Qype scheint seine Experten nicht mehr zu brauchen

Eine der Schlüsselfragen des Community Managements: Wie schafft man ein angenehmes und inspirierendes Umfeld, das die aktiven Träger einer Community (man denke an die 90-9-1-Regel oder die Social Technographics-Profile von Forrester) dazu anregt, sich immer stärker mit der Community zu identifizieren? Wie richtet man intelligente Verstärkungsmechanismen ein, die an den innersten Gefühlen und Leidenschaften der Nutzer rühren? Wie erhält man eine begeisterte Gemeinschaft, die ihre Begeisterung ohne jegliche monetäre Belohnung (intrinsische Motivation) nach außen trägt?

So jedenfalls nicht:

From: QYPE
To: eigenarbeit@gmail.com

Date: Wed, Jul 22, 2009 at 2:19 PM
Subject: system_1000_points_downgrade subject

Hallo,

wir haben festgestellt, dass Du seit mindestens 2 Monaten nicht mehr geqypt hast und haben darum Deinen Experten-Status rückgängig gemacht.
Es ist schade aber Du verstehst ganz bestimmt, dass ein Experte ohne neue Beiträge für die Community ein bisschen wie ein Sommertag ohne Sonne ist.
Wenn Du Deinen Status wieder erhalten willst, weisst Du, was Du zu tun hast ;-)

Danke.

Dein Qype-Team–

Wenn die Wikipedia so einen Mist erlauben würde, stünden wir jetzt wahrscheinlich bei 93 und nicht bei 933.000 Einträgen. Wer nur ein winziges bisschen Psychologie in seinem Leben mitbekommen hat, weiß, dass das Wegnehmen einer Belohnung (“Deprivation”) eine der schlimmsten Bestrafungsmöglichkeiten ist. Das Beenden der Strafe (“negative Verstärkung”) wirkt dagegen nur schwach.

UPDATE: Alle meine Beiträge habe ich gesichert und gelöscht. Alle Vorschläge, wo ich meine seit April 2006 mehr oder weniger regelmäßig verfassten Rezensionen veröffentlichen kann, sind willkommen. Auf einem Wiki? Auf einem Blog?

UPDATE 2: Ich bin wohl nicht der einzige “Experte”, der diese unhöfliche Email bekommen hat. Über Twitter und Directmails haben sich noch einige weitere Betroffene gemeldet. Ich habe das Gefühl, dass diese Strafaktion vielleicht genau das Gegenteil erreichen könnte als eigentlich beabsichtigt.

UPDATE 3: Die Antwort von Qype kam sehr schnell per Twitter: “@furukama den Status erhält man sofort wieder, wenn man wieder aktiv ist. So wird der Status der aktiven Mitglieder aufgewertet.” Stimmt. Aber nur derjenigen, die nach so einer unhöflichen Mail dann tatsächlich bleiben.

UPDATE 4: Stephan Mosel von Qype hat “telefoniert, gemeetet und gemailt” mit dem Ergebnis, dass es diese Status-Downgrades so nicht mehr geben wird. Hier geht’s zum Qype-Forenbeitrag dazu.



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  • 57 Responses to “Qype scheint seine Experten nicht mehr zu brauchen”


    1. 1 Uwe

      Ich habe vor einem Jahr mein Konto dort löschen lassen, weil sie mir Artikel redigiert/gelöscht haben.

      Pack!

    2. 2 Benedikt

      Witzig, beim Löschen meiner Beiträge und Fotos habe ich wieder Post von Qype bekommen:

      Du hast bereits 100 Qype-Punkte gesammelt und bist damit schon fast auf dem halben Weg zum Qype Insider!

    3. 3 stopherl

      Ich bin auch begeisterter Qyper und habe echt noch nie gehört, dass von Qype aus Beiträge editiert werden.

      Prinzipiell ist aber gegen die Taktik den Experten Status nur aktiven Mitgliedern vorzuenthalten, nichts einzuwenden. Allerdings sollte das dann auch im voraus kommuniziert werden und nicht in so einer abschließenden E-Mail.

    4. 4 Stephan Mosel (Qype)

      Hi Benedikt, vielen Dank für das schnelle Feedback. Die Absicht Qypes besteht darin, den Status für aktive Mitglieder aufzuwerten, da sich Bewertungen im Laufe der Zeit auch ändern können, inaktive Mitglieder keine Rückfragen die sie von anderen in Kommentaren erhalten beantworten können, usw.

