Wie Robert hier geschrieben hat, habe ich die Netzwerk-Grafiken zur Free Burma-Aktion aktualisiert und ein paar tentative Beobachtungen zusammengeschrieben. Wenn am Wochenende auf dem Barcamp MUC Interesse besteht, kann ich gerne auch etwas dazu erzählen:
Über mich

Benedikt Koehler (Twitter), meine Tags lauten: Social Media, Big Data, Social Network Analysis (SNA), Informationsvisualisierung, Brandtweet, Slow Media. Ich arbeite als Chief Operating Officer bei dem Social Media Intelligence- und Monitoringanbieter ethority in Hamburg und München. 2006 habe ich bei Ulrich Beck in Soziologie promoviert.
Artikel
- Der passive Wahlomat – Textmining mit politischen Programmen und Konversationen (Teil 1)
- Digitale Stadtentwicklung oder Warum Code for America die Zukunft des digitalen Ehrenamts ist
- Wie man Shitstorms erkennt und bewertet
- Networking auf dem DLD
- Der Appstore als Netzwerk – Newsreader, Newsportale und digitale Zeitungen
Kommentare
- Warum eigentlich kein “digitales Ehrenamt”? : moosblogger bei Über mich
- XL bei Digitale Stadtentwicklung oder Warum Code for America die Zukunft des digitalen Ehrenamts ist
- Donngal bei Digitale Stadtentwicklung oder Warum Code for America die Zukunft des digitalen Ehrenamts ist
- Stephan bei Über den Wolken: Pilotenblogs (Streifzüge durch die Blogosphäre II)
- Marcel Belledin bei Wie man Shitstorms erkennt und bewertet
Oh, dann melde ich schonmal mein “Interesse” an. Muß gestehen, daß ich erstaunt bin, daß die Blogosphäre auch unter diesen Randbedingungen (Gegenstand der Kommunikation ein Ereignis der internat. Politik, Zielsetzung: weltweite, globale Vernetzung Solidarität) dennoch sehr stark nationalstaatlich bzw. durch die Sprachgrenzen organisiert bleibt.
Aber das ist dann wohl wieder mal Ausrduck meiner Naivität in der Sache. Die Dynamik der Vernetzung ist allerdings sehr spannend und informativ.
Tja, von wegen Globalisierung und Kosmopolitismus
Ich denke aber, dass es nicht der Nationalstaat ist, der dahinter steckt – DE-AT-CH sind (zumindest, was diese Aktion angeht) eng miteinander vernetzt. In meinem Blick in die italienische Szene ist mir aufgefallen, dass dort anscheinend anders gebloggt wird. Die splinder.com-Szene ist unglaublich aktiv (> 310.000 Blogs). Da kommen auf einen Beitrag leicht 80 Kommentare – und das von 75 verschiedenen Bloggern, die wiederum fast alle selbst auf splinder.com bloggen. Daher auch das andere Netzwerkmuster (obwohl ich Italien nicht vollständig untersucht habe). Allerdings habe ich ja die Kommentarverlinkung betrachtet, die sehr viel voraussetzungsvoller ist (auch was die Sprache betrifft) als das Setzen eines Links.
Der Stein wurde wohl zuerst im deutschsprachigen Raum ins Wasser geworfen, daher zieht er auch hier zunächst seine Kreise. Zumindest gelang es mir, eine Diskussion in einem stark frequentierten chinesischen Blog anzustoßen (http://home.wangjianshuo.com/), die erst jetzt langsam in Fahrt kommt.
Wichtig erscheint mir, etwas für die Nachhaltigkeit dieser Aktion zu tun. Also etwa diesen Donnerstag monatlich zu wiederholen oder ähnliches. Um die Aussenwirkung zu steigern erscheint auch die Red- Shirt Aktion gut geeignet.