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	<title>viralmythen &#187; blogger</title>
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		<title>Bloggen als politische Tätigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 13:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ohne die Debatte noch einmal aufwärmen zu wollen, gibt es doch noch den einen oder anderen Punkt zur Frage der politischen Blogosphäre zu sagen. Der Spiegel-Artikel ist nicht das erste Mal, dass das Fehlen einer politischen Bloggergegenöffentlichkeit kritisiert wurde. Dies Aussage wird dann schnell mit anekdotischer Evidenz belegt, nämlich, dass man so wenige Blogs in [...]]]></description>
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<div id="attachment_556" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/07/78c200c-150x150.jpg" alt="Die Eisenbahn, ein Teufelswerk" title="Die Eisenbahn, ein Teufelswerk" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-556" /><p class="wp-caption-text"><small>Die Eisenbahn, welch ein Teufelswerk</small></p></div>
<p>Ohne die Debatte noch einmal aufwärmen zu wollen, gibt es doch noch den einen oder anderen Punkt zur Frage der politischen Blogosphäre zu sagen. Der Spiegel-Artikel ist nicht das erste Mal, dass das Fehlen einer politischen Bloggergegenöffentlichkeit kritisiert wurde. Dies Aussage wird dann schnell mit anekdotischer Evidenz belegt, nämlich, dass man so wenige Blogs in Deutschland findet, die sich mit Politik befassen. Stattdessen interessieren sich die Blogger, so scheint es, eher für Technik, Essen und Mode.</p>
<p>Davon ganz abgesehen, dass dasselbe Argument selbstverständlich auch für die Print-Welt gelten würde, denn: Wieviele Politikmagazine kommen auf all die Technik-, Essens- und Modezeitschriften? Ist der Anteil hier tatsächlich größer als in der Blogosphäre? Ich bezweifle das.</p>
<p>Nein, mein Punkt ist ein anderer. Bloggen ist doch im Prinzip nichts anderes als das Öffentlich-Machen von Privatem. Ganz gleich, ob es sich um Meinungen, Gedanken, Gefühle oder Beobachtungen. Immer wird etwas aus dem Innersten herausgeholt und an die Öffentlichkeit &#8211; ganz gleich, wie groß diese sein mag und aus wem diese besteht &#8211; gebracht. Diese Dinge werden publiziert, also publik gemacht, mit Hilfe eines Mediums. Durch diese mediale Rahmung werden sie erst zu Inhalten (&#8220;Content&#8221;).</p>
<p><em>Dieser Akt des Sich-selbst-Publizierens ist ein hochgradig politischer Akt.</em> Ich behaupte: Man kann gar nicht unpolitisch bloggen. Immer geht es um die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichen. Oft nur implizit, häufig aber auch explizit, nur wird dies oft mit &#8220;Selbstreferentialität&#8221; verwechselt. Auch wenn sich nur die wenigsten Blogs mit der Parteienpolitik befassen &#8211; hier gibt es in der Tat deutliche Unterschiede zu den USA oder zu Frankreich &#8211; ist das Politische in einem viel grundlegenderem Sinn immer Thema.</p>
<p>Als These würde ich das wie folgt formulieren: Blogs sind zur Zeit eine der wichtigsten subpolitischen Arenen, auf denen die Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit verhandelt werden. Dies erkennt man negativ gewendet in den Horrorgeschichten um Identitätsklau oder onlineverursachte Karrierebrüche und positiv gewendet an den vielen neuen Tätigkeitsfeldern, die sich mit dieser Grenze in ihrer digitalen Ausprägung befassen, wie zum Beispiel dem Reputationsmanagement.</p>
<p>In der nicht-digitalen Welt ist die Grenze zwischen privat und öffentlich sehr viel deutlicher markiert: Man tritt aus der Haustür und ist im Prinzip ein öffentlicher Mensch. <em>Wo aber sind die Haustüren in einer Gesellschaft, in der eine Vielzahl von Tätigkeiten, privat wie beruflich, über das Internet abgewickelt werden?</em></p>
<p>Nachtrag: Jetzt klicke ich in der WordPress-Oberfläche auf &#8220;Veröffentlichen&#8221;, eine Geste, die in naher Zukunft möglicherweise einen tieferen politischen Gehalt haben wird als das Ausfüllen eines Wahlzettels.</p>
<p><small>(Bild &#8220;Die Eisenbahn&#8221; von Honoré Daumier, 1855, Quelle: <a href="http://www.zeno.org/Kunstwerke/B/Daumier,+Honor%C3%A9%3A+Die+Eisenbahn?hl=karikatur">Zeno</a>)</small></p>
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		</item>
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		<title>Zu Gast im Funkhaus</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/07/17/zu-gast-im-funkhaus/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 11:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor geraumer Zeit war ich im imposanten Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (erbaut 1974-76 von Helmut von Werz) zu Gast. Dort habe ich mit Armin Hirsch für den Zündfunk über Twitter unterhalten. Genauer: Über die These von Robert Scoble, ohne eine große Zahl von Twitterkontakten würde man das Leben verpassen. Er nennt das &#8220;great friend divide&#8220;. [...]]]></description>
