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	<title>Kommentare zu: Hinweg mit dem sinnlosen Zeitungspapier! Warum Zeitungen sterben und Zeitschriften überleben werden</title>
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		<title>Von: Internet Briefing Blog / Mehr Leser &#8211; bei Zeitungen</title>
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		<dc:creator>Internet Briefing Blog / Mehr Leser &#8211; bei Zeitungen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 08:58:47 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Zeitungssterben n&#228;chste Runde In 10 Jahren gibt es keine Tageszeitungen mehr Warum Zeitungen sterben und Zeitschriften &#252;berleben werden [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zeitungssterben n&#228;chste Runde In 10 Jahren gibt es keine Tageszeitungen mehr Warum Zeitungen sterben und Zeitschriften &#252;berleben werden [...]</p>
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		<title>Von: Hugo E. Martin</title>
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		<dc:creator>Hugo E. Martin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2008 06:54:36 +0000</pubDate>
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		<description>Übertragen wir die Argumente, welche nach Ihrer Meinung das Überleben der Zeitschriften sichern auf die hochauflagigen Zeitschriften dieser Republik, die da sind

Frauenmagazine: Bild der Frau, Freizeit Revue, Neue Post

TV-Zeitschriften: TV 14, TV Movie, TV Digital, TV Spielfilm, Hörzu, Auf einen Blick, TV Hören &amp; Sehen, TV direkt

General Interest: Stern, Spiegel, ...

Special Interest: ADAC Motorwelt, Mein Eigentum, Das Haus, BHW Magazine

dann wird deutlich, dass diese &quot;hervorragenden&quot; Eigenschaften nicht bei allen Zeitschriften und auf Dauer, das überleben sichern helfen werden ...

Nicht, dass ich meine, dass Zeitschriften aussterben, im Gegenteil für eine &#039;gute, neue Zeitschrift ist immer Platz&#039;, aber der Veränderungsresistenz in deutschen Magazinenverlagen, werden noch viele Kröten zu schlucken sein, Zeitschriften Auflagen &#039;abschmelzen&#039; und Chefredakteure und Manager ihren Job verlieren ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Übertragen wir die Argumente, welche nach Ihrer Meinung das Überleben der Zeitschriften sichern auf die hochauflagigen Zeitschriften dieser Republik, die da sind</p>
<p>Frauenmagazine: Bild der Frau, Freizeit Revue, Neue Post</p>
<p>TV-Zeitschriften: TV 14, TV Movie, TV Digital, TV Spielfilm, Hörzu, Auf einen Blick, TV Hören &amp; Sehen, TV direkt</p>
<p>General Interest: Stern, Spiegel, &#8230;</p>
<p>Special Interest: ADAC Motorwelt, Mein Eigentum, Das Haus, BHW Magazine</p>
<p>dann wird deutlich, dass diese &#8220;hervorragenden&#8221; Eigenschaften nicht bei allen Zeitschriften und auf Dauer, das überleben sichern helfen werden &#8230;</p>
<p>Nicht, dass ich meine, dass Zeitschriften aussterben, im Gegenteil für eine &#8216;gute, neue Zeitschrift ist immer Platz&#8217;, aber der Veränderungsresistenz in deutschen Magazinenverlagen, werden noch viele Kröten zu schlucken sein, Zeitschriften Auflagen &#8216;abschmelzen&#8217; und Chefredakteure und Manager ihren Job verlieren &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: RSS: eine geniale Technologie und warum sie kaum jemand nutzt &#187; Beitrag &#187; zweinull.cc</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/comment-page-1/#comment-3175</link>
		<dc:creator>RSS: eine geniale Technologie und warum sie kaum jemand nutzt &#187; Beitrag &#187; zweinull.cc</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 May 2008 11:24:36 +0000</pubDate>
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		<description>[...] man kostenlos mehr relevante Informationen in weniger Zeit verwaltet und bezieht, könnte zudem den Bedeutungsverlust der Tageszeitung beschleunigen. Anfänglich folgt auf die morgendliche Printlektüre ein kurzer Blick in die Feeds, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] man kostenlos mehr relevante Informationen in weniger Zeit verwaltet und bezieht, könnte zudem den Bedeutungsverlust der Tageszeitung beschleunigen. Anfänglich folgt auf die morgendliche Printlektüre ein kurzer Blick in die Feeds, [...]</p>
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		<title>Von: Oliver</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/comment-page-1/#comment-3072</link>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2008 13:23:46 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke nicht das der Journalist per se überflüssig wird, jedoch wird das Informationsmonopol aufgebrochen und der Journalist muß sich diesem Umstand und der damit einhergehenden Härte stellen. Auch ich werde als Historiker nicht überflüssig, nur weil das Netz nun eine Vielzahl an historischen Dokumenten zwischenspeichert und somit für jeden zugänglich macht, fernab von Archiven und sonstigen nur dem Fachpublikum zugänglichen Quellen. Im Gegenteil mehr denn je ist zunehmend wichtiger Ordnung in das mediale Überangebot zu bringen, Ordnung ins Chaos eben, die Fachleute benötigt man dafür immer noch. Was nutzt mir beispielsweise die gebunkerte Information, wenn ich nicht in der Lage bin, mangels Kenntnis, diese zu nutzen oder wenn ich mir überhaupt nicht bewußt über deren Existenz bin? Insofern wird auch weiterhin der Journalist eine Rolle spielen, eine Rolle die jedoch nicht mehr von einem Monopol dominiert wird, sondern die transparent vollzogen wird.

