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	<title>viralmythen &#187; Allgemein</title>
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		<title>Wasserspiele</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 20:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal sind Wasserspiele einfach nur eine willkommene Erfrischung an einem heißen Sommertag. Die Lektüre von Gartenbauliteratur von 17. bis 19.  Jahrhundert zeigt aber, dass man Springbrunnen auch als Medium beobachten kann. Als sehr langsames Medium &#8211; deshalb habe ich auf dem Slow Media Blog einen Beitrag über &#8220;Springende Strahlen&#8221; geschrieben. Am besten lesen, so lange [...]]]></description>
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<p><img style="margin: 5px;" src="http://www.slow-media.net/wp-content/uploads/gehler_springbrunnen-300x77.jpg" alt="" width="300" height="77" align="left" />Manchmal sind Wasserspiele einfach nur eine willkommene Erfrischung an einem heißen Sommertag. Die Lektüre von Gartenbauliteratur von 17. bis 19.  Jahrhundert zeigt aber, dass man Springbrunnen auch als Medium beobachten kann. Als sehr langsames Medium &#8211; deshalb habe ich auf dem Slow Media Blog einen Beitrag über &#8220;<a href="http://www.slow-media.net/springende-strahlen">Springende Strahlen</a>&#8221; geschrieben. Am besten lesen, so lange das Sommerwetter anhält.</p>
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		<title>Mit dem Blackberry im Methusalemkomplott</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/12/19/mit-dem-blackberry-im-methusalemkomplott/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 17:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich muss gestehen, dass mich bisher die Debatte um die digitale Überforderung &#8211; zum Wortführer dieser Scheinbewegung hat sich Frank Schirrmacher gemacht &#8211; wenig berührt hat. Vielleicht ist mit folgender abgewandelter Tocotronic-Textzeile seine Position so weit zusammengefasst, dass man sich alle weitere Lektüre sparen kann: Wahrscheinlich hat Schirrmacher gar keine Zeit, Twitter ist gut doch [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2009/12/IMG_06221-139x300.jpg" alt="Informationsflut" title="Informationsflut" width="139" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1139" />Ich muss gestehen, dass mich bisher die <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,665806,00.html">Debatte</a> um die digitale Überforderung &#8211; zum Wortführer dieser Scheinbewegung hat sich <a href="http://carta.info/18949/algorithmen-im-alltag-wie-das-werkzeug-seinen-erfinder-umarbeitet/">Frank Schirrmacher</a> gemacht &#8211; wenig berührt hat. Vielleicht ist mit folgender abgewandelter <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LEcgFCYdadg">Tocotronic-Textzeile</a> seine Position so weit zusammengefasst, dass man sich alle weitere Lektüre sparen kann:</p>
<blockquote><p>
Wahrscheinlich hat Schirrmacher gar keine Zeit,<br />
Twitter ist gut doch die Welt noch nicht bereit.
</p></blockquote>
<p>Natürlich kommen bei mir mehr Informationen an als ich verarbeiten kann. Das würde ich aber nicht unbedingt auf das Internet oder das Social Web im Besonderen zurückführen. Eine Mailbox, in der sich 2578 ungelesene Emails virtuell stapeln ist hat für mich keinen sehr viel größeren Aufforderungscharakter als der Stapel un- oder halbgelesener Bücher, die sich in meinem Haus physisch stapeln. Warum sollte mein Hirneiweiß durch den einen Informationsstau veranlasst sehen, neue Formen des Verklumpens zu bilden als bei dem anderen Informationsstau?</p>
<p>Zwar gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem gedruckten Informationsüberfluss &#8211; jeder, der schon einmal eine Zeitung wie z.B. Schirrmachers FAZ abonniert hatte, weiß wie alte Zeitungsausgaben dazu neigen, den Lebensraum zu verstopfen &#8211; und der neuen digitalen Unübersichtlichkeit. Aber begleitend zu den neuen Überforderungsphänomenen gibt es neue Coping-Mechanismen. Zum Beispiel Blackberry: Klar signalisiert mir das blinkende rote Licht immer wieder, dass neue Informationen abgerufen oder aufgenommen werden wollen. Wenn ich das Smartphone umdrehe, so dass die rote Leuchte nach unten zeigt, sehe ich das Blinken nicht mehr. Ein einfacher Trick, millionenfach bewährt.</p>
<p>Und auch für digitale Informationskanäle wie Twitter gibt es so etwas. Das Geheimrezept lautet &#8220;einfach mal ignorieren&#8221;. Vielleicht ist es hierbei von Vorteil, wenn man sowieso so vielen Menschen folgt, dass man mit dem Lesen nicht mehr hinterherkommt? Ich folge knapp 2.500 Menschen auf Twitter. Keine Chance, auch nur annähernd up to date zu bleiben mit all ihren Gedanken, Ängsten, Banalitäten, Entdeckungen etc. Das schnelle Tempo führt dazu, dass ich mich ganz bewusst an bestimmten Informationen oder Personen orientiere. Was jemand explizit mir mitteilen möchte (also <a href="http://search.twitter.com/search?q=@furukama">@furukama-Botschaften</a>), bekomme ich mit. Ebenso alles, was die Handvoll Menschen schreibt, die mir besonders wichtig sind (dafür habe ich eine Twitter-Liste). Für den ganzen Rest entwickelt sich so eine Art <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_%28Psychologie%29">Flow</a>-Gefühl, ein Schweben über dem Informationsstrom, von dem ich nur hin und wieder einzelne Gedanken mitbekomme, mehr nicht.</p>
<p>Der einzige Punkt, der an dieser Debatte wirklich interessant ist: Wie passen die Diagnosen der letzten Schirrmacher-Werke zusammen? Hier wird es wirklich spannend. Auf der einen Seite der Methusalem-Komplott in dem die Älteren die Macht übernehmen und den Staat von oben bis unten umkrempeln. Auf der anderen Seite die immer schwächeren nachwachsenden Generationen, die aber mit Twitter, iPhone und Facebook das, was sie an Masse und Macht verloren haben, durch Geschwindigkeit wieder wettmachen wollen? Droht hier tatsächlich ein Krieg der Alten gegen die Jungen bzw. der jederzeit erreichbaren Echtzeitgehirne gegen die in Offline-Idyllen schwelgenden Altersrassisten? Und vor allem: Wo steht ein Schirrmacher in diesem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tohuwabohu">Tohuwabohu</a>?</p>
<p>Vielleicht zum Abschluss noch einen theologischen Gedanken. Das passt ganz gut zur Adventszeit, die übrigens ebenfalls zwei Gesichter hat: ein helles, fröhliches Süßer-die-Glocken-nie-klingen-Gesicht, und gleichzeitig aber auch ein kulturgeschichtlich sehr viel älteres düsteres Gesicht einer Endzeit, in der man schwarz getragen hat und gefastet hat und weder heiraten, noch sich in der öffentlichkeit freuen durfte. Die glückselige Informationsarmut des vom Netz genommenen Methusalems ähnelt tatsächlich einem paradiesischen Zustand. Das Paradies ist nämlich sogar etymologisch nichts anderes als ein früher &#8220;<a href="http://www.isarrunde.de/isarrunden/40/1/1/17/das_netz_als_sammlung_vieler_walled_garden.html">walled garden</a>&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenkunst_im_Vorderen_Orient">pairidaeza</a>), in dem es keine Information gibt, da es sich um einen statischen Zustand handelt und Information immer bedeutet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson">ein Unterschied, der einen Unterschied macht</a>. Ich finde hier die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5zNdMc6wGtU">Theologie der Talking Heads</a> am überzeugendsten, die den Himmel wie folgt beschreiben:</p>
<blockquote><p>
Heaven, heaven is a place,<br />
a place where nothing, nothing ever happens<br />
Heaven, heaven is a place,<br />
a place where nothing, nothing ever happens
</p></blockquote>
<p>Das Gegenteil von dieser himmlischen Zeitlosigkeit sind die zutiefst irdischen digitalen Echtzeit-Informationsströme, in denen jeden Tag etwas neues passiert, jeden Tag neue Personen in den Timelines auftauchen, jeden Tag andere Verknüpfungen der potentiell globalen Netzwerkgesellschaft aktualisiert werden.</p>
<p>Siehe dazu auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.michaelreuter.org/2009/12/haben-sie-eine-payback-card-oder-kommunizieren-ist-%C3%BCbungssache.html">Haben Sie eine Payback-Card &#8211; oder Kommunizieren ist Übungssache</a> von Michael Reuter</li>
<li><a href="http://www.isarrunde.de/empfehlungen/43/1/1/17/absaufen_in_der_informationsflut.html">Absaufen in der Informationsflut</a> auf dem Isarrunde-Blog</li>
<li><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/diskurs-ein-hin-und-hergehendes-gesprach">Diskurs: ein hin- und hergehendes Gespräch</a> von Sabria David
</ul>
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		<item>
		<title>Qype scheint seine Experten nicht mehr zu brauchen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/07/22/qype-scheint-seine-experten-nicht-mehr-zu-brauchen/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 12:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[experten]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[qype]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der Schlüsselfragen des Community Managements: Wie schafft man ein angenehmes und inspirierendes Umfeld, das die aktiven Träger einer Community (man denke an die 90-9-1-Regel oder die Social Technographics-Profile von Forrester) dazu anregt, sich immer stärker mit der Community zu identifizieren? Wie richtet man intelligente Verstärkungsmechanismen ein, die an den innersten Gefühlen und Leidenschaften der [...]]]></description>