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<p><a href='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/07/br_gespraech.jpg'><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/07/br_gespraech.jpg" alt="" title="br_gespraech" width="500" height="375" class="aligncenter size-full wp-image-528" /></a></p>
<p><a href="http://twitter.com/furukama/statuses/831196898">Vor geraumer Zeit</a> war ich im <a href="http://twitpic.com/22ff">imposanten Funkhaus des Bayerischen Rundfunks</a> (erbaut 1974-76 von Helmut von Werz) zu Gast. Dort habe ich mit Armin Hirsch für den Zündfunk über Twitter unterhalten. Genauer: Über die These von Robert Scoble, ohne eine große Zahl von Twitterkontakten würde man das Leben verpassen. Er nennt das &#8220;<a href="http://scobleizer.com/2008/04/13/twitter-and-inadequacy-er-the-great-friend-divide/">great friend divide</a>&#8220;.</p>
<p>Ausschnitte des Interviews kann man in der <a href="http://tinyurl.com/3gmtpt">Netzwerk- und Computerkolumne von Bayern 5</a> als Podcast hören, darin unterscheide ich ausgehend von <a href="http://www.schmidtmitdete.de/">Jan Schmidts</a> drei Grundfunktionen des Bloggens sowie den Ergebnissen der Blogstudie 2007 (<a href="http://www.blogstudie2007.de/inc/blogstudie2007_ergebnisbericht.pdf">pdf</a>) ein klein wenig flapsig zwischen drei Idealtypen von Web-2.0-Nutzern unterschieden: Infojunkies, Networker und Selbstdarsteller. Dazu an dieser Stelle später mehr.</p>
<p>Jetzt habe ich endlich auch die <a href="http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/zuendfunk-kolumne-netzstrom-technik-thema-ID1213365392860.xml">Transkription des Zündfunk-Gesprächs</a> gefunden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Einmal mehr: Journalisten vs. Blogger</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/22/einmal-mehr-journalisten-vs-blogger/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 16:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kritik]]></category>
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		<category><![CDATA[weblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Aber dieses Mal auf Spiegel Online ein besonders dreister und inhaltsleerer Einwurf von Ullrich Fichtner, dem Autor von &#8220;Tellergericht&#8221;, der sich eigentlich nur ein bisschen überfordert fühlt durch die große Vielfalt der Essblogthemen, das Ganze aber ziemlich pathetisch als &#8220;Wahnsinn&#8221; bezeichnet. Mehr dazu nebenan in der Molekularküche.]]></description>
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<p>Aber <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,536997,00.html">dieses Mal</a> auf Spiegel Online ein besonders dreister und inhaltsleerer Einwurf von Ullrich Fichtner, dem Autor von &#8220;Tellergericht&#8221;, der sich eigentlich nur ein bisschen überfordert fühlt durch die große Vielfalt der Essblogthemen, das Ganze aber ziemlich pathetisch als &#8220;Wahnsinn&#8221; bezeichnet. <a href="http://www.eigenarbeit.org/molekularkueche/2008/02/22/durchs-meer-des-irrtums-surfen-fichtner-uber-die-foodblogosphare/">Mehr dazu nebenan in der Molekularküche</a>.</p>
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		<item>
		<title>10+ Gründe für oder gegen Trackbacklinks in der Blogosphäre</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/06/10-gruende-fuer-oder-gegen-trackbacklinks-in-der-blogosphaere/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 16:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dafür dass die Technologie &#8220;Trackback&#8221; erst fünfeinhalb Jahre alt ist, wurde bereits ziemlich oft ihr Tod verkündet. Im August 2002 wurde in der Weblogsoftware Movable Type Version 2.2 die Möglichkeit dieser automatisierbaren Verlinkung eingebaut. In der Praxis sieht das so aus: Angenommen ich verlinke in einem Blogbeitrag einen anderen Blogbeitrag auf einem Trackback-fähigen Weblog, dann [...]]]></description>
