Warum wir eine Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung brauchen

UPDATE: Mittlerweile wurde eine Arbeitsgemeinschaft Social Media gegründet.

Eine spannende Diskussion über die Messbarkeit von Onlinecommunities hat auf dem BarCamp in Hannover stattgefunden (vgl. dazu die Beiträge von Kai-Uwe Hellmann, Michael Ellensohn). Ich war leider nicht dort, hatte jedoch auf diesem Blog ebenfalls etwas über diese Thema geschrieben und mit der metaroll den Versuch unternommen, eine alternative Blogrollmetrik zu entwickeln, mit der die langfristige Relevanz von Blogs sowie ihre dauerhafte Vernetzung untereinander dargestellt werden können. Rivva bietet Informationen darüber, welche Themen in der Blogosphäre am intensivsten diskutiert werden und welche Blogs „aus Schneebällen Lawinen rollen“, so Frank Westphal. Außerdem gibt es natürlich auch noch die auf der Verlinkung von Einträgen und Blogs basierende Technorati-Authority, die z.B. auch die Grundlage für die Deutschen Blogcharts sind.

Zugleich fehlen nach wie vor grundlegende Informationen, zum Beispiel darüber, wie groß die deutschsprachige Blogosphäre überhaupt ist (unter Berücksichtigung von Serien- und Multibloggern sowie Weblogvakanzen), wie relevant die dort diskutierten Themen für massenmediale Öffentlichkeiten sind (die Annahmen reichen von einer selbstreferentiellen Copy-and-Paste-Kultur bis hin zum Nachfolger der Printzeitungen) und vor allem auch: von wem die Millionen von Einträgen überhaupt gelesen werden. Wie sieht die soziokulturelle und demographische Struktur der Blogleser aus und wie verändert sich diese im Lauf der Zeit? Wie groß ist das Engagement im Neuen Netz tatsächlich? Kurz: der Forschungsbedarf ist nicht zu übersehen.

Warum sollte sich die Blogosphäre mit diesem Thema überhaupt auseinandersetzen? Liegt der besondere Charme der Blogs nicht gerade in ihrer Authentizität, Leidenschaftlichkeit und Unprofessionalität? Das mag in zahlreichen Fällen zutreffen. Doch zugleich gilt: Wenn die Blogger das nicht selber machen, wird es jemand anderer für sie erledigen. Im Zweifelsfall sind das die großen Verlage und Medienhäuser, deren Engagement auf dem Web 2.0-Sektor nicht mehr zu übersehen ist (siehe dazu auch den taz-Beitrag “Ein Gütesiegel muss her“).

Um das Heft selbst in der Hand zu behalten und sich nicht fremd bestimmen zu lassen, wäre zum Beispiel die Gründung eines Vereins oder einer Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung denkbar, mit dessen Hilfe sich die Blogosphäre für folgende Ziele einsetzen könnte:

  • Wissenschaftliche Erforschung der Blogosphäre und Online-Communities, zum Beispiel in Studien nach dem Modell „Wie ich blogge?!“. Bislang wird dieses Thema regelmäßig und in großem Umfang vor allem von Marktforschungsunternehmen und den Forschungsabteilungen der Medienhäuser bedient. Das Feedback der Ergebnisse in die Blogosphäre lässt dabei zu wünschen übrig. Die sozialwissenschaftliche Forschung ist aufgrund äußerer Bedingungen wie Projektlaufzeiten und Qualifizierungsarbeiten eher episodisch und erlaubt keine Aussagen über die Entwicklung der Blogs im zeitlichen Längsschnitt. Deshalb wäre es wichtig, wenn die Blogosphäre selbst über ihre eigene Vermessung verfügen könnte.
  • Neben der Forschung wäre eine weitere wichtige Funktion die politische Interessenvertretung. Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung und Kommentarhaftung werden zwar in den Blogs intensiv diskutiert, davon ist jedoch in Berlin zu wenig angekommen, da die Politik keinen Ansprechpartner hat, der die Interessen der Blogger gebündelt vertreten kann. Dabei geht es auf längere Sicht auch um den Schutz von Bloggern unter dem Dach der Pressefreiheit, z.B. was ihren Umgang mit vertraulichen Quellen betrifft. Das heißt aber auch, dass ein solcher Verein das Thema Bloggerethik auf die Tagesordnung setzen müsste.