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<p>Eine der Schlüsselfragen des Community Managements: Wie schafft man ein angenehmes und inspirierendes Umfeld, das die aktiven Träger einer Community (man denke an die 90-9-1-Regel oder die <a href="http://www.forrester.com/Groundswell/profile_tool.html">Social Technographics-Profile</a> von Forrester) dazu anregt, sich immer stärker mit der Community zu identifizieren? Wie richtet man intelligente Verstärkungsmechanismen ein, die an den innersten Gefühlen und Leidenschaften der Nutzer rühren? Wie erhält man eine begeisterte Gemeinschaft, die ihre Begeisterung ohne jegliche monetäre Belohnung (intrinsische Motivation) nach außen trägt?</p>
<p>So jedenfalls nicht:</p>
<blockquote><p>
From: QYPE <no-reply@qype.com><br />
To: eigenarbeit@gmail.com</p>
<p>Date: Wed, Jul 22, 2009 at 2:19 PM<br />
Subject: system_1000_points_downgrade subject</p>
<p>Hallo,</p>
<p>wir haben festgestellt, dass Du seit mindestens 2 Monaten nicht mehr geqypt hast und haben darum Deinen Experten-Status rückgängig gemacht.<br />
Es ist schade aber Du verstehst ganz bestimmt, dass ein Experte ohne neue Beiträge für die Community ein bisschen wie ein Sommertag ohne Sonne ist.<br />
Wenn Du Deinen Status wieder erhalten willst, weisst Du, was Du zu tun hast <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Danke.</p>
<p>Dein Qype-Team&#8211;
</p></blockquote>
<p>Wenn die Wikipedia so einen Mist erlauben würde, stünden wir jetzt wahrscheinlich bei 93 und nicht bei 933.000 Einträgen. Wer nur ein winziges bisschen Psychologie in seinem Leben mitbekommen hat, weiß, dass das Wegnehmen einer Belohnung (&#8220;Deprivation&#8221;) eine der schlimmsten Bestrafungsmöglichkeiten ist. Das Beenden der Strafe (&#8220;negative Verstärkung&#8221;) wirkt dagegen nur schwach.</p>
<p><strong>UPDATE</strong>: Alle meine Beiträge habe ich gesichert und gelöscht. Alle Vorschläge, wo ich meine seit April 2006 mehr oder weniger regelmäßig verfassten Rezensionen veröffentlichen kann, sind willkommen. Auf einem Wiki? Auf einem Blog?</p>
<p><strong>UPDATE 2</strong>: Ich bin wohl nicht der einzige &#8220;Experte&#8221;, der diese unhöfliche Email bekommen hat. Über Twitter und Directmails haben sich noch einige weitere Betroffene gemeldet. Ich habe das Gefühl, dass diese Strafaktion vielleicht genau das Gegenteil erreichen könnte als eigentlich beabsichtigt.</p>
<p><strong>UPDATE 3</strong>: Die Antwort von Qype kam sehr schnell per Twitter: &#8220;@furukama den Status erhält man sofort wieder, wenn man wieder aktiv ist. So wird der Status der aktiven Mitglieder aufgewertet.&#8221; Stimmt. Aber nur derjenigen, die nach so einer unhöflichen Mail dann tatsächlich bleiben.</p>
<p><strong>UPDATE 4</strong>: Stephan Mosel von Qype hat &#8220;<a href="http://blog.metaroll.de/2009/07/22/qype-scheint-seine-experten-nicht-mehr-zu-brauchen/#comment-28157">telefoniert, gemeetet und gemailt</a>&#8221; mit dem Ergebnis, dass es diese Status-Downgrades so nicht mehr geben wird. Hier geht&#8217;s zum <a href="http://www.qype.com/forums/8/topics/13995-Der-Qype-Experten-Status">Qype-Forenbeitrag dazu</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Durchgangsverkehr</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2009/02/10/durchgangsverkehr/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 11:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[rie]]></description>
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<p><a href="http://metaroll.tumblr.com/post/77143768/ftw">rie</a></p>
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		<title>Die We-Generation wählt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/11/04/us-wahl-in-echtzeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 14:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[barack obama]]></category>
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		<category><![CDATA[usa]]></category>
		<category><![CDATA[wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Die heutige Wahl des 44. Präsidenten der USA ist eine Internet-Wahl. Wer Twitter, Friendfeed und natürlich auch die amerikanische Blogosphäre aufmerksam beobachtet hat, wusste es schon etwas länger, aber jetzt dürfte es auch dem durchschnittlichen 61jährigen ZDF-Gucker auffallen: drei von fünf der Interviewpartner, die sich in der langen ZDF-Wahlnacht mit Anchor Claus Kleber die Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Die heutige Wahl des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/US-Präsident">44. Präsidenten der USA</a> ist eine Internet-Wahl. Wer Twitter, Friendfeed und natürlich auch die amerikanische Blogosphäre aufmerksam beobachtet hat, wusste es schon etwas länger, aber jetzt dürfte es auch dem durchschnittlichen 61jährigen ZDF-Gucker auffallen: drei von fünf der Interviewpartner, die sich in der langen <a href="http://nachtimnetz.zdf.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,7396687,00.html">ZDF-Wahlnacht mit Anchor Claus Kleber</a> die Zeit vertreiben, sind Blogger. <a href="http://wirres.net/">Felix Schwenzel</a>, <a href="http://hiphoprepublican.blogspot.com/">Marcus Skelton</a> und <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/">Christoph Bieber</a> dürfen die Reaktionen im Netz deuten. Sogar externe Links hat das ZDF dafür angelegt.</p>
<p>Besonders spannend sind jedoch Echtzeitmedien wie Twitter, die es ermöglichen, gleichzeitig aus unterschiedlichen Teilen der USA Meldungen zur Wahl zu sammeln und zu publizieren. Das Fernsehen ist nur in Ausnahmefällen wie einer solchen Wahlnacht live dabei und gehorcht zudem einer sequentiellen Logik. Wenn mich ein Lagebericht aus Ohio interessiert, im Fernsehen aber gerade ein Korrespondent aus Florida berichtet, muss ich warten. Ich will aber nicht warten.</p>
<p>Auf <a href="http://twittervotereport.com/">TwitterVoteReport</a> kann man zum Beispiel sehen, wie lange die Wartezeiten in den Wahllokalen gewesen sind und ob den Wählern dort irgendetwas aufgefallen ist:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/tvr.png" alt="Twitter VoteReport" title="Twitter VoteReport" width="500" height="382" class="size-full wp-image-780" /></p>
<p>Auf <a href="http://search.twitter.com/search?q=vote+twitpic">Twitpic</a> gibt es im Minutentakt Fotos von leeren oder ausgefüllten Stimmzetteln wie <a href="http://twitpic.com/jv91">zum Beispiel hier</a> oder von den <a href="http://twitpic.com/jvyg">Schlangen vor den Wahllokalen</a>. Das ist eine neue Art von Authentizität. Keine Fernsehkameras, die ein möglichst eindrucksvolles Bild zusammenstellen, sondern ein Twitternutzer, der gerade zur Wahl geht, in der Schlange steht und mit seinem Handy ein Foto macht. Ein unmittelbarer Eindruck.</p>
<p>Am schnellsten ist aber natürlich der Twitter-Wahlfeed, auf dem alle Tweets zur Wahl aggregiert werden. Auf den ersten Blick sieht das wie ein gewöhnlicher Ticker aus. Aber es ist nicht eine Nachrichtenredaktion, die bestimmt, welche Nachrichten in welchen Abständen gepostet werden, sondern es sind Twitternutzer auf der ganzen Welt, die zu einem gewaltigen Massengespräch beitragen &#8211; ganz gleich, ob sie einfach nur Neuigkeiten posten, kommentieren oder sich mit anderen darüber austauschen. Was der Ticker für die alte hierarchische Nachrichtenwelt war, ist dieser Dialogstream für den Schwarm oder die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosphäre">Noosphäre</a>:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/election_twitter.png" alt="Election Twitter" title="Election Twitter" width="500" height="298" class="size-full wp-image-782" /></p>
<p>Sogar Wahlumfragen werden per Twitter durchgeführt. Auf <a href="http://twitvote.twitmarks.com/">TwitVote</a> liegt beispielsweise Barack Obama mit 15.370 Stimmen zu 2.719 Stimmen für John McCain weit in Führung:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/twitvote.png" alt="" title="twitvote" width="500" height="319" class="aligncenter size-full wp-image-785" /></p>
<p>Oder man <a href="http://shout.setfive.com/2008/11/04/guestimating-the-election-with-twitter/">zählt die Tweets</a>, die sich für Obama oder McCain aussprechen, sortiert sie nach Staaten und kommt dann zu <a href="http://election.setfive.com/">folgendem Ergebnis</a> (blau = Obama, rot = McCain):</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?chd=s:9999999s99999999999999999999999999999999y9999999999&#038;chco=ffffff,FF0000,FF3333,FF4040,FFC1C1,BCD2EE,5993E5,1464F4,0147FA&#038;chf=bg,s,eaf7fe&#038;chtm=usa&#038;chld=ALAKAZARCACOCTDEDCFLGAHIIDILINIAKSKYLAMEMDMAMIMNMSMOMTNENVNHNJNMNYNCNDOHOKORPARISCSDTNTXUTVTVAWAWVWIWY&#038;chs=440x220&#038;cht=t" /></p>
<p>Dialup-Internetnutzer scheinen dagegen sehr viel konservativer zu sein. Eine entsprechende &#8211; ebenso wenig repräsentative &#8211; Umfrage unter AOL-Nutzern <a href="http://www.alleyinsider.com/2008/11/in-landslide-john-mccain-is-the-president-of-aol-com">zeigt</a> eine ebenso klare Mehrheit für McCain:</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/11/aolvotes.jpg" alt="" title="aolvotes" width="446" height="391" class="aligncenter size-full wp-image-786" /></p>