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<p>Dafür dass die Technologie &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Trackbacks">Trackback</a>&#8221; erst fünfeinhalb Jahre alt ist, wurde bereits ziemlich oft ihr Tod verkündet. Im August 2002 wurde in der Weblogsoftware Movable Type Version 2.2 die Möglichkeit dieser automatisierbaren Verlinkung <a href="http://kronn.de/weblog/2004/09/12/trackback/">eingebaut</a>. In der Praxis sieht das so aus: Angenommen ich verlinke in einem Blogbeitrag einen anderen Blogbeitrag auf einem Trackback-fähigen Weblog, dann sendet mein Weblog eine Benachrichtigung an dieses andere Blog, das dann in dem von mir zitierten Post z.B. einen Kommentar anlegt mit einem kurzen Textauszug aus meinem Blogbeitrag sowie einem Link dazu. Auf den ersten Blick eine geniale Möglichkeit, nicht nur den Vernetzungsgrad im Internet zu steigern, sondern auch eine ganz neue Art der Bezugnahme auf andere Texte. In etwa so als würde, wenn ich in einem wissenschaftlichen Aufsatz einen anderen Aufsatz zitiere, in diesem Aufsatz dann eine kurze Fußnote erscheinen, dass ich diesen zitiert habe. Siehe dazu auch die Abbildungen in dem lesenswerten Artikel &#8220;<a href="http://seclab.cs.rice.edu/proj/trackback/papers/taking-trackback-back.pdf">Taking TrackBack Back (from Spam)</a>&#8220;.</p>
<p>Der Nachteil dieser kommunikationstechnologischen Errungenschaft? Es gibt da ein Gesetz in der digitalen Welt: Wenn Kommunikationsfunktionen automatisierbar sind, werden diese früher oder später für den Versand von Spam verwendet. Jeder, der ein Weblog besitzt, hat das sicher schon einmal erfahren: Jede Menge sinnlose Trackbacks von Spamseiten landen Tag für Tag in der Kommentarliste. Das ist ärgerlich und die Bereinigung erfordert einiges an Aufwand. Sollte man deshalb die Trackbackfunktion einfach ausschalten oder lohnt sich die Mühe? Im Folgenden einige Argumente für und gegen das Trackbacken:</p>
<ol>
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks sind eine der selten Möglichkeiten, im WWW bidirektionale Links ohne größeren Aufwand anzulegen und erhöhen dadurch den Vernetzungsgrad sowie für den einzelnen Internetsurfer die Wahlmöglichkeit.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks machen Kommunikationsstrukturen in der digitalen Welt sichtbar (und sind für Soziologen wie mich darin sehr nützlich). Als Blogger wie auch als Leserin kann ich direkt sehen, wer sich auf einen Artikel bezieht. Man kann sehen auf welchen Wegen sich &#8220;Meme&#8221; reproduzieren.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks sind ein wichtiger Bestandteil des Informationsflusses in der Blogosphäre, was jeder schon einmal beobachten konnte, der neue Besucher über einen Trackbacklink empfangen hat.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks sind ein Anreiz zu Verlinkung und Kommunikation (der Verzicht auf Trackbacks gehört zu Christianes <a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/212-20+-Tipps-fuers-erfolglose-Bloggen.html">20 Tipps für erfolgloses Bloggen</a>). Trackback schafft Traffic (in beide Richtungen) und ist daher im Eigeninteresse der Bloggerin. Iskwew <a href="http://weblogtoolscollection.com/archives/2008/02/02/trackbacks-still-useful/#comment-1211579">schreibt</a> dazu: &#8220;Trackbacking is the formalised glue of the blogging community&#8221;.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks fördern die Diskussionskultur. In Seth Godins Blog sind z.B. nur Trackbacks erlaubt und keine Kommentare, um zu erreichen, dass die Nutzer eigene Texte in Anschluß an den Ursprungsbeitrag formulieren und nicht nur &#8220;full ack&#8221; hinformularisieren.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks funktionieren als dezentrales System. Man ist auf keinen anderen Dienst (Google, Technorati) angewiesen, um zu sehen, wer einen Blogbeitrag verlinkt hat. Das meint auch Paul O&#8217;Flaherty, der <a href="http://www.themoneyblogs.com/pauloflaherty/my.blog/is-the-trackback-dead-only-if-youre-selfish.html">fragt</a>: &#8220;Is The Trackback Dead? Only If You&#8217;re Selfish?&#8221;
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Trackbacks erhöhen die beobachtbare Aktivität auf einem Blog. Sowohl Autoren als auch Leser haben das Gefühl, &#8220;dass sich etwas tut&#8221; und nicht nur ins Leere geschrieben wurde.
<li><b style="background-color: green; color: white">PRO</b> Mit Hilfe von Trackbacks kann man häufig Contentdiebe entlarven, die eigene Blogbeiträge Wort für Wort übernehmen, um mit begleitender Werbung Geld zu verdienen.
<li><b style="background-color: red; color: white">CONTRA</b> Ein großer Teil der Trackbacks sind Spam. Wobei hier zum einen das Pingback-Protokoll etwas fortschrittlicher ist, da es nur Links akzeptiert, die von einer real existierenden Quelle stammen und zum anderen gibt es Tools wie den Spamfilter Akismet oder das <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/simple-trackback-validation/">WordPressplugin Simple Trackback Validation</a>, die mittlerweile ziemlich zuverlässig einen großen Teil des Viagra-Spams entfernt.
