Kochblogs: Die neuen Stars der Blogosphäre?

Ungewohnt versöhnlich gibt sich Don Alphonso in seinem Beitrag über Gastronomieblogs:

Es gibt dort eine erstaunlich hohe Qualität der Beiträge und Bilder, und es ist weitaus vielschichtiger, als das Gebrutzel der TV-Köche oder die lieblosen Rezeptsammlungen des Internets. Weil es aussenrum oft noch eine Geschichte gibt, und hier mit Passion gekocht und geschrieben wird.

In diesem Punkt kann ich nur zustimmen; auch ich bin in den letzten Wochen immer wieder auf diese sehr interessante Gemeinschaft von “Genussbloggern” gestoßen und habe viele ebenso liebevoll wie kompetent geschriebene Texte gefunden. Und vor allem fehlt bei den meisten dieser Blogs die an anderer Stelle so aufdringliche Selbstreferentialität. Vielleicht weil es nicht so sehr kochende Blogger sind als vielmehr bloggende Köche? Oder weil die durch die teilweise sehr gelungenen Fotos angeregte limbische System für eine direkte Verbindung zwischen Online und Offline sorgt?

Wie auch immer, es funktioniert. Lustig ist, dass man auch so manche Bekanntheit aus dem Web 2.0-Diskurs auch als Foodblogger wiedertrifft, so etwas Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache vs. Gotorio) oder Peter Turi (turi2 vs. Küchenruf) – gibt es noch mehr davon? Vielleicht ist die Gelegenheit gar nicht so schlecht, an dieser Stelle gleich auch noch auf das Blog “molekularkueche” hinzuweisen, für das ich seit einiger Zeit genussblogge.



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