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  • 25 Responses to “Warum wir eine Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung brauchen”


    1. 1 Till

      1. GIR-L etc.

      2. Da gibt’s doch auch schon einen ganzen Haufen mehr oder weniger aktiver netzpolitischer Projekte — noch eines?

    2. 2 Benedikt

      @Till: Klar gibts GIR-L, aber die tritt meines Wissens nicht als Träger von Untersuchungen auf. Und in denjenigen Vereine und Arbeitsgemeinschaften, die Forschung organisieren, sind die Blogger nicht vertreten. Das dürfte auch für GIR-L gelten.

      Natürlich gibt es viele zum Teil sehr spannende netzpolitische Projekte, aber ich kann mir vorstellen, dass es mit einem von Bloggerinnen getragenen Verein, der auch selbst Forschungsstrategien, Maßstäbe etc. entwickelt, möglich wäre, in der politischen Arbeit auf bestimmte Fragen zu fokussieren. Außerdem glaube ich nicht, dass es in Deutschland schon genügend netzpolitische Projekte gibt, was meinst du?

    3. 3 Jan Schmidt

      Eine gute Initiative – aber tatsächlich noch mit sehr viel Diskussionsbedarf.. :)
      Vielleicht nur kurz als Klärung zum 1. Punkt: Die gir-l (http://www.online-forschung.de/gir-l/home.html) ist ja nur eine Mailingliste; die Deutsche Gesellschaft für Onlineforschung (DGOF) ist der Verband der akademischen und kommerziell ausgerichteten Internetforscher, Institute, etc.
      Die DGOF macht also selbst keine Forschung, fördert aber Tagungen und Workshops, vergibt Preise, etc. Ausserdem wird sie sich in den kommenden Wochen mit der Frage nach möglichen forschungsethischen Richtlinien für Sozialforschung im Web 2.0 befassen (ich muss den ankündigenden Blogeintrag und Text für die gir-l nur noch schreiben.. :) . Eine gesonderte “Fachvertretung” für Blogger gibt es allerdings nicht.

    4. 4 Till

      Wg. GIR-L (Germany Internet Research List): Ich sehe das halt als was ganz ähnliches an: ich habe dich oben jedenfalls so verstanden, dass es um eine Vernetzung von Blog-Forschung geht. Ich bin zwar nie sonderlich aktiv auf der Liste gewesen, aber habe die immer so verstanden. Oder eben AIR-L als weltweites Äquivalent. Es müsste eher drum gehen, existierende Institute zu finden, die konkrete Forschungen finanzieren (oder Drittmittel dafür suchen).

      Wg. Netzpolitik: vielleicht habe ich da einen etwas verengten Blick (habe ziemlich lange ziemlich viel im Netzwerk Neue Medien gemacht — und gemerkt, dass der Versuch der Institutionalisierung da sehr viel Energie gekostet hat und letztlich wenig gebracht hat), aber ich sehe eigentlich genug Initiativen — von Einzelpersonenprojekten über Sachen wie den AK Vorratsdatenspeicherung und CCC bis hin zu mehr oder weniger aktiven Bereichen zu diesem Thema in politischen Stiftungen usw. Generell glaube ich, dass Politik im Netz und mit dem Netz wichtiger ist als dezidierte Netzpolitik.

      Letztlich steht hinter meiner Skepsis vielleicht etwas anderes: ich sehe Blogs als ein Tool an, um bestimmte Vernetzungen und Kommunikationsformen hinzukriegen. “Die Blogger” als Gruppe mit einer großen Zahl übereinstimmender Interessen halte ich dagegen für eine Imagination (keine Ahnung, was die Studien dazu sagen). Vielleicht musst Du konkreter werden: was sind die “bestimmten Fragen”, die weder die genannten netzpolitischen Projekte noch z.B. Parteien bearbeiten können, und für die eine Blogpolitikprojekt notwendig wäre?

    5. 5 Markus

      Die Idee einer Arbeitsgemeinschaft zur Blog-Forschung finde ich sehr interessant. Könnte Euch da noch einen der wenigen raren Workshop-Slots auf der re:publica für geben. Sind ja auch genug andere Projekte und Menschen vor Ort, die ähnliche Sachen machen, wie z.B. der Popkulturjunkie, etc.

