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Wie misst man den Erfolg eines Weblogs?

maunaloamap2.jpgWie misst man den “Erfolg” oder die “Wichtigkeit” eines Weblogs? Wenn es um die Werbeanzeigen geht, spielen nach wie vor die Seitenaufrufe (Page Impressions) eine zentrale Rolle, obwohl es mittlerweile eine ganze Reihe alternativer Metriken gibt, mit denen man z.B. den Wert oder das Potential eines Weblogs erkennen kann. Angeregt durch die sehr lesenswerte Zusammenstellung von Avinash Kaushik, hier ein paar Möglichkeiten:

  1. Alter: Wie alt ist das Blog? In vielen Fällen ist das einer der wichtigsten Indikatoren, da er häufig ein Indiz dafür ist, wie wichtig einer Bloggerin das Blog ist. Bisherige Blogstudien haben gezeigt, das die “Sterblichkeit” junger Blogs sehr groß ist und sehr viele Blogger ziemlich bald die Lust und Motivation verlieren.
  2. Volumen: Hier wird einfach der Umfang eines Blogs gemessen. So wie es dicke Wälzer und dünne Broschüren gibt, haben manche Blogs viele Einträge, andere nur sehr wenige. Gemessen wird entweder die Zahl der Beiträge oder die Zahl der Zeichen, die insgesamt in einem Blog publiziert wurden. Allerdings ist die zweite Variante dann schwierig, wenn es sich um Blogs handelt, die viel mit Bildern, Audiodateien oder Videos arbeiten.
  3. Postfrequenz: Mit der Postfrequenz wird nicht die Gesamtzahl der Beiträge erfasst, sondern die Beiträge, die in einem bestimmten Zeitraum veröffentlicht werden, z.B. in der Einheit Beiträge pro Woche. Während das Volumen in der Regel stark vom Alter eines Blogs abhängt, ist die Postfrequenz in dieser Hinsicht neutral. Gezählt wird nur, was in einer durchschnittlichen Woche geschrieben wird.
  4. Aufmerksamkeit: Der klassische Indikator des Web 1.0 misst, wie häufig das Weblog abgerufen wird (Page Impressions) beziehungsweise wie viele Besucher das Blog anziehen kann (Visitors / Unique Visitors). Zu bedenken ist allerdings, dass auch die Abonnenten des RSS-Feeds eines Blogs zum Publikum zu zählen sind.
  5. Einfluss: Der Einfluss eines Blogs zeigt an, wie stark es in der Blogosphäre vernetzt ist, konkret: wie viele andere Blogs sich auf dieses Blog beziehen. Dabei gibt es mehrere Ansatzpunkte um dieses Maß, das sich sehr gut für eine netzwerkanalytische Interpretation eignet, zu operationalisieren: a) anhand der Blogrollverlinkung, die sich besonders gut eignet, Affinitäten abzubilden (“Ich mag Blog X”), jedoch sehr statisch ist und sich über lange Zeit kaum ändert (siehe metaroll), b) anhand der Beitragsverlinkung, also z.B. über Trackbacks oder “via”-Links (siehe Technorati) oder c) anhand der Benutzerbewegungen von einem Blog(beitrag) zu einem anderen (Traffic, früher: blogscout).
  6. Nähe und Betweenness: Neben dem Verlinkungsgrad sind auch noch zwei weitere netzwerkanalytische Maßzahlen denkbar. Die Nähe (closeness) misst, wie weit ein Blog zu den anderen Blogs der Blogosphäre (oder auch: der interessierenden Subcommunity) entfernt ist und mit der Betweenness-Zentralität erfasst man, wie wichtig die Position eines Blogs in einem Blognetzwerk ist, um zwischen anderen Blogs zu makeln.
  7. Kommentarintensität: Mit diesem Indikator wird erfasst, wie sehr es einem Blogger gelingt, seine Leser über die Kommentarfunktion in ein Gespräch zu verwickeln. Außerdem ist eine hohe Kommentarintensität – gemessen als Anzahl der Kommentar pro Post – oftmals ein Indiz dafür, dass die Blogposts sehr kontrovers formuliert sind und viele Leser zum Widersprechen motivieren (vgl. etwa die Posts von Pharyngula)