<p>Durch all diese digitalen netzförmigen Kommunikationsmedien ist es möglich, den Wahlabend &#8211; bei uns eher: die Wahlnacht &#8211; gemeinsam mit Hunderttausenden zu verbringen. Und anders als in der berühmten Redewendung von den &#8220;Millionen vor den Fernsehgeräten&#8221; gibt es hier tatsächlich die Möglichkeit, zu interagieren, Fragen zu stellen und die Vorgänge zu kommentieren. Warum also nicht zum Beispiel <a href="http://nielsenhayden.com/makinglight/archives/010725.html">in diesem Thread</a> die Wahlnacht über mit <a href="http://www.schneier.com/blog/">Bruce Schneier</a> über die Sicherheit von Wahlautomaten diskutieren? Oder mit <a href="http://www.scripting.com/stories/2008/11/03/ircForElectionDay.html">Dave Winer</a> im <a href="irc://irc.freenode.net/#electionDay">Election-Day-Chat</a>? Oder auf <a href="http://twitter.com/furukama">Twitter</a>?</p>
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		<title>Endspurt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/08/14/endspurt/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 07:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[agsm]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[podium]]></category>
		<category><![CDATA[profession]]></category>

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		<description><![CDATA[Die nächsten Tage werden noch einmal sehr spannend, bevor dann am Wochenende mein Urlaub beginnt: Heute konstituiert sich in München der Arbeitsausschuss der Arbeitsgemeinschaft Social Media. Auf der Agenda stehen neben einem Bericht des Vorstands über die bisherigen Aktivitäten auch folgende Punkte: Bildung der thematischen Arbeitsgruppen (z.B. Technik, Mittelstand, Politik) Planungen für eine Konferenz zum [...]]]></description>
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<p>Die nächsten Tage werden noch einmal sehr spannend, bevor dann am Wochenende mein Urlaub beginnt: Heute konstituiert sich in München der Arbeitsausschuss der Arbeitsgemeinschaft Social Media. Auf der Agenda stehen neben einem Bericht des Vorstands über die bisherigen Aktivitäten auch folgende Punkte:</p>
<ul>
<li>Bildung der thematischen Arbeitsgruppen (z.B. Technik, Mittelstand, Politik)
<li>Planungen für eine Konferenz zum Thema Social Media Measurement
<li>Einrichtung einer virtuellen Bibliothek zum Thema Social Media
<li>Gründung einer Fachzeitschrift
<li>Kommunikationsstrategien
</ul>
<p>Erwartet also den ein oder anderen thematischen Tweet oder <a href="http://friendfeed.com/rooms/agsm">FriendFeed-Post</a> von <a href="http://twitter.com/jbenno">@jbenno</a>, <a href="http://twitter.com/mediaocean">@mediaocean</a>, <a href="http://twitter.com/rjoerges">@rjoerges</a> oder <a href="http://twitter.com/furukama">mir</a>.</p>
<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/08/freianzeige_farbe.jpg" alt="" title="JugendMedienEvent" width="200" height="401" class="alignleft size-full wp-image-592" /><br />
Am Abend geht&#8217;s dann gleich weiter nach Mainz, wo morgen beim ZDF der <a href="http://www.jugendmedienevent.de/programm/beim-zdf-zu-gast.html">JugendMedienEvent</a> startet. Ich werde mich gleich im ersten Panel über das Thema &#8220;Journalismus 2.0 – Ein Berufsbild im Wandel&#8221; mit Julius Endert (Blinkenlichten Produktionen), Ansgar Mayer (Axel-Springer-Akademie), Rainer Meyer (Don Alphonso), Thomas Waldner (ZDF) austauschen. Es dürfte also interessant werden.</p>
<p>Meine Meinung zur Zukunft des Journalismus habe ich ja in diesem Blog bereits mehrfach geäußert. Im Kern geht es darum, dass die Kernaufgabe des Journalismus, das &#8220;<a href="http://www.worldchanging.com/archives/008353.html">digging below the fold</a>&#8220;, also das Recherchieren komplexer Geschichten und Hintergründe, das Herausarbeiten von Zusammenhängen vor einem umfassenden Tatsachenbild, bleiben wird. Aber die Journalisten werden sich irgendwie der Tatsache stellen müssen, dass sich zum einen gerade bei der jüngeren Generation die Nachfrage nach Nachrichten gerade <a href="http://www.awa-online.de/praesentationen/awa08_Junge_Generation.pdf">deutlich verändert</a> (hin zu schnelleren, oberflächlicheren Informationen) und zum anderen neue Informationsströme entstehen, die den Nachrichtenkonsumenten erreichen, ohne auch nur einmal mit dem klassischen System des Journalismus in Berührung gekommen zu sein.</p>
<p>Dieser Wandel lässt sich auf Dauer nicht durch eine rigide Professionspolitik oder die <a href="http://www.pflegewiki.de/wiki/Sterbephasen_nach_K%C3%BCbler_Ross">aktive bzw. aggressive</a> Verweigerung aufhalten. Die Journalisten werden die Regeln in dem sich gerade herausbildenden neuen Mediensystem nie herausfinden, wenn sie sich nicht auf diesem Spielfeld bewegen. Man lernt kein neues Spiel, indem man wegsieht.</p>
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		<item>
		<title>Die meistgenutzten Web 2.0-Dienste der Twitterati</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/05/die-meistgenutzten-web-20-dienste-der-twitterati/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 13:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile gibt es im Web 2.0 für jede Aufgabe ein entsprechendes Tool, egal ob es um die Terminplanung geht, um das Aggregieren von RSS-Feeds oder um berufliche Networking. Aber welche dieser Dienste werden tatsächlich genutzt? Um das herauszufinden, habe ich über Twitter eine Kurzumfrage gestartet. Dass es Twitter hier auf den ersten Platz geschafft hat, [...]]]></description>
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<p>Mittlerweile gibt es im Web 2.0 für jede Aufgabe ein entsprechendes Tool, egal ob es um die Terminplanung geht, um das Aggregieren von RSS-Feeds oder um berufliche Networking. Aber welche dieser Dienste werden tatsächlich genutzt? Um das herauszufinden, habe ich über Twitter eine Kurzumfrage <a href="http://twitter.com/furukama/statuses/825220298">gestartet</a>. Dass es Twitter hier auf den ersten Platz geschafft hat, ist nicht verwunderlich, aber auch bei den folgenden Rängen hat sich doch ein deutliches und einigermaßen einheitliches Meinungsbild abgezeichnet:</p>
<p><img src="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2ZU4ORTWBqdVA&#038;oid=1&#038;output=image" class="center" /></p>
<p>Zeichnet man die Dienste der Verbreitung nach ab, so erhält man die gewohnte Figur eines <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Long_Tail">Long Tail</a></em>: Nur wenige Anwendungen sind sehr gängig, die meisten werden nur von einer einzigen Person genannt wie die folgenden: Google Documents, Google Notebook, Evernote, Basecamp, Pageflakes, Spout.com, Mr. Wong, Magnolia, Tiqqer, Twitpic, mixxt, Venteria, Plurk, FFFFound, iLike, Aka-aki, Mindmeister, .Mac, Ebay, 1&#038;1-Webmail, Tumblr, Digg, Hobnox, blip.tv.</p>
<p><img src="http://spreadsheets.google.com/pub?key=pXDV1D9MYB2ZU4ORTWBqdVA&#038;oid=2&#038;output=image" class="center" /></p>
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		<title>Flusser, Twitter, Lobo &#8211; für ein dialogisches Fernsehen</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/07/flusser-twitter-lobo-fuer-ein-dialogisches-fernsehen/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 08:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[dialog]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine der intelligentesten Analysen des Fernsehens hat der kosmopolitische Medienphilosoph Vilém Flusser 1974 unter dem Titel &#8220;Für eine Phänomenologie des Fernsehens&#8221; vorgelegt. Darin versucht er sich durch die Ausblendung alles Vorwissens (bei Husserl heißt das Epoché oder Innehalten, Enthaltung) das Wesen des Fernsehens zu beschreiben, wie es sich dem Phänomenologen unmittelbar präsentiert (&#8220;Unter den Möbeln [...]]]></description>
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<p>Eine der intelligentesten Analysen des Fernsehens hat der kosmopolitische Medienphilosoph <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser">Vilém Flusser</a> 1974 unter dem Titel &#8220;Für eine Phänomenologie des Fernsehens&#8221; vorgelegt. Darin versucht er sich durch die Ausblendung alles Vorwissens (bei Husserl heißt das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Epoch%C3%A9">Epoché</a> oder Innehalten, Enthaltung) das Wesen des Fernsehens zu beschreiben, wie es sich dem Phänomenologen unmittelbar präsentiert (&#8220;Unter den Möbeln eines Wohnraums steht eine Kiste. Sie hat ein fensterähnliches Glas und verschiedene Knöpfe &#8230;&#8221;).</p>
<p>Das Fernsehen erscheint aus dieser Betrachtungsweise als &#8220;Fenster zum Blicken auf die Welt&#8221;, ein Fenster, das in manchen Punkten dem klassischen Fenster überlegen ist (Möglichkeit der Vergrößerung und Verkleinerung von Dingen sowie eine unbeschränkte Aussicht). In anderen Punkten ist der Fernseher dem gewöhnlichen Fenster unterlegen, denn er unterbricht den Dreischritt Orientierung (Ausblick), Engagement (Vorstoß durch die Tür), Einkehr (Rückkehr in die vier Wände). Fernsehen ist passiv.</p>
<p>Noch spannender sind die politischen Mängel des Fernsehens, also diejenigen, die mit dem Verhältnis von Privatsphäre und Öffentlichkeit zu tun haben. Zunächst einmal ermöglicht das Fernsehen z.B. Politikern, das private Wohnzimmer der Leute zu betreten. Aber diese Beziehung ist minderwertig, denn:</p>
<blockquote><p>
Erstens erlaubt die Kiste, die den Politiker in den Privatraum projiziert, keinen Dialog mit ihm, und der Dialog ist die Struktur des politischen Lebens. Und zweitens sind die Millionen von Kisten, die in der Gesellschaft verteilt sind, zwar alle mit demselben Sender (dem Politiker), aber nicht untereinander verbunden. Sie erlauben also keinen Dialog zwischen den Empfängern [...] Es führt einerseits zur Vereinsamung, zur Entpolitisierung des Empfängers und andererseits zur allgemeinen Invasion des Privaten, zum Totalitarismus.