<li><b style="background-color: red; color: white">CONTRA</b> Mittlerweile gibt es andere Möglichkeiten, zu erfahren, wer einen Blogbeitrag verlinkt. Beispiele sind die Technorati-Reaktionen, Memetracker wie Rivva oder die Suche mit dem <code>link:</code>-Präfix in Suchmaschinen wie GoogleBlogsearch oder Blogato.
<li><b style="background-color: red; color: white">CONTRA</b> Automaten sind Spam-anfällig, mit manuellen Trackbacks kann man die gleichen Ziele erreichen.
</ol>
<p>Ich komme also unter dem Strich zu einem deutlich positiven Fazit. Was meint ihr dazu? Habt ihr auch schon längst die Trackbackfunktion ausgeschaltet oder ist das für euch ein essentielles Feature eures Blogs (bzw. der von euch gelesenen Blogs)?</p>
<p>Andere zu diesem Thema:</p>
<ul>
<li>Ronald Huereca <a href="http://weblogtoolscollection.com/archives/2008/02/02/trackbacks-still-useful/">fragt</a> &#8220;Trackbacks: Still Useful?&#8221; und bekommt viele Antworten.
<li>Anne <a href="http://www.blogherald.com/2008/01/07/on-using-manual-andor-automatic-link-notification-systems/">erklärt</a> Unterschied von Track- und Pingbacks.
<li>Horst <a href="http://homepage.univie.ac.at/horst.prillinger/blog/archives/2005/04/001123.html">stellt schon 2005 fest</a>, dass eigentlich niemand mehr Trackbacks verwendet.
<li>Ebenso Tom Coates, der den Slogan <a href="http://www.plasticbag.org/archives/2005/04/trackback_is_dead_are_comments_dead_too/">prägte</a>: &#8220;It has been killed by spam and by spammers&#8221;
<li>Kurz darauf hat auch Jörg Kantel auf seinem Blog Trackbacks und gleich auch noch Kommentare <a href="http://www.schockwellenreiter.de/2005/04/28.html#kommentareUndTrackback">abgeschaltet</a> (mittlerweile gibt es sie aber wieder &#8211; doch kein &#8220;krankes Protokoll&#8221;?)
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Château querelle: vom Forum zum Blog</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/06/chateau-querelle-vom-forum-zum-blog/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 08:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
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		<category><![CDATA[wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorhin bin ich auf eine Diskussion in einem Blog gestoßen, in dem einmal mehr klassischer Journalismus und Blogger aufeinanderstoßen &#8211; wobei der Journalismus dabei nicht allzu gut weg kommt. Dieses Mal geht es allerdings nicht um die anonymen Schlägertrupps der Blogger, sondern um ein sehr viel angenehmeres Thema: Wein, konkret: Wein aus Bordeaux. Im Mittelpunkt [...]]]></description>
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<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/433101_79ced6499f_m.jpg' alt='433101_79ced6499f_m.jpg' class='left' align='left' />Vorhin bin ich auf eine Diskussion in einem Blog gestoßen, in dem einmal mehr klassischer Journalismus und Blogger aufeinanderstoßen &#8211; wobei der Journalismus dabei nicht allzu gut weg kommt. Dieses Mal geht es allerdings nicht um die anonymen Schlägertrupps der Blogger, sondern um ein sehr viel angenehmeres Thema: Wein, konkret: Wein aus Bordeaux.</p>
<p>Im Mittelpunkt des Streits ist der Artikel &#8220;<a href="http://www.welt.de/wams_print/article1626855/Bordeaux-Winzer_kmpfen_ums_berleben.html">Bordeaux-Winzer kämpfen um ihr Überleben</a>&#8220;, der am Wochenende in der Onlineausgabe der Welt erschienen ist und in dem die Autorin Dr. Andrea Exler im Prinzip ihre Diagnose wiederholt, die sie bereits 2005 in der Zeit unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2005/31/G-Weinspekulation?page=all">Château misère</a>&#8221; vorgestellt hat. Hier sieht man sehr deutlich, was sich in der Zwischenzeit getan hat: der 2005er Artikel wurde ebenfalls kontrovers diskutiert und zwar in einem ausgedehnten Diskussionsfaden in dem Forum <a href="http://www.talk-about-wine.de/topic.asp?TOPIC_ID=2282&#038;whichpage=1">talk about wine</a>. Heute wird so etwas nicht mehr in Foren abgehandelt, sondern in einem Weblog. Autor Mario Scheuermann <a href="http://bordeaux.blogg.de/eintrag.php?id=654">hat in seinem Bordeaux-Weblog &#8220;Planet Bordeaux&#8221;</a> den Angaben (insbesondere die Zahlen) aus Exlers Artikel eigene Zahlen gegenübergestellt und kommt zum entgegengesetzten Ergebnis: Dem Bordeaux-Wein geht es so gut wie selten zuvor.</p>