      Da der Qype-Experte der höchste erreichbare Status ist, ist es ein Ziel von Qype, den Mitgliedern die Möglichkeit zu geben zu erkennen, wer ein aktives Mitglied auf der Plattform ist, auf Anfragen reagiert, seine Bewertungen evtl. aktualisiert falls er nochmal da war, und ähnliches.

      Daher wird der Status nur für aktive Mitglieder angezeigt, denn Experten sind aktiv in ihrem Feld. Den Status als Qype-Experte erhält man wieder, sobald man wieder eine Bewertung schreibt. Das heisst effektiv, dass wer nur alle 2 Monate eine Bewertung schreibt permanent Qype-Experte ist, und wer länger keine geschrieben hat es wieder wird, sobald er eine Bewertung schreibt.

      Darüber hinaus nehmen alle Qype_Experten an attraktiven Gewinnspielen usw. teil, und es wird in naher Zukunft auf der Site weitere zusätzliche Funktionen für aktive Nutzer geben.

      Wir freuen uns über das rege Feedback, und werden dieses gemeinsam intensiv besprechen und dann eine Entscheidung dazu treffen. Ich melde mich dann nochmal dazu.

    5. 5 kehrseite

      ach, vergraulen die von Qype schon wieder ihre User . Die scheinen keinen besonders großen Horizont zu haben.

    6. 6 Stephan List

      Was mich mal interessieren würde: Gibt es ein derartiges Verhalten vornehmlich in Deutschland oder auch woanders? Vor einiger Zeit las ich einen Artikel, der die Frage stellte, ob Communities in Deutschland überhaupt möglich sind: http://xrl.in/2d50.
      Bei uns scheint es tatsächlich tief kulturell verankert zu sein, dass es Menschen/Institutionen gibt, die befehlen und andere, die gehorchen (obedience, s. Artikel). Und dies äußert sich eben in einem Kommunikationsverhalten, wie es Qype an den Tag legt (bei Xing habe ich so etwas auch schon mal erlebt).

      Gruß Stephan

    7. 7 Benedikt

      @Moe Schlechte Psychologie. Mit Deprivation und negativen Verstärkern in einem Kontext zu arbeiten, der auf die Begeisterung der Mitglieder setzt, ist – vorsichtig ausgedrückt – eine eher ungewöhnliche Entscheidung. Vergiss bitte nicht, dass ihr mit dieser Aktion Gefahr lauft, genau die 1% eurer Community zu vergraulen oder bestenfalls zu irritieren, die euch den ganzen Laden am Laufen halten.

    8. 8 axel77

      @qype geschickt oder intelligent ist so ein Vorgehen wirklich nicht. Psychologische Hintergründe hat Benedikt ja oben gut beschrieben.

      Vorschlag: Wie wärs mit dem neuen Status “Experte (inaktiv)” für genau diese Fälle?

    9. 9 Stephan Mosel (Qype)

      Ja, das kann man so sehen. Vielleicht wäre positive Verstärkung hier besser gewesen, und das werde ich mit den Verantwortlichen nochmal besprechen. Das ist für mich eher eine Frage der Form und des Stils.

      Dass Mitglieder die seltener als alle 2 Monate einen Beitrag schreiben “den ganzen Laden am laufen halten”, kann ich mir andererseits nicht so ganz vorstellen. Das ändert jedoch nichts daran, dass über diese Entscheidung auf jeden Fall nochmal zu sprechen sein wird, ob Qype das wirklich so umsetzen möchte. Ich sag hier dann gerne nochmal Bescheid.

    10. 10 kcu

      Ehrlich? Es wird schon seine Gründe haben warum man als vormals aktiver Qyper plötzlich keine Lust mehr verspürt Reviews zu verfassen. Es gibt wohl seit dem “krassen” Relaunch ein paar Leute die das nicht verkraftet haben. Ich beziehe mich da jetzt aber nur auf meinen Bekanntenkreis – das ist natürlich _überhaupt_ nicht repräsentativ.

    11. 11 Benedikt

      @Moe, du hast geschrieben:

      Dass Mitglieder die seltener als alle 2 Monate einen Beitrag schreiben “den ganzen Laden am laufen halten”, kann ich mir andererseits nicht so ganz vorstellen.

