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	<title>Kommentare zu: Das Requiem auf Print</title>
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		<title>Von: Benedikt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/19/das-requiem-auf-print/comment-page-1/#comment-6408</link>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 18:40:14 +0000</pubDate>
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		<description>Natürlich sind Blogs nicht die besseren Zeitungen und Bloggerinnen nicht die besseren Journalisten. Wahrscheinlich kann man für diejenigen, die das versuchen, auch schon ein Requiem anstimmen ;-)

Ich denke vielmehr, dass sich generell der Umgang und die Bedarfe nach Informationen verändern. Während im Kleinen, also im Bezugsrahmen der Printzeitungen, vieles konstant bleiben mag und immer noch dieselben Konkurrenzkämpfe ausgefochten werden, verändern sich momentan die Spielregeln auf einem viel umfassenderen Spielfeld. Man könnte hier von einem Metawandel sprechen: Die Zeitungsverlage spielen nach wie vor Dame gegeneinander und begreifen einfach nicht, dass andere Akteure längst begonnen haben, auf demselben Spielfeld eine Partie Schach zu eröffnen (das Bild stammt von Ulrich Beck, der es freilich auf ein anderes Phänomen, nämlich Globalisierung und Kosmopolitisierung, bezieht).

Man muss sich doch einfach einmal ansehen, wie die &lt;em&gt;digital natives&lt;/em&gt; mit Informationen umgehen, um die Tragweite des gegenwärtigen Mediennutzungswandels zu erkennen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich sind Blogs nicht die besseren Zeitungen und Bloggerinnen nicht die besseren Journalisten. Wahrscheinlich kann man für diejenigen, die das versuchen, auch schon ein Requiem anstimmen <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich denke vielmehr, dass sich generell der Umgang und die Bedarfe nach Informationen verändern. Während im Kleinen, also im Bezugsrahmen der Printzeitungen, vieles konstant bleiben mag und immer noch dieselben Konkurrenzkämpfe ausgefochten werden, verändern sich momentan die Spielregeln auf einem viel umfassenderen Spielfeld. Man könnte hier von einem Metawandel sprechen: Die Zeitungsverlage spielen nach wie vor Dame gegeneinander und begreifen einfach nicht, dass andere Akteure längst begonnen haben, auf demselben Spielfeld eine Partie Schach zu eröffnen (das Bild stammt von Ulrich Beck, der es freilich auf ein anderes Phänomen, nämlich Globalisierung und Kosmopolitisierung, bezieht).</p>
<p>Man muss sich doch einfach einmal ansehen, wie die <em>digital natives</em> mit Informationen umgehen, um die Tragweite des gegenwärtigen Mediennutzungswandels zu erkennen.</p>
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		<title>Von: Wolf</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/19/das-requiem-auf-print/comment-page-1/#comment-6402</link>
		<dc:creator>Wolf</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 15:01:47 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn Print nur wegen &quot;Prestige, Tradition, Emotion&quot; erhalten bleibt,  kann ich mich damit durchaus abfinden. Die Gesellschaft leistet sich so manches Relikt aus nostalgischen oder anderen Gründen.

Die AP ist ein Wirtschaftsbetrieb, der die gesellschaftliche Verbreitung von Nachrichten zur Funktion hat. Das geht beides und ist nur oberflächlich betrachtet ein Widerspruch. 
&quot;Welches Interesse soll er haben, Blogger zu beschenken?&quot; 
Jedenfalls sollte das, was derzeit passiert, nicht in seinem Interesse liegen. Darüberhinaus sind im Web offenbar Dienstleister erfolgreich, die mit einer Eisbergspitze aus hochwertigem und kostenlosem Inhalt von sich und dem was unter der Oberfläche befindlich ist überzeugen.