Alle diese Indikatoren machen allerdings nur wenig Sinn, wenn sie für ein einzelnes Blog berechnet werden. Erst im Vergleich mit den Werten für andere Weblogs lassen sich die einzelnen Werte in ihrer Bedeutung interpretieren. Oder aber man betrachtet die Entwicklung der Werte für ein einzelnes Blog über die Zeit hinweg und erhält so einen Eindruck davon, ob und in welchem Maße ein Blog an Einfluss etc. gewinnt.



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    Wie Robert hier geschrieben hat, habe ich die Netzwerk-Grafiken zur Free Burma-Aktion aktualisiert und ein paar tentative Beobachtungen zusammengeschrieben. Wenn am Wochenende auf dem Barcamp MUC Interesse besteht, kann ich gerne auch etwas dazu erzählen:



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    sarg.pngIn der Blogosphäre gibt es ein Genre der “Berufsblogs”. Damit sind nicht Blogger gemeint, die von ihrem Bloggen leben können (“Berufsblogger”), sondern Blogs, die sich mit einem bestimmten Beruf auseinandersetzen. Bestes Beispiel hierfür ist das Bestatterwebblog. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Corporateblog, denn das Unternehmen selbst wird nicht genannt:

    Aus verschiedenen Gründen schreibe ich ohne meinen Nachnamen zu nennen. In der Branche herrscht ein starker Wettbewerb und ich möchte keine Konfrontation mit Mitbewebern auslösen. Außerdem könnte ich nicht frei über Abläufe, Kundengespräche und meinen Job schreiben, wenn Rückschlüsse auf mein Unternehmen möglich wären. Die Kunden könnten sich dadurch verletzt fühlen. Deshalb beschreibe ich auch Vorgänge, die oft Monate zurückliegen als “heute passiert”, damit niemand sich angegriffen fühlen kann.

    Sucht man in der metaroll nach verwandten Blogs, so fällt auf, dass dort auch andere Berufsblogs stark repräsentiert sind:

    Um die Zahlen geht es jetzt gar nicht, da die Fallzahlen sehr klein sind. Aber das Ergebnis ist doch spannend. Interessanterweise ist die Verbindung hier nicht so sehr themenspezifisch, sondern es scheint ein verallgemeinertes Interesse zu geben, in andere Berufswelten hineinzusehen. Jemand, der sich für den Alltag eines Bestatters interessiert, findet demnach auch die Berufswelt einer Erotikchatterin interessant.
    (Abbildung: Friedrich, Caspar David, “Landschaft mit Grab, Sarg und Eule” (1836–1837). Quelle: http://www.zeno.org – Zenodot Verlagsgesellschaft mbH)



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  • Neues metaroll-Feature: Sortieren

    Ein kleines Feature habe ich jetzt, wie bereits angekündigt, in die metaroll eingebaut: Man kann sich nun die Liste auch nach der von mir entwickelten Maßzahl des R/T-Verhältnisses, also dem Anteil der Technorati-Authority, der durch die meiner Ansicht nach wichtigeren Blogrollverlinkung erzielt wurde.