</p></blockquote>
<p>Gestern abend habe ich erlebt, wie dieser Mangel kurzzeitig korrigiert werden konnte. Durch Twitter. In der &#8220;Kiste&#8221; kam eine Sendung von Menschen bei Maischberger, bei der auch <a href="http://twitter.com/saschalobo">Sascha Lobo</a>, einer der aktivsten Twitterer zu Gast war. Dementsprechend groß war die <a href="http://tweetscan.com/index.php?s=maischberger&#038;u=&#038;d=">Aufmerksamkeit</a> <a href="http://tweetscan.com/index.php?s=saschalobo&#038;u=&#038;d=">auf Twitter</a>. Die vielen maximal 140 Zeichen langen Botschaften lieferten genau den Dialog zwischen den Empfängern, den Flusser im Fall des nackten Fernsehens so vermisst. Und dazu kommt, dass auch einer der im Fernsehen erscheinenden Protagonisten per Twitter direkt ansprechbar war und seinerseits den eigenen Auftritt im Fernsehen zeitversetzt kommentieren konnte.</p>
<p>Die kurzen Kommentare der Twitter-Zuseher reichten von Politik</p>
<blockquote><p>
 Ach so, Steuern haben nix mit Abgaben zu tun. Politiker sind Fachidioten mit Scheuklappen. Im Realleben laufen solche Leute vor die Wand
</p></blockquote>
<p>über Ästhetik,</p>
<blockquote><p>
 möglicherweise wurde @saschalobo nur als roter Teppich eingeladen. was fatal wäre. #laufenüberiro
</p></blockquote>
<p>Wissenschaft</p>
<blockquote><p>
&#8220;Diskontinuierliche Arbeits- und Erwerbsbiographien&#8221; wären das Stichwort! #saschalobo #maischberger
</p></blockquote>
<p>oder Rhetorik</p>
<blockquote><p>
@saschalobo guter einstieg, angenehmes tempo
</p></blockquote>
<p>Eine mögliche Nebenfolge des intensiven Begleittwitterns ist, dass die bei solchen Ereignissen übliche Aufarbeitung der Sendung in den Weblogs bisher eher <a href="http://www.amazeman.com/2008/05/07/mitmach-und-meinungsfernsehen/">schleppend</a> voran geht.</p>
<p>Unabhängig von der Frage, ob man in 140 Zeichen tatsächlich einen politischen Dialog führen kann, halte ich dieses Experiment für gelungen. Um die 50 Personen sehen gemeinsam eine Fernsehsendung und verwandeln sie durch ihr Getwitter von einem starren diskursiven Broadcast in einen Dialog. Die zweite Einseitigkeit &#8211; also das Fehlen einer Verbindung zwischen Empfängern und Sender &#8211; wird dadurch vermutlich nicht beeinflusst. Aber ich hoffe, dass früher oder später vielleicht auch die Rundfunkverantwortlichen dieses dialogische Potential entdecken werden, das unendlich wirkungsvoller und ehrlicher ist als die oft so dämlichen Zuschaueranrufe, die von Redakteuren ausgewählt und ins Studio durchgestellt werden.</p>
<p><strong>Ein dialogisches Fernsehen wäre ein sinnvoller Auftrag für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Vielleicht sogar der einzige, der geblieben ist.</strong></p>
<p>Wer mir auf Twitter folgen möchte, kann <a href="http://twitter.com/furukama">das hier tun</a>.</p>
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		<item>
		<title>Searls 10 Thesen zur Rettung der Zeitung revisited</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/02/searls-10-thesen-zur-rettung-der-zeitung-revisited/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/05/02/searls-10-thesen-zur-rettung-der-zeitung-revisited/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 May 2008 09:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[doc searls]]></category>
		<category><![CDATA[nachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Doc Searls, Mitauthor des Cluetrain-Manifests (&#8220;Märkte sind Gespräche&#8220;), hat auf seinem Blog in prägnanter Form zehn Empfehlungen für die Zeitung der Zukunft formuliert (bzw. aus dem Archiv hervorgeholt). Da diese Punkte sehr gut zu meinem letzten Blogeintrag zum Tod der Tageszeitungen und dem Überleben der Zeitschriften passt, möchte ich die Thesen hier kurz kommentieren: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doc_Searls">Doc Searls</a>, Mitauthor des Cluetrain-Manifests (&#8220;<a href="http://www.cluetrain.de/">Märkte sind Gespräche</a>&#8220;), hat auf seinem Blog in prägnanter Form zehn Empfehlungen für die Zeitung der Zukunft <a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2008/04/30/the-future-history-of-newspages/">formuliert</a> (bzw. aus dem Archiv <a href="http://doc-weblogs.com/2007/03/24#howToSaveNewspapers">hervorgeholt</a>). Da diese Punkte sehr gut zu meinem <a href="http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/">letzten Blogeintrag zum Tod der Tageszeitungen und dem Überleben der Zeitschriften</a> passt, möchte ich die Thesen hier kurz kommentieren:</p>
<ol>
<li><strong>Die Archive öffnen</strong>. Wenn die alten Beiträge hinter einer kostenpflichtigen Anmeldemaske versteckt sind, können sie von Suchmaschinen nicht gefunden werden. Was im Suchmaschinenzeitalter schlicht heißt: sie existieren nicht. Hier hat sich einiges getan. Das <a href="http://www.zeit.de/archiv/index">Zeit-Archiv</a> reicht trotz <a href="http://praegnanz.de/weblog/das-zeit-archiv-und-die-texterkennung">einiger Mängel</a> bis ins Jahr 1946 zurück. Das taz-Archiv ist zwar kostenpflichtig, Google darf aber umsonst hinein, so dass die älteren Beiträge in den Suchmaschinenindices zu finden sind. FAZ und SZ sind dagegen größtenteils kostenpflichtig.