Um auf die Zeitschriften per se zurückzukommen, diese werden selbstredend überleben, Fachmagazine, aber auch Bereiche der Nachrichten die Quellen voraussetzen die der Allgemeinheit ob der Begleitumstände (Kriege, gewisse Persönlichkeiten etc.) nicht direkt zugänglich sind. Was das Netz jedoch erreichen wird bzw. schon zum Teil erreicht hat, ist die erwähnte größere Transparenz. Ob das erweiterte Spektrum an Information jedoch auf Dauer hält was es verspricht, bleibt abzuwarten - denn die Flut an Information muß erst bewältigt werden und die mögliche Fehlinformation ist heute wahrscheinlicher denn jemals zuvor.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke nicht das der Journalist per se überflüssig wird, jedoch wird das Informationsmonopol aufgebrochen und der Journalist muß sich diesem Umstand und der damit einhergehenden Härte stellen. Auch ich werde als Historiker nicht überflüssig, nur weil das Netz nun eine Vielzahl an historischen Dokumenten zwischenspeichert und somit für jeden zugänglich macht, fernab von Archiven und sonstigen nur dem Fachpublikum zugänglichen Quellen. Im Gegenteil mehr denn je ist zunehmend wichtiger Ordnung in das mediale Überangebot zu bringen, Ordnung ins Chaos eben, die Fachleute benötigt man dafür immer noch. Was nutzt mir beispielsweise die gebunkerte Information, wenn ich nicht in der Lage bin, mangels Kenntnis, diese zu nutzen oder wenn ich mir überhaupt nicht bewußt über deren Existenz bin? Insofern wird auch weiterhin der Journalist eine Rolle spielen, eine Rolle die jedoch nicht mehr von einem Monopol dominiert wird, sondern die transparent vollzogen wird.</p>
<p>Um auf die Zeitschriften per se zurückzukommen, diese werden selbstredend überleben, Fachmagazine, aber auch Bereiche der Nachrichten die Quellen voraussetzen die der Allgemeinheit ob der Begleitumstände (Kriege, gewisse Persönlichkeiten etc.) nicht direkt zugänglich sind. Was das Netz jedoch erreichen wird bzw. schon zum Teil erreicht hat, ist die erwähnte größere Transparenz. Ob das erweiterte Spektrum an Information jedoch auf Dauer hält was es verspricht, bleibt abzuwarten &#8211; denn die Flut an Information muß erst bewältigt werden und die mögliche Fehlinformation ist heute wahrscheinlicher denn jemals zuvor.</p>
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	<item>
		<title>Von: Marc &#124; Wissenswerkstatt</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/comment-page-1/#comment-3061</link>
		<dc:creator>Marc &#124; Wissenswerkstatt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2008 11:56:59 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Die Funktion des Journalismus als Verwalter eines knappen Gutes Information wird überflüssig.&lt;/blockquote&gt;

Obwohl ich bzgl. der Feststellung, daß die Tageszeitung als Medium ihren Zenit überschritten hat, zustimme. Möchte ich doch zwei Dinge anmerken. 