    sortieren.png

    Ein Klick auf die 3. Spalte (“Rollcount”) sortiert die Liste der mittlerweile über 4.600 Blogs nach der Häufigkeit ihrer Verlinkung in anderen Blogrolls. Mit einem Klick auf die 6. Spalte (“R/T”) lässt sich die Liste auch nach der neuen Maßzahl sortieren, so dass man (bislang vor allem theoretisch) interessante Blogs abseits des Zitier-Mainstreams oben angezeigt bekommt. Und was liegt momentan auf den ersten drei Plätzen? Wasted Comments Dump, ein Weblog, das aus weggeworfenen Kommentaren und Weblogeinträgen besteht. Danach pop-log, ein vielleicht ganz interessantes Kunst- und Architekturblog und schließlich chill, ebenfalls aus dem antville-Stamm, ein minimalistisches Blog, das schon seit längerem nicht mehr aktualisiert wurde. Ich kannte alle drei Blogs vorher noch nicht, weiß aber nicht so richtig, ob das jetzt wertvolle Entdeckungen sind. Wir werden sehen.

    Viel Spaß damit! Kommentare, Wünsche, Fehlerberichte bitte in die Kommentare.



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    Gerade eben habe ich wieder eine neue Funktion in die metaroll eingebaut, die ein erster Schritt in Richtung automatisiertes Entdecken neuer interessanter Weblogs sein könnte. Diese Maßzahl steht in der letzten Spalte der metaroll-Tabelle:
    ratio.png
    Angezeigt wird das Verhältnis von Blogrollzählung und Technorati-Authority, also grob gesagt: der Anteil der Technorati-Verlinkungen, den ein Blog über die Blogrolls erreicht. So bedeutet zum Beispiel der Wert von 25% für das Blog “Imaginary Animals“, dass ein Viertel der Technorati-Authority über die bislang in der metaroll-Datenbank abgespeicherten Weblogs erzielt wird. Das wäre also vielleicht schon einmal ein entdeckenswertes Blog. Ebenso ruhepuls (25%), elektrosmog (24%), [bov] (23%), Brain Farts (23%), Malorama (20%).

    Gerade unter den Blogs mit einem hohen B/T-Wert, so meine Vermutung, könnten sich interessante neue Blogs verbergen, da sie in den alltäglichen Weblogquerverweisen eher unterrepräsentiert sind und vor allem über Blogrolls verlinkt werden. Die absolute Höhe der Zahl sollte man allerdings nicht überinterpretieren, da sie sehr davon abhängig ist, wie viele Blogs in die metaroll eingetragen sind. Die relative Höhe dürfte aber (unter der Annahme, dass die Blogeintragung hier nicht allzu sehr verzerrt ist) schon jetzt spannend sein.



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    Auf zwei Neuerungen der metaroll möchte ich nur kurz hinweisen:

    1. In der ersten Navigationszeile hat man die Möglichkeit, aus den mittlerweilen deutlich über 4000 abgespeicherten Weblogs ein Zufallsblog aufzurufen.
      zufall.png
      Die Wahrscheinlichkeit, dass man dabei auf ein Blog stößt, das man zuvor noch nicht nicht gekannt hat, dürfte damit recht groß sein. Viel Spaß beim Entdecken!

    2. Außerdem werden darunter jetzt die fünf Blogrolls angezeigt, die als letztes in die metaroll-Datenbank eingegeben wurden.
      neuzugang.png
      Allerdings werden aus Urheberrechtsgründen nur diejenigen Blogrolls angezeigt, die von den Besitzern selbst angemeldet wurden. Wer in der metaroll verlinkt werden möchte, sollte sein Weblog also möglichst bald eintragen. In der Datenbank werden zwar bereits alle Blogs der Deutschen Blogcharts Top 100 mitgezählt, sichtbar sind allerdings nur diejenigen, von denen ich eine Zustimmung zur Veröffentlichung bekommen habe.

    3. Das letzte Feature: Ganz unten auf der Seite werden ein paar Eckdaten zur metaroll angezeigt.
      statistik.png
      Momentan sind das: die länge der kürzesten bzw. längsten Blogroll, die Durchschnittslänge, der Median sowie die Standardabweichung.


