Adressbuch und ein Diskussionsforum.
</p></blockquote>
<p>Was mich nun interessieren würde, ohne dass ich schon eine Gelegenheit hatte, mir das Programm einmal anzusehen:</p>
<ul>
<li>Wie sieht es mit der Datensicherheit aus? Bei Google Docs werden die Daten, so wie ich das verstanden habe, mittels Cloud Computing verteilt in verschiedenen Datacenters abgelegt, so dass im Fall eines Ausfalls immer Sicherungskopien bereit stehen. Welche Sicherungsstrategien sind für scholarz.net vorgesehen? Was heißt &#8220;Mit scholarz.net werden alle Daten zentral an einem geheimen Ort abgespeichert und sind durch mehrere Sicherheitsschranken geschützt&#8221; konkret?
<li>Was geschieht mit den Urheberrechten? Im Falle von Google Docs gab es bereits einmal <a href="http://www.googlewatchblog.de/2007/09/07/docs-spreadsheets-agb-google-rudert-zurueck/">einige Verwirrung</a> darüber, inwiefern Google berechtigt ist, eingestellte Dokumente weiterzunutzen.
<li>Generell ist mir nicht ganz klar, wo scholarz.net über andere Online-Textverarbeitungen oder Wikis hinausgeht. Ein Killerfeature wären sicher eingebaute Kodierungsfunktionen à la <a href="http://www.atlasti.com/de/">atlas.ti</a> oder <a href="http://www.maxqda.de/">MAXQDA</a>. Ist so etwas geplant? Wie sieht es mit dem Erstellen von Fragebögen aus, was ja mittlerweile mit Google Docs <a href="http://googledocs.blogspot.com/2008/02/stop-sharing-spreadsheets-start.html">möglich</a> <a href="http://www.ledergerbers.ch/wp/2008/02/10/umfragen-mit-google-spreadsheet/">ist</a>?
<li>Der aktuelle Claim &#8220;Schneller promovieren!&#8221; erscheint mir doch ein bisschen eng gefasst. Einige der angesprochenen Funktionen dürften auch für andere Zielgruppen sehr interessant sein.
<li>Wie sieht das Geschäftsmodell aus? Wie läuft die Finanzierung des Dienstes nach dem Ende der Projektlaufzeit?
</ul>
<p>Auf jeden Fall bin ich weiter gespannt auf die Entwicklung dieses Services.</p>
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		<title>Das Ende der Klickökonomie?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/18/das-ende-der-klickoekonomie/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 22:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man stelle sich einmal vor, die Werbewirkung mobiler Außenwerbung würde so gemessen, dass man ausschließlich zählt, wie oft ein Sandwich-Mann, der für eine Zigarettenfirma durch die Fußgängerzone schlendert, um Zigaretten gebeten wird. Das Szenario mag zwar ungewöhnlich wirken, eignet sich aber nach wie vor für die Beschreibung des Onlinewerbemarktes. Wenn es um die Online-Werbevermarktung geht, [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/153250398_1b794486b6_m.jpg' alt='153250398_1b794486b6_m.jpg' class='left' align='left' />Man stelle sich einmal vor, die Werbewirkung mobiler Außenwerbung würde so gemessen, dass man ausschließlich zählt, wie oft ein Sandwich-Mann, der für eine Zigarettenfirma durch die Fußgängerzone schlendert, um Zigaretten gebeten wird. Das Szenario mag zwar ungewöhnlich wirken, eignet sich aber nach wie vor für die Beschreibung des Onlinewerbemarktes.</p>
<p>Wenn es um die Online-Werbevermarktung geht, ist nicht nur die Volumensfrage von Bedeutung – Wie stark wird das Internet überhaupt genutzt? Wie oft werden Werbemittel angeklickt? Wie oft resultieren aus Klicks tatsächliche (Trans)aktionen -, sondern immer häufiger wird nun auch die Qualitätsfrage gestellt: Wer klickt überhaupt auf Banner? Die Volumensfrage lässt sich vergleichsweise einfach beantworten indem man die Werbeklicks in ein Verhältnis zu den gesamten Seitenaufrufen, Besuchen oder möglicherweise auch der Besuchszeit setzt. Die Qualitätsfrage nicht.</p>