<p>Während an der Forendiskussion vor drei Jahren Mario Scheuermann auch schon mit dabei war, meldete sich die Autorin des Ursprungsartikels damals nicht, sondern nur ihr Redakteur Gero von Randow (&#8220;super, dass der text hier so kraftvoll diskutiert wird&#8221;). Heute ist die Autorin ebenfalls mit dabei, schafft es leider nicht, auf Scheuermanns Argumente einzugehen und als ein anderer Kommentator feststellt, sie habe ihre Fakten <a href="http://www.lexpress.fr/mag/saveurs/dossier/vin/dossier.asp">einem L&#8217;Express-Artikel entnommen</a> (&#8220;was mich aber mehr erstaunt, ist die frappierende Übereinstimmung der von Ihnen aus dem Weltartikel zitierten Passagen mit dieser Quelle, einem Artikel aus dem französischen Express von Mitte vorigen Jahres&#8221;), geht es gar nicht mehr um die Wahrheit der angegebenen Zahlen, sondern nur noch darum, das Blog von Mario Scheuermann zu diskreditieren: &#8220;Der Fachbegriff für Ihr Vorgehen ist simpel und allgemein geläufig: Schleichwerbung.&#8221;</p>
<p>Popcornfaktor: hoch</p>
<p><small>(Abbildung &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/j-and-p/433101/">Chateau Latour</a>&#8221; von John Caves)</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Weblog ist nicht gleich Weblog: Von den zwei Wurzeln des Bloggens</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/20/weblog-ist-nicht-gleich-weblog-von-den-zwei-wurzeln-des-bloggens/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/12/20/weblog-ist-nicht-gleich-weblog-von-den-zwei-wurzeln-des-bloggens/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 16:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogger]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[history]]></category>
		<category><![CDATA[john barger]]></category>
		<category><![CDATA[kommentare]]></category>
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		<description><![CDATA[Es sieht so aus als gäbe es (mindestens [1]) zwei zentrale Ursprungserzählungen des Bloggens, die bei der Beantwortung der Schlüsselfrage &#8220;Wann ist ein Blog ein Blog?&#8221; jeweils zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen: Version 1: Das Weblog als Linkliste (filterblog) In dieser Erzählung gab es in den Urzeiten des WWW zunächst unkommentierte, häufig aktualisierte Linklisten, die dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Es sieht so aus als gäbe es (mindestens [1]) zwei zentrale Ursprungserzählungen des Bloggens, die bei der Beantwortung der Schlüsselfrage &#8220;Wann ist ein Blog ein Blog?&#8221; jeweils zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen:</p>
<p><strong>Version 1: Das Weblog als Linkliste (filterblog)</strong></p>
<p>In dieser Erzählung gab es in den Urzeiten des WWW zunächst unkommentierte, häufig aktualisierte Linklisten, die dann immer häufiger mit kurzen Anmerkungen versehen wurden (z.B. Tim Berners-Lees Linkliste). Der Kern eines Blogposts ist demnach der Link, wie es auch Jörg Kantel <a href="http://www.schockwellenreiter.de/categories/medien/artikel/archaeologie.html">beschreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Und es war in meinen Augen nahzu folgerichtig, dass Weblogs in ihrer ursrpünglichen Form als kommentierte Linkverzeichnisse angelegt wurden. Und der Link ist kein Anhängsel (in Form einer Fußnote oder eines Literaturverzeichnisses) mehr, sondern integraler Bestandteil des Textes.</p></blockquote>
<p>Das Weblog ensteht also aus einer allmählichen textlichen Anreicherung ursprünglich sehr schlichter Linksammlungen. Dies ist auch für die Bloginhalte folgenreich: in Weblogs werden also überwiegend Inhalte abgehandelt, die über einen Link erreichbar sind. Hier liegt also auch der Ursprung der Selbstreferentialitätsthese (&#8220;Blogger schreiben nur über sich selbst&#8221;).</p>
<p><strong>Version 2: Das Weblog als Tagebuch (digital diary)</strong></p>
<p>Einen ganz anderen Ausgangspunkt nimmt die zweite Ursprungserzählung, denn sie sieht das Bloggen als Fortsetzung des Tagebuchschreibens mit anderen Mitteln. Hier geht es also nicht um gefundene Inhalte aus dem Internet, die kommentiert werden, sondern um das Öffentlichmachen eigener (Alltags-)Erlebnisse und Gedanken. Jan Schmidt bemerkt zum Beispiel in seinen <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/713">drei Thesen zum &#8220;Tagebuch-Blogging&#8221;</a>:</p>
<blockquote><p>
Mit der wachsenden Verbreitung im Laufe der vergangenen Jahre haben sich zwar unterschiedliche Prakti­ken des Bloggens herausgebildet, doch empirischen Untersuchungen zu Folge dominieren Elemente des „Tagebuch-Bloggens“.