Erstens behaupte ich, daß man klarer zwischen &lt;em&gt;dem &lt;/em&gt;Journalismus und  Medien, die er &quot;bespielt&quot;, differenzieren sollte. 
Zweitens (und zum obigen Zitat): der Journalismus hat (aus guten Gründen) Funktionen, die weit über die &quot;Verwaltung&quot; eines knappen Informationsangebots hinausreichen. 
Ich werde demnächst selbst ein paar Anmerkungen dazu formulieren, aber m.E. gilt es umgekehrt zu sehen, daß künftig wohl stärker die &quot;Verwaltung des Informationsüberangebots&quot; eine journalistische Hauptaufgabe sein wird. Dies wird sicher nicht von allen Nutzern in gleichem Umgang nachgefragt, aber mit Sicherheit von einer ausreichend großen Zahl.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Funktion des Journalismus als Verwalter eines knappen Gutes Information wird überflüssig.</p></blockquote>
<p>Obwohl ich bzgl. der Feststellung, daß die Tageszeitung als Medium ihren Zenit überschritten hat, zustimme. Möchte ich doch zwei Dinge anmerken. </p>
<p>Erstens behaupte ich, daß man klarer zwischen <em>dem </em>Journalismus und Medien, die er &#8220;bespielt&#8221;, differenzieren sollte.<br />
Zweitens (und zum obigen Zitat): der Journalismus hat (aus guten Gründen) Funktionen, die weit über die &#8220;Verwaltung&#8221; eines knappen Informationsangebots hinausreichen.<br />
Ich werde demnächst selbst ein paar Anmerkungen dazu formulieren, aber m.E. gilt es umgekehrt zu sehen, daß künftig wohl stärker die &#8220;Verwaltung des Informationsüberangebots&#8221; eine journalistische Hauptaufgabe sein wird. Dies wird sicher nicht von allen Nutzern in gleichem Umgang nachgefragt, aber mit Sicherheit von einer ausreichend großen Zahl.</p>
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		<title>Von: Nico</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/comment-page-1/#comment-3058</link>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2008 11:39:09 +0000</pubDate>
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		<description>Nun ja. Dass Tageszeitungen in ihrer gedruckten Form irgendwann mal aufhören zu existieren, kann ja sein - auch wenn ich glaube, dass das noch länger dauern wird, als die meisten meinen. Aber ich bin halt voreingenommen...

Etwas komplizierter verhält es sich allerdings mit der Gatekeeper-Funktion der Journalisten. Natürlich müssen Journalisten, wie du schreibst, nicht mehr ein knappes Gut verwalten. Aber das war und ist ja auch nicht ihre einzige Aufgabe. Wenn immer mehr Informationen immer einfacher und schneller zugänglich sind, dann steigt auch der Bedarf nach Filterung, Einordnung und Analyse dieser Informationen. Ein Teil dieser Aufgaben werden vielleicht Algorithmen und &quot;wisdom of the crowd&quot;-Mechanismen übernehmen. Aber es wird weiterhin Journalisten brauchen, die Ordnung und Übersicht in die globale Informations-Kakophonie bringen. Und es ist gut möglich, dass sie das auch auf absehbare Zeit in Tageszeitungen (und, hoffentlich, zunehmend auf den dazugehörigen Webseiten) tun werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ja. Dass Tageszeitungen in ihrer gedruckten Form irgendwann mal aufhören zu existieren, kann ja sein &#8211; auch wenn ich glaube, dass das noch länger dauern wird, als die meisten meinen. Aber ich bin halt voreingenommen&#8230;</p>
<p>Etwas komplizierter verhält es sich allerdings mit der Gatekeeper-Funktion der Journalisten. Natürlich müssen Journalisten, wie du schreibst, nicht mehr ein knappes Gut verwalten. Aber das war und ist ja auch nicht ihre einzige Aufgabe. Wenn immer mehr Informationen immer einfacher und schneller zugänglich sind, dann steigt auch der Bedarf nach Filterung, Einordnung und Analyse dieser Informationen. Ein Teil dieser Aufgaben werden vielleicht Algorithmen und &#8220;wisdom of the crowd&#8221;-Mechanismen übernehmen. Aber es wird weiterhin Journalisten brauchen, die Ordnung und Übersicht in die globale Informations-Kakophonie bringen. Und es ist gut möglich, dass sie das auch auf absehbare Zeit in Tageszeitungen (und, hoffentlich, zunehmend auf den dazugehörigen Webseiten) tun werden.</p>
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		<title>Von: Medienblogger</title>
		<link>http://blog.metaroll.de/2008/05/01/hinweg-mit-dem-sinnlosen-zeitungspapier/comment-page-1/#comment-3057</link>
		<dc:creator>Medienblogger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2008 11:33:53 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke, es kommt darauf an, wie sich eine Zeitung auf die neue Konkurrenz -- im Managerdeutsch: die neue Marktsituation -- einstellt. Sicherlich kann ein Journalist am Morgen danach nicht mehr den Anspruch haben, eine Meldung zu verbreiten, wenn am Abend zuvor Fernsehen, und eben seit 10 Jahren Internet, dieselbe Meldung schon längst verbreitet haben. Das muss IMHO jedoch nicht bedeuten, dass die Zeitung tot ist. Der Inhalt wird sich ändern müssen, Zeitungen werden mehr die Hintergründe beleuchten und tiefer schürfen müssen. Wenn das Internet bisher vor allem durch Schnelligkeit überzeugt, so glänzt es eben auch durch Oberflächlichkeit. 