<li><strong>Archiviertes auf die Titelseite bringen</strong>. Doc Searls empfielt, Links zu alten Artikeln aus den Archiven auf die Titelseite zu bringen, um die Suchmaschinen und Nutzer in die Archive einzuladen. Zwar haben die Onlineausgaben mittlerweile durch die Bank Verweise auf thematisch ähnliche Beiträge (&#8220;related items&#8221;) auf den Artikelseiten. Aber der Weg von der Titelseite ins Archiv ist meistens so versteckt, dass man nicht ernsthaft davon ausgehen darf, dass man die Leser dort haben will. Hier als Beispiel der gut getarnte Archivlink ganz unten auf der Tagesspiegel-Seite:<br />
<img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/tagesspiegel_archiv.png" alt="Gut getarnter Archivlink auf Tagesspiegel.de" title="tagesspiegel_archiv" width="300" height="246" class="aligncenter size-full wp-image-482" /><br />
Einige Archive sind zudem nur durchsuchbar und nicht Artikel für Artikel, Ressort für Ressort durchblätterbar.</p>
<li><strong>Nach außen verlinken</strong>. Wie ich <a href="http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/">hier schon erwähnt habe</a>: bei deutschen Zeitungswebseits Fehlanzeige. Verlinkt wird nur auf das eigene Blatt. Links nach außen sind nahezu immer Werbelinks. Von Tageszeitungstrackbacks in die Blogosphäre können wir im Augenblick nur träumen.
<li><strong>Blogs und andere Zeitungen verfolgen und verlinken</strong>. Auch hier nicht viel neues. Immerhin leisten sich viele Tageszeitungen nun Blogger, die anscheinend diese Arbeit für die Zeitungsredaktion übernehmen sollen.
<li><strong>Blogger als potentielle Berichterstatter einbeziehen</strong>. Bislang ist die Kluft zwischen Zeitungen und Blogs nur in eine Seite durchlässig: Journalisten können Blogger werden. Bewegungen in die andere Richtung, also dass ein wichtiger Blogger oder eine Bloggerin in eine Redaktion geholt wurde, sind mir nicht bekannt. <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">Robert Basics</a> Techniktipps auf der Computerseite der Süddeutschen? <a href="http://wirres.net">Schwenzels</a> Woche in der Taz? Aber das geht natürlich nur, wenn der Scheingegensatz zwischen Journalisten und Bloggern aufgegeben wird.
<li><strong>Bürgerjournalisten für lokale Themen einsetzen</strong>. Auch hierfür fallen mir auf Anhieb keine prägnanten Beispiele ein.
<li><strong>Weg mit dem Begriff &#8220;Content&#8221;</strong>. Es geht um Texte, Bilder, Meinungen, nicht um Inhalt, der nur dazu da ist, einen Leerraum zu füllen. Eine Onlineredaktion sollte mehr sein als ein Content-Management-System.
<li><strong>Einfache Webseiten bauen</strong>. Klare Strukturen und Navigationspfade, kurz: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerfreundlichkeit">Benutzerfreundlichkeit</a>.
<li><strong>Ins &#8220;Live Web&#8221; einsteigen</strong>. Statt Site, Content, Box und Container sollte im Idealfall der Eindruck entstehen, dass hier lebendige Menschen recherchieren, fotografieren, schreiben, verlinken, beobachten, kommentieren. Das neue Netz ist dynamisch.
<li><strong>Für mobile Endgeräte &#8220;Nachrichtenströme&#8221; veröffentlichen</strong>. Auf einem Mobiltelefon will man die Essenz der Seite lesen. Mehr nicht. Das kann dann in etwa <a href="http://nytimesriver.com/">so aussehen</a>.
</ol>
<p>Mir fallen da noch zwei Ergänzungen ein:</p>
<ol>
<li><strong>Zugänge in die Nachrichtenmaschine anlegen</strong>. RSS-Feeds haben mittlerweile die meisten Tageszeitungen im Netz. Aber das sind meistens One-Size-Fits-Them-All-Lösungen. Die Personalisierung geht in der Regel nur so weit, dass man Feeds für einzelne Ressorts abrufen kann. Mit Nachrichten-APIs könnte man sehr viel spezifischere Zugänge zu den Datenbanken ermöglichen und so das dort gespeicherte Wissen besser nutzen. Die amtliche Statistik hat damit auch schon angefangen, so dass man die offiziellen Daten in Mashups weiter umwandeln kann. Warum sollten die Zeitungen das nicht auch können?
<li><strong>Die Nachrichten verschlagworten und geocodieren</strong>. Wenn es hoch kommt, sind in den Metatags gerade einmal die ersten zehn Worte der Meldung als Stichworte abgespeichert. Was fehlt ist eine aussagekräftige Verschlagwortung der Beiträge sowie die Geocodierung. In Verbindung mit dem vorangegangenen Punkt entstünde auf diese Weise eine umfassende und dynamische Datenbank mit Begriffen und ihren Orten, auf die man dann z.B. für eigene Blogbeiträge oder Mashups (vgl. dazu meinen geolokalisierten Wein-Nachrichtenfluss <a href="http://www.eigenarbeit.org/mivino">mivino</a>) zurückgreifen könnte.
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Hinweg mit dem sinnlosen Zeitungspapier! Warum Zeitungen sterben und Zeitschriften überleben werden</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 10:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz gleich, wie oft man ihn wiederholt: Der Satz &#8220;Print ist tot&#8221; wird dadurch einfach nicht wahrer. Manche Printerzeugnisse werden fortbestehen und zum Teil noch an Bedeutung zulegen während andere zum Fall für die Geschichtsbücher werden (siehe zum Beispiel diese Meldung). Das Zeitalter der Tageszeitung ist vorbei &#8211; Hochglanzzeitschriften werden auch noch in 30 Jahren [...]]]></description>
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<p><img src="http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/05/320732976_5dc14ce008.jpg" alt="" title="Zeitschriften" width="500" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-480" /></p>
<p>Ganz gleich, wie oft man ihn wiederholt: Der Satz &#8220;<a href="http://www.wortgefecht.net/medien/print-ist-tot-wirklich/">Print ist tot</a>&#8221; wird dadurch einfach nicht wahrer. Manche Printerzeugnisse werden fortbestehen und zum Teil noch an Bedeutung zulegen während andere zum Fall für die Geschichtsbücher werden (siehe zum Beispiel <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/show.php?id=75882">diese Meldung</a>). Das Zeitalter der Tageszeitung ist vorbei &#8211; Hochglanzzeitschriften werden auch noch in 30 Jahren gelesen werden.</p>
<p>Doch es scheinen unterschiedliche Gründe hinter dem Untergang der Tageszeitungen bzw. ihrer Verwandlung in ein Luxusgut für ältere Menschen mit viel Zeit und dem Fortbestehen der Zeitschriften zu stecken.</p>
<h4>Das Ende der Tageszeitungen</h4>
<p>Das Ende der Tageszeitungen, also des Prinzips neueste Nachrichten in gedruckter Form diskursiv zu verbreiten, liegt ganz wesentlich daran, dass die Gatekeeperfunktion des Journalismus <em>ad absurdum</em> geführt wird. Früher bedeutete Gatekeeper, dass hier jemand (ein Journalist) ist, der komplexe Informationen und Hintergründe allgemeinverständlich aufbereitet und dadurch einen Informationskanal öffnet. <strong>Heute blockieren und verstopfen Journalisten diesen Kanal.</strong> Jeder hat potentiell über das Internet Zugang zu den aktuellen Nachrichten, in den ersten Fällen ist die Twitter-Öffentlichkeit sogar schneller informiert als die Presseagenturen. Die Funktion des Journalismus als Verwalter eines knappen Gutes Information wird überflüssig.</p>
<p>Aber nicht nur der Zugang zu den Informationen hat sich strukturell verändert, sondern mittlerweile hat jeder die Möglichkeit, per Blog Nachrichten zu publizieren. Früher brauchte man dazu eine Druckerpresse, heute genügt eine Blogsoftware oder ein kostenloser Account bei einem der vielen Bloganbieter (siehe dazu auch das dritte Kapitel in Clay Shirkys &#8220;<a href="http://www.herecomeseverybody.org/">Here Comes Everybody</a>&#8220;). Wie bezeichnend, dass sich zwei Webloginstallationen mit ihrem Namen in die Tradition des Buchdrucks einordnen: WordPress (&#8220;Wörterpresse&#8221;) und Movable Type (&#8220;bewegliche Lettern&#8221;).</p>
<p>Wie ernst die Lage tatsächlich ist, wird schnell deutlich, wenn man sich etwa die aktuell &#8220;Nationale Initiative Printmedien&#8221; <a href="http://medienlese.com/2008/04/18/nationale-initiative-printmedien-schlechte-medizin/">ansieht</a>. Jetzt muss die Bedeutung des Gedruckten schon offiziell beschworen werden. Das war schon immer ein sicheres Zeichen einer <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/19/auf-zum-letzten-gefecht-die-nationale-initiative-printmedien-ruft-zum-medialen-endkampf-kurzknapp-31/">bevorstehenden Pleite</a>.</p>
<h4>Das Überleben der Zeitschriften</h4>
<p>Sucht man nach Gründen für das Überleben der Hochglanzzeitschriften, so wird man einmal mehr bei dem Medienphilosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser">Vilém Flusser</a> (&#8220;<a href="http://www.txt.de/bollmann/flusser/lob.htm">Lob der Oberflächlichkeit</a>&#8220;) fündig. Zeitschriften sind weniger im alphanumerischen Code verfasst, der sequentiell &#8211; Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Aussage für Aussage &#8211; aufgenommen werden muss, sondern wirken im Wesentlichen als farbige, ahistorische Oberflächen, die man eher mit dem Auge kreisend aufnimmt. Nach Flusser &#8220;deutet die gegenwärtige Farbenexplosion auf ein Ansteigen der Wichtigkeit zweidimensionaler Codes. Oder umgekehrt: Eindimensionale Codes wie das Alphabet neigen gegenwärtig dazu, an Wichtigkeit zu verlieren&#8221; (&#8220;Die kodifizierte Welt&#8221;, 1978).</p>