      Hmm, vielleicht eine Frage des Einfühlungsvermögens? Ich kann mir das nämlich schon vorstellen, schließlich haben diese Mitglieder den Expertenstatus ja irgendwann einmal verdient. Ich kann nur für mich sprechen: Mein Engagement auf Qype hat (genau wie mein Engagement in der Wikipedia) immer mal wieder heiße und kalte Phasen gehabt. Also unregelmäßig, klar, vielleicht sogar nur im Schnitt alle zwei Monate einen Beitrag. Aber das eben schon seit April 2006. Und genau das hat eure Community bisher am Leben erhalten. Das es Leute gibt, die euch beharrlich immer wieder einen Beitrag zur Verfügung stellen. Wenn eure Nutzer das nicht mehr tun, war’s das.

      Ich hoffe ich verstehe dich nicht falsch, aber ich lese deine letzte Antwort als klares Bekenntnis dazu, dass euch die Bindung langfristiger Nutzer nicht so wichtig zu sein scheint. Da fällt der Abschied gleich noch mal so leicht.

    12. 12 Gerhard

      @kcu es geht nicht nur Dir und Deinem Bekanntenkreis so. Qype stand eigentlich für mich immer so ein bisschen als Paradebeispiel für gelungenes Communitymarketing und Mitmachweb da, das man prima als Beispiel in Präsentationen nutzen konnte. Kann man immer noch, allerdings läuft es jetzt in meinen Präsentationen eher unter “how to screw up a good idea”.

      Abwärts ging’s ab dem Punkt, wo Qype auf hässlich (sehr subjektiv) umschaltete. Basierend natürlich hauptsächlich auf Wahrnehmungen meinereiner und aus einem Bekanntenkreis, also ebenso wenig representativ, aber das sind größtenteils Marketingmenschen.

      Die Bezeichnung “Augenkrebs” brachte mir damals auf Twitter immerhin noch einen Rüffel von Uhrenbacher himself ein.

    13. 13 kcu

      @Gerhard Es geht mir nicht um häßlich (subjektiv und von meiner Warte aus gesehen wirkt es in der tat häßlich und unpersönlich). Die Sache ist aber diese weitreichenden Änderungen. Auf einen Schlag sollte man sich als Benutzer an ein neues Qype gewöhnen. Das manche diesen Aufwand scheuen war wohl zu erwarten.

    14. 14 Gerhard

      @kcu Tschuldigung, wenn das so rüberkam, aber das “hässlich” bezeichnet aus meiner Sicht vor allem den Zeitpunkt, zu dem alles – gelinde gesagt – abbaute. Das pflanzte sich in diversen Usabilitypunkten fort und endete bisher im Kommunikationsdisaster. Keine Frage. Das Layout alleine hätte mich eher nicht von dem Laden weggetrieben.

    15. 15 meineNachbarschaft

      So etwas passiert bei uns nicht ;) .

    16. 16 hubschraubaer

      Soll nach Vodafone jetzt diese Maßnahme von Qype zum Sommerloch-Skandälchen hochstilisiert werden? Die Empörung erscheint mir ein wenig übertrieben, es wirkt fast weinerlich. Im Kern sollte es um die Sache gehen, weniger um das Sammeln von Prädikaten und Fleißsternchen.

      Dass mehr zwischen aktiven Teilnehmern und Karteileichen unterschieden wird kann aktiven Qypern nur recht sein. Wer das Interesse daran verloren hat, den braucht auch die auf Eis gelegte Auszeichnung nicht zu stören. Die zwei Monate “Timeout” sind zwar ein recht scharfes Maß. Andererseits wird es durch die einfache Möglichkeit der “Reaktivierung” relativiert.

      Hat Qype das Maß von Liebe unterschätzt, welches mancher Nutzer von Qype erwartet?

    17. 17 Benedikt

      @hubschraubaer schrieb:

      Im Kern sollte es um die Sache gehen, weniger um das Sammeln von Prädikaten und Fleißsternchen.

      Falsch. Qype hat ein System aus Prädikaten und Fleisssternchen installiert, um damit Anreize zur Beteiligung zu geben. So eine Art Währung für diese Plattform. Jetzt wird ebendiese Währung negativ eingesetzt. Jemandem wird etwas (auch wenn es nur virtuell ist) weggenommen.

      Nur um das Bild gerade zu rücken. Die Nutzer sind das Kapital von Qype. Ohne ihre Beiträge bleibt nichts übrig. Insofern haben dir Nutzer durchaus eine berechtigte Erwartung, nicht auf so eine blöde Art angesprochen zu werden. Letztlich geht es bei den Inaktiven um so etwas wie ehemalige Kunden, die aus irgendeinem Grund ihre Marke “vergessen” haben.

