Scientific American versucht sich am Prinzip Trackback

Anscheinend hat die populärwissenschaftliche US-Zeitschrift “Scientific American” (in Deutschland Spektrum der Wissenschaft) die Bedeutung der Blogosphäre für die wissenschaftliche Kommunikation erkannt: nicht nur kann man auf der Internetseite die einzelnen Artikel kommentieren (allerdings erst nach Registrierung), sondern in der Seitenleiste wird auch angezeigt, welches Blog bereits über den jeweiligen Artikel berichtet hat (“Who’s Blogging This”) bzw. welche SciAm-Artikel am häufigsten in Weblogs auftauchen (“Most Blogged”).

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Zugegeben, das Feature funktioniert noch nicht optimal:

  • Die Links führen nicht zu den jeweiligen Blogbeiträgen, in denen über den Artikel geschrieben wurde, sondern auf die Startseite des Blogs
  • Die Links in der Rubrik “Who’s Blogging This” bleiben konstant, egal, welchen Artikel man gerade liest – worauf beziehen sie sich denn überhaupt?
  • Es ist nicht klar, auf welchen Zeitraum sich das “Most Blogged” bezieht.

Aber die Idee dahinter ist wichtig (ganz im Sinne von Ferdinand Thönnies “nur eine Tendenz, aber Tendenzen sind wichtig”): Man sieht direkt auf den Seiten der Zeitschriften (natürlich momentan nur der Onlineausgaben), welche Blogger sich auf dieses Thema beziehen (das Prinzip “Trackback” also). Ich bin gespannt, wann dieses Feature auch in deutschen Wissenschaftsmagazinen und -portalen auftaucht – und wann es auch hierzulande “Kommentar” statt “Leserbrief” heißen wird.



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