<p>Um herauszufinden, <a href=“http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2008/02/16/who_clicks_on_a_1.html“>wer die „Werbeklicker“ sind</a>, muss man das Surfverhalten mit Hilfe Panels von Internetnutzern beobachten, deren demographische Merkmale bekannt sind bzw. kontrolliert werden können. Eines der größten solcher Panels aus <a href=“http://www.comscore.com/method/method.asp“>zwei Millionen Teilnehmern</a> besitzt comScore, die sich in Zusammenarbeit mit Tacoda und Starcom nun dem Werbeklickverhalten gewidmet hat. Das <a href=“http://www.smvgroup.com/news_popup_flash.asp?pr=1643“>Ergebnis der Studie</a> mit dem schönen Titel „Natural Born Clickers“ lautet schlicht: „der Klick ist tot“.</p>
<p>Da die Werbeklicker („natural born clickers“) nur eine kleine Gruppe von Nutzern darstellen, die in keiner Weise repräsentativ für die große Mehrheit der Onlinenutzer sind, wird nun das Prinzip „Bannerklick“ oder „Click-Through-Rate“ als solches in Frage gestellt. Eigentlich ist es überraschend, dass sich das so lange halten konnte. Zunächst war die Euphorie noch verständlich: Werbekunden und Werbevermarkter hatten mit der Onlinewerbung ein Instrument in der Hand, das es technisch relativ leicht macht, den Abruf der Werbemittel sowie die Konversion der Werbeklicks in tatsächlich Kaufakte zu messen, da diese – so die Theorie – ebenfalls online stattfinden.</p>
<p>So rückten nach und nach die Klicker in den Mittelpunkt der Online-Werbebemühungen, während die indirekte Konversion von Werbemittelabrufen in zeitlich oder räumlich verschobene ökonomische Transaktionen aus dem Blick gerieten. Erst jetzt wird dieser Irrweg klar sichtbar, denn Studien wie diese legen die Vermutung nahe, dass diejenigen, die tatsächlich auf Werbebanner klicken, als Zielgruppe sehr viel weniger spannend sind als die Nichtklicker. Womöglich lässt sich das auch auf den nach wie vor grassierenden Bildergaleriewahn auf den Portalen von Spiegel, Süddeutsche und Focus übertragen: diejenigen, die sich eifrig durch die Galerien klicken, schaffen zwar vergleichsweise billig Reichweite, sind aber in allen anderen Punkten schlicht uninteressant.</p>
<p>Die Studie zeigt, dass die Natural Born Clickers nur sechs Prozent der gesamten (US-)Onlinenutzer darstellen, aber für die Hälfte der Werbeklicks verantwortlich sind. Schaut man sich die Merkmale dieser Gruppe an, dann ist die klickfreudige Population mittleren Alters (25-44) und hat ein eher niedriges Jahreseinkommen (unter $40.000). Außerdem verbringen sie überdurchschnittlich viel Zeit im Internet – Auktionsportale, Glücksspielseiten und Karriereportale gehören zu ihren Lieblingszielen –, was sich jedoch nicht in entsprechende Onlineumsätze übersetzen lässt. Kurz: Die Heavy Clickers sind im WWW <a href=“http://blogs.mediapost.com/spin/?p=1085#“>eine Ausnahme</a>.</p>
<p>Aber noch ein weiteres Ergebnis der Studie ist brisant für die Onlinevermarkter: Die Klickraten auf Werbebanner haben kaum etwas mit der <a href="http://medienkonvergenz.com/2008/02/12/wer-klickt-denn-da-werbung-messen-ist-auch-online-eine-kunstform/">Markenwahrnehmung</a> zu tun. Insofern laufen Bemühungen, das Markenbewusstsein über klick-optimierte Kampagnen zu fördern, ins Leere. Auch – oder vielleicht gerade dann –, wenn die Werbemittel überdurchschnittlich häufig angeklickt werden. Erfolg ist gleich Misserfolg.</p>
<p>Für die Markt- und Medienforschung kommen diese Ergebnisse wie gerufen, bieten sie doch eine Gelegenheit, das spezifische Know-how dieser Branche – zum Beispiel, wenn es um die Untersuchung von Konsumentenkulturen oder Markenwahrnehmung geht – wieder in den Mittelpunkt zu stellen. So <a href=“http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2007/12/03/who_clicks_on_a.html“>fragt</a> Danah Boyd zu recht:</p>
<blockquote><p>
While studies of consumer culture go back decades, I&#8217;m having a hard time surfacing what is known about the culture of web advertising. Who is being targeted? Who is responding? Why are they responding? What are the implications?