&quot;Aber damit käuen die Autoren lediglich wieder, was sie in den etablierten Medien gelesen haben.&quot; Womit sie sich doch perfekt in die  etablierten Medien einreihen. An Selbstreferentialität tun sich beide nicht viel. Finde ich im Übrigen auch nicht schlimm. So - nämlich durch Wiederholung - werden Themen &quot;nach oben gespült&quot;, wie man so schön sagt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Print nur wegen &#8220;Prestige, Tradition, Emotion&#8221; erhalten bleibt, kann ich mich damit durchaus abfinden. Die Gesellschaft leistet sich so manches Relikt aus nostalgischen oder anderen Gründen.</p>
<p>Die AP ist ein Wirtschaftsbetrieb, der die gesellschaftliche Verbreitung von Nachrichten zur Funktion hat. Das geht beides und ist nur oberflächlich betrachtet ein Widerspruch.<br />
&#8220;Welches Interesse soll er haben, Blogger zu beschenken?&#8221;<br />
Jedenfalls sollte das, was derzeit passiert, nicht in seinem Interesse liegen. Darüberhinaus sind im Web offenbar Dienstleister erfolgreich, die mit einer Eisbergspitze aus hochwertigem und kostenlosem Inhalt von sich und dem was unter der Oberfläche befindlich ist überzeugen.</p>
<p>&#8220;Aber damit käuen die Autoren lediglich wieder, was sie in den etablierten Medien gelesen haben.&#8221; Womit sie sich doch perfekt in die etablierten Medien einreihen. An Selbstreferentialität tun sich beide nicht viel. Finde ich im Übrigen auch nicht schlimm. So &#8211; nämlich durch Wiederholung &#8211; werden Themen &#8220;nach oben gespült&#8221;, wie man so schön sagt.</p>
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		<title>Von: Stefan Jacobasch</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/19/das-requiem-auf-print/comment-page-1/#comment-6397</link>
		<dc:creator>Stefan Jacobasch</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 12:03:45 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist falsch, dass gedruckte Zeitungen &quot;nicht sterben dürfen, weil von Seiten der Zeitungsmacher zu viel Prestige, Tradition, Emotion daran hängt.&quot; Es geht vor allem ums Geld, denn gedruckte Werbung bringt immer noch im Vergleich zu Webwerbung ein Vielfaches an Umsatz. Man mag darüber streiten, ob die Zeitungen &quot;längst nicht mehr relevant (...) oder zukunftsweisend&quot; sind. Aber ökonomisch tragfähig sind sie derzeit auf jeden Fall! Die Verlage, die mit ihren Online-Angeboten tragfähige Gewinne machen, sind noch in der Minderheit.

Du schreibst über die Agentur AP: &quot;Klar zu erkennen ist, dass es hierbei überhaupt nicht mehr um die Funktion der gesellschaftlichen Verbreitung von Nachrichten geht.&quot; Wieso, bitte, sollte es AP um die gesellschaftliche Verbreitung von Nachrichten gehen? Das ist zuerst einmal ein Wirtschaftsbetrieb, der Gewinn machen will und muss. Welches Interesse soll er haben, Blogger zu beschenken?

Dann lese ich hier noch von &quot;Nachrichtenagenturen, die auf einmal mit der wachsenden Konkurrenz aus user generated news in Blogs, auf Twitter oder Friendfeed konfrontiert sind&quot; - ja hallo, meinst Du das im Ernst? Die Mehrheit der Blogs bietet keine eigenen News, sondern zitiert und kommentiert. Das ist auch okay so. Aber damit käuen die Autoren lediglich wieder, was sie in den etablierten Medien gelesen haben.