Um es allgemeiner auszudrücken: Ich glaube nicht, dass die Zeitungen tot sind, denn ich glaube an den allgemeinen Mechanismus der Mediengeschichte: Einnischung und Spezialisierung. Beispiel: Früher war Radio hören ein Gemeinschaftserlebnis der ganzen Familie. Es liefen Hörspiele und Konzerte, etc. Heute hat sich die Hörgewohnheit komplett geändert (der schöne weil präzise englische Ausdruck der &quot;overhearing audience&quot; steht hierfür Pate), aber Radio ist trotzdem lebendiger denn je.

Bei den Zeitungen scheint der Prozess der Anpassung im Gange: Die FAZ hat plötzlich Bilder und Farbe, Tabloid-Formate werden zunehmend verwendet, in Frankreich ist die linke Libération bereits mehr ein tägliches Magazin denn Tageszeitung. Dass die Auflagen trotzdem sinken liegt aber nicht an der Internet-Konkurrenz, sondern daran, dass es schlecht gemacht ist. Eine Zeitungsredaktion kann eben nicht  plötzlich Magazin machen, genauso wenig wie Internet. Aber das wird kommen, und sei es durch einen längeren Lernprozess.

Insofern kann ich nur zustimmen, was die Analyse der Überlebensfähigkeit der Zeitschriften angeht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, es kommt darauf an, wie sich eine Zeitung auf die neue Konkurrenz &#8212; im Managerdeutsch: die neue Marktsituation &#8212; einstellt. Sicherlich kann ein Journalist am Morgen danach nicht mehr den Anspruch haben, eine Meldung zu verbreiten, wenn am Abend zuvor Fernsehen, und eben seit 10 Jahren Internet, dieselbe Meldung schon längst verbreitet haben. Das muss IMHO jedoch nicht bedeuten, dass die Zeitung tot ist. Der Inhalt wird sich ändern müssen, Zeitungen werden mehr die Hintergründe beleuchten und tiefer schürfen müssen. Wenn das Internet bisher vor allem durch Schnelligkeit überzeugt, so glänzt es eben auch durch Oberflächlichkeit. </p>
<p>Um es allgemeiner auszudrücken: Ich glaube nicht, dass die Zeitungen tot sind, denn ich glaube an den allgemeinen Mechanismus der Mediengeschichte: Einnischung und Spezialisierung. Beispiel: Früher war Radio hören ein Gemeinschaftserlebnis der ganzen Familie. Es liefen Hörspiele und Konzerte, etc. Heute hat sich die Hörgewohnheit komplett geändert (der schöne weil präzise englische Ausdruck der &#8220;overhearing audience&#8221; steht hierfür Pate), aber Radio ist trotzdem lebendiger denn je.</p>
<p>Bei den Zeitungen scheint der Prozess der Anpassung im Gange: Die FAZ hat plötzlich Bilder und Farbe, Tabloid-Formate werden zunehmend verwendet, in Frankreich ist die linke Libération bereits mehr ein tägliches Magazin denn Tageszeitung. Dass die Auflagen trotzdem sinken liegt aber nicht an der Internet-Konkurrenz, sondern daran, dass es schlecht gemacht ist. Eine Zeitungsredaktion kann eben nicht plötzlich Magazin machen, genauso wenig wie Internet. Aber das wird kommen, und sei es durch einen längeren Lernprozess.</p>
<p>Insofern kann ich nur zustimmen, was die Analyse der Überlebensfähigkeit der Zeitschriften angeht.</p>
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