TwitterFriends

Immer häufiger wird im Zusammenhang mit Social Media bemängelt, dass es sich bei den dort zu beobachtenden “Freunden” gar nicht um echte Freunde handelt. Gerade Twitter wird immer wieder als Beispiel für eine “Freundesinflation” genannt, haben viele Nutzer dort doch mehrere Tausende “Followers”. Aber ist diese Gesamtzahl der Follower überhaupt so wichtig? Mit wie vielen der eigenen Follower ist man überhaupt in einem direkten Gespräch?

Um diese Frage zu beantworten, habe ich die Webanwendung “Twitterfriends” geschrieben, die die letztem 400 Tweets eines Nutzers auswertet und herausfindet, welchen Personen man mittels @-Antworten man am meisten Aufmerksamkeit geschenkt hat. Umgekehrt lässt sich mit einem Klick auf den anderen Tab herausfinden, welche Twitterer einem selbst am häufigsten mit dem @-Zeichen geantwortet haben. So sieht das dann bei mir aus:

TwitterFriends von @furukama

Diese Liste (bzw. eigentlich ist es ein Netzwerk) ist sehr viel aussagekräftiger als die Gesamtliste der Personen, deren Updates ich auf Twitter abonniert habe, da hier die Personen aufgeführt sind, mit denen ich tatsächlich im Gespräch bin. Man könnte auch “relevantes Netzwerk” (relevant net) dazu sagen.

12 responses to “TwitterFriends”

  1. ihdl

    ein ganz interessante visualisierung, aber wieso ist das ein netzwerk? die leute, mit denen ich kommuniziere, müssen doch untereinander nix miteinander zu tun haben? es ist eher ein stern.

    friends … naja, ich habe heute jemandem aufmerksam geschenkt, weil wir uns gegenseitig auf die nerven gegangen sind. ich finde es gut, dass sie sich bei twitter dazu entschieden haben, das grundsätzlich mal nicht friend oder buddy zu nennen. twitter ist schließlich viel mehr als “kontakt halten zu freunden”.

  2. Stefan

    Ich denke auch, dass Twitter in der Breite sehr viel mehr Sinn macht als für einen kleinen Nutzerkreis. Ich glaube die Reichweite ist es auch, die Twitter (oder andere microblogging-Dienste) ausmacht.

    Andere Dienste wie z.B. ShoutEm (http://www.shoutem.com) biete eine Möglichkeit microblogging für eine kleine, genau definierte Community zu starten. Dies können Firmen- oder Freundesnetze sein, deren Kommentare nicht in die “große, weite Welt” hinaus posaunt werden sollen.

  3. ihdl

    danke für die erläuterungen.

  4. Basic Thinking Blog | Wochenende

    [...] Benedikt Köhler hat die Applikation TwitterFriends veröffentlicht und erklärt seine Anwendung. Siehe auch measuring relevant [...]

  5. Stefan Evertz

    Spannende Anwendung – mal sehen, wie lange das dein Hoster in Sachen Traffic mitmacht, wenn das Tool größere Kreise zieht ;-)

    Zwei kleine Anmerkungen noch:

    1. Eine (alternative) Sortierung nach Häufigkeit (statt alphabetischer Sortierung) wäre noch interessant:

    2. Der Link auf deinen Twitteraccount stimmt nicht…

  6. Blogpaten

    Ich finde diese Visualisierung sehr interessant. Könnte ich Deine Grafiken (natürlich mit Namensnennung und Link zu Dir) auf blogpatenschaften.de verwenden? Gerade Web-Neueinsteiger können sich manchmal schlecht vorstellen, wie so eine Vernetzung untereinander stattfinden kann, welch eine Dynamik da entstehen kann. Die Heterogenität solcher Netze finde ich besonders spannend, dadurch kommt es zu Vernetzungen über den eigenen Tellerrand hinaus. Viele Grüße, Ina.

  7. TwitterFriends – Webapp, die das eigene Twitter-Web anzeigt | Nerdcore

    [...] Benedikt schreibt dazu: Immer häufiger wird im Zusammenhang mit Social Media bemängelt, dass es sich bei den dort zu beobachtenden “Freunden” gar nicht um echte Freunde handelt. Gerade Twitter wird immer wieder als Beispiel für eine “Freundesinflation” genannt, haben viele Nutzer dort doch mehrere Tausende “Followers”. Aber ist diese Gesamtzahl der Follower überhaupt so wichtig? Mit wie vielen der eigenen Follower ist man überhaupt in einem direkten Gespräch? [...]

  8. markus jakobs

    Danke für TwitterFriends.
    Ich halte dieses Tool für sehr sinnvoll!

    Gruß Markus

  9. Malte Landwehr

    Sehr nützlich dieses Tool. Habe direkt zwei Leute gefunden, die mehr schon mehrfach geschrieben habe, denen ich aber noch gefollowd bin :-)

  10. Trend 2009: Entfreunden- Qualität statt Quantität im Social Graph | ethority weblog

    [...] irrelevant ist. Es sind wahrscheinlich Tools, wie das schon erwähnte TwitterGrader oder Benedikts Twitterfriends, nötig, um eine längst überfällige Netzwerkoptimierung durchzuführen. 2009 wird es also Zeit, [...]

  11. Dewley

    nettes Tool, sehr empfehlenswert!

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