Caramba! Relevanz, Blogblues und Werbehuren revisited

Natürlich klingt es erst einmal wunderbar, dass Robert mit seinem Blog im Monat 2.000 Euro einnimmt – und das nach dem Verzicht auf Google AdSense. Aber auf der anderen Seite ist er ja kein Berufseinsteiger mehr, sondern bloggt mittlerweile schon eine ganze Weile. Ich nehme an, dass er einer der Gründe dafür ist, dass man heute ein Blog führen kann, ohne erklären zu müssen, was das überhaupt ist, so ein Blog:

CARAMBA !!! Und ein Blog wie Techcrunch schafft es dagegen, sich nach “nur” zwei Jahren Bloggerei in ein 240.000 USD pro Monat erwirtschaftendes Unternehmen zu verwandeln (allerdings ein Unternehmen, das noch keine größeren Krisen durchgemacht hat, wie der Blog Herald bemerkt). Rechnet man aus, wieviele USD Monatseinnahmen auf einen Technorati-Link kommen, liegt das Verhältnis von Basic Thinking bei etwa 1,3 gegenüber 10,5 im Fall von Techcrunch.

Da kann mir niemand erzählen, die alle paar Wochen auftretende Relevanz-, Blogblues- oder Werbehurendebatten hätten nichts damit zu tun, dass die Blogosphäre in Deutschland nach wie vor ein Nischengeschäft ist.



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  • 1 Response to “Caramba! Relevanz, Blogblues und Werbehuren revisited”


    1. 1 Matthias

      Genau! Mir scheint aber auch, dass es in der (etablierten) deutschen Blogosphäre am rechten Willen fehlt, etwas wirklich Anspruchsvolles aufzubauen, das einem Qualitätsvergleich mit traditionellen Medien standhalten könnte. Wo sind die Ambitionen von Spreeblick geblieben?

      Und was für ein Bild gibt die Jammerei beim Werbeblogger ab, wo man sich der Spamprobleme nur noch mit Hilfe aus der Blogosphäre entledigen kann, man selbst aber eigentlich gerne professionelle Marketing-Agentur und meinungsbildendes A-Blog sein möchte?

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