<p>Während jeder einen Zugang zu den neuesten Nachrichten hat und als Nachrichtensender agieren kann, kann nicht jeder hochwertige Oberflächen produzieren. Die Produktionsmittel sind hier ungleich verteilt. Das Internet hilft in diesem Fall nicht weiter, da Farbtreue und Farbtiefe noch zu weit weg von den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Illustrierte">gedruckten Zeitschriften</a> entfernt sind, ganz zu schweigen von dem Fehlen der <a href="http://www.zeitschriftenblog.de/?p=309">haptischen Dimension</a>. Webseiten lassen sich nicht mit den Fingerspitzen lesen. Bisherige Versuche, digitale Hochglanzseiten zu entwerfen, <a href="http://monocle.com/webprogrammes/Quality-of-Life-Index/Hotel-Palafitte-Neuchatel/">überzeugen</a> <a href="http://www.moreintelligentlife.com/node/981">noch</a> <a href="http://bunte.de/">nicht</a>. Wir bleiben hier also auch in Zukunft noch angewiesen auf <a href="http://createordie.de/cod/news/Die-Aera-der-New-Designer-042601.html">professionelle Oberflächenproduzenten</a> und auf das Papier als Medium für Glanz und Farbe. <strong>Die Lücke zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkristallbildschirm">Flüssigkristallen</a> und Hochglanzpapier ist zumindest für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte die Überlebensgarantie der Zeitschriften.</strong></p>
<p><small>(Abbildung &#8220;<a href="http://flickr.com/photos/cld/320732976/">Zeitschriften</a>&#8221; von cld, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC-Lizenz</a>)</small></p>
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		<item>
		<title>Wie bloggig sind die Zeitungen mittlerweile geworden?</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/26/wie-bloggig-sind-die-zeitungen-mittlerweile-geworden/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 13:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[welt]]></category>
		<category><![CDATA[zeitungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=478</guid>
		<description><![CDATA[Lutz Hachmeister weist in einem Interview für den Rheinischen Merkur darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen &#8220;Internet&#8221; hier und &#8220;Fernsehen&#8221; da möglicherweise ein Auslaufmodell ist. Eine ähnliche Konvergenz könnte man nun auch zwischen &#8220;Zeitung&#8221; und &#8220;Weblog&#8221; feststellen, zumindest wenn man die Onlineausgaben der Zeitungen betrachtet. Einige in dieser Hinsicht fortschrittliche Verlage haben bereits ihr Onlineangebot [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Lutz Hachmeister weist in einem <a href="http://www.merkur.de/2008_17__Was_fuer_ein_Wo.27728.0.html?&#038;no_cache=1">Interview für den Rheinischen Merkur</a> darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen &#8220;Internet&#8221; hier und &#8220;Fernsehen&#8221; da möglicherweise ein Auslaufmodell ist. Eine ähnliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkonvergenz">Konvergenz</a> könnte man nun auch zwischen &#8220;Zeitung&#8221; und &#8220;Weblog&#8221; feststellen, zumindest wenn man die Onlineausgaben der Zeitungen betrachtet. Einige in dieser Hinsicht fortschrittliche Verlage haben bereits ihr Onlineangebot zum primären Informationskanal erklärt &#8211; die Devise lautet: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web-First-Prinzip">Online first</a>&#8220;. Ich habe mir einmal die Internetangebote einiger Tages- und einer Wochenzeitung angesehen, um herauszufinden, wie &#8220;bloggig&#8221; diese Seiten schon geworden sind. Dazu habe ich 16 Merkmale untersucht, die für mich ein idealtypisches Blog ausmachen und dann einen gewichteten Index gebildet, der Auskunft darüber geben soll, wie nah ein Onlineangebot an diesem idealtypischen Blog ist. Hier zunächst das Ergebnis, dann die Erklärung der einzelnen Merkmale:</p>
<table style='border-collapse: collapse; border: 1px solid #ddd; font: normal 90%/140% arial, verdana, helvetica, sans-serif; color: #000; background: #fff; padding:2px' width=100%>
<thead style='border: 1px solid #e0e0e0; text-align: left; font-size: 1em; font-weight: bold; background: #c6d7cf;'>
<tr style='font-weight:bold; font-size:10pt'>
<td>&nbsp;</td>
<td>SZ</td>
<td>Taz</td>
<td>FAZ</td>
<td>NYTimes</td>
<td>Welt</td>
<td>Guardian</td>
<td>Tagesspiegel</td>
<td>Zeit</td>
</tr>
</thead>
<tr>
<td>RSS</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Kommentare</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Stapel</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
</tr>
<tr>
<td>Volltext</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Permalinks</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Tags</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Autorenkat.</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
</tr>
<tr>
<td>Trackbacks</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
</tr>
<tr>
<td>Links</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
</tr>
<tr>
<td>Archiv</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
</tr>
<tr>
<td>Blogroll</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
</tr>
<tr>
<td>Kategorien</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Related</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Share</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td>Navigation</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
<td>+</td>
<td>-</td>
</tr>
<tr>
<td>Suche</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
<td>+</td>
</tr>
<tr>
<td><b>Score</b></td>
<td>10</td>
<td>10</td>
<td>12</td>
<td>13</td>
<td>14</td>
<td>14</td>
<td>15</td>
<td>15</td>
</tr>
</table>
<p>Die &#8220;bloggigsten&#8221; Zeitungen sind also Die Zeit und der Tagesspiegel (beide 15), danach der Guardian und die Welt (beide 14), dann die New York Times (13) und die FAZ (12) und die Schlusslichter sind taz und Süddeutsche Zeitung (beide 10). Wenn man dieselben Kriterien für einige Weblogs betrachtet, dann kommt das Bildblog nur auf 13 Punkte, während zum Beispiel wirres.net 17 Punkt und Basic Thinking 19 Punkte erreichen, beide also deutlich mehr als die untersuchten Tageszeitungen. <strong>Einige Onlineangebote von Zeitungen kann man also auch als Blogs betrachten</strong> &#8211; freilich bezieht sich das nur auf die genannten formalen Kriterien und nicht auf die Professionalität der Autoren oder die jeweiligen Inhalte. Interessant ist auch die Heterogenität der Onlinestrategien. Keine Zeitungen haben, was diese Indikatoren betrifft, ein identisches Profil. <strong>Es scheint also noch kein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Best_practice">Best Practice</a> auf diesem Gebiet zu geben.</strong></p>
<p>Nun kurz zu den Indikatoren, über die man sich natürlich streiten kann:</p>
<ul>
<li><strong>RSS</strong>: Die Verfügbarkeit eines RSS- oder Atom-Feeds. Fast alle Zeitungen bieten dies an, in der Regel auch für einzelne Ressorts.
<li><strong>Kommentare</strong>: Die Möglichkeit, einen Eintrag zu kommentieren. Dieses Feature findet man bei allen deutschsprachigen, nicht aber bei den englischsprachigen Zeitungen.
<li><strong>Stapel</strong>: Die Organisation der Homepage als ein Stapel, bei dem die neuesten Beiträge oben eingefügt werden, während ältere Beiträge unten herausfallen (bzw. ins Archiv wandern).
<li><strong>Volltext</strong>: Die Verfügbarkeit aller Texte aus den Printausgaben.
<li><strong>Permalinks</strong>: Die Möglichkeit, einen Artikel über eine stabile URL zu erreichen. Alle Zeitungen haben dieses Feature.
<li><strong>Tags</strong>: Die Verschlagwortung eines Artikels mit horizontalen Tags. Ein Tag kann auf mehrere Artikel verweisen, ein Artikel kann mehrere Tags haben.
<li><strong>Autorenkategorie</strong>: Die Möglichkeit, sich nur Beiträge eines bestimmten Autors anzusehen.
<li><strong>Trackbacks</strong>: Die Registrierung einkommender Trackbacklinks. Dieses Feature, das eine wesentliche Grundlage der intensiven Vernetzung der Blogosphäre ist, findet man bei keinem Onlineangebot.
<li><strong>Links</strong>: Auch externe Links findet man nur in Ausnahmefällen (Werbung). Zeitungen verlinken auf in der Zeitachse, d.h. auf eigene Beiträge.
<li><strong>Archiv</strong>: Ein Archiv, in dem man blättern kann und sich z.B. alle Beiträge anzeigen lassen kann, die im letzten Januar erschienen sind.
<li><strong>Blogroll</strong>: Auch die Anzeige von interessanten Blogs ist ein Blog-exklusives Feature.