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    Viel wurde bereits geschrieben über die Einzig- oder Neuartigkeit des sozialen Netzwerks Facebook. Für mich sind es folgende vier Merkmale, die einen Unterschied machen und mit denen Facebook seinen Konkurrenten deutlich voraus ist:

    1. Natürlich ist die Strategie, Third Party Applications nicht nur zuzulassen, sondern bewusst in das System zu integrieren, eine geniale Entscheidung gewesen. Dass auf vielleicht 10-20 brauchbare Anwendungen massenhaft Schrott kommt, ist wahrscheinlich nicht einmal ein schlechtes Verhältnis.
    2. Der zweite Vorteil von Facebook gegenüber anderen professionellen sozialen Netzwerken ist, dass man ständig das Gefühl hat, dass sich etwas tut. Im Unterschied zu Xing bekommt man hier immer wieder Nachrichten darüber, was der eigene “Freundeskreis” gerade tut, schreibt, ausprobiert etc.
    3. Damit eng verbunden ist die Möglichkeit, die eigenen Kontakte mit ausgesprochen niedrigschwelligen Kommunikationsformen zu erreichen. Die Schwelle, einem Kontakt bzw. vielen Kontakten eine Email zu schreiben oder etwas ins Gästebuch zu tippen, dürfte einiges höher liegen, als ein Webfundstück oder einen Blogeintrag als “Notiz” kurz zu kommentieren und ins System zu “heften”. Der Witz ist, dass man in Wirklichkeit nicht nur “heftet”, sondern dass die Notiz direkt auf die Facebook-Startseite von zahlreichen der eigenen “Freunde” gelangt.
      post.png
      Eine Push-Kommunikation, die sich als Pull-Kommunikation verkleidet hat. Dasselbe passiert, wenn einer der Kontakte in einer der zahlreichen Gruppen etwas schreibt: per Startseite wird meine Aufmerksamkeit genau dorthin gelenkt.

    4. Viertens spricht auch die Binsenweisheit “Die Leute wollen dort sein, wo auch die anderen Leute sind” für Facebook. Man braucht nur einen Blick darauf werfen, welche namhaften Soziologen und Medienwissenschaftler (als Fake oder in Person) dort angemeldet sind und sich z.B. an Diskussionsgruppen beteiligen, um zu verstehen, warum dieses Netzwerk momentan in bestimmten professionellen Milieus konkurrenzlos ist.


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    Hier eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Reaktionen auf die metaroll-Liste der kumulierten Blogrolls:

    • Als erstes meldete sich Alexander vom Zielpublikum Weblog zu Wort. In seinem Beitrag “Endlich wieder eine Topliste” freut er sich nicht nur über den mysteriösen 42. Rang seines eigenen Blogs (aktuell und viele 1000 eingetragene Blogs später ist das Blog auf Platz 46 – was doch ein Indiz für die Stabilität des Rankings ist), sondern beschreibt das Projekt als

      eine weitere interessante Auswertung, nicht mehr, nicht weniger. Ein neuer Blickwinkel, neben Reichweiten-Messung und Authority (dem Technorati-Maß nach eingehenden Links).

      Und ein bisschen Ersatzdroge für Statistik-Junks die den Entzug von Blogscout noch nicht durch haben.

      Daran schließt sich eine für mich interessante Diskussion über die (mangelnde) Repräsentativität des Unterfangens an.

    • Als nächstes teilt René seine Gedanken über Sinn und Unsinn von Blogrankings in seinem Beitrag “Warum die Blogosphäre ein Ranking braucht” mit und kommt letztlich zu dem Ergebnis, dass ein Dienst wie blogscout notwendig ist (darüber wird dann beim Webrocker, in der Blogbar sowie bei esib weiterdiskutiert). Für ihn sind

      Tagesaktuelle Charts, eine Liste, die einen guten Teil der Blogosphäre erfasst, [...] ein Kitt, dessen im positiven Sinne bindende Wirkung man nicht unterschätzen sollte.

