Wie berechenbar wir doch auf Google suchen…

Für Soziologen, Statistiker und Marktforscher ist es – spätestens seit Quételet – keine Überraschung mehr: Auch wenn die meisten davon überzeugt sind, in ihren Handlungen die eigene Individualität auszudrücken, ist das Ergebnis eine geordnete Struktur, die sich sehr präzise vorhersagen lässt. Nehmen wir zum Beispiel die Nahrungsgewohnheiten der Deutschen wie sie sich in den Google-Suchbegriffen widerspiegeln:

googlegaense.png

Um die Weihnachtsfeiertage wird auf einmal das Thema “Gans” höchst relevant: Deutschland sucht nach Rezepten für die perfekte Weihnachtsgans (man beachte auch die kleine Spitze davor zur Martinszeit). Weil die Feiertage dann aber gar so fett waren, wird gegen Jahresende dann auf einmal verzweifelt nach Diätratschlägen gesucht.

(Dank an Philipp Lenssen, dessen schönen Grafiken zu “turkey” + “diet” ich für diesen Eintrag nur auf den hiesigen Kontext übertragen musste. Vergleiche auch die spannenden Diskussionen über viele Ähnliche Googleismen auf reddit.com)



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  • 4 Responses to “Wie berechenbar wir doch auf Google suchen…”


    1. 1 DrNI

      Oder es wird an Silvester als Neujahresvorsatz abgenommen und wieder so um den Juni rum wo die Bikinifigur aktuell wird. ;-)

    2. 2 Steffen

      Interessant ist die Suche nach “rauchen aufhören”: in den Vorjahren ausschließlich als Jahreswendspitze existent ist seit einigen Monaten das Thema generell auf hohem Level …

    3. 3 Benedikt

      @DrNI: Die “Bikinikurve” steigt zur Jahresmitte an und fällt dann wieder ab. Jedenfalls verliert ab Juli das Diät-Denken an Bedeutung.

      @Steffen: Eine Folge des Rauchverbots?

    1. 1 In Synch? « Das Frage-Blog

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