</p></blockquote>
<p><small>(Abbildung &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/mod8/153250398/">strange work</a>&#8221; von \\kleezerocinque//)</small></p>
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		<title>Milieu- und Szenenforschung: Von DDR-Nostalgischen, Junghexen und Cosplayern</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 06:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[creativecommons]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Einer der schönsten Themen der Soziologie, mit dem man garantiert ein eingeschlafenes Seminar wieder zum Mitdenken bringt, ist die Milieu- oder Szenenforschung. Dazu gehören etwa die Sinus-Milieus (oder die &#8220;Kartoffelgrafik&#8221;), in der die deutsche Bevölkerung auf der vertikalen Achse nach den big three (Bildung, Beruf, Einkommen) geschichtet sind und auf der horizontalen nach der &#8220;Grundorientierung&#8221; [...]]]></description>
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<p>Einer der schönsten Themen der Soziologie, mit dem man garantiert ein eingeschlafenes Seminar wieder zum Mitdenken bringt, ist die Milieu- oder Szenenforschung. Dazu gehören etwa die <a href="http://www.sinus-sociovision.de/"><strong>Sinus-Milieus</strong></a> (oder die &#8220;Kartoffelgrafik&#8221;), in der die deutsche Bevölkerung auf der vertikalen Achse nach den <em>big three</em> (Bildung, Beruf, Einkommen) geschichtet sind und auf der horizontalen nach der &#8220;Grundorientierung&#8221; von traditionell bis postmodern:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/sinus.png' alt='sinus.png' class='center' align='center' /></p>
<p>Auch die <strong>Milieuforschung</strong> von <a href="http://www.gerhardschulze.de/">Gerhard Schulze</a> (&#8220;<a href="http://www.single-generation.de/wissenschaft/gerhard_schulze.htm#erlebnis">Die Erlebnisgesellschaft</a>&#8220;) eignet sich immer wieder gut für spannende Diskussionen nach dem Motto: Sag mir, welches Bild auf deinem Klavier steht, und ich sage dir, welche Musik du hörst usw. Schulze unterscheidet im Wesentlichen fünf Milieus: Niveaumilieu (&#8220;Bildungsbürger&#8221;), Harmoniemilieu (&#8220;Volksmusik&#8221;), Selbstverwirklichungsmilieu (&#8220;Hedonisten&#8221;), Unterhaltungsmilieu (&#8220;Computerspiele&#8221; und &#8220;Mallorca&#8221;), Integrationsmilieu (Mischung zwischen den anderen vier Milieus).</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/szenenkat.png' alt='szenenkat.png' class='right' align='right' />Jetzt ist mit den <strong>Jugend-Szenen</strong> ein drittes Konzept dabei, eine <a href="http://www.jugendszenen.com/Newsflash/Besucheransturm-nach-Pressemeldung.html">beachtliche Karriere</a> in der öffentlichen Wahrnehmung zu erleben (siehe die Berichterstattung auf <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/99182/">heise</a>, <a href="http://weblog.medienwissenschaft.de/archives/2066">Trierer Medienblog</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2007/jugendszenen/">netzpolitik.org</a>, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,517794,00.html">Spiegel Online</a> und <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/szene/2007/11/19/news-5360820/detail.html">Der Westen</a>). Auf der von <a href="http://www.hitzler-soziologie.de/mitarbeiter.html#DTepe">Daniel Tepe</a> betreuten Seite <a href="http://www.jugendszenen.com/">jugendszenen.com</a> (Blog), die vom <a href="http://www.hitzler-soziologie.de/">Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Universität Dortmund (Ronald Hitzler)</a> unterstützt wird, findet man einen umfangreichen <a href="http://www.jugendszenen.com/Szenenkatalog.html">Katalog</a> von Szenen in Deutschland von der Antifa bis zur Warez-Szene. Zunächst zur dort verwendeten Definition von Szenen:</p>
<blockquote><p>
Auf theoretischer Ebene definieren wir eine Szene als ein Netzwerk von Akteuren, die bestimmte materiale und mentale Formen der kollektiven Selbst-Stilisierung teilen, um diese Teilhabe wissen, und die diese Gemeinsamkeiten kommunikativ stabilisieren, modifizieren oder transformieren. Weit weniger scheint uns dabei also Gleichaltrigkeit das wesentliche Vergemeinschaftungskriterium zu sein als vielmehr die (relative) &#8216;Gleichartigkeit&#8217; von Interessen, die in der Regel teilzeitlich begrenzt relevant und &#8216;ausgelebt&#8217; werden (<a href="http://www.jugendszenen.com/Examples/">Quelle</a>).
</p></blockquote>
<p>Jede dieser Szenen wird mit einer kurzen historischen Einführung vorgestellt, dann folgen einige Zahlen sowie Anmerkungen zum konstitutiven Kern der Szene (&#8220;Fokus&#8221;), zu Einstellung, Lifestyle, Symbolen, Ritualen, Events, Treffpunkten, Medien, Strukturen und Beziehungsmustern vorgestellt. Abschließend gibt es dann noch Verweise auf weiterführende Literatur oder Webseiten. Besonders bemerkenswert: Die einzelnen Szenenbeschreibungen kann man kommentieren, außerdem wurden sie unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/deed.de">Creative Commons-Lizenz</a> ins Netz gestellt. Eine spannende Art, soziologische Forschung im Internet zu präsentieren.</p>
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		<title>Die Sichtbarkeit des bloggenden Wissenschaftlers</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/30/die-sichtbarkeit-des-bloggenden-wissenschaftlers/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 07:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Be a visible researcher (Danah Boyd) Ich finde, das fasst es schon ganz gut zusammen, um was es beim Wissenschaftsbloggen geht. Auf der einen Seite haben bloggende Wissenschaftler den Vorteil, ein vergleichsweise breites Publikum zu erreichen. Die Auflagen der deutschen Fachzeitschriften für Soziologie liegen beispielsweise zwischen 500 (Berliner Journal für Soziologie) und 1.700 (Kölner Zeitschrift [...]]]></description>
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<blockquote><p>Be a visible researcher (<a href="http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html">Danah</a> <a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2007/10/25/choose_your_own.html">Boyd</a>)</p></blockquote>
<p>Ich finde, das fasst es schon ganz gut zusammen, um was es beim Wissenschaftsbloggen geht.</p>
<p>Auf der einen Seite haben bloggende Wissenschaftler den Vorteil, ein vergleichsweise breites Publikum zu erreichen. Die <a href="http://www.media-daten.com">Auflagen</a> der deutschen Fachzeitschriften für Soziologie liegen beispielsweise zwischen 500 (<a href="http://www2.hu-berlin.de/bjs/">Berliner Journal für Soziologie</a>) und 1.700 (<a href="http://www.uni-koeln.de/kzfss/">Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie</a>). Das ist ein Bereich, den ein Wissenschaftsblogger durchaus an einem sehr guten Tag erreichen kann (wobei man natürlich gedruckte Exemplare und Unique Visitors einer Webseite nur schwer vergleichen kann).</p>
<p>Auf der anderen Seite bedeutet diese Sichtbarkeit aber auch, dass man selbst als ForscherIn greifbarer wird und sehr viel stärker die Erwartung spürt, Stellung zu nehmen, Wissenschaft in Gesellschaft zu betreiben. Das wird sehr deutlich in <a href="http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html">Danah Boyds Beschreibung ihrer MySpace-Forschungen</a>, die zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und Aufklärung, wenn nicht sogar Parteinahme liegen.</p>
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		<title>Fragebogen zur Free Burma-Blogaktion</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/05/fragebogen-zur-free-burma-blogaktion/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Oct 2007 19:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie Marc in seiner Wissenswerkstatt schreibt, haben wir einen Fragebogen zur &#8220;Free Burma!&#8221;-Blogaktion erstellt. Für einen Soziologen ist diese neue Art der Mobilisierung von Protest einfach zu spannend, um sich diese Sache nicht ein bisschen näher anzusehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr euch die 5-7 Minuten Zeit nehmen könntet, um die Fragen zu [...]]]></description>
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<p>Wie Marc in seiner Wissenswerkstatt schreibt, haben wir einen Fragebogen zur &#8220;Free Burma!&#8221;-Blogaktion erstellt. Für einen Soziologen ist diese neue Art der Mobilisierung von Protest einfach zu spannend, um sich diese Sache nicht ein bisschen näher anzusehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr euch die 5-7 Minuten Zeit nehmen könntet, um die Fragen zu beantworten. Natürlich laufen die ganze Umfrage und die Auswertung anonym ab, so dass keine personenbezogenen Daten erhoben oder ausgewertet werden.</p>
<p><a href="http://ofb.msd-media.de/burma">Hier geht es zum Fragebogen.</a> Danke!</p>
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		<title>Soziologie der Blogroll</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 10:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[empirie]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dieser metaroll-Seite frage ich mich, wie lange Zeit Blogrolls wohl unverändert bleiben. Wenigstens auf diese Frage gibt es schon eine erste Antwort, wie ich von Jan Schmidt erfahren habe. Denn die Studie &#8220;Wie ich blogge?! Erste Ergebnisse der Weblogbefragung 2005&#8221; von Jan Schmidt und Martin Wilbers gibt auch zu diesem Thema Auskunft: &#8220;Etwas mehr [...]]]></description>
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<p>Auf <a href="http://www.metaroll.de/about.php">dieser metaroll-Seite</a> frage ich mich, wie lange Zeit Blogrolls wohl unverändert bleiben. Wenigstens auf diese Frage gibt es schon eine erste Antwort, wie ich von <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/">Jan Schmidt</a> erfahren habe. Denn die Studie &#8220;<a href="http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0601.pdf">Wie ich blogge?! Erste Ergebnisse der Weblogbefragung 2005</a>&#8221; von Jan Schmidt und Martin Wilbers gibt auch zu diesem Thema Auskunft: &#8220;Etwas mehr als die Hälfte der Autoren führt eine Blogroll, in der sie vor allem auf solche Weblogs verweisen, die sie selber gerne lesen oder die Freunde von ihnen führen. Mit steigendem Alter des Weblogs wächst der Umfang der Blogroll, sinkt aber die Aktualisierungshäufigkeit&#8221;. Auch ein paar Zahlen werden genannt: Nach Schmidt und Wilbers ist die Durchschnittsblogroll 16 Links lang; der Umfang variiiert zwischen einem und 300 Einträgen (der Median ist 10).</p>
<p>Interessanterweise komme ich für die <a href="http://www.metaroll.de">metaroll</a> zu ähnlichen Zahlen, was die Länge angeht: die kürzeste Blogroll hat nur einen Eintrag und die längste 333. Allerdings liegt der Median bei meinen Daten mit 25 deutlich über den Werten von Schmidt und Wilbers und auch die Durchschnittslänge liegt mit 35 Einträgen darüber; die Standardabweichung beträgt 37,42. Die Zahlen werden im <a href="http://www.metaroll.de#zahlen">unteren Abschnitt der metaroll-Seite</a> von jetzt an ständig aktualisiert.</p>
<p>Doch nun zur Antwort auf die von mir gestellt Frage:</p>
<blockquote><p>Nur etwa ein Drittel gibt an, zumindest mehrmals im Monat Veränderungen daran vorzunehmen, während zwei Drittel dies nur einige Male im Jahr tun. Tendenziell aktualisieren die Autoren älterer Weblogs ihre Blogroll seltener als die von jüngeren Weblogs.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Was schreiben die anderen über die metaroll?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/09/11/was-schreiben-die-anderen-ueber-die-metaroll/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/09/11/was-schreiben-die-anderen-ueber-die-metaroll/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Sep 2007 20:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[analyse]]></category>
		<category><![CDATA[charts]]></category>
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		<category><![CDATA[topliste]]></category>
		<category><![CDATA[weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Reaktionen auf die metaroll-Liste der kumulierten Blogrolls: Als erstes meldete sich Alexander vom Zielpublikum Weblog zu Wort. In seinem Beitrag &#8220;Endlich wieder eine Topliste&#8221; freut er sich nicht nur über den mysteriösen 42. Rang seines eigenen Blogs (aktuell und viele 1000 eingetragene Blogs später ist das Blog auf Platz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Hier eine kurze Zusammenfassung der <a href="http://technorati.com/posts/tag/metaroll">bisherigen Reaktionen</a> auf die metaroll-Liste der kumulierten Blogrolls:</p>
<ul>
<li>Als erstes meldete sich Alexander vom <a href="http://www.endl.de">Zielpublikum Weblog</a> zu Wort. In seinem Beitrag &#8220;<a href="http://www.endl.de/weblog/2007/09/03/endlich-wieder-eine-liste/">Endlich wieder eine Topliste</a>&#8221; freut er sich nicht nur über den mysteriösen 42. Rang seines eigenen Blogs (aktuell und viele 1000 eingetragene Blogs später ist das Blog auf Platz 46 &#8211; was doch ein Indiz für die Stabilität des Rankings ist), sondern beschreibt das Projekt als<br />
<blockquote><p>
eine weitere interessante Auswertung, nicht mehr, nicht weniger. Ein neuer Blickwinkel, neben Reichweiten-Messung und Authority (dem Technorati-Maß nach eingehenden Links).</p>
<p>Und ein bisschen Ersatzdroge für Statistik-Junks die den Entzug von Blogscout noch nicht durch haben.