      Ich wage zu behaupten, dass in jedem anderen Geschäftsfeld die Kundenbetreuer versuchen würden, diese ehemaligen Kunden durch Anreize (positive Verstärkung) wieder an die Marke heranzuführen. Dieser Versuch einer Kundenwiedergewinnung durch Bestrafung ist schon ziemlich schräg.

    18. 18 hubschraubaer

      Als Kundenbindungs-Coup würde ich die Aktion auch nicht gerade bezeichnen.

    19. 19 Jens

      @Moe Geltende Regeln die bisher funktioniert haben sollte man nie ändern sondern immer erweitern (ändern geht nur, wenn eine Regel nicht oder falsch funktioniert).
      Wenn ihr erkennbar machen wollt, daß jemand aktiv ist führt also einen sub-status (aktiv/ nicht so aktiv/ momentan inaktiv) ein und zeigt den zusätzlich an.
      Der Experten-Status hängt bislang an der Anzahl der Beiträge, diesen wegen eines ganz neuen Kriteriums abzuerkennen ist tödlich (wie ihr sicher momentan erleben könnt und aus dem von Benedikt genannten Grund Deprivation).
      Mein Tipp:

      1. Schickt eine Mail raus, daß ihr die Kritik anerkennt und es eine blöde Idee war. Schaltet den Mechanismus aus.

      2. Baut eine zusätzliche Anzeige der Nutzer-Aktivität ein.

      3. Wenn die Nutzeraktivität auf Null geht schickt eine nette “We miss you…” Mail.

      Das war gratis, denn eigentlich ist das Community-Management basic ;-)

    20. 20 Tim

      Das kommt davon wenn der Community-Manager Pädagoge ist, und kein Psychologe…

    21. 21 andreas

      @tim : ohne @moe zu nahe treten zu wollen: hihi!

      noch meine 2 cent dazu: nach dem relaunch und der durchaus verwirrenden umstellung des quype-eigenen währungssystems bin ich zu einer mehr oder weniger passiven nutzung übergegangen.

      die, übrigens ziemlich tolle, iphone-app tat ihr übriges dazu.

      eigentlich hoffte und hoffe ich immer noch auf einen re-relaunch, der auf die schlimmsten kritikpunkte, die hier auch angesprochen wurden, eingeht.

    22. 22 Stephan Mosel (Qype)

      Dabei war Psycho doch mein Lieblingsfach! :)

      Nun ja, das sind Entscheidungen die in allen Ländern gelten, und von mir nicht getroffen werden. Das hilft nun aber erstmal nicht soo viel, deswegen hab ich mal ein bisschen telefoniert, gemeetet und gemailt, was man halt so macht.

      Spaß beiseite: Wir haben das nun gestoppt, die Experten bekommen ihre Kennzeichnung wieder, und dann ging da zu allen Überfluß auch noch ein bisschen was schief, bei dem Status-Downgrade an sich, auch wenn das ja nun eh eher diskutabel ist. Alle weiteren Infos gibts hier in der Qyperia:

      http://www.qype.com/forums/8/topics/13995-Der-Qype-Experten-Status

      Ich danke euch für das rege Feedback bisher und freue mich auf eure Meinungen in der Qyperia!

    23. 23 Stephan Mosel (Qype)

      Dabei war Psycho doch mein Lieblingsfach! :)

      Nun ja, das sind Entscheidungen die in allen Ländern gelten, und auf die ich nur begrenzten Einfluß habe. Das hilft nun aber erstmal nicht soo viel, deswegen hab ich mal ein bisschen telefoniert, gemeetet und gemailt, was man halt so macht.

      Spaß beiseite: Wir haben das nun gestoppt, die Experten bekommen ihre Kennzeichnung wieder, und dann ging da zu allen Überfluß auch noch ein bisschen was schief, bei dem Status-Downgrade an sich, auch wenn das ja nun eh eher diskutabel ist. Denn da hätte zumindest noch eine Vorab-Mail kommen sollen. Alle weiteren Infos gibts in der Qype-Gruppe “Qyperia”, (deren Verlinkung mich hier aber anscheinend in einen Filter geworfen hat, daher jetzt nochmal ohne Link), wo wir gerne diskutieren möchten, wie aktive User besser als solche gekennzeichnet werden können, als mit dem Status Qype-Experte – was das bhisherige Engagement letzter nicht schmälern soll.

      Ich danke euch für das rege Feedback!

