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Immer mehr Deutsche lesen Nachrichten im Netz – was macht der Rest im Internet?

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, kurz BITKOM, kommt in einer aktuellen Auszählung von Eurostat-Daten zu dem Ergebnis, dass gut ein Fünftel der Deutschen in der Altersgruppe 16-74 Jahre Nachrichtenportale im Internet besucht. Nachrichtenportale werden dabei als

Angebote definiert, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten.

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Das sind also Portale wie Spiegel Online, Welt Online, heise.de oder sueddeutsche.de Also unsere Internetleitmedien. Ich bin schon etwas verwundert, dass nur 21 Prozent der Deutschen diese Seiten aufrufen, während doch die Internetdurchdringung bei dieser Altersgruppe etwa bei zwei Drittel liegt. Also: 50 Millionen Internetnutzer gibt es in Deutschland und darunter sind 35 Millionen, die keine dieser Nachrichtenportale besuchen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Klar haben Webmail, YouTube, Google und MySpace gewaltige Reichweiten – und dann gibt es noch den long tail. Aber doch nicht ausschließlich. Oder geht es um die tägliche Lektüre der Newsportale? Oder ist das einfach nur ein weiteres Beispiel dafür, wie man aus ein bisschen Nichts eine Nachricht macht?

Der Vergleich der beiden Einzelgrafiken zeigt zwar deutlich, dass die Besuche bei den 20 größten Nachrichtenportalen schneller wächst als der Anteil der Deutschen, die überhaupt diese Portale frequentieren. Aber woran das liegt, an einer zunehmenden Konzentration oder an einer höheren Zahl der Besuche pro Besucher, geht aus der Grafik leider ebenfalls nicht hervor.



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    Wie aus einer aktuellen Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hervorgeht (hier die Pressemitteilung, hier das pdf), sind mittlerweile fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland per Email erreichbar. Aber nach wie vor zeigen sich enorme Unterschiede in der Emaildurchdringung nach Berufsgruppen: Während 76 Prozent der Selbständigen, 65% der Beamten und immerhin 52% der Angestellten Email nutzen, sind es unter den Arbeitern nur neun Prozent:

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    Insgesamt ist die Email-Durchdringung dagegen noch einmal höher: bereits im Juli hatte der Bundesverband festgestellt, dass 61 Prozent der Bundesbürger eine Email-Adresse haben. Und bereits damals tauchte eine unerfreuliche Zahl auf: 80 Prozent der erhaltenen Emails sind Spam.



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