<li><strong>Kategorien</strong>: Die Möglichkeit, sich Beiträge einer bestimmten Kategorie anzuzeigen, haben alle Zeitungen &#8211; unter dem Namen &#8220;Ressort&#8221;.
<li><strong>Related Items</strong>: Alle Onlineausgaben zeigen interne Links an, die zu einem bestimmten Beitrag inhaltlich passen.
<li><strong>Share</strong>: Die Möglichkeit, einen Beitrag bei del.icio.us, Mr. Wong etc. abzuspeichern und für andere verfügbar zu machen.
<li><strong>Artikelnavigation</strong>: Die Möglichkeit von einem Artikel zum vorherigen bzw. nächsten zu surfen.
<li><strong>Suche</strong>: Auch das ist ein ubiquitäres Feature.
</ul>
<p>Doppelt gewertet wurden die ersten sechs Merkmale, da ich sie für besonders wesentlich für Blogs halte.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Soziologie nur &#8220;ziemlich wissenschaftlich&#8221;</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/04/15/soziologie-nur-ziemlich-wissenschaftlich/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2008/04/15/soziologie-nur-ziemlich-wissenschaftlich/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 16:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das die Soziologie ein Imageproblem hat ist kein Geheimnis. Nach wie vor ist sicher ein großer Teil der Bevölkerung der Auffassung, &#8220;Soziologie&#8221; sei nur ein weiteres Synonym für &#8220;Sozialismus&#8221;. Alismus oder Ologie, ist doch beides dasselbe. Ein Blick auf die aktuell veröffentlichten Wissenschaftsindikatoren der US-amerikanischen National Science Foundation zeigt das ganze Grauen: Nicht nur sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Das die Soziologie ein Imageproblem hat ist kein Geheimnis. Nach wie vor ist sicher ein großer Teil der Bevölkerung der Auffassung, &#8220;Soziologie&#8221; sei nur ein weiteres Synonym für &#8220;Sozialismus&#8221;. Alismus oder Ologie, ist doch beides dasselbe.</p>
<p>Ein Blick auf die aktuell veröffentlichten <a href="http://www.nsf.gov/statistics/seind08/">Wissenschaftsindikatoren</a> der US-amerikanischen National Science Foundation zeigt das ganze Grauen: Nicht nur sind gerade einmal 8 Prozent der Befragten davon überzeugt, die Soziologie sei &#8220;sehr wissenschaftlich&#8221; (für die Medizin sagen das 81 Prozent). Nein, 8 Prozent der Befragten können mit dem Begriff Soziologie überhaupt nichts <a href="http://www.nsf.gov/statistics/seind08/c7/tt07-12.htm">anfangen</a>:</p>
<p> </p>
<div style="border:1pt solid #bbb; padding: 5px;">
<table width="450" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td colspan="13">Table 7-12</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="13" class="tt-title">Perceptions of scientific nature of various fields: 2006</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="13" class="tt-subtitle">(Percent)</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="13" class="table_hborder">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Field</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<th nowrap="nowrap" class="tt-dataHdRight">Very<br />
	 scientific</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<th nowrap="nowrap" class="tt-dataHdRight">Pretty<br />
	 scientific</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<th nowrap="nowrap" class="tt-dataHdRight">Not too</p>
<p>	 scientific</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<th nowrap="nowrap" class="tt-dataHdRight">Not at all<br />
	 scientific</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<th nowrap="nowrap" class="tt-dataHdRight">Haven&#8217;t<br />
	 heard<br />
	 of field</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<th nowrap="nowrap" class="tt-dataHdRight">Don&#8217;t know</th>
</tr>
<tr>
<td colspan="13" class="table_hborder">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Medicine</th>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">81</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">16</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">1</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">&#8212;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">&#8212;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">1</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Biology</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">70</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">24</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">2</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">1</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">&#8212;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">2</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Physics</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">69</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">21</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">3</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">1</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">2</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">4</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Engineering</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">45</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">32</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">11</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">7</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">&#8212;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">4</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Economics</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">16</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">35</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">31</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">13</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">1</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">3</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Sociology</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">8</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">41</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">29</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">9</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">8</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">6</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">Accounting</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">13</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">21</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">31</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">32</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">&#8212;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">3</td>
</tr>
<tr>
<th class="tt-dataHdLeft">History</th>
<td>&nbsp;&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">10</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">21</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">37</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">29</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">&#8212;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="tt-dataRight">3</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="13" class="table_hborder">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="13" class="tt-notes">
<p>&#8212; = &le;0.5% responded </p>
<p>NOTES: Responses to: <em>How scientific is [field]?</em> Detail may not add to total because of rounding. </p>
<p>SOURCE: University of Chicago, National Opinion Research Center, General Social Survey (2006). See appendix table 7-27.</p>
<p class="tt-seind">Science and Engineering Indicators 2008</p>
</td>
</tr>
</table>
<p>	 
</div>
<p>Obwohl, wenn man diejenigen dazuzählt, die der Soziologie immerhin einigermaßen Wissenschaftlichkeit zugestehen (&#8220;pretty scientific&#8221;), dann sind es schon 49 Prozent. Die Accounting Studies halten nur 34 Prozent für sehr oder etwas wissenschaftlich, die Geschichtswissenschaften nur 31 Prozent. Aber diese beiden kennt man wenigstens in den USA. Hat jemand zufällig vergleichbare Zahlen für Deutschland parat? (<a href="http://scienceblogs.com/gnxp/2008/04/is_medicine_more_scientific_th.php">via</a>)</p>
<p>Übrigens: die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hat eine <a href="http://dgs.iz-soz.de/">neue Homepage</a>. Das Motto: Es geht auch ohne Layout und so neumodischen Schnickschnack wie RSS. Mal sehen, was <a href="http://www.sozlog.de/?p=685">Tina</a> dazu sagt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues metaroll-Feature: Neue Blogs</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/02/04/neues-metaroll-feature-neue-blogs/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 17:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[blogrolls]]></category>
		<category><![CDATA[metaroll]]></category>
		<category><![CDATA[programmierung]]></category>
		<category><![CDATA[weblogs]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2008/02/04/neues-metaroll-feature-neue-blogs/</guid>
		<description><![CDATA[Wer live miterleben möchte, welche Blogs so alles in der metaroll landen, hat jetzt die Möglichkeit dazu: Wenn man auf den Tab &#8220;NEU!&#8221; klickt, bekommt man alle metaroll Einträge ihrem Eintragungsdatum nach sortiert &#8211; mit den Neuzugängen ganz oben. Soll ich das ganze auch noch in einen RSS-Feed packen? Außerdem: Mit Klick auf den Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Wer live miterleben möchte, welche Blogs so alles in der <a href="http://www.metaroll.de/">metaroll</a> landen, hat jetzt die Möglichkeit dazu:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2008/02/neu.png' alt='neu.png' class='center' /></p>
<p>Wenn man <a href="http://www.metaroll.de/metaroll.php?seite=1&#038;sort=new&#038;feeds=0">auf den Tab &#8220;NEU!&#8221; klickt</a>, bekommt man alle metaroll Einträge ihrem Eintragungsdatum nach sortiert &#8211; mit den Neuzugängen ganz oben. Soll ich das ganze auch noch in einen RSS-Feed packen?</p>
<p>Außerdem: Mit Klick auf den Titel des Blogs landet man auf der jeweiligen metablog-Seite mit allen wichtigen Information zu dem jeweiligen Blog (<a href="http://www.metaroll.de/metablog.php?url=http://www.zoee.in/">so</a> sieht das z.B. für zoee aus).</p>
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]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.metaroll.de/2008/02/04/neues-metaroll-feature-neue-blogs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Call for Papers: Internet Research 9: Rethinking Community, Rethinking Place (AoIR)</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2007/12/20/call-for-papers-internet-research-9-rethinking-community-rethinking-place-aoir/</link>