    24. 24 Daniel Schultz

      @Benedikt

      Deine Verärgerung über die Aktion von Qype kann ich verstehen! Dennoch kann ich auch den Wunsch eines Plattformbetreibers, die Aktivität der Nutzer zu steigern nachvollziehen. Daher könne ich mir vorstellen, dass man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt oder einer bestimmten Zahl von Nutzern, diese als Early Adopter einstuft und ihnen gewisse Privilegien einräumt. Meist profitieren die Plattformbetreiber von Early Adoptern auch auf besondere Weise. Sei es, dass sie in einer frühen Produktphase auf Fehler hinweisen oder auf die Plattform über ihre Kanäle aufmerksam machen.

      Mir gefällt die Idee von @Jens, einfach einen Aktivitätsgrad des Nutzers mit anzuzeigen. Dann behält der Nutzer automatisch seinen Status und andere Nutzer können ebenfalls leicht erkennen wie aktiv ein Mitglied ist. Ich halte so etwas für eine Vertrauens bildende Maßnahme, wenn man gleichzeitig die Bewertung der Beiträge durch andere auch mit einbezieht. Wer selten Beiträge schreib, den Status eines Experten über die Zeit erlangt hat und häufig von anderen positiv bewertet wird, ist auch für Qype, trotz seiner fehlenden direkten Aktivität, ein wichtiger Nutzer.

      Man müsste derartige Konzepte natürlich rechtzeitig kommunizieren – bevor man einfach loslegt. Es muss sich meines Erachten für den Nutzer ebenfalls ein Mehrwert als “Experte” ergeben, den Qype seinen Nutzern offenbar bieten will.

    25. 25 Torsten

      Na wenn eine misslungene Mail Dich so aus dem Takt bringt, dann war dein commitment ja wirklich sehr groß. Sehen Deine Qype-Kritiken ähnlich aus – einmal schief angeguckt und das Essen ist ungenießbar, die Preise überhöht?

    26. 26 Moritz

      Die Kritik ist sicher berechtigt. Die Motive allerdings ebenso nachvollziehbar.
      Kompliment an QYPE für das schnelle und transparente Antworten und eingehen auf die Kritik. Ich denke der Grundgedanke von offenem Dialog und der Wert von User-Feedback wird verstanden.
      Aber warum nicht gleich so? Eine nette Mail mit anständiger Erklärung leuchtet glaube ich jedem ein.
      Der Ton macht ja bekanntlich die Musik..

    27. 27 lemabu

      Ähm, @Torsten – gehts eigentlich noch?
      Mir ist irgendwie unklar, was dein Problem ist, wenn ich ehrlich sein soll.

      Die Kritik, die Benedikt hier formuliert hat war zum einen vollkommen berechtigt und zum anderen sogar noch rein formal sehr sachlich und konkret vorgetragen – demnach wäre es sogar wünschenswert, wenn seine Qype-Kritiken vom selben Ton geprägt wären.

      Die Aktion war aus diversen, hier und anderswo beschriebenen Gründen eine ziemliche Dummheit, die offene Kritik verdient hat – nachdem Qype dies schon eingesehen hat, könntest du ja einfach nachziehen in Sachen Einsicht.

    28. 28 Brabax

      Am 08.07. erhielt ich von Qype folgendes Mail:
      “Ich habe festgestellt, dass Du am 24/06 den Experten-Status erreicht hast (mindestesn 60 Beiträge, ein Profilfoto und 1000 Punkte). Leider können wir Dir diesen Status nicht vergeben, weil ein paar Deiner Beiträge oft zu irrelevant sind und darum nicht als solche angenommen werden können.”
      Mal ganz abgesehen davon, dass eine über vierzehntägige Bearbeitungszeit schon echt lang ist ist daran merkwürdig, dass die zugegebener massen kurz, knapp und knackig gehaltenen Beiträge überwiegend das Prädikat “Lesenswert” oder/und “Hilfreich” erhalten haben. Aufgrund des o.a. Mails hatte ich mich eh schon entschlossen auf den Experten-Status zu verzichten. Jetzt bin ich darin bestärkt.

    29. 29 Stefan

      dopplr ist eine gute möglichkeit, um orte etc. zu bewerten. die haben auch nicht so ein experten-dingsbums.

    30. 30 Benedikt

      @Daniel Es geht hier gar nicht um Early Adopters, eher um die Early Majority. Early Adopters heben sich nicht zwangsläufig durch eine besonders rege(lmäßige) Mitarbeit an einer solchen Plattform heraus, sondern schlicht dadurch, dass sie schon da sind, während die anderen noch das gedruckte Branchenbuch verwenden.

