Zeitungen springen auf den Web 2.0-Zug auf

Steffen Büffel, Falk Lüke, Igor Schwarzmann und Alexander Svensson haben ihre Studie zur Verwendung von Web 2.0-Features in den Online-Auftritten von Zeitungen aktualisiert und können mit interessanten Ergebnissen aufwarten. Besonders deutlich hat sich der Anteil der Zeitungen (71%) vergrößert, die Videoinhalte auf ihren Webseiten anbieten (Youtube-Effekt). Die Grenze zwischen Printzeitung und Fernsehnachrichten wird zunehmend unscharf. Auch die Möglichkeiten der Nutzer, sich inhaltlich zu beteiligen (z.B. per Kommentar) haben deutlich zugenommen: gegenüber 11% im Vorjahr sind es nun schon 28%. Auch das bislang etwas selbstgefällig geäußerte Vorurteil, dass Zeitungen nichts von der Blogosphäre verstehen, lässt sich so nicht halten. Denn mittlerweile gibt es auf fast jeder dritten Zeitungshomepage auch ein Weblog.

Ich denke aber nicht, dass es sich bei diesen Trends um einen zeitungsspezifischen Effekt handelt, denn auch andere Webseiten rüsten, was interaktive Technologien angeht, immer stärker auf. Das hat vor kurzem auch eine Studie von Laura Massoli angedeutet, die die Homepages von Forschungsförderungsinstitutionen analysiert hat. Viel stärker als die Angebotsseite würde mich jedoch die Nachfrageseite interessieren: geht das Konzept auf? Profitieren die Zeitungen durch ihre Schritte ins neue Netz hinsichtlich Glaubwürdigkeit, Reichweite etc.?



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