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Wer bestimmt über die Werbung im Web?

Kevin Kelley hat diese Matrix der Werbung im Web gezeichnet:

futuread.png

Unten links ist die klassische Werbung, in der beide Seiten darüber entscheiden, welche Werbung an welcher Stelle erscheint. Das AdSense-Modell liegt rechts daneben, denn im Unterschied zum klassischen Fall hat der Herausgeber nur einen minimalen Einfluss darauf, welche Werbung tatsächlich auf der Seite entscheiden wird. Oben links befinden sich die neuen AdChoice-Widgets, die zum Beispiel ein Blogger beliebig auf seiner Seite platzieren kann. Ein Sektor ist leer geblieben. Genau dort liegt möglicherweise die Zukunft der Web-Werbung:

Here there might be publishing vehicles where both the editorial content and the advertising content are generated by contextual search and inquiry.

Das ist nichts anderes als Werbung im semantischen Netz. Die Rechner der Werbevermarkter und der Herausgeber unterhalten sich in dieser Utopie selbständig miteinander und handeln Art, Preis und Platzierung der Werbeeinblendung aus. (via)



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    bibliothek.pngIm Zusammenhang mit der Meldung der NY Times ist auch auf den Dienst von Zenodot hinzuweisen, einem Ableger des Berliner Verlags Directmedia Publishing, der auf seiner Webseite hinter einer angenehm reduzierten Suchmaske den Volltext-Zugriff auf zahlreiche Nachschlagewerke der Digitalen Bibliothek ermöglicht. Mit dabei sind nicht nur Lexika (Brockhaus, Herder oder Pierer), sondern auch philosophische Wörterbücher (Eisler, Kirchner, Mauthner), Werke zu Geschichtswissenschaft (Mommsen, Burckhardt, Droysen), Mythologie und Kulturgeschichte sowie die digitale Ausgabe der Werke von Max Weber und Franz Kafka.

    Finanziert werden soll das ganze vermutlich über Google-Anzeigen, die bislang allerdings nur auf der Startseite eingeblendet werden. Die Abfragen gehen angenehm schnell, wenn auch z.B. an der Bezeichnung der Bände noch etwas gearbeitet werden könnte. Oder ist allgemein bekannt, dass mit friedländer das spannende Werk “Interessante Kriminalprozesse” gemeint ist? Demnächst sollen auch noch die verschiedenen Literaturanthologien der Digitalen Bibliothek hinzukommen: “allen vorweg natürlich die “Deutsche Literatur von Luther bis Tucholsky”, außerde die Weltliteratur, die Erotische Literatur, die Autobiographien, die Faust-Anthologie … und weitere Lexika.”
    (Abbildung Pietro Longh: “Besuch in der Bibliothek” (um 1741). Quelle: http://www.zeno.org – Zenodot Verlagsgesellschaft mbH)



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