      @Torsten Nein, die Mail hat mich weder besonders aus dem Takt gebracht, noch würde ich Qype als Lebensinhalt bezeichnen. Aber da ich beruflich ganz wesentlich mit Themen wie Kundenbindung und -zufriedenheit bzw. Social Networking Platforms zu tun habe, konnte ich mir diesen Blogpost nicht verkneifen. Und wenn die Leute bei Qype sich jetzt noch einmal intensiv mit ihren Belohnungssystemen auseinandersetzen und sich mit den vielen Anregungen aus der Community beschäftigen, hat sich dieser Blogpost gelohnt. Viele der Kommentare hier sind ein Paradebeispiel für konstruktive Kritik. Danke dafür!

      @Lemabu Danke für die Unterstützung ;-)

    31. 31 Tim

      Hi,
      so kann man nicht mit Usern umgehen. Evtl. mal auf frag-titus.de probieren, die machen sowas ähnliches wie Qype.
      Oder was hast Du genau vor?

    32. 32 Andreas Stahl

      Stadtbranchenbuch freut sich über jede Bewertung. Ganz ohne Communitydruck einfach seine Erfahrungen an andere USer weitergeben.

      LG Andy

    33. 33 The One

      Schon lustig, wie ihr alle den armen Stephan Mosel in den Kommentaren ignoriert… Er bemüht sich ja wirklich wahnsinnig um Schadensbegrenzung.

    34. 34 Zorck

      Übrigens: Ich würde mir es wirklich wünschen wenn es eine Diskussion darüber gäbe, ob man es nicht bleiben lassen sollte in seinem “ich bin User und hab alle Rechte”-Stil auf Firmen einzuschlagen und unreflektiert denjenigen anzugreifen, der sich zumindest redlich bemüht sachlich zu bleiben. Das hier hat Diskussionsforen-Niveau [Läuft so ab: Kleines Problem --- Viele Meinungen / wenig Inhalt und am Ende ist entweder Helmut Kohl oder Microsoft schuld]

    35. 35 Cornelius

      Mit Tagcrumbs entwickeln wir eine Plattform für virtuelle Post-Its, die überall auf der Welt verteilt werden können, dies können Empfehlungen, Lieblingsplätze, Bewertungen oder sehr subjektive Beschreibungen sein. Da es stärker personalisiert ist als bei Qype gibt es nicht ein Experten- oder Insider-Status-System, da man keine gemeinsamen Nenner zum Vergleich finden könnte. Anreize für Early Adopter sind Anzahl an erreichten Tagcrumbs, die Anzahl an Followers oder ganz klar das Feedback anderer Nutzer bzgl. der eigenen Bewertungen, also jemand speichert was als Favorit oder kommentiert es.

      Daumen hoch für die offene Kommunikation!

      Gruß,
      Cornelius (@rabschi)

      http://www.tagcrumbs.com/cornelius

    36. 36 Ute

      @Cornelius -…Was willst du mit deinem Eintrag erreichen?

      User gewinnen?

      Ideal war dein Eintrag auf keinen Fall, denn was hat es mit dem Blogposting von Benedikt zu tun.

      Ich hab jetzt einen kurzen Testlauf auf deinem Portal gemacht und der ist sehr bescheiden ausgefallen.

      Ich teste immer aus Sichtweite des Users/der Menschen – und nicht der Geeks & Nerds / und ich kann dir mit Sicherheit sagen, dass ca 85% der Menschen auf den 1. Blick nicht verstehen, was dein Portal soll.

      Ihr seid aus Sindelfingen, also ein deutsches StartUp und ich bin auf einer Seite die nur englisch spricht. Warum?

      Das stösst schon mal viele ab.

      Deutschland hat über 80 Millionen Einwohner – Qype begann auch klein und deutsch.

      Wie die Plattform sich hier präsentiert, ist ja wirklich schwach.

      Schwach auch in diesem Sinne: Wenn ich bei einem Beitrag kommentiere welcher mit Qype zu tun hat – immerhin Europas grösste Bewertungsplattform – und ich hau so auf den Putz, dann gibt es 2 Möglichkeiten:

      a) Ich kenne Qype nicht

      b) Ich bin Grössenwahnsinnig

      Wenn ich mich 10x im Jahr zu einem Blogkommentar hinreissen lasse, dann hat es seinen guten Grund.