		<comments>http://blog.metaroll.de/2007/12/20/call-for-papers-internet-research-9-rethinking-community-rethinking-place-aoir/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 16:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/2007/12/20/call-for-papers-internet-research-9-rethinking-community-rethinking-place-aoir/</guid>
		<description><![CDATA[Gerade hereingekommen, der Call for Papers für die 9. Jahreskonferenz der Association of Internet Researchers (einen Rückblick auf die vergangene Konferenz gibt&#8217;s bei Jan): CALL FOR PAPERS INTERNET RESEARCH 9.0: RETHINKING COMMUNITY, RETHINKING PLACE International and Interdisciplinary Conference of the Association of Internet Researchers (AoIR) Copenhagen, Denmark Workshops / Doctoral Colloquium: October 15th, 2008 AoIR. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Gerade hereingekommen, der Call for Papers für die 9. Jahreskonferenz der <a href="http://www.aoir.org/">Association of Internet Researchers</a> (einen Rückblick auf die vergangene Konferenz gibt&#8217;s bei <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/18">Jan</a>):</p>
<p>CALL FOR PAPERS</p>
<p>INTERNET RESEARCH 9.0: RETHINKING COMMUNITY, RETHINKING PLACE<br />
International and Interdisciplinary Conference of the Association of Internet Researchers (AoIR) Copenhagen, Denmark</p>
<p>Workshops / Doctoral Colloquium: October 15th, 2008 AoIR. conference: October 16–18th, 2007 [das muss dann wohl 2008 heißen]</p>
<p>Deadline for paper submissions: February 8th, 2007 [dito]</p>
<p>RETHINKING COMMUNITY, RETHINKING PLACE<br />
In the past few years, new forms of net-based communities have emerged, distributed on various websites and services, and making use of several media platforms and genres to stay connected. Now, as mobile and location-based technologies are reintroducing &#8220;place&#8221; as an important aspect in the formation of communal and social activities, it is time to consider and rethink the concept of online or virtual communities. Not forgetting the lessons we have learned from studying the early virtual communities, how do we describe, analyse, theorise and design the communities and social formations of the early 21st century? How do we address the blurring of boundaries between places and communities on- and offline?</p>
<p>We call for papers, panel proposals, and presentations from any discipline, methodology, and community, and from conjunctions of multiple disciplines, methodologies and academic communities that address the conference themes.</p>
<p>Sessions at the conference will be established that specifically address the conference themes, and we welcome innovative, exciting, and unexpected takes on those themes. We also welcome submissions on topics that address social, cultural, political, economic, and/or aesthetic aspects of the Internet beyond the conference themes. In all cases, we welcome disciplinary and interdisciplinary submissions as well as international collaborations from both AoIR and non-AoIR members.</p>
<p>SUBMISSIONS<br />
We seek proposals for several different kinds of contributions. We welcome proposals for traditional academic conference papers, but we also encourage proposals for creative or aesthetic presentations that are distinct from a traditional written ‘paper.’</p>
<p>We also welcome proposals for ROUNDTABLE SESSIONS that will focus on discussion and interaction among conference delegates, as well as organized PANEL PROPOSALS that present a coherent group of papers on a single theme.</p>
<p>SUBMISSION REQUIREMENTS<br />
All papers and presentations in this session will be reviewed in the normal manner. Detailed information about review and submission will be available through the conference submission website: http://conferences.aoir.org in early January 2008.</p>
<p>Format<br />
- PAPERS (individual or multi-author) &#8211; submit abstract of 600-800 words</p>
<p>- CREATIVE OR AESTHETIC PRESENTATIONS &#8211; submit abstract of 500-750 words</p>
<p>- PANEL PROPOSALS &#8211; submit a 600-800 word description of the panel theme, plus 250-500 word abstract for each paper or presentation</p>
<p>- ROUNDTABLE PROPOSALS &#8211; submit a statement indicating the nature of the roundtable discussion and interaction</p>
<p>Papers, presentations and panels will be selected from the submitted proposals on the basis of multiple blind peer review, coordinated and overseen by the Program Chair. Each individual is invited to submit a proposal for 1 paper or 1 presentation. A person may also propose a panel session, which may include a second paper that they are presenting. An individual may also submit a roundtable proposal. You may be listed as co-author on additional papers as long as you are not presenting them.</p>
<p>PUBLICATION OF PAPERS<br />
Several publishing opportunities are expected to be available through journals, including a special issue of &#8220;Information, Communication &#038; Society&#8221;, based on peer-review of full papers. The website will contain more details.</p>
<p>GRADUATE STUDENTS<br />
Graduate students are strongly encouraged to submit proposals. Any student paper is eligible for consideration for the AoIR graduate student award. Students wishing to be a candidate for the Student Award must send a final paper by June 30, 2007.</p>
<p>Ph.D. students will also want to consider participating in the Doctoral Colloquium: Following the very successful examples of previous Doctoral Colloquia, we will again aim to offer an all-day Doctoral Colloquium on October 15th 2008 (Wednesday) for Ph.D. students who wish to present their current work for critical evaluation by their peers and senior scholars. Submission and registration details will be available on the conference website http://conferences.aoir.org as soon as possible.</p>
<p>PRE-CONFERENCE WORKSHOPS<br />
Prior to the conference, there will be a limited number of pre-conference workshops which will provide participants with in-depth, hands-on and/or creative opportunities. We invite proposals for these pre-conference workshops. Local presenters are encouraged to propose workshops that will invite visiting researchers into their labs or studios or locales. Proposals should be no more than 1000 words, and should clearly outline the purpose, methodology, structure, costs, equipment and minimal attendance required, as well as explaining its rel+evance to the conference as a whole. Proposals will be accepted if they demonstrate that the workshop will add significantly to the overall program in terms of thematic depth, hands on experience, or local opportunities for scholarly or artistic connections. These proposals and all inquiries regarding pre-conference proposals should be submitted as soon as possible to both the Conference Chair and Program Chair and no later than March 31, 2007.</p>
<p>DEADLINES<br />
Submission site available: January 10, 2008<br />
Proposal submission deadline: February 8, 2008<br />
Presenter notification: March 31, 2008<br />
Final workshop submission deadline: March 31, 2008<br />
Submission for student award competition: June 30, 2008<br />
Submission for conference archive: July 31, 2008</p>
<p>CONTACT INFORMATION<br />
Program Chair: Dr. Brian Loader, University of York, UK <bl506@york.ac.uk<br />
Conference Chair: Dr. Lisbeth Klastrup, IT University of Copenhagen, Denmark <ir9conf@itu.dk><br />
President of AoIR: Dr. Charles Ess, Drury University <cmess@drury.edu><br />
Association Website: http://www.aoir.org<br />
Conference Website: http://conferences.aoir.org</p>
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		<title>Neurowissenschaftliches Surfen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 17:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bitte nicht fragen, was das mit Feng Shui zu tun haben soll, aber unter dem Namen &#8220;Feng Gui&#8221; gibt es einen Dienst, der auf Grundlage der Neurowissenschaften (das kommt natürlich immer gut) aus Webseiten oder hochgeladenen Bildern eine Heatmap erstellt. Darauf kann man dann erkennen, welche Elemente einem hypothetischen Nutzer besonders ins Auge fallen: * [...]]]></description>
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<p>Bitte nicht fragen, was das mit Feng Shui zu tun haben soll, aber unter dem Namen &#8220;<a href="http://www.feng-gui.com/Default.aspx">Feng Gu</a>i&#8221; gibt es einen Dienst, der auf Grundlage der Neurowissenschaften (das kommt natürlich immer gut) aus Webseiten oder hochgeladenen Bildern eine Heatmap erstellt. Darauf kann man dann erkennen, welche Elemente einem hypothetischen Nutzer besonders ins Auge fallen:</p>
<blockquote><p>
 * The ViewFinder Heatmap service creates a Saliency attention heatmap.<br />
 The salience map creation is based upon neuro-science studies of visual Attention, Perception and Cognition of humans.<br />
 Or in English: What people are looking at?<br />
 * It captures a snapshot image of the requested website and generates a visual attention heatmap.<br />
 * Heatmap &#8211; from dark blue through green to red, describing the temperature heat of the image heated by human eyes.
</p></blockquote>
<p>Hier als Test eine Heatmap für dieses Blogs:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/40e65b95-3408-42db-8bc8-7914623e1ca6.png' alt='Heatmap viralmythen' class='center' align='center' /></p>
<p>Also: Die Nutzer gucken vor allem auf das &#8220;Hard Bloggin&#8217; Scientist&#8221;-Logo in der oberen rechten Ecke. Sehr interessant sind auch die beiden Sinus-Milieus A12 (&#8220;Konservative&#8221;) und B1 (&#8220;Etablierte&#8221;), während B12 (&#8220;Postmaterielle&#8221;) und C12 (&#8220;Moderne Performer&#8221;) weniger spannend sind &#8211; klar, meine Leser kennen diese Milieus aus der eigenen Anschauung, oder? Gerne wird auch mein Portraitfoto angesehen, das Creative Commons-Button sowie der Titel des Blogs. Den habe ich aus diesem auch ziemlich groß geschrieben.</p>
<p>Dasselbe noch einmal für mein Küchenblog:</p>
<p><img src='http://blog.metaroll.de/wp-content/uploads/2007/11/0dd2223a-3375-49b0-ac57-d726343679e1.png' alt='0dd2223a-3375-49b0-ac57-d726343679e1.png' class='center' align='center' /></p>
<p>Hier gucken die Leser zunächst auf den Genussblogs-Button, dann auf das Logo des gerade angelaufenen &#8220;They Go Really Well Together&#8221;-Blogevents. Außerdem auf die Headergrafik und, das überrascht mich doch etwas, auf die Leerfläche um den Titel herum. Warum gerade dahin? Als Entspannung? Wo der neurowissenschaftliche Algorithmus die Nutzer nicht hinblicken lässt: auf die beiden Menupunkte &#8220;Autoren&#8221; und &#8220;FAQ&#8221;, doch gerade die beiden gehören zu den meistaufgerufenen Seiten. Trotzdem: schönes Spielzeug.</p>
<p>(via <a href="http://www.endl.de/weblog/2007/11/21/da-haben-wir-den-feng-shui-blog-salat/">Endl.de</a> + <a href="http://www.drweb.de/weblog/weblog/?p=935">Dr. Web</a>)</p>
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