      Bei der politsichen Vertretung für Blogger bin ich ähnlich skeptisch wie Till. Er hat eigentlich schon alle Argumente genannt: Blogs sind eine Kulturtechnik und es gibt nicht “die Blogger”. Es gibt Menschen, die das Internet nutzen und Probleme mit den falschen gesetzlichen Rahmenbedingungen bekommen. Ansonsten gibt es eine Vielzahl von kleinen und schwachen Initiativen. In Deutschland gibt es immer den Drang, schnell neue Institutionen zu gründen, die Erfahrung hab ich auch shcon des öfteren gemacht. Wichtiger finde ich aber die Stärkun von bestehenden Strukturen wie CCC, Wikimedia, AK Vorratsdatenspeicherung, Foebud und auch den bestehenden Netzwerken:

      Selbst der CCC kann sich nicht mal eine Halbtagsstelle für Lobbying leisten. Sowas ist aber sehr wichtig, um Ansprechpartner für Politiker zu sein, bzw. wahrgenommen zu werden. Hingehen zu Treffen, Ausschusssitzungen und Diskussionsrunden, Enizelgespräche und Politikberatung. Das kann man weiterhin von einigen wenigen in ihrer Freizeit machen lassen, besser wäre aber mehr Ressourcen. Aber eine neue Institution von “Bloggern” wird das auch in den nächsten Jahren nicht ändern.

    6. 6 Oliver

      “Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung und Kommentarhaftung werden zwar in den Blogs intensiv diskutiert, davon ist jedoch in Berlin zu wenig angekommen, da die Politik keinen Ansprechpartner hat, der die Interessen der Blogger gebündelt vertreten kann.”

      “Me too” wäre jetzt zu einfach ;-) , ich sehe da zu sehr eine Abgrenzung. Bloggen ist nur eine Facette der Online-Publikation im Netz und keineswegs die “eine”. Indem man sich diesen Status eines primus inter pares aneignet verliert man viel eher auf Dauer die Glaubwürdigkeit und letztendlich geht es doch darum, *alle* von der Brisanz dieser Thematik zu überzeugen. Die gewichtige Stimme ist das Volk und der Online-Publizist jedweder Natur ist dafür natürlich besonders prädestiniert, ob der Beschäftigung mit der Technik etc.

      Was tatsächlich in diesem Bereich fehlt ist die Schnittstelle Otto-Normal-Bürger – Technik-affine Netcitizen, sprich hinweg vom Stallgeruch der Nerds/Geeks hin zu allgemeintauglichen Verlautbarungen. Das ganze wird hauptsächlich im eigenen Kreis kommuniziert und es fehlt ergo weniger der Lobbyist in Berlin, sondern die Kommunikation mit dem Gros der Bevölkerung. Obiger Vorschlag wäre also der denkbar falsche Weg und würde diese Stellung im Abseits noch fördern.

      Für Leute außerhalb des Netz oder für jene die nur oberflächlich damit in Berührung kommen zählen eben andere Dinge, als die welche CC & Co postulieren. Die Beispiele sind unpassend, wenn auch korrekt, das Vokabular ist ein völlig anderes.

    7. 7 Chikatze

      Metaroll? Kannte ich noch gar nicht.
      Wer hat mich denn da eingetragen? Das kann ich unmöglich selber gewesen sein. *grübel*

    8. 8 Benedikt

      @Jan: Danke für die Klärung bzgl. gir-l. So hatte ich das auch verstanden. Aber da sind eben die Blogger selbst nicht vertreten.

      @Till: Zum Beispiel die Frage nach den rechtlichen Rahmenbedingungen des privaten Bloggens. Ich denke, das ist eine der Punkte, die Blogger tatsächlich als Gruppe berührt. Sowie allgemeiner die Bloggerrechte in Relation zu den Rechten (und Pflichten) von Journalisten. Außerdem würde ich Barcamps – man kann sie mögen oder nicht – schon als Indiz dafür sehen, das es so etwas wie ein Selbstverständnis als Blogger gibt.