      Eigenwerbung auf solche Art & Weise, ist mir schon immer unsympathisch gewesen. Ehrlich.

      Fazit: Qype hat einen Fehler gemacht und Fehler begehen wir alle.

      Man kann doch konstruktive Kritik ausüben, es anmerken und sachlich darüber diskutieren.

      Aber wenn man keine wirklich Ahnung hat, soll man es besser lassen.

      Ich bin erstaunt, wie gut du Qype getestet hast: http://www.qype.com/people/rabschi

      Respekt. ;)

      In diesem Sinne, falls ihr auf abstrakte Gedanken kommt, warum ich kommentiere:

      Ich habe weder meine depressive Phase, noch leide ich am PM-Syndrom, bin im Wechsel, unglücklich verliebt oder arbeite für Qype ;)

      Es musste einfach nur gesagt werden.

      @Rabschi oder wie auch immer du gerne genannt werden möchtest: Nichts desto trotz wünsche ich euch natürlich alles Gute und Daumen hoch, für die offene Kommunikation!

    37. 37 chris

      Regelmäßig lese ich deinen Blog und deine Beiträge habe meiner Meinung nach einen uniquen Charaktier. Das diese Expertise Seitens Qype nicht geschätzt wird finde ich schade.

      Ich hätte das auch so gehandhabt wie du. Eigene Beiträge löschen und dafür Wiki oder deinen Blog genutzt.

      Gerade solche ehrenamtliche Tätigkeiten sollten mehr geschätzt werden, um so mehr noch, wenn die Beiträge eine Bereicherung darstellen.

    38. 38 ritchie

      War wohl nicht so glücklich… aber mal ganz ehrlich: Qype ist so staubtrocken-langweilig-buchhalterisch aufgebaut und derart voller Spam, das braucht doch kein Mensch. Bin froh, dass ich meinen “Expertenstatus” verloren habe, Qype-Experte zu sein ist mittlerweile einfach nur mehr peinlich :-)
      Tupalo trifft da schon viel eher meinen Geschmack.

    39. 39 Stephan Mosel (Qype)

      ritchie, den Status hast Du immer noch bzw. wieder, so wie es hier weiter oben auch geschrieben steht. Spam gibts meines Erachtens nicht viel und wenn etwas durchkommt wird das meist vom Rating-System abgefangen und fließt daher nicht ins Ranking der Location in der Kategorie ein. Ansonsten merkt das die Community auch recht schnell wenn da jemand rumspammt.

    40. 40 Cornelius

      Hallo Ute,
      Stephan hat mich auch schon darauf hingewiesen, dass es schlechter Stil sei, aber hier kurz meine Beweggründe zu dem Kommentar. Benedikt hat explizit nach Alternativen gefragt und ich bin auf Unterschiede zu unserer Plattform eingegangen, auch zu der Thematik Anreizsysteme für Nutzer. Klar, ich hätte es besser formulieren sollen und nicht gleich mit unserem Firmennamen starten, aber es ist OK teils nach außen ähnlich wirkende Systeme zu vergleichen und Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

      Tagcrumbs hat eine Deutsche Version, genau aus den Gründen die du angesprochen hast, evtl. nutzt du einen Browser mit Englisch als Standard. Wir haben das Projekt aber angefangen, als einer der Mitgründer in Paris und einer in Galway gewohnt hat, also Englisch Pflicht war. Hauptsitz ist Sindelfingen, aber ich arbeite in Berlin. Usability steht bei uns im Fokus, deswegen wird es auch einen Relaunch geben. Danke für deine Kommentare, Geeks sind wirklich nur ein Teil der Zielgruppe.

      Ich kenne Qype sehr gut und schätze die Firma sehr, bin aber selbst kein Powernutzer, da ich andere Anforderungen habe, die mit Qype nicht erfüllt werden, sonst hätte ich ja auch nicht Tagcrumbs mitgegründet. Wir werden als junge Firma wohl kaum das erfolgreiche und mit mehreren Millionen Euro durchfinanzierte Qype in ihrem Bereich ablösen wollen, das wäre wirklich naiv. Bewertungen sind am besten bei Qype aufgehoben, punkt!

      Mit freundlichem Gruß,
      Cornelius (@rabschi)

      P.S. Der Satz von Benedikt: “Alle meine Beiträge habe ich gesichert und gelöscht. Alle Vorschläge, wo ich meine seit April 2006 mehr oder weniger regelmäßig verfassten Rezensionen veröffentlichen kann, sind willkommen. Auf einem Wiki? Auf einem Blog?” hat mich zu dem öffentlichem Kommentar bewegt.