Deine Begeisterung für Twitter schließlich kann ich nur bestaunen. Bei allem Respekt für die sehr guten lesenswerten &quot;viralmythen&quot; ist doch Dein eigenes Twitter-Angebot ein gutes Beispiel dafür, dass dieser Dienst weit davon entfernt ist, irgendwelchen News-Angeboten Konkurrenz zu machen. Mit Twitter mögen viele nette Dinge möglich sein - auf der Ebene der Mikrokommunikation. Aber was davon ist denn auch nur annähernd vergleichbar mit Journalismus, Nachrichtenagenturen oder Verlagswesen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist falsch, dass gedruckte Zeitungen &#8220;nicht sterben dürfen, weil von Seiten der Zeitungsmacher zu viel Prestige, Tradition, Emotion daran hängt.&#8221; Es geht vor allem ums Geld, denn gedruckte Werbung bringt immer noch im Vergleich zu Webwerbung ein Vielfaches an Umsatz. Man mag darüber streiten, ob die Zeitungen &#8220;längst nicht mehr relevant (&#8230;) oder zukunftsweisend&#8221; sind. Aber ökonomisch tragfähig sind sie derzeit auf jeden Fall! Die Verlage, die mit ihren Online-Angeboten tragfähige Gewinne machen, sind noch in der Minderheit.</p>
<p>Du schreibst über die Agentur AP: &#8220;Klar zu erkennen ist, dass es hierbei überhaupt nicht mehr um die Funktion der gesellschaftlichen Verbreitung von Nachrichten geht.&#8221; Wieso, bitte, sollte es AP um die gesellschaftliche Verbreitung von Nachrichten gehen? Das ist zuerst einmal ein Wirtschaftsbetrieb, der Gewinn machen will und muss. Welches Interesse soll er haben, Blogger zu beschenken?</p>
<p>Dann lese ich hier noch von &#8220;Nachrichtenagenturen, die auf einmal mit der wachsenden Konkurrenz aus user generated news in Blogs, auf Twitter oder Friendfeed konfrontiert sind&#8221; &#8211; ja hallo, meinst Du das im Ernst? Die Mehrheit der Blogs bietet keine eigenen News, sondern zitiert und kommentiert. Das ist auch okay so. Aber damit käuen die Autoren lediglich wieder, was sie in den etablierten Medien gelesen haben.</p>
<p>Deine Begeisterung für Twitter schließlich kann ich nur bestaunen. Bei allem Respekt für die sehr guten lesenswerten &#8220;viralmythen&#8221; ist doch Dein eigenes Twitter-Angebot ein gutes Beispiel dafür, dass dieser Dienst weit davon entfernt ist, irgendwelchen News-Angeboten Konkurrenz zu machen. Mit Twitter mögen viele nette Dinge möglich sein &#8211; auf der Ebene der Mikrokommunikation. Aber was davon ist denn auch nur annähernd vergleichbar mit Journalismus, Nachrichtenagenturen oder Verlagswesen?</p>
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		<title>Von: Medienblogger</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/06/19/das-requiem-auf-print/comment-page-1/#comment-6389</link>
		<dc:creator>Medienblogger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 10:02:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.metaroll.de/?p=512#comment-6389</guid>
		<description>Ich kann nur zustimmen: Überleben können nur die, die in der Lage sind, sich schnell anzupassen. Natürlich muss man nicht jeden Trend mitmachen, aber man sollte die großen Veränderungen rechtzeitig sehen und sich darauf nicht nur einstellen, sondern sie zu seinem Vorteil nutzen. 

Wer das nicht kann, merkt es meist zu spät und versucht es dann am Kunden auszulassen. Meist mit mäßigem Erfolg, denn die größte Veränderung, die mit dem Internet über die Unternehmen kam, war die Neugeburt des Konsumenten.

Wenn gar nichts mehr hilft, versucht man eben Lobbying bei den politischen Entscheidungsträgern, frei nach dem Motto: Nicht alles was technisch geht sollte auch erlaubt sein. Was aber (meist) noch mehr Zeit und damit auch Geld kostet. Und damit meine ich ausdrücklich nicht illegale Downloads.

Unsere Nachbarn, die Franzosen, sind übrigens ganz groß im Regulieren (Musikindustrie, Verlage, etc...), und Dailymotion ist nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Aber das ist ein weites Feld :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann nur zustimmen: Überleben können nur die, die in der Lage sind, sich schnell anzupassen. Natürlich muss man nicht jeden Trend mitmachen, aber man sollte die großen Veränderungen rechtzeitig sehen und sich darauf nicht nur einstellen, sondern sie zu seinem Vorteil nutzen. </p>
<p>Wer das nicht kann, merkt es meist zu spät und versucht es dann am Kunden auszulassen. Meist mit mäßigem Erfolg, denn die größte Veränderung, die mit dem Internet über die Unternehmen kam, war die Neugeburt des Konsumenten.</p>
<p>Wenn gar nichts mehr hilft, versucht man eben Lobbying bei den politischen Entscheidungsträgern, frei nach dem Motto: Nicht alles was technisch geht sollte auch erlaubt sein. Was aber (meist) noch mehr Zeit und damit auch Geld kostet. Und damit meine ich ausdrücklich nicht illegale Downloads.</p>
<p>Unsere Nachbarn, die Franzosen, sind übrigens ganz groß im Regulieren (Musikindustrie, Verlage, etc&#8230;), und Dailymotion ist nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Aber das ist ein weites Feld <img src='http://blog.metaroll.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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