      @Markus: Wenn das Interesse an dem Thema genügend groß ist, wäre ein re-publica-Workshop eine tolle Sache. Was die Lobbyarbeit betrifft, so denke ich nicht, dass sich das unbedingt ausschließen muss: neue Institutionen gründen und alte unterstützen. Ich halte es aber für durchaus sinnvoll, eine solche Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen, da diese dann – bei genügend großer Mitgliederzahl und entsprechenden wissenschaftlichen Qualifikationen – so etwas wie amtliche Zahlen über die Blogosphäre produzieren könnte. Das könnte in den ewigen Relevanzstreitereien zum Beispiel eine wichtige Argumentationsgrundlage darstellen.

      @Oliver: Aber das muss sich doch gar nicht ausschließen. Ich bin ganz deiner Meinung: Lobbyarbeit in Berlin ist teuer und vielleicht (noch) nicht das dringlichste Anliegen. Zunächst geht es darum, der Öffentlichkeit zu vermitteln, was Blogs sind, was man damit machen kann. Ich hatte nur davon geschrieben, dass es ein Ziel sein müsste, die wissenschaftliche Erforschung und Vermessung der Blogosphäre den Bloggern zurückzuspielen. Das lässt sich aber natürlich auch auf die “Leute außerhalb des Netzes” ausweiten. Wenn eine solche Arbeitsgemeinschaft ein paar schöne Seiten zum Thema: Was sind Blogs? Wieviele gibt es davon? Wie sind Blogs entstanden? Was kann man damit machen? u.s.w. anbieten würde, wäre in die Richtung vielleicht schon etwas erreicht, oder?

      @Chikatze: In der Metaroll kann auch landen, wer in den Blogrolls anderer Blogs steht ;-)

    9. 9 Oliver

      >Was sind Blogs? Wieviele gibt es davon? Wie sind Blogs entstanden? Was kann man damit machen?

      Aus der Ecke ist definitiv nichts einzuwenden, vor allem letzterer Aspekt wäre wohl interessant damit “mehr Volk” Meinung online kommunizieren kann.

    10. 10 Christiane

      Ich finde die Eingrenzung auf “Blogger” viel zu eng und auf längere Sicht nicht haltbar, da “jeder” veröffentlichen kann und auch Reichweite entwickeln kann. Dafür eine große Anzahl von Diensten, Plattformen und Techniken gibt, die nicht immer unbedingt das “log” im Titel führen. Blog- und Wiki-Software sind zunächst einfach nur leicht zu bedienende Content-Management-Systeme. Dasselbe gilt nicht nur für die Textproduktion, sondern auch für die Bild-, Audio- und Videoproduktion. Zudem geht es immer auch darum, in welchem Kontext jemand veröffentlicht – ob als Angestellter, als Whistleblower, als Wissenschaftler, als Privatperson, als NGO-Aktivist, als Journalist usw.. An wen hast du da gedacht? Denn jede Rolle impliziert wieder eine ganze Reihe von eigenen (rechtlichen, gesellschaftlichen, politischen) Herausforderungen. Vielleicht sollte man daher das daher nicht um den “Blogger”, sondern eher um den “Media Shift” herum denken.

      An Fragestellungen und möglichen Forschungsaufgaben mangelt es gewiss nicht. Praktisch wäre daher etwas, über das man auch institutionsunabhängig personelle, monetäre, inhaltliche Ressourcen erschließen könnte und auch zur Verfügung stellen könnte. Eine Art Vernetzung und Koordinierung.

    11. 11 Chikatze

      Hmhm, das hab ich mir auch schon gedacht.
      Habe mein Blog jetzt aber auch mal angemeldet und die Metaroll bei mir verlinkt. :)

    12. 12 Benedikt

      @Oliver: Prima. Dann werde ich also in Zukunft nicht nur von Lobby-Arbeit sprechen, sondern auch von einer breiten gesellschaftlichen Vermittlung als Ziel. Also gegen das Image geistiges Prekariat anonymer Heckenschützen mit Hang zum Pornogucken (siehe auch hier und hier).

