Daily Archive for November 18th, 2007

Kurze

post.pngIn den letzten Tagen hat sich einiges angesammelt, deshalb hier ein paar Kurzmitteilungen:

Martin Recke (Fischmarkt) berichtet von einer massiven Umschichtung der Werbebudgets ins Internet, die sich derzeit in den USA abzeichnet. Dazu wird Laurent Burdin zitiert: “Aber der Trend bleibt gleich: Markenartikler interessieren sich immer mehr für das Internet. Es gibt dafür einen einfachen Grund: Ihre Konsumenten haben das Internet als Kanal Nr. 1 gewählt. Sie kaufen dort mehr und mehr.” Dazu Robert Basic: “Aber ist es nicht sozusagen eh ein zwangsweiser Mechanismus, dass die Wirtschaft den Kunden eh immer dahon folgt, wo die Kunden sind?”

Maingold versucht zu begründen, warum Sevenload hinter YouTube hinterherhinkt: “Und genau dieser „Coolness Faktor“, dieses bestimmte Image, fehlt bei sevenload meiner Meinung nach vollständig. Da können die Damen und Herren noch so viel Geld und Manpower in ihre Technik investieren, ein cooles Image und eine dementsprechende Community kann man sich nicht erkaufen.”

Die Neue Zürcher Zeitung hat gerade eine Serie zu sozialen Netzwerken veröffentlicht, die auf den Blogpiloten zusammengefasst ist.

Don Alphonso hat unter dem Titel “Die Hungerlöhne des Web 2.0″ eine spannende Diskussion zum Thema “Bezahlung von Bloggern” losgetreten: “Web2.0 als mediales Subproletariat, als billigste aller möglichen Qualitätsplattformen für den boomenden Medienmarkt”. Die Debatte geht u.a. weiter im JakBlog und KoopTech.

Bringt demnächst auch Wikipedia ein eigenes Social Network auf den Markt? “Ein Social Network aus dem Hause Wikipedia hätte Sprengkraft. Schliesslich gehört Wikipedia in den meisten Ländern zu den Top-10-Websites, während die Social-Network-Szene weiterhin sehr fragmentiert ist”, meint Andreas Göldi (Medienkonvergenz).

Außerdem: Dirk Olbertz und Jens Schröder finden 133.300 deutschsprachige Blogs.



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    Für Soziologen, Statistiker und Marktforscher ist es – spätestens seit Quételet – keine Überraschung mehr: Auch wenn die meisten davon überzeugt sind, in ihren Handlungen die eigene Individualität auszudrücken, ist das Ergebnis eine geordnete Struktur, die sich sehr präzise vorhersagen lässt. Nehmen wir zum Beispiel die Nahrungsgewohnheiten der Deutschen wie sie sich in den Google-Suchbegriffen widerspiegeln:

    googlegaense.png

    Um die Weihnachtsfeiertage wird auf einmal das Thema “Gans” höchst relevant: Deutschland sucht nach Rezepten für die perfekte Weihnachtsgans (man beachte auch die kleine Spitze davor zur Martinszeit). Weil die Feiertage dann aber gar so fett waren, wird gegen Jahresende dann auf einmal verzweifelt nach Diätratschlägen gesucht.

    (Dank an Philipp Lenssen, dessen schönen Grafiken zu “turkey” + “diet” ich für diesen Eintrag nur auf den hiesigen Kontext übertragen musste. Vergleiche auch die spannenden Diskussionen über viele Ähnliche Googleismen auf reddit.com)



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