</p></blockquote>
<p>Eine Konvergenz der beiden Erzählungen ist natürlich in dem Fall denkbar, in dem eine Person, die tatsächlich fast nur im Netz lebt, über ihren Alltag berichtet. Findet der Alltag jedoch außerhalb des Netzes statt, können diese Blogeinträge auch ganz ohne Links auskommen. Meine bisherige <a href="http://www.metaroll.de/bloghistory.html">Suche</a> nach den ältesten Blogs in Deutschland hat drei &#8220;Ur-Blogs&#8221; aus dem Jahr 1996 zu Tage gefördert, die allesamt als digitale Tagebücher beschrieben werden können und dementsprechend auch mit sehr wenig Links ausgekommen sind: <a href="http://members.aol.com/druna28/1996.html">Robert Braun</a>, <a href="http://www.moving-target.de/index.php/blog/blogging/start_parallel_zum_start_der_homepage/">Melody</a> und das <a href="http://web.archive.org/web/20010112230700/www.cybertagebuch.de/archiv.html">Cybertagebuch</a>.</p>
<p><b>Koexistenz und Konvergenz</b></p>
<p>Meine Vermutung ist, dass beide Arten von Weblogs zunächst (in den 1990er Jahren) nebeneinander existiert haben und erst spät als ein und dasselbe verstanden wurden. Zumindest was den <em>Begriff</em> angeht, kann die erste Variante durchaus als Urform des Bloggens betrachtet werden, sieht man doch auf einen Blick, was im Mittelpunkt von John Bargers Blog steht &#8211; nämlich Links, Links und noch einmal Links:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/12/barger.png' alt='barger.png' class='center' align='center' /></p>
<p>Allerdings ist zu überlegen, ob man diese Linklisten, die als erstes mit dem Schlagwort &#8220;Weblog&#8221; versehen wurden, tatsächlich schon als Weblog sehen kann, da Kommentare hier (noch) nicht möglich waren [2] &#8211; im Gegensatz z.B. zu den 1996 gestarteten Cybertagebüchern, die sich jedoch nicht als Weblogs bezeichneten. Die Frage ist nun, ob Filterblogs und digitale Tagebücher &#8220;nur&#8221; als Vorläufer des Weblogs zu sehen sind oder ob nicht der Begriff Weblog auch in der Gegenwart noch so weit offen gehalten werden müsste, so dass er nach wie vor Platz für beide Stränge bietet.</p>
<p><small>[1] Ich will natürlich nicht unterschlagen, dass es noch weitere Traditionen des Bloggens gibt, die nicht unter die beiden Stränge fallen, z.B. das digitale Lesejournal (siehe etwa <a href="http://math.ucr.edu/home/baez/week1.html">John Baez Blog</a>) oder die Fotologs.</p>
<p>[2] Auch noch nicht befriedigend geklärt ist die Frage, wie wichtig die <em>Kommentierbarkeit</em> für die Definition des Weblogs ist. Meistens wird die Möglichkeit, Beiträge zu kommentieren als wesentliches Merkmal der Vollform des Bloggens gesehen. Aus meiner Perspektive handelt es sich hier jedoch nur um einen quantitativen Wandel. In vielen Proto-Blogs war die Möglichkeit zu kommentieren von Anfang an gegeben, allerdings per Email oder im Gästebuch. Häufig antworteten die Bloggerinnen auf diese Rückmeldungen dann wiederum in ihren Einträgen. Insofern ist die Kommentierbarkeit nur eine Konvergenz von Filterlog bzw. digitalem Tagebuch und Gästebuch. Keine Frage, durch die Möglichkeit, Kommentar und Beitrag auf einer Seite zu sehen, steigt der Anreiz, sich in Diskussionen einzumischen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Kommentierbarkeit vor Ort wirklich als zentrales Merkmal herausgestellt werden kann.<br />
</small></p>
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		<title>Puntila 2.0 &#8211; die neuen Gutsherren des WWW</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/05/puntila-20-die-neuen-gutsherren-des-www/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 09:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogger]]></category>
		<category><![CDATA[derwesten]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8216;s wird Zeit, daß deine Knechte dir den Rücken kehren. Den guten Herrn, den finden sie geschwind, wenn sie erst ihre eigenen Herren sind (Bert Brecht) Auf den ersten Blick konnte man in den letzten Monaten eine eigentlich ganz positive Öffnung der Printverlage und Medienhäuser in Richtung Weblogs beobachten. Oberflächlich könnte man das in die [...]]]></description>
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<div align='right'><em>&#8216;s wird Zeit, daß deine Knechte dir den Rücken kehren.<br />
Den guten Herrn, den finden sie geschwind, wenn sie<br />
erst ihre eigenen Herren sin</em>d (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herr_Puntila_und_sein_Knecht_Matti">Bert Brecht</a>)</div>