      @Christiane: Du hast Recht. Deshalb hatte ich auch schon an Blog- und Communityforschung gedacht. Ich weiß nur nicht, wie man das verständlich formulieren kann. “Arbeitsgemeinschaft Media Shift” klingt viel zu abstrakt. “Arbeitsgemeinschaft nutzergenerierte Medien” ist auch nicht besonders greifbar. Der größte gemeinsame Nenner wäre doch das “Schreiben ins Internet” als Breitenphänomen.

      Praktisch wäre daher etwas, über das man auch institutionsunabhängig personelle, monetäre, inhaltliche Ressourcen erschließen könnte und auch zur Verfügung stellen könnte. Eine Art Vernetzung und Koordinierung.

      Genau! Potentielle Geldgeber für derartige Forschung gibt es. Nur brauchen die eine verlässliche und wenn möglich auch legitimierte Adresse für derartige Projekte. Da sehe ich die Chance eines derartigen Vereins.

    13. 13 Christiane

      Wie definiert man “verlässliche und wenn möglich auch legitimierte Adresse”? Üblicherweise mit einer Postanschrift, einem Büro und einer Person, die über eine entsprechende Reputation verfügt. Da bist du dann, im Wissenschaftsjargon gesagt, nicht bei einer AG, sondern bei einem “Institut” (e.V.). Und du brauchst einen Professor, der dies stützen und die Unterschrift unter die Anträge setzen würde und einen Mitarbeiter, der die Koordination der alltäglichen Arbeit übernimmt (was, am Anspruch gemessen, einiges sein dürfte!). Eigentlich ganz alte Strukturen … :) Kann ja nicht sein, dass es so etwas nicht gibt bzw. dass man so etwas nicht wo einhängen könnte ….

    14. 14 max

      Finde die Idee sehr gut!
      Arbeite selber an einem Projekt um die Vernetzung von Blogs via der Blogroll untereinander zu visualisieren, d.h. ich scanne Blogs nach URLs die nur auf einer Domain enden, als ohne Unterverzeichnisse, in der Annahme das das ein Link auf einen Blog selber und nicht auf einen Artikel ist (und somit wohl aus einer Art Blogroll stammt).
      Die erste Version davon ist unter Blogsvision abrufbar, hab bis jetzt rund 8 Millionen Blogs gescannt.
      Die Tag-Liste entspricht den Tags die das Umfeld eines Blogs in ihren Meta-Tags angegeben haben (ich scanne nur Seiten die einen RSS-Feed haben).
      Die Suche ist noch schlecht :) , das ganze ist nur ein Prototyp. Der Ort des Blogs ist der Standort der IP-Adresse.
      Ziel ist es eine andere Art der Suche zu machen die nicht auf einzelnen Artikeln basiert sondern auf Blogs selber. Auch in einer Zeitung sind nicht immer alle Artikel gut, trotzdem abonniere ich sie.
      Ich habe dazu am letzten Barcamp in Klagenfurt und Wien einige Statistiken dazu präsentiert.

    15. 15 Alex

      Klingt spannend. Fände einen Workshop auf der re:publica eine gute Sache und wäre gerne mit dabei. Sobald ich wieder zurück bin melde ich mich, wir wollten ja eh schauen ob wir zusammen nach Berlin bahnen, oder?

    16. 16 Benedikt

      @Christiane: Ich würde die Arbeitsgemeinschaft auch nicht unbedingt in Richtung Wissenschaft verorten, sondern eher als etwas ähnliches wie AGOF, ag.ma, IVW etc. nur getragen von den einzelnen BloggerInnen und ProdNutzern statt von den Verlagen und Medienhäusern. Legitimation sehe ich daher auch nicht unbedingt in der Ansammlung von Namen und Titeln, sondern eher durch die möglichst breite Vertretung derjenigen, die tatsächlich “ins Internet schreiben”. Letztlich geht es mir vor allem darum, der billigen Polemik à la “geistiges Prekariat” und “anonyme Heckenschützen” etwas entgegenzusetzen.

      @max: Sieht interessant aus. Würde mich sehr interessieren, etwas mehr über das Projekt zu erfahren.

      @Alex: Freut mich!

    17. 17 oliver gassner

      Generll d’accord.
      Aber ich sehe politische Vertretung und Forschung als zweierlei an. sicher sollte man da kooperieren aber ggf. auch trennen.

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