Neurowissenschaftliches Surfen

Bitte nicht fragen, was das mit Feng Shui zu tun haben soll, aber unter dem Namen “Feng Gui” gibt es einen Dienst, der auf Grundlage der Neurowissenschaften (das kommt natürlich immer gut) aus Webseiten oder hochgeladenen Bildern eine Heatmap erstellt. Darauf kann man dann erkennen, welche Elemente einem hypothetischen Nutzer besonders ins Auge fallen:

* The ViewFinder Heatmap service creates a Saliency attention heatmap.
The salience map creation is based upon neuro-science studies of visual Attention, Perception and Cognition of humans.
Or in English: What people are looking at?
* It captures a snapshot image of the requested website and generates a visual attention heatmap.
* Heatmap – from dark blue through green to red, describing the temperature heat of the image heated by human eyes.

Hier als Test eine Heatmap für dieses Blogs:

Heatmap viralmythen

Also: Die Nutzer gucken vor allem auf das “Hard Bloggin’ Scientist”-Logo in der oberen rechten Ecke. Sehr interessant sind auch die beiden Sinus-Milieus A12 (“Konservative”) und B1 (“Etablierte”), während B12 (“Postmaterielle”) und C12 (“Moderne Performer”) weniger spannend sind – klar, meine Leser kennen diese Milieus aus der eigenen Anschauung, oder? Gerne wird auch mein Portraitfoto angesehen, das Creative Commons-Button sowie der Titel des Blogs. Den habe ich aus diesem auch ziemlich groß geschrieben.

Dasselbe noch einmal für mein Küchenblog:

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Hier gucken die Leser zunächst auf den Genussblogs-Button, dann auf das Logo des gerade angelaufenen “They Go Really Well Together”-Blogevents. Außerdem auf die Headergrafik und, das überrascht mich doch etwas, auf die Leerfläche um den Titel herum. Warum gerade dahin? Als Entspannung? Wo der neurowissenschaftliche Algorithmus die Nutzer nicht hinblicken lässt: auf die beiden Menupunkte “Autoren” und “FAQ”, doch gerade die beiden gehören zu den meistaufgerufenen Seiten. Trotzdem: schönes Spielzeug.

(via Endl.de + Dr. Web)



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