    41. 41 Peter Hogenkamp

      Frechheit, fürwahr. Vor allem dieser möchtegernjoviale Tonfall.

      Ich bin sicher, dass es etwas wie Qype braucht, aber dann macht es eben jemand anders.

    42. 42 Olaf Bathke

      so eine ähnliche Arroganz bzw Überheblichkeit kenne ich auch aus anderen Communities, resp. Foren. Ich nenne das mal Pförtnerphänomen. Menschen mit einem möglichst geringem Selbstwertgefühl erhalten Macht durch einen Pförtnerposten. Mit der Zeit verlieren sie im ihrem Pförtnerhäusschen den Blick für die Realität und die Beziehung und werden überheblich. Es ist also weniger ein motivationspsychologisches Problem als ein neurotisches.

    43. 43 Malte Landwehr

      Ich kann mir wenig vorstellen, was mich effektiver von einer Community fernhält, als E-Mails der Form “wir vermissen dich, du warst schon x Tage nicht mehr da”. Dazu dann noch die User durch Wegnahme des Experten-Status zu demotivieren ist wirklich kontraproduktiv. Aber anscheinend hat man ja bereits daraus gelernt.

    44. 44 Mario Sturm

      Also ich glaube sowas passiert nicht überall. Aber wenn Qype es nicht macht, dann macht es halt wer anders.
      Übrigens der Blog hier ist sehr informativ und auf jeden Fall eine Weiterempfehlung wert.

    45. 45 Chris

      Hallo.
      Den Blog hier find ich super. Voll Interessant und viele informative Informationen.
      Ich kann den Vorredern nur zustimmen, wenn Qype es nicht macht, dann macht es wer anders. So wie immer im Leben, so ist unsere Gesellschaft.

    46. 46 oliver

      Qype ist ein “lustige” Anwendung, insbesondere in der Iphone App Variante “Radar” , jedoch der Umgang mit den Usern ist etwas fragwürdig und kann/muss sicher optimiert werden.

    47. 47 Kisiye Özel Hediyeler

      Hey der Gedanke von Levi Straus ist nicht schlecht jedoch sollte man nciht vergessn, dass das Internet ein wachsendes Medium ist welches noch mehr bedeutung von tag zu tag bekommt

    48. 48 Benedikt

      7 Monate ist meine Kündigung schon her. Nach wie vor ist der Account aktiv und ich bekomme Emails wie zum Beispiel gerade eben:

      Hallo kama,

      uns von Qype ist aufgefallen, dass Du nicht nur auf Qype.com aktiv bist sondern auch Deine eigene Homepage betreibst.

      Wir haben uns gefragt, ob es für die Leser Deiner Seite nicht interessant wäre, auch Deine Qype Empfehlungen direkt lesen zu können? Wenn dem so ist (und wir glauben fest daran), haben wir jetzt ein Tool integriert, mit dem Du ganz einfach alle Beiträge veröffentlichen kannst.

      Auf Qype findest du diese Blog-Funktion unter Deinen persönlichen Einstellungen (http://www.qype.com/mypage/settings).

      Ob User oder Geschäftsinhaber – es gibt noch weitere Möglichkeiten auf der eigenen Homepage zu zeigen, dass Du auf Qype aktiv bist. Wir programmieren gerade ein neues Widget, das Dir erlaubt Deine Beiträge auf Deiner Homepage anzuzeigen. Wenn du das Widget in nächster Zeit vorab testen möchtest, fülle einfach das folgende Formular hinter diesem Link (http://tinyurl.com/qype-widget) aus.
      Wir melden uns dann per Mail bei Dir.

      Wir wünschen Dir weiterhin viel Spaß beim qypen und freuen uns, wenn wir bald Deine Empfehlungen auf Deiner Seite entdecken können.

      Viele Grüße,
      XXX

    49. 49 Rachel

      Bin per Zufall (Google-Suche) auf Deinen Blog gestossen. Ich wollte mich über Qype informieren. Es ist zwar eine Weile her, dass Dir das widerfahren ist. Doch es ist einfach unglaublich. Naja, die Konkurrenz schläft nicht!
      Dein Blog ist sehr interessant. Ich hoffe, ich darf bald wieder einen neuen Beitrag lesen!?

    50. 50 Lesly

      Qype scheint seine experten nicht mehr zu brauchen.. WTF? :)

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