      Die metaroll kann dieses Bedürfnis jedoch nicht erfüllen, da sie für diesen Zweck (wie die deutschen Blogcharts) zu statisch ist.

    • Wie man die metaroll beeinflussen kann, um die eigene Wertung nach oben zu drücken, fragt sich Admartinator in seinem Blog und startet daraufhin einen Aufruf an seine Leser, ihre eigenen Blogrolls einzutragen. Tatsächlich ist das Blog daraufhin bis in die Top 10 gelangt, mit den Neuzugängen der letzten Tage hat sich dieser Effekt allerdings wieder etwas abgemildert. Auch hier zeigte sich in der Diskussion wieder die Bedeutung eines stabilen Referenzrahmens wie der dbc-Top 100. Außerdem machen sich anscheinend einige Leute in Verbindung mit der metaroll erstmals Gedanken über die Anlage einer eigenen Blogroll. Das freut mich besonders.
    • Im Anschluss daran schreiben auch Dave, der Tonnendreher sowie Marc aus der Wissenswerkstatt über die metaroll. Letzterer hat auch noch eine wichtige Überlegung parat, die ich jedoch angesichts von Datenschutzaspekten für nicht durchführbar halte. Überhaupt bin ich mir über die datenschutzrechtlichen Aspekte noch nicht ganz im Klaren: ist die Blogroll eines Weblogs ein schützenswertes kreatives Eigentum, das nicht ohne Einwilligung weitergegeben werden kann? Ich betrachte das momentan so und führe nur die Blogs, die mir explizit ihre Einwilligung gegeben haben, in der “geblogrollt von”-Spalte.

      Ideal wäre – um der Relevanz von Blogs nachzuspüren – in meinen Augen eine Auswertung der jeweiligen Feedreader-Inhalte der einzelnen Blogger. Denn was mich einige Wochen langweilt, wird aus dem Feed bei mir entfernt… andere Fundstücke, die ich im Auge behalten will, kommen rein.

    • Auf dem Münchener Bloggertreffen konnte ich mich mit einigen Kollegen Bloggern über das Thema austauschen und weitere Anregungen für sowie Reaktionen auf das Projekt (zum Beispiel hier) sammeln.
    • Sehr viel Lob kommt von juliaL49 in ihrem Blog. Außerdem einige grundlegende Gedanken zum Blogrollen sowie die spannende Frage nach der Aktualisierung der metaroll, auf die ich leider noch keine Antwort geben kann. Im Anschluss daran erwähnt auch Uwe das Projekt in seinem Blog sowie Kropi in einem ausführlichen Beitrag.

    Für den Anfang gar nicht mal schlecht. Jetzt gilt es aber, viele neue Blogs in das System zu übernehmen und vor allem die dbc-Top 100-Blogs zur Teilnahme zu bewegen, so dass man sehen kann, welche Blogs die sogenannten A-Blogger in ihren Blogrolls abgespeichert haben.



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    whoownswhat.jpgEine beeindruckende Darstellung der potentiellen Medienmacht der Social Web-Player hat Amy Webb erstellt (Klick auf die Grafik). Sie sieht die Sprengkraft dieser Portfolios vor allem darin, dass diese Unternehmen nach ganz anderen Geschäftsmodellen arbeiten als die klassischen Medienkonzerne:

    The future of media isn’t only about content, it’s about delivery. While jurnos are busy bickering about whether or not to allow visitor comments on their websites, other companies are moving full-speed ahead with radically different business models. They’re thinking broadly: aggregator + search + content + mobile + gaming = sustainability.

    Als weiteren wichtigen Punkt würde ich noch hinzufügen: closure. Das Transportieren der Inhalte von einem Universum in ein anderes wird erschwert, so dass jede Aktivität den Prosumenten stärker bindet (besonders deutlich ist dieser Effekt in den bislang nahezu vollständig inkompatiblen social networks) (vgl. dazu auch die Bemerkungen von Trebor Scholz in diesem Slidecast).



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