</p></blockquote>
<p>Daran schließt sich eine für mich interessante Diskussion über die (mangelnde) Repräsentativität des Unterfangens an.</p>
<li>Als nächstes <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2007/09/04/warum-die-blogosphare-ein-ranking-braucht/">teilt</a> René seine Gedanken über Sinn und Unsinn von Blogrankings in seinem Beitrag &#8220;Warum die Blogosphäre ein Ranking braucht&#8221; mit und kommt letztlich zu dem Ergebnis, dass ein Dienst wie blogscout notwendig ist (darüber wird dann beim <a href="http://www.webrocker.de/blog/2007/09/05/tja/">Webrocker</a>, in der <a href="http://blogbar.de/archiv/2007/09/05/warum-ein-weiteres-blogranking-nicht-wirklich-notig-ist">Blogbar</a> sowie bei esib <a href="http://www.eyesaiditbefore.de/2007/09/05/warum-die-blogosphaere-kein-ranking-braucht/">weiterdiskutiert</a>). Für ihn sind<br />
<blockquote><p>Tagesaktuelle Charts, eine Liste, die einen guten Teil der Blogosphäre erfasst, [...] ein Kitt, dessen im positiven Sinne bindende Wirkung man nicht unterschätzen sollte.</p></blockquote>
<p> Die metaroll kann dieses Bedürfnis jedoch nicht erfüllen, da sie für diesen Zweck (wie die <a href="http://www.deutscheblogcharts.de">deutschen Blogcharts</a>) zu statisch ist.</p>
<li>Wie man die metaroll beeinflussen kann, um die eigene Wertung nach oben zu drücken, <a href="http://www.admartinator.de/2007/09/05/das-metaroll-experiment">fragt sich</a> Admartinator in seinem Blog und startet daraufhin einen Aufruf an seine Leser, ihre eigenen Blogrolls einzutragen. Tatsächlich ist das Blog daraufhin bis in die Top 10 gelangt, mit den Neuzugängen der letzten Tage hat sich dieser Effekt allerdings wieder etwas abgemildert. Auch hier zeigte sich in der Diskussion wieder die Bedeutung eines stabilen Referenzrahmens wie der dbc-Top 100. Außerdem machen sich anscheinend einige Leute in Verbindung mit der metaroll erstmals Gedanken über die Anlage einer eigenen Blogroll. Das freut mich besonders.
<li>Im Anschluss daran schreiben auch <a href="http://dmay.net/blog/metaroll/">Dave</a>, der <a href="http://www.tonnendreher.net/wordpress/?p=269">Tonnendreher</a> sowie Marc aus der <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/">Wissenswerkstatt</a> über die metaroll. Letzterer hat auch noch eine wichtige Überlegung parat, die ich jedoch angesichts von Datenschutzaspekten für nicht durchführbar halte. Überhaupt bin ich mir über die datenschutzrechtlichen Aspekte noch nicht ganz im Klaren: ist die Blogroll eines Weblogs ein schützenswertes kreatives Eigentum, das nicht ohne Einwilligung weitergegeben werden kann? Ich betrachte das momentan so und führe nur die Blogs, die mir explizit ihre Einwilligung gegeben haben, in der &#8220;geblogrollt von&#8221;-Spalte.<br />
<blockquote><p>
Ideal wäre &#8211; um der Relevanz von Blogs nachzuspüren &#8211; in meinen Augen eine Auswertung der jeweiligen Feedreader-Inhalte der einzelnen Blogger. Denn was mich einige Wochen langweilt, wird aus dem Feed bei mir entfernt… andere Fundstücke, die ich im Auge behalten will, kommen rein.
</p></blockquote>
<li>Auf dem Münchener Bloggertreffen konnte ich mich mit einigen Kollegen Bloggern über das Thema austauschen und weitere Anregungen für sowie Reaktionen auf das Projekt (zum Beispiel <a href="http://www.stoibaer.de/about-metaroll.html">hier</a>) sammeln.
<li>Sehr viel Lob kommt von juliaL49 in <a href="http://49suns.de/2007-09-07/was-kommt-in-meine-blogroll-aka-schon-gemetarollt">ihrem Blog</a>. Außerdem einige grundlegende Gedanken zum Blogrollen sowie die spannende Frage nach der Aktualisierung der metaroll, auf die ich leider noch keine Antwort geben kann. Im Anschluss daran erwähnt auch <a href="http://uwe.vg/2007/09/07/cinekie-ueber-so-ein-komisches-fernsehformat-und-julia-ueber-eine-metablogroll/">Uwe</a> das Projekt in seinem Blog sowie Kropi in einem <a href="http://www.kropi.de/2007/09/08/metaroll-die-bessere-blog-topliste/">ausführlichen Beitrag</a>.
</ul>
<p>Für den Anfang gar nicht mal schlecht. Jetzt gilt es aber, viele neue Blogs in das System zu übernehmen und vor allem die dbc-Top 100-Blogs zur Teilnahme zu bewegen, so dass man sehen kann, welche Blogs die sogenannten A-Blogger in ihren Blogrolls abgespeichert haben.</p>
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