<p>Auf den ersten Blick konnte man in den letzten Monaten eine eigentlich ganz positive Öffnung der Printverlage und Medienhäuser in Richtung Weblogs beobachten. Oberflächlich könnte man das in die Richtung deuten, dass die Medienhäuser die <a href="http://blog.metaroll.de/2007/11/08/internet-beeinflusst-kaufentscheidungen-staerker-als-print-oder-fernsehen/">Zeichen der Zeit</a> begriffen haben: gerade bei <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/09/das-spektrum-der-wissenschaftsblogs-erweitert-sich-scienceblogs-wissenslogs-bringen-sich-in-position-werkstattnotiz-xxx/">Wissensthemen</a>, Nischenthemen oder <a href="http://www.blogsprache.de/2007/12/03/die-kraft-der-news-newskraft/">Regionalthemen</a> lassen sich Printerzeugnisse sinnvoll mit Web 2.0-Elementen verbinden. Mit Blicken in die Werkstätten von Wissenschaftlern, mit Videoclips oder -tagebüchern und geolokalisierten Informationen lassen sich darüber hinaus womöglich auch noch neue Leser für ein Medium gewinnen.</p>
<p>Aber warum hört man dann in der Blogosphäre <a href="http://www.dpetereit.de/2007/12/03/derwestende-strange-behaviour/">immer wieder</a> Negatives von diesen Unterfangen? Weil viele Verlage die Blogger nach wie vor nicht als gleichberechtigte Partner akzeptieren, sondern als eine Art künstlich herstellbare Power-User, die einer Plattform Inhalte liefern, ohne dafür entsprechend entlohnt zu werden. Zuerst werden geradezu blogtrunken die neuen Möglichkeiten des Mitmachwebs als <a href="http://mobilecrunch.com/2007/12/03/you-will-control-25-of-entertainment-by-2012/">Zukunft der Medien</a> gelobt; wenn der Rausch verflogen ist, bleibt davon nur die Fehlannahme einer natürlichen intrinsischen Motivierbarkeit von Bloggern (auch bekannt als Dabeisein-ist-alles-Fehlschluss). Statt 150 Euro pro aufwändig recherchierten und gut geschriebenen Blogbeitrag gibt&#8217;s <a href="http://www.werbeblogger.de/2007/11/07/user-generated-advertising-reloaded/">ein paar freundliche Dankesworte</a> und vielleicht ab und zu einmal eine symbolische Prämie oder ein T-Shirt mit Logo. Und in Wirklichkeit gehören die <a href="http://blogbar.de/archiv/2007/10/31/lustiges-zitatevergleichen-zum-geld-im-westen/">öffentlich bemitleideten</a> 300-Euroblogger gar nicht mal zum unteren Rand.</p>
<p>Das Problem dabei: auf diese Weise <a href="http://blogbar.de/archiv/2007/10/31/lustiges-zitatevergleichen-zum-geld-im-westen/">bekommen die Verlage nur die Blogger, die sie verdienen</a>. Und nicht nur das. Wenn die anfängliche Euphorie verflogen ist, <a href="http://www.pottblog.de/2007/10/31/derwesten-da-wird-man-ja-rot/">bloggen die Blogger dann auch nur so, wie es der Verlag verdient hat</a>. Die sinkende Qualität hat dann verständlicherweise zur Folge, dass die Vorurteile der Web 2.0-Skeptiker in der Printwelt voll und ganz bestätigt werden: &#8220;Siehste, hab ich immer gesagt, dass dieses Mitmachweb nichts taugt.&#8221; Doch ich glaube nicht unbedingt, wie es bei Don Alphonso immer wieder durchscheint, dass hier auf Seiten der Medienhäuser eine bewusste Strategie zugrunde liegt. Bis nicht das Gegenteil einwandfrei bewiesen ist, würde ich an dieser Stelle <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hanlon%27s_razor">Hanlon&#8217;s razor</a> gelten lassen: &#8220;Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity.&#8221;</p>
<p>Aber wie kommt man aus diesem Teufelskreis aus nutzergenerierter Mängelware und verlagsgenerierter Abwertung heraus? Die folgenden Lösungsvorschläge sind zugegebenermaßen nicht besonders innovativ. Am sinnvollsten für die Qualitätssicherung von Weblogs erscheint mir tatsächlich das Modell des <em>festangestellten Bloggers</em>, der in allen wesentlichen Rechten und Pflichten dem Verlag gegenüber einem Journalisten gleichgestellt ist. Oder man setzt wirklich auf Freiwilligkeit und lässt die Leute schreiben, muss dann aber akzeptieren, dass man nicht als Informationsproduzent wahrgenommen, sondern als <em>Anbieter einer Plattform</em> (wenn man sich nicht gleich auf das Aggregieren von Informationen beschränkt, wie es das <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/">Wissenschafts-Café</a> derzeit mustergültig vormacht). Die dritte Option wäre &#8211; schön <a href="http://blog.kooptech.de/index.php?/archives/146-Wie-koennen-Verlage-Blogger-angemessen-bezahlen.html">nachzulesen bei Kooptech</a> &#8211; entweder eine <em>faire Beteiligung der Blogger</em> an den mit Hilfe ihrer Inhalte erzielten Werbeeinnahmen (das <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/11/12/glam-the-success-of-the-network/">Glam-Modell</a>: &#8220;Glam finds the good blogs and creates a relationship. It features good content from them on Glam and also sells ads on the blogs, sharing revenue with and supporting those bloggers.&#8221;) bzw. die Möglichkeit, selbständige Einnahmen mit ihren Inhalten zu generieren (genannt wird <a href="http://infopirat.com/">Infopirat</a>).</p>
<p>Völlig unmöglich ist dagegen, was der Wissenschaftsblogger <del>Matti</del>Dominikus Herzberg <a href="http://denkspuren.blogspot.com/2007/12/ein-neuer-markt-von-wissenschaftsblogs.html">in seinem Blog denkspuren berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>
Dann kam der Vertrag vom Galeristen mit der Post. Da stand zum Beispiel, er solle doch nach Möglichkeit an jedem Werktag ein Bild malen. Wie das?! Er malte ein Bild im Monat, manchmal sogar zwei oder drei, wenn es sehr gut lief vier oder fünf &#8212; aber Fließbandkreativität? Seltsam, das klang alles so anders als im Gespräch mit dem Galeristen. Der Künstler verstand nicht viel von Juristerei, also zog er einen Anwalt zu Rate. Und der sagte ihm: &#8220;Laß die Finger von dem Vertrag. Der Galerist erhält alle Rechte an deinen Bildern, sie gehören dir nicht mehr. Er darf deine Bilder sogar übermalen, wenn er Lust dazu hat. Und übrigens: Gegen Diebstahl und Vandalismus musst du deine Bilder selber versichern. Ich kenne keine Versicherung, die das für &#8216;ein paar Euro&#8217; macht.&#8221;
</p></blockquote>
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		<title>Puristenblog</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/10/28/puristenblog/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Oct 2007 22:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogger]]></category>
		<category><![CDATA[test]]></category>
		<category><![CDATA[weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Dasselbe wie hier:]]></description>
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<p>Dasselbe wie <a href="http://ronsens.de/pah-purist-immerhin-verlink-ich-den-scheisz">hier</a>:<br />
<a href="http://quiz.blogactionday.org"><img src="http://quiz.blogactionday.org/images/purist-expert-undiscovered.gif" width="300" height="180" alt="What Kind of Blogger Are You?" border="0" /></a></p>
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		<title>Die Pressekonferenz der Zukunft</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/09/20/die-pressekonferenz-der-zukunft/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 20:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[blogger]]></category>
		<category><![CDATA[davewiner]]></category>
		<category><![CDATA[konferenz]]></category>
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		<category><![CDATA[weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Dave Winer hat hier skizziert, wie er sich ein &#8220;HyperCamp&#8221; &#8211; die Pressekonferenz der Zukunft &#8211; vorstellt: Vorne, auf einem Podium steht der Vortragende und hat 20 Minuten Zeit, seine Ideen vorzutragen. &#8220;Totally commercial&#8221;, versteht sich: für die Aufmerksamkeit der bloggenden Öffentlichkeit wird bezahlt. In der Mitte des Saales steht eine riesige Tafel, an der [...]]]></description>
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<p>Dave Winer hat hier skizziert, wie er sich ein &#8220;<a href="http://www.hypercamp.org/">HyperCamp</a>&#8221; &#8211; die Pressekonferenz der Zukunft &#8211; vorstellt:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/scriptingnews/87587076/"><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/09/87587076_c9af7fc98b.jpg' alt='87587076_c9af7fc98b.jpg' class='center' align='center' /></a></p>
<p>Vorne, auf einem Podium steht der Vortragende und hat 20 Minuten Zeit, seine Ideen vorzutragen. &#8220;Totally commercial&#8221;, versteht sich: für die Aufmerksamkeit der bloggenden Öffentlichkeit wird bezahlt. In der Mitte des Saales steht eine riesige Tafel, an der mindestens 100 BloggerInnen Platz haben. Am anderen Ende des Saales ist dann noch ein Podium, auf dem ebenfalls präsentiert wird. Gleichzeitig. Links und rechts des Tisches hat das Buffet &#8211; &#8220;Great Food + Drink&#8221; &#8211; und eine Tratschecke (&#8220;Schmoozing Area&#8221;) Platz. Natürlich ist es in dem Raum laut, es wird geplaudert und getippt, so dass die Vortragenden (&#8220;They might be boring&#8221;) sich bemühen müssen, für ihre Ideen Gehör zu finden.<br />
Sowenig mir der Gedanke des pay-for-attention in diesem Kontext behagt, desto lustiger finde ich die Idee des Stereovortragens. So mancher Konferenz-Langeweiler würde dadurch vielleicht erträglicher oder von vornherein